Die letzte Sichtung

Erstellt von MMeXX, 19 November 2012, 13:01:27

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StS

In zweierlei (markanter) Hinsicht handelt es sich bei dem aus Frankreich stammenden dramatischen Thriller ,,Intersections" (aka ,,Collision") aus dem Jahre 2013 um eine ziemlich typische Luc Besson Produktion: Während (zumindest) die Inszenierung kompetent daherkommt, krankt der Streifen insgesamt jedoch merklich an einem nicht gerade hochwertigen Drehbuch. Regisseur und Skript-Autor David Marconi (,,the Harvest") gelingt es innerhalb der ersten Laufzeithälfte zwar, ein nettes Geflecht aus Intrigen und Verstrickungen aufzubauen, aus denen tatsächlich auch einige mehr oder minder brauchbare (obgleich nur eingeschränkt überraschende) Wendungen hervorgehen - nachdem sich das Geschehen irgendwann allerdings von dem zentralen Unfallort in der Wüste entfernt, zerfällt der Film inhaltlich (unvorteilhaft) in zwei verschiedene Teile und lässt prompt ein auffälliges Stück weit nach (u.a. im Bereich der Spannung und Glaubwürdigkeit). Absoluter Tiefpunkt in Sachen Logik ist ein sich in dieser Phase ereignendes ,,Zusammentreffen" einiger Protagonisten in einer kleinen Gasse (Stichwort: Frau mit Waffe und Burka). Action sucht man abseits des großen (hervorragend in Szene gesetzten) Crashs am Anfang übrigens vergebens - was so aber vollkommen in Ordnung ist. Mit Frank Grillo (,,the Grey") und Jamie Alexander (,,Thor") ansprechend besetzt, liefern die gecasteten Akteure durchweg brauchbare Leistungen ab - und das obgleich ihre Figuren im Grunde allesamt eher unsympathisch gezeichnet daherkommen. Was letztendlich bleibt, ist eine optisch ansprechende, sich straff und unterhaltsam entfaltende Veröffentlichung, der es jedoch u.a. an Originalität bzw. generell an einer besseren Vorlage mangelt: Ein unvorteilhaft überkonstruiertes Werk, das (leider) immer stärker an ,,Sinn" einbüßt, je weiter es voranschreitet und je mehr man darüber nachdenkt...    5/10
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Retro



MISSION: ROHR FREI!

Dodge (Kelsey Grammer) ist ein unkonventioneller, aber nicht unfähiger Anwärter auf den Kapitänsposten der Atom-U-Boot Flotte- welcher eigentlich aufgrund seines teils seltsamen Verhaltens immer wieder übergangen wird.
Als jedoch zwei Generäle eine Wette eingehen, ob man mit einem alten Diesel-U-Boot ebenso weit kommen könnte wie mit moderner Technik, schlägt seine große Stunde:
Ein kurzfristig flottgemachtes WWII-Boot wird Dodge unterstellt, zusammen mit einer Crew, die an Schrägheit kaum zu überbieten ist.
Der Auftrag: Eine Übungsfahrt durch "feindliches" Gebiet, das einschleichen in einen Marinestützpunkt- und das versenken eines bereitgestellten, aber schwer bewachten alten Zielschiffes.
Zunächst kämpft Dodge nicht nur mit dem "Gegner", sondern auch der Crew- doch schon bald entwickelt sich durch den Willen zum Sieg eine zusammenhaltende Truppe...

Das Cover lässt auf Humor der Marke "Unterirdisch" schließen, und vom (einzig genannten) Hauptdarsteller Kelsey Grammer hatte ich noch nie gehört.
Doch gerade dieser Film entpuppte sich als absolute Überraschung in allen Punkten.
Beinahe jeder Gag sitzt, nichts kommt so platt daher wie befürchtet, der Film ist aufwendig produziert- und vor allem die Besetzung ist hervorragend:
Warum man William H.Macy, Rob Schneider, Bruce Dern, Harry Dean Stanton, Rip Torn und Lauren Holly auf dem Cover verschweigt, aber einen nahezu unbekannten Hauptdarsteller hervorhebt, ist mir ein echtes Rätsel...
Fazit: Selten so gelacht, eine der besten Komödien, die ich seit langem gesehen habe. Einschließlich des Abspanns.

9/10

Discostu

16 August 2014, 23:56:54 #1172 Letzte Bearbeitung: 16 August 2014, 23:59:50 von Discostu
Zitat von: trikerider nach 16 August 2014, 18:35:09
Das Cover lässt auf Humor der Marke "Unterirdisch" schließen, und vom (einzig genannten) Hauptdarsteller Kelsey Grammer hatte ich noch nie gehört.
[...]
Warum man William H.Macy, Rob Schneider, Bruce Dern, Harry Dean Stanton, Rip Torn und Lauren Holly auf dem Cover verschweigt, aber einen nahezu unbekannten Hauptdarsteller hervorhebt, ist mir ein echtes Rätsel...


