Der: "Wer war (oder geht) auf welchem (oder "s") Konzert/Festival" Thread!

Erstellt von Eric, 1 Juli 2018, 21:38:39

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Eric

Tach zusammen,
irgendwie kam ich gestern Abend noch auf die Idee für diesen Thread. Und den Grund dazu erzähle ich euch jetzt mal:

Nach gut und gerne 15 Jahren war ich gestern am 30.06. mal wieder auf nem Open Air Konzert.
Line-Up war THE RAVEN AGE, KILLSWITCH ENGAGED und, tadaaaaaaa, the immortal IIIIIIIIROOOOOOOON MAIIIIIIIIDEEEEEEEN mit ihrer LEGACY OF THE BEAST Tour!!  :dodo:

Und ich, der gut und gerne seit 26 Jahren schon Maiden-Fan ist, konnte und WOLLTE mir das nicht schon wieder entgehen lassen (Kleiner "Insider-Joke)!

Daher die Idee, man könnte doch nen Sammel-Thread aufmachen wer von uns:
1. wann auf welchem Konzert ist (Man sucht ja manchmal noch nach nem Schlafplatz oder Gleichgesinnten zum Feiern)
und
2. nach dem Konzert, welche Bands man gesehen hat und von welchen, zum Teil noch unbekannten Bands man wirklich überrascht war.

Bei mir hat das gestrige Open Air auf jeden Fall wieder die Lust geweckt auf mehr Konzerte zu gehen. (Und bei meiner Frau lustigerweise auch, die das erste Mal in Ihren Leben mit Live-Avts der etwas härteren Gangart konfrontiert war)

Thema Vorbands:
Naja, heikle Sache, da diese oftmals Müll sind.
Aber gestern wurde ich wirklich überrascht! THE RAVEN AGE erinnerte mich des öfteren an Bands wie 30 SECONDS TO MARS oder BULLET VOR MY VALLENTINE wo hingegen KILLSWITCH etwas härter ausfiel und am Ende ne Kracherversion von DIOs HOLY DIVER schmetterten!  :dodo:

Thema Hauptband:
Naja, Maiden eben. Wer sie schon jemals Live gesehen hat, der weiss was ihn erwartet! Geile Show und nahezu Perfektion was die Songs betrifft. (Obwohl sie RIME OF THE ANCIENT MARINER leider nicht gespielt haben)
Gut und gerne 2.5 Stunden schmetterten sie einen bekannten Song nach dem anderen auf uns los und es war, ..., der HAMMER!!
Stand ziemlich mittig etwa 15 Meter von der Bühne entfernt. Mir tut zwar heute ALLES weh, aber egal.  ;)

Meine Frau ist jetzt ebenfalls auf den Geschmack gekommen und will weitere Konzerte/Festivals besuchen. Mal schauen für 2019 ROCK IM PARK/AM RING 8spielen immerhin DIE ÄRZTE!!!!) und/oder WACKEN (je nach Line-Up).
Ansonsten hab ich mich da noch nicht näher informiert, aber n Irish Folk Festival wäre auch mal cool.

So, dann gebe ich hiermit den Ball mal weiter und ROCK ON!  :dodo:
Liebe Ursula,
wünsch dir frohe Ostern, nen tollen Namenstag und nen guten Rutsch ins Jahr 1978!
Grüsse aus der Alzheimergruppe, deine Tante Günther!

Ich hasse Menschen, Tiere + Pflanzen. Steine sind ok.

Mr. Blonde

Cooler Thread.  :dodo: Und für Maiden beneide ich Dich echt. Hätte so Bock auf "Fear of the Dark" live... Die gehen wirklich gut ab, auch heute noch. Kann ich leider nur von Konzertmitschnitten beurteilen. Daher: Lucky SOB!  :king:

War bei folgenden Konzerten, jedenfalls fallen mir gerade nur die ein.

