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Die letzte Sichtung: Filme

Begonnen von MMeXX, 19 November 2012, 13:01:27

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PostalDude

Kill Bill Vol. 2 - Japan Cut



Die Rückblende am Anfang war schon mal sehr cool, man erfährt, wie die Hochzeit damals ablief..
Das quasi alles in Rückblenden stattfindet, ist auch ganz cool & natürlich typisch Tarantino!

Michael Madsen als Bill's Bruder ist natürlich ice cool as a fucking Ice Ball & viele andere, bekannte Schauspieler aus seinen Filmen sind auch dabei!
Bill (David Carradine) ist endlich zu sehen, zum Glück! Er spielt alle an die Wand!

Die Trainingsszenen in Asien sind natürlich überragend! Ich mag so was einfach!
Auch dieser allgegenwärtige "Westernflair", der den Film umgibt, die Musik usw., geil!

Das Finale gegen Bill ist leider viel zu kurz, aber dennoch genial inszeniert!

Man muss sagen - der Japan Cut ist beim 2. Teil eher sinnlos, aber als verdammter Sammler musste ich die Japan Box nun mal haben.. 🙈 :happy2:

4/5

StS

7 Januar 2026, 19:24:29 #3151 Letzte Bearbeitung: 7 Januar 2026, 19:27:09 von StS
Auf der volkstümlichen nordischen Überlieferung ,,De Dödas Julotta" basierend – allerdings in der Gegenwart angesiedelt – handelt es sich bei Albin Glasell´s ,,Christmas of the Dead" um einen schwedischen Weihnachts-Zombie-Action-Kurzfilm aus dem Jahr 2025. Dabei in Gestalt eines Mini-Auftritts (neben Lilly Bengtsson und Agnes Gester in den Hauptrollen) mit von der Partie: Der Autor dieser Zeilen hier.  :happy3:

Über die Performances muss man sich genauso wenig ernsthaft beklagen wie über einzelne ,,ungeschliffene" Dialogzeilen oder Momente, in denen man dem Gebotenen sein limitiertes Budget ansieht – doch trägt das (wie auch die Kostüme und Make-up-Arbeit) mit zum ,,Charme" bei und sollte eigentlich niemanden wirklich verstimmen; zumal u.a. Eigenschaften wie das locker-beschwingte ,,Augenzwingern", die anständig konzipierte Entfaltung, das relativ flotte Tempo und der dynamisch-coole Score positiv zu erwähnen sind...

Sprich: ,,Christmas of the Dead" ein netter kleiner Short geworden.

6/10

Wer an meiner ausführlichen Meinung interessiert ist:
https://www.actionfreunde.de/christmas-of-the-dead/
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

PostalDude

Bei Amazon Video geguckt:

Ip Man 3



Der Anfang mit ihm, einer Zigarette und Bruce Lee ist cool!

Ich mag das Setting, 1959, Rock 'N' Roll unso.

Die Kämpfe sind, wie immer, spitze choreographiert & hart!
Der Aufzug ist stark - wie er seine Frau beschützt! ♥
Manchmal sind aber die Massen, die auf ihn zu kommen, zu übertrieben.. Mag es lieber "One on One"!

Zwischen den Kämpfen geht's um Grundstücke, Ip Man's (tod)kranker Frau & Mike Tyson spielt auch noch mit!
Der Kampf gegen "Iron Mike" ist geil!

Die Story ist IMO dieses Mal etwas schwächer als in den 2 Teilen vorher.. Es ist ja leider so passiert. :(

Dennoch ein guter Film!

3,5/5

PostalDude

Bei YouTube ausgeliehen:

Standoff - die einzige Zeugin



Am Anfang dachte ich, Tom Savini spielt mit 😂
Ist aber nicht so. 🙈

Der Film fackelt nicht lange, es geht blutig zur Sache!

Danach wird's zu nem kleinen, coolen Kammerspiel - er & das Mädchen oben, der Killer unten...

Spannend, gute Schauspieler, handwerklich solide, ein paar kleine Wendungen - doch der hat Spaß gemacht!

3,5/5

PostalDude

10 Januar 2026, 11:37:53 #3154 Letzte Bearbeitung: 10 Januar 2026, 11:48:51 von PostalDude
Gestern Abend bei Amazon Video ausgeliehen:

The Roundup 4: Punishment



Detective Ma Seok-do ist zurück & haut wieder um sich! 👊🏻💥

Die Story um die "DrogenApp" ist up-to-date & gut gemacht, das Ermitteln macht Spaß, ein bisschen Augenzwinkern ist auch immer dabei & die Action macht Bock !

Die Musik ist zwar OK, aber oft nervt sie..
Die Bösewichte schwanken IMO zwischen bedrohlich und eher witzig. Und den Informanten, den er zur Seite gestellt bekommt, ist ein Vollidiot..

Bisschen schwächer als der 3. Teil, aber er macht dennoch Bock - alleine seine Präsenz!

3,5/5

PostalDude

14 Januar 2026, 01:14:34 #3155 Letzte Bearbeitung: 14 Januar 2026, 07:25:58 von PostalDude
Killer Elite



Starke Action, die auch aus den 80ern stammen könnte, wo der Film ja auch zeitlich spielt...

Statham, De Niro und Owen in Top-Form, die Action rockt und die wendungsreiche Story hält die Spannung über die gesamte (lange) Laufzeit!

Es gibt wenig Hintergrundmusik und wenn, dann ist es passend.
Sehr gut fand ich auch die häufigen Standortwechsel, sowas mag ich!

Sehr gut gemachter Actionthriller !

