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Autoren-Thread: Mr. Vincent Vega

Begonnen von Mr. Vincent Vega, 6 Oktober 2006, 01:13:08

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McKenzie

26 Oktober 2007, 04:35:03 #480 Letzte Bearbeitung: 26 Oktober 2007, 04:38:51 von McKenzie
Zitat von: Bettwurst am 26 Oktober 2007, 03:46:28
Alles. ALLES, was auch nur ansatzweise interessant sein könnte, muß angesehen werden, ist doch ganz klar.  :LOL: Und mit 19 sollte man sowieso schon alles kennen.  ;)

Findest du das witzig?  :anime: Ich finde es in höchstem Maße resignierend. Ich will ALLES sehen und der Berg an zu bewältigendem Filmmaterial wächst und wächst und wächst und wächst und wächst...  :bawling: :icon_mrgreen:

Zitat von: Bettwurst am 26 Oktober 2007, 03:46:28
Auch wenn ich es schon zum 76. Mal gefragt werde: Nein.  :icon_lol: Aber was nicht ist, kann ja noch werden, angenehmer als so mühsam zu tippen (die Hälfte der Gedanken bleibt bei mir sowieso am Weg von Hirn zu Fingern irgendwo hängen), ist es sicherlich.  :icon_mrgreen:

Mit Telefonieren wird es ohnehin nichts, das Equipment habe ich leider noch nicht. Aber in diesem Fall würde ich dann doch den Chat der PM vorziehen.

Zitat von: Bettwurst am 26 Oktober 2007, 03:46:28
Nein. Schau doch nach, da war ja nichts. Himmel, was ist nur mit dir los?

:LOL:

Repression deluxe. Ich stelle gerade fest, das der Spam hier in Rajkos Thread (noch) ungehindert weiterblüt (der nette alte Mann oben war natürlich als Präsent gedacht). Hast du mich vielleicht schon infiziert?  :icon_eek:

Zitat von: Bettwurst am 26 Oktober 2007, 03:46:28
Na, da schlau her, mehr als man erwarten konnte. Dafür überreichen wir ihm gleich den Peter Greenaway Verdaulichkeits Gedächtnisaward für "besonders unerwartete Leistungen"!

Naja, eigentlich bin ich schon von einem sehenswerten Film ausgegangen, mein Misstrauen blieb allerdings bis zur Schlussequenz (die trotzdem eine schlöne Portion Moralismus beinhaltet) bestehen.  ;)

Zitat von: Bettwurst am 26 Oktober 2007, 03:46:28
Gschmarri??  :icon_eek: Ist das ein Tipp-Artefakt oder sagts ihr wirklich so?  :dodo:

Nah, mier hier in Franggn sang des wägli so.  :king: Ihr a?

Zitat von: Bettwurst am 26 Oktober 2007, 03:46:28
Verdient hast du es dir und wir uns dein Review sowieso.  :icon_mrgreen:

Wenn die pseudo-intellektuelle Grütze jemand lesen will... Wobei ich da allerdings schon eine fiese Idee habe, die sich allerdings ganz kongenial im Vergleich zu Jean-Lucs essayistischen Filmen verhält...

Ganz off Topic ist es ja noch nicht - schade das Rajko schon schläft, sonst hätte er vorhin vermutlich prompt in die Tasten gegriffen (oder auch nicht in Anbetracht von soviel irrationaler Ignoranz gegenüber einem der meisterlichsten Filmemacher der Gegenwart  ;)).
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


Mr. Vincent Vega

Zitat von: McKenzie am 26 Oktober 2007, 04:35:03
Ganz off Topic ist es ja noch nicht - schade das Rajko schon schläft, sonst hätte er vorhin vermutlich prompt in die Tasten gegriffen

Ehrlich gesagt wüsste ich nicht, wo ich hier "prompt in die Tasten" greifen sollte, denn bei euren Insidern sehe ich nicht wirklich durch und Godard wiederum interessiert mich nicht die Bohne, von daher. ;)

Zitat von: McKenzie am 26 Oktober 2007, 04:35:03
(oder auch nicht in Anbetracht von soviel irrationaler Ignoranz gegenüber einem der meisterlichsten Filmemacher der Gegenwart  ;)).

Meinst du damit Ang Lee? Na ja, da bringt es nicht viel, eine große Diskussion aufzumachen. SENSE AND SENSIBILITY halte ich für die beste Jane Austen-Adaption überhaupt, und nur im Kontext des Schaffens dieser Frau kann man den Film auch wirklich verstehen. Es ist eine leise, feine, eine visuell komplexe und ungemein bewegende Parabel, wenn auch sicherlich Lees unpersönlichster Film.

THE ICE STORM muss man gesehen haben, der ist all das, was AMERICAN BEAUTY, HAPPINESS oder IMAGINARY HEROES gern wären, und neben (für mich sogar vor) FAR FROM HEAVEN und IN THE MOOD FOR LOVE zweifellos die großartigste Douglas Sirk-Neuinterpretation der letzten Jahre. WEDDING BANQUETT kann ich dir auch nur ans Herz legen. Ist auch kein Hollywood-Film, sondern eine kleine, unabhängig produzierte Tragikomödie über zwei Schwule im friedvollen Kampf gegen Tradition und Konvention. Spätestens mit BROKEBACK MOUNTAIN avancierte Ang Lee für mich neben Cronenberg und Burton zum besten Regisseur der Gegenwart (andere vielversprechende Filmemacher wie z.B. Bill Condon, Park Chan-Wook, Stephen Daldry, Todd Haynes, P.T. Anderson, Kim Ki-Duk, Alfonso Cuarón oder Wong Kar Wai aufgrund ihrer [noch bestehenden] Unberechenbarkeit außenvorgelassen).

psychopaul

Ach, Wong Kar Wai kannst du ruhig dazunehmen. Und besonders unberechenbar ist der doch eigentlich gar nicht, eher im Gegenteil, man könnte ihm eher thematisch-stilistische Eintönigkeit oder gar Stillstand vorwerfen.  :icon_razz:


Park ist bei mir nach dem völlig überkandidelten Lady Vengeance sowieso stark in meiner Gunst gesunken, wenn man sich mal an der Optik sattgesehen hat, bleibt da möglicherweise nicht mehr viel Tiefgründig-Interessantes an seinen Filmen über...  :andy:
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Mr. Vincent Vega

Zitat von: Bettwurst am 26 Oktober 2007, 15:37:21
Ach, Wong Kar Wai kannst du ruhig dazunehmen. Und besonders unberechenbar ist der doch eigentlich gar nicht, eher im Gegenteil, man könnte ihm eher thematisch-stilistische Eintönigkeit oder gar Stillstand vorwerfen.  :icon_razz:

Einen Stil haben die alle, aber bislang reicht mir deren vorläufiges Gesamtwerk noch nicht aus, um nahezu endgültige Aussagen treffen zu können. Selbst bei Lee wäre das etwas gewagt, immerhin dreht er erst seit rund 15 Jahren aktiv Spielfilme.

