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Die letzte Sichtung: Filme

Begonnen von MMeXX, 19 November 2012, 13:01:27

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MMeXX

Und nochmal TV-Kost: Der große Schwindel

Amnesie und Verwechslungsspielchen als Liebeskomödie im ZDF. Die Schauspieler größtenteils gut aufgelegt, das Drehbuch wiederum mit diversen erwartbaren Wendungen. Aber... einige durchaus amüsante Dialogzeilen. Viel mehr erwähnenswertes fällt mir nicht ein. 5/10

lastboyscout

Stolen (2012)
Nicholas Cage nach Con Air wieder unter der Regie von Simon West.
Der ist meiner Meinung nach dafuer verantwortlich, das wir einen wirklich ordentlichen Film zu sehen bekommen.
Zwar gibt es einige haarstraeubende Drehbucheinfaelle (
Spoiler: zeige
in acht Jahren aendert man GARNIX am Sicherheitssystem einer Bank, ja ne ist klar  :icon_rolleyes:

Zudem hat man bei Vincents Verwandlung etwas dick aufgetragen, das sieht ja fast schon laecherlich aus.
Abgesehen davon bekommt man handfeste Action mit guten Schauspielern serviert.
Gebe so 6.5/10 Punkten, hat mich wirklich ueberrascht.

Kill 'em All (2012)
Blockbuster hat den Streifen schon seit nem knappen Monat im Verleih und ploetzlich sehe ich ihn fuer April als Kinoankuendigung.  :00000109:
Egal, ich beschwer mich definitiv nicht ueber die fruehere Sichtung.  :icon_mrgreen:
Denn der Streifen macht wirklich Laune, da gibt es ordentlich aufs Maul.  :love:
Eine geheime Organisation entfuehrt die besten Auftragskiller um sie in einen Raum einzusperren und sie bis zum Last Killer Standing kaempfen zu lassen.
Hoert sich ein bisschen wie The Tournament an.
Kaempferisch gefiel mir vor allem Tim Man als "The Kid", der hat es wirklich drauf.
Neben Tim sticht noch Ammara Siripong hervor, die braucht zwar ne Weile um warm zu werden, aber dann langt sie ziemlich gut zu.
Der Rest bleibt etwas blass, was aber daran liegt, das
Spoiler: zeige
das Drehbuch sie einfach viel zu schnell hops gehen laesst.

Vor allem Carpenter, gespielt von Joe Lewis war unglaublich fit fuer seine Figur/Alter, erinnerte mich ein bisschen an Sammo Hung.
Johnny Messner als Gabriel uebt sich im Overacting, teilt aber teilweise auch ganz gut aus.
Ich geb dem Film 7/10 Punkten weil er sofort zur Sache kommt und niemals langweilig wird dank wirklich gut choreographierter Kaempfe. Definitiv ne Empfehlung.
P.S.: Fast komplett den Gordon Liu vergessen. Zwar nicht ueberragend was er zeigt, aber definitiv sehenswert fuer einen fast Sechzigjaehrigen.  :icon_eek:

Maximum Conviction (2012)
Und hier die naechste positive Ueberraschung.
Erstmal voller Vorurteile im Geiste schon mal als Schrott abgewatscht, zufaellig den Trailer gesehen und dann doch ausgeliehen.
Und er war ein wirklich guter B-Actioner. Kann sich zwar nicht mit den grossen Klassikern messen, aber verglichen mit dem restlichen Schrott der in den letzten paar Jahren so rauskam wirklich gut.
Steve Austin und Steven Seagal zusammen in nem Actioner, da muss es ja rundgehen.
Harte und realistische Kaempfe, blutige Schiessereien und in den meisten Szenen erkennt man Seagal sogar.
Austin hat aber eindeutig die coolere Rolle bekommen, da kommt Steven nicht ran.
Auch ziemlich nett war, das es zwei etwas ausgedehntere Kaempfe gab in denen Steven und Steve NICHT die Vermoebler waren, sondern Nebendarsteller. Normalerweise werden solche Kaempfe ziemlich schnell abgefertigt, hier gab es aber wirklich was zu sehen.
Tendiere fast zu einer 7/10 im B-Sektor, unbedingt ansehen.  :respekt:

Hier etwas weniger grobe Kost, hab mir Awakenings (1990) mit Robin Williams und Robert DeNiro auf BluRay angesehen.
Einfach wunderschoener Film mit zwei der besten Schauspieler aller Zeiten.
Vor allem Robin William brilliert als menschenscheuer Doktor der als unheilbar abgestempelte Patienten mit ungewoehnlichen Methoden wieder ins Leben zurueckholt, unter anderem Robert DeNiro.
Getragen von einem unglaublich gefuehlvollen Soundtrack geht der Film wirklich unter die Haut.
8/10 Punkten
I`m a tragic hero in this game called life,
my chances go to zero, but I always will survive.
( Funker Vogt - Tragic Hero )

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An American Werewolf in London

Dieses Mal eine Zweitsichtung. Beim ersten Mal war ich noch nicht so recht sicher, wie mir die Mischung aus ernsthaftem Horror und Komödie gefiel. Ich habe ihn nun auf 8 Punkte aufgewertet. Britisches Englisch, die Erzählweise (
Spoiler: zeige
Träume in Träumen, der tote Freund, die Musik
), die Darsteller und der Alamo-Witz haben mich einfach gefangen genommen. Auch wenn Landis selbst sagt, dass es keine Komödie ist, kann ich den Film trotzdem nicht komplett ernst nehmen. Und vielleicht ist es genau das, was die besondere Qualität des Films ausmacht.