4,5/5

Private Joker

14 Januar 2026, 14:23:56 #3156 Letzte Bearbeitung: 14 Januar 2026, 14:29:12 von Private Joker
Negotiator (Besserer OT: Relay) BD

Jetzt wird es wieder schwierig - da hat mir mal wieder ein Film mit viel Zustimmung hauptsächlich von Profikritikern (allerdings auch extrem wenig kommerziellem Erfolg) so grad gar nicht gefallen. Klar, Geschmack muss man nicht rechtfertigen, und ein Prophet des "anderen Extrems", also des Turbo-Actionkinos Marke F&F bin ich eigentlich auch nicht (mehr). Aber wenn der klassiche Non-Action-Thriller abseits von TV/Streamern noch eine kleine Nische finden will, sollte er etwas mehr bieten als gepflegte Langeweile. Und (vor allem) einen halbwegs sinnhaltigen Plot, denn da sitzen in der Regel ja Zuschauer eines Alters vor Schirm (oder - selten - Leinwand), die sich nicht permanent von irgendwas ablenken lassen und über das Gesehene auch mal nachdenken.

Sammeln wir kurz die Pluspunkte ein: Das Thema mit diesen "Relay"-Diensten ist interessant, das kannte ich in der Form auch noch nicht. Und so komplett verkehrt gemacht ist der jetzt nicht, Schauspieler und Optik passen im selbstgesetzten Rahmen, wer da mit "solider TV-Qualität" zufrieden ist, wird auch hier nicht meckern. Aber, um auf die Sache mit den Relay-Gesprächen zurückzukommen, in DER Breite nervt es dann doch irgendwann, Worthington spricht es sogar aus.

Und damit nähern wir uns so langsam dem Kernpudel: Wenn ich einen Thriller mache, der auf klassische Kinoaction, echte Konfrontationen, bedrohliche Situationen und (eigentlich) sogar ganz fiese Bösewichte (die einzige Leiche - und das auch nur "wahrscheinlich" - des Films "produziert" der Held) weitgehend verzichtet, muss der Plot einfach sitzen, ohne wenn und aber. Und hier zwickt es an allen Ecken und Enden - ab hier müssen wohl leider die Spoiler her.
Spoiler: zeige
 Das gesamte Konstrukt mit den scheinbar 2 bösen Firmen ist schon mächtig hergeholt - und lässt gleich Fragen offen. Überprüft unser sonst so cleverer Held den Hintergrund seiner Auftraggeberin und deren scheinbar finstere Hintermänner nicht mal ? Warum der Aufwand, der mit Pech damit enden kann, dass der eigentlich erledigte Fall 1 doch wieder hochkocht ? (und genau so kommt es ja auch). Wieso fließt da das am Ende zu sehende Geld ? Wieso verhält sich die James-Figur so wie sie es in der Rolle tun muss ("unschuldig"), auch wenn sie allein mit der Kamera ist und mit dem Helden nur telefoniert ? Gerade im letzten Punkt werden wir über weite Strecken des Films eigentlich durchgehend verar...t.

Vielleicht ist die Zeit für solche Filme wirklich vorbei, so sehr man das im Kern (nicht bei diesem konkreten Exemplar) bedauern mag. Aber aus reiner Nostalgie über ein schwaches Drehbuch hinwegsehen, das vorne und hinten nicht passt, mag ich auch nicht, zumal abgesehen von den leidlich spannenden letzten 10 Minuten auch alle Arten von Höhepunkten ausbleiben. "Dauertelefonieren via Relay - Der Film", leider so fade wie dieser ehrliche Titel - 4/10.

Projekt Darwin (Amazon 99 Cent)

Hier muss ich die Geschichte von eben mit "ältere Zuschauer widmen Filmen mehr Aufmerksamkeit" etwas relativieren - wenn das Gebotene gewisse Grenzen unterschreitet, gehe ich dann auch schon mal zu anderen Tätigkeiten über. Dabei fängt der, was die Optik angeht, sogar ganz gut an, die futuristischen Hintergründe der Gesichte sind für ein offenkundiges B-Movie eigentlich ganz ordentlich. Aber die Figuren, das Schauspiel, die Action und letztlich auch der Plot sind ein furchtbares Chaos, allen das Design von Pro- und Antagonisten und auch die Kampfszenen sind eher aus der Rubrik "muss man gesehen haben, um sie zu glauben". Irgendwo sehr vorsichtige 3/10 - eben weil nicht komplett verfolgt.

Buzzheart (BD)

Zum Schluss wird es mal so richtig schräg - griechischer Nicht-Horrorfilm (wirklich Erschreckendes passiert eigentlich gar nicht) mit weitgehend absurdem Plot und leicht surrealem Touch. Auch hier nur mit Vorsicht zu bewerten - ein paar Mal habe ich da zum Schnellvorlauf gegriffen (auch, aber nicht nur, weil ich die Tierversuchsbilder so nicht sehen mag). Den wohl beabsichtigten Kommentar zu realen früheren Experimenten habe ich mangels Hintergrundwissen nicht verstanden (und auch keine Lust zu googeln), die Brücke zu den gezeigten "Menschenversuchen" ist auch eher dünn. Und die Schlusspointe ? Muss jeder selbst entscheiden, aber immerhin wird der Rest vom Film nicht auf den Kopf gestellt oder ins Reich der Zuschauerfantasie verschoben.

Klarer Fall von "Geschmackssache", irgendwo leidlich originell, aber ganz sicher auch kein Burner, wenn man sich "nur" etwas unterhalten will - so um die 5/10, auch wieder mit etwas Unschärfe.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

PostalDude

Gerade eben schön zum Frühstück gesehen :D

Die Killerhand



Ganz witziger Film mit einem coolen Soundtrack und "Knackarsch" Jessica Alba ;)

Die Splattereffekte sind fürn ab 16er gut gemacht & das "eiskalte Händchen" macht Spaß, sind ein paar gute Ideen bei!
Die Story ist wie so oft in nem Teenieslasher zu vernachlässigen!

3,5/5

PostalDude

Killing Season: Limited Edition



Travolta jagt De Niro durch den Wald! Oder ist es anders herum !?

