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Die letzte Sichtung: Filme

Begonnen von MMeXX, 19 November 2012, 13:01:27

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Private Joker

19 Januar 2024, 14:17:51 #2610 Letzte Bearbeitung: 20 Januar 2024, 11:35:10 von Private Joker
The Roundup - No Way Out (Amazon 99 Cent)

Wenn die Suchfunktion hier nicht so bescheiden wäre, könnte ich es mir einfach machen und meine paar Zeilen zum direkten Vorgänger hier im Thread raus- und wieder reinkopieren.

Wobei ich bei dem Ausmaß der Repetivität eigentlich auch nicht mehr willens bin, nochmal exakt die gleiche Punktzahl (5,5/10 iirc) zu ziehen. Klar, viele Sequels kopieren unverholen die Vorgänger, aber die Art und Weise, in der einem hier quasi dreimal der gleiche Film angeboten wird, ist schon etwas erschreckend.

Wenn es denn wenigstens ein guter Film wäre. Aber dem massiven Don Lee aka Ma Dong-Seok dabei zuzusehen, wie er ein ums andere Mal einem Typen mit einem einzigen Faustschlag so massiv auf die Kauleiste haut, dass der durchs nächste Möbelstück fliegt, ist für mich kein sinnvoller Ansatz für Action, Spannung, Humor, irgendwas. Zumal die Bösewichter Schablonen sind, der Plot (welcher Plot) ein hauchzartes, letztlich irrelevantes Nichts ist und ich mir die ganze Zeit die Frage stelle, was der Mist eigentlich soll - zum Beispiel warum in dem Land offenbar fast niemand eine Schusswaffe benutzt, was die Sache (ich glaube, das habe ich damals schon mal gesagt) wenigstens etwas abkürzen würde.

Die wenigen Schlägereien, in denen sich der Gegener von Bud, pardon Ma mal etwas wehren dürfen, sind nicht mal besonders gut inszeniert und wirken nie ganz echt - der Mann hat offenbar ein paar Meriten im Profiboxen, aber filmischer Kampfsport ist dann doch noch etwas anderes. Und irgendein Action-Goodie über die Prügelszenen hinaus, zum Beispiel irgendwas mit Autos, ist auch völlig Fehlanzeige (das war meine ich im direkten Vorgänger noch anders - wäre dann ausnahmsweise mal was Neues, nur nichts Gutes).

Ganz ehrlich: Den offenbar unvermeidlichen Teil 4 (in SK sind das wohl beachtliche Publikumserfolge) können die gerne behalten. Bis dahin gerade noch 4/10 für diese Film gewordene Ideenlosigkeit.


Maggie Moore(s) (WOW)

Apropos ideenlos - das können wir auch, mag sich hier jemand in Hollywood gedacht haben. Wobei ich mich schon frage, warum man einen durchweg attraktiven Cast um Jon Hamm und Tina Fey - vermutlich nicht gerade für Pennystocks - zusammenstellt und dann nicht wenigstens ein halbwegs gescheites Drehbuch dazu ordert.

So vergehen echt öde rund 80 Minuten, in denen ein paar frühe Tarantino-Standards abgeklappert werden - ein paar Looser-Gauner mir schrägen Ideen, aus denen ziemlich abgefahrene Verbrechen und Situationen resulierten. Oder besser resultieren sollten, denn auf dem Schirm kommt da nichts von an - die Verbrechen sieht man nicht, den halben Clou des Plot verrät der Titel, und wie man auf DIE Idee kommen kann, ist dann selbst für unterbelichtete Schmalspurganoven eine Nummer zu dämlich. Dazu noch die lahmste Lovestory in einem Nichtliebesfilm (zwischen Hamm und Fey) seit langem, und schon kommt eine zähe Mischung zustande, bei der man glatt überlegt, ob man wahlweise abbricht oder nur zu dem Zweck durchhält, um dem guten Gewissen 2-3/10 Punkte zu verpassen.

Wobei - warum habe ich hier von 80 Minuten gesprochen, wenn der Film doch 99 dauert ? Tatsächlich kommt in den letzten 10, 15 Minuten vor dem Abspann noch mal Bewegung in die Sache, ein hübscher Mini-Twist, ein klein bisschen Action, und ein der vielen (scheinbaren) Füll-Szenen aus dem zähen Filmteil bekommt auf einmal eine Bedeutung. Kann man so machen, aber warum so spät ?

Wenn ich jetzt schnarchige 85 Minuten mit 3/10 und ganz spaßige 15 mit 7/10 bewerte, was kommt da raus ? Habe gerade keine Lust zu rechnen und sage mal einfach 4,5/10 für das Gesamtkonstrukt.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

StS

Mit nur wenig Aufwand/Veränderung hätten die beiden Drehbuchautoren Mark Michael McNally und Terry Loane ,,In the Land of Saints and Sinners" (2023) in den USA der Gegenwart ansiedeln können bzw. spielen lassen. Herausgekommen wäre dabei ein gängiger ,,Liam Neeson Streifen" (u.a. mit diversen klassischen Western-Motiven), wie es sie in den vergangenen Jahren zuhauf gab. Erfreulicherweise entfaltet sich die erzählte Geschichte im Film jedoch in einem kleinen irischen Küstenstädtchen des Jahres 1974 – was das Werk schonmal positiv von den meisten vergleichbaren Genre-Veröffentlichungen abhebt. Ansonsten ist im Grunde aber alles beim Alten: Neeson spielt einen vertrauten Archetypen, die Story kommt ziemlich überraschungsfrei-gradlinig daher und das vorhandene, mit jenem speziellen Ort in jener Zeit verbundene Potential (die gesamte mit dem IRA-Terrorismus verknüpfte Situation) verbleibt relativ unvertieft bzw. unausgeschöpft...

Neeson, der mit Regisseur Robert Lorenz zuvor bereits bei ,,the Marksman" zusammengearbeitet hatte, liefert eine ordentliche Performance ab – kann dabei aber (vom erzeugten Eindruck her) nicht an seine beiden stark agierenden Co-Stars Jack Gleeson und Kerry Condon heranreichen (was gewiss mit daran liegt, dass sein Part innerhalb seines sonstigen Schaffens einfach mal wieder ein recht ,,routiniert-stereotypischer" ist). Darüber hinaus steuern Ciarán Hinds und Colm Meaney noch gewohnt kompetenten Support bei. Handwerklich solide umgesetzt, ist es durchaus schade, dass sowohl aus der IRA-Thematik als auch aus bestimmten ,,moralischen Ansatzpunkten" (á la ,,Auftragskiller vs. Terroristen") nur wenig gemacht wurde – doch wenigstens weiß u.a. die nicht unwesentlich seitens des Lokalkolorits erzeugte Atmosphäre zu gefallen: Allein schon deshalb ist O-Ton bei ,,In the Land of Saints and Sinners" im Grunde genommen Pflicht; ggf. mit Untertiteln...