lastboyscout

Zitat von: MMeXX am 31 Januar 2013, 19:32:46
An American Werewolf in London

Dieses Mal eine Zweitsichtung. Beim ersten Mal war ich noch nicht so recht sicher, wie mir die Mischung aus ernsthaftem Horror und Komödie gefiel. Ich habe ihn nun auf 8 Punkte aufgewertet. Britisches Englisch, die Erzählweise (
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Träume in Träumen, der tote Freund, die Musik
), die Darsteller und der Alamo-Witz haben mich einfach gefangen genommen. Auch wenn Landis selbst sagt, dass es keine Komödie ist, kann ich den Film trotzdem nicht komplett ernst nehmen. Und vielleicht ist es genau das, was die besondere Qualität des Films ausmacht.

Einer meiner absoluten Lieblingsfilme.  :respekt:


Honor Among Thieves (1968)
Alain Delon und Charles Bronson in einem schoen klassischen, sehr spannenden und hervorragend gespielten Gaunerfilm.
Wunderbar gefilmt, musikalisch hervorragend untermalt und einfach nur schwer unterhaltsam sowas.
7/10 Punkten
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cyborg_2029

2 Februar 2013, 17:17:14 #334 Letzte Bearbeitung: 2 Februar 2013, 17:18:47 von cyborg_2029
Stolen
Durchschnittlicher Action-Thriller mit Nicolas Cage, welcher mit einem besseren Drehbuch genial hätte werden können. Leider konnte man sich nicht zwischen ernstem Thriller und humorvollen Actionfilm entscheiden. Somit hat man null Dramatik, aber auch zu wenig Action, wobei diese dank Simon West wunderbar aussieht und ohne CGI und Wackelkamera inszeniert wurde. Dazu kommt die tolle Kameraführung, der klasse Schnitt und die prächtige Farbpalette, welche New Orleans perfekt in Szene setzen. Von den Schauspielern wird wenig abverlangt, keiner sticht besonders heraus, Cage spielt seine typische leidende Figur.
Wenn man von der nervigen Musik (ca. 1 Track der immer wieder gespielt wird) und manchen dämlichen Drehbucheinfällen absieht, wird man ganz gut unterhalten. 6/10
Lebensweisheiten 101: "Wenn Du einmal damit anfängst, dann kniest Du nur noch."

lastboyscout

Chernobyl Diaries (2012)
Ueberfluessiger Quatsch der so langweilig und stuemperhaft rueberkommt das einem ja fast schon schlecht wird.
Versucht auf der Welle mitzuschwimmen, geht aber sang- und klanglos unter.
Ist ja im Endeffekt auch kein richtiger Found-Footage-Film, kam aber teilweise in den Trailern fast so rueber.
3/10 Punkten

A Cadaver Christmas (2011)
Wow, fast im Regal verstauben lassen und jetzt uebergluecklich ihn doch mal ausgeliehen zu haben.
Meiner Meinung nach einer der besten Amateur-Horrorfilme (auf sehr hohem Level) den ich seit langem gesehen habe.
Hier stimmte einfach Alles. Carpenter-esker Soundtrack, Grindhouse-Look (der manchmal etwas dick aufgetragen rueberkommt), wirklich gute Darsteller, gelungene Anlehnungen und Zitate an die Klassiker, Fanherz, was willst du mehr?
Kein Leerlauf, gelungene Gags und Darsteller die funktionieren, die Chemie stimmte hier definitiv.
Ach ja, unbedingt die kompletten Endcredits durchsitzen, ist es definitiv wert.
7/10 Punkten
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Teppi

Heute durften die Motoren aufheulen:

Motorway

Filmstarts sprach von einem Streifen im Stil von ,,Drive" - nun, nicht wirklich. Die relativ bodenständige Auto-Action sowie die elektronischen Klangflächen (welchen es jedoch an wirklich mitreißender Musik mangelt) der simplen Cop-jagt-Gangster-Geschichte mögen fern an das Meisterwerk erinnern. Erzähltempo und Atmosphäre sind jedoch ganz woanders zu verorten: Der Film besteht mindestens zur Hälfte aus mal mehr, mal weniger mitreißenden Verfolgungsjagden. Für Längen ist dabei ebenso wenig Platz wie für gut gezeichnete Figuren, bei denen man ganz tief in der Klischeekiste kramt (
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weiser Lehrer, welcher später sterben muss, bringt dem ungestümen Jungen wichtige Technik bei, die er im Finale dringend braucht – gähn...
). Ein kurzweiliger da schön schneller, letztlich aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassender Streifen. 5/10

Fast Five


Es kommt nicht oft vor, dass Teil 5 der beste einer Reihe ist – doch hier ist es geschehen. Was wohl daran liegt, dass man sich von der protzig-prahlerischen Attitüde der Vorgänger löst und lieber eine mitreißende Mischung aus Action-Inferno und
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(unerwarteterweise) Heist-Movie
vorlegt, bei der sogar die Figuren nicht gänzlich austauschbar sind. Die Action-Anteile kommen in kurzen Abständen und sehr abwechslungsreich daher. Verfolgungsjagden per pedes oder im Auto, brachiale Prügelei oder Ballerei - hier wird alles geboten, was sich das Action-Herz wünscht. Dazwischen wird noch eine Prise
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,,Ocean's Eleven" eingeschoben, womit später auf charmante Art gebrochen wird – warum leise, wenn's auch laut geht
?! Das Finale gehört schließlich gleichzeitig zum Blödesten und Bombastischsten, was man letzter Zeit auf der Leinwand sehen durfte. Die flachen Nebenfiguren sind zwar nur für ihre jeweiligen Funktionen und ein paar coole One-Liner dabei, aber die Hauptcharaktere reißen mit allerlei Charisma vieles raus. Ein verdammt flottes Spektakel, dass schlicht Spaß macht – mein Action-Highlight 2011. 8/10

Teppi

Mmh, Doppelpost von mir - nicht einschlafen, Leute! ;->

Heute gab es zwei Dramen mit Ryan Gosling – eins gut, eins grandios.