AC/DC - Black Ice (Olympia Stadion Berlin 2010) - Sauteuer, saugeil, aber bissl Alzheimer war dabei. (No Pun intended) War Machine wurde zwei Mal gespielt. Bei "Thunderstruck" ist einfach das ganze Stadion gesprungen. Allerdings zwei Vorbands (boon & Volbeat) und ungefähr 8 Stunden gestanden. Das war hart. Aber wenigstens noch AC/DC mit Brian Johnson und Malcom Young.  :dodo:

Rolling Stones - A Bigger Bang (Olympia Stadion Berlin 2006) - Sauteuer, aber einfach unfassbar genial gewesen. Nach 2 Stunden Daueraction war ich völlig verschwitzt mit 18 Jahren, Mick Jagger hingegen wirkte als könne er noch 2 Stunden draufpacken. Als junger Mensch die Stones zu sehen war damals ein Privileg. Konnte keiner wissen, dass die immer und immer weitermachen und alles überleben.  :icon_mrgreen:

The Killers - Day & Age (Max Schmeling Halle Berlin 2009): Sehr seitlich gestanden, aber war eine nette Sache. Keine Überband, aber tolle Performance.

Depeche Mode - Tour of the Universe (Olympiastadion Berlin 2009): Saßen komplett auf der gegenüberliegenden Seite des Stadions, haben also prinzipiell überhaupt nichts gesehen. Tolle Performance, toller Sound, aber eben Gefühl abgeschottet zu sein. Zwischendurch hatte ich nen Zusammenbruch und musste mich medizinisch behandeln lassen. Schmerzen in der Brust, Husten, aber klugerweise immer schön geraucht.  :icon_lol:

Element of Crime: War zwei Mal in der Zitadelle Spandau (zuletzt 2016) und tolle Stimmung zum fairen Preis.

Doors of Perception: (Lindenpark Potsdam) Eine großartige Doors Coverband, die ich mittlerweile drei Mal gesehen habe. Stimmlich recht nahe am Original, der Organist spielt auch großartig. Stimmung nahezu perfekt. Singe da eigentlich jeden Song mit. ^^ Das Publikum ist auch immer bestens aufgelegt. Leider spielen die nie "The End", ist wohl zu lang und mit der Pünktlichkeit haben es die Herren auch nicht. Verspätungen von 30 Minuten und mehr habe ich bei denen erlebt.

Jailbreakers: (Lindenpark Potsdam) Eine sehr gute AC/DC Coverband, allerdings "nur" die Bon Scott-Sachen und Angus Young ist 1,85 mindestens. Aber musikalisch ist das perfekt.

Oasis - Dig Out Your Soul: (Berlin, Columbiahalle 2008): Wusste damals nicht, dass es das letzte Oasis-Konzert in Berlin sein würde. War allerdings ausgezeichnet. Publikum extrem entspannt, alle singen mit und bis auf die beschissene Akkustik (hat teilweise gedröhnt) war das ein schöner Abend.

Hollywood Vampires (Johnny Depp, Alice Cooper, Joe Perry): Anfang Juni diesen Jahres in der Zitadelle Spandau gewesen. Leider absolut schlechte Sicht auf die Bühne bei so vielen Menschen, mussten dann nach hinten ausweichen. Bildschirme auf der Bühne zeigen leider nicht, was auf der Bühne abgeht. Das Publikum war scheiße hoch zwölf, unfreundlich und alle hatten ihre Handys in den Himmel geragt. Ekelhaft. Tolle Musik allerdings, Depps Performance von "Heroes" und "People who Died" war ziemlich gut. Cooper sowieso grandios. Highlight: An der vollbesetzten U-Bahnhaltestelle lief ein verwirrter Konzertbesucher an hunderten Leuten vorbei und zeigte allen den Mittelfinger. Dabei ging er den Bahnsteig auf und ab. Keiner hat ihn angefasst oder angepöbelt.  :icon_lol:

In Potsdam gibt es das kostenlose Stadtwerkefest jährlich. Über die Jahre habe ich da Billy Idol, Joe Cocker, Santana und Roger Hodgson gesehen. Bei Santana war es allerdings so voll, dass meine Freundin und ich einfach von der Menge verschluckt worden sind. Mussten dann nach hinten flüchten, da das einfach ungesund wirkte. ZZ Top & Thin Lizzy habe ich leider verpasst. Zu Cindy Lauper kam ich zu spät. ^^

Wo will ich noch hin?

Motorhead habe ich mir leider immer entgehen lassen... Pech. Iron Maiden, Guns N Roses, Rob Zombie und Manson muss ich auch noch sehen. Absoluter Traum wäre Tom Waits, aber das kann ich wohl abhaken. Ansonsten Nick Cave, Airbourne, Mark Knopfler und solche Kollegen.  :love: Phil Collins wäre auch was gewesen, aber das wars ja mit ihm.