Guter Film, der spannend ist, auch wenn die 2 Protagonisten manchmal etwas unlogisch wirken bzw. sich etwas zu oft überrumpeln lassen, aber alles in allem überwiegt das positive & das ist das Schauspiel der 2 !
Die Story ist manchmal etwas übertrieben, aber das Schauspiel & die Bilder von der Umgebung machen es wieder gut! :)

4/5

StS

24 Januar 2026, 21:56:42 #3159 Letzte Bearbeitung: 24 Januar 2026, 22:00:48 von StS
In dem 2023er Horror-Streifen ,,Refuge" von Renny Harlin wird der US-Soldat Rick Pedroni (Aston McAuley) im Rahmen seines Einsatzes in Afghanistan von einem bösartigen Dschinn besessen – was nach seiner Rückkehr in die Staaten zunehmend gefahrvoller für ihn und alle um ihn herum zu werden beginnt...

Die Story weist diverse vertraute inhaltliche Elemente auf – man könnte sie in etwa als eine Kombination aus ,,Red Sands", ,,In Waves and War", ,,Djinns" und ,,the Exorcist" beschreiben. Die Verzahnung von Trauma-Bewältigung mit Horror ist bewährt und nicht arm an Potential – allerdings ist nichts hier irgendwie inspirierter Beschaffenheit oder ,,elevated" konzipiert worden (und nein, auch das Vorhandensein von Subplots, die sich um Themen wie Islamophobie, Zuwanderung und Integration sowie arabische Folklore ranken, ändert nichts daran). Oberflächlich und unoriginell gestrickt, mangelt es dem Drehbuch u.a. an Qualität sowie einem engeren, tiefer schürfenden Fokus...

,,Refuge" hätte definitiv einige Rewrites vertragen können, um mehr als nur belanglose Genre-Kost (samt einer Vielzahl an Vorhersehbarkeiten, mauer Dialoge und unterentwickelter Charaktere) zu sein. Zudem vermag man mit ,,Sergeant Rick" keinerlei brauchbare ,,emotionale Connection" aufzubauen – was zusätzlich dadurch negativ verstärkt wird, dass der ihn verkörpernde McAuley ungefähr so viel Charisma ausstrahlt wie eine Scheibe Toastbrot. Zumindest agiert Sophie Simnett als seine ,,um ihn kämpfende" Ehefrau da deutlich überzeugender...

Unabhängig dessen, dass die besten Zeiten Harlins bereits länger zurück liegen, ist er dennoch weiterhin ein kompetenter Regisseur, der dieses Projekt hier kurzfristig übernehmen und handwerklich routiniert über die Bühne bringen konnte. Erneut lässt er aber jedwede Form von ,,Individualität" vermissen, gibt es Unebenheiten im Bereich des Pacings zu verzeichnen und kommt nie ein innigerer Grad an creepy-düsterer Atmosphäre auf. Grundsätzlich verfügte die Produktion über eine ausreichende Budgethöhe, habe ich mich im Laufe der weniger als 90-minütigen Entfaltung nicht gelangweilt und gab es durchaus ein paar Momente, die mir zuzusagen wussten. Nichtsdestotrotz ist dieser arg generische Film nicht ernsthaft zu empfehlen – auch wegen seines zwischen haarsträubend und banal schwankenden ,,the Covenant"-meets-,,Exorcist: The Beginning"-artigen Finales...

3/10

Wer an meiner ausführlichen Meinung interessiert ist:
https://www.actionfreunde.de/refuge/
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

PostalDude

Gestern Abend bei Magenta TV ausgeliehen und mit meiner Frau gesehen:

Das Kanu des Manitu



Abahachi, Ranger und Dimitri sind zurück !

Und es macht wieder einen "Spaß herrlichen" den 3en dabei zu zugucken ! Die Gags sind IMO nicht angepasst "an den Zeitgeist" - und das ist auch sehr gut so! Der Bullyhumor kommt definitiv durch! XD

Die Aufnahmen sind mal wieder wunderschön, die Action, wenn sie da ist, gut gemacht, auch wenn man manchmal das CGI sieht...

Ansich ist die Story nur ein kleiner Aufhänger - Abahachi, Ranger und Dimitri sind natürlich der Mittelpunkt, dazu kommt noch eine griechische Liebesgeschichte und eine 7er Bande, die (u.a.) nach ihrem Namen sucht!

Gegen Ende gibt´s auch noch eine kleinen Überraschung ;)

Doch, der Teil hat 1,2 Schwächen, ist aber unterm Strich ein guter Nachfolger!

Bitte bis zum Ende des Abspanns sitzen bleiben. :)

3,5/5

PostalDude

Gestern Filmabend bei meinem besten Kumpel im Heimkinokeller:

Diablo



Scott Adkins liefert - immer!

Es ist wie nach Hause kommen - seine Filme enttäuschen eigentlich nie!

Auch hier -  er ist definitiv nicht der Böse, auch wenn es anfangs so aussieht..

Die Story macht Spaß, die Umgebung, Kolumbien, ist toll gefilmt, die Szenarien sind abwechslungsreich und die Kämpfe hart und klasse choreographiert!

Dazu kommt ein wirklich diabolischer Bösewicht...!

Starke Action, die auch aus den glorreichen 80er/90ern stammen könnte!

4/5

The Wrecking Crew



Ganz lustige Buddy-Action-Komödie, die ein bisschen zu lang geht, ne halbe Stunde weniger hätte ihm gut getan!

Jason Momoa spielt den dauertrinkenden, suspendierten Cop lustig und cool und Dave Bautista ist mehr so der ernste Part!

Typische Buddy-Action Situation, coole Sprüche inkl. !