State of Mind

Das Kurzfazit von DisposableMiffy brachte mich auf den Streifen, von welchem ich vorher noch nie was gehört habe. Für mich stellte sich der Film als gutes Drama raus, das nach einem augenscheinlich sinnlosen Verbrechen (
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Ryan Gosling ersticht gleich zu Beginn den Bruder seiner Freundin
) alle betroffenen Seiten mehr oder minder stark beleuchtet. Der Fokus liegt auf der Interaktion zwischen dem Täter (der noch junge Gosling zeigt schon sein Talent) und der ambivalenten Figur von Don Cheadle, bei der der Grad zwischen Hilfsbereitschaft und Selbstzweck nur schwer zu verorten ist. Dabei wird ein sehr düsteres Weltbild entworfen, welches in meinen Augen genügend Ansätze für die Frage nach dem ,,Warum" liefert –
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Goslings durch und durch pessimistische Lebenseinstellung, welche sich aus der Summe mehrerer Ereignisse ergab, ließ ihn schließlich eine emotionale wie auch moralische Blockade aufbauen; den Bruder, welcher völlig schuldlos in dieser Hölle gefangen war, wollte er schlicht ,,erlösen" - eine verzweifelte Kurzschlussreaktion von jemanden, der an nichts Gutes mehr glaubt
. Die anderen Parteien (vor allem die Familie des Opfers) kommen etwas kurz, können teils aber dennoch überzeugen (vor allem
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Kevin Spacey als kalter Vater des Täters
). Ein sehr ruhig in Szene gesetztes, inhaltlich ziemlich dunkles Drama. 7/10

Lars und die Frauen


Als ich ,,State of Mind" in meine Watchlist tat, stolperte ich über diesen Streifen – ohne zu wissen, um was es so wirklich geht, wurde er einfach mal geschaut. Umso überraschter war ich, was für ein fantastischer Film das doch war. Ryan Gosling stellt seiner Familie
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eine Plastikpuppe
als Freundin vor – angesichts dieser Absurdität ist man gleichermaßen geschockt wie amüsiert. Der Film liefert die Situationen jedoch nie der Lächerlichkeit aus und zeigt sich fortan als sensibles Drama um ein sozial wie psychisch verstörten Außenseiter, der langsam ins Leben zurückfindet. Gosling legt dabei die beste Leistung ab, die ich bisher von ihm gesehen habe; doch auch die anderen Darsteller liefern eine astreine Vorstellung. Trotz der tragischen Geschichte um die Hauptfigur ist die Handlung von einer positiven Atmosphäre geprägt (man nehme nur
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die Hilfsbereitschaft und Akzeptanz der anderen Bewohner
), sodass man durchaus von einem Feel-Good-Movie (der etwas anderen Art) reden kann. Ein ebenso absurdes wie anrührendes Filmerlebnis mit sehr starker Schauspielriege. 9/10

ratz


Bonjour Tristesse

Du lieber Himmel, was für ein Breitwand-Technicolor-Kabale-und-Liebe-Schinken... Preminger läßt eine schöne ödipale Grundkonstellation völlig ungenutzt, genau wie die Möglichkeit für eine Thriller (wie man sie beim Anblick der sonnendurchfluteten französischen Riviera inzwischen unweigerlich erwartet und an L'été meurtrier, Plein soleil oder La piscine denkt) und beläßt es bei einem letzlich uninteressanten Geplänkel. Technisch sicherlich makellos, die s/w-Farbe Idee nett, aber nicht mehr. David Niven spielt, was er immer spielt, Jean Seberg sieht süß aus, nervt aber sonst, nur Deborah Kerr schreitet unbeschadet durch den Film.
Sieht also schön aus, aber mehr ist nicht dran. In Erinnerung bleiben höchstens ein paar absurde Kopfbedeckungen wie diese hier:


psychopaul

Ich habe gerade gesehen, dass ich den auch kenne; das Bild lässt mich aber ernsthaft zweifeln..  :icon_lol:

Meine Note 7/10 bestätigt wohl ungefähr deinen Eindruck; Von Preminger fehlt mir noch Einiges, "Angel Face" war aber gut.



"Motorway" wird ja in manchen Kreisen verehrt; ich fand ihn ganz nett, mehr nicht. Zum "besseren Drive" reichts aber.  :icon_lol: 
Filmblog
Letzte Bewertungen

Three little devils jumped over the wall...

Teppi

Anlässlich der Berlinale werden im TV einige Filme von Jury-Präsdient Wong Kar-Wai gebracht – gute Möglichkeit für mich, mal etwas von ihm kennenzulernen.