Ich glaube da schließt du zu sehr von dir auf andere. Zumindest in den USA war Kelsey Grammer in den 90ern ein sehr bekannter Comedy-Star, u.a. durch die Sitcoms Cheers und Frasier oder auch durch seine wiederkehrende Gastrolle als Sideshow Bob bei den Simpsons. Die anderen von dir genannten Schauspieler sind hingegen ja der breiten Masse eher unbekannte Charakterdarsteller. In den letzten Jahren ist es eher stiller um Grammer geworden, aber jetzt spielt er ja sogar bei den Expandables mit.

Retro

Zitat von: Discostu nach 16 August 2014, 23:56:54Ich glaube da schließt du zu sehr von dir auf andere. Zumindest in den USA war Kelsey Grammer in den 90ern ein sehr bekannter Comedy-Star, u.a. durch die Sitcoms Cheers und Frasier oder auch durch seine wiederkehrende Gastrolle als Sideshow Bob bei den Simpsons.

Das mag sein, durfte ich mir auf einer anderen Seite jetzt auch schon anhören...  :icon_confused:
Liegt ganz einfach daran, dass ich noch nie ein TV-Glotzer war, und dementsprechend kaum Serien kenne-
in Filmen ist er dagegen eher selten aufgetaucht, und hat dort auch (für mich) nirgends einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Jedenfalls sind mir bis heute weder Cheers noch Frasier auch nur namentlich bekannt gewesen.

ZitatDie anderen von dir genannten Schauspieler sind hingegen ja der breiten Masse eher unbekannte Charakterdarsteller.

Das wage ich dann aber (zumindest teilweise) doch zu bezweifeln.  ;)
Rob Schneider ein Charakterdarsteller? Wohl eher Comedy für die breite Masse, oder?
Und auch William H.Macy war schon in nicht wenigen Mainstream-Filmen dabei, auch wenn man ihn zumindest generell einen Charakterdarsteller nennen kann.  :icon_cool:

Discostu

Zitat von: trikerider nach 17 August 2014, 01:14:44
Rob Schneider ein Charakterdarsteller? Wohl eher Comedy für die breite Masse, oder?


Äh..ja.. ich hab Roy Scheider gelesen :D

Zitat
Und auch William H.Macy war schon in nicht wenigen Mainstream-Filmen dabei, auch wenn man ihn zumindest generell einen Charakterdarsteller nennen kann.  :icon_cool:


Klar war er das, aber er ist ja das beste Beispiel für einen der vielen Darsteller, die jeder schonmal gesehen hat, von denen aber die wenigsten den Namen kennen. Deswegen wäre es meiner Meinung nach nicht sinnvoller gewesen, seinen Namen aufs Poster zu drucken.

StS



Angeblich hat der amerikanisch-russische Action-Thriller ,,Red Sky" (2014) stolze 25 Millionen Dollar gekostet - leider jedoch sieht der fertige Streifen in etwa bloß so aus, als hätte das Budget nicht mehr als nur ein Drittel jener Summe betragen (sprich: da kann auf keinen Fall alles ,,mit rechten Dingen" zugegangen sein). In diesem Sinne erhält man als Zuschauer nun eine Vielzahl an CGI-Flugsequenzen in teils furchtbar schlechter Qualität geboten, bei denen die Editing-Arbeit obendrein auch noch (ärgerlich) zu wünschen übrig lässt. Strikt im ,,B-Movie-Kontext" betrachtet, würde ich Mario van Peebles´ (,,Posse") Regie im ,,mittleren Durchschnittsbereich" verorten, während die Darsteller (von Cam Gigandet und Shane West über Bill Pullman bis hin zu ,,Backstreet Boy" J.C. Chasez und sogar Martin Kove) im Grunde allesamt ,,nicht gerade Glanzleistungen" erbringen. Zumindest aber bleibt festzuhalten, dass Rachel Leigh Cook selbst 15 Jahre nach ,,She´s all that" noch immer überraschend ,,süß" daherkommt. Das Skript (inklusive Story, Dialoge, Charakterzeichnungen, Plot-Entwicklungen und Pseudo-Twists) vermag nie wirklich zu überzeugen: U.a. benötigt die Handlung viel zu lange, um endlich in Gang zu kommen, sind dramaturgische Schwächen unverkennbar und entfaltet sich die ganze Schose entlang ebenso uninteressanter wie unorigineller Bahnen. Nach der Sichtung des Trailers hatte ich meine Erwartungen bereits deutlich nach unten geschraubt - der Film an sich hat selbst diese allerdings noch einmal merklich unterboten. Kurzum: ,,Red Sky" ist ein recht langatmiger, inhaltlich wie handwerklich mit teils massiven Mängeln behafteter, stellenweise geradezu lächerlicher ,,Rohrkrepierer", den man besser meiden sollte - also gebt schön Acht: Das doch recht coole deutsche Covermotiv täuscht gewaltig!   2/10
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(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

cyborg_2029

Wild 7
Statt düsterem Actionfilm, wie der starke Anfang vermuten lässt, driftet der Film in langweiliges Blabla ab. Knallen tuts nur am Ende nochmal ordentlich. Schade.
4/10

