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Project Hail Mary (Sci-Fi mit Gosling von Lord&Miller)

Begonnen von StS, 30 Juni 2025, 16:16:00

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StS


11.9 Light-years from home.
6th grade science teacher.
1 chance to save us all.

Based on Andy Weir's New York Times best-selling novel, starring Academy Award® nominee Ryan Gosling, and directed by Academy Award® winning filmmakers Phil Lord and Christopher Miller. Only in theaters and IMAX - 3.20.26
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Private Joker

Eigentlich wunderlich, dass sich beim Kinostart keiner hier geäußert hat - der war doch solide erfolgreich, hatte gute Kritiken UND war kein Sequel/Remake/Franchisefilm, in der Kombi selten genug heutzutage.

Wäre auch sicher ein Film für die Leinwände gewesen, das geben die Umstände bei mir leider immer seltener her. Bei der aktuellen Prime-Videoversion habe ich kurz mal gezögert (mit 3-4 Werbebreaks für den unfassbaren Blödsinn, den die da meist an Mann/Frau/divers bringen wollen, hätte ich den boykottiert und auf die Scheibe gewartet). Läuft aber (bei mir) mit nur einer superkurzen filmbezogenen Introwerbung (wobei deren Kontext nun wirklich dramatisch daneben ist, irgendein Gesundheitspulver).

Jo, wenn man wie ich "Interstellar" (sehr) mochte, ist das eine schöne, wenn auch massiv weichgespülte Variante, die "Feelgoodversion" sozusagen. Bis auf die eine Szene halt, die das zumindest etwas aufbricht und die ich hier nicht spoilern mag. Technisch da, wo sich das SF-Kino dieser Größenordnung (mit 200 Mio Budget also "oberes Mittelfeld") im Augenblick einordnet, und das ist was die Raumschiffe angeht schon mehr als solide. Der "grüne" Planet von Tau Ceti sieht allerdings etwas arg künstlich aus; und generell: Irgendwo im Hinterkopf meldet sich da ein Stimmchen so in Richtung "DEN technischen Standard sehen wir jetzt schon seit ca 20 Jahren, geht da nicht ein wenig mehr?" Vielleicht ja mit KI, warten wir's mal ab.

Inhaltlich ist's wie schon erwähnt so was wie eine interstellare Buddy-Komödie; der SF-Plot, obwohl von Weltraumcheferklärer Lesch sogar als "partiell denkbar" geadelt, ist jetzt nicht superduperspannend und lebt von ein bisschen zu vielen Zufällen (das bedrohliche Zeug ist zufällig auch als Superantrieb geeignet). Aber bei den Weir-Verfilmungen liegt der Schwerpunkt meist auf den Personen, und da punktet der Film zumindest gefühlsmäßig. Ja, das Ausmaß des Verständnisses und der Freundschaft, das Grace und "Rocky" erreichen, mag man übertrieben, unrealistisch oder süsslich finden, zumal auch der Verständigungsaspekt ein bisschen arg schnell zu den Akten gelegt wird (aber immer noch 1000x besser als in "Star Trek"). Sympathisch und "mitfieberungsgeeignet" sind die beiden natürlich trotzdem, da nimmt man sogar die völlig übersüsste allerletzte Szene hin. Extrapunkt für die schöne und zu Recht gehypte Karaoke-Einlage von Hüller, auch die Reaktion des restlichen Casts; ansonsten ist das eine Rolle, die die im Halbschlaf spielen könnte - der Film gehört doch eher Gossling, den man mögen kann, aber vielleicht nicht muss. Und natürlich "Rocky" und seinen technischen Vätern (Puppenspieler, kein CGI).

Fazit: Erst sprechende Schafe, dann ein superfreundlicher steinartiger E.T. - Amazon verbreitet zwanghaft gute Laune, und ich bin trotz eher konträrer persönlicher Stimmung "irgendwie" dabei - hier mit 7,5/10.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

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