Zitat von: Bettwurst am 26 Oktober 2007, 15:37:21
Park ist bei mir nach dem völlig überkandidelten Lady Vengeance sowieso stark in meiner Gunst gesunken, wenn man sich mal an der Optik sattgesehen hat, bleibt da möglicherweise nicht mehr viel Tiefgründig-Interessantes an seinen Filmen über...  :andy:

Und da ich den noch nicht gesehen habe, bin ich da auch vorsichtig.

Mr. Vincent Vega

Bretzel hat mich indirekt darauf aufmerksam gemacht, dass ich noch gar nicht auf meine Warnung vor "Nach 7 Tagen - Ausgeflittert" hingewiesen habe. Und ja: Der Film selbst ist sogar noch schlechter als der deutsche Titel. :icon_lol:

PS: "Eastern Promises" war mein 200. ofdb-Review. :algo:

Chili Palmer

Zitat von: Mr. Vincent Vega am 26 Oktober 2007, 15:46:53
PS: "Eastern Promises" war mein 200. ofdb-Review. :algo:

Und wenn das Mr. "Auf-diese-Reviewjubiläen-geb-ich-nichts" sagt, dann will das beachtet werden.  :icon_mrgreen: Glückwunsch!  :pidu:
"I'm an actor, love, not a bloody rocket surgeon".

"Der Terminader is ja im Grunde so'n Kaiborch."

Mr. Vincent Vega

Zitat von: Chili Palmer am 26 Oktober 2007, 15:50:28
Und wenn das Mr. "Auf-diese-Reviewjubiläen-geb-ich-nichts" sagt, dann will das beachtet werden.  :icon_mrgreen: Glückwunsch!  :pidu:

Sehr aufmerksam. Na ja, daran hat sich auch nichts geändert, was man schon daran sieht, dass es mir jetzt erst eine Woche später zufällig auffiel.

Crumby Crumb & the Cunty Bunch

Da ich nicht glaube, daß Du in den High-Def Thread reinschaust, sind hier mal 3 Shots der Blu-ray Deines Lieblingsfilmes:



Oder gehe ich falsch in der Annahme, daß sich jeder gerne Bilder anschaut?
'Are you talkin' to me? You talkin' to me?' - Raging Bull, Pacino. Love that movie!

Mr. Vincent Vega

Zitat von: Rügenwalder Sesselmett am 26 Oktober 2007, 18:16:43
Da ich nicht glaube, daß Du in den High-Def Thread reinschaust, sind hier mal 3 Shots der Blu-ray Deines Lieblingsfilmes:


Da schaue ich tatsächlich nie rein. Sieht gut aus, aber Blue-ray und HD sind bei mir noch kein Thema. Wird wohl auch noch 'ne Weile so bleiben.

Ist ja fast schon zu scharf - da erkennt man Stan Winstons Make-Up zu sehr. Desillusion und sowas...

PS: Bald ist es wieder soweit. Jedes Jahr an Weihnachten wird er geschaut und sich danach in eine tiefe, einige Tage andauernde Lebenskrise gestürzt. Dazu dann Elfmans beste Komposition, und fertig ist der Soundtrack of my life. :icon_mrgreen:

Zitat von: Rügenwalder Sesselmett am 26 Oktober 2007, 18:16:43Oder gehe ich falsch in der Annahme, daß sich jeder gerne Bilder anschaut?

?

Crumby Crumb & the Cunty Bunch

Zitat von: Mr. Vincent Vega am 26 Oktober 2007, 18:38:00
?

Sollte nur vorbeugen, daß eine Antwort à la "Was nützen mir Bilder von etwas, das ich mir sowieso nicht holen werde!" kommt ;)

Hab ich schon mal erwähnt, daß ich den Film '91 noch im Kino gesehen habe?  :icon_cool:

Who wants to touch me?  :icon_mrgreen:
'Are you talkin' to me? You talkin' to me?' - Raging Bull, Pacino. Love that movie!

Mr. Vincent Vega

Zitat von: Rügenwalder Sesselmett am 26 Oktober 2007, 19:17:10
Hab ich schon mal erwähnt, daß ich den Film '91 noch im Kino gesehen habe?  :icon_cool:

Bislang erst ungefähr 24mal, davon ca. 21mal in SutterCains Küche. ;)

Ich muss den auch gar nicht unbedingt im Kino gucken, bin mir nicht einmal sicher, ob ich es machen würde, wenn er jetzt beispieslweise irgendwo liefe. Man geht mit so einem Film eine derart tiefe Verbindung ein - daheim auf der Couch -, dass ein vollbesetzter Kinosaal dieses Verhältnis eher belasten und meine emotionale Beziehung dazu verfemden könnte. Ist zumindest bei "Brokeback Mountain" der Fall ("Return of the Jedi" wäre da dann die Ausnahme aus meinen drei Lieblingsfilmen).

Zitat von: Rügenwalder Sesselmett am 26 Oktober 2007, 19:17:10
Who wants to touch me?  :icon_mrgreen:

Mr. Hankey

Crumby Crumb & the Cunty Bunch

26 Oktober 2007, 20:01:00 #491 Letzte Bearbeitung: 26 Oktober 2007, 20:34:50 von Rügenwalder Sesselmett
Zitat von: Mr. Vincent Vega am 26 Oktober 2007, 19:40:16
Bislang erst ungefähr 24mal, davon ca. 21mal in SutterCains Küche. ;)

Doppelt hält besser ;)

Zitat
Mr. Hankey

*** **. ***** ******** ****, **** *** **. ****** ******, **** ***** ** ** ****?

Auf Wunsch des Thread Urhebers zensiert.
'Are you talkin' to me? You talkin' to me?' - Raging Bull, Pacino. Love that movie!

