STAR WARS 7 - 9

Erstellt von Eric, 31 Oktober 2012, 08:59:29

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DisposableMiffy

Kurz und schmerzlos:

- [x] Star Wars-Feeling
- Story-technisch gibt es wieder viel Vertrautes, Johnson macht in dem ihm vorgegeben Rahmen dennoch sehr viel richtig und vieles davon auch richtig gut
- Auftakt und Finale gehören zu den Highlights der Reihe
- gute Darstellerleistungen, besonders Adam Driver hebt seine Figur auf ein neues Level
- Kamera, Musik, Production Design sind spitze (TFA hat bei letzterem dennoch die Nase vorn)
- der Casino-Handlungsstrang ist arg unspannend und viel zu lang, da hätte die Schere ran gemusst
- das größte Manko ist der Humor. Die Marvellisierung von Star Wars ist in vollem Gange und untergräbt öfter mal die Wirkung ernster Szenen. Dass man Finn zu einem nervigen Tollpatsch degradiert, darauf hätte ich auch verzichten können.

Trotz der Macken habe ich den Saal begeistert verlassen. Die guten Teile überwiegen für mich bei weitem, ich bin aber auch kein SW-Purist.
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Dumm geboren, nichts dazu gelernt und die Hälfte davon vergessen.

Hearing only what you wanna hear and knowing only what you've heard.

Mr. Blonde

Zitat von: DisposableMiffy nach 14 Dezember 2017, 21:04:54
Dass man Finn zu einem nervigen Tollpatsch degradiert, darauf hätte ich auch verzichten können.


Das war für mich leider schon in Teil 7 absolut unverständlich, da seine Figur eine Menge Tiefe bieten würde. Stattdessen ist er der neue Jar Jar.


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DisposableMiffy

Zitat von: Mr. Blonde nach 14 Dezember 2017, 22:24:05Stattdessen ist er der neue Jar Jar.


Viel fehlt jedenfalls nicht mehr.
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Hitfield

Ich tippe mal, dass "Titanic" vom zweiten Platz gestoßen und der neue "Star Wars" weltweit gut 2,3 Mrd. US$ einspielen wird. Der Hype ist riesig, die Rezensionen super und die Fans, die den Film bereits gesehen haben, begeistert. Von den meisten habe ich gehört, dass sie sich den Film mindestens 3x im Kino ansehen wollen, weil er visuell mit Abstand der beeindruckenste Teil der Reihe sein soll.
"All those moments will be lost in time, like tears in the rain."

vodkamartini

Visuell ist er tatsächlich eine Wucht und betritt teilweise auch Star Wars-Neuland (Wechsel zwischen Close-Ups und Totalen). Er ist aber auch inhaltlich deultich ambitionierter als Abrams Reboot und ein würdiger zweiter Dramen-Akt. Trotz vieler "Empire"-Parallelen und einer offensichtlich heißen Liebe Johnsons zum besten SW-Film ist "Last Jedi" kein Abklatsch.
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Chili Palmer


Na, das war ja was. Allerdings nichts Dolles. Ohne Spoiler.

So sehr ich diesen Moment der Eigenständigkeit, dieses Loslösen von Lucas, für die neue Trilogie herbeigesehnt habe, so sehr vewirrt mich nun die Art und Weise, wie es geschieht. Dank Momenten, die Vaders "Noooo"-skapaden auf der nach unten bodenlos offenen Peinlichkeitsskala lockerleicht ausschlagen. Dank Szenen, die lustig sein sollen und dann aber eben mit penetranter Attitüde eindeutig als solche ausgemacht werden sollen. Dank einer halbgaren, viel Laufzeitlänge beanspruchenden Nebenhandlung, die nicht mal mit markentypischer optischer Überwältigung punkten kann. Und vor allem dank Charakteren, die völlig im Widerspruch zu sich selbst erzählt werden. Sicher, das ist gewollt und wird von der Narration bewusst unter ein thematisches Dach gestellt; als Einzelfilm, als Kommentar zu Star Wars und seinen Inhalten funktioniert der Film tatsächlich sehr schön. Aber nicht als Star-Wars-Film.
Sicher, der Film hat Momente. Natürlich, er hat Edel-Optik und gute Schauspieler und Musik von John Williams. Aber all das verweist nur umso stärker auf die Tatsache, dass hier eben nicht ein egal-Franchise wie Transformers zur Disposition steht. Neue Wege: Gerne. Unbedingt. Aber das lässt sich auch bewerkstelligen, ohne das Bestehende einzureißen.

