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Erstellt von Mr. Krabbelfisch, 24 März 2010, 19:33:29

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Woli

Henning Mankell - der Chinese guter Metzelkrimi.
Ein richtig gutes Buch kann ich nur empfehlen. Genauso wie Ingrid Betancourt - die Wut in meinem Herzen die Frau wurde mal von der Mafia verschleppt, weil sie gegen die Korruption in Kolumbien gekämpft hat.
Mit freundlichen Grüssen,
Woli

Mr. Blonde

Letzteres müsste wohl der längste Buchtitel sein, den ich bisher gesehen habe.  :icon_mrgreen:


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ratz

Ich kucke ja normalerweise (Auto-)Biographien nicht mit dem Arsch an, aber das hier war ein Geschenk:



Hatte erst nur im letzten Drittel gestöbert (über die britische Unterhaltungsindustrie und natürlich die Pythons), aber Cleese schreibt so amüsant, daß ich mir nun doch auch seine (natürlich ironisch reflektierten) Jugenderinnerungen durchlese - aus einem England in den 50ern, das es ja so auch nicht mehr gibt.

pm.diebelshausen

Bin grad ebenfalls in einer Autobiografie - so wie hinsichtlich Film im letzten Jahr für mich Dokumentationen wichtiger wurden, sind sie mir derzeit auch lesbarer als Fiktion. Also jetzt: Claude Lanzmann, "Der patagonische Hase".

Sein Filmwerk ist für mich ausnahmslos absolut sehenswert, seine Erinnerungen sind weit mehr als eine Ergänzung, sondern großartig geschriebene Memoiren von einem, der das 20. Jahrhundert gelebt hat. Erfrischend dabei, dass er nicht chronologisch abhandelt, sondern sprunghaft schreibt, vor, zurück, weiter vor, weiter zurück -  so wie die Erinnerung ohnehin funktioniert. Beeindruckend, streitbar, teils erhellend, teils witzig, auch dramatisch, vielschichtig, ehrlich und verlogen zugleich, gefällt mir sehr.

Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.

PierrotLeFou

Samantha Geimer: The Girl. Mein Leben im Schatten von Roman Polanski

War günstig zu haben und da ich kurz zuvor diese 2008er Doku über Polanski gesehen hatte, habe ich mir nun auch noch dieses Büchlein reingezogen...

Ließ sich ausgesprochen schnell durchlesen, ist aber - was wohl auch nicht Sinn der Übung gewesen sein dürfte - stilistisch nicht gerade umwerfend... manche Äußerungen tauchen bloß minimal variiert, drei-, viermal im Buch auf...

Geimer rückt weder sich, noch Polanski in übermäßig positives oder negatives Licht (die eigenen Freunde und Anwälte und die Anwälte und Freunde der Gegenseite werden hingegen schon ziemlich einseitig beurteilt) und schreibt vor allem über ihr Befinden, das erst durch Polanski, dann durch die Justiz und die Medien empfindlich gestört worden sei. Das ist für Interessierte sicherlich eine interessante Ergänzung (etwa zur ausgezeichneten Doku von Zenovich), aber als Schilderung der Ereignisse scheint es natürlich ähnlich einseitig zu sein wie einst Polanskis Memoiren. Geimer stößt sich hin und wieder an Personen, die ihren Aussagen nicht widerspruchslos Glauben schenken, dann urteilt sie selbst wenig schmeichelhaft über die Beweggründe mutmaßlicher Vergewaltigungsopfer, sich zu outen...
Sowas ist sicher nicht immer ganz geschickt, bleibt aber emotional nachvollziehbar. (Nicht nachvollziehbar bleibt die Frage, ob Geimer Polanski-Filme nun mag, nicht guckt oder nicht magt... dazu äußert sie sich mehrfach recht uneinheitlich...)
Dem Eindruck, dass sich Polanski - der nicht mit böser Absicht, aber extrem unsensibel und egoistisch gehandelt haben soll und seinerzeit womöglich eine kurze oder längere Haftstrafe verdient hätte, zumindest aber 90 Tage "abgesessen" hat - damals mit guten Gründen gezwungen sah, sich nach Frankreich zu flüchten, und dass Richter, Staatsanwälte und die Medien auf mehr als zweifelhafte Weise und auf Kosten des mutmaßlichen Opfers und des mutmaßlichen Täters den Polanski-Fall für sich eingespannt haben, wird hier wenig hinzugefügt... Und Geimer verteidigt ihre Beweggründe und Handlungen der letzten Jahrzehnte gegen die Vorwürfe vorschneller, vorurteilsbehafteter oder schlichtweg gehässiger Kritiker(innen) ziemlich verständlich...