McKenzie

27 Oktober 2007, 02:21:42 #492 Letzte Bearbeitung: 27 Oktober 2007, 05:48:26 von McKenzie
Zitat von: Mr. Vincent Vega am 26 Oktober 2007, 15:27:57
Ehrlich gesagt wüsste ich nicht, wo ich hier "prompt in die Tasten" greifen sollte, denn bei euren Insidern sehe ich nicht wirklich durch und Godard wiederum interessiert mich nicht die Bohne, von daher. ;)

Nun, nachdem ich mich gar nicht mal so enthusiastisch über Ang Lee geäußert habe, sah ich in Gedanken schon die Zornesröte in dein Gesicht schießen.  :icon_mrgreen:

Ich bin übrigens mit Jane Austen aufgewachsen (Mutter sei dank) und kann dir daher insofern beipflichten als "Sense and Sensibility" als Adaption ein gelungener Film ist. Nichtsdestotrotz - gegen die 1994er-Verfilmung von "Persuasion" kommt er nicht an.  ;) Hast du eigentlich neben der Hollywood-Verfilmung mit Keira Knightley auch die BBC-Verfilmung von "Pride and Prejudice" gesehen? Aber die beste Jane Austen-Verfilmung ist sowieso zweifelsohne "Mansfield Park", nicht wahr?  :icon_twisted:
So richtig warm geworden bin ich mit dem ganzen Zeugs aber nie, imo war da zwar Tiefe, die Filme für meinen Geschmack aber nicht tief genug...

Zitat von: Mr. Vincent Vega am 26 Oktober 2007, 15:27:57
THE ICE STORM muss man gesehen haben, der ist all das, was AMERICAN BEAUTY, HAPPINESS oder IMAGINARY HEROES gern wären, und neben (für mich sogar vor) FAR FROM HEAVEN und IN THE MOOD FOR LOVE zweifellos die großartigste Douglas Sirk-Neuinterpretation der letzten Jahre.

Klingt interessant (Gottseidank scheinst du meine Skepsis gegenüber "American Beauty" zu teilen), auch wenn mich der Todd Haynes-Film mehr interessiert. Über kurz oder lang werden mir die noch fehlenden Ang Lee Filme aber vermutlich ohnehin noch über den Weg laufen.

Zitat von: Mr. Vincent Vega am 26 Oktober 2007, 15:27:57(andere vielversprechende Filmemacher wie z.B. Bill Condon, Park Chan-Wook, Stephen Daldry, Todd Haynes, P.T. Anderson, Kim Ki-Duk, Alfonso Cuarón oder Wong Kar Wai aufgrund ihrer [noch bestehenden] Unberechenbarkeit außenvorgelassen).

Zumindest Park, Anderson, Kim und Wong haben in meinen Augen schon längst einen eigenen, "berechenbaren" Stil entwickelt. Park sogar ZU berechenbar. Nachdem ich "Lady Vengeance" als komplexen Diskurs über das Wesen von Rache und Selbstsuggestion verehrte wird mir seit "I'm a Cyborg but that's OK" regelmäßig übel, wenn ich den Namen höre. Der Typ wird mir immer suspekter und unsympathischer.

Zitat von: Bettwurst am 26 Oktober 2007, 15:37:21
Park ist bei mir nach dem völlig überkandidelten Lady Vengeance sowieso stark in meiner Gunst gesunken, wenn man sich mal an der Optik sattgesehen hat, bleibt da möglicherweise nicht mehr viel Tiefgründig-Interessantes an seinen Filmen über...  :andy:

Ob du dich da nicht verschätzt?  ;) (Andererseits: Rajkos maßlose Verehrung für Ang Lee fällt für mich auch in die Kategorie "liebenswerte Hysterie".  :icon_lol:)

ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


psychopaul

ZitatOb du dich da nicht verschätzt?

Naja, ich gebe zu, durch diese dämlich überzogene Inszenierung der ganzen Chose ist mir der komplexe Diskurs des Themas wohl etwas entgangen.  :icon_lol:
Ich konnte mich gar nie auf die Geschichte einlassen, weil alles zu sehr auf den Style aus war. Bei Oldoy hat das ja noch alles gepasst, hier aber wars mir einfach zu viel des Guten (falls der Film "ernst" sein wollte und das wollte er ja anscheinend). Aber ich war auch nicht hundertpro fit, als ich den gesehen hab und werde sicher nochmal checken, ob er nicht doch ganz okay ist.  :icon_razz:

PP, dem von Blade Runner noch die Ohren und Augen dröhnen.  :icon_cool: (hatte das gar nicht mehr so in Erinnerung wie genial der Film vor allem gegen Ende inszeniert ist  :love:)
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Mr. Vincent Vega

Zitat von: Rügenwalder Sesselmett am 26 Oktober 2007, 20:01:00
*** **. ***** ******** ****, **** *** **. ****** ******, **** ***** ** ** ****?

Auf Wunsch des Thread Urhebers zensiert.

:doof:

Zitat von: McKenzie am 27 Oktober 2007, 02:21:42
Nun, nachdem ich mich gar nicht mal so enthusiastisch über Ang Lee geäußert habe, sah ich in Gedanken schon die Zornesröte in dein Gesicht schießen.  :icon_mrgreen:

Das hieße ja, dass ich noch irgendetwas darauf geben würde, was du sagst. :icon_mrgreen:

Zitat von: McKenzie am 27 Oktober 2007, 02:21:42
Ich bin übrigens mit Jane Austen aufgewachsen (Mutter sei dank) und kann dir daher insofern beipflichten als "Sense and Sensibility" als Adaption ein gelungener Film ist. Nichtsdestotrotz - gegen die 1994er-Verfilmung von "Persuasion" kommt er nicht an.  ;) Hast du eigentlich neben der Hollywood-Verfilmung mit Keira Knightley auch die BBC-Verfilmung von "Pride and Prejudice" gesehen?

Ja, aber die habe ich eher in suboptimaler Erinnerung. Colin Firth kann es nicht mit Matthew MacFadyen aufnehmen.

Zitat von: McKenzie am 27 Oktober 2007, 02:21:42
Aber die beste Jane Austen-Verfilmung ist sowieso zweifelsohne "Mansfield Park", nicht wahr?  :icon_twisted:

Weiß ich nicht, habe ich nicht gesehen.

Zitat von: McKenzie am 27 Oktober 2007, 02:21:42
So richtig warm geworden bin ich mit dem ganzen Zeugs aber nie, imo war da zwar Tiefe, die Filme für meinen Geschmack aber nicht tief genug...

Womit wirst du denn glücklich? Rosamunde Pilcher? Marie Blank-Eismann?

Zitat von: McKenzie am 27 Oktober 2007, 02:21:42
Klingt interessant (Gottseidank scheinst du meine Skepsis gegenüber "American Beauty" zu teilen), auch wenn mich der Todd Haynes-Film mehr interessiert. Über kurz oder lang werden mir die noch fehlenden Ang Lee Filme aber vermutlich ohnehin noch über den Weg laufen.