Bei Star Wars fahre ich seit dem Ausscheiden von Lucas die selbe Taktik wie bei Terminator nach dessen zweitem Teil: Die Geschichte ist erzählt, alles Nachfolgende ist ein netter Bonus. Damit fahre ich tatsächlich sehr gut. Würde mir Star Wars nämlich noch so viel wie damals bedeuten: Ich wäre nach "Die letzten Jedi" wirklich wütend.
"I'm an actor, love, not a bloody rocket surgeon".

"Der Terminader is ja im Grunde so'n Kaiborch."

vodkamartini

18 Dezember 2017, 19:42:51 #576 Letzte Bearbeitung: 18 Dezember 2017, 19:45:56 von vodkamartini
Ds Dilemma ist , dass man es nicht allen recht machen kann. Mache wir uns nichts vor, die Magie der Urtrilogie lässt sich nicht wieder herstellen. Schon gar nicht für die, die damit aufgewachsen sind. Das waren andere Vorraussetzungen, da hat sich sukzessive etwas aufgebaut. Daran ist schon Lucas selbst recht krachend gescheitert (Prequels).

Dass man jetzt auf Nummer sicher geht und zuerst "Star Wars" und jetzt in Teilen "Empire" rebootet, ist absolut verständlich und der sagenhafte Box-Office-Erfolg gibt den Machern recht. Dass die Geschichte auserzählt ist, kann man auch Bond, Mission Impossible, sämtlichen Superhelden-Abenteuern, Alien, Terminator vorwerfen und den Transformers und desn Fast/Furious sowieso.

Star Wars bedient sich bei klassischen Märchen und Sagenmotiven und die sind überschaubar. Johnson ist hier immerhin im Rahmen der Möglichkeiten mutiger vorgegangen wie vor ihm Abrams. Und dabei war er auch recht konsequent. Das hat v.a. einigen Hardcore-Fans missfallen, mir komischerweise nicht, obwohl ich mich zu denen zähle.

Problematisch ist sicher etwas, dass man das neue Trio einfach nicht so recht in Fahrt bringt. Finns "Überlaufen" ist schon im Vorgänger sehr unmotiviert und viel zu schnell. Als einfacher Stormtrooper weiß er soviel wie ein eingeschleuster Superagent. Poe ist für das Coole zuständig, taucht aber bur sporadisch auf und hat auch nicht Han Solos unwiderstehliche Rotzigkeit. Und Rey? Bei ihr läuft ebenfalls alles zu glatt. Kein Hadern, kein Zaudern und das ohne richtige Ausbildung. Sie ist kein greifbarer Charakter mit dem man sich identifizieren kann. Das war mit den "alten Drei" erheblich stimmiger gelöst.

Dennoch machen mir die neuen Filme Spaß, sie transportieren zumindest sehr vehement die Erinnerung an das unvergleichliche Star Wars-Feeling. Mehr als "Rogue One" und mehr als die Prequels.
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Hitfield

20 Dezember 2017, 06:33:17 #577 Letzte Bearbeitung: 20 Dezember 2017, 06:38:45 von Hitfield
Ich bin etwas enttäuscht, wennauch auf hohem Niveau. Visuell, von den Effekten und Production Design her top, kommt aber trotzdem nicht ganz an TFA heran, auch wenn es einige echte Highlights gab wie die sich bei Berührung rot färbende Sandwüste, den Hyperraum-Sprung in den feindlichen Zerstörer oder den Kampf in Snokes Zentrale. Zudem kommt hier echtes Star Wars-Feeling auf, wennauch nicht vergleichbar mit dem Wiedersehen mit Han, Chewbacca & Co. in TFA. Trotz der Laufzeit nicht langweilig, vom überlangen Casino-Abschnitt mal abgesehen.