6/10
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

PostalDude

Bei Amazon Video ausgeliehen:

Stakeout



Klassischer Buddycopmovie, der auch aus der Feder von Joel Silver stammen könnte! 😁
Manches erinnert an Lethal Weapon, manches an "Men at Work", der ja auch mit Emilio Estevez ist, aber erst später erschien!
1,2 bekannte Gesichter, Estevez ist klasse, aber Dreyfuss ist noch mal ne Spur besser! 😂👌🏻
Die Dialoge passen auch super, wie gesagt, hätten auch von Joel Silver stammen können!

Die Chemie zwischen den beiden stimmt, die Mukke ist schön 80slike, schöner Humor ist drin, was will man mehr?
Die Story ist einfach, aber sie funktioniert und das zählt! Leider ist ein bisschen wenig Action drin, aber es ist irgendwie immer spannend...
Das Finale in der Holzfabrik ist stark!

4/5

Retro

DUELL IM ATLANTIK (1957)



1943, Südatlantik, zweiter Weltkrieg. Der amerikanische Zerstörer Haynes unter Kapitän Murrell (Robert Mitchum)
und ein deutsches U-Boot unter Kapitän von Stolberg (Curd Jürgens) liefern sich ein erbittertes Duell auf Leben und Tod.

Mit großen Namen in den Hauptrollen und auch gut besetzten Nebenrollen hat man hier schon mal alles richtig gemacht.
Das erste drittel des Films dient der Einführung der beiden Kapitäne und ihrer Mannschaften- und schon hier wird klar,
dass die beiden zwar auf verschiedenen Seiten stehen, sich aber durchaus recht ähnlich sind:
Verständnisvolle Anführer, gewitzte Strategen, einfach erfahrene Kapitäne mit Respekt vor anderen- auch dem Feind. Das Ziel: Überleben.
Für einen Film von 1957 sind die Tricks und Effekte durchaus beeindruckend- und wurden nicht umsonst mit einem Oscar belohnt.
Insgesamt für einen Kriegsfilm teils ein wenig träge erzählt und eine Spur zu harmlos dargestellt- aber doch alles andere als schlecht.

7/10

Private Joker

To Catch a Killer (BD)

Lange keinen Serienkillerfilm mehr gesehen - keine Ironie, kein Spaß. Und wenn man den überschaubaren Kommerzerfolg von dem hier ansieht, wird es wohl dabei bleiben.

Ist ohnehin eher ein Zwitter, mit Elementen des klassichen Actionkinos - wir haben es hier nicht mit einem "1 grausam gemeucheltes Opfer alle 10 Filminuten"-Killer zu tun, der langt gleich richtig hin, 29 Tote im ersten Anlauf, und wie die oberschlaue CopIn sofort messerscharf erkennt "dabei wird es nicht bleiben".

Wobei besagte Actionelemente, und hier geht es mit der Kritik schon früh los, relativ halbgar bleiben. Soll heißen: beide Massaker werden nur teilweise bis gar nicht gezeigt, mehr will ich hier aber auch nicht spoilern. Es mag Gründe geben, solche Blutbäder nicht komplett auszuspielen, aber warum textet man sie dann überhaupt in dem Maßstab an ? Zumal ich vermute, dass bei terrorähnlichen Angriffen diesen Ausmaßes realiter NICHT ein einsamer FBI-Agent, ein Sidekick und die leicht angeknackste, aber natürlich geniale Streifenpolizistin ermitteln würden - tatkräftig behindert durch einen lokalen Provinzpolitiker. Das würde vermutlich auf beiden Seiten mindestens zwei bis drei Ebenen höher gehängt.

Was nicht heißt, dass das ein schlechter Film wäre. So einige Details und Handlungselemente fand ich interessant - die sich entwickelnde Hysterie, der allgegenwärtige Waffenfetischismus, der Zwang, schnell einen Täter zu finden, was in Kombination zur vielleicht besten Sequenz des Filmes führt. Generell mag ich den Ansatz, so eine Killerjagd nicht als Puzzlespiel gegen einen genialischen Riddler/Killer aufzuziehen; aber wenn ich schon auf Action und Waffen setze, sollte zumindest das Finale etwas aufregender ausfallen. Umgekehrt ist der letztlich offenbarte Täter auch eher beliebig, da hätte man vielleicht etwas mehr erhofft als so einen
Spoiler: zeige
Jim-Normal-Redneck mit Fleischallergie, einer mehr behaupteten als erkennbaren Kopfdeformation und ein oder zwei Waffen zu viel im Schrank.


Nicht wirklich warm geworden bin ich auch mit Woodley bzw ihrer Figur - die spielt das zwar ordentlich, aber so richtig klar wird nie, warum die nun gerade zentraler Teil der Ermittlungen sein muss. Und der Geistesblitz, der dann auf die Spur des Täters führt, ist auch eher gewollt - wieso ist DA kein anderer drauf gekommen ?

Trotzdem hat der mir trotz einigen Gemeckers gar nicht schlecht gefallen, Langeweile kam jedenfalls nicht auf. Insofern mal vorsichtige, aber knappe 6/10 für ein aktuell eher selten beackertes Genre. Zumindest auf Kinoniveau.

Fear the Night
(BD)

Action-Film mit Maggie Q ? Den habe ich sofort mal auf meine Videobuster-Wunschliste gesetzt, die sehe ich eigentlich ganz gerne.

Umso enttäuschender das finale Produkt. Da ist wenig drin oder dran, was das Ansehen oder viele Worte lohnt - kaum Action, lahmer Standardplot, farblose Bösewichte, reichlich Frauengespräche (gehässig: Rumgezicke). Gegen Ende gibt es ein paar leidlich blutige Tode mittels Pfeiltreffern, warum da keine Schusswaffen zum Einsatz kommen, erklärt der Film auch nicht wirklich. Maggie selbst ist komplett verschwendet - wenn ich die ganz am Anfang (in der Tankstellenszene) als fitte Supersoldierin in Stellung bringe und letztlich bekommt die nicht eine gescheite (also streng genommen gar keine) Kampfszene, das ist schon mächtig enttäuschend. Ganz laues Lüftchen - 2,5/10

Saints and Sinners - Heilige und Sünder (Amazon Prime)

Bevor uns der Bezos' Jeff in seinem Videodienst mit Werbung quält dann auch noch mal reingeschaut. Ist objektiv jetzt sicher einer der besseren Neesons der letzten Zeit, mit viel Nostalgie, Irland-Folklore, schönen Landschaften, dem gerne genommenen "Killer mit Herz". Gerade weil ich die letztgenannte Figurenkonstruktion generell nicht so toll finde, stelle ich aber auch fest: So richtig mein Film war das nicht. Letztlich plätschern die 100 Minuten eher so vorbei, eine altmodische, westernähnliche Kneipenschießerei als singulärer Höhepunkt ist dann vielleicht doch etwas wenig heutzutage.