Vielleicht wäre es sogar besser für sie, wenn sie dabei einen großen Bogen um dich machen würden. :icon_twisted:

Zitat von: McKenzie am 27 Oktober 2007, 02:21:42
Zumindest Park, Anderson, Kim und Wong haben in meinen Augen schon längst einen eigenen, "berechenbaren" Stil entwickelt. Park sogar ZU berechenbar. Nachdem ich "Lady Vengeance" als komplexen Diskurs über das Wesen von Rache und Selbstsuggestion verehrte wird mir seit "I'm a Cyborg but that's OK" regelmäßig übel, wenn ich den Namen höre. Der Typ wird mir immer suspekter und unsympathischer.

Aber gerade letzteres ist auch eindeutig Indiz dafür, dass er eben noch nicht völlig berechenbar ist, noch keine halbwegs abschließenden Urteile zulässt und noch für Überraschungen (negativ oder positiv) gut zu sein scheint. Kim ist seit seiner "ich mache jetzt mal Arthaus für die Festivals dieser Welt"-Mentalität ebenso schwer einzuordnen. Und Anderson ... na ja, warte "There will be Blood ab". :exclaim:

Zitat von: McKenzie am 27 Oktober 2007, 02:21:42
(Andererseits: Rajkos maßlose Verehrung für Ang Lee fällt für mich auch in die Kategorie "liebenswerte Hysterie".  :icon_lol:)

Witzig das von dir zu hören.

Chili Palmer


Nachdem es im "American Gangster"-Thread ja hoch herging, dachte ich mir, dass es vielleicht gar nicht mal so uninformativ sein könnte, ein Review zu lesen, dass vermitteln kann, weshalb du vorzeitig das Handtuch geworfen hast. Da muss zweifellos mehr eigene Haltung rüberkommen als bei einem Standardabriss für Schauspieler, Machart, etc.
Schön, dass du deinen Blog dafür genutzt hast. War mir dann letztlich ein wenig zu kurz, aber es ist die Tat, die zählt.  :respekt:

P.S. "Gladiator" ist toll.
"I'm an actor, love, not a bloody rocket surgeon".

"Der Terminader is ja im Grunde so'n Kaiborch."

Mr. Vincent Vega

Zitat von: Chili Palmer am 28 Oktober 2007, 17:45:50
Nachdem es im "American Gangster"-Thread ja hoch herging, dachte ich mir, dass es vielleicht gar nicht mal so uninformativ sein könnte, ein Review zu lesen, dass vermitteln kann, weshalb du vorzeitig das Handtuch geworfen hast. Da muss zweifellos mehr eigene Haltung rüberkommen als bei einem Standardabriss für Schauspieler, Machart, etc.
Schön, dass du deinen Blog dafür genutzt hast. War mir dann letztlich ein wenig zu kurz, aber es ist die Tat, die zählt.  :respekt:

In der Tat hatte ich mit dem Gedanken gespielt, wohl gemerkt nachdem es in besagtem Thread "hoch herging", ein nicht ganz ernst gemeintes Review zum Film bzw. dessen erster Hälfte zu schreiben. Aber wahrscheinlich hätten sich dann alle wieder aufgeregt und es wäre vermutlich aus der ofdb verbannt worden. Deshalb blieb es bei ein paar kurzen Sätzen in meinen Blog, was ja schon Hankey beispielsweise (siehe Comments) bereits nicht in Ordnung findet (warum auch immer).

Zitat von: Chili Palmer am 28 Oktober 2007, 17:45:50
P.S. "Gladiator" ist toll.

Ja, mindestens so gut wie "Electra". ;)

Chili Palmer


Da schau mal einer an; die Kommentare hatte ich bis jetzt immer übersehen - da geht euer Gerangel also weiter.  :icon_mrgreen:

Hier sollte es niemandem um eine gehaltvolle Besprechung deinerseits gehen, sondern eher um den Erfahrungsbericht eines Filmfreunds, der schon eine Menge Mist gesehen hat und sich dennoch genötigt sah, zum ersten Mal den Kinosaal vorzeitig zu verlassen. Und wenn so etwas nicht in deinen Filmblog passt, dieses Tagebuch der Neuzeit, dann weiß ich auch nicht.
Die OFDb ist da ein ganz anderes Thema, aber wem erzähle ich das. Passt doch alles so, wie es jetzt ist.


Und, ja, Elektra... das winzige Streichholz, das mich und McKinsey verbindet.  :pidu: ;)
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Mr. Hankey

ZitatDeshalb blieb es bei ein paar kurzen Sätzen in meinen Blog, was ja schon Hankey beispielsweise (siehe Comments) bereits nicht in Ordnung findet (warum auch immer).
Weil ich es qualitativ einfach unter deinem Niveau finde. Zumal es halt in dieser Form auch wieder so wirkt "Darsteller Scheisse, Regisseur Scheisse, alles scheisse".


Sollte also eher als unterschwelliges Lob an Deine sonstigen Ergüsse gedacht sein (so realitätsfern sie auch immer sein mögen ;)), dem du dieses Mal nur einfach nicht gerecht geworden bist, selbst für einen absichtlich kurzen Abriss, aber nun gut. ;)
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psychopaul

Kann es sein, dass du bei Planet Terror ein bißchen zuviel auf der "Postmoderne" Welle herumreitest?

Es ist natürlich klar, dass die vielen Anspielungen usw.. in dem Film vorkommen, ich persönlich habe aber als jemand, der die "Vorbilder" alles andere als in und auswendig kennt, gar keine direkten Zitate wahrnehmen können. Und darüberhinaus nehme ich an, dass sich ein Großteil des Films sogar durch eigene Ideen auszeichnet.

Ich sehe Planet Terror weniger als postmoderne Hommage, sondern als eher als gelungenen Genrefilm, der natürlich gewisse Versatzstücke dieses Genres anwendet, aber man merkt dem Film, finde ich, einfach seinen Spaß, das berühmte Herzblut durchaus an.
(und ja, ich kreide dem Film nicht an, dass er sich selbst nicht ernst nimmt, denn Zombie-Filme sind, einzig mit Ausnahme von "Night" grundsätzlich nicht ernst zu nehmen, Punkt.)