Tja, meine Hauptkritik ist, dass der Film zwar gut geschrieben, dramaturgisch aufgebaut und durchstrukturiert, aber leider auch absolut vorhersehbar ist, was den Knackpunkt angeht. Es ist genau so gekommen wie im April vermutet:

Zitat von: Hitfield nach 15 April 2017, 00:02:46
Hat noch jemand das Gefühl, dass Mark Hamill genauso einen Abgang haben wird wie Alec Guinness im ersten "Star Wars"-Kinofilm anno 1977? Eigentlich führt daran vom logischen dramaturgischen Aufbau und angesichts dessen, wie sich J.J. Abrams (& Co.) dem Franchise angenommen hat, kein Weg vorbei, dass das Zepter an die nächste Generation weitergereicht wird. Luke Skywalker wird sich wie einst Obi-Wan Kenobi für seine Freunde/Familie opfern und vom Bösewicht in die ewigen Jedi-Jagdgründe geschickt werden. (...)


Immerhin verläuft Lukes Tod durch seine enormen Jedi-Kräfte mit der Möglichkeit, sich an andere Orte zu manifestieren, etwas anders als erwartet und nicht in einem "echten", reinen Zweikampf-Duell.

Ich kann jetzt schon exakt vorhersagen, wie Episode IX enden wird:
Rey wird im Endkampf gegen Kylo Ren zunächst die Oberhand gewinnen, letztendlich aber doch unterliegen. Sie kann ihn nicht besiegen. Gerade als er Rey töten will, opfert sich Leia und tötet ihren Sohn und sich selber, womit der Übergang von der Generation Luke/Leia/Han zur neuen abgeschlossen ist. Am Ende von Episode IX werden wir den Geistern von Luke, Leia und Han begegnen, die sich von Rey verabschieden.

Überhaupt fand ich "Die letzten Jedi" überhaupt nicht so unkonventionell wie ich es oft gehört habe. Hier erinnert sehr, sehr viel an "The Empire Strikes Back". Luke unterrichtet hier Rey wie Yoda einst Luke unterrichtet hat. Beide auf einem abgelegenen Planeten.

Mit einigen Punkten habe ich dann aber doch nicht gerechnet:
- Yodas Auftritt, der immer noch Luke Ratschläge gibt. Übrigens sah Yoda hier 1000x besser aus als in Episode I-III. Vermutlich hat man wieder auf Animatronik und Puppen statt auf CGI gesetzt.

- Die Konstellation Kylo Ren/Snoke entspricht genau der von Darth Vader/dem Imperator, nur dass in Abweichung von Episode V sozusagen Vader seinen Herren tötet. Mit Snokes Tod hätte ich nicht gerechnet. Das ist eine Wendung für alle, da Kylo Ren in seiner Bösheit offenbar von allen deutlich unterschätzt wurde, selbst vom allmächtigen Mastermind Snoke. Guter Ansatz, mein Problem hierbei ist leider, dass ich Adam Driver nie richtig bedrohlich finde. Auch wenn er hunderte abschlachtet wirkt er auf mich einfach nicht furchteinflößend.


Den Humor fand ich teilweise gut (mit Chewie und den Pogs, wenn sich Luke ein Staubkorn vom Mantel wischt), teilweise arg unpassend (praktisch alle Domhnall Gleeson-Szenen -- das wirkt schon fast wie "Spaceballs"). Einerseits erfreulich, dass hier nicht alles bierernst und melodramatisch ist, andererseits ist der Humor nicht immer treffsicher.

Kinder und Jugendliche bekommen hier nebenbei übrigens einen kurzen, schonungslosen Grundkurs in Sachen Waffenhandel erteilt - Hut ab dafür!

Einige Punkte habe ich jetzt sicher vergessen, ist aber ohnehin lang genug geworden. Ich schwanke zwischen 7 / 10 und 8 /10. Also vorerst 7,5 / 10. In meiner "Star Wars"-Rangliste auf Platz 5 nach Episode IV bis VII, wennauch nur sehr knapp hinter "Die Rückkehr der Jedi-Ritter". Episode I - III deutlich abgeschlagen dahinter und am Ende "Rogue One", den ich weitestgehend mißlungen fand.
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DisposableMiffy

Zitat von: Hitfield nach 20 Dezember 2017, 06:33:17
Ich kann jetzt schon exakt vorhersagen, wie Episode IX enden wird:
Rey wird im Endkampf gegen Kylo Ren zunächst die Oberhand gewinnen, letztendlich aber doch unterliegen. Sie kann ihn nicht besiegen. Gerade als er Rey töten will, opfert sich Leia und tötet ihren Sohn und sich selber, womit der Übergang von der Generation Luke/Leia/Han zur neuen abgeschlossen ist. Am Ende von Episode IX werden wir den Geistern von Luke, Leia und Han begegnen, die sich von Rey verabschieden.