Die Action ist leider manchmal deutlich CGI... :/
Die wunderschönen Aufnahmen von Hawaii machen es aber wieder wett ;)

3,5/5

Payback (Kinofassung)



Sehr cooler Rachethriller!
Mel passt einfach perfekt in diese Rolle & die Art & Weise, wie der Film voran kommt, relativ ruhig, aber kompromisslos, gefällt mir!
Dann noch ein cooler Farbfilter übers Bild & fertig ist ein düsterer Rachethriller! :D

4/5

PostalDude

Die Klasse von 1984: VHS Edition [Blu-ray]



Richtige Asi-Schule !

Andy landet an einer Schule, an der ein paar Punks herrschen und die Lehrer schon aufgegeben haben :/

Der Film baut, teils langsam, in krassen Szenen die Story auf und der Musiklehrer wird fertig gemacht, immer schlimmer...
Bis sie seine Frau vergewaltigen und entführen, dann dreht er durch und dreht den Spieß (schön blutig  :happy2:  ) um !

Funfact: Michael (J.) Fox in einer seiner ersten Rollen^^
Alice Cooper liefert den passenden Soundtrack !

3,5/5

StS

Bei ,,Day of Reckoning" (2025) handelt es sich um einen mitunter Kammerspiel-artigen Crime-Streifen von Musikvideo-Regisseur Shaun Silva mit Billy Zane, Scott Adkins, Zach Roerig (TV´s ,,the Vampire Diaries") und Cara Jade Myers (,,Killers of the Flower Moon") in den Hauptrollen, der sich im Stile eines klassischen Westerns in der heutigen Gegenwart entfaltet sowie von unterschiedlichen Partien (Cops, US-Marshals, Bankräuber, Bounty Hunter, Biker sowie ein paar weitere Bewohner eines ländlichen Städtchens) handelt, deren ,,Pfade" sich im Kernstück dieses B-Movies rund um ein bestimmtes Farmhaus kreuzen...
 
Die ,,Verflechtungen" einzelner Charaktere kommen nicht uninteressant gestrickt daher, echte/klare Identifikations-Figuren gibt es keine und die eingeschränkte Menge an Action hat mich auch nicht weiter gestört – allerdings verfügte Travis J. Opgenorth (seinerseits als Drehbuchautor bislang ziemlich unerfahren) leider nicht über das nötige Können, die einzelnen Persönlichkeiten (samt des damit verbundenen ,,Drumherums") mit genügend ,,Tiefe" zu versehen, so dass sich daraus weder die von ihm gewiss angepeilte noch die vom Zuschauer dahingehend erhoffte ,,Intensität" zu entwickeln vermag...
 
Zane, Myers und Adkins agieren solide – wobei letzterer hier 'nen Baddie mimt und sich in Sachen Kampfsport-Moves zurückhält – doch bleibt Roerig als Lead unvorteilhaft ,,blass" – was in gewisser Weise aber wiederum durchaus zu seinem Part passt. Die gebotenen Shootouts sind indes okay, Zane hat 'nen coolen ,,Badass-Moment" abbekommen und eine Baumwoll-Verarbeitungs-Scheune wusste mir als Location zu gefallen – bloß wäre alles in allem (bspw.) entweder mehr Action oder Suspense sowie ein strafferes Pacing (eher 85 statt 105 Minuten) vonnöten gewesen, um ein besser zufrieden stellendes Entertainment-Level zu erreichen. Ach, und dass man aus irgendwelchen Gründen ausgerechnet auf Hiphop-Tracks als Musik-Unterlegung zurückgegriffen hat, war eine ebenso irritierende wie doofe Entscheidung...

3,5/10
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

PostalDude

Bei Magenta TV ausgeliehen:

1992



L.A. im Jahr 1992 während der Rodney King Unruhen.

2 Väter und 2 Söhne. Beide nicht ganz unschuldig.

Tyrese Gibson und Ray Liotta spielen sehr gut, Ray glaubwürdig böse !

Ich mag die Atmosphäre hier... - durch die Unruhen ist es immer bedrohlich, in dieser Fabrik erst recht!

Beide Seiten suchen was und als sie aufeinander treffen, wird´s spannend...

Mercer (Gibson) schleicht rum, sucht seinen Sohn und Lowell (Liotta) will den Safe in der Fabrik knacken, aber etwas geht schief..

4/5

PostalDude

Knives Out



Ein sehr starker Krimi mit einer starken Besetzung !

Es fängt alles klassisch an, ein Familientreffen, das (reiche) Familienoberhaupt Harlan Thrombrey (Christopher Plummer) wird 85, die Familie hat eigentlich keine große Lust, dennoch ist es ein schöner Abend.

Dann wird Harlan Thrombrey frühmorgens tot in seinem Zimmer im 3. Stock aufgefunden & der weltberühmte Detektiv Benoit Blanc (Daniel Craig) wird engagiert.

Damit geht das Spiel los... Die ganze Familie ist verdächtig (Ransom (Chris Evans), Walt (Michael Shannon), Linda (Jamie Lee Curtis), Joni (Toni Collette), Richard (Don Johnson), Meg (Katherine Langford), Jacob (Jaeden Martell), Trooper (Noah Segan), Donna (Riki Lindhome), die Oma (K. Callan) & die Haushälterin Marta (Ana de Armas).

Viele Stars, aber jeder bekommt seine Spielzeit, seine Minuten, um seine Klasse zu zeigen.
Daniel Craig als Detektiv grenzt manchmal ans Overacting, ist aber immer überzeugend als Klasse Detektiv!

Nach ca. 45 min. nimmt der Film 1,2 Ortswechsel vor & die Ermittlungen gehen erst so richtig los...

Es bleibt immer spannend beim Rätseln, bis zum Schluß... ;)

4/5

Private Joker

11 Februar 2026, 22:56:18 #3166 Letzte Bearbeitung: 17 Februar 2026, 13:21:40 von Private Joker
Fabian und die mörderische Hochzeit (Amazon)

Oder auch: Pastewka und der Versuch, ein deutsches Knives Out zu machen. Wobei, das ist schon etwas unfair, der Bastian hat mit seinen vielfältigen Projekten (Podcasts/Konzerte) seine Verdienste um die deutsche Krimikultur völlig unabhängig von (und zT auch vor) dem Trend zu altmodischen/neu aufgehübschten Christie-Stoffen made in GB oder USA.