The Courier
Ziemlich verwirrende Geschichte, welcher ich nicht immer ganz folgen konnte. Wirklich kultige Figuren waren auch nicht drin. 2 gute Stunts (vor allem am Anfang), das wars aber auch in Sachen Action. Schon wieder vergessen.
5/10

Punisher (2004)
Handgemachte Action und ein überzeugender Thomas Jane, dafür blöde Intrigen statt großkalibrige Rache. Traurig um das verschenkte Potential
6/10

Punisher - War Zone
Zwar endlich mal ein Punsher, welcher ordentlich loslegt, dafür passt der Hauptdarsteller einfach nicht. Die Bösewichte waren einfach nur dämlich überdreht und die Action zu comichaft.
5/10

Den Lundgren-Punisher kenne ich noch nicht, mal sehen ob der besser ist.

Rio 2 - Dschungelfieber
Noch nerviger wie der Erste.
3/10

The Philosophers
Interessante Thematik. Ärgerlich nur, dass sich damit nicht tiefgründiger beschäftigt wird. Ein zusätzlicher zweiter Storystang wird eingeführt, was das ganze wohl besonders schlau aussehen lassen sollte. Funktioniert aber nicht. Die schlauen Studenten kommen auf die einfachsten Fragen nicht. Einziger Lichtblick: Als sie erklären, warum ihre Figur unbedingt in den Bunker sollte. Ansonsten gilt hier: Tolle Schauwerte, welche von dem unausgereiften Drehbuch ablenken sollen. Bei mir hats nicht geklappt.
5/10

Lebensweisheiten 101: "Wenn Du einmal damit anfängst, dann kniest Du nur noch."

endoskelett

Ganz schöner Output heute von dir. Aber find ich geil, wir brauchen Schwung hier!

Den Jane Punisher fand ich damals ganz gut, schön brutal und mit nem unterhaltsamen Travolta (glaube hatte 6/10). Aber noch viel besser war jawohl Stevensons Punisher. Der Härtegrad sowohl seinereits als auch der der Badguys war einfach ein Fest, deren Abgedrehtheit großes Kino, der ganze Zynismus und das Augenzwinkern, die Verbindung des Punishers zu dem Mädel stimmte auch irgendwie. War für mich ein überraschend guter "Geheimtipp". (Hatte er nicht auch in einem Hochhaus dann aufgeräumt? Erinnert mich gerade an the Raid......)
R: Do you like our owl?
D: It's artificial?
R: Of course it is.
D: Must be expensive.
R: Very.
R: I'm Rachael.
D: Deckard.

cyborg_2029

Zitat von: endoskelett nach 19 August 2014, 21:09:23
Ganz schöner Output heute von dir. Aber find ich geil, wir brauchen Schwung hier!


Naja, ich habe einfach mal meine Liste abgearbeitet. :icon_smile:

Zitat von: endoskelett nach 19 August 2014, 21:09:23
Den Jane Punisher fand ich damals ganz gut, schön brutal und mit nem unterhaltsamen Travolta (glaube hatte 6/10). Aber noch viel besser war jawohl Stevensons Punisher. Der Härtegrad sowohl seinereits als auch der der Badguys war einfach ein Fest, deren Abgedrehtheit großes Kino, der ganze Zynismus und das Augenzwinkern, die Verbindung des Punishers zu dem Mädel stimmte auch irgendwie. War für mich ein überraschend guter "Geheimtipp". (Hatte er nicht auch in einem Hochhaus dann aufgeräumt? Erinnert mich gerade an the Raid......)


Yup, die Szene in dem Haus war geil. Die Action an sich stimmte schon, nur das Rumgesplattere war mir zuviel.
Thomas Jane fand ich als Punisher überzeugender, auch die Stimmung des 2004ers fand ich einfach besser. Wäre die Intrigengeschichte nicht gewesen, häte der Film ein echter Kracher werden können.

Lebensweisheiten 101: "Wenn Du einmal damit anfängst, dann kniest Du nur noch."

Mr. Blonde

19 August 2014, 21:30:30 #1179 Letzte Bearbeitung: 19 August 2014, 21:33:31 von Mr. Banane
Ich mochte Jane und Stevensons Punisher. Wobei die Kaltschnäuzigkeit von Stevenson locker die von Jane übertrumpft. Wenn es darum geht, wirkt Jane wie ein Posterboy daneben. Stevensons Statur lässt ihn auch bedrohlicher wirken. Den Bösewicht in "War Zone" fand ich beim ersten mal gewöhnungsbedürftig, nach der Sichtung im Oton war das aber eine ganz andere Nummer. Schön dick aufgetragener NY-Mob-Akzent.  :icon_lol: Für meinen Geschmack hat sich der 2004er Punisher doch, bis auf ein paar Szenen, durch den "Realismus" ein paar Ketten angelegt, die "War Zone" gesprengt hat. Da wurde aus der Comicvergangenheit kein hehl gemacht.