Trotzdem ganz nett, aber eben auch kein bisschen mehr. 5/10.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

Retro

DIE SIEGER



Die SEK-Beamten Karl Simon (Herbert Knaup) und Heinz Schaefer (Hannes Jaenicke) sind nicht nur Kollegen, sondern auch Freunde.
Als die Frau von Heinz jedoch ein behindertes Kind zur Welt bringt dreht dieser durch, tötet das Baby- und anschließend auch sich selbst.
So zumindest die offizielle Geschichte dieses Kindsmordes, die gefundene Leiche von Heinz konnte nie zweifelsfrei identifiziert werden.
Jahre später trifft Karl bei einem SEK-Einsatz auf einen Gegner, in welchem er Heinz zu erkennen glaubt- was er auch so weitergibt.
Natürlich glaubt ihm niemand, oder besser gesagt will ihm niemand glauben- denn eben dieser Mann ist als verdeckter Ermittler unterwegs.
Also ermittelt Karl auf eigene Faust, was schon bald nicht nur ihn selbst in Gefahr bringt...

Zuletzt habe ich den Film vor etwa 25 Jahren gesehen, auf einem Philips CD-i und eben jener Video CD, welche ich auch jetzt angesehen habe.
Damals hatte ich den Film als wirr und größtenteils langweilig empfunden, zu meinen restlichen CD-i-Games und VCDs gestellt- und vergessen.
Zweitsichtung, ca. 25 Jahre später: Nichts hat sich geändert.
Ja, der Film ist gut besetzt, gut gespielt, in den Actionszenen aufwändig inszeniert und sieht auch generell wirklich gut aus.
Vielleicht wäre auch ein flotter 80 Minuten-Krimi daraus geworden- aber die vorliegenden 130 Minuten ziehen sich teils dahin wie Kaugummi.
Zudem erscheint mir auch heute noch vieles einfach wirr durcheinandergewürfelt und in mindestens einem Punkt auch unglaubwürdig-
warum man einen bekannten Kindermörder als verdeckten Ermittler einsetzt, will mir einfach immer noch nicht so recht in den Kopf.

4/10

PostalDude

Gestern Abend/Nacht gesehen:

Saw (US Director´s Cut)



Der erste Teil. Der Anfang ist so wunderbar eklig und zugleich spannend...

Danny Glover als Cop geht einfach immer!

Einige Wendungen, aber das Puzzle setzt sich mehr und mehr zusammen..

Garniert mit einem fetten Industrialsoundtrack ist es ein kleines, fieses Filmchen mit einem geilen, überraschenden Ende!
Ich hatte fast vergessen, wie verdammt gut der Teil ist !

4,5/5

PostalDude

Freaky



Freaky Friday the 13th ! So sollte der Film heißen & es hätte perfekt gepasst !

Millie Kessler & der "Blissfield Butcher" tauschen ihre Körper !  :lol:

Herrlich "freaky" Slasherkomödie, die nie zu übertrieben lustig wird oder zu übertrieben blutig !

Leider in 1,2 Szenen zu unblutig, da hätte man gerne mehr gesehen, aber die Gags treffen meistens ins Schwarze & Vince Vaughn beim Laufen als Mädchen zu zugucken, ist einfach ZU witzig  :lol:
Aber auch Kathryn Newton als "Killer" ist herrlich eiskalt...

Das Tempo ist hoch, die Darsteller allesamt voller Klischees, aber nie nervig, guter Film !

4/5

PostalDude

Free Guy



Geil! Ich hatte definitiv Spaß, auch wenn ich nicht mehr zocke...!

Ryan Reynolds ist einfach klasse als "Guy"  :happy2:  Und ein bisschen Deadpool schwingt immer mit... :lol:  :happy2:
Die Welt ist sehr detailliert dargestellt & man erkennt immer wieder mal, das es nur eine virtuelle ist...   :happy3:
GTA & other Games are anywhere.

Das HUD ist geil gemacht, auch die Idee, die "echte" Welt zu zeigen & wie die Entwickler entdecken, das ein NPC "lebt", gefällt mir!

Dafür wurde CGI erfunden ! Für Sachen, die man nicht ohne weiteres darstellen kann! ^^

4,5/5

StS

8 Februar 2024, 13:44:25 #2619 Letzte Bearbeitung: 8 Februar 2024, 13:47:15 von StS
In ,,Rumble through the Dark" (2023) versucht der alternde, inzwischen unter Gehirnschädigungen leidende Bare-Knuckle-Boxer Jack (Aaron Eckhart) verzweifelt, seine Schulden zurückzuzahlen, u.a. um das Haus seiner pflegebedürftigen Mutter vor der Zwangsversteigerung zu bewahren. Ebenfalls mit von der Partie in diesem gritty-emotionalen Drama: Bella Thorne und Marianne Jean-Baptiste...

Losgelöst gewisser Pacing-Schwächen und Plot-Conveniences, die den einen oder anderen zum Augenrollen animieren dürften, handelt es sich bei dem Streifen im Ganzen um ein ruhiges, optisch ansprechendes, gut gespieltes und ordentlich in Szene gesetztes Werk – u.a. mit einem packenden Schluss-Kampf und einem wahrlich ,,alles gebenden" Aaron Eckhart in der Hauptrolle...

5,5/10

Wer an meiner ausführlichen Meinung interessiert ist:
https://www.actionfreunde.de/rumble-through-the-dark/


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In einer zwei-ebenigen Rahmen-Geschichte eingebettet, präsentiert einem ,,Killers Kill, Dead Men Die" das Ergebnis des mit insgesamt 39 Stars (u.a. Robert Downey Jr., Kirsten Dunst, Ben Affleck, Sylvester Stallone und Bruce Willis) hochkarätig-prallgefüllten 2007er ,,Vanity Fair Hollywood Issue"-Film-Noir-Foto-Shootings von Annie Leibovitz in (Narrativ-)Video-Form aufbereitet...