Ohne Carrie Fisher dürfte das ein bisschen schwierig werden. ;)
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Hitfield

Zitat von: DisposableMiffy nach 20 Dezember 2017, 11:05:02
Zitat von: Hitfield nach 20 Dezember 2017, 06:33:17
Ich kann jetzt schon exakt vorhersagen, wie Episode IX enden wird:
Rey wird im Endkampf gegen Kylo Ren zunächst die Oberhand gewinnen, letztendlich aber doch unterliegen. Sie kann ihn nicht besiegen. Gerade als er Rey töten will, opfert sich Leia und tötet ihren Sohn und sich selber, womit der Übergang von der Generation Luke/Leia/Han zur neuen abgeschlossen ist. Am Ende von Episode IX werden wir den Geistern von Luke, Leia und Han begegnen, die sich von Rey verabschieden.


Ohne Carrie Fisher dürfte das ein bisschen schwierig werden. ;)


Man wird sie mit dem Computer für Episode IX wieder auferstehen lassen, und das nicht nur für eine Szene, sondern als eine der Hauptfiguren. Das funktionierte schon seit den 90er Jahren bei Werbespots recht gut mit z. B. Bruce Lee (Johnny Walker), Marilyn Monroe/Grace Kelly/Marlene Dietrich (Dior), Audrey Hepburn (irgendein Schokoladenhersteller) und - kann mich nicht mehr genau erinnern - Dean Martin, Louis Armstrong oder Humphrey Bogart (?). Nicht zu vergessen Peter Cushing in "Rogue One".
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DisposableMiffy

Zitat von: Hitfield nach 20 Dezember 2017, 06:33:17
Überhaupt fand ich "Die letzten Jedi" überhaupt nicht so unkonventionell wie ich es oft gehört habe.


Oberflächlich ist er das auch nicht, aber es gibt schon Punkte, wo er nicht den erwarteteten, und gemessen an den Reaktionen von vielen erhofften, Weg geht. Zu Reys Herkunft gab es ja diverse Theorien. Dass sie familiär-bedingt keinen besonderen Bezug zur Macht hat ist neu und führt SW weg vom Elitarismus (die Jedi als auserwählte Retter, von denen das Schicksal aller abhängt). Das öffnet die Möglichkeit neue Geschichten innerhalb des SW-Kosmos zu erzählen, die nicht mehr auf bekannte Figuren der Ur-Trilogie zurückgreifen. Wenn man es genau betrachtet, ist der Ausschnitt des Universums, den die Filme gezeigt haben, sehr überschaubar, weil sich bisher alles nur um den gleichen, kleinen Personenkreis gedreht hat.

Vader ist ja der Kultbösewicht schlechthin, aber letztlich war er auch nur der Handlanger des Imperators. Die unzeremonielle Abservierung Snokes (und der Verzicht ihn durch Backstory wichtiger zu machen als er ist) bietet ebenfalls Potential, neue Wege zu beschreiten. Ich geh davon aus, dass Kylo Ren der alleinige Bösewicht in Episode IX sein wird. Eine finaler Twist wie in RotJ ist dank nicht mehr vorhandener familiärer Bindungen ausgeschlossen, ebenso dass der Verführte sich im alles entscheidenden Moment vom Verführer abwendet. Ich würde es sehr begrüßen, wenn er am Ende nicht von der dunklen Seite abschwört und die Ära der Skywalker mit ihm zu Ende geht.
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DisposableMiffy

Zitat von: Hitfield nach 20 Dezember 2017, 11:59:25Man wird sie mit dem Computer für Episode IX wieder auferstehen lassen, und das nicht nur für eine Szene, sondern als eine der Hauptfiguren.


Die Äußerungen aus dem Lager von Lucasfilm und Disney waren bisher allerdings in die Richtung, dass man genau dies nicht zu tun gedenkt. Peter Cushing ist vor ner halben Ewigkeit gestorben und war im Vergleich zu Leia eine viel unbedeutendere Figur, die zu dem kein großes Identifikationspotential hatte. Und sein Auftritt in Rogue One wurde schon sehr gespalten aufgenommen. Möglich wäre es zwar, aber ich glaube nicht, dass Disney Bock auf den gigantischen Backlash hat, der unweigerlich kommen würde.
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Hitfield

Zitat von: DisposableMiffy nach 20 Dezember 2017, 12:07:34
Zu Reys Herkunft gab es ja diverse Theorien. Dass sie familiär-bedingt keinen besonderen Bezug zur Macht hat ist neu und führt SW weg vom Elitarismus (die Jedi als auserwählte Retter, von denen das Schicksal aller abhängt).