Aber man wird ja noch mal vergleichen dürfen, und da lautet das vorsichtige Urteil: Nein, als Krimi kommt das an den ersten Knives mal so ganz und gar nicht ran - bei Numero 2 bin ich mir nicht so sicher, den dritten kenne ich noch nicht. Das ist einfach zu sehr Malen nach Zahlen, und am Ende zieht unser teutonischer Chef-Nerd den Mörder aus dem Zylinder wie ein Hobbyzauberer ein unlustiges Kaninchen. So wie der aufgebaut ist, kommen eh nur maximal drei Figuren als Mörder in Frage - wer es nun wirklich ist, entzieht sich aber allen Rateversuchen, weil da keine für den Zuschauer erkennbaren Indizien auf dem Tisch liegen, die konstruiert Basti erst im Schlussmonolog.

So wenig das als Krimi überzeugt: Mit seiner komplett gegen den Strich gezeichneten Hauptfigur (Typ maßvoll erfolgreicher Klein- bis Mittelklasseganove statt Profi-Detektiv) punktet der dann doch. Da wird einiges draus gemacht - gerade in der (besseren) ersten halben Stunde. Allein, es fehlt noch ein Comedy-Highlight, ein, zwei mediale Anspielungen mehr (wie der "Old-Shatterhand-Spruch") oder vielleicht auch ein Stückchen echter Slapstick (ich denke da an einen alten Miss Marple, wo sich irgendwann die potentiellen Mörder nächtens ständig alle über den Weg laufen).

Also, ein paar Chancen verpasst, trotzdem o.k. und von mir aus gerne fortsetzbar. Knapp 6/10, für Krimipuristen aber (deutlich) drunter.

Hallow Road (Sky)

Das ist mir ungelogen auch noch nie passiert: Mitten im Film schaltet mein OLED den Bildschirmschoner ein, was immer dann passiert, wenn der ein länger andauerndes Standbild oder sonst irgendwas einbrennträchtiges vermutet. DAS ist dann mal ein ganz übles Zeugnis für einen "High-Konzept"-Film, der filmischen Minimalismus wirklich auf die Spitze treibt: Keine 80 Minuten Lauflänge, zwei Personen, ein Schauplatz (Auto) ein Handy, drei Stimmen (und die auch noch gemogelt, kein großer Spoiler - kann man allerorten nachlesen).

Das ist - ja was? Dürftig? Innovativ? Mindfuck? Natürlich kann man den Film kaum ohne sein Ende besprechen, die Spoiler kann ich mir aber erneut schenken, der Film verweigert sich da - mal wieder - fast komplett. Im Netz kursieren zwei Deutungen, von denen die "übernatürliche" klar die bessere ist. Die gibt dem Film rückwärts gedacht tatsächlich was beunruhigendes, schafft Atmosphäre (die in der eigentlichen Laufzeit maximal zu erahnen ist) und wird auch dem Titel und Schauplatz (Irland) durchaus gerecht.

Insofern - mit viel Wohlwollen eine glatte 5/10. "Nur", weil mir diese Art des Filmemachens (setze zwei - das sollte noch erwähnt werden, durchaus gute - Schauspieler in einen engen Schauplatz, lassen die Kamera an Ort und Stelle und pappe ein Ende dran, das im Prinzip alles offen bzw. der Fantasie des Zuschauers überlässt) eigentlich nicht liegt. "Doch" 5 halt, weil der aus diesem Ende ein paar nachträgliche Schauer erzeugt, spät, aber nicht zu spät.

Und noch ein paar Horror-Fundstücke aus der vorletzten 99 Cent Aktion bei Amazon:

Rosario ist von den vielen Softgruslern, die die bei ihren Billig-Aktionen immer so raushauen, tatsächlich einer der Besten: Gute Grundidee, schönes Szenario mit dem Schneesturm und der Leiche, optisch o.k, ein paar gute Schocks. Dazu Taubia, die das prima macht; nur das Ende ist nicht ganz so pralle und relativ generisch, aber bis dahin wird man zügig und preisangemessen unterhalten. 6,5/10.

The Damned Der will vermutlich ein bisschen "mehr" sein, als die sonst üblichen sparsam budgetierten Wenig-Personen-Grusler, so ein bisschen wie die mittlerweile zwei oder drei Filme über diese verschwundenen Leuchtturmwärter. Ja, das Szenario ist interssant, obwohl die Mischung aus sehr britischen Figuren/Namen und dem eigentlich "nordischen" Setting leicht befremdet. Da sind ein paar starke Bilder und durchaus gute Szenen am Wegesrand, aber in der Summe auch nicht gerade überbordende Spannung. Was dem für mich den Zahn weitgehend zieht ist das Ende, ein billiger Taschenspielertrick und im Erklärungsmuster für mich auch die völlig falsche "Richtung" - Details schenke ich mir, ist aber zB aus den Umfeldkritiken des FFF problemlos zu ergoogeln. Leicht bis mittel enttäuschte 4,5/10.

Aber immer noch deutlich besser als The Chappel, der aus einer sagen wir mal passablen Grundidee (eine geheimnisvolle Kapelle, die alle paar Jahre rituell auf- und zugemauert wird) und einer im Vergleich zum Rest des Filmes geradezu herausragenden allerersten Sequenz so grad gar nix macht, keine Gruselszenen, keine Highlights, letztlich nur Kasperletheater. Hätten die ihre Kapelle mal besser zugelassen - 3,5/10.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

PostalDude

Gestern Abend bei Sky on Demand geguckt:

The Monkey



Ein Spielzeugaffe tötet..