Mit den Texten in der Print-Ausgabe ausführlicher, kann ich empfehlen, eben jene im Anschluss ans Ansehen einfach mal (bspw. online auf der offiziellen ,,Vanity Fair"-Webpage) durchzulesen. Das Video an sich ist quasi bloß eine knapp über fünfminütige ,,Special Feature Zugabe", deren Existenz per se zwar überflüssig ist, die für einige aber dennoch von gewissem Interesse sein könnte...

keine Wertung

Wer an meiner ausführlichen Meinung interessiert ist:
https://www.actionfreunde.de/killers-kill-dead-men-die/
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

PostalDude

Bei Sky aufgenommen & gestern Abend/Nacht gesehen:

Top Gun: Maverick



Alleine der Anfang... 😍 Nostalgie und Heimat pur..

Im Prinzip ist es wie der erste, nur besser! Kein SchwulenpoRn mehr, im ersten Teil kam's einem so vor 🙈😂

Natürlich trieft der Film vor Pathos, aber das gehört einfach dazu! Kritik am Militär gibt´s aber auch, Maverick handelt so, wie es seine Vorgesetzten NICHT wollen & das bringt er seinen Schülern auch bei!
Emotionale Szenen sind auch dabei - sage nur "Iceman" ! 😢

Die Flugaufnahmen sind unfassbar gut...! Atemberaubend! 😍
Auch, weil vieles KEIN CGI ist !
Garniert mit einem geilem Soundtrack macht es sooo viel Spaß! 🤘🏻😎😁

Tom Cruise kann einfach Blockbuster !

5/5 !

Retro

HARRY CROWN - EINE KUGEL FÜR JEDEN



Die Stadt ist zu klein für zwei Gangsterbosse- also ordert einer eben einen bekannten Auftragskiller, um den anderen zu erledigen.
Harry Crown (Richard Harris), in der deutschen Synchro und damals im Kino auch "König Ballermann" genannt,
zerlegt daraufhin jede Menge Möchtegern-Mafiosis, die halbe Stadt- und füllt den Grund des Flusses in der Nähe mit vielen (weiteren) Leichen...

John Frankenheimer hat hier einen ziemlich schrägen Mix aus Action und Komödie zusammengebastelt...
Gut, wer sich das Cover genau anschaut kann eigentlich damit rechnen- die "Silly Walker" im Hintergrund deuten ja durchaus in diese Richtung.
Schon die ersten Minuten des Films zeigen ziemlich klar wo es hingeht, selten eine so lustig-ekelhaft präsentierte Einleitung gesehen.
Generell wird hier wohl auch bewusst jedes Mafiosi-Klischee bedient, der fiese Gegenspieler-Killer "Die Klaue" (Chuck Connors)
mit wechselbaren Aufsätzen auf seinem Unterarmstumpf sticht heraus und kommt auch herrlich schräg rüber.
Ich kann mir gut vorstellen, dass nicht jeder mit diesem etwas kruden Film-Mix zurechtkommt, mir hat der Film aber durchaus gut gefallen.

8/10

PostalDude

Gerade gesehen:

Freibeuter der Meere



Bud Spencer und Terence Hill als Piraten! 🏴‍☠️ Leider gegeneinander & irgendwie nicht gut..

Es kommen zwar Prügeleien vor, aber ansonsten plätschert die Geschichte vor sich hin, auf dem Meer kommen die beiden einfach nicht zu Geltung..

Die Schiffaction ist zwar ganz cool gemacht, aber ansonsten ist es leider kein guter Film, schade !  :/

2/5

Private Joker

11 Februar 2024, 02:26:36 #2623 Letzte Bearbeitung: 11 Februar 2024, 09:57:25 von Private Joker
The Family Plan (Apple TV+)

Wer gar nicht genug bekommen kann von Action-Komödien in der aktuellen Machart der Kommerz-Streamer (soll heißen: nicht ganz billig, gut besetzt, aber stromlinienförmig, familienfreundlich-unblutig, vorherseh- und  letztlich austauschbar), wird jetzt auch bei Apple TV fündig. Hier also mit der auch nicht gerade taufrischen und gerade aktuell gleich mehrfach präsenten Grundidee von "Mr.& Ms. Smith", erweitert durch ein paar stark ausgebaute Teenierollen - da hält sich die Vorfreude zumindest der Actiongeeks jenseits der 30 schon mal gleich in sehr engen Grenzen.

Wobei, das muss man schon sagen, man hat das schon unattraktiver verpackt gesehen. Reichlich 4K-Hochglanzbilder vor allem von Las Vegas, ein solider Cast, grob gerechnet alle 10 Minuten eine leidllich ansehbare, wenn auch restlos unspannend/unblutige Actionsequenz (wobei die ersten mit dem "Sondergimmick", dass die Family nichts mitbekommen darf, die besseren sind, obwohl die Idee schon leicht überstrapaziert wird). Wahlberg und gegen Ende auch Hinds dürfen ein paar Kämpfe im leicht faken Bourne-Stil absolvieren - soll heißen: Superschnelle Schnitte kaschieren, dass von denen (außer Maggie, natürlich) keiner "Natural "Bo(u)rne" Fighter" ist. Soweit, so solide-durchschnittlich.

Was mich dann am Ende doch dabei stört, da mehr als die dazu passenden Punktzahlen rauszurücken, ist die exorbitante Vorhersehbarkeit des ganzen Unterfangens, bis in die kleinsten Details. Der ältere Sohn ist Profi-Gamer ? Klar darf der Papi irgendwann mit seinen Skills in einer echten Kampfsituation helfen. Teenie-Töchterlein steht auf einen Typen, den keiner mag ? Klar betrügt der die bei der ersten Gelegenheit. Mami war mal Zehnkämpferin ? .... Genau. An der Unsterblichkeit der Hauptfiguren kommen dabei so wenig Zweifel auf wie an der finalen Aussöhnung der Eheleute, das braucht man in dem Kontext kaum extra zu erwähnen geschweige dafür Spoilertags zu bemühen. Ach ja: Irgendwo in den letzten zehn Minuten wird auch noch so etwas wie ein Plot oder eine Erklärung für das ganze nachgeliefert, aber die ist genauso aus der Abteilung "1000 Mal gesehen" wie die Handlung bis dahin.

Also: Der bettelt förmlich darum, ihm 5/10 zu geben für ein superglattes Kommerzprodukt in solider Machart, aber ohne jede Seele. Für ein paar Schmunzler, eine ganz coole Mucke und den drolligen Nachspann lege ich aber noch einen halben Punkt drauf, also 5,5/!0.