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Shodan

In aller Kürze....
Bisherige Konzerte der letzten 20 Jahre:
Queens of the Stone Age
Mondo Generator
Melvins
Colour Haze
Sunn o)))
Amplifier
Devin Townsend
Deep Purple
The Sweet
Uriah Heep
Die Ärzte
Broilers
und zig weitere kleinere Konzerte


Heute abend sehe ich Nine Inch Nails in Berlin  :dodo:

Roughale

Soll ich hiermit wirklich anfangen? Das wird viel... Mal sehen, eher so soporadisch immer wieder mal. ;)

Zu allererst gehe ich mal auf Blondie ein, denn ich hatte die Hollywood Vampires 2 Tahge zuvor im Hamburger Stadtpark genossen, sehe es genauso, wie er, hatte aber gute Sicht, weil die Stadtparkbühne ein gutes Auditorium hat, das leicht abschüssig ist und man somit ganz gut sehen kann wenn man nicht ganz hinten steht (wer macht aber auch sowas? :king:), etwas rechts versetzt um nicht im Johnny Depp Ischen Block zu stehen, die waren recht nervig, kreischen, Handies permanent am Start, etc. Der Sound war leider schwach, der Mixer muss Depp alles weggesoffen haben, sodass der aufrecht stehen konnte und seine beiden Songs gut präsentieren konnte, Heroes war ganz stark! Auch wenn er da sehr nervös wirkte, den Gesangseinsatz immer recht knapp ansetzte und so sehr am Mikroständer rumfummelte, dass der runterkrachte (ein Schiebe Stativ Ständer) und Alice musste aushelfen, was er mit einem breiten Lächeln gerne tat. Alice war sowieso das Highlight, der Typ ist einfach klasse drauf mit seinen 70 und wie ich mal feststellen durfte, sehr nett, ich will jetzt nicht prahlen, aber wenn die Geschichte hier gewünscht wird, erzähle ich sie gerne (hat aber nichts mit einem Konzert zu tun!). Weitere musikalische Highlights waren Sweet Emotions (Aerosmith), Ace of Spades (Motörhead) und natürlich das abschliessende School's Out / Another Brick in the Wall pt. 2. Ein wirklich gutes Konzert, wenn auch nicht wirklich günstig (80€) aber wenigstens bin ich kein bekloppter VIP Kartenfreak, die mussten wohl 1200€ hinlatzen um ein Photo mit den 3 (Depp, Cooper und Perry) machen zu lassen und einen 3-minütigen Smalltalk und natürlich ein wenig Sammler Schnickschnack - aber definitiv nicht in dem Wert! Trotzdem ging das Kontingent weg wie warme Semmeln...

OK, das soll jetzt mal reichen, next up in the near future: The best Iron Maiden gig ever! Inklusive des Warm-up Gigs 3 Tage davor unter dem Decknamen Chalotte and the Harlotts - stay tuna! Haha!

Edit: Geilomatistischer Thread!  :dodo: :dodo: :dodo:

esta es la mejor mota
When there is no more room for talent OK will make another UFC

Chemievil

Zitat von: Eric nach  1 Juli 2018, 21:38:39

Stand ziemlich mittig etwa 15 Meter von der Bühne entfernt. Mir tut zwar heute ALLES weh, aber egal.  ;)



Hi Eric,

warst du im Front of Stage Bereich oder hinter dem Wellenbrecher ?
Die Show war aller erste Sahne  :dodo:

Letzte Woche hab ich mein Weihnachtsgeschenk eingelöst und nach 26 Jahren wieder Guns N Roses live gesehen.
Und in 30 Tagen geht wieder los quer durch die Republik ab nach Wacken  :king:
November stehen Slayer in Freiburg an und Powerwolf in Ludwigsburg, im Dezember dann nochmal Kreator in Lubu.


Eric

Zitat von: Chemievil nach  2 Juli 2018, 10:54:49
Zitat von: Eric nach  1 Juli 2018, 21:38:39

Stand ziemlich mittig etwa 15 Meter von der Bühne entfernt. Mir tut zwar heute ALLES weh, aber egal.  ;)



Hi Eric,

warst du im Front of Stage Bereich oder hinter dem Wellenbrecher ?
Die Show war aller erste Sahne  :dodo:


Was ist DAS denn für eine Frage??!!??  ;)

Ich war etwa 10 Meter vor dem Wellenbrechen. Also etwa zwischen dem und der Bühne. Ab etwa der Hälfte von KILLSWITCH haben meine Frau und ich uns den Weg Richtung Bühne gebahnt. Dadurch, dass einige nochmals Bier holen oder aufs Klo wollten kamen wir so immer weiter Richtung Bühne.  :dodo:

Welche Bands ich aber wirklich einmal gerne sehen würde, obwohl das wohl leider nicht mehr passieren wird, sind:
DIRE STRAITS!!! Und QUEENSRYCHE, aber nur wenn die ihr OPERATION MINDCRIME Album spielen!
Liebe Ursula,
wünsch dir frohe Ostern, nen tollen Namenstag und nen guten Rutsch ins Jahr 1978!
Grüsse aus der Alzheimergruppe, deine Tante Günther!