Ja, die Macht sucht sich gewissermaßen jene aus, die die Fähigkeit in sich tragen, ist aber nicht an Vererbung, Wohlstand usw. gebunden. Es kann jeden treffen, auch irgendeinen Waisen auf einem beliebigen Planeten. Das lässt für zukünftige "Star Wars"-Filme ganz neue Möglichkeiten, bedeutet aber auch, dass die Jedis nie aussterben werden, nie aussterben können. Selbst wenn Kylo Ren alle Jedis tötet, könnte lange Zeit später irgendwo in der Galaxis wieder ein Jedi geboren werden. Und es ist - wie im Film auch erstmals (?) erwähnt - eine Religion.


Zitat von: DisposableMiffy nach 20 Dezember 2017, 12:07:34
Ich geh davon aus, dass Kylo Ren der alleinige Bösewicht in Episode IX sein wird.

Da bin ich mir auch sicher, zumal die Gleeson Figur als Mischung aus SS-Anführer und Lord Helmchen kaum als Bösewicht durchgeht.

Hut ab übrigens für die deutsche Synchronisation. Habe das jetzt nicht überprüft, aber man scheint alle Sprecher von 1977 und 1980 wieder engagiert zu haben - von Luke und Leia über C3PO bis Yoda. Vor allem war es sehr wichtig, dass Mark Hamill wieder den Sprecher von Episode IV - VI hatte.
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Roughale

Ich denke, alle die davon ausgehen, dass die Herkunft Reys endgültig gelöst ist, sind auf die Blendkerze von JJA reingefallen - warten wir es ab ;)

esta es la mejor mota
When there is no more room for talent OK will make another UFC

DisposableMiffy

Zitat von: Hitfield nach 20 Dezember 2017, 12:28:38Und es ist - wie im Film auch erstmals (?) erwähnt - eine Religion.


In den alten Filmen wird die Macht nie als Religion bezeichnet, wenn ich mich richtig erinnere (was ich besser sollte, weil ich die Teile erst kürzlich wieder gesehen habe *g*)

Zitat von: Roughale nach 20 Dezember 2017, 12:49:12
Ich denke, alle die davon ausgehen, dass die Herkunft Reys endgültig gelöst ist, sind auf die Blendkerze von JJA reingefallen - warten wir es ab ;)


Da das Ende des Films diesen Punkt (Abstammung = bedeutungslos) noch mal extra untermauert, wäre es wirklich erbärmlich, würde Abrams in IX ne 180°-Wende hinlegen.

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Roughale

Zitat von: DisposableMiffy nach 20 Dezember 2017, 14:59:16
Zitat von: Hitfield nach 20 Dezember 2017, 12:28:38Und es ist - wie im Film auch erstmals (?) erwähnt - eine Religion.


In den alten Filmen wird die Macht nie als Religion bezeichnet, wenn ich mich richtig erinnere (was ich besser sollte, weil ich die Teile erst kürzlich wieder gesehen habe *g*)

Zitat von: Roughale nach 20 Dezember 2017, 12:49:12
Ich denke, alle die davon ausgehen, dass die Herkunft Reys endgültig gelöst ist, sind auf die Blendkerze von JJA reingefallen - warten wir es ab ;)


Da das Ende des Films diesen Punkt (Abstammung = bedeutungslos) noch mal extra untermauert, wäre es wirklich erbärmlich, würde Abrams in IX ne 180°-Wende hinlegen.




Spoiler mir mal den letzten Spoiler etwas detailiert, entweder ich habe da was nicht mitbekommen (Müdigkeit), oder ich habe das gerade alös Hinweis interpretiert, ich bin mir da aber nicht sicher und ich finde es nicht unbedingt erbärmlich - aber dazu muss ich erst die Details sehen ;)

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vodkamartini

Er meint wohl, dass Rey eben nicht mal wieder von einem Jedi/Skywalker abstammt, sondern ihre Eltern keinerlei Bezug zur "Macht" hatten, gar nicht an ihr interessiert waren und sie weggegeben/verkauft haben. Sollte Abrams nun doch wieder mit Lukes Tochter kommen, wäre das nicht erbärmlich - Ren könnte sie absichtlich getäuscht haben -, aber mindestens ein Stück weit öde, da eben schon mehrfach durchkonjugiert.
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Hitfield