Last Contact (BD)

Ich hatte da (auch hier im Thread) wenig Erbauliches gelesen, aber die Grundidee fand ich dann doch leidlich reizvoll. Und so schlecht geht der auch gar nicht los, gerade technisch / optisch sieht der ganz passabel aus. Warum dann im Endeffekt eine dermaßen öde, abwechslungsarme Vier-Personen-die-sich-nicht-mögen-Kiste über fast zwei Stunden erzählt wird, hat sich mir nicht mal ansatzweise erschlossen. Wenn ich schon eine massiv über die Wupper gegangene zukünftige Welt (die wohl nur noch aus zwei nie gezeigten Inseln besteht) antexte, sollte da doch etwas mehr stattfinden als "ein Kommisskopp, ein Verräter, ein Edelstatist, ein Sympathieträger" und "rate mal, wer überlebt".

Ehrlicherweise habe ich das Ende dann nur noch halbwach erlebt, vor allem wo die Kretschmann-Figur final abgeblieben ist, muss ich irgendwie verpasst haben, hat mich aber auch nicht mehr wirklich intessiert. Maximal 3-4/10 sage ich mal unter Anerkennung der Tatsache, dass man eigentlich nur ganz und wach gesehene Filme bewerten sollte.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

Retro

GENOCIDE - DIE KILLERBIENEN GREIFEN AN



Ein amerikanisches Flugzeug mit einer Wasserstoffbombe an Bord gerät über Japans Küste in einen Bienenschwarm und stürzt daraufhin ins Meer ab.
Die dreiköpfige Crew kann zwar abspringen, zwei der Männer werden jedoch am Boden von den Bienen getötet.
Der dritte überlebt schwer verletzt und dem Wahnsinn nahe und wird gerettet, aber niemand glaubt ihm seine Geschichte von den Killerbienen.
Auf der Suche nach der sich noch im Flugzeug befindlichen Wasserstoffbombe müssen dann aber doch einige dran glauben... (Zweideutigkeit beabsichtigt).

Tierhorror aus Japan, von 1968. Kriegt man nun auch nicht sehr oft zu sehen, ausser es handelt sich um mutierte Riesenechsen.
Hier haben wir eher das Gegenteil von riesigen Monsterechsen, hochgiftige, aber normal kleine Killerbienen sind unterwegs.
Zwischen den Bienenszenen gibt es reichlich Beziehungsgesülze und Diskussionen über die Wasserstoffbombe und deren mögliche Auswirkungen.
Technisch reichlich trashig, Darstellerisch erwartungsgemäß mittelmäßig bis Japantypisch Overacting-verseucht, aber insgesamt doch unterhaltsam.
Die "deutsche Kinofassung" ist zwar an Gewalt ungekürzt, es fehlen aber einige Kriegsszenen sowie alle Bezüge zur NS-Zeit, insgesamt fehlen ca. 2 Minuten Handlung.
Im japanischen Original ist Annabelle eine jüdische KZ-Überlebende, in der deutschen Fassung hat man eine radikale Umweltschützerin aus ihr gemacht.
Man kann sich das ganze aber durchaus auch in dieser Form gut anschauen, sofern man keinen wirklich "guten" Film erwartet.

5/10

Das Kaufhaus-Billigtape von Ocean Gold enthält die originale deutsche Kinofassung in erstaunlich guter Qualität und im Bildformat von ca. 1,85:1.
Originalformat ist zwar 2,35:1, aber das fällt zum Glück kaum auf.
Eine ungekürzte DVD im Originalformat und anamorph codiert wurde in Deutschland von "NEW" veröffentlicht,
war aber nur kurze Zeit auf dem Markt- und erzielt entsprechend hohe Preise.
Die gleiche Fassung wie auf VHS gibt es auf DVD von "Starmedia", diese ist allerdings auch nur 1,85:1 und nicht anamorph codiert.

StS

,,Anderson Falls" (aka ,,Darkness Falls") ist ein in Los Angeles angesiedelter französisch-belgisch-amerikanischer Cop/Serienkiller-Thriller des Franzosen Julien Seri (u.a. ,,Yamakasi", ,,Scorpion" und ,,Night Fare") aus dem Jahr 2020. In dem Streifen tötet das misogyne Duo Mark (Gary Cole) und sein Sohn Adam (Richard Harmon) seit einiger Zeit schon erfolgreiche, selbstsichere Frauen – wobei sie die Morde wie Suizide aussehen lassen. Eines ihrer Opfer ist die Künstlerin Elizabeth (Vahina Giocante) – deren Ehemann Jeff (Shawn Ashmore) ein Cop ist und einfach nicht glauben kann, dass sie ihm und ihrem Sohn Frankie (Judah Mackey) das jemals angetan hätte. Also bleibt er verbissen an der Sache dran, recherchiert hartnäckig – und kommt der Wahrheit schließlich auf die Spur...

Handwerklich, optisch und darstellerisch (ebenfalls noch mit von der Parte: Lin Shaye und Daniella Alonso) geht der Film in Ordnung – welcher sich über seine Lauflänge von knapp 80 Minuten hinweg zudem mit einem angenehmen Tempo entfaltet. Das Hauptproblem an dem Werk markiert jedoch das Drehbuch von Giles Daoust (,,Painkillers"): Sich von einem Klischee zum nächsten hangelnd – von dem wütenden, fixierten, selbstzerstörerischen Verhalten Jeffs (er schläft in seinem Wagen, lässt sich ein Bart wachsen etc.) über Erinnerungen an glückliche Zeiten mit Elizabeth bis hin zu seinem ,,sich in den Kopf des Killers hineinversetzen"-Vorgehen (an die Wände gehängte Zeitungsausschnitte und Notizen inklusive) – ist hier kaum etwas sonderlich originell geraten...

Dennoch haben mich die ersten zwei Drittel solide bei Laune gehalten – nur den Subplot rund um Jeff und seinen Sohn, für den er keine Zeit hat (z.B. um mit ihm nach Disneyland zu fahren) und er ihn daher bei seiner Oma einquartiert, fand ich einen Zacken ,,zu ausgelutscht". Dann kreuzen sich jedoch die Wege von ihm und dem Mörder-Duo – worauf der Streifen irgendwie entgleist, statt durchzustarten: Das Motiv wird in Form eines ,,Exposition Dumps" ausführlich dargelegt, die Unglaubwürdigkeiten nehmen noch weiter zu (Stichwort: Ausbruch aus dem Polizei-Revier), Frankie gerät in Gefahr und Jeff´s Fokus auf dessen Sicherheit führt zu dem Tod einer Kollegin sowie einem Selbstjustiz-Alleingang, der ihm mindestens den Job, wenn nicht gar seine Freiheit kosten sollte. Ärgerlich und Schade.

