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the Housemaid (von Paul Feig mit Sydney Sweeney & Amanda Seyfried)

Begonnen von StS, 16 September 2025, 19:45:38

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StS


THE HOUSEMAID is a wildly entertaining thriller starring Sydney Sweeney and Amanda Seyfried, based on the best-selling book. From director Paul Feig, the film plunges audiences into a twisted world where perfection is an illusion, and nothing is as it seems. Trying to escape her past, Millie (Sweeney) accepts a job as a live-in housemaid for the wealthy Nina (Seyfried) and Andrew Winchester (Brandon Sklenar). But what begins as a dream job quickly unravels into something far more dangerous – a sexy, seductive game of secrets, scandal, and power. Behind the Winchesters' closed doors lies a world of shocking twists that will leave you guessing until the very end.

Hierzulande ab dem 22.01.26 im Kino.
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

StS

"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Terry Noonan

Rated R for strong/bloody violent content, sexual assault, sexual content, nudity and language.

 :respect:
Life is what happens while you are busy making other plans.

StS

"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

PierrotLeFou

27 Februar 2026, 01:20:58 #4 Letzte Bearbeitung: 27 Februar 2026, 01:22:59 von PierrotLeFou
Zitat von: PierrotLeFou am 27 Februar 2026, 01:20:26Für mich der - im negativen Sinne - unmoralischste Hollywoodfilm seit langer Zeit.
Die Geschichte nach Freida-McFadden-Vorlage ist denkbar simpel, wenn sie auch bemüht ist, falsche Fährten zu legen. (Was nicht ganz gelingt: Der
Spoiler: zeige
gestörte
Herr des Hauses wird über Gemälde, seinen ersten Auftritt und das Puppenhaus-Setting schon
Spoiler: zeige
ausreichend schäbig
eingeführt; darüber hinaus gerät die Zeichnung seiner Gattin zu einem
Spoiler: zeige
Zerrbild von Psychosen (was durch die spätere Wendung nicht ohne weiteres ausgeglichen wird)
.)
Könnte dann halt ein weiterer, eher plumper
Spoiler: zeige
"böser (vermögender) Mann vergreift sich an der falschen Frau"-Plot
sein; ein Trend, dem man eigentlich gar nicht böse sein kann, der aber dennoch differenzierter ausgelebt werden dürfte. Allerdings betreibt der Film ganz ohne Not eine beinahe permanente Sexualisierung seiner Hauptfiguren, filmt immer wieder Beine und Achselhöhlen, Arschbacken über gespreizten Schenkeln, mehrfach auch in extremer Untersicht, Ausschnitte und Brüste, gerne in Nahaufnahme und in Action, und vor allem Zehen und Fußsohlen (glatt oder (beim Knien) faltenreich, sauber oder staubig). Zwar sind Attraktivität und das Ausstellen von Reizen teils inhaltlich begründet, die Kameraarbeit aber unterläuft die eigentliche Intention geradezu. Was nicht wundert, war Paul Feig ja schon bei seinem "Ghostbusters"-Debakel nicht in der Lage, die vermeintliche Empowerment-Scheiße auch wirklich progressiv zu erzählen.
Dass man das eindimensionale Bild des
Spoiler: zeige
übergriffigen, gestörten, vermögenden Mannes
dadurch mit etwas Tiefe auszustatten versucht, dass man gegen Ende die Schuld des Typen seiner nicht minder gestörten Mutter in die Schuhe schiebt, ist perfide. Man kann durchaus danach fragen, welche Rolle
Spoiler: zeige
Mütter spielen, wenn es um den Sexismus und die Gewaltbereitschaft von Männern geht
; aber ganz sicher nicht so.
Überhaupt wäre gerade jetzt ein Film wünschenswerter gewesen, der das Thema einigermaßen ernst angeht. Vor dem Hintergrund der ganzen Epstein-Verstrickungen scheint mir ein Ende, an dem man es in Kauf nimmt, dass
Spoiler: zeige
Täter ihre weiße Weste behalten, um dann auf eigene Faust den nächsten gewalttätigen reichen Ehemann ins Visier zu nehmen
, nicht sonderlich geglückt zu sein. (Zumal man hier die von Tarantino salonfähig gemachte Rache ebenfalls sehr unkritisch zelebriert. Wenn es um zufällige Folgen einer Selbst- oder Fremdverteidigung geht, bin ich durchaus ein Freund von adäquaten Spiegelstrafen und quid-pro-quo, aber im Fall durchdachter Racheakte halte ich das eher für verwerflich.)
Es bleibt ein kompetent in Szene gesetzter, relativ unterhaltsamer Streifen, der ein ehrbares Anliegen mit seiner Einfältigkeit und Oberflächlichkeit ziemlich in den Sand setzt. (Hat eine Frauenclique nicht davon abgehalten, in dem Edel-Schrott einen feministischen Film zu sehen.)
6/10
"Eines Tages werde ich ein wahrhaft großes Drama schreiben. Niemand wird verstehen, worauf es hinaus will, aber alle werden nach Hause gehen mit einem vagen Gefühl der Unzufriedenheit mit ihrem Leben und ihrer Umgebung. Dann werden sie neue Tapeten aufhängen und die Sache vergessen." (Saki)

Terry Noonan

3 März 2026, 02:57:22 #5 Letzte Bearbeitung: 3 März 2026, 03:00:52 von Terry Noonan
Ein "ehrbares Anliegen" á la Epstein-Kommentar hatte ich von diesem Film genauso wenig erwartet, wie von jeglichem anderen Thriller der Marke "kindheitstraumatisierter Bösewicht" (männlich oder weiblich).
Mir sehr recht, wenn solchen Interpretationsmöglichkeiten oder Zusammenhängen durch schöne Pornokörper in bester Sexploitationmanier entgegengewirkt wird.
Nur schade, dass die Möpse von Sweeney wesentlich abwechslungsreicher und ausdrucksstärker gespielt haben als ihre immer gleichen zwei Gesichtsausdrücke.
Wie einfach man Morde vertuschen können soll, ist leider viel zu weit hergeholt für meinen Geschmack.
Ebenso der Weitergabetrick war bei "It Follows" besser, als das Konstrukt in Housemaid.
Lande bei 5/10.
Müsste eigentlich noch einen Punkt abziehen, weil sie mit Brille viel geiler aussah als ohne, aber leider nur ganz kurz mit ihr zu sehen war.
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