Drei Euro und vier Stunden Lebenszeit war mir die Lektüre durchaus Wert, wirklich empfehlenswert ist sie aber wohl nur dann, wenn man ein neugieriges Interesse am Polanski-Fall nicht leugnen kann... :icon_redface:
"Eines Tages werde ich ein wahrhaft großes Drama schreiben. Niemand wird verstehen, worauf es hinaus will, aber alle werden nach Hause gehen mit einem vagen Gefühl der Unzufriedenheit mit ihrem Leben und ihrer Umgebung. Dann werden sie neue Tapeten aufhängen und die Sache vergessen." (Saki)

Mills

Ich lese gerade die "David Hunter Reihe" von Simon Beckett, sprich die Titel, "Die Chemie des Todes", "Kalte Asche", "Leichenblässe" und "Verwesung". Die ersten beiden habe ich schon durch. Die Bücher sind sehr spannend, wie ich finde. Eine absolute Empfehlung für alle Suspense-Fans und auch, wenn ihr keine Leseratten seid, diese Geschichten muss man einfach verschlingen.  :respekt:
A: Welchen Bond-Film magst du am liebsten?
B: Den mit Daniel Crack, also genauer gesagt Casino Neural.


Meine Sammlung

Jerry Garcia


Moonshade

Momentan ist englisch angesagt



Sehr guter moderner Turn auf Besessenheits und Exorzismusthemen innerhalb einer Familie, rückblickend auf eine "reality tv show" mit eben dieser Familie. Bizarre Hauptfigur (Perspektive), verstörende Ansätze, stete Entkräftung popkulturelle Verweise - da bin ich echt gespannt, wie das ausgeht, das muss in einer Katastrophe enden.



Sehr interessante, weil kritische Bio, die teilweise gegenteilige Aussagen gegenüber steht und dann versucht, zu erwägen, wie es wirklich gewesen sein könnte - und sowohl am Biographieobjekt wie auch an den Zeitgenossen nichts schönt, ohne sensationsheischend zu wirken. Große Schauspieler haben Riesenegos und sind Riesenarschlöcher, liefern dann aber auch riesig ab. Knorke.
Das große OFDB- Aufräumen: noch 18.263 Filme ohne IMDB-Link (Stand: 09.01.2018 -  2212 Neulinks)!

"Guten Tag, führen Sie Bücher über Paranoia?" - "Ja, die stehen alle hinter Ihnen!"

"Sauf doch nicht so viel, Mensch! Nimm lieber was von dem großen Igel - der schmeckt!"

Jerry Garcia

Jeff Menapace - Das Spiel 2/Rache

Jerry Garcia

Grange  - Purpurne Rache

Moonshade

Barbara Vine - Es scheint die Sonne noch so schön

John Huston - Courage and Art (Bio)
Das große OFDB- Aufräumen: noch 18.263 Filme ohne IMDB-Link (Stand: 09.01.2018 -  2212 Neulinks)!

"Guten Tag, führen Sie Bücher über Paranoia?" - "Ja, die stehen alle hinter Ihnen!"

"Sauf doch nicht so viel, Mensch! Nimm lieber was von dem großen Igel - der schmeckt!"

Jerry Garcia

Thomas Finn - Dark wood

AQ2

Ich lese gerade, Poltergeist.

Jolene

Thomas Olde Heuvelt - Hex

Ein angeblicher Horrorroman, von Stephen King und George R. R. Martin hochgelobt... schaun mer mal.
Die Zeit tat ihre Pflicht und verging.