Die letzte Sichtung

Erstellt von MMeXX, 19 November 2012, 13:01:27

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Wolfhard-Eitelwolf

Nach langer Zeit mal wieder der gute alte Glockenseil-Zombie - keine abgenudelte VHS, keine Astro-DVD, nein, die bild- und tontechnisch sehr solide daherkommende Blue Underground BR durfte es diesmal sein. Nach mehrfachem Sehen und insbesondere durch den Zahn der Zeit bedingt baut Fulcis Werk aber doch merklich ab. Defintiv einer jener Filme, die besser auf schmuddeliger VHS verbleiben der einmaligen Atmosphäre wegen. Trotz der recht knapp bemessenen Zeit nerven so manche unnützen Füllszenen, insbesondere das überflüssige Fahren von A nach B und wieder nach A zurück, mittlerweile merklich. Soundtrack, die handgemachten Goreszenen + das gelungene, wenn auch einen Tick zu lang gezogene Finale reißen's aber doch noch raus. Früher mal 7-8 / 10, jetzt auf BR eher knappe 6 / 10...

cyborg_2029

8MM
Absoluter Klischee-Käse, welcher noch nichtmal versucht, sich mit der Materie auseinanderzusetzten. Dazu noch vorhersehbar und langweilig. Das Schauspiel von Cage in Kombination mit seiner Figur ist eher unfreiwillig komisch. Joaquín Phoenix stellt leider das einzige Highlight dar.
4/10

Colors - Farben der Gewalt
Realitätsnah wird hier der Kampf Polizei vs. Gangs dargestellt, ganz ohne übertriebene Action und solchen Kram. Vor allem die beiden Polizisten (Penn, Duvall) konnten überzeugen. Kann man locker mit "End of Watch" vergleichen, für den er wohl Vorbild war.
8/10

Street Kings
Die Figuren waren mir hier etwas zu abgedroschen und ihr Handeln auch nicht immer nachvollziehbar, weswegen es der Film schwer hatte, mich bei der Stange zu halten. Dafür konnte sich die Action und rohe Gewalt sehen lassen.
6/10

Street Kings - Motor City
Fand ich besser als den Ersten, da mir die Figuren sympatischer und nachvollziebarer waren (abgesehen von der Reaktion der Hauptfigur auf den Tod seiner Frau). Die ruhige Gangart hat mich auch nicht gestört, etwas mehr Action hätte der Streifen dennoch vertragen können.
7/10

Lebensweisheiten 101: "Wenn Du einmal damit anfängst, dann kniest Du nur noch."

lastboyscout

The Medusa Touch (1978)
Endlich dazugekommen den nachzuholen.
Was fuer ein feines Schmankerl, Richard Burton glaenzt, Lino Ventura als muerrischer Cop der ihm auf die Schliche kommt.
Dazu noch ein absolut genial-fieses Ende, welches mir definitiv ne Gaensehaut verpasste.
Definitive Empfehlung, bin da bei einer 9/10 gelandet

Und dank einer IMDB-Liste die den oben genannten Film beinhaltete, fand ich noch den hier:
The Terminal Man (1974)
Dank Amazon Prime Instant Video auch nicht lange rumsuchen muessen.
Ebenso wirklich hervorragender Thriller, extrem kuehle Inszenierung, fast schon nuechtern, stellenweise war ich dann an A Clockwork Orange erinnert, aber das war nicht zu drastisch, die Parallelen halten sich in Grenzen.
Hat da jemand den Michael Crichton-Roman gelesen und kann was zur Inszenierung sagen?
Bin bei dem hier bei einer 7/10 gelandet.

Extraction (2013)
Jon Foo gibt den Boesewichtern ordentlich was auf die Kauleiste, und auch Falk Hentschel weiss ordentlich auszuteilen.
Der Film hier wurde anscheinend von der Internetseite Crackle produziert, und die haben sich, vor allem bei einem 1,1 Millionen Dollar Budget und nur achtzehn Tagen Drehzeit, wirklich ins Zeug gelegt und nen ordentlichen B-Actioner vorgelegt.
Einziges Manko war das ueble Overacting von Vinnie Jones, der war etwas over the top.
Ansonsten, ganz klar 7/10 Punkten auf der B-Film-Skala.

Way Of The Wicked (2014)
Christian Slater und Vinnie Jones in einem Horrorfilm ueber nen Jungen der uebernatuerliche Kraefte hat.
Leider nix Neues, eher langweilig, kann man ignorieren.
4/10 Punkten, schwacher Durchschnitt
I`m a tragic hero in this game called life,
my chances go to zero, but I always will survive.
( Funker Vogt - Tragic Hero )

What is your pleasure, sir? This is mine:
http://www.dvdprofiler.com/mycollection.asp?alias=lastboyscout

pm.diebelshausen

Public Enemies

Hat mich leider enttäuscht und vor allem gelangweilt. Ich wurde ein 08/15-Gefühl nicht los, Figuren und Plot nach Standard-Rezept, gab mir nichts.
(allerhöchstens 6/10)


Kelly's Heroes

Gelingender Genre-Mix, dessen immerhin 140 Minuten flott vergingen. Einige Doppelbödigkeiten (vor allem Anachronismen und eine eigene Perspektive auf die Frage nach der Sinnlosigkeit von Krieg) machten mir das Ganze sehr kurzweilig. Sutherland manchmal etwas over the top - und trotzdem in der Frechheit, diese Figur zu platzieren, großartig.
(sehr gerne 8/10)
Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.

MMeXX

29 Mai 2014, 12:11:17 #1084 Letzte Bearbeitung: 29 Mai 2014, 12:27:12 von MMeXX
Zitat von: pm.diebelshausen nach 28 Mai 2014, 19:33:23Public Enemies

Hat mich leider enttäuscht und vor allem gelangweilt. Ich wurde ein 08/15-Gefühl nicht los, Figuren und Plot nach Standard-Rezept, gab mir nichts.
(allerhöchstens 6/10)

Ich fand den ja sehr gefällig und auch schön in der Hinsicht, dass nicht alles haarklein vorgekaut wird. Wobei ich mir auf gut vorstellen kann, dass er auf kleinerem Bildschirm einiges an Eindruck verliert. Da müsste ich auch mal 'ne Zweitsichtung vornehmen.

EDIT: Und eben habe ich gelesen, dass John Milius' Jagd auf Dillinger wahrscheinlich hierzulande im Herbst auf DVD/BD rauskommt. :D

Rollo Tomasi

Genug gesagt:
Romantische Dramödie über zwei Menschen mittleren Alters, mit wunderbaren Dialogen und grandiosen Schauspielern. Dreyfuss hat ein unglaubliches komödiantisches Talent, weiß aber auch in ernsten Szenen zu überzeugen. Und Gandolfini - über den braucht man eigentlich nichts mehr zu sagen - gibt den leicht tapsigen, schlampigen Bär. Das Thema des Films, dass man in älteren Jahren eigentlich keine Kompromisse mehr machen will hinsichtlich des Partners, ist vielleicht nicht neu, aber sehr originell umgesetzt.
9/10
"Ich hab neulich gehört: 35 % der Zahlen und Fakten, die so kursieren, stimmen gar nicht! ... Das ist fast ein Drittel!" (Hagen Rether)
"Stellen sie sich einmal vor, es gäbe keine Autos, es gäbe keine Telefone und es gäbe keine Computer .... sie würden doch den ganzen Tag fernsehen, oder?" (Hagen Rether)

pm.diebelshausen

Zitat von: MMeXX nach 29 Mai 2014, 12:11:17Ich fand den ja sehr gefällig und auch schön in der Hinsicht, dass nicht alles haarklein vorgekaut wird.


