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MobLand (Hardy, Brosnan, Mirren / Guy Ritchie)

Begonnen von StS, 4 März 2025, 20:16:01

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StS


New series streaming March 30 on Paramount+.

Power is up for grabs as the Harrigans and Stevensons, two warring London crime families, clash in a kill-or-be-killed battle that threatens to topple empires and ruin lives. Caught in the crossfire is Harry Da Souza, the street-smart 'fixer' as dangerous as he is handsome, who knows too well where loyalties lie when opposing forces collide. As kingdom goes up against kingdom, lines will be crossed - and the only saving grace is a bet-your-life guarantee: family above everything.

"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Wolfhard-Eitelwolf

Oha, Konkurrenz zu Gangs of London? Naja, mal schauen, ob die deutschen Zuschauer da ein weiteres Franchise benötigen. Zumindest technisch sieht das Ganze sehr gut aus.

StS

ZitatGuy Ritchie's MobLand breaks record as Paramount+'s biggest global series ever with 2.2 million viewers out of the gate. According to Paramount+, MobLand broke the record for the streamer's biggest global series launch ever on its premiere day with 2.2M subscribers, generating 9.7M views. Ritchie's episodic crime saga joins 1923 and Landman as part of the top three launches in Paramount+ history. (Joblo.com)
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Private Joker

Da hat Deutschland für Streamingverhältnisse ja relativ lange warten müssen; immerhin hat man die Zeit für eine brauchbare Synchro genutzt, mit Glaubrecht auf Brosnan, der da jüngst ja auch ein paar mal ausgesetzt hatte. Und die Stimme klingt in der Tat etwas brüchig mittlerweile, aber der Mann ist auch schon schlanke 82. Irgendwann rächt es sich halt, wenn die Sprecher so was um 10 Jahre älter sind als die Darsteller...

Die Serie selbst, nach drei Folgen: Ja, kann man sich ansehen, wirklich "frisch" oder "neu" ist da aber auch nix. Mit der starken Konzentration auf den "Fixer" (Hardy) ist das irgendwo noch etwas mehr Ray Donovan als Gangs of London; im Vergleich zu letzterer fehlt es vor allem an Action und Gewalt, dafür ist der Cast natürlich etwas "edler". Wobei ich da nicht bei jedem der Darsteller wirklich im Fanclub bin; Mirren etwa bringt letztlich nur eine Version 2 ihrer Patriarchin aus 1923 auf den Schirm, genauso tatkräftig, nur eben "böse" statt "gut" (aber ansonsten praktisch gleich gespielt). Und Hardy walkt im typischen breitbeinigen Wiegeschritt mit energischem Gesichtsausdruck von Schauplatz zu Schauplatz, wo die Leute vor seinem Charisma und seiner Überzeugungskraft in Sekundenbruchteilen kapitulieren und ihm aus der Hand fressen.

Immerhin zieht das Tempo in den Folgen 1-3 wenn auch langsam an, Spannung ist durchaus vorhanden, aber ausbaufähig - irgendwo hat man nicht das Gefühl, dass die "anderen" da die ganz große Bedrohung sind oder werden können (erstaunlich vor allem, wie leicht man die allesamt mittels Sniper umbringen könnte, dann wäre der große Krieg fix vorbei). Insgesamt schon ansehbar, ich sagte es eingangs, aber wie bei der "Agency" hat man auch den Eindruck, dass das Budget eher für die Top-Schauspielerriege draufgegangen ist...
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

StS

"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Private Joker

Zitat von: StS am 23 Juni 2025, 18:21:17Erhält ne 2. Staffel.

Nicht ganz unverdient; aber auch notwendig? Da wird im Netz viel von einem "heftigen" Cliffhanger gesprochen, der zwingend eine Fortsetzung erfordere, aber mal unter uns:
Spoiler: zeige
 das ist schon eine sehr kleine Münze für einen heutigen Cliffhanger. Dass Über-Harry an dem Party-Piekser stirbt, können die ihrer Uroma nach 3 Litern Weihnachtspunsch erzählen. Und nach dem Sieg über "Ritchie" werden die Harry-gans auch aus "Cat" ganz sicher problemlos Kleinholz machen, so gesehen wahrscheinlich nur der Austausch der Zielscheibe. 

Ansonsten bleibt mein Urteil "okay, aber nicht weltbewegend" bestehen. Mit 10 Folgen auch leicht überlang, für heutige Verhältnisse, was u.a. dazu führt, dass der dramatische Höhepunkt des Ganzen so irgendwann in Folge 6 oder 7 stattfindet (die Amsterdam-Kiste). Ganz cool auch der auf der Zielgerade dazustoßende Finster-Cop, für den "korrupt" noch geschmeichelt wäre (klasse: Toby Jones), eine der wenigen Figuren, die man tatsächlich "gerne" wiedersehen würde.
Was dann noch folgt, ist eher Antiklimax, und die Finalfolge 10 zeigt noch mal deutlich, wo Stärken und (leider vor allem) Schwächen liegen: Minutenlange Monologe, wie schwer es etwa der arme Kevin doch hatte - jo, geht uns vielleicht allen so, von der millionenschweren Gangsterfamilie und dem Knasterlebnis abgesehen, aber muss man deshalb Leute im Dutzend billiger umlegen? Dazu lange, tranige Lieder vom Cash, weitere lange, tranige Szenen, der eigentliche Showdown nur sekundenkurz und weithin spannungsbefreit. Cool, wenn auch ehrlicherweise eher eine Showeinlage denn ein sinnvolles Handlungselement: Brosnan und sein "Sympathy for the Devil"-Clip, eh eines meiner Lieblingssongs.

In der Summe dann halt doch "nur" 6/10 - so grob in der Mitte der Story würde ich auch ein, zwei Folgen leicht darüber verorten, aber im Gegenzug auch viel Leerlauf und Durchhänger.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

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