Wie gesagt, ich bin alles andere als ein "Genre-Gucker", vielleicht fällt es mir deshalb auch leichter, Filme dieser Art gut zu finden, wenn ich sowas bloß 2mal im Jahr sehe, aber ich habe beim Lesen nicht nur deiner Kritik (Bretzel und Chili können sich hier auch angesprochen fühle, McKenzie les ich erst noch  ;)) den Eindruck, als würde bei einem Rodriguez (vielleicht auch bei Tarantino) mit einem anderen Maß gemessen als bei anderen Filmemachern, die derartige Filme drehen.

Was unterscheidet z.b. für dich den ja genauso postmodern-hommagenden Hot Fuzz, den du ja sehr magst, von Planet Terror??? Für mich ist das die völlig gleiche Kategorie von Film (und ich fand beide gut).
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Chili Palmer

Ich fühle mich mal angesprochen...  ;)

Mein Kumpel, mit dem ich "Planet Terror" im Kino gesehen hatte, meinte danach:

"Weißt du, diese Fotos, mit denen Doc Block den Patienten abschrecken wollte... eins davon hätte genügt. Aber es musste noch eins kommen, das noch ekliger war. Fand ich unnötig. Und dann das Zombieproblem, das war doch das Anarchie-Element, das die kleine Stadt durchrütteln sollte. So etwas wirkt doch gar nicht, wenn in der Stadt eh schon alle am Rad drehen. Wie die beiden Babysitter-Twins, die den Wagen zerstört haben... völlig unnötig. Der Film wollte sich immer wieder selbst überbieten und wurde dadurch für mich völlig uninteressant. "Death Proof" hatte in seiner Hommage-Art immer noch eine Balance, hat sich selbst zwischendurch auf coole Weise ausgebremst. Und seit "Sin City" weiß ich einfach, dass Rodriguez auch weiß, wie man einen Film zur Perfektion formt. Aber "Planet Terror" ist wirklich so schlecht wie die Filme, vor denen er sich verneigen will, und ebenso wie sie merkt er es selbst nicht".

Ich musste ihm beipflichten.
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Mr. Vincent Vega

2 November 2007, 02:14:52 #501 Letzte Bearbeitung: 2 November 2007, 02:26:00 von Mr. Vincent Vega
Zitat von: Bettwurst am  2 November 2007, 01:46:57
Kann es sein, dass du bei Planet Terror ein bißchen zuviel auf der "Postmoderne" Welle herumreitest?

Es ist natürlich klar, dass die vielen Anspielungen usw.. in dem Film vorkommen, ich persönlich habe aber als jemand, der die "Vorbilder" alles andere als in und auswendig kennt, gar keine direkten Zitate wahrnehmen können. Und darüberhinaus nehme ich an, dass sich ein Großteil des Films sogar durch eigene Ideen auszeichnet.

Ich sehe Planet Terror weniger als postmoderne Hommage, sondern als eher als gelungenen Genrefilm, der natürlich gewisse Versatzstücke dieses Genres anwendet, aber man merkt dem Film, finde ich, einfach seinen Spaß, das berühmte Herzblut durchaus an.
(und ja, ich kreide dem Film nicht an, dass er sich selbst nicht ernst nimmt, denn Zombie-Filme sind, einzig mit Ausnahme von "Night" grundsätzlich nicht ernst zu nehmen, Punkt.)

Wie gesagt, ich bin alles andere als ein "Genre-Gucker", vielleicht fällt es mir deshalb auch leichter, Filme dieser Art gut zu finden, wenn ich sowas bloß 2mal im Jahr sehe, aber ich habe beim Lesen nicht nur deiner Kritik (Bretzel und Chili können sich hier auch angesprochen fühle, McKenzie les ich erst noch  ;)) den Eindruck, als würde bei einem Rodriguez (vielleicht auch bei Tarantino) mit einem anderen Maß gemessen als bei anderen Filmemachern, die derartige Filme drehen.

Was unterscheidet z.b. für dich den ja genauso postmodern-hommagenden Hot Fuzz, den du ja sehr magst, von Planet Terror??? Für mich ist das die völlig gleiche Kategorie von Film (und ich fand beide gut).

HOT FUZZ ist natürlich auch postmodern, und nicht zu knapp. Allerdings habe ich dagegen auch überhaupt nichts einzuwenden - wie auch, wir befinden uns nun einmal im weitestgehend unkreativen Schwebezustand, bei dem wir mit eingeschränkten Blickwinkeln Kulturgeschichte reflektieren und daraus anstatt Neuartiges zu generieren viel lieber immer wieder aufs Neue darüber berichten, wie wir das reflektieren, was wir reflektieren. Um das simpler auszudrücken: Wenn man die Rechnung ganz emotionslos machte, so würden sich ein HOT FUZZ und PLANET TERROR nicht viel nehmen. Aber, und das ist entscheidend, es kommt schon darauf an, wie man mit den postmodernen Versatzstücken jongliert. Tarantino hat das in gewisser Hinsicht recht elegant mit PULP FICTION vorgeführt, doch hegte dabei scheinbar immer die Ambition, trotz seiner offensichtlichen Banalität und der Tatsache, dass sich der Film ausschließlich bei Vorbildern bedient (insbesondere Kubricks THE KILLING), als etwas Originelles, etwas Neuartiges erscheinen zu wollen. Genau da besteht auch einer der Grundsätze postmodernen Filmemachers - nämlich die Montage geklauter Versatzstücke als Neuheit vorzutäuschen.

Nun kann man natürlich streiten, inwiefern das bereits ein Qualitätskriterium darstellt, und vor allem, wie wer was beurteilt. Ich persönlich finde das Spiel mit Genrezitaten, wie es Edgar Wright betreibt, 100mal cleverer, geschickter und subtiler, als es ein Robert Rodriguez jemals hinbekommen würde. Bei SHAUN OF THE DEAD gibt es vielleicht alle 5 Minuten mal einen wirklich konkreten Verweis, den man nicht übersehen kann, ansonsten arbeitet der Film mit sehr versteckten, sehr leisen Anspielungen, die vor allem nie sein eigentliches Gerüst bilden, sondern immer nur Beiwerk bleiben. Der Film erzählt eine Geschichte und würde selbst dann großartig funktionieren, wenn man jedes Zitat und jede Reverenz ausradieren würde. Genau das aber kann man beim komplett uneigenständigen PLANET TERROR keineswegs behaupten, hier reiht sich ein bewusster, auf sich selbst aufmerksam machender Joke an den nächsten. Das alles ist unoriginell, belanglos und austauschbar, selbstgefällig und absolut nicht liebenswert (eine der größten Stärken in SHAUN und FUZZ sind z.B. die zutiefst liebenswürdigen Figuren).