Die Backstory für Rey in Episode VIII war ja nun sehr rudimentär und schnell abgehakt. Trotz der aufwendigen Grottenszene mit den ganzen Rey-Spiegelbildern war am Ende nichts, keine Antworten bezüglich ihrer Eltern. Alle Infos kamen von Kylo Ren. Ich denke schon, dass da in Episode IX noch etwas kommt, rechne aber nicht damit, dass Rey eine Tochter von Luke, Leia o.ä. ist. Wobei, den Ansatz, dass man den Jedi-Nachwuchs in jungen Jahren versteckt oder wie hier als Baby anonym abgibt, gab es in ähnlicher Form doch schon mal, oder? Wurde Luke zwischen Episode III und IV nicht früh zu Obi Wan auf dem abgelegenen Sandplaneten gegeben? Und was war am Anfang von Episode I? Kann mich leider nicht mehr genau an die Details erinnern.

Es sei denn, Rey ist doch der Nachwuchs eines anderen Jedi-Ritters oder einer anderen Linie von Jedi-Rittern neben den Skywalkers und Solos.

Da Kylo der Sohn von Han Solo und Leia ist, könnte Rey natürlich die Tochter von Leias Bruder Luke Skywalker und einer Unbekannten sein, von der Luke gar nicht wusste, dass sie schwanger war. Okay, auch möglich. Dann wäre das alles aber wieder viel konventioneller und würde der Reihe bei zukünftigen Filmen und Spin-offs einige Möglichkeiten nehmen.
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vodkamartini

Bezüglich Rey wird Episode IX schon noch nachlegen, der Vorteil ist nun, dass das Ergebnis nicht vorhersehbar ist. Alles scheint möglich, was wiederum den Spekulationen einen sehr breiten Raum gibt.
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Roughale

Genauso sehe ich das auch, ich finde es nicht erbärmlich, da muss man abwarten, was nun kommt und wie es kommt, ich finde es nur komisch, dass es nicht im Mittelteil gekommen ist... Für mich ist das Ganze ein kleiner Seitenhieb auf die reale Welt: Fake News  :king:

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DisposableMiffy

Zitat von: Roughale nach 20 Dezember 2017, 15:40:17Spoiler mir mal den letzten Spoiler etwas detailiert, entweder ich habe da was nicht mitbekommen (Müdigkeit), oder ich habe das gerade alös Hinweis interpretiert, ich bin mir da aber nicht sicher und ich finde es nicht unbedingt erbärmlich - aber dazu muss ich erst die Details sehen ;)


In der letzten Szene schnappt der Junge sich den Besen mit Hilfe der Macht und er trägtt einen Ring mit dem Emblem der Rebellion. Wie Rey ist das Kind ein Niemand, die Zukunft der Galaxy liegt in der Hände aller, nicht nur in den einiger Auserwählter. Ich habe beim ersten nicht richtig aufgepasst (oder war auch zu müde, war ja immerhin halb drei morgens) und dachte, das Kind greift sich den Besen ganz normal und habe mich gefragt, was das Ganze soll. Beim zweiten mal ergab es dann Sinn.

Mit erbärmlich meine ich, dass ich es feige und langweilig fände, wenn man am Ende doch noch einen Zusammenhang zwischen Reys Affinität zur Macht und ihrer Herkunft konstruierte.
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Wolfhard-Eitelwolf