My Blueberry Nights

Ein solider, kleiner Film über das Leben und die Liebe, der schön melancholisch, aber nicht sonderlich tief daherkommt. Gut gefallen haben mir die farbenfrohen, toll fotografierten Sets, weniger hingegen der exzessive Einsatz von Effekten – vor allem die Frameverknappung (keine Ahnung, wie der Fachausdruck für dieses "stotternde" Bild ist) ging mir irgendwann nur noch auf die Nerven. Norah Jones macht eine annehmbare Figur, verblasst jedoch neben ihren professionellen Kollegen (u.a. David Strathairn, Rachel Weisz und Natalie Portman). Ein netter, optisch zwiespältiger Streifen für Zwischendurch. 6/10

Ashes of Time Redux


Ich muss gestehen, dass mir mit meinen westlichen Sehgewohnheiten die Einordnung der vielen Figuren anfangs nicht ganz leicht fiel – sobald man sich reingefunden hat, erwartet einen eine meditativ-melancholische Ballade über Liebe und Verlust, welche ein wenig unter ihrem zerfaserten Drehbuch (Figuren kommen und gehen ganz plötzlich) zu leiden hat. Das lässt sich jedoch recht gut verschmerzen, da der Streifen ein audio-visueller Genuss ist – mit grellem Gelbstich werden wahre Gemälde gezeichnet, unterlegt von einem schönen Soundtrack. Ein atmosphärisch astreiner, dramaturgisch etwas holpriger Film. 7/10

"2046" wird morgen wohl ausgelassen, dafür gibt's Freitag dann "In the Mood for Love".

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Als Dessert zu "Zero Dark Thirty" gestern gab es heute dann noch:

Tödliches Kommando - The Hurt Locker

Vom Konzept her kann man viele Vergleiche mit Bigelows aktuellem Film aufstellen – aus einem beschränkten Blickwinkel wird neutral-nüchtern das Kriegsgeschehen abgebildet, ebenso unpatriotisch wie unpolitisch. Nur statt Schreibtisch-Gefechten beizuwohnen ist man hier mitten drin im Geschehen und begleitet einen Bombenentschärfungstrupp im Irak, angeführt vom draufgängerischen Charakter Jeremy Renners – dieser legt als adrenalinsüchtiger Hitzkopf genauso wie seine unter ihm leidenden Kollegen eine sehr gute Leistung ab. Eine stringente Geschichte sucht man vergebens, episodenweise folgt man den Einsätzen. Diese zeigen sich zumeist spannend und zermürbend, aufgrund der fehlenden Haupthandlung hätte der Film aber gerne etwas kürzer sein dürfen. Ein dank der realistisch-rauen Nähe einnehmendes, letztlich aber ein bisschen zu lang geratenes Stimmungsbild über den Krieg und eine ganz andere Seite dessen schonungsloser Folgen. 7/10

.sixer.

Ich habe es lastboyscout gleichgetan und (dank seiner "Empfehlung") die Tage zum ersten Mal Ginger Snaps geguckt und ich kann mich seiner Meinung auch nur anschließen. Für mich ist der Film allerdings mehr ein Drama ums Erwachsenwerden als ein Horrorfilm. Wobei der Begriff Körperhorror hier wirklich mal gerechtfertigt ist. Ich kenne z.B. keinen Cronenberg, der sich derartig auf die Verwandlung und weniger auf das mordende Endergebnis konzentriert.

Tigerland
Der Kriegsfilm ohne Krieg war für mich ebenfalls eine Erstsichtung. Ich fand den von der ersten bis zur letzten Minute spannend, obwohl ich mit Farrell eigentlich nie so recht was anfangen konnte. Besonders stark fand ich den minimalistischen Score (teilweise nur ein leises Trommeln), der wunderbar zu der Atmosphäre gepasst hat.

The number 23
Keine Erstsichtung, aber nach Tigerland war ich irgendwie im Schumacher-Fieber. Der Film ist spannend wie man es von einem echten Schumacher gewohnt ist, aber am Ende nicht zu 100% logisch. Und er ist mal wieder ein Beweis dafür, dass man Jim Carrey auch mal mehr als nur den Blödel zutrauen kann (siehe z.B. Der Mondmann oder Truman-Show).
"How do you know I'm mad?" said Alice
"you must be," said the cat, "or you wouldn't have come here."

Wir ham kein Strom,
wir ham kein Geld,
wir sind der geilste Club der Welt.

lastboyscout

Madagascar 3: Europe's Most Wanted (2012)
Ganz nette Fortsetzung die den meiner Meinung nach ziemlich schwachen Teil muehelos uebertrumpft.
Hab mich ziemlich gut amuesiert, vor allem die Matrix-Verarschung war ziemlich cool geraten.
Gibt 7/10 Punkten

Paranormal Activity 4 (2012, Unrated BluRay)
aka eine der schlimmsten Schlaftabletten seit langem.
Ich mochte Teil 1 und 3, Teil 2 war absolut fuerchterlich.
Der hier ist so langweilig das ich staendig der Versuchung widerstehen musste, ihn abzuschalten.
Die beste Szene
Spoiler: zeige
gab es gleich zu Anfang als sie den Sohn entfuehrt
.
Der Rest hier ist zum Schnarchen langweilig, traurig.
2/10 Punkten

Und hier nach A Cadaver Christmas eine weitere Ueberraschung aus dem Horrorbereich:
Silent Night (2012)
Hammerharter Slasher der sich fast mit den Besten des Genres messen kann.
Blutig-hervorragende Effekte bzw. Toetungen, musikalisch ueberraschend gelungen untermalt und als Kroenung noch Malcolm McDowell als komplett ueberzeichneter Sheriff dessen Vokabular ausschliesslich aus "coolen" Onelinern zu bestehen scheint.
Ich hab mich bestens amuesiert bei diesem Slasher.
8/10 Punkten, da hier ohne angezogene Handbremse vorgegangen wird.  :love:
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RoboLuster

"Paranormal Activity 4" zieht sich wirklich wie Kaugummi, die Kinnect Idee war gut, wurde aber nicht viel draus gemacht.