3,5/10   
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Retro

MENSCHENJAGD (Auf VHS unter dem Titel "The Hunt" veröffentlicht)



Das Gaunerpärchen Ned (David Caruso) und Jude (Kelly Lynch) hat gerade einen Juwelenraub durchgezogen, und ist jetzt im Auto auf der Flucht.
Es sind mehrere Polizeifahrzeuge hinter ihnen her, bei einem Beinahe-Unfall fällt Ned aus dem Auto- und Jude fährt davon.
Ned wird festgenommen, kann aber später wieder entkommen. Sein Ziel: Rache an Jude- und seine Beute wiederholen.
Unterwegs nimmt Ned die Anhalterin Bec mit, während Jude verzweifelt versucht bei ihrem Hehler die Beute loszuwerden, was aber scheitert.
In ihrem Frust lässt sie sich auf den mysteriösen "T" ein, welcher sie mitnimmt.
Als alle Beteiligten schließlich aufeinandertreffen, kommt es vollkommen anders als gedacht...

Hier wurde mal wieder versucht, mit einem großen Namen interessierte Filmfans anzulocken, doch Oliver Stone hat den Film lediglich produziert.
Eigentlich hätte der Film das auch gar nicht nötig, denn Regisseur John Ridley's Regiedebüt von 1997 überzeugt auf ganzer Linie.
Dummerweise scheint den Film nur niemand bemerkt zu haben, denn kaum jemand dürfte ihn kennen...
"Cold around the Heart" (OT) ist ein spannender, Actionlastiger Roadmovie-Thriller mit einigen Wendungen, tollen Darstellern und zynischen Dialogen.

9/10

Die VHS hatte ungekürzt eine FSK 18, aber zumindest die FSK 16 DVD von Laser Paradise (es gibt den Film noch von diversen weiteren Kleinlabels)
ist ebenfalls definitiv ungekürzt, ich habe beide Versionen (FSK 18 VHS und LP FSK 16 DVD) parallel laufen lassen.
Die DVD ist zwar nicht anamorph, aber im Original 2,35:1 Format und kommt mit einem generell scharfen Bild, deutlich besser als die VHS, daher.

StS

,,Shrapnel" (2023) ist nicht nur ein plumper, billiger und mies verfasster Action-Thriller (wie so viele andere Genre-Veröffentlichungen auch, mit denen die realen und Online-Streaming-,,Grabbelkisten" regelmäßig aufgefüllt werden) – sondern obendrein ebenfalls noch ein enttäuschender, da William Kaufman (der Schöpfer u.a. von ,,Sinners and Saints", ,,Daylight´s End", ,,the Marine 4" und ,,the Channel") für die Regie verantwortlich war. Seine gewohnt kompetente Umsetzung von Shootouts (samt damit verbundener Taktiken) ist im Grunde genommen das Einzige, was den Streifen vor dem Totalausfall rettet – während der Rest unentwegt zwischen haarsträubend und dumm pendelt...

Das Drehbuch ist selbst für B-Movie-Verhältnisse eine echt maue Angelegenheit: Vorhersehbar, schlicht gestrickt sowie voller Klischees, öder Dialoge und Charakter-Zeichnungen der oberflächlichen Art. Die Story setzt sich in Gang, als zwei Teenagerinnen eines Abends von Texas aus allein über die Grenze nach Mexiko fahren, um in Ciudad Juárez (einer der gefährlichsten Städte der Welt) auf eine Party zu gehen – und im Zuge dessen prompt verschleppt werden. Sich (ungezeigt) noch vor Filmbeginn ereignend, lässt einen das unweigerlich ,,selbst Schuld" denken – bevor konkret mit dem Vater eines der Mädels eröffnet wird, der vor Ort ihrem Verschwinden nachgeht; jedoch ohne Erfolg...

Gespielt wird jener (solide) von Jason Patric – für welchen der Streifen übrigens das (nach ,,the Prince") zweite 0%-bei-,,Rotten Tomatoes"-Werk seiner Karriere markiert. Zumindest greift er nicht sofort zu Gewalt – sondern versucht es eingangs via Nachforschungen und Diplomatie. Unerfreut über das Medien-Interesse an dem Fall, entschließt sich betreffende Kartell-Chef dazu, ein Exempel zu statuieren: Er entsendet ein Killer-Kommando ,,nach Norden", um den Gringo, dessen Frau und andere Tochter zu töten. Es entbrennt eine ausgedehnte Schießerei zwischen Sean und einem Dutzend Sicarios – aus der er und seine Familie unrealistischerweise siegreich hervorgeht...

An dieses (eine Menge ,,Suspension of Disbelief" erfordernde) Setpiece schließt dann nahtlos eine Befreiungs-Mission an, bei der Sean und sein Bruder – welcher ebenso ein Ex-Soldat ist sowie von Cam Gigandet zweckdienlich-prima verkörpert wird – direkt ,,in die Höhle des Löwen" nach Juárez fahren und zu zweit das mächtigste Kartell Nordmexikos zerstören: Yeah! Unglaubwürdig simpel geartet, macht das alles aber leider nicht allzu viel Laune – da es weder packend oder originell noch irgendwie einfallsreich arrangiert oder präsentiert daherkommt sowie überdies mit einem Haufen nicht sonderlich schicker kostengünstiger Mündungsfeuer-, Einschuss- und Blutspritzer-CGIs aufwartet...   

Kurzum: ,,Shrapnel" hat kein Interesse an Ambivalenz, Suspense oder einer vernünftig ausgearbeiteten Geschichte (einschließlich der zugehörigen Figuren, Dialoge und Plot-Details). Dafür werden einem reichlich Shootouts geboten. Das Ergebnis ist ein generisches, nicht nur im Vergleich zu den anderen Werken Kaufmans unbefriedigendes B-Movie...

3,5/10
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

PostalDude

Gestern Abend/Nacht gesehen:

Freitag der 13.



Der Klassiker!

Noch (fast) ohne Jason, dafür schon mit dümmlichen Dialogen und Jugendlichen! :D

Die Effekte sind gut & schön blutig, Tom Savini sei Dank & schocken tuts für damalige Verhältnisse auch jut :)

Die Auflösung kommt überraschend, wie ich finde, es bleibt eigentlich immer spannend!

3,5/5

Moonshade

Zweimal Action, einmal Spannung...nu joah...