Ich hasse Menschen, Tiere + Pflanzen. Steine sind ok.

Mr. Blonde

Zitat von: Eric nach  2 Juli 2018, 13:35:30
Welche Bands ich aber wirklich einmal gerne sehen würde, obwohl das wohl leider nicht mehr passieren wird, sind:
DIRE STRAITS!!!


Vielleicht geht ja wenigstens Knopfler nochmal allein auf Tour. Sein letztes Berlin-Konzert habe ich leider nicht geschafft.

@ Roughale: Erzähl mal deine Cooper-Story. ;)



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StS

Ich geh eigentlich recht regelmäßig auf Konzerte - und das querbeet in Sachen Bands/Interpreten... von solchen á la Metallica, Marilyn Manson, Slipknot, Nine Inch Nails und Birthday Massacre bis hin zu Acts wie Garbage, Kyla La Grange, Lorde, Wolf Alice, Avril Lavigne und Tori Amos.

Am liebsten mag ich kleinere Shows - die sind "intimer" und stimmiger, imo.
Bislang war ich in diesem Jahr auf 3 Konzerten - 3 weitere sind schon gebucht.
Für ein anderes Forum hatte ich kurze "Berichte" dazu erstellt - daher anbei einfach mal...   ;)



Mein erstes Konzert des Jahres hat mich mal wieder nach Hamburg geführt - und zwar ins ,,Häkken" auf der Reeperbahn (eine trendy-schicke kleine Bar-mit Bühne-/Club-Location). Dort war die Australierin Amy Shark am 26. März zu Gast - welche eigentlich größere Hallen füllt, es aber merklich genossen hat, mal wieder in einem solch ,,intimeren Rahmen" aufzutreten. Im Anschluss an den soliden Support-Act Declan J. Donovan lieferte sie dann rund eine Stunde lang einen angenehm entspannten, klanglich guten Live-Auftritt ab - natürlich inklusive ihrer Hits ,,Weekends" und ,,Adore" - bevor sie nach der Show noch ausgiebig Zeit im Bar-Bereich verbrachte und dort ausgelassen-charmant mit Gästen/Fans sprach, Autogramme gab (etc. pp.). Neben den bereits genannten Liedern hat mir persönlich ihre Cover-Version des Eminem-Songs ,,Superman" echt gut gefallen - hier bei einem Konzert in Queensland zum Besten gegeben.

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(Copyright der zwei Pics: loudlive.de)

Am 2. Mai hab ich mir (auf Anfrage meiner Schwester hin) zum 4. Mal ,,30 Seconds to Mars" live angeschaut - an jenem Abend in der Barclaycard Arena in Hamburg im Rahmen ihrer ,,Monolith"-Tour. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, bin ich nicht so der Fan solch großer Konzerte - aber nun gut: ,,Kleiner" geht es bei manchen Bands/Künstlern aktuell inzwischen halt kaum mehr wirklich. Kurz zuvor war ihr fünftes Album ,,America" in Deutschland übrigens auf Platz 1 sowie in den Staaten auf Platz 2 der Charts eingestiegen...

Die Bühne hatte man in den Zuschauerraum hinein errichtet - auf ihr standen Frontmann Jared Leto und sein Bruder Shannon (am Schlagzeug). Tomo Milicevic, das dritte Band-Mitglied, war nicht mit von der Partie. Im Dunkeln neben der Bühne gab es zudem jeweils noch jemanden am Keyboard und am Bass. Mit Zottelbart, längeren Haaren und einigen merkwürdigen Klamotten am Leibe sah Jared wie eine Kreuzung aus einer Neo-Hippie-Version von Jesus und einem Obdachlosen aus, der zuvor einen Altkleider-Container geplündert hatte...