Beste Szene war für mich,
Spoiler: zeige
wenn sie zum 1. Mal in die Hütte gehen und der Junge da in der Ecke sitzt.
^^


"Silent Night" ist ja das Remake von "Stille Nacht, Horror Nacht", den fand ich schon ganz gut. Bin dann jetzt auch aufs Remake gespannt. :respekt:
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
"Shoot first, think never!" - Ash

lastboyscout

7 Februar 2013, 17:08:41 #344 Letzte Bearbeitung: 7 Februar 2013, 21:12:43 von lastboyscout
Zitat von: RoboLuster am  7 Februar 2013, 17:05:51
Beste Szene war für mich,
Spoiler: zeige
wenn sie zum 1. Mal in die Hütte gehen und der Junge da in der Ecke sitzt.
^^

Ja, die Szene war auch ganz gut. Rettet den Film aber trotzdem nicht.  ;)

Und wenn dir das Original schon gefallen hat, wirst du mit dem Remake Silent Night nen Heidenspass haben. Ging zumindest mir so.  ;)

Und noch zweimal Horrornachschlag:

Entrance (2012)
Puh, nicht ganz einfach zu bewerten. Erzeugt eine sehr beklemmende Atmosphaere, die jedoch nicht komplett bis zum Finale gehalten werden kann. Trotz der nur knapp 80 Minuten Laufzeit wirken manche Szenen fast unnoetig in die Laenge gezogen, zeigen jedoch andererseits ziemlich gut ihre Isolierung und Einsamkeit.
Das
Spoiler: zeige
offene Ende ohne wirkliche Aufloesung wer das denn jetzt war und warum
passt ziemlich gut.
Bin irgendwo bei einer 5/10 haengengeblieben. Kann man sich definitiv mal antun, muss aber nicht unbedingt sein.

I Didn't Come Here To Die (2010)
Hervorragender Amateur-Horrorfilm mit einem (angeblichen) Budget von 100.000 Dollar.
Sollte dies der Wahrheit entsprechen, dann wirklich Hut ab vor den Machern.
Was die hier auf die Beine gestellt haben kann man einfach nur als beachtlich bezeichnen.
Die Effekte (
Spoiler: zeige
Kettensaege  :icon_eek:
) kann man einfach nur als hervorragend bezeichnen, und selbst bei den Darstellern gibt es nicht wirklich zu meckern.
Manche der Nachtszenen sind schon extrem dunkel geraten, aber, wie schon erwaehnt, ist ein Amateur-Horrorfilm, da sollte man nicht zu pingelig sein.  ;)
Was mir sehr gut gefiel, das (zumindest mir) der Trailer eine
Spoiler: zeige
Friday The 13th.-Chose versprach, es dann im Endeffekt aber nur dumme Zufaelle und hitzige Gemueter sowie Spannungen zwischen den einzelnen Personen waren, die die ganzen Tode/Morde verursachten. Sehr sehr nett.

Eine sehr starke Empfehlung, gibt ne 7/10 Punkten.
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MMeXX

8 Februar 2013, 22:40:27 #345 Letzte Bearbeitung: 8 Februar 2013, 22:46:15 von MMeXX
Beim Wildern durch die Sagenwelt bin ich jetzt auf Der 1. Ritter gestoßen. Diesmal ist Sean Connery König Arthur, Julia Ormond gibt Lady Guinevere und Richard Gere ist der entwurzelte Lancelot. Die recht einfach Dreiecksbeziehung (Lancelot-Guinevere-Arthur) ist hier eben in die mythische Welt eingebunden. Ben Cross (der böse, böse Malagant) hat ja mal 'ne coole Stimme! Und Richard Gere fehlen zum Über-Charmeur ganz klar die stahlblauen Augen. Die Tafelrunde hat mir gar nicht zugesagt, da waren ja alle einheitlich gekleidet und noch dazu so dicht am Thron... Aber ein paar interessante, kleine Sachen (der Parcours und das "Gefängnis"). Dazu wieder ein paar schöne Bilder (meine Favoriten: das Entzünden der Feuerpfeile und der Ritt in der Dunkelheit). Der Gefühlszwist ist in etwa wie ich es erwartet hatte, gelöst worden, kam aber letztlich doch mit kleiner Überraschung. Solide, mit diversen guten Ansätzen 6/10.