Mir schien das eher beliebig: Männer schießen, Männer staksen durch den Wald, Männer fahren Auto... das wirkte auf mich stark runtergespult ohne Mehrgewinn. Mit den anderen Gangsterdramen, sowohl der Dreißiger, auf die sich "Public Enemies" bezieht, als auch Kaliber wie "Carlito's Way" oder "Heat" etc., kann es Mann hier nicht aufnehmen. Vielleicht wollte er das auch gar nicht.
Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.

Rollo Tomasi

Zitat von: pm.diebelshausen nach 29 Mai 2014, 13:04:46
Mir schien das eher beliebig: Männer schießen, Männer staksen durch den Wald, Männer fahren Auto... das wirkte auf mich stark runtergespult ohne Mehrgewinn. Mit den anderen Gangsterdramen, sowohl der Dreißiger, auf die sich "Public Enemies" bezieht, als auch Kaliber wie "Carlito's Way" oder "Heat" etc., kann es Mann hier nicht aufnehmen. Vielleicht wollte er das auch gar nicht.


Hey, Diebels, der Film ist von Michael Mann, da sind Diskussionen zwecklos ..  :icon_mrgreen: ;)
"Ich hab neulich gehört: 35 % der Zahlen und Fakten, die so kursieren, stimmen gar nicht! ... Das ist fast ein Drittel!" (Hagen Rether)
"Stellen sie sich einmal vor, es gäbe keine Autos, es gäbe keine Telefone und es gäbe keine Computer .... sie würden doch den ganzen Tag fernsehen, oder?" (Hagen Rether)

Fleischsalatmitgurken

Puh, was war das alles so in letzter Zeit...

:vod:
D@bbe
Was erwartet man von einem türkischen Gruselfilm? Nach "Büyü - Der Fluch" nicht wirklich viel. Umso größer die Überraschung. Zwar sind die FX nicht gerade Edge of the Art, und Blutspuren an der Wand sehen seeehr nach aufgemalt aus (echt, wie mit dem Pinsel...), aaaber: Der Film kann tatsächlich eine gewisse Atmosphäre aufbauen. Man orientierte sich hier am asiatischen Grusel-Kino, und das funktioniert teils sogar nicht mal schlecht. Die "günstige" Optik schreckt erst etwas ab, aber die Kamera ist teils tatsächlich mal originell. Unterm Strich kann man sich den tatsächlich mal ansehen.

:vod:
Fragile
Endlich mal gesehen. Nette Atmo, gut gespielt. Hat mich zwar nicht vom Hocker gerissen, war aber solide.

:vod:
Nichts zu verzollen
Nette Grenzkomödie, die ich unterm Strich lustiger fand als den ganzen Kram aus den Staaten der letzten Jahre. Ja, die Franzacken.

:vod:
Below - Da unten hört dich niemand schreien
Lange nicht mehr gesehen. Die Anfangseinstellung hatte sich allerdings in mein Hirn gebrannt: Luftaufnahme des Ozeans, und in SloMo schiebt sich langsam das Flugzeug ins Bild. Nach "Pitch Black" entstandener WW2-Grusler von David Twohy. Visuell sehr ansprechend, und das U-Boot-Setting wird von starkem Sound und dem guten Score von Graeme Revell unterstützt. Am Script hat übrigens auch Darren Aronofsky mitgewerkelt.

:vod:
Possession - Das Dunkle in dir
Ein getrenntes Ehepaar, zwei Töchter, eine Box mit besitzergreifendem Inhalt. Jeffrey Dean Morgan macht schon einiges wett, aber letztlich bleibt das alles recht vorhersehbar. Nicht schlecht, aber muss man auch nicht zwingend gesehen haben.

:vod:
Devil
Angenehme Überraschung. Wie spannend kann ein Film sein, der weitestgehend in einem Aufzug spielt? Doch, das funktioniert. Durch das Setting wirkte die Story vergleichsweise frisch, und die Umsetzung muss sich auch nicht verstecken. Durchaus einen Blick wert.

:vod:
Cursed (Verflucht)
Auch ewig nicht gesehen. Damals fand ich Cravens Werwolf-Satire (wenn man es so nennen mag) nicht so pralle. Jetzt fand ich ihn ganz unterhaltsam. Allerdings sehe ich gerade auf sb.com diverse Sachen, die in der Fassung nicht drin waren... amazon Prime hat als VOD also nur die PG-13-Fassung drin...

:bd:
Ninja - Pfad der Rache
Mit der Kleinen noch mal geschaut. Nach der Erstsichtung hat er mir noch einen Tacken besser gefallen. Es gibt ordentlich Fights (gut 10 Kampfszenen, was ja nicht wenig ist), und so gefilmt wie es sich gehört! Adkins bleibt für mich der (aktuelle) King of MA-Movies.

:bd:
Carrie (2013)
Ebenfalls mit der Kleinen, die kannte ihn noch nicht. Bleibt solide. Ist aber auch teils zu "brav". Moretz und Moore sind über jeden Zweifel erhaben. Der Rest ist - ja, das Wort wieder - solide. Carrie ist hier allerdings nicht ganz so zornig, rettet sie doch (im Gegensatz zum Original) die Sportlehrerin. Die Dialoge sind teils tatsächlich 1:1 aus dem Original übernommen worden, und einige Dinge hat man an andere Schauplätze verlagert. Wohl nur um irgendetwas anders zu machen.

:dvd:
Carrie (1976)
Nach dem Remake fällt einem wieder so richtig schön De Palmas handwerkliche Finesse auf. Allein das Zelebrieren der Blutdusche im Hitchcock-Stil. Oder der Splitscreen. Zudem ist Carrie deutlich schüchterner als im Remake... und dafür im Finale deutlich grantiger. Auch der (damals innovative) Jump-Scare am Ende hat bei meiner Freundin vorzüglich funktioniert... und jener des Remakes ist dagegen ein laues Lüftchen.

:bd:
Sadako
Brunnenkind für die 3D-Generation. War das Sequel nötig? Nicht wirklich. Zumal es nahezu null Bezug auf die Vorgänger nimmt. Gruselig ist er nicht wirklich, aber das Creature-Design im Finale ist ganz nett. Passabler Happen für zwischendurch, aber kein wirklich großer Wurf.

:dvd:
Teufelskreis Alpha
Ich mag den immer noch. Interessante Story, visuell sehr ansprechend, und die Flucht von Gillian ist grandios in Szene gesetzt. Das "explosive" Finale ist dann auch die ultimative Katharsis.