Der 2004er macht mehr Spaß, dafür ist "War Zone" schön grimmig. Für jeden was dabei.


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KrawallBruder

Na, dann resümier ich mal die letzten Kino/DVD-Tage:

Locke (2013)

Sehr gutes und stilles Drama, das natürlich vor allem von Tom Hardy lebt, der in meinen Augen viel zu sehr unter Wert verkauft wird in der Filmbranche. Eine 90 Minütige Autofahrt, die in Echtzeit gefilmt wurde und nur zwei Darsteller kennt: Tom Hardy, alias Locke und das Autotelefon. Auf jeden Fall ein sehenswerter Film, für eine ruhigen Abend! 8/10

Venus im Pelz  (2013)

Polanskis Kammerspiel #2, nach Gott des Gemetzels. Ein unglaublich intensiver Film, der unschuldig anfängt und einen aber schnell in seinen Bann zieht. Ich weiß nicht recht wer von den zwei Schauspielern besser war, da sie sich in meinen Augen nichts schenken. Ein Film voller Theater, Literatur und Erotik. Das einzige was mich gestört hat, war das Ende, was doch etwas unpassend daher kam. Dennoch würde ich mal 8/10 sagen.

Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben (1964)

Ich habe keine Ahnung wie dieser Klassiker solange von mir nicht beachtet werden konnte. Lange habe ich nicht mehr so etwas Gutes gesehen! Der Humor ist einfach unbeschreiblich. Bin mir sicher, dass ich den Film garantiert noch einige male sehen werde. Natürlich 10/10 Kubricks.

5 centimeters per second (Anime von 2007)


Ja... Auf diesen Film kam ich, da ich mich in letzter Zeit mehr mit Animes beschäftigen wollte. Von der Machart muss ich sagen war der Film recht nett anzusehen. Ich habe ja nicht so viel Ahnung, aber die Zeichnungen und die kleinen Details wirkten manchmal echt ziemlich gut. Nur leider ist die ,,story" natürlich total unterirdisch schlecht. Klar, was hab ich auch erwarten, nicht? Dennoch war ich doch schon etwas enttäuscht so ein Rosamunde Pilcher Stoff vorgesetzt zu bekommen. 4/10

Mr. Blonde

Wenn du so auf dem Animetrip bist, schau doch die großen Klassiker wie "Akira", "Ghost in the Shell" oder "Prinzessin Mononoke". Ich habe die leider nicht gesehen, aber mit denen wirst du definitiv mehr Spaß haben, als mit solchen Expertimenten. Zumal man bei den Filmen wohl definitiv auch eine gute Story erwarten kann. Die drei sind wohl absolute Pflichtlektüre und was ich von "Ghost in the Shell" gesehen habe, sieht nach visionärem Cyberpunk aus.


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harrycanyon

29 August 2014, 21:22:34 #1182 Letzte Bearbeitung: 29 August 2014, 21:36:09 von harrycanyon
The Black Woman

:shock:

Dieser (Fernseh!)Film hat mich ehrlich gesagt von den Socken gehauen,
so eine nihilistische alles vernichtende Atmosphäre kenne ich
eigentlich nur von japanischen Streifen wie z.B."Slit Mouthed Woman" oder "Ring" -
und das ohne jegliche  Gewaltdarstellung (eine Unfallszene 
gibt es am Anfang des Films ).
Dagegen können die Remakes nur abstinken und sind
im Vergleich zum Original eigentlich gar nicht mehr erwähnenswert.

:algo:

StS

Bei ,,Riddle" (2013) handelt es sich um einen mauen B-Movie-Mystery-Thriller, in welchem die weiblichen Hauptprotagonisten - zwei Mädels im College-Alter - von Elisabeth Harnois (Jahrgang 1979) und Diora Baird (Jahrgang 1983) verkörpert werden. Zugegeben: Beide sehen noch echt attraktiv und jung für ihr Alter aus - aber trotzdem! Naja, was wie ein solider Krimi um einen verschwundenen Jungen in einer unheimlichen (nahezu verlassenen) Stadt im amerikanischen Hinterland beginnt, entwickelt sich mit der Zeit jedoch zu einem wüsten ,,Klischee-Sammelsurium" - komplett mit Slasher-Anteilen, oberflächlich eingebundenen Backstorys und einigen kaum zum Drumherum passenden Horror-Elementen (unter ihnen ein Albtraum mit einer Krankenschwester ohne Augen). Erdacht von vier verschiedenen Autoren sowie von einem Regie-Debütanten-Duo umgesetzt, krankt der Streifen an einem evidenten Mangel an Spannung, Atmosphäre und Originalität - worüber hinaus noch anzuführen ist, dass sich William Sadler und Val Kilmer (merklich unterfordert und sichtlich gelangweilt) in zwei kleinen Nebenrollen einige Dollars hinzuverdient haben...  knappe 3/10

"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

MMeXX

Zitat von: harrycanyon nach 29 August 2014, 21:22:34[...]dagegen können die Remakes nur abstinken und sind
im Vergleich zum Original eigentlich gar nicht mehr erwähnenswert.
Bei einer Buchverfilmung von "Remake" zu sprechen ist allerdings auch nicht so wirklich treffend. ;) Wobei mich die TV-Variante auch interessieren würde.