Außerdem bin ich über Das Totenbuch gestolpert. Ein älterer Mann wird von seinen Erinnerungen an WWII eingeholt, speziel Auschwitz. Die gezeigten Bilder erzeugen ein Unwohlsein, die Insassen wirkten auf mich allerdigns eher erschreckend/verängstigend als Mitleid erregend. Ich weiß nicht, ob das beabsichtigt war. Ich fand es jedoch irritierend. 5/10

Und am gestrigen Abend gab es mal wieder TV-Ware: Donna Leon: Beweise, dass es böse ist Der werte Commissario Brunetti kommt aus dem Uralub wieder und nimmt einen Fall an, den sein Votgesetzter eigentlich schon für gelöst erklärt hat. Lustigerweise ist der Film angesicht der diversen Doktortitel-Geschichten auch ein paar Jahre Erscheinen durchaus noch von einer Aktualität. Allerdings kommen viele Dialoge äußerst gestelzt rüber und viele Szenen sind ungeheuer vorhersehbar/klischeemäßig. Letztlich nicht wirklich erfreulich. 4/10

RoboLuster

Der 1. Ritter hat mir immer gut gefallen, 7 Punkte Film für mich. Richard Gere finde ich eh immer toll. Die Tafelrunde und die Artus Sage generell, hat hier auch nur einen untergeordneten Stellenwert, die Geschichte wurde ja oft genug gezeigt und ist wohlbekannt. Man könnte sagen, Der 1. Ritter ist ein Lancelot Spin-Off. ;)
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
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MMeXX

Naja, mit der Bekanntheit habe ich persönlich so leise Zweifel. Ich versuche derzeit, mich da ein bisschen einzulesen. Die "originalen" keltischen Sachen (Gesänge/Sagen?) sind ja eher lose Sammlungen. Scheint mir dann eher in Frankreich "richtig" loszugehen (Wace, Chrétien de Troyes) und auch die deutschen haben ordentlich mitgemischt. Muss mir da mal noch mehr Werke kaufen und lesen, ist auf jeden Fall geiler Stoff. Und der Parzival gehört mal inhaltlich werkgetreu verfilmt. :D

EDIT: Ist bei mir auch eher knapp an der 7 vorbei. Da mir die Grundgeschichte letztlich etwas zu simpel/schablonenhaft war. Ansonsten kann der Film durchaus ordentlich punkten.

Teppi

9 Februar 2013, 01:28:57 #348 Letzte Bearbeitung: 9 Februar 2013, 01:32:12 von Teppi
Zuletzt gab es zwei Drogen-Trips in Filmform:

Trainspotting

Eine kultige Komödie erwartend, war ich recht überrascht, wie viele ernste Töne in dieser Groteske angeschlagen werden - neben einigen surreal-witzigen Szenen (
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der Tauchgang im Klo
) gibt's auch ziemlich harten Tobak (
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der Tod des Babys
). Boyle verpackt seinen Genre-Bastard wie von ihm gewohnt in berauschende Bilder mit treibenden Soundtrack (besonders gelungen:
Spoiler: zeige
der kalte Entzug im Kinderzimmer
), was jedoch nicht darüber hinwegtäuscht, dass sich ein paar klitzekleine Längen einschleichen (z.B.
Spoiler: zeige
der erste Aufenthalt in London; der zweite hingegen ist grandios
). Gar nichts zu meckern gibt's bei den Darstellern, von denen allen voran Ewan McGregor und Robert Carlyle in Erinnerung bleiben. Dank der ideenreichen Inszenierung und des gelungenen Balance-Akts zwischen Humor und Drama ein größtenteils packender Anti-Drogen-Film. 7/10

Fear and Loathing in Las Vegas


Schon der Start ist eine der grotesk-grandiosesten Szenen, die ich seit langem sah: Wie Depp mit Del Toro durchs ,,Fledermausland" heizt, hat einfach Kultpotenzial. Das Highlight wäre damit dann auch leider schon aufgebraucht, doch auch der Rest ist ein tierischer Trip. Vor allem der Kontrast zwischen der dargestellten Freakshow und dem nüchtern-ruhigen Off-Kommentar ist klasse. Ob die beiden nun das richtige Maß treffen oder gnadenlos Overacting betreiben, kann ich (Gott sei Dank) nicht beurteilen – ist auch egal, es war ein ebenso faszinierendes wie abschreckendes Erlebnis. Sonst meckere ich ja gerne über Längen im Mittelteil, doch diesem Streifen tat die kurze Verschnaufpause (
Spoiler: zeige
das erste Verlassen von Las Vegas
) ziemlich gut – das ganze ist eben auch zu einem gewissen Grad anstrengend anzuschauen. Letztlich bewegt sich die Geschichte nirgendwo hin, aber irgendwie passt das auch zu dieser wunderbar wirren Odyssee. 8/10

-----

Dann wurde noch meine ,,Einstiegs-Trilogie" von Wong Kar-Wai beendet (die ganze Filmografie wird erst einmal nicht geschaut, es gibt ja auch noch andere Filme zu gucken ;->):

In the Mood for Love

Eine ruhige Romanze der etwas anderes Art, die sich rund um zwei Nachbarn mit untreuen Ehepartnern dreht. Im Vergleich mit den anderen Filmen von Kar-Wai, die ich sah, zeigt sich dieser Streifen eher schlicht, was Effekte und Farbfilter anbelangt. Sehr kunstvoll empfand ich dafür die Kamera, welche nicht selten ins Leere starrt und oft Gesichter ausspart oder nur indirekt über Spiegelungen zeigt. Das Antlitz der jeweiligen Ehepartner sieht man sogar kein einziges mal – ein von mir gern gesehenes Stilmittel, um die Entfremdung zu verdeutlichen. Das zurückhaltende Spiel der Darsteller unterstreicht den ruhigen Erzählrhythmus, welcher den Emotionen viel Raum zur Entfaltung gewährt. Ein richtig gutes Romantik-Drama, bei dem statt der großen Liebe eher Einsamkeit und unterdrückte Gefühle im Fokus stehen. 8/10

Nun, ,,2046" werd' ich wohl doch noch nachholen. Hab' immerhin den Verweis auf den Film erkannt ;->
Das wenige, was ich bisher von ,,The Grandmaster" sah, sieht auch vielversprechend aus – hoffentlich bekommt der demnächst einen Termin für 'nen Deutschlandstart.