:dvd:
Der Feuerteufel
Ja, Filmisch hangeln wir uns manchmal in Serie an Themen entlang. Unverkennbar nun "übersinnliche Fähigkeiten". Als King-Verfilmung bewegt er sich im Mittelfeld. Eine undankbare Position. Er krankt ein wenig an unfreiwilliger Komik, "feuert" final aber dann ganz ordentlich. Dass der Score von Tangerine Dream ist hatte ich gar nicht mehr auf dem Radar.

:dvd:
Scanners
Klassiker. Cronenberg ist angenehm humorlos, getragen von Howard Shores Score.

:dvd:
Scanners 2 -
Solides Sequel. Und wieder ein Fall von Film, bei dem man Darsteller erkennt, die man damals noch nicht kannte: in der Hauptrolle David Hewlett, den ich primär mit "Stargate: Atlantis" in Verbindung bringe. Was war der jung.

:dvd:
Scanners 3
Kann man sich auch noch ansehen. Und Liliana Komorowska ist ein richtig mieses polnisches Scanner-Miststück. Und blank ziehen durfte sie auch.

:dvd:
Audrey Rose
Mit "Bis das Blut gefriert" schrieb Robert Wise Geschichte. Bei "Audrey Rose" mag hingegen nicht wirklich Spannung aufkommen. Das Kind froschaugt im Film umher und beginnt zunehmend zu nerven, und da hilft es auch nicht, dass Anthony Hopkins gefühlte 1000X ihren Namen ruft und sagt "Daddy ist da"...

:dvd:
Bis das Blut gefriert
Na also, geht doch. Meilenstein des subtilen Grusels. Im Gegensatz zum Kirmes-Remake wird hier rein gar nichts gezeigt. Auch wird das Böse im Haus nicht wirklich greifbar definiert. Das Haus ist einfach von Anbeginn böse.

:dvd:
Das Geisterschloss
Im Grunde gut besetzt (bis auf Owen Wilson, dessen Grinsefresse nervt), und die Sets sind bombastisch. Aber durch die Zeigefreudigkeit wird jeder Anflug von Grusel im Keim erstickt. Und das "Grauen" wird zu Tode erklärt. CGI-Overkill.

:vod:
Willkommen bei den Sch'tis
Sympathischer Film mit absurdem Dialekt.

:bd:
Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt
Edgar Wright hat es einfach drauf. Der Film fliegt einem ohne Pause brachial um die Ohren. Allerdings gefällt mir das alternative Ende besser, ich meine hey, hallo?


:dvd:
The Hot Spot - Spiel mit dem Feuer
Zu Unrecht recht unbekannter Film von Dennis Hopper. Don Johnson als Gauner in einer Kleinstadt in Texas. Es könnte alles so gut laufen mit seinem Plan, die Bank zu überfallen... wäre da nicht das Weibsvolk. Virginia Madsen als Femme Fatale macht ihm das Leben zusehends schwerer (und kredenzt dem Zuschauer Full Rear Nudity + Boobs), und die damals 20-jährige Jennifer Connelly darf auch Mut zur Brust beweisen. Schwüler Südstaaten-Krimi mit gut besetzten nebenrollen (Charles Martin Smith, William Sadler, Jerry Hardin, Barry Corbin   , Jack Nance) und sehr geilem Score mit Blues im Blut.

:dvd:
Tote schlafen fest
Instant Classic. Bogart ist Marlowe. An seiner Seite Bacall. Ein Film für die Ewigkeit. Einziges Ärgernis ist, dass der Score der dt. Fassung ein komplett anderer ist als im Original. Damit kann man sich jedoch noch halbwegs anfreunden. Bei "Die Spur des Falken" ist es viel schlimmer, weil dort ein "Klassischer" Score dieser Noir-Epoche knallhart durch Swing ersetzt wurde...

:bd:
Man of Steel
Der erste Superman ohne (un)freiwillige Komik. Supie darf hier ein Kerl sein. Und das tut der Figur gut. Und die Zerstörungsorgie gegen Ende hat sich gehörig gewaschen.

"Das Tolle am Internet ist, dass endlich jeder der ganzen Welt seine Meinung mitteilen kann.
Das Furchtbare ist, dass das auch jeder tut"

RoboLuster

30 Mai 2014, 16:58:25 #1089 Letzte Bearbeitung: 30 Mai 2014, 17:03:55 von RoboLuster
Zitat von: Fleischsalatmitgurken nach 30 Mai 2014, 16:07:51
The Hot Spot - Spiel mit dem Feuer
Zu Unrecht recht unbekannter Film von Dennis Hopper. Don Johnson als Gauner in einer Kleinstadt in Texas. Es könnte alles so gut laufen mit seinem Plan, die Bank zu überfallen... wäre da nicht das Weibsvolk. Virginia Madsen als Femme Fatale macht ihm das Leben zusehends schwerer (und kredenzt dem Zuschauer Full Rear Nudity + Boobs), und die damals 20-jährige Jennifer Connelly darf auch Mut zur Brust beweisen. Schwüler Südstaaten-Krimi mit gut besetzten nebenrollen (Charles Martin Smith, William Sadler, Jerry Hardin, Barry Corbin   , Jack Nance) und sehr geilem Score mit Blues im Blut.


Ich mag den Film sehr, schon zig mal gesehen. Bisher fand ihn aber jeder langweilig, mit dem ich den angesehen hatte (außer Mama). :respekt:

Flammender Sommer, mit Don Johnson ist auch sehr gut, btw. Hab noch ne TV Aufnahme. 

Sehe aber eben, dass es mittlerweile ne DVD gibt!!!  VÖ 17. April 2014 Halleluja!!!
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
"Shoot first, think never!" - Ash

PierrotLeFou

2 Juni 2014, 04:33:55 #1090 Letzte Bearbeitung: 2 Juni 2014, 04:39:36 von PierrotLeFou
Vor ein paar Tagen gesehen:

Aleksandr Ptushkos "Sampo" (1959, Das gestohlene Glück), der auf der OFDb auf einer 3,5/10, auf der IMDb auf einer 3,1/10 stand...
Denjenigen, die ein Faible für die Fantasy- & Märchenfilme Rous und Ptushkos haben, kann ich diese Mosfilm/Suomifilm-Produktion nach dem "Kalevala" Lönnröts trotz der geringen Wertungen nur empfehlen: natürlich fehlt in diesen 1½ Stunden der epische Atem der Vorlage (was natürlich jeder Langatmigkeit vorbeugt), aber farbenprächtige, malerische Einstellungen märchenhaft arrangierter Kulissen gleichen gemeinsam mit der pathetischen Musikuntermalung vieles wieder aus (:love:) und lassen die etwas holzschnittartige Figurenzeichnung derartig präsentiert fast schon zur Tugend werden. Als wandelnde Schablonen in dieser mythischen Geschichte (vom Kampf gegen die Hexe Louhi, die erst die Geliebte des Helden stiehlt, sich die Zaubermühle Sampo erpresst und später aus Rache die Sonne entführt) finden sie in der satten, dichten Atmosphäre der künstlichen Inszenierung eine passende Ergänzung; und ebensowenig, wie die Rückprojektionen primitiv, sondern avantgardistisch ausfallen, sind die vielen Trickeffekte (vor der Kamera und während der Montage), die Studiokulissen & matte paintings und die Ausleuchtung keineswegs billig, sondern von einem ähnlichen Charmes, der zahlreiche Bavas, Fellinis, Hammer-Horrorfilme (und natürlich etliche UdSSR-Märchenfilme) auszeichnet...