Es kann schon sein, dass meine Genervtheit vom postmodernen, ach so hippen und selbstreflexivem Einheitsbrei der 90er bis jetzt nun ungerechtfertigt auf PLANET TERROR schlägt, aber selbst wenn man diesen Aspekt mal völlig außen vor lässt, bleibt mein Kritikpunkt am gescheiterten Konzept des Projekts. Mit teuer auf billig machen, das funktioniert keine Minute, egal wie viel Liebe zur Sache ihr da alle immer sehen wollt. Zumal sich der Film Grindhouse schimpft (was ist das überhaupt für ein Unding von einem Wort, das auf einmal jeder vor sich herplappert? Vor nicht mal einem Jahr hat das doch noch keiner von uns benutzt!?), aber ständig nur Filme bedient, die damit gar nichts zu tun haben.

Übrigens: Wie man die Postmoderne bedient, sich ihrer bewusst annimmt und als ihr Bestandteil komplexe Bezugssysteme bildet, beweisen immer wieder die SIMPSONS, an die mich Edgar Wrights Inszenierungen auch sehr stark erinnern. Das ist ein Niveau, das aber nur die allerwenigsten erreichen.



edit:

Ein übrigens ganz und gar brillanter Genrefilm, der fast ausnahmslos nicht postmodern funktioniert, war für mich THE DESCENT. Vielleicht hat das unterbewusst auch dazu beigetragen, dass dieser mich so umgehauen hat.

2. edit:

Und dass du "Night" als einzige Ausnahme der ernstzunehmenden Zombie-Filme benennst, entlarvt dich tatsächlich gröbster Genre-Unkenntnis. Drum werde ich jetzt auch nicht mit Jacques Tourneur anfangen. ;)

Mr. Vincent Vega

Man kann es auch in wenigen Worten sagen, so wie der Chili. :icon_mrgreen:

Ganz kurz und knapp trifft er es in seinem Review auch auf den Punkt: "Von diesem Spektakel geht keine Herausforderung aus, es genügt sich einfach nur auf eine bequeme Weise selbst."

psychopaul

2 November 2007, 03:43:51 #503 Letzte Bearbeitung: 2 November 2007, 04:01:42 von Bettwurst
Das sind ja mal nette Ausführungen. Shaun kenne ich nicht, das ist jetzt grade bei der Diskussion leider ein Nachteil  ;) aber das mit den liebenswerten Charakteren aus Hot Fuzz kann ich gut nachvollziehen. Das unterschreibe ich auch, umgekehrt ist aber für mich das Fehlen solcher bei Planet Terror nicht sofort ein negativer Aspekt.  :icon_razz: Aber ich weiß ja, mit den "coolen" hast du es nicht so.  :icon_twisted:
Wobei es schon stimmt, Freddy Rodriguez ist als eigentlicher Hauptcharakter nicht DER Knaller, wobei ich die Damen, den Doc und auch den Barbecue Typen ganz einfach witzig fand, wobei es bei letzterem gegen Ende auch schon etwas eintönig wurde.

Aus dem Argumentationsteil "was sich Grindhouse nennt", "teuer einen auf billig machen" usw. halte ich mich komplett raus, denn das sind für mich Drumherum Aspekte, die mich als Zuseher nicht die Bohne interessieren bzw. mich gar nicht stören. Ich mache Rodriguez keinen Vorwurf, dass er mehr Geld verwendet hat, denn der Film sieht IMO dafür auch gut aus, also was solls..  ;)
Haben denn die 2 jemals behauptet, sie wollen "schlechte" oder "billige" Filme machen?

Mit den "weniger wäre mehr gewesen" Argumenten von Chili und Kumpel kann ich nicht ganz d'accord gehen, das kann man genausogut andersrum sehen.  ;)
Okay, bei einem Film, der auf echte Athmosphäre setzt, klar, kein Ding, aber die ist bei diesem Projekt schon ab der ersten Minute (und schon davor beim Machete-Trailer  ;)) ja gar nicht gegeben und offensichtlich eben auch gar nicht gewollt. Hier wird ununterbrochen nur auf die Kacke gehauen, so etwas wie Story oder Elemente wie "mitfiebern können" gibt es hier nicht. Wer für sowas nicht empfänglich ist, hats halt schwer, aber dem Film das anzukreiden, hm.. Ich persönlich ordne den Film eigentlich unter Klamauk ein, quasi die Nackte Kanone der Zombiesplatter.  ;)

@ Tourneur: ja, den habe ich sogar eh gesehen, glaub ich und er mag auch halbwegs ernstzunehmend sein, aber kann mich ja auch nicht immer an alles erinnern.  :king:

Von dem was ich bisher gelesen habe (so ein Brocken Reviews, ächz  :icon_eek:), hat es eigentlich Sarge am besten auf den Punkt gebracht: ein schwer unterhaltsamer Männerfilm.
Wenn ich an den letzten Vertreter dieser "Gattung" denke, nämlich an die 300 Spartaner, dann freu ich mich doch, dass es zwischen dämlich und dämlich schon noch Unterschiede gibt.  :icon_mrgreen:



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Der Jahrmarktsvergleich von McKenzie trifft es eigentlich ganz gut, denn so funktioniert der Film auch, mehr ist er auch nicht, dem schließe ich mich an. Nur denke ich eben, wenn ich 2 mal im Jahr dorthin gehe, kann ich mich 2 Stunden super amüsieren und bewerte diese Zeit als "gut". Dass nach dem Erlebnis nicht viel über bleibt, außer dass man sagt, "geil wars" ;) ist halt die Natur des Jahrmarktfilms, aber und da wären wir wieder beim weniger oder mehr, wenn ich schon dahingehe und z.b. mit der Achterbahn fahre, dann hab ich lieber gleich 4 Loopings bzw. over the top Szenen drin als einen halben. 

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Und erwartet jemand ernsthaft, dass sich Rodriguez noch "weiterentewickelt"?? Der wird garantiert nie was anderes machen als bisher. ;)
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Chili Palmer

2 November 2007, 12:59:04 #504 Letzte Bearbeitung: 2 November 2007, 13:03:01 von Chili Palmer
Zitat von: Bettwurst am  2 November 2007, 03:43:51
Mit den "weniger wäre mehr gewesen" Argumenten von Chili und Kumpel kann ich nicht ganz d'accord gehen, das kann man genausogut andersrum sehen.  ;)

Selbstverständlich. Ich hatte wohl einfach einen zweiten "Death Proof" erwartet. Was wiederum für mein Review-Fazit spricht, dass die beiden Filme eben doch nicht problemlos getrennt werden können. Die Mischung macht's.