24 Dezember 2017, 12:16:07 #591 Letzte Bearbeitung: 24 Dezember 2017, 17:11:04 von Wolfhard-Eitelwolf
Gestern in 2D auf leider nicht all zu großer Leinwand im Kino begutachtet. Nach dem ersten OLED-verwöhnten Schock über den Schwarzwert stellte sich aber wie üblich beim Intro gleich das typische Star Wars-Feeling ein und das einleitende Schlachtengewitter liefert auch konsequent feinste Action nach bekanntem Muster.
Mit 180 Minuten bringt Episode 8 eine gewaltige Lauflänge mit, diese nicht ermüdend zu gestalteten, ist ohne Frage ein Kunststück. Tatsächlich habe ich nicht ein Mal auf die Uhr gesehen, ein gutes Zeichen! Ep. 8 unterhält als wilder Achterbahnritt durchgehend bis zum Schluss - ABER:
Auch hier schaffen es die blassen Jungdarsteller nicht, ihren Charakteren ein Leben einzuhauchen, das eines Star Wars würdig wäre. Das fängt bei den profillosen imperialen Befehlshabern an und zieht sich leider auch rüber zum jugendlichen Heldentrio. Sorry, aber mit großem, epischen Kino hat das weiterhin nichts zu tun, eher mit quotenträchtigem "Twilight meets Panem". Aber offenbar will es das Publikum von heute so. Da ist die alte Garde natürlich ein willkommener Kontrast - allerdings muss sie, insbesondere Luke, hier mit einem steigenden Abnutzungseffekt kämpfen. Manchmal ist weniger mehr, so wie eben die lediglich kurzen, etwas Besonderes darstellenden Momente in E7.
Zweiter großer Kritikpunkt ist das schwache Drehbuch bzw. der mitunter krasse Versatzstückcharakter der Story. Mir scheint, als hätte man die einzelnen Brocken der Handlung auch in beinahe jeder anderen Reihenfolge zusammensetzen können, es hätte nichts am Endergebnis geändert. Manche Elemente wie das Hacken des Schutzschildes, Leias explosiver Weltraumausflug oder die Meuterei wirken gar komplett überflüssig - nach dem Motto: alles rein ins Script, wir ersaufen es eh in Effekten. Der äußerst dürftige rote Faden wird letztlich nur durch die viele Action und bisweilen schlicht zu penetranten Humor (grundsätzlich aber als Element in Ordnung) beisammengehalten.

Kurzes Fazit: Grundsolide, spektakulär inszenierte Star Wars-Unterhaltung mit vielen über die Jahrzehnte liebgewonnenen Figuren. Typische Merkmale des Fließbandcharakters wie schwache Darsteller, unausgegorenes, unter Zeitdruck entstandenes Drehbuch und ein erheblicher Mangel an Seele und Eigenständigkeit sind aber leider (erwartungsgemäß und offenbar heute auch unvermeidbar) nicht zu übersehen.

Erstsichtung: Knappe 7 / 10, auf eine hochwertigere 4K Sichtung im Heimkino freue ich mich aber schon jetzt!


EvilErnie

Zitat von: Wolfhard-Eitelwolf nach 24 Dezember 2017, 12:16:07

Mit 180 Minuten bringt Episode 8 eine gewaltige Lauflänge mit, diese nicht ermüdend zu gestalteten, ist ohne Frage ein Kunststück.



Wie kommst du denn auf 180 Minuten? Der geht bissi mehr als 2,5h!
,,Der Director's Cut erweist sich nicht nur als die filmisch bessere Version, sondern auch als die einzig logische." (Blade Runner)

Behandel´ne Königin wie `ne Hure und `ne Hure wie `ne Königin, dann kann nichts schiefgehen! (Alien 3 SE)

Ich hab ne Sprengkapsel im Kopf! Du musst mich töten sonst sterb ich! (Ethan Hunt)

Wolfhard-Eitelwolf

Da hab ich dann wohl im Eifer des Gefechts die Werbung mitgezählt. Naja sei es drum, nach zweimal darüber schlafen senke ich meine Wertung doch noch auf 6 v. 10. Die über Weite Strecken völlig planlose und bisweilen schon grotesk unlogische Story ärgern mich immer mehr...
Auch die vollkommen unnötigen Schneewölfe und der erzwungene Next Generation-Schluss wirken jetzt negativer nach als gedacht.

vodkamartini

Was genau war da grotesk unlogisch?
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Der Maulwurf

Zitat von: Wolfhard-Eitelwolf nach 25 Dezember 2017, 20:20:13
Da hab ich dann wohl im Eifer des Gefechts die Werbung mitgezählt. Naja sei es drum, nach zweimal darüber schlafen senke ich meine Wertung doch noch auf 6 v. 10. Die über Weite Strecken völlig planlose und bisweilen schon grotesk unlogische Story ärgern mich immer mehr...
Auch die vollkommen unnötigen Schneewölfe und der erzwungene Next Generation-Schluss wirken jetzt negativer nach als gedacht.


Polarfüchse wenn ich bitten darf  :nono:

Mills

Funkelfüchse! Der Film ist top. Ihr müsst den einfach mehrmals im Kino gucken. Wird immer besser.
A: Welchen Bond-Film magst du am liebsten?
B: Den mit Daniel Crack, also genauer gesagt Casino Neural.