Die wirklich fiese IMDb-Note kann ich mir nur über die angeblich grausig verunstaltete, stark gekürzte US-Version erklären; ich selbst würde den Film momentan zu Ptushkos fünf schönsten Werken zählen (wobei ich auch bloß zehn kenne...)
"Eines Tages werde ich ein wahrhaft großes Drama schreiben. Niemand wird verstehen, worauf es hinaus will, aber alle werden nach Hause gehen mit einem vagen Gefühl der Unzufriedenheit mit ihrem Leben und ihrer Umgebung. Dann werden sie neue Tapeten aufhängen und die Sache vergessen." (Saki)

ratz


Auf alte Sowjetmärchen hätte ich ja auch Lust, aber habe vor einiger Zeit ein anderes - aber quasi doch verwandtes - Faß aufgemacht, nämlich das der tschechischen Animationsfilme. Nachdem ich Svankmajer etwas abgegrast habe (seine Spielfilme außer Alice fehlen noch), habe ich mir Karel Zeman zur Brust genommen. Heute gelange ich in den Besitz dreier weiterer Filme (u.a. Baron Prasil), bereits gesehen habe ich


Die Erfindung des Verderbens


Im Prinzip erweckt Zemans halb Trick- und halb Realfilm (in verschiedenen Vermischungsgraden) die zeitgenössischen Illustrationen von Jules Vernes Geschichten zum Leben, und zwar auf die denkbar originellste und fantasievollste Art und Weise. Das geht vom reinen Trickfilm (dessen leicht mechanisch-ruckelige Animationen rückblickend an Gilliams Clips bei Monty Python erinnern) über ineinander geblendete Trick- und Realfilme bis hin zu Realsequenzen innerhalb von Studiobauten, die so angemalt sind, als seien sie halt die vergrößerte Version der Holzschnitt-Vorlagen - Linien allerorten als dominierendes graphisches Element, das sich in der Kleidung der Handelnden fortsetzt. Das alles ist visuell so reizvoll und abwechslungsreich, daß man sich daran nicht sattsehen kann und immer wieder von neuen Einfällen überrascht wird.
Das ist jedoch auch nötig, denn rein dramaturgisch gesehen holpert der Abenteuerfilm etwas, es gibt aufgrund unstimmigen Timings ein paar Längen, der Film wirkt dann künstlich etwas in die Länge gezogen (wer weiß, wie damals die Umstände, Vorgaben etc. waren). Trotz dieser Schwäche aber ein großartiger, sanft humoriger, definitiv unkonventioneller Einstieg in die Zeman-Welt, besonders für Freunde klassischer Buchillustrationen (z.B. Gustave Doré).

PierrotLeFou

Zitat von: ratz nach  3 Juni 2014, 16:12:59Das ist jedoch auch nötig, denn rein dramaturgisch gesehen holpert der Abenteuerfilm etwas, es gibt aufgrund unstimmigen Timings ein paar Längen, der Film wirkt dann künstlich etwas in die Länge gezogen (wer weiß, wie damals die Umstände, Vorgaben etc. waren). Trotz dieser Schwäche aber ein großartiger, sanft humoriger, definitiv unkonventioneller Einstieg in die Zeman-Welt, besonders für Freunde klassischer Buchillustrationen (z.B. Gustave Doré).


Ja, die Zemans ab Ende der 50er sind visuell ziemlich interessant: war wohl seinerzeit das für den Stiche, was "Sin City" später für den Comic war. Aber nach einigen Filmen verliert das dann doch irgendwann seine Wirkung und die tatsächlich etwas nachlässige Spannungsdramaturgie ist nicht geeignet das auszugleichen... so schön die Zemans auch sind, ich würde sie mir wohl eher ungern als gebündelten Block zuführen... :icon_mrgreen: (Habe übrigens im Korrekturforum mal ein Plakat als Alternative hochgeladen...)
"Eines Tages werde ich ein wahrhaft großes Drama schreiben. Niemand wird verstehen, worauf es hinaus will, aber alle werden nach Hause gehen mit einem vagen Gefühl der Unzufriedenheit mit ihrem Leben und ihrer Umgebung. Dann werden sie neue Tapeten aufhängen und die Sache vergessen." (Saki)

Retro

2010: MOBY DICK

1969: Kapitän Ahab ist mit seinem U-Boot im Eismeer unterwegs, als man glaubt, ein neuartiges russisches U-Boot entdeckt zu haben.
Die Entdeckung entpuppt sich jedoch als Wal, der sich Ahab's Boot mal eben schnappt, damit zur Oberfläche schwimmt, das Eis durchbricht, und das Boot auf's Eis fallen lässt.
Dann krabbelt das Vieh auf das Eis, guckt sich das Boot rundherum an,  knuspert mal eben die hälfte davon weg- und verschwindet wieder im Wasser.
Dumm nur, dass in der mitte die Kommandozentrale des Bootes lag- in der Kapitän Ahab eingeklemmt war.
Neben dem ganzen Blech knusperte der Wal daher auch das linke Bein vom Käpt'n weg.
2010: Kapitän Ahab, mit einem Metallbein ausgestattet, hat das Supermoderne U-Boot Pequod gestohlen, um damit den Wal zu jagen, der sein Bein gefuttert hat...

Gregory Peck würde sich beim sichten diese Machwerks übergeben müssen.
Barry Bostwick als Ahab hat hier wohl endgültig seinen Tiefpunkt erreicht, und Renee O'Connor hat nach den immerhin akzeptablen Filmen Boogeyman 2 und Bitch Slap wohl Lust gehabt, ihr Niveau komplett abzugeben.
Der Rest der Schauspieler ist unbekannt- und grottenschlecht.
Die miserabel getricksten, jederzeit als solche erkennbaren CGI-Szenen sind schon ärgerlich genug, aber nein, man muss ja noch eins draufsetzen und in manchen Szenen das ganze komplett unscharf in den Film einkopieren.
Ach ja...: Der Wal ist 150 meter lang, weicht trotzdem elegant Torpedos aus, verdrängt beim aus dem Wasser springen und wieder eintauchen kaum Wasser, brüllt beim Angriff wie ein Löwe und, wie schon erwähnt, klettert auch mal aufs Land und sogar auf Berge, wenn da lecker Futter herumliegt.

Soll ich da jetzt wirklich ne Bewertung abgeben? Ach neee.. lass mal...