Zitat von: Bettwurst am  2 November 2007, 03:43:51
Okay, bei einem Film, der auf echte Athmosphäre setzt, klar, kein Ding, aber die ist bei diesem Projekt schon ab der ersten Minute (und schon davor beim Machete-Trailer  ;)) ja gar nicht gegeben und offensichtlich eben auch gar nicht gewollt.

Gut, dass du "Machete" ansprichst, denn der hat exakt die "echt-falsche" Atmosphäre transportiert, die ich mir vom Hauptfilm erhofft hatte.
Schwer zu erklären.  :icon_confused:

Zitat von: Bettwurst am  2 November 2007, 03:43:51
Von dem was ich bisher gelesen habe (so ein Brocken Reviews, ächz  :icon_eek:), hat es eigentlich Sarge am besten auf den Punkt gebracht: ein schwer unterhaltsamer Männerfilm.

Sein Review ist wirklich klasse, und ich würde gerne ebenso über den Film denken, kann es aber nicht.
Um mal einen Gedanken von Mr. VV aufzugreifen: Der "Grindhouse"-Begriff war mir neu, das war nun ein Gefäß, das es erst einmal mit Bedeutung zu füllen galt. 70er-Jahre-Schmuddelkinos und die dort aufgeführten Machwerke waren mir ein Begriff, damit konnte ich etwas assoziieren. Dieses "Siebziger-Etwas" wurde zu meiner Erwartungshaltung. Und dieses "etwas" wurde dann auch von Tarantinos Segment bestätigt: Ein in der Walachei hastig heruntergekurbeltes Filmchen, dass sich kein ausgefeiltes Drehbuch erlaubt, sondern einzig und allein auf seine reißerische "Cooler Irrer jagt scharfe Bräute mit seinem Auto"-Prämisse setzt. Das könnte durchaus aus den Siebzigern stammen, hätte in einem Grindhouse laufen können. Dass Tarantino obendrein mit unzähligen kleinen Drehs und Anspielungen demonstriert, dass wir es dennoch nur mit einem postmodernen Spaß zu tun haben, dabei aber nicht die Siebziger-Atmosphäre zerstört, macht den Film nicht nur zu einem gelungenen Actonmovie, sondern zu einem Kunstwerk. "Planet Terror" hingegen poltert mit seinen offensichtlichen Computereffekten und nach gewaltigem Budget stinkend drauflos, hüllt sich aber auch in ein Kostüm aus Zelluloid-Kratzspuren und Brandlöchern. Und es passt kein Stück. Der Film ist zu schnell, seine Einfälle zu modern-abgeklärt, und obendrein spielt auch noch Bruce Willis mit. Willis, der wie kein anderer das moderne Action-Kino verkörpert! Das will ich aber nicht sehen! Tarantino wusste schon, weshalb er Kurt Russell verpflichtete. 
Ist wirklich alles mehr Bauch- als Kopfsache. So würde ich beispielsweise diesen "schwer unterhaltsamer Männerfilm"-Orden eher "Machete" anheften. Während des Films habe ich mich zwar gut amüsiert (wirklich schlecht bewerte ich ihn ja auch nicht), aber danach blieb nichts übrig, ich war immer noch hungrig. Und normalerweise wäre dann ja auch "Death Proof" auf den Plan getreten, um mich zu sättigen. Was mich zu dem Schluss bringt, dass ich "Planet Terror" im Rahmen des Grindhouse-Features sicherlich wohlwollender aufgenommen hätte, mit dem Blick aufs Ganze. Aber für sich betrachtet ist es nur ein kurzer heftiger Durchschüttler.

Da drängt sich einem natürlich ein Vergleich auf, den du und McKenzie dann auch anführen:

Zitat von: Bettwurst am  2 November 2007, 03:43:51
Der Jahrmarktsvergleich von McKenzie trifft es eigentlich ganz gut, (...) wenn ich schon dahingehe und z.b. mit der Achterbahn fahre, dann hab ich lieber gleich 4 Loopings bzw. over the top Szenen drin als einen halben. 

Und bei jeder guten Achterbahn möchte man doch gleich nochmal fahren, oder? Meine Lust auf einen zweiten Durchgang "Planet Terror" hält sich jedoch in Grenzen. Auch hier wieder, zum Vergleich: Bei "Death Proof" wäre ich ernsthaft am liebsten sitzengeblieben, um die nächste Vorstellung mitzunehmen.  :love:

Zitat von: Bettwurst am  2 November 2007, 03:43:51
Und erwartet jemand ernsthaft, dass sich Rodriguez noch "weiterentewickelt"?? Der wird garantiert nie was anderes machen als bisher. ;)

Ich möchte, dass er diese Berg- und Talfahrt beendet. Auf "From Dusk Till Dawn" bringt er diese "Spy-Kids"-Filmchen, dem ziemlich miesen "Once upon a time in Mexico" lässt er das Meisterstück "Sin City" folgen, um nun schon wieder einen durchwachsenen Streifen abzuliefern. Ich hoffe, dass er mit "Barbarella" wieder den richtigen Ton trifft. Und so konstant wie sein Bruder im Geiste bleibt.
"I'm an actor, love, not a bloody rocket surgeon".

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psychopaul

Barbarella??  :eek: Au backe, na das finde ich jetzt wieder total unpassend.  :icon_confused: (Und wie ein gewisser Mc aus Nürnberg das sieht, möchte ich gar nicht wissen..  :icon_lol:)
Sin City ist für mich jetzt auch nicht so ein besonderes Meisterstück, sieht man mal von der tollen Optik ab, bleibt auch ein eher simples Filmchen über, typisch Rodriguez eben, würde ich sagen.  ;) Der hat zwar die bei PT fehlende Athmosphäre, kam mir aber über die volle Laufzeit fast zu langatmig und eintönig vor, so haben sich meiner Note 8 quasi diese beiden Filme von 2 Seiten genähert.  :icon_lol:

Die Unterschiede zwischen Tarantino und Rodriguez hast du ja gut erläutert, das sehen wohl eh alle so, dass Tarantino der bessere, komplettere Filmemacher ist, man könnte sagen, es verhält sich bei den beiden wie bei Spielberg und Bay, dessen Filme ja auch und jetzt fliege ich wohl demnächst hier in hohem Bogen aus diesem Thread  :icon_mrgreen: gewisse Reize haben. Nur ist Rodriguez zum Glück nicht so eklig militärisch und konservativ angehaucht wie Bay.  :icon_razz:

Das mit dem Doublefeature wollte ich gestern dann eh auch noch in den GH Thread schreiben, denn die Mischung wäre wirklich schön gewesen, vor allem in der Reihenfolge und ne Viertelstunde kürzer hätte beiden Filmen ja auch durchaus gut getan!