Meine Sammlung

Der Maulwurf

Zitat von: Mills nach 26 Dezember 2017, 13:30:54
Funkelfüchse! Der Film ist top. Ihr müsst den einfach mehrmals im Kino gucken. Wird immer besser.



Ungefähr so wie das beim neuen Eminem Album  :icon_mrgreen:

Stimmt, Funkelfüchse! Chapeau  ;)

Hitfield

Zitat von: Wolfhard-Eitelwolf nach 25 Dezember 2017, 20:20:13
Auch die vollkommen unnötigen Schneewölfe

Die waren sogar sehr nötig, weil nur sie den Ausgang aus dem Bergmassiv kannten und gleichzeitig Rey zur richtigen Stelle führten, wo sie ihre Kräfte beim Anheben der Steine anwenden musste. Außerdem haben neue Kreaturen auf fremden Planeten eine lange Tradition bei Star Wars.


Zitat von: Mills nach 26 Dezember 2017, 13:30:54Ihr müsst den einfach mehrmals im Kino gucken. Wird immer besser.

Bei meiner Zweitsichtung war eher das Gegenteil der Fall. Mir sind einige Punkte besonders negativ aufgefallen:

- Was macht Finn eigentlich? Nachdem er in Episode VII groß als Deserteur und eine der tragenden neuen Charaktere eingeführt wurde, ist er hier zu kaum etwas nütze, was nicht eine x-beliebige Nebenfigur auch hätte erledigen können. Er ist weder besonders schlau, noch besonders begabt, noch besonders mächtig. In Episode VII wurde ein kleines Geheimnis um ihn gemacht, hier entwickelt er sich nun überhaupt nicht weiter. Bei der Liebesgeschichte gibt es Null Chemie zwischen den beiden. Und warum ist er so super dick mit Rey befreundet? Nur wegen der gemeinsamen Flucht in TFA? So dicke waren selbst Han und Luke nicht miteinander befreundet.

- Kylo Ren hat Null Ähnlichkeit mit seiner Mutter und seinem Vater.

- Der große Plan, im selben System vor den Sensoren von Snokes Zerstörer mit den Rettungskapseln und kleinen Raumtransportern unerkannt auf den geheimen Stützpunkt des Widerstandes zu fliehen, ist total gaga. Die ganzen Fluchtschiffchen bewegen sich doch auch ohne Verrat wie auf einem Präsentierteller.


Außerdem

- bin ich mir inzwischen sicher, dass Rey und Kylo Ren Halbgeschwister sind. Kylo Ren hat die Macht von Leia geerbt und Rey von Luke. Luke hat seine Tochter schon früh als Waise weitergereicht, um sie zu schützen. Vielleicht gesteht Lukes Geist auch Rey in Episode IX, dass das der Grund war, weshalb er sich mit schlechtem Gewissen auf den einsamen Planeten zurückgezogen hat. Und der Grund, weshalb Rey in der Spiegelvision nichts gesehen hat, war eine mächtige Blockade, die Luke damals verankert hat. Damit wäre dann auch die Theorie hinfällig, nach der die Macht nicht nur elitär weitervererbt, sondern dass jeder von ihr auserwählt werden kann.

- Und ich bleibe dabei, dass Leia in Episode IX eine Hauptrolle Dank CGI spielen wird. Das Muster ist klar:
Tod von Han in Episode VII
Tod von Luke in Episode VIII
Tod von Leia in Episode IX (sie tötet ihren eigenen Sohn, um die Tochter ihres Bruders zu retten)
um der neuen Generation Platz zu machen und der alten einen heldenhaften Abgesang samt Gruppenverabschiedung als Geister zu spendieren.


Ist trotzdem ein guter Star Wars-Film. Bleibt dann bei 7/10. Das Ende bzw. der Epilog mit dem Stalljungen ist aber wirklich reichlich unkonventionell und gewagt.
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Hitfield

Ach ja, außerdem war ich ein wenig enttäuscht, dass Lando Calrissian keinen Gastauftritt hatte. Lando ist nach dem Star Wars-Kanon ja am Leben. Billy Dee Williams ist zwar inzwischen 80 Jahre alt, hat sich aber prima gehalten - siehe das "Dirty Dancing" Musical-Remake dieses Jahr.
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