KrawallBruder

Blue Jasmine

Obwohl der Stadtneurotiker einer meiner Lieblingsfilme ist, fiel mir auf, dass ich ansonsten gar nicht so viele Filme von Allen kenne.  So habe ich mal angefangen mich ganz langsam rückwärts ran zu tasten. Midnight in Paris hat mir ziemlich gut gefallen, weshalb ich von To Rome with Love ziemlich enttäuscht war.
Blue Jasmin nun wiederum war ein voller Erfolg. Der Film schafft es auf dem schmalen Grad zwischen Drama und Komödie sehr gut zu balancieren.  Ich habe mich selbst zwei, drei mal dabei erwischt, dass ich Gelacht habe und dann dachte ,,Mh, vielleicht doch nicht so lustig.". Ansonsten lebt der Film wirklich von der Darstellerleistung von Cate Blanchett! Ziemlich beeindruckend und schon fast erschreckend gut. Ich kann den Film nur jeden empfehlen, der mal ein kurzweiliges unterhaltsames Drama sehen möchte!

Auf diesen Wege: Kann mir jemand vielleicht noch ein, zwei andere Allen Filme empfehlen? Er hat ja einige gemacht  :D

PierrotLeFou

Zitat von: KrawallBruder (Filmriss) nach  4 Juni 2014, 10:16:23
Blue Jasmine

Obwohl der Stadtneurotiker einer meiner Lieblingsfilme ist, fiel mir auf, dass ich ansonsten gar nicht so viele Filme von Allen kenne.  So habe ich mal angefangen mich ganz langsam rückwärts ran zu tasten. Midnight in Paris hat mir ziemlich gut gefallen, weshalb ich von To Rome with Love ziemlich enttäuscht war.
Blue Jasmin nun wiederum war ein voller Erfolg. Der Film schafft es auf dem schmalen Grad zwischen Drama und Komödie sehr gut zu balancieren.  Ich habe mich selbst zwei, drei mal dabei erwischt, dass ich Gelacht habe und dann dachte ,,Mh, vielleicht doch nicht so lustig.". Ansonsten lebt der Film wirklich von der Darstellerleistung von Cate Blanchett! Ziemlich beeindruckend und schon fast erschreckend gut. Ich kann den Film nur jeden empfehlen, der mal ein kurzweiliges unterhaltsames Drama sehen möchte!

Auf diesen Wege: Kann mir jemand vielleicht noch ein, zwei andere Allen Filme empfehlen? Er hat ja einige gemacht  :D


Auf jeden Fall "Manhattan", "Zelig", "Stardust Memories". "Husbands and Wives", "Crimes and Misdemeanors", "Hannah and her Sisters" sind auch sehr starke Filme...

Von den unbeschwerteren ist "Purple Rose of Cairo" ziemlich nett... und von den "frühen komischen Filmen" ist "Love & Death" ein Muss! (Und wenn man es etwas alberner & turbulenter mag, sollte man sich "Sleeper" geben... auch sehr schön...)

Und von den reinen Dramen mag ich "Interiors" sehr gerne, wenn der auch manchmal als Bergman-Plagiat belächelt wird... ;)
"Eines Tages werde ich ein wahrhaft großes Drama schreiben. Niemand wird verstehen, worauf es hinaus will, aber alle werden nach Hause gehen mit einem vagen Gefühl der Unzufriedenheit mit ihrem Leben und ihrer Umgebung. Dann werden sie neue Tapeten aufhängen und die Sache vergessen." (Saki)

pm.diebelshausen

Zelig möchte ich unbedingt nochmal unterstreichen: Zelig. Der ragt durch seine Metaebenen auf ganz eigene Weise aus Woody Allens Filmschaffen heraus uns ist für mich so etwas wie sein Citizen Kane.

:popcorn:
Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.

cyborg_2029

Enigma
Hatte ein WW2-Drama erwartet, dass es aber so langweilig daherkommt hätte ich nicht erwartet. Der Teil mit der Entschlüsselung war noch ganz gut, wenn auch nicht spannend aber die Liebesgeschichte hat mir echt den Rest gegeben.
2/10

Moontrap
Trashig aber nur selten lustig. Bin immer mal kurz weggenickt.
3/10

Alles Routine
Die erste viertel Stunde eine herrliche Komödie über den Büroalltag, hätte eigentlich der ganze Film so sein können. Aber nein, da musste irgend so eine öde und unausgereifte Geschichte eingebaut werden. Verschenkt.
4/10

Das Netz
Mal einen alte Bullock-Streifen nachgeholt. Anfangs ganz spannend, lässt er dann ganz schön nach, auch durch das unlogische Verhalten der Figuren bedingt. Auch ist das Thema mittlerweile angestaubt und teilweise unfreiwillig komisch.
5/10

Lebensweisheiten 101: "Wenn Du einmal damit anfängst, dann kniest Du nur noch."

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Lady Snowblood 2: Love Song of Vengeance

Zitat von: Akayuki nach 26 November 2012, 21:01:22
Lady Snowblood 2: Love Song of Vengeance

Nachdem gerade der Erstling zum wahren Genre-Klassiker avancierte und unter anderem auch von Tarantino oft zitiert wurde, gelingt es Teil 2 leider nicht ansatzweise an diesen anzuknüpfen. Schuld daran ist vor allem das behäbige Tempo, mit dem die relativ einfache Geschichte erzählt wird. Auch fehlen die grandiosen Kamaraführungen die gerade Teil 1 zum Klassiker werden ließen. Dennoch ist der Film weitestgehend solide umgesetzt und kann gerade wieder im letzten Drittel Punkte sammeln. So ist Lady Snowblood 2 trotz der bezaubernden Meiko Kaji, leider nicht das erwartete Film-Highlight, dennoch aber sehenswert.

Die bildhübsche Meiko Kaji hat sich 7/10 Punkte verdient

Nachdem der erste Teil zu meinen Top-Lieblingsfilmen gehört, der mich mächtig berührt und mich während des Betrachtens immer wieder zu Tränen rührt, hat mich der zweite Teil nur noch gelangweilt, enttäuscht und teilweise geärgert. Im ersten Teil entsteht die Handlung komplett aus dem Hauptcharakter selbst heraus, im zweiten handelt sie im Auftrag und es wirkt auf mich alles nur noch konstruiert, um irgendwie ähnliche Situationen wie im ersten Teil herbeizuführen. Für mich ist sie nicht mehr mit dem Herzen bei der Sache, sie erledigt nur noch ihren Job, ohne Gefühl. - Berührt mich nicht und auch sonst kann ich dem Film nichts abgewinnen.

Teil 1: 9/10
Teil 2: 1/10

pm.diebelshausen

6 Juni 2014, 16:42:07 #1099 Letzte Bearbeitung: 22 Juni 2014, 10:55:48 von pm.diebelshausen
The Conjuring hat mich gut unterhalten. Die Warrens waren mir aus anderen Zusammenhängen schon bekannt, z.B. auch The Haunting in Connecticut. Interessant, dass sie nun selber Filmprotagonisten wurden.

Der Film ist einerseits klassisch und hat abschtlich viel mit den besten Haunted-House-Filmen seit Robert Wise und seit den Siebzigern zu tun, andererseits gefiel mir die Kameraarbeit mit ihren moderneren, quasi postmodernen Techniken sehr gut. Das Finale ging mir zu schwuppdiwupp, aber der Rhythmus der vorangegangenen 85 Minuten war so klasse, dass ich darüber hinwegsehen konnte. Ein stimmiger, zeitgemäßer Horror-Grusler, der dennoch nicht so tut als erfinde er das Rad neu und als wäre das überhaupt nötig.