Die erste Hälfte war stark! Düstere Gruselatmosphäre,Coming-of-Age und es splattert heftig...

Aber in der 2. Hälfte, als sie erwachsen sind, wird´s teilweise zu absurd, nicht mehr so gruselig und der Affe tötet nur noch "nebenbei", meistens gut, aber eher nebenbei...

Dazu ist immer dieser lustige, aber unpassender Unterton.. - das passt nicht so richtig rein.

3/5

StS

Mit Maika Monroe (,,Longlegs") und Olivia Aray in den Hauptrollen aufwartend, handelt es sich bei ,,Evil has always had a Name" um einen knapp dreieinhalb-minütigen Live-Action-Promo-Kurzfilm zum 2026er Survival-Horror-Game ,,Resident Evil: Requiem". Das Ergebnis kommt erfreulich hochwertig daher – überzeugt sowohl inszenatorisch als auch von der transportierten Atmosphäre und dem Marketing-technischen Konzept dahinter. Zudem vermochte mir der gebotene Produktions-Aufwand ebenso zuzusagen wie die Musik-Untermalung und Bebilderung, wurde sparsam mit dem Einsatz von CGIs umgegangen (wobei die vorhandenen jedoch von guter Qualität sind) und haben sich die fürs Zombie-Make-up zuständigen Crew-Mitglieder Anerkennung gebührende Mühe gegeben. Mit diversen klassischen ,,Resident Evil"-Elementen bestückt, kann die Story obendrein mit einem ,,emotionalen Arc" auftrumpfen, der von seiner Art her zwar nicht unbedingt neu sein mag – seitens seiner ,,Wirkung" jedoch effektiv ist sowie dem gelungenen Werk einen memorablen Ausklang beschert...

knappe 8/10

Wer an meiner ausführlichen Meinung interessiert ist:
https://www.actionfreunde.de/resident-evil-evil-has-always-had-a-name/
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

StS

18 Februar 2026, 11:14:02 #3169 Letzte Bearbeitung: 18 Februar 2026, 11:23:47 von StS
Der 2024er Action-Thriller ,,Hounds of War" ist quasi generische B-Movie-Kost pur: Von der Besetzung (u.a. Frank Grillo, Rhona Mitra und Robert Patrick; jeweils in stereotypen Rollen) über die Handlung (mit ,,klassischen" Motiven á la Rache, Black-Ops-Verstrickungen, Verräter in den eigenen Reihen etc.) bis hin zur gebotenen Action – welche von Isaac Florentine (,,Undisputed 2") zwar solide in Szene gesetzt wurde; der es allerdings an Individualität (sowie mitunter auch Dynamik) mangelt...

Hätte man den Hauptpart irgendwie so umschreiben können, dass Aaron Eckhart dafür castbar gewesen wäre, hätte sich der Streifen optimal in dessen 2023er/24er Projektauswahl-Schwung von ähnlichen Regisseuren eingereiht – also ,,the Bricklayer" von Renny Harlin (besser als der hier), ,,Chief of Station" von Jesse V. Johnson (schwächer) sowie ,,Classified" von Roel Reiné (das schwächste Werk von denen)...

Auf Basis der attraktiven finanziellen Anreize (Cash-Rebates) hat Malta auf jeden Fall ,,sein Geld wert" bekommen: Die schöne Mittelmeer-Insel wurde schick eingefangen – so dass Florentine und Cinematographer Ericson Core künftig durchaus auch gut Hochglanz-Tourismus/Reise-Videos drehen könnten. Nunja, alles in allem haben mich diese rund 90 Minuten zumindest nicht gelangweilt – und das nicht nur, weil sie mich wohlig an meinen Malta-Urlaub erinnert haben, sondern weil sie im Ganzen okay-e Genre-Unterhaltung bieten...

eher knappe 5/10
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

PostalDude

Das Krokodil und sein Nilpferd



Guter Film mit Schwächen...

Das der Film in Afrika gedreht wurde, merkt man, schöne Landschaften!

Ansonsten ist alles wie immer, inkl. Fressszene, Schlägereien und doch ist es anders, sogar Bud singt auf'm Soundtrack!

Aber irgendwie plätschert er mehr wie die anderen Filme nur so vor sich hin... Es ist alles wie immer bei den 2en, aber hier ist es teilweise einfach nicht so gut, nicht so lustig, keine Ahnung.

3/5

Private Joker

Code 3 (Apple TV Kauffilm - aktuell wohl auch im Amazon-Primepaket)

"Code 3" steht in den USA für einen dringenden Notfall, zu dem sich Polizei und Rettungswagen mit Blaulicht und dem typischen US-Martinshorn auf den Weg machen. Hier im Mittelpunkt: Zwei sehr unterschiedliche Sanitäter, fallweise verstärkt durch mal mehr, mal weniger patente Praktikanten.

Den mochten mal wieder vor allem die Kritiker - kommerziell hat der einen eher steinigen Weg von einem Mikrokinostart in USA via ein paar Festivals direkt in den Digitalkeller genommen. Trotz der sicher nicht wirklich massentauglichen Machart dann doch erstaunlich -  verkopftes Kunstkino mit dem Anspruch, jeden unterhaltungswilligen Zuschauer möglichst fix zum Second Screen oder zum Totalabbruch zu bewegen, ist das sicher auch nicht. "Eigentlich" ist das ein ganz schönes Companion Piece zur Arztserie "The Pitt", die bei mir zeitgleich läuft (und zu der EINIGES zu sagen ist, drohe ich jetzt schon mal an) - dort werden die Docs der Notaufnahme fast schon zu Halbgöttern erklärt, hier gibt es einen Tritt mit Anlauf vors Gemächt der Weißkittel. Statt dessen im Mittelpunkt: Die Rettungssanitäter, berufserfahren bis -müde, desillusioniert, aber eben auch - manchmal - die einzige Rettung diverser Unfall- oder Drogenopfer. Das wird ähnlich wie eine lange Episode einer TV-Arztserie aufgezogen, mit vielen Einzelfällen/-schicksalen; manchmal wechselt die Tonart ins Grotesk-Absurde, aber unter dem Strich hat der Film das Herz durchweg auf dem richtigen Fleck. Und der Unterhaltswert kommt ganz sicher auch nicht zu kurz, Längen gibt es erfreulich wenige.