Fastmachine

30 August 2014, 16:09:32 #1185 Letzte Bearbeitung: 30 August 2014, 16:18:41 von Fastmachine
Flucht aus L.A.

Schon Mitte der 1990er Jahre war mit John Carpenter nix mehr los, seinen Ruf hatte er längst durch viele mäßige Filme ruiniert. Im Grunde könnte man mit vollem Recht dieses nur notdürftig als Fortsetzung getarnte Remake seines Klassikers DIE KLAPPERSCHLANGE als hochgradig albernen Versuch sehen, mit alten Ruhmestaten nochmal Kohle abzugreifen. Vollkommen aus der Zeit gefallen scheint dieser Achtziger-Jahre-Film aus der Mitte der 1990er Jahre. Und doch hat mich dieser schon zur Entstehungszeit schrullig wirkende Film beim Wiedersehen glänzend unterhalten. Vielleicht hat gerade die dreiste Wiederholung der Story den Film gerettet, denn überzeugend Neues ist Carpenter nur noch wenig eingefallen. Vor allem aber hält Kurt Russel als Snake Plissken den Laden zusammen. Obwohl Russel vermutlich genau wusste in was für einer Gurke er mitspielt, ignorierte er den Umstand völlig und gab den Snake völlig ungebrochen und ernsthaft als schriebe man das Jahr 1981 und nicht 1996. Hätte er versucht seine Rolle im Angesicht des trashigen Vollquatsches irgendwie selbstironisch oder humorig zu geben, der Film wäre gekippt. Schon in BIG TROUBLE IN LITTLE CHINA hatten Russels Komikversuche nicht überzeugen können.
Realistischerweise muss man annehmen, dass Carpenter sich über sowas keine Gedanken gemacht hat, wie er überhaupt sich nie über irgendetwas Künsterisches je ernsthafte Gedanken gemacht hat. Vollkommen neben der Spur bzw. der Entwicklung des Unterhaltungsfilmes hat er seine in den 1970er Jahren gelernten filmischen Versatzstücke wieder und wieder aufgegossen, von Mal zu Mal wurstiger. Das ewig Rätselhafte bleibt, wie ein so mäßig heller Kopf wie Carpenter trotzdem gelegentlich schwer unterhaltsame Streifen hinbekommen hat. Zufall? Instinkt? Mysteriöse Eingebungen?
Warum unterhält mich FLUCHT AUS L.A. trotz des offensichtlichen Vollquatsches (und das schließt die legendär mies getrickste Surf-Szene ein), während ich mir bei GHOSTS OF MARS pausenlos an den Kopf fasse und mich frage, wie man auch noch die einfachsten Sachen so vergeigen kann.
Muss man das Mysterium einfach akzeptieren?
6/10
Ich mag keine Filme; die verblöden nur. (Alfons d. Ä.)

cyborg_2029

Coronado
Langweiliger Abenteuerfilm mit schlechten Effekten. Nicht mal der Humor zündet.
4/10

The Contractor
Snipes darf hier lustlos durch die Gegend rennen und fliehen anstatt ordentlich auszuteilen. Die paar Actionszenen reissens dann auch nicht mehr und die Kleine nervt nur rum.
4/10

The Body
Spannender Thriller, welcher stellenweise echtes Gänsehautfeeling hat. Auch super gespielt und technisch einwandfrei. Nur das arg konstruierte Ende hat mir nicht gefallen, das bringen solche Filme aber meißt mit sich.
8/10

Blutgletscher
Gruseliger Horrorfilm, super gefilmt, toller Sound und schicker Vorspann. Solide gespielt aber nicht sehr ausgereift, was die Geschichte angeht. Bleibt am Ende doch nur ein Monsterschocker, wenn auch eine guter.
7/10

Dante's Peak
So lange her, dass ich den gesehen habe und... WOW... was für krasse Action. Den kann sich Emmerich nochmal anschauen und überlegen, was er so fürn lieblosen Scheiss abliefert. Die Effekte stecken so einige heutige CGI-Kracher locker in die Tasche. Klar, die Geschichte ist typisch, die Figuren auch, aber immerhin nicht so blöd wie bei "Volcano" und das Gespann Brosnan/Hamilton ist auch sympatisch. Einer der besten Katastrophenfilme überhaupt.
10/10

Lebensweisheiten 101: "Wenn Du einmal damit anfängst, dann kniest Du nur noch."

Retro

RUSS MEYER'S MOTORPSYCHO

Drei Motorradfahrer fahren mordend und vergewaltigend durch die Gegend.
Doch eines Tages vergewaltigen sie die falsche Frau- denn der Ehemann des Opfers kennt die Täter, ist ebenso Gewaltbereit wie diese- und will Rache...

