Autoren - Thread: horror1966

Begonnen von horror1966, 16 Juli 2008, 01:20:29

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horror1966

Au ja, da ist mir wirklich ein Bock unterlaufen, habe das gleich verbessert. Ich danke Dir, das Du mich darauf aufmerksam gemacht hast.

Intergalactic Ape-Man

Nachdem ich dich in Dr. Dooms Thread nun ja für eine Weiterentwicklung gelobt hatte, fand ich etwas schade, daß ich bei Draculas Tochter wieder einen leichten Rückfall in das bekannte Schema "Meiner Meinung nach" und dies in Wiederholung vorgefunden habe. Anlaß zu meiner Äußerung gab jedoch Sex oder stirb, mit dem du dich sprachlich wieder berappelst, jedoch den Aspekt außer Acht läßt, daß es sich sehr wohl um einen Film handelt, der sich eben gerade durch die Jungfrauenthematik von seinen Genrekollegen abzuheben sucht. Nun sind es nicht die soliden Mädels, die am Ende den Killer besiegen, während bekiffte Sexschlampen reihenweise zu Hackfleisch verarbeitet werden, sondern die noch jungfräulichen Teenies sind zum amoralischen Handeln genötigt um ihr Überleben zu sichern, was einen völligen Umbruch von Slasherfilmen zu Grunde gelegten Wertevorstellungen ausmacht.

horror1966

OK, im Review zu "Draculas Tochter" steht zweimal "meiner Meinung nach", das stimmt schon, aber mal ehrlich, ist das denn so schlimm? Aber gut, ich werde versuchen, andere Formulierungen zu finden, ist kein Thema. Und bei "Sex oder stirb" wird der von Dir angesprochene Aspekt etwas überbewertet. Natürlich hebt der Film sich dadurch etwas von anderen Teenie - Slashern ab, aber im Endeffekt läuft der Film doch auch auf der gleichen Schiene ab, wie alle anderen seiner Art.

Intergalactic Ape-Man

Zitat von: horror1966 am 17 Oktober 2008, 17:45:44
OK, im Review zu "Draculas Tochter" steht zweimal "meiner Meinung nach", das stimmt schon, aber mal ehrlich, ist das denn so schlimm? Aber gut, ich werde versuchen, andere Formulierungen zu finden, ist