EDIT: Hält auch meine Zweitsichtung gut aus. Es macht Spaß, wie selbstsicher hier alle klassischen Register des Gruselns gezogen werden.
Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.

Retro

THE YELLOW SEA

Der frischverheiratete chinesische Taxifahrer und Glücksspieler Gu-Nam lebt mit seiner Tochter und Mutter zusammen in einer sozial und finanziell schlecht gestellten Grenzregion zu Korea.
Seine Frau könnte in Korea gutes Geld verdienen, doch das Ausreisevisum ist teuer.
Also macht Gu-Nam Schulden, um ihr die Ausreise zu ermöglichen. Der Plan ist, dass sie ihm Geld schickt um die Schulden zu zahlen, und dann ebenfalls auszureisen.
Doch kaum ist seine Frau in Korea angekommen, bricht der Kontakt ab...
Der Taxifahrer-Job reicht nicht aus um seine Schulden zurückzuzahlen, und ersorgt sich um seine Frau- noch dazu mit Spielschulden am Hals nimmt Gu-Nam einen zwielichtigen Auftrag an:
Um alle seine Schulden loszuwerden, soll er nach Korea reisen, dort innerhalb von 10 Tagen jemanden umbringen- und als beweis den Daumen des Opfers mitbringen.
Sollte er dies nicht schaffen, werde man sich an seiner Familie rächen.
Da die Reise nach Korea bezahlt wird, und er dort nebenbei nach seiner Frau suchen kann, nimmt er den Auftrag an.
In Korea angekommen bemerkt er jedoch recht schnell, dass hier nichts nach Plan läuft, und der Auftrag deutlich schwieriger auszuführen ist als gedacht.
Seine Frau scheint einen anderen Mann zu haben, und hat eine Wohnung- ist aber auch hier spurlos verschwunden.
Sein potentielles Opfer lebt in einem gesicherten Haus, und es sind neben Gu-Nam noch mehrere voneinander unabhängige Killer auf die Zielperson angesetzt.
Gu-Nam platzt dadurch mitten in einen Bandenkrieg, und wird nun von allen seiten gejagt. 
Das Zeitlimit sitzt ihm im Nacken- und was mit seiner Frau passiert ist, gilt es auch noch herauszufinden...

Es ist zum kotzen. Da kommt wieder mal ein absolutes Action/Thriller-Highlight aus Korea, und wird in den USA und Deutschland gnadenlos verstümmelt.
Die koreanische Fassung läuft 157 Minuten. 
Für die internationale Auswertung hat der Regisseur einen Director's Cut mit 141 Minuten angefertigt- soweit vertretbar.
Diese Version kann man in England auch auf DVD und Blu-ray kaufen.
Die US-Version jedoch wurde noch dazu auf 137 Minuten heruntergestückelt-ausschließlich in Gewaltszenen.
Wen wundert es da, dass unsere deutsche Version natürlich mit der US-Version identisch ist?
Hoffentlich kommt irgendwann noch eine Uncut-Version über Österreich oder die Schweiz auf den Markt...

Generell ist der Film sehr zu empfehlen, der Hauptdarsteller spielt seine Rolle sehr intensiv und glaubwürdig, auch die vielen Nebenrollen sind gut gewählt und nicht nervig.
Manch einer könnte sich am wechsel der im Grunde eher ruhigen Erzählweise der Geschichte- und den immer wieder eingestreuten schnellen, brutalen und blutigen Kampfszenen stören, mir hat dieser Kontrast aber gut gefallen.
Die deutsche Fassung ist immer noch ansehbar, die meisten Schnitte sind reine Kürzungen von Gewaltszenen, der Film bleibt verständlich, da nichts komplett fehlt.

9/10

ratz

11 Juni 2014, 12:44:23 #1101 Letzte Bearbeitung: 11 Juni 2014, 12:45:59 von ratz
Zwei Klassiker-Erstsichtungen, die mich nicht begeistert haben:

Viaggio in Italia

Das war er also, mein erster Rosselini, und ich war nicht wirklich angetan. Ein sich gegenseitiges ankotzendes Ehepaar zum Thema eines symbolbeladenen (jaja, die Symbole sind gar keine...) Films zu machen, war evtl. in damaliger Zeit für einen gestandenen Neorealisten eine Heldentat und diente wohl auch als Vorbild für Antonioni – an den man sich wenden kann, wenn man noch mehr angeödete Leute in öden Gegenden rumstehen und sich gegenseitig anöden sehen will   :scar: – Aber zurück zu Rosselini: Ingrid Bergman hin und George Sanders her, das Gefühl, zeitweise in einer Tourismus-Werbung für Italien zu sitzen sowie ein absolut hirnrissiges Ende lassen mich zum Schlusse kommen: Ich finde den Film scheiße und versuche es in 15-20 Jahren nochmal.



Un coeur en hiver

Ich gebe zu: eigentlich wollte ich den Film nur sehen, um Emmanuelle Béarts Porzellanpuppengesicht zu bewundern, bevor sie sich in den späten 90ern den Entenschnabel hat aufspritzen lassen. Ansonsten ein Film, der von vorn bis hinten "typisch französisch!" schreit: Elegante Menschen aus dem oberen Drittel der Gesellschaft (Bourdieu würde sagen, sie platzen beinahe vor kulturellem, sozialem und sonstigem Kapital) reden geistreich und essen und trinken gut dabei. Manchmal regnet es sogar, weil sich diese schönen Menschen gegenseitig in ihren zarten Gefühlen verletzen.
Natürlich ist der Film nicht schlecht an sich. Findet man sich mit dem Milieu ab, hat man Schauspieler aus der französischen Oberliga, eine gelungene Dramaturgie ohne eine Minute Langeweile und nicht zuletzt die fantastische Musik von Maurice Ravel (das Klaviertrio und die beiden Violinsonaten) - die Béart hat wohl extra Geigespielen gelernt, und das sieht man.
Fazit: Zum melancholischen Seufzen bei einem gepflegten Rotwein genau der richtige Film.

PierrotLeFou

Zitat von: ratz nach 11 Juni 2014, 12:44:23
Zwei Klassiker-Erstsichtungen, die mich nicht begeistert haben:

Viaggio in Italia

Das war er also, mein erster Rosselini, und ich war nicht wirklich angetan. Ein sich gegenseitiges ankotzendes Ehepaar zum Thema eines symbolbeladenen (jaja, die Symbole sind gar keine...) Films zu machen, war evtl. in damaliger Zeit für einen gestandenen Neorealisten eine Heldentat und diente wohl auch als Vorbild für Antonioni - an den man sich wenden kann, wenn man noch mehr angeödete Leute in öden Gegenden rumstehen und sich gegenseitig anöden sehen will   :scar: - Aber zurück zu Rosselini: Ingrid Bergman hin und George Sanders her, das Gefühl, zeitweise in einer Tourismus-Werbung für Italien zu sitzen sowie ein absolut hirnrissiges Ende lassen mich zum Schlusse kommen: Ich finde den Film scheiße und versuche es in 15-20 Jahren nochmal.