Leto präsentierte sich mal wieder als energiegeladen-lässiger Entertainer - wirbelte fortwährend umher, ließ die Masse regelmäßig mitsingen, ihre Handy-Lichter zücken (etc.) und gab sich generell relativ Fan-nah. Mehrfach hat er Leute aus dem Publikum zu sich auf die Bühne geholt - dabei u.a. mit einzelnen geplaudert sowie beim letzten Song die Fläche fast komplett mit ihnen ausgefüllt. Obendrein hat er ein Video aufgenommen und jenes sogleich ins Netz gestellt, sich en einer Stelle ne Deutschland-Flagge geschnappt sowie diverse riesige silberne Bälle durch die Halle hüpfen lassen...

Das neue Album mag ich weniger gern als die früheren, rockigeren. Mir sind da inzwischen zu viele Elekro-Pop-Elemente dabei - weshalb entsprechend auch so einige Sounds letzterer Richtung ,,vom Band" kamen. Die älteren Stücke (wie z.B. ,,the Kill" oder ,,From yesterday") gefallen mir deutlich besser - von der neuen Platte sind ,,Walk on Water" sowie das Duett mit Halsey meine Favoriten. Leto kann live ordentlich singen, der Klang in der Arena war klasse - aber wirklich ,,mitgerissen" hat mich das Konzert nicht. Meine Schwester fand es allerdings durchweg gut...

Kurzum: Sie waren unterhaltsam, diese eher konventionellen 90 Minuten - aber wie gesagt: Per se machen mir kleinere Hallen- und ,,intime" Club-Shows einfach mehr Spaß...


(zwei Schnappschüsse von meinem Oberrang-Platz aus)

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Am 15. Juni 2018 führte Taylor Swift`s (nach ihrem 6. Studio-Album benannte) ,,Reputation Stadium Tour" die amerikanische Singer-Songwriterin nach Irland ins ,,Croke Park" Stadion in Dublin, wo sie an jenem Abend vor rund 70.000 Fans auftrat. Die Nachfrage im Vorfeld war übrigens so groß, dass im Zuge dessen noch ein Zusatz-Konzert für den folgenden Abend organisiert wurde, welches dann noch einmal rund 60.000 Zuschauer besuchten...



Das Wetter präsentierte sich recht ,,typisch irisch" - also windig, bewölkt, mit einigen sonnigen Passagen und einzelnen flüchtigen Niederschlägen. Letztere Kombi sorgte dann auch dafür, dass über dem Stadion ein Regenbogen entstand bzw. zu sehen war. Zwei Supporting-Acts begleiten Taylor auf ihrer aktuellen Welt-Tournee - und so ging es gegen 19 Uhr mit der Britin Charli XCX los, die mit ihrer Song-Auswahl (u.a. die schmissigen Hits ,,I love it", ,,Boom Clap" und ,,Break the Rules") einen perfekten ,,Anheizer" für das vorwiegend jugendlich-weibliche Publikum bildete...



Kurz vor 20 Uhr dann der zweite Auftritt des Abends - nämlich der des ehemaligen ,,Fifth Harmony"-Bandmitglieds Camila Cabello: Gemeinsam mit einigen Tänzern lieferte die süße kubanisch-amerikanische, ja gerade als Solo-Künstlerin durchstartende Sängerin eine nette Auswahl ihrer Songs ab - natürlich inklusive ihrer Hits ,,Havana" und ,,Never be the same". Eine rundum ordentliche Show - wenn auch etwas weniger ,,energisch" als die Charlis...



Gegen 21 Uhr dann der Haupt-Act: Insgesamt performte Taylor etwa 100 Minuten lang vor einer großen Video-Wand, welche sich zwischenzeitig immer wieder in verschiedenen Bereichen öffnete, um auf diesem Wege u.a. kleinere Bühnenabschnitte und Zugänge für weitere Tänzer und ,,Requisiten" preiszugeben. Neben der Hauptbühne gab es noch zwei weitere im hinteren Bereich der Arena, auf welche Taylor in ,,Korb-Konstruktionen" hinüber und zurück gehoben wurde, so dass auch das Publikum dort sie für einige Songs näher bei sich hatte. Diverse Tänzer wirbelten in verschiedenen Konstellationen um sie herum, Taiko-Trommeln kamen zum Einsatz, bei ,,Shake it off" waren Camila und Charli an ihrer Seite und bei ,,Look what you made me do" türmten sich drei riesige Schlangen auf allen drei Plattformen auf...