Ein eher untypischer Film von Russ Meyer, da hier tatsächlich mehr wert auf die Handlung, als auf große Oberweiten gelegt wird.
1965 in s/w gedreht, kommt der Film eher wie eine frühe Version von Rape & Revenge-Filmen wie "Ich spuck auf dein Grab" daher.
Natürlich sind auch in diesem Film die Darstellerinnen durchweg gut gebaut, aber mit Nacktszenen wird sich zurückgehalten.
Die Gewaltdarstellung ist für heutige Zuschauer vergleichsweise harmlos, aber für die damalige Zeit dürfte der Film dank Frauenfeindlichen Sprüchen, Vergewaltigungen und als äusserst gewaltbereit dargestellte Motorradfahrer durchaus härterer, provokanter Stoff gewesen sein.
Der gesamte Film ist eher düster gehalten, keine Spur von Humor. Und genau das tut ihm trotz leichter Trash-Schlagseite gut.
Einzig die Mopeds der Motorrad-Gang wirken, zumindest aus heutiger Sicht, etwas lächerlich...

6/10

endoskelett

4 September 2014, 00:56:33 #1188 Letzte Bearbeitung: 4 September 2014, 00:58:17 von endoskelett


Die neue Blu-ray besorgt zum guten Preis und nach Jahren endlich mal wieder genossen. Der Film ist mit Recht ein Meilenstein der Filmgeschichte und ist bei mir nochmal gewachsen. Das Bild ist super (kannte die alte Bluray zwar nicht) und es macht einfach nur ein Riesenspaß den drei Legenden zuzuschauen.
Ich liebe Leones ausgewalzten Stil, diese unendliche Weite, die Shots der Gesichter, dieses Auftriumphieren des Scores, jede Szene hat ihren Wert, nichts ist verschenkt.... :icon_cool:
R: Do you like our owl?
D: It's artificial?
R: Of course it is.
D: Must be expensive.
R: Very.
R: I'm Rachael.
D: Deckard.

ratz


Holy Motors

Ach Menno, auf den hatte ich mich wirklich gefreut, deftiges Arthouse, euphorische Kritiken, mein erster Carax und so - um dann nach einer guten Stunde doch immer öfter auf die Uhr zu schauen. Das angeblich so unbeschreibliche Konzept ist ziemlich schnell klar, führt aber nicht wirklich irgendwo hin. Ein paar willkürliche Provokationen (Plastikpenis, sprützendes Blut) und selbstreferentielle Gags (Spielereien mit Filmmusik, Zitaten und Motiven) erzeugen hochgezogene Augenbrauen, aber nicht mehr. Kylie Minogue (mit ihrem dünnen Stimmchen darf sie auch was singen) und Eva Mendes waren wohl gerade in der Stadt und haben ein paar Stunden geopfert, genau so fühlen sich ihre Kurzauftritte jedenfalls an. Eine emotionale Involvierung findet aufgrund der eingezogenen Metaebenen nicht statt; Esprit, visuelle oder musikalische Originalität, echte Schockmomente - alles Fehlanzeige.
Immerhin gibt es einen energetischen, wandlungsfähigen Hauptdarsteller und etliche lange Steadycam-Shots, aber wenn in der letzten Szene die Limousinen zu Reden anfangen, aber nur Stuß äußern, dann ist auch die Chance für einen ordentlichen Schlußgag vertan. Immerhin und im Gegensatz zum anderen großen Stretchlimousinenfilm des Jahres 2012, Cosmopolis, textet einen Holy Motors nicht die ganze Zeit damit zu, wie clever er ist, sondern versucht, atmosphärisch zu wirken und fängt ein paar interessante Orte in Paris ein. Leider umsonst.

Retro

RUSS MEYER'S DIE LIEBESTOLLEN HEXEN

Ein alter Säufer und ein Pärchen mit Tochter betreiben eine abgelegene Touristenfalle namens "Hoople's Heaven".
Hier versucht man nun, mittels Frau und Tochter samt großen Oberweiten, reiche Kundschaft anzulocken um diesen ihr Geld aus der Tasche zu ziehen.

Was ist das denn? Eine Softsex-Komödie ohne Witz und mit wenig Sex?
Budget war scheinbar kaum vorhanden, ein paar Bretterbuden müssen ausreichen.
Hauptsache alle weiblichen Darsteller haben... na, ihr wisst schon.
Keine richtige Handlung, kein Witz, kein gar nix. Nur Titten.