Eine "kleine" Überraschung kurz vor Schluss und die erwartbare "Entscheidung" der von "Schrute" Wilson prima gespielten Hauptfigur beenden einen eher "kleinen" Film, der vielleicht nicht DAS Highlight ist, als dass er im Umfeld des FFF (thematisch eh leicht windschief) von einigen abgefeiert wurde - dafür wird das Niveau einer (guten) Streaming-Episode zu selten verlassen oder gar übertroffen. Rundum solide 7,5/10 aber trotzdem von mir.

The Shadow's Edge ("deutsch" Shadow Chase) (BD)

Endlich wieder ein "echter" Actionfilm von Jackie, werden viele sagen, und kein kinderkompatibler Quatsch mit Pandas, Pferden oder Pinguinen (o.k, letzeres erfunden, aber nicht abwegig). Und ja, klar, der IST besser als diese letzten Machwerke, gehört auch nicht viel dazu. So "richtig" gezündet hat der bei mir aber trotzdem nicht - dafür geriet der zu "uneven", da kommt einfach kein Fluss auf. Und dass, obwohl der als Teilremake und ein klein bisschen sogar Fortsetzung (in der Leung-Figur) des Hong-Kong Actioners "Eye in the Sky" von 2007 eigentlich vernünftiges  Ausgangsmaterial hat.

Grob gerechnet zerfällt der Film in drei Abschnitte, die von der modern aufgepimpten Story incl. Bitcoins und einer fast allwissenden KI eher mühsam zusammen gehalten werden. Zunächst gibt es eine mit "temporeich" noch vorsichtig beschriebene (und jackiefreie) Überfallsequenz samt Parcour- und Verkleidungseinlagen - leider an der Grenze zur Hektik, und die Frage nach dem "was soll das Ganze" wird auch eher schmallippig beantwortet (dass die Cops in der Szene irgendwie ihre Schusswaffen nicht finden und den Junggangster das Entkommen leichtmachen, sei nur am Rande erwähnt). Danach wird es ruhiger bis zäh - Enter Chan, der hier altmodische Coptugenden samt leichten Drillanwandlungen verkörpert; die Sache mit dem "Surveillance Team" samt komischer Decknamen und der verkappten Vater-Tochter-Kiste (wobei "Großvater - Enkelin" hier lebensnäher wäre) zieht sich ganz schön. Und die Frage, worum es eigentlich geht und was die Bad Guys wirklich beabsichtigen, steht nach wie vor als Elefant im Raum. Das verstärkt sich dann noch, als im Schlussabschnitt endlich die längere Zeit vermisste Action über uns hereinbricht, zum Teil brachial, überdies recht brutal, immer noch nicht vernünftig begründet (warum und mit welchen Hilfstruppen greifen die auf einmal die Polizeizentrale an??), aber man ist trotzdem dankbar. Jackie darf dann auch endlich mal zulangen - ja, das Alter geht auch an ihm nicht vorbei. Da ist weniger Akrobatik, keinerlei Komik, mit wenigen Ausnahmen eher realitätsnah-militärische Fights. Von der Machart her ahnt man ein paar mehr Schnitte als früher, vielleicht ganz selten auch einmal ein Double, und die "großen" Sprünge von allen erreichbaren Gebäuden sind halt auch nicht mehr drin. Aber einiges sieht immer noch ganz gut aus, zB wenn ein bewaffneter Killer aus seiner Wohnung Kleinholz macht, anderes zündet einfach nicht mehr so wie früher, zB die Waschsalonsequenz.Immerhin auf der Habenseite: die schöne Optik vor der relativ unverbrauchten Macau-Kulisse.

Was alles nichts daran ändert, dass die Handlung auch bis zum Ende nahezu Null Sinn ergibt, die Gangster geraten nie wirklich in die Nähe von Geld oder anderen Werten, und dass die sich
Spoiler: zeige
dann whyever alle auch noch gegenseitig abmurksen, nimmt reichlich potentielle Action aus dem Film und
steigert die lange Liste der "warum wieso weshalb"-Fragen.

Und ja, schön dass Jackie es "irgendwo" dann doch noch kann - und selbst auf die allerdings wie der Film selbst nicht wirklich witzigen Blooper am Ende muss man nicht verzichten. Dranbleiben ist eh Pflicht, auch weil danach noch ein wichtiges und fortsetzungsankündigendes Stückchen Handlung kommt. Unter dem Strich gibt es von mir reichlich Sympathiepunkte, für Jackie, für den "großen" Tony Leung, natürlich auch für Chans tolle Stammstimme Gossler, der hier vermutlich seinen allerletzen Einsatz hat. Wenn die Tränen getrocknet sind, bleiben "objektiv" aber nicht viel mehr als 5,5/10 - vor allem wegen des wirr-sinnarmen Drehbuchs.