Stefan M

Zitat von: Teppi am  9 Februar 2013, 01:28:57
Fear and Loathing in Las Vegas

[...]das ganze ist eben auch zu einem gewissen Grad anstrengend anzuschauen.
Und damit sagst du genau das, was für mich den Film unansehbar macht: Er ist unerträglich anstrengend und ich habe ihn trotz mehrerer Anläufe noch NIE durchgestanden. Kult hin, Kult her - den halte ich nicht aus.  :icon_mrgreen:
"Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos." (Loriot)

Synchronisation ist nicht grundsätzlich schlecht und manchmal sogar richtig gut!

Eric

Zitat von: Stefan M am  9 Februar 2013, 10:22:28
Zitat von: Teppi am  9 Februar 2013, 01:28:57
Fear and Loathing in Las Vegas

[...]das ganze ist eben auch zu einem gewissen Grad anstrengend anzuschauen.
Und damit sagst du genau das, was für mich den Film unansehbar macht: Er ist unerträglich anstrengend und ich habe ihn trotz mehrerer Anläufe noch NIE durchgestanden. Kult hin, Kult her - den halte ich nicht aus.  :icon_mrgreen:

... Dafür sehe ich den ca. 3x im Jahr und amüsiere mich jedes mal wieder total.
Einer meiner absoluten Top 10 Filme.
Für mich ein Meisterwerk, da er so unglaublich wunderbar skurril, witzig und abgedreht ist und einfach voller wunderbarer Momente steckt.
Alleine die Szene auf dem Karussell in dem Spielkasino, ..., unbeschreiblich gut.
(Obwohl, meiner Meinung nach, eine gewisse "geistige Vorbereitung" *hüstel hüstel* davor dazu gehört um den Film richtig geniessen zu können)
Liebe Ursula,
wünsch dir frohe Ostern, nen tollen Namenstag und nen guten Rutsch ins Jahr 1978!
Grüsse aus der Alzheimergruppe, deine Tante Günther!

Ich hasse Menschen, Tiere + Pflanzen. Steine sind ok.

Mr. Blonde

Ich kann echt verstehen, wenn man das nicht verarbeiten oder ertragen kann. Man muss sich hier wirklich drauf einlassen können und wollen. Wenn das aber ein Mal geklappt hat, wird man den lieben. Wie Eric ja schreibt, absurder, einfallsreicher, witziger und abgefahrener ist kaum ein Film. FALILV stellt eine Ausnahme dar und darf genau so sein, wie er ist.  :dodo: Anstrengend ist er aber in jedem Fall, im gleichen Maße aber auch unterhaltsan wie s0w.

So viele Szenen habe ich jetzt wieder vor dem inneren Auge, die ich nie vergessen werde und das ist ne ziemliche Leistung.


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Eric

Gerade gesehen:
KING Of CALIFORNIA
http://www.ofdb.de/film/118763,King-of-California

Toller, kleiner Film. Jeder, der LITTLE MISS SUNSHINE möchte sollte den Film mal auf dem Radar behalten.
Wunderbar witzig, wunderbar tragisch mit tollen Dialoge und sentimentalen aber zu gleich humorvollen Szenen. 8,5/10.
Liebe Ursula,
wünsch dir frohe Ostern, nen tollen Namenstag und nen guten Rutsch ins Jahr 1978!
Grüsse aus der Alzheimergruppe, deine Tante Günther!

Ich hasse Menschen, Tiere + Pflanzen. Steine sind ok.

Stefan M

Zitat von: Mr. Blonde am  9 Februar 2013, 17:48:16
Ich kann echt verstehen, wenn man das nicht verarbeiten oder ertragen kann. Man muss sich hier wirklich drauf einlassen können und wollen.
Wollen wollte ich ja auch, aber gekonnt habe ich nicht.  ;)

ZitatWenn das aber ein Mal geklappt hat, wird man den lieben. Wie Eric ja schreibt, absurder, einfallsreicher, witziger und abgefahrener ist kaum ein Film. FALILV stellt eine Ausnahme dar und darf genau so sein, wie er ist.  :dodo: Anstrengend ist er aber in jedem Fall, im gleichen Maße aber auch unterhaltsan wie s0w.
Das scheint hier wirklich Ansichtssache zu sein und vielleicht ticke ich in diesem Fall einfach falsch. Meine Mitmenschen mögen den ja auch alle.
"Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos." (Loriot)

Synchronisation ist nicht grundsätzlich schlecht und manchmal sogar richtig gut!