Gunpowder Milkshake
Hier funktioniert es für mich - schöne Actionsequenzen, guter Coolnessfaktor bei den Damen, beachtliche MA, das ganze mit Popcornappeal und einer treffsicheren Karen Gillan - kann gern fortgesetzt werden. 8/10

Code Name Banshee (Prime)
Hier funktioniert es nicht - Jaime King nehme ich die Profikillerin keine Sekunde ab, Banderas brauchte Geld, aber der Look ist unterstes B-Lager und kann erst am Ende vor der völligen Enttäuschung rund um Labereien und Nahaufnahmen gerettet werden. Backstory wird endlos ausgewalzt und der Gegner ist auch eher kurios mit seinen gesichtslosen Horden, das sollte nach einer knappen Stunde einfach nur noch zuende gehen, mit 100 Prozent CGI-Blut und unrealistischen Kloppereien, wenn eine Teenagerin sich selbst mit Kampfkenntnissen sich fünf Minuten gegen einen zwei Köpfe größeren Profikiller wehren kann. Murks: 3/10

No Sudden Move (Netflix)
Bevor er aussortiert wird, noch schnell ge-ext, ist immerhin Soderberg mit stellar cast von Cheadle, del Toro über Hamm bis zu Fraser, aber diese 1954er Crime Story baut auf zu vielen Spielplätzen und so zwingend gerät der Fall dann doch nicht, dass man irgendwelche ganz großen Überraschungen abbekommt. Klar, da sind eine Menge Twists drin, aber dann muss man auch für jemanden sein und außer Cheadle sind die auch alle herzlich unsympathisch oder nicht interessant genug. Das war jetzt schon zu oft da mit dem verwinkelten Hit, der nach hinten raus ungeheure Dimensionen bekommt, solide Arbeit, aber nichts wirklich Großes. 6,5/10
"Du hältst durch und ich halte durch und nächstes Jahr gehen wir einen saufen!

"Anything invented after you're thirty-five is against the natural order of things.!" (Douglas Adams)

PostalDude

Gestern Abend/Nacht gesehen:

Saw II



Der Anfang geht richtig schön ins Auge!
Ich mag das Setting in dem Haus, schön düster-dreckig!

Auch, das sie Jigsaw kriegen, er sie aber in der Hand hat... 😉

Der Rätselspaß in dem Haus macht Bock - und die Fallen erst ! Dazu kommt, das sie alle nach und nach durchdrehen! Inkl. dem Cop, der bei Jigsaw ist!

...und auch dieser Teil hat ein Ende, das sich gewaschen hat !

Btw: Auch hier punktet der Abspann mit nem coolen Metal/Rock 'N' Roll Soundtrack... 🤘🏻

4,5/5

Private Joker

18 Februar 2024, 13:24:21 #2631 Letzte Bearbeitung: 18 Februar 2024, 21:58:25 von Private Joker
Die eher flaue Ausbeute von Amazonsens letzter 99 Cent-Aktion

Diabolik - Das Verbrechen hat einen neuen Namen

Hatte ich gar nicht so auf dem Schirm, dass es da eine Neuverfilmung (oder sogar deren 2) gibt. Den Bava mit J.P.Law hatte ich zwar irgendwann mal gesehen, könnte da gedächtnisbedingt aber kein sinnvolles Urteil mehr drüber abgeben - ein Klassiker des Sixties-Kino ist der wohl eher nicht geworden.

Wird den beiden bezogen auf die 2020er ähnlich gehen, wage ich mal zu prognostizieren. Jedenfalls außerhalb Italiens, wo der Comic Kultstatus hat und angeblich immer noch Nachschub erscheint. Für den Rest Europas stellt sich da schon die Frage, warum - der Appeal eines oberflächlich gutaussehenden, immer siegreichen Über-Bösewichts ohne jeden Versuch, dem "gute" Seiten abzugewinnen (skrupellose Morde an Polizisten, Kellnern und Wachmännern, keinerlei Gewissen, kein Robin-Hood-Effekt) scheint mir relativ überschaubar. Kann aber auch subjektiv sein - vielleicht gibt es in diesen Zeiten ja wirklich Bedarf nach negativen Superhelden (wobei da eigentlich ein Blick in die Nachrichten genügen würde...)

Davon ab ist das filmisch auch ein sehr zähes Stück Brot. Als Period-Piece mit einem 1960er-Szenario, das immerhin fast ohne Einsatz von CGI kreiert wird, kann sich der zwar oberflächlich sehen lassen. Aber das Tempo ist echt mörderisch langsam, selbst die zwei denkbaren Höhepunkte (ein Einbruch/Coup, eine Gefangenenbefreiung) ziehen sich wie Kaugummi, und die Zwischenräume werden mit langen, belanglosen Dialogen und einer de facto auf "Kommmisar hängt immer einen Schritt hinter Bösewicht" reduzierten Handlung gefüllt - da werden die eh schon üppigen 134 Minuten des ersten Teils gefühlt glatt noch mal doppelt so lang. Dass das italienische Kino keine echten Stars über die lokale Bedeutung hinaus mehr hat, wird schmerzhaft offensichtlich - nicht nur, dass man keinen der Hauptdarsteller hierzulande überhaupt kennt, die wirken alle auch wie aus Heidis neuester Staffel gecastet, ausdrucksarme Facewomen und -men mit ganz kleinen Schönheitsfehlern. Einige Details befremden auch, wie die halbfiktiven Ortsnamen, das ganz fixe Gerichtsverfahren mit dem Todesurteil, und die Frage, wie der hinter den MI-Masken den Tonfall der jeweils Nachgebildeten hinbekommt, wird nicht sehr glaubhaft beantwortet.

Habe neulich noch mal auf ZDF-Neo die alten Fantomas-Filme (teilweise) gesehen, die waren bei aller Patina echt spassiger. Für den hier nur knapp 4/10 - da kommt doch gleich richtig Vorfreude auf den zweiten Teil auf, den ich auch noch in der Leihliste habe. Nicht.

It Lives Inside

Bei dem hatte ich mir selbst während der Laufzeit eine Wette angeboten, nämlich dass der mindestens 80% positive Stimmen bei den verrotteten Tomaten haben müsste. Die Zutaten passen nämlich wie die Faust aufs Auge des Zeitgeistes: Multi-Kulti-Hintergrund, internationaler Cast mit unbekannten, aber durchaus talentierten Akteuren, auch ansonsten vernünftige Machart, nicht zuletzt eine mehr oder weniger symbolische Ebene hinter dem Horrorgeschehen.