Und wie gehabt noch ein paar Worte zur letzten Amazon 99 Cent Aktion, die bei mir diesmal nicht viel Gescheites erbracht hat. Forest Lane 825 ist ein echt megadürftiger Gruselfilm, in dem so gar nix gruselt und wir die dürre mäßig gespielte Geschichte zu allem Überfluss auch noch dreimal aus verschiedenen Perspektiven erleben müssen - maximal 3/10. Der neue Toxic Avenger hat ja einen eigenen Thread - spar ich mir aber, der war nicht wirklich mein Ding, "Kult" auf Knopfdruck geht irgendwie nicht zusammen. Trotzdem für Fans blutigen Gematsches wohl o.k., aber nix, was die "Boys" nicht auch ständig zeigen. In Punkten irgendwas zwischen 4-6/10, je nach Laune. Und über Diablo und Trail of Vengeance bin ich mehr oder weniger eingeschlafen, so dass ich mir eine Wertung verkneife, aber gerade der letztgenannte Western ist wirklich eine Beleidigung für jeden echten Westernfan und lässt einen heftig bezweifeln, dass Frau Willis auch nur einen Bruchteil von Charisma und Talent vom Papa geerbt hat.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

PierrotLeFou

Scream 7 (2026)
Nach dem arg schwachen 6. Teil geht es wieder leicht bergauf: Neve Campbell und ihre Sidney sind durchaus ein Pluspunkt, da einfach die Kontinuität gewahrt und viel Ballast mitgeschleppt wird; der Einsatz weiterer vertrauter Gesichter verstärkt das noch. Die plumpe Auflösung ist nicht sonderlich viel besser als im vorangegangenen Teil, aber hinsichtlich der Metaebene wagt "Scream 7" eine Neuausrichtung, die mit etwas Schummeln aus der sackgasse rausführt. Zunächst einmal tritt sie hinter Sidneys dramatische Geschichte zurück und wird bloß sehr zurückhaltend bedient; zum anderen kommentiert sie nun auch kein Subgenre und keine Franchise-Phänomene mehr, sondern bloß noch diesen Film selbst (und den Vorgänger). Der ganze KI-Strang, der nur dazu da, dem maskierten Killer allerlei "Nicht-Masken"-Maskierungen zu verpassen, ist dabei der Aufhänger, um alte Gesichter zurückzuholen, was dann vor dem Hintergrund der nostalgischen Sehnsucht nach dem Original (die auch im Prolog schön zum Thema gemacht wird) eine solide Basis für das Unterfangen abgibt. In den Suspense-Szenen recht aufreibend, in den drastischen Szenen nicht ohne Härten und auch angemessen traurig stimmend, ist das durchaus ganz gut gelungen. 7/10


The Housemaid (2025)
Für mich der - im negativen Sinne - unmoralischste Hollywoodfilm seit langer Zeit.
Die Geschichte nach Freida-McFadden-Vorlage ist denkbar simpel, wenn sie auch bemüht ist, falsche Fährten zu legen. (Was nicht ganz gelingt: Der
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gestörte
Herr des Hauses wird über Gemälde, seinen ersten Auftritt und das Puppenhaus-Setting schon
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ausreichend schäbig
eingeführt; darüber hinaus gerät die Zeichnung seiner Gattin zu einem
Spoiler: zeige
Zerrbild von Psychosen (was durch die spätere Wendung nicht ohne weiteres ausgeglichen wird)
.)
Könnte dann halt ein weiterer, eher plumper
Spoiler: zeige
"böser (vermögender) Mann vergreift sich an der falschen Frau"-Plot
sein; ein Trend, dem man eigentlich gar nicht böse sein kann, der aber dennoch differenzierter ausgelebt werden dürfte. Allerdings betreibt der Film ganz ohne Not eine beinahe permanente Sexualisierung seiner Hauptfiguren, filmt immer wieder Beine und Achselhöhlen, Arschbacken über gespreizten Schenkeln, mehrfach auch in extremer Untersicht, Ausschnitte und Brüste, gerne in Nahaufnahme und in Action, und vor allem Zehen und Fußsohlen (glatt oder (beim Knien) faltenreich, sauber oder staubig). Zwar sind Attraktivität und das Ausstellen von Reizen teils inhaltlich begründet, die Kameraarbeit aber unterläuft die eigentliche Intention geradezu. Was nicht wundert, war Paul Feig ja schon bei seinem "Ghostbusters"-Debakel nicht in der Lage, die vermeintliche Empowerment-Scheiße auch wirklich progressiv zu erzählen.
Dass man das eindimensionale Bild des
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übergriffigen, gestörten, vermögenden Mannes
dadurch mit etwas Tiefe auszustatten versucht, dass man gegen Ende die Schuld des Typen seiner nicht minder gestörten Mutter in die Schuhe schiebt, ist perfide. Man kann durchaus danach fragen, welche Rolle
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Mütter spielen, wenn es um den Sexismus und die Gewaltbereitschaft von Männern geht
; aber ganz sicher nicht so.
Überhaupt wäre gerade jetzt ein Film wünschenswerter gewesen, der das Thema einigermaßen ernst angeht. Vor dem Hintergrund der ganzen Epstein-Verstrickungen scheint mir ein Ende, an dem man es in Kauf nimmt, dass
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Täter ihre weiße Weste behalten, um dann auf eigene Faust den nächsten gewalttätigen reichen Ehemann ins Visier zu nehmen
, nicht sonderlich geglückt zu sein. (Zumal man hier die von Tarantino salonfähig gemachte Rache ebenfalls sehr unkritisch zelebriert. Wenn es um zufällige Folgen einer Selbst- oder Fremdverteidigung geht, bin ich durchaus ein Freund von adäquaten Spiegelstrafen und quid-pro-quo, aber im Fall durchdachter Racheakte halte ich das eher für verwerflich.)
Es bleibt ein kompetent in Szene gesetzter, relativ unterhaltsamer Streifen, der ein ehrbares Anliegen mit seiner Einfältigkeit und Oberflächlichkeit ziemlich in den Sand setzt. (Hat eine Frauenclique nicht davon abgehalten, in dem Edel-Schrott einen feministischen Film zu sehen.)
6/10
"Eines Tages werde ich ein wahrhaft großes Drama schreiben. Niemand wird verstehen, worauf es hinaus will, aber alle werden nach Hause gehen mit einem vagen Gefühl der Unzufriedenheit mit ihrem Leben und ihrer Umgebung. Dann werden sie neue Tapeten aufhängen und die Sache vergessen." (Saki)

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