Mr. Blonde

Vielleicht sind wir alle auch bekloppt und Du bist der normale.  :crazy:


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RoboLuster

9 Februar 2013, 19:31:22 #355 Letzte Bearbeitung: 9 Februar 2013, 19:33:00 von RoboLuster
Ganz ehrlich, ich finde so richtig geil ist Fear and Loathing, wenn man selbst Erfahrungen mit der Materie gemacht hat. Da muss man noch nicht mal "eine gewisse "geistige Vorbereitung" davor treffen, ich finde man kann sogar über mehr Sachen die man bemerkt lachen, weil Depp und det Toro die Drogeneskapaden 100% lebensecht darstellen und der Film auch nie wirklich übertrieben ist. Man kann sich einfach nur beölen, wenn man sieht was für ne Scheiße die bauen, weil einem das alles so bekannt vorkommt. "Als ich noch dabei war", fand ich den Film nie so lustig wie heute, zwar auch schon lustig, aber jetzt absoluter Knallerfilm. Leider gibt es bei mir ein Synchro Problem, Depp ist auf deutsch besser, aber del Toro auf englisch, 'suckt, ich gucke mittlerweile aber nur noch auf englisch.


edit: 
Zitat von: Mr. Blonde am  9 Februar 2013, 19:27:22
Vielleicht sind wir alle auch bekloppt und Du bist der normale.  :crazy:

Lol.. oder so / das dann auch.  :icon_razz:
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
"Shoot first, think never!" - Ash

Teppi

So, meine Wong Kar-Wai Woche wurde mit 2046 beendet - und ich war eher enttäuscht.

All das, was ich an "In the Mood for Love" so mochte - das Intime, das Intensive - suchte ich ich hier nun vergebens. Nach wie vor ist der Streifen von einer schön melancholischen Stimmung geprägt, welche ich in den anderen Werken Kar-Wais aber schon stärker gespürt habe. Figuren, Handlungsstränge und Zeitebenen zeigen sich zu sprunghaft, um eine wirklich emotionale Bindung zu ermöglichen. Wiederum aber auch nicht sprunghaft genug, um eine elegant gewebte Geschichte-in-der-Geschichte-Struktur aufzubauen - die Sci-Fi-Story ist letztlich nur ein eher nebensächliches Gimmick, hier wurde viel Potenzial für Parallelmontagen liegen gelassen. Auch der Soundtrack gefiel mir in allen anderen Filmen, die ich von Kar-Wai sah, besser - Alles in Allem also ein ernüchterndes Ende dieser kleinen "Kennenlernwoche". 4/10

ratz


Pff, Wong Kar-Wai ist der global überschätzteste Kitschgrützenrührer überhaupt   :scar:


Zitat von: MMeXX am  8 Februar 2013, 22:40:27
Beim Wildern durch die Sagenwelt bin ich jetzt auf Der 1. Ritter gestoßen

Den hab ich vor etwa 12 Jahren nicht zuende gesehen, schon weil mich der feinsäuberliche Neuschwanstein-Look angeödet hat...

Revolutionary Road

American Beauty revisited, diesmal aber, aufgrund der literarischen Vorlage aus den 50ern, sehr viel düsterer und ohne nervige Teenager :icon_mrgreen:. Zwei Eheleute um die 30, zwei Kinder, ein Häuschen in Suburbia – und die Erinnerungen an das Gefühl und das Vorhaben, etwas Besonderes zu sein und zu tun. Dann die zum Greifen nahe Möglichkeit, aus dem Kleinbürgerkäfig auszubrechen, die Angst vor der Freiheit und die bitteren Folgen der verpaßten Chance...
In diesem dialoglastigen Ehedrama macht Kate Winslet die ganze Arbeit, DiCaprio zieht zum Glück einigermaßen mit (ironische Fußnote der Filmgeschichte: Das Titanic-Traumpaar 10 Jahre später). Michael Shannon hat eine geniale Nebenrolle, die ihn sicher für My Son, My Son oder Take Shelter qualifiziert hat. Roger Deakins spendiert wieder makellose, sommersonnige Bilder, die natürlich den Seelenzustand der Protagonisten konterkarieren. Dadurch und durch die diesmal etwas verkrampft wirkende Leitmotivik von Newmans Musik, die manchmal besser geschwiegen hätte, wird jedoch jede emotionale Wucht immer schön sanft abgefedert. Vielleicht im Sinne des Erfinders, aber trotzdem schade.

Dex

Zitat von: ratz am 10 Februar 2013, 12:32:14
Zitat von: MMeXX am  8 Februar 2013, 22:40:27
Beim Wildern durch die Sagenwelt bin ich jetzt auf Der 1. Ritter gestoßen

Den hab ich vor etwa 12 Jahren nicht zuende gesehen, schon weil mich der feinsäuberliche Neuschwanstein-Look angeödet hat...

Wie bitte? Ich dachte, man schaut Filme bis zum Ende ...  :anime:



:icon_lol:
OFDb: DexterMorgan

DisposableMiffy

"Fear and Loathing in Las Vegas" ist auch nüchtern/ohne entsprechende Selbstversuche ein ziemlich bizarrer Trip.  :icon_cool:

Gestern war mal wieder Lebenszeitverschwendung angesagt:

Cowboys & Aliens (2011)

Die Voraussetzungen für gelungenes Popcorn-Kino waren durchaus gegeben: Clash zweier interessanter, aber gegensätzlicher Genres, ein hochkarätiger Cast und ein ordentliches Budget für optische Überzeugungskraft Hat nur leider nichts gebracht. Dröge, langatmig und unspannend präsentiert man eine 0815 Story ohne jeden Charme und Witz. Die Effekte sind ganz schön anzuschauen (trotzdem hätte ich nicht gedacht, dass der Film ein 160 Mio Budget hatte), und Craig und Ford spielen solide. Mehr fällt mir keine 24 Stunden später zu diesem Langweiler schon nicht mehr ein. 5/10
letterboxd.com

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