Wette knapp verloren - rund 65% RT hat der eingefahren. Liegt aber vielleicht auch daran, das ich anders als die Kritiker zu dem Zeitpunkt das Finale noch nicht vor Augen hatte, das ist dann tatsächlich nach ordentlichen etwa 75 Minuten ein deutlicher Abfall. Das Böse (ich sag es mal spoilerfrei) wird etwas arg formatfüllend gezeigt, da werden ein paar Defizite in Budget und Tricktechnik relativ schmerzhaft offensichtlich. Und dass
Spoiler: zeige
 fast alle, die von dem Chefdämon da zuvor fast schon in kleine Scheiben geschnitten wurden, auf einmal wieder putzmunter am Esstisch sitzen, befremdet schon leicht. Zumal das ganze Ende in der Tonalität und der Aussage mal wieder frustriend vage bleibt


Der Rest ist, ich sagte es schon, mehr als ansehbar. Man kann das Ganze durchaus als Metapher für die kulturellen Probleme zwischen der US- und der indischen Kultur und die Notwendigkeit/Grenzen der Assimilation ansehen, muss es aber nicht. Und obwohl ich die penetrant Hindi sprechende Mutter der Hauptfigur leicht nervig fand, wird der Aspekt nicht überzogen und dankenswerterweise bleibt vor allem das Dauerklischee "indische Mütter suchen ständig zukünftige Ehemänner für ihre Töchter" im Schrank. In Sachen Horroreffekte gibt es die ganz großen Highlights zwar nicht, aber wer in der richtigen Stimmung ist, kommt da dank ein paar solider Scares aber eher auf seine Kosten als zuletzt bei der umpfizgsten Fortschreibung der immergleichen Wan-Seriegrusler Marke Insidous 9, The Nun 4 oder so....

Dafür in der Summe auch von mir nicht überragende, aber solide 6,5/10.

Black Lotus

Ein niederländisch-rumänischer Actionfilm u.a. mit Überall-Mitspieler Frank Grillo - echt jetzt ?

Und der geht auch gleich gut los, der holländische Supersoldier ist irgendwie Mitglied in einem ballerfreudigen und eher unprofessionell vorgehenden deutschen (?) SEK-Team, das in der Auftaktszene in Hamburg die Elphi stürmt - die allerdings von innen mal gleich komplett anders aussieht als ich, Millionen von Touristen und TV-Zuschauer das so kennen.

Nach dem erwartbaren Ausgang dieses Einsatzes ist erst mal ein sagen wir mal eher ruhiger Handlungsfortschritt angesagt, soll heißen: Wir nehmen uns viel Zeit, reichlich Klischees anzuhäufen. Traumabewältigung beim Soldier, bei der Frau des gefallenen Kumpels vorbeischauen, Ersatzpapi spielen, weil der Neue der Dame der erwartbare Vollpfosten ist, sich mit ein paar Übelmännern anlegen. In ein oder zwei Szenen darf der niederländische MMA (oder wie das da heißt) Champ Rico Verhoeven (nicht mit Paule verwandt, soweit ich gelesen habe) mal zeigen, was er so drauf hat - die leider etwsa sparsamen Kampfszenen und ein paar nette Stunts gehören zu den überschaubaren Stärken des Films.

Auch das nicht ausufernde, aber durchaus knackige Finale zählt zu den besagten Pluspunkten - Verhoeven und die ebenfalls relativ schlagkräftige Rona-Lee Shim'on ("Fauda") machen da einen ordentlichen Job, und dass die nicht so unverwundbar rüberkommen wie etwa Kollege Wick, ist ebenfalls kein Nachteil (wobei man es in der Hinsicht fast schon etwas übertreibt, die kämpfen auch mit gefühlt einem Dutzend Stich- und Schusswunden noch unverdrossen weiter). Weithin verschwendet mal wieder allerdings Frank Grillo, die Hoffnung auf einen knackigen Showdown zwischen dem und Verhoeven wird bitter enttäuscht.

In der Summe ein weiterer gesichts- und belangloser Beitrag in der aktuellen Actionfilmwelle, aber dank ein paar solider Fightszenen der Hauptfigur zumindest am unteren Rande von "Durchschnittware" - 4,5/10.

"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

StS

Das in England angesiedelte britisch-amerikanische Zukunfts-Drama ,,the Kitchen" aus dem Hause ,,Netflix" markierte 2023 das (gemeinsam mit Kibwe Tavares realisierte) Regie-Debüt des ebenso bekannten wie geschätzten Darstellers Daniel Kaluuya (,,Get Out", ,,Judas and the Black Messiah", ,,Nope" etc.), welcher zudem auch am Drehbuch mitschrieb. Selbst dabei jedoch nicht vor die Kamera tretend, spielen indes der Rapper Kano sowie der junge Newcomer Jedaiah Bannerman die Hauptrollen – und das ansprechend überzeugend...

Erzählt wird eine Geschichte über soziale Ungleichheit in London, wo die ärmeren Bewohner bspw. die Asche ihrer verstorbenen Angehörigen Kosten-sparend für Topfpflanzen-Setzlinge verwenden können – u.a. zum Gedenken an ihnen sowie um auf diesem Wege bzw. auf dieser Grundlage zugleich ,,neues Leben" entstehen zu lassen. Nach dem Tod seiner Mutter lernt der Teenager Benji in einem darauf spezialisierten Beerdigungsinstitut den dort arbeitenden Izi kennen, der seine Mutter einst kannte und ihn wenig später bei sich aufnimmt...

Izi wohnt in einem illegal besetzten Wohlblock mit einer starken Gemeinschaft, welche der Staatsgewalt jedoch ,,ein Dorn im Auge" ist – weshalb es regelmäßig zu gewalttätigen Razzien und Verhaftungen kommt. Izi hat die Chance, demnächst in eine neue, moderne Wohnung zu ziehen – wenn er seinen Job behält und die nötigen Zahlungen tätigt. Doch was soll aus Benji werden? Das Leben in jener Kommune bietet Abwechslung und ein gutes Miteinander – während sonstwo meist strikte Ordnung und Konformität herrscht...

,,the Kitchen" ist ein solides, handwerklich ordentliches Sozialdrama, bei dem die an sich schon wenigen futuristischen Elemente allerdings keine bedeutsame Rolle spielen. Themen wie Gentrifizierung und eingeschränkte Zukunftsperspektiven werden aufgegriffen – doch manchmal wünscht man sich, dass sich die Macher mehr auf das komplexe ,,Drumherum" als auf ihre beiden zentralen Protagonisten konzentriert hätten. Inhaltlich ist generell so einiges leider recht unterentwickelter Beschaffenheit – was alles in allem durchaus schade ist... 

5/10
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

PostalDude

Gestern Abend/Nacht geguckt:

Freitag der 13. - Teil 2



Es ist zwar Jason, der hier meuchelt, aber sonst!?

Die Kills sind nicht sonderlich kreativ & auch sonst plätschert alles vor sich hin... abgesehen vom Ende, da geht der Spannungsbogen kurz nach oben^^

Ach ja, Jason hat hier noch nicht seine Eishockeymaske, sondern er trägt hier einen Sack über'm Kopf! :lol:

2/5

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