ZitatUnd bei jeder guten Achterbahn möchte man doch gleich nochmal fahren, oder?

Also mir reicht einmal.  ;) Ich schau mir auch Filme nicht übertrieben häufig an, bis ich sie auswendig kann.  :icon_razz:
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Chili Palmer

Viel schlimmer als die Erwähnung von Bay finde ich die ineinemAtemzugNennung mit Spielberg.  :eek:
Wäre das hier mein Thread...  :icon_lol:

Zitat von: Bettwurst am  2 November 2007, 14:07:26
Also mir reicht einmal.  ;) Ich schau mir auch Filme nicht übertrieben häufig an, bis ich sie auswendig kann.  :icon_razz:

Mir reicht auch einmal. Nochmal Schlangestehen, wenn andere Attraktionen warten? Nee. Aber man möchte schon nochmal.  ;)
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psychopaul

Ja, dass der Vergleich irgendwo ein bisserl hinkt, is mir im Nachhinein auch klar.  :icon_mrgreen:

Aber ich habe ja eher Spielberg und Tarantino einerseits bzw. Rodriguez und Bay andererseits genannt, also halb so wild..  ;)

(auch wenn diese Pärchenbildung immer bescheuerter erscheint je länger man darüber nachdenkt..  :king: aber Tarantino hat ähnlich wie Spielberg sehr viel cineastisches Gespür, während Rod und Bay eher Handwerker sind und immer das Gleiche machen  ;) dass Spielberg ein noch wesentlich abwechslungsreicherer und ambitionierterer Regisseur ist als Tarantino, möchte ich dadurch auch gar nicht abstreiten)
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Schon in Ordnung, ist ja nicht mein Thread.  :king:
"I'm an actor, love, not a bloody rocket surgeon".

"Der Terminader is ja im Grunde so'n Kaiborch."

Mr. Vincent Vega

Zitat von: Bettwurst am  2 November 2007, 03:43:51
@ Tourneur: ja, den habe ich sogar eh gesehen, glaub ich und er mag auch halbwegs ernstzunehmend sein, aber kann mich ja auch nicht immer an alles erinnern.  :king:

Sicher, dass du "den" gesehen hast? ;) Ist jedenfalls ein Regisseur, der mit Filmen wie "Cat People", "I Walked With A Zombie" und natürlich "Out of the Past" bis heute unerreichte Meilensteine geschaffen hat.

Zitat von: Bettwurst am  2 November 2007, 03:43:51
Wenn ich an den letzten Vertreter dieser "Gattung" denke, nämlich an die 300 Spartaner, dann freu ich mich doch, dass es zwischen dämlich und dämlich schon noch Unterschiede gibt.  :icon_mrgreen:

"300" ist ja nicht nur dämlich, sondern unbewusst gefährlich.

"Planet Terror" ist lediglich nur gewollt und nicht gekonnt. Mir tut der Film auch nicht wirklich weh, ist kein Aufreger oder sowas, hat mir nur einfach nichts gegeben.

Zitat von: Bettwurst am  2 November 2007, 03:43:51
Und erwartet jemand ernsthaft, dass sich Rodriguez noch "weiterentewickelt"?? Der wird garantiert nie was anderes machen als bisher. ;)

Sicherlich, wobei SIN CITY schon ziemlich ordentlich war. Mit Abstand seine formal überzeugendste Leistung, bei der Millers (Regie-)Rolle allerdings auch sehr entscheidend ist.

Zitat von: Chili Palmer am  2 November 2007, 12:59:04
Gut, dass du "Machete" ansprichst, denn der hat exakt die "echt-falsche" Atmosphäre transportiert, die ich mir vom Hauptfilm erhofft hatte.
Schwer zu erklären.  :icon_confused:

Den "Machete"-Trailer fand ich ehrlich gesagt ebenso möchtegern-cool und selbstverliebt. Das stellt sich alles immer so schrecklich und bewusst aus.

Zitat von: Chili Palmer am  2 November 2007, 12:59:04
Ist wirklich alles mehr Bauch- als Kopfsache.

Was du geschrieben hast, klingt für mich indes aber sehr nach Kopf - im Gegensatz zu Bettwurst. :icon_twisted: :icon_mrgreen:

Zitat von: Bettwurst am  2 November 2007, 14:07:26
Barbarella??  :eek: Au backe, na das finde ich jetzt wieder total unpassend.  :icon_confused: (Und wie ein gewisser Mc aus Nürnberg das sieht, möchte ich gar nicht wissen..  :icon_lol:)

Wird bestimmt grausig. Aus Trash nochmal Trash machen, ein Remake, das wieder niemand braucht.

Zitat von: Bettwurst am  2 November 2007, 14:07:26
Die Unterschiede zwischen Tarantino und Rodriguez hast du ja gut erläutert, das sehen wohl eh alle so, dass Tarantino der bessere, komplettere Filmemacher ist, man könnte sagen, es verhält sich bei den beiden wie bei Spielberg und Bay, dessen Filme ja auch und jetzt fliege ich wohl demnächst hier in hohem Bogen aus diesem Thread  :icon_mrgreen: gewisse Reize haben. Nur ist Rodriguez zum Glück nicht so eklig militärisch und konservativ angehaucht wie Bay.  :icon_razz:

Vergleiche zwischen Spielberg und Bucht (;)) sind durchaus legitim und angesichts von TRANSFOMERS auch notwendig, allerdings ist die Kluft zwischen beiden wesentlich größer als zwischen Tarantino und Rodriguez.

Zitat von: Bettwurst am  2 November 2007, 14:07:26
Das mit dem Doublefeature wollte ich gestern dann eh auch noch in den GH Thread schreiben, denn die Mischung wäre wirklich schön gewesen, vor allem in der Reihenfolge und ne Viertelstunde kürzer hätte beiden Filmen ja auch durchaus gut getan!

Ich verstehe Chilis Argument, aber für mich wäre der Film auch im Rahmen des Double Features nicht besser geworden, weil die Probleme die selben blieben.


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Kürzlich habe ich wieder einen recht lohenenswerten Film im Kino gesehen. Nichts außergewöhnliches, nichts tiefgründiges, aber etwas, das ich im Grundsatz und Anliegen sehr nachvollziehen konnte. Robert Redfords "Von Löwen und Lämmern":

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=134619&rid=266598

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