0/10

KrawallBruder

Zitat von: trikerider nach  5 September 2014, 02:00:21
Keine richtige Handlung, kein Witz, kein gar nix. Nur Titten.

und dann...
Zitat von: trikerider nach  5 September 2014, 02:00:21
0/10


:thinking:

Was hast du denn jetzt auch bitte erwartet bei einen Film der "DIE LIEBESTOLLEN HEXEN" heißt? :bert:

Mr. Blonde

Ich habe nicht einen Russ Meyer-Film gesehen, weiß aber, dass er durch anspruchslose Filmchen mit möglichst vielen Brüsten "berühmt" geworden ist. Zumindest ist das das Bild, was ich so mitbekommen habe. Ich würde also genau sowas erwarten.  :unknown:

Wie kann man denn wenig Sex und gleichzeitig viele Brüste kritisieren? *kopfexplodier*


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Retro

5 September 2014, 02:49:28 #1193 Letzte Bearbeitung: 5 September 2014, 02:52:20 von trikerider
Zitat von: Krawallo nach  5 September 2014, 02:20:01Was hast du denn jetzt auch bitte erwartet bei einen Film der "DIE LIEBESTOLLEN HEXEN" heißt? :bert:

Nichts. Also das, was der Film dann auch geboten hat.  :icon_lol:
Aber dass deutsche Titel oft genug einfach nur Schwachsinn sind, ist ja bekannt- auch wenn er hier ausnahmsweise passt.
Der Originaltitel wäre übrigens "Common Law Cabin".

Zitat von: Mr. Banane nach  5 September 2014, 02:26:05Ich würde also genau sowas erwarten.  :unknown:

Siehe "Motorpsycho"-Review. Der war durchaus ansehbar und hatte eine Handlung- im Gegensatz zu dieser Gurke.
Von daher hatte ich dann doch auch von seinen anderen Filmen zumindest ein wenig mehr erwartet.
Mal sehen was die hochgelobten "Vixen" Filme können- die sind alle 3 in der Box, und kommen als nächste dran...

ZitatWie kann man denn wenig Sex und gleichzeitig viele Brüste kritisieren?

Für eine Softsex-Komödie, die der Film ja offensichtlich sein will, gibt es eben sehr wenige/keine Sexszenen.
Gleichzeitig werden immer wieder die Brüste der 3 Darstellerinnen in den Mittelpunkt gestellt- scheinbar als "Handlungs-Ersatz".
Dummerweise sind die Damen immer angezogen, also bietet der Film auch nur wenig in dieser Richtung, sofern man Fan von riesigen Hupen ist.



Ich habe mir die Russ Meyer-Box übrigens wegen "Motorpsycho" geholt, von dem ich schon öfter gehört hatte.
Dieser, sowie der leider nicht enthaltene "Die Satansweiber von Tittfield" scheinen ja durchaus auch eine richtige Handlung zu besitzen.
(Auch hier klingt der Originaltitel schon ganz anders: "Faster, Pussycat! Kill! Kill!" Noch Fragen?  ;) )
Was Motorpsycho angeht kann ich das ja inzwischen bestätigen, siehe weiter oben.  :icon_cool:

Und wenn die Box schon im Hause ist, schaue ich mal was der Rest der Filme so bietet- sind zum Glück nur 7 Filme enthalten.  :icon_lol:
Wobei ich hoffe, dass dieser jetzt auch der schlechteste war...  :icon_confused:

PierrotLeFou

Zitat von: Mr. Banane nach  5 September 2014, 02:26:05
Ich habe nicht einen Russ Meyer-Film gesehen, weiß aber, dass er durch anspruchslose Filmchen mit möglichst vielen Brüsten "berühmt" geworden ist. Zumindest ist das das Bild, was ich so mitbekommen habe. Ich würde also genau sowas erwarten.  :unknown:


Also ich bevorzuge ja knabenhafte Brüste, liebe aber die Russ Meyer Streifen - gerade weil das nicht bloß plumpe Filme von Fetischisten für Fetischisten sind; das liegt daran, dass er mit wenig Mitteln dank soliden Handwerks und seiner Ex­pe­ri­men­tier­freu­digkeit (vor allem Kameraeinsatz, Montage, aber auch Toneffekte sind betroffen) den Filmen einen eigentümlichen, rasanten Rhythmus verpasst. Hinzu kommt, dass er trotz seines Tittenfetischs und der Sexfilm-Konventionen immer wieder interessante Geschlechterrollen einbringt und gelegentlich antirassistische Statements pflegte; dazu gesellen immer wieder leichte satirische Momente.
"Common Law Cabin" ist sicherlich keiner seiner besten, da es Meyer mit der Logik sich so genau genommen hat (zudem hat er Nacktheit bewusst vermieden, um eine andere Zielgruppe zu erreichen), aber als amüsantes Kammerspiel, in dem er über stereotype Figuren und ihre Geilheit, Eifersucht und Gier herzieht, schätze ich diesen "kleinen" Film dennoch... kein großer Wurf, aber in meinen Augen kurzweilig, flott und ganz amüsant.