Es gab mit Feuerwerk akzentuierte ,,Spitzen" der Performances, ruhige Momente, in dem sie zum Publikum sprach oder ganz allein am Klavier einen Song zum Besten gab, Video-Einspielungen während der Kostüm-Wechsel sowie eine abwechslungsreiche Auswahl ihrer Lieder, die von aktuellen Singles wie ,,Ready for it?", ,,End Game" und ,,Gorgeous" über noch unveröffentlichte Stücke ihres aktuellen Albums (,,Call it what you want" mag ich da bspw. ganz gern) bis hin zu Hits á la ,,Mean", ,,Love Story" und ,,Bad Blood" reichte. Stimmlich und physisch war sie gut bei der Sache, der Sound war prima und der Aufwand der Show hoch, so dass es eigentlich keinen Grund gab, sich über die Ticket-Preise zu beschweren. Ich hatte mich übrigens für einen Sitzplatz auf der unteren Tribüne auf Höhe der Bühne entschieden - gesessen hat aber natürlich nahezu keiner während der gesamten Show. Ungewöhnlich in diesem Zusammenhang: Der weitestgehend bestuhlte Innenraum...



Im Vorhinein hatte ich ja bereits mal erwähnt, dass ich eher kleinere Konzerte schätze - aber dieses passte gut mit meinen Urlaubsplänen überein und war schon ein ziemliches Spektakel (auch von der Zuschauermenge her). 2014 hatte ich Taylor im Rahmen ihrer ,,Red Tour" schon einmal live gesehen - Konzertbericht: *click* - wobei mir jene Show ein wenig besser gefiel, da ich das damals aktuelle Album lieber mochte, aus welchem sie dieses Mal kaum Songs gespielt hat.



Dem Publikum hat´s jedenfalls sehr gefallen, die koordiniert in verschiedenen Farben zu bestimmten Zeitpunkten aufleuchtenden Armbänder, die jeder am Eingang erhalten hatte, machten nach Einbruch der Dunkelheit eine Menge her - und die Irländerinnen sind in Sachen ,,luftige Kleidung bei frischem Wetter" echt besser abgehärtet als die Mädels hierzulande...  ;)

"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

StS



Meine letzten beiden Konzerte des Jahres 2018 hatten mich kürzlich mal wieder ins Docks nach Hamburg geführt...



Als erstes hatte ich mir am 21.10. die Show der 1996 in Stavanger geborenen norwegischen Sängerin Aurora (Aksnes) angeschaut, welche hierzulande vor allem durch ihren in einer Mobilfunk-Werbung verwendeten Song ,,Running with the Wolves" bekannt geworden ist. Auf der Bühne wirkt sie ,,elfenhaft" - hat eine ,,eigenwillige" (fast kindliche) Art an sich, wenn sie etwas erzählt, mit dem Publikum interagiert oder tanzt - und überzeugt mit einer zwischen zart und kraftvoll wechselnden Stimme, mit der sie ihre teils ,,verkünstelt-philosophischen" Texte zum Besten gibt. Charmant und energiegeladen präsentierte sie sich, ist rund 100 Minuten lang aufgetreten und hat mich dabei mit kräftig pulsierenden Beats überrascht, da ich zuvor eigentlich gedacht hatte, es würde ein ,,eher ruhigeres" Konzert werden. Das ,,Nordische" ist klar herauszuhören - ,,ein Hauch von Björk" kam mir in den Sinn - allerdings machen die Pop-Anteile ihre Musik auch dem Mainstream zugänglich. Gewiss werde ich sie nicht das letzte Mal live gesehen haben...





Des Weiteren stand dann noch die schottische Elektro- bzw. Synthie-Pop-Band Chvrches am 09.11. auf dem Programm, deren Songs mal oberflächlich-locker-beschwingt, mal melancholisch-ernst daherkommen und auf diesem Wege quasi eine entsprechende ,,Spannweite" zwischen Indie und Mainstream abdecken. Sängerin Lauren Mayberry ist hübsch und verfügt über eine interessante (süße) Stimme, ihr Band-Kollege Martin Doherty hat ebenfalls zwei Lieder als ,,Hauptsänger" (statt sonst am Synthesizer) performt, der Sound war gut, Erzählungen und Interaktionen mit den Fans hielten sich in Grenzen (wie Aurora kann auch Lauren ein wenig Deutsch) und am Ende des Abends waren die etwas über 90 Minuten kurzweilig-unterhaltsam vorübergegangen...

"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")