:icon_eek: Also "Scheiße" ist natürlich ein hartes Urteil... :icon_eek:
Mein liebster Rossellini ist es zugegebenermaßen auch nicht, aber ich mag den durchaus noch... Davon abgesehen, dass ich den ziemlich kurzweilig finde (was ich über Antonioni, den ich sehr schätze, so eher nicht sagen würde), hat er mit den Statuen im Museum und den Ausgrabungen gegen Ende zwei intensive Szenen, die ich in ihrem Pathos sehr großartig finde... vermutlich sind das eher Momente, die dir missfallen haben? (Du mochtest, wenn ich mich recht erinnere, ja auch Zulawskis Pathos- & Symbolgehabe nicht sonderlich...)
(Vielleicht solltest du mit "Stromboli" und Rossellinis Spätwerk dann auch 15 Jahre warten :icon_mrgreen:; "Rom, offene Stadt" solltest du dir aber auf jeden Fall antun... ein - wie ich finde - unglaublich packender Film, toll inszeniert und filmhistorisch zurecht zu einem dieser absoluten Überklassiker avanciert...)
"Eines Tages werde ich ein wahrhaft großes Drama schreiben. Niemand wird verstehen, worauf es hinaus will, aber alle werden nach Hause gehen mit einem vagen Gefühl der Unzufriedenheit mit ihrem Leben und ihrer Umgebung. Dann werden sie neue Tapeten aufhängen und die Sache vergessen." (Saki)

ratz

11 Juni 2014, 15:56:20 #1103 Letzte Bearbeitung: 11 Juni 2014, 15:58:42 von ratz
Zitat von: PierrotLeFou nach 11 Juni 2014, 14:16:10

:icon_eek: Also "Scheiße" ist natürlich ein hartes Urteil... :icon_eek:


Naja, das hab ich ein bißchen mit Schmiß formuliert  :icon_mrgreen: - Scheiße sozusagen aus der Perspektive meiner persönlichen Genervtheit und wohl wissend, das der Film von Leuten ganz anderen Kalibers ganz anders eingeschätzt wird... seine zweite Chance hat er ja. Später.
Auf die anderen (früheren!) Rosselinis bin ich durchaus gespannt, wie ich ja überhaupt zum Neorealismus ein affirmatives Verhältnis habe.

Retro

AIRWOLF (Der Kinofilm)

Ich denke mal, zur Handlung muss ich nichts schreiben, Airwolf dürfte jedem ein Begriff sein.

Bisher gab es in Deutschland zwar (fast) die komplette Serie auf DVD, zumindest die ersten 3 Staffeln, aber die Kinofassung des Pilotfilms war nicht in den Serienboxen dabei.
(Die vierte Staffel, auch "Airwolf 2" genannt, ist bei uns bisher nicht erschienen- ist aber auch ein Totalausfall mit komplett anderer Besetzung.)

Im Gegensatz zur Pilot-Fassung fehlen hier zwar knappe 15 Minuten, dafür hat diese Version eine bessere Synchro
(unter anderem werden die Originalnamen verwendet, für die TV-Fassung wurden diese teils geändert),
sparsamer eingesetzte Musik
(Der Score von Sylvester Levay ist gleich, wird aber in der TV-Fassung teils mit unpassenden Übergängen eingeleitet),
und das meines Erachtens passendere Ende.
(Die TV-Fassung geht noch etwas weiter, bringt aber nichts interessantes für die Handlung).

Wer will, kann auch die TV-Synchro einschalten, beide deutschen Tonspuren sind (neben der englischen) enthalten, die zur TV-Fassung fehlenden Szenen sind als Bonusmaterial anwählbar, aber nicht in den Film integrierbar.
Original Bildformat 4:3 in guter Qualität, der Stereo-Ton ist ebenfalls einwandfrei!

Ich persönlich fand die Serie schon damals einfach nur schlecht, und daher uninteressant-
weshalb ich bis gestern immer noch meine alte Original-VHS mit der Kinofassung der DVD-Veröffentlichung vorgezogen habe.
Die zusätzlichen knapp 15 Minuten der TV-Version finde ich auch ziemlich unnötig, die Kinofassung ist verständlich, man merkt nicht, dass etwas fehlen könnte.
Das früher einsetzende Ende ist auch passender, den mehrere Minuten langen Dialog in der TV-Version am Ende empfand ich eher als störend, war aber auch wohl als Übergang zur folgenden Serie gedacht.

9/10

Für eine 10/10 hätte man auch noch die TV-Fassung mit dazupacken müssen- das wäre dann das volle Paket Airwolf!

Mr. Blonde

Phantasm 2 (Das Böse II):

Keine besonders aufregende Fortsetzung, die sich zu sehr auf die Formel des Erstlings verlässt, sogar die Endszene des Originals kopiert. Klar, vom "Tall Man" geht immer noch eine geweisse Faszination aus, allerdings gefiel mir der erste Teil einfach besser. Immerhin wird die Mythologie etwas erweitert.

5/10


The Mangler


Auf den habe ich mich aufgrund der Prämisse (Wäschemangel tötet Menschen!!!) und der Besetzung von Robert Englund schon sehr gefreut. Tatsächlich erfüllen die ersten 2/3 des Films mein Verlangen nach obskurem Blödsinn. Strunztdumme Dialoge, ein herrlich übertriebener Englund als eine Horror-Karrikatur des Ebenezer Scrooge und nette Effekte sorgen für genug Lacher. Zum Ende hin nahm sich das Ganze dann zu ernst und präsentierte die unausweichliche Auflösung, die sich jeder bereits nach zehn Minuten zusammenreimen kann. Nichtsdestotrotz ein vergnüglicher Horrorunsinn, der in unserer Dreierrunde sehr viel Laune verbreitet hat.

Leute: vielleicht würde Euch die Mangel weniger töten, wenn ihr aufhören würdet, in die NÄHE DER VERDAMMTEN, MORDENDEN MANGEL ZU GEHEN. Großartig.  :icon_mrgreen:

6/10


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Stefan M

Zitat von: Mr. Blonde nach 14 Juni 2014, 02:04:16
Phantasm 2 (Das Böse II):

Keine besonders aufregende Fortsetzung, die sich zu sehr auf die Formel des Erstlings verlässt, sogar die Endszene des Originals kopiert. Klar, vom "Tall Man" geht immer noch eine geweisse Faszination aus, allerdings gefiel mir der erste Teil einfach besser. Immerhin wird die Mythologie etwas erweitert.

5/10
Ich mag ja die ganze Reihe, inklusive des vierten Teils. Den zweiten schätze ich wegen seines Dauertempos, das wirklich in keinem Moment gedrosselt wird, sondern ständig voranschreitet, was dem eher gemächlichen und liebenswürdig-kuriosen Vorgänger, der voll auf die Atmosphärekarte setzte und einen wirklich faszinierend-schrägen Genremischmasch präsentierte, entgegensteht. 7/10 würde ich schon geben.

Zitat

The Mangler


Auf den habe ich mich aufgrund der Prämisse (Wäschemangel tötet Menschen!!!) und der Besetzung von Robert Englund schon sehr gefreut. Tatsächlich erfüllen die ersten 2/3 des Films mein Verlangen nach obskurem Blödsinn. Strunztdumme Dialoge, ein herrlich übertriebener Englund als eine Horror-Karrikatur des Ebenezer Scrooge und nette Effekte sorgen für genug Lacher. Zum Ende hin nahm sich das Ganze dann zu ernst und präsentierte die unausweichliche Auflösung, die sich jeder bereits nach zehn Minuten zusammenreimen kann. Nichtsdestotrotz ein vergnüglicher Horrorunsinn, der in unserer Dreierrunde sehr viel Laune verbreitet hat.

Leute: vielleicht würde Euch die Mangel weniger töten, wenn ihr aufhören würdet, in die NÄHE DER VERDAMMTEN, MORDENDEN MANGEL ZU GEHEN. Großartig.  :icon_mrgreen:

6/10
Der ist SO schlecht - für mich allerdings nicht witzig-schlecht, sondern langweilig-schlecht. Robert Englund blamiert sich, so gut er kann (Scrooge-Karikatur trifft es gut), und die Geschichte selbst ist so schrecklich dämlich, daß man es nicht glauben kann. Eine statische Wäschemangel, die Blut braucht, wäre nun nicht meine erste Grundidee für eine Horror-Story. Deshalb müssen sich auch alle Protagonisten samt und sonders besonders bescheuert verhalten, damit sie überhaupt von dieser in die nächste Welt befördert werden können. Als dann Ted Levine mit seinem Buddy den Mangel-Exorzisten gibt, ist endgültig der Ofen aus.  :viney: 2/10.
"Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos." (Loriot)

Synchronisation ist nicht grundsätzlich schlecht und manchmal sogar richtig gut!

Hitfield

Zitat von: Stefan M nach 14 Juni 2014, 10:21:32
Ich mag ja die ganze Reihe, inklusive des vierten Teils. Den zweiten schätze ich wegen seines Dauertempos, das wirklich in keinem Moment gedrosselt wird, sondern ständig voranschreitet, was dem eher gemächlichen und liebenswürdig-kuriosen Vorgänger, der voll auf die Atmosphärekarte setzte und einen wirklich faszinierend-schrägen Genremischmasch präsentierte, entgegensteht. 7/10 würde ich schon geben.

Bis auf den ersten Satz kann ich das komplett unterschreiben: Teil 1 der niedrig budgetierte, einfallsreich getrickste Atmosphären-Klassiker, Teil 2 die temporeiche Fortsetzung. Teil 3 habe ich mir damals sogar im Kino angesehen, konnte den weiteren Sequels aber nicht mehr so viel abgewinnen.

"Mangler" habe ich das letzte Mal 1995 gesehen und mit 4/10 bewertet. Heute bestimmt weniger. Die "Mangler"-Trilogie ist nicht gerade eine Sternstunde des Horrorfilms. Teil 2 habe ich mir nur wegen Lance Henriksen angesehen, Teil 3 nur wegen Reggie Bannister - womit wir wieder bei "Phantasm" wären.  :hideugly:
"All those moments will be lost in time, like tears in the rain."

Mr. Blonde

14 Juni 2014, 17:38:21 #1108 Letzte Bearbeitung: 14 Juni 2014, 17:40:13 von Mr. Blonde
Zitat von: Stefan M nach 14 Juni 2014, 10:21:32
Der ist SO schlecht - für mich allerdings nicht witzig-schlecht, sondern langweilig-schlecht. Robert Englund blamiert sich, so gut er kann (Scrooge-Karikatur trifft es gut), und die Geschichte selbst ist so schrecklich dämlich, daß man es nicht glauben kann.


Immer, wenn Englund seinen Auftritt hatte, musste ich mich vor Lachen wegschmeissen. Wie der rumgehampelt hat, wie garstig und lächerlich er seine Mitarbeiter aufgepeitscht hate etc. Ganz großes Kino. :D

Wir haben uns gestern gefragt, ob die Mangel mit dem Ofen aus "Home Alone" verwandt ist? Es kann eigentlich gar nicht anders sein.

Ich wusste beim "Mangler" einfach vorher, auf was ich mich einlasse und meine Erwartungshaltung war entsprechend angepasst. Die miesen Bewertungen kann ich trotzdem verstehen. 6/10 ist schon zu viel, aber da der so viel Spaß gemacht hatte, war ich mal gnädig.


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ratz


Dreileben-Trilogie

Drei Fernsehfilme von drei der besten Filmregisseure, die Deutschland derzeit hat - klingt nach einem ziemlich hochgehängten Versprechen, aber es wird eingelöst - wenn man als die Stärke des aktuellen deutschen Films die Fähigkeit begreift, relative Alltäglichkeiten sensibel und möglichst ungeskriptet einzufangen bzw. den stilisten Stempel (lange Einstellungen, bedachte Schnitte, natürliches Schauspiel) quasi von hinten durch die kalte Küche aufzudrücken. All das vorausgesetzt und mit Wohlwollen besehen (etwas Anderes oder Besseres als diese zurückgenommene und doch beharrliche Filmsprache haben wir ja der Welt seit den segensreichen Stummfilmtagen kaum zu geben gehabt), enttäuschen Petzold, Graf und Hochhäusler in ihrer TV-Trilogie nicht.
Die Idee: Ein oder zwei Wochen in einer fiktiven Kleinstadt im Thüringer Wald, um den Ausbruch eines geisteskranken Mädchenmörders (im dritten Teil ist er selbst das Zentrum) gruppieren sich zwei nur sehr lose zusammenhängende Konstellationen. Einmal eine jugendliche Liebesgeschichte, das andere Mal arrivierte Enddreißiger mit ihren Problemchen, beide Male eine Art Dreicksplot. Petzold schafft wieder die schönsten, schwebenden Stimmungen, Dominik Graf hat viele tolle Dialogpassagen (ein paar saudämliche sind aber auch dabei), Hochhäuslers Film bleibt stilistisch etwas diffus, nimmt den Killer aber doch ernst und ist am ehesten ein Thriller. Über allen drei Filmen hängt aber eine seltsame, manchmal unheimliche oder auch bedrohliche Atmosphäre, kurze Momente der Irritation, die stets ein leichtes Unbehagen verursachen. Die Explosion dieses Gärens wird nur angedeutet und findet am Ende höchstens im Kopf des Zuschauers statt.
Tja, super Projekt auf jeden Fall. Man könnte die Filme auch in anderer Reihenfolge sehen und schauen, was passiert, ob man z.B. die Liebesgeschichte anders wahrnimmt, wenn man ihr Ende kennt (und einige irritierende Momente rückblickend erklären kann). Wie gesagt: Wenn deutscher Film der Gegenwart, dann aus der Ecke. Alles andere ist Stuß, leider (ja, auch der x-te Aufguß von Edgar Reitz' Heimat-Fantasien).