Meyer wurde ja auch immer wieder mit großen Autorenfilmern wie Fellini oder Godard verglichen, bloß mit dem Hinweis, dass er im Sexfilmsektor tätig sei. Selbst im Oxford Film Companion, in dem Skandalfilmer wie Marco Ferreri eher schlecht wegkommen, wird ein Russ Meyer hingegen sehr wohlwollend behandelt. Anspruchsloser als der übliche Mainstreamfilm ist ein Russ Meyer Streifen sicherlich nicht (allerdings nehmen sich seine Filme kein bisschen ernst) und inszenatorisch ist er sogar äußerst interessant.
"Eines Tages werde ich ein wahrhaft großes Drama schreiben. Niemand wird verstehen, worauf es hinaus will, aber alle werden nach Hause gehen mit einem vagen Gefühl der Unzufriedenheit mit ihrem Leben und ihrer Umgebung. Dann werden sie neue Tapeten aufhängen und die Sache vergessen." (Saki)

PierrotLeFou

Zitat von: trikerider nach  5 September 2014, 02:49:28Für eine Softsex-Komödie, die der Film ja offensichtlich sein will, gibt es eben sehr wenige/keine Sexszenen.


Der Film wollte ein Film für die Autokinos sein - und Meyer befürchtete, dass (zuviel) nackte Haut vor den Aufführungen herausgeschnitten werden würde, weshalb er lieber gleich darauf verzichtete, Brustwarzen etc. zu zeigen. Das war eine sehr bewusste Entscheidung. "Common Law Cabin" war angelegt als Lustspiel über eine zusammengewürfelte Gruppe gieriger, betrügerischer Menschen mit vielen großen Oberweiten in engen Bikinis. Mehr nicht. :icon_mrgreen:
"Eines Tages werde ich ein wahrhaft großes Drama schreiben. Niemand wird verstehen, worauf es hinaus will, aber alle werden nach Hause gehen mit einem vagen Gefühl der Unzufriedenheit mit ihrem Leben und ihrer Umgebung. Dann werden sie neue Tapeten aufhängen und die Sache vergessen." (Saki)

Retro

Zitat von: PierrotLeFou nach  5 September 2014, 03:42:52"Common Law Cabin" war angelegt als Lustspiel über eine zusammengewürfelte Gruppe gieriger, betrügerischer Menschen mit vielen großen Oberweiten in engen Bikinis. Mehr nicht. :icon_mrgreen:

Gut, das ist er auch. Aber meiner Meinung nach dermaßen langweilig inszeniert, dass man trotz gerade mal 70 Minuten Laufzeit Mühe hat, dranzubleiben.
Da retten die letzten 10 Minuten, in denen dann doch mal ein wenig passiert, auch nichts mehr.  ;)

ratz


Ich hab vor nem halben Jahr mal ein paar Meyer-Filme mitgenommen; wenn man sie mit der "richtigen" Attitüde und ggf. ein bis zwei Sixpacks konsumiert, können die wirklich Laune machen. Und wie Pierrot schon sagt, manchmal sind wirklich erstaunliche kleine Subversivitäten eingebaut, die man an dieser Stelle zwischen dem ganzen Fleischgewackel wirklich nicht erwarten würde  :D

KrawallBruder

Zitat von: PierrotLeFou nach  5 September 2014, 03:42:52
"Common Law Cabin" war angelegt als Lustspiel über eine zusammengewürfelte Gruppe gieriger, betrügerischer Menschen mit vielen großen Oberweiten in engen Bikinis. Mehr nicht. :icon_mrgreen:


Ok, ok, Leute. Ihr habt mich. Ich schau ihn mir mal an  :icon_mrgreen:

Retro

RUSS MEYER'S VIXEN

Vicky lebt mit ihrem Mann Tom irgendwo in der Einöde.
Tom fliegt Touristen mit einer kleinen Maschine durch die Gegend, während Vickie in der Zwischenzeit jeden Kerl anmacht, der ihr über den weg läuft.
Nachdem sie wieder einmal mit George, einem Angestellten von Tom herumgemacht hat, versucht dessen schwarzer Kumpel Niles auch sein Glück- doch Vicky zeigt ihm gegenüber ganz offen eine extrem rassistische Gesinnung.
Als ein neuer Kunde von Tom nach San Francisco fliegen lassen, und unbedingt Niles dabeihaben will, erkennt Tom dass der Fremde mit Niles Drogen schmuggeln, und dafür sein Flugzeug nutzen will.
Als Tom sich weigert, entführen die beiden ihn und Vicky, welche im Flieger ihren Hass auf den schwarzen Niles freien Lauf lässt.
Schon bald eskaliert die Situation...

Es geht doch. Aus dem wieder mal eher kleinen Budget wurde das beste herausgeholt, die Schauspieler gehen in Ordnung- und eine Handlung samt ein wenig Thrill gibt's auch.
Ob der offen zur Schau gestellte Rassismus jetzt eher gesellschaftskritisch, oder doch nur provokativ gemeint ist, darüber kann man spekulieren.
Ein paar Softsex-Szenen sind natürlich dabei, diese drängen sich aber nicht so stark in Vordergrund- das Verhältnis zur Handlung passt.
Man wird die komplette Laufzeit ohne großen Leerlauf unterhalten, ohne sich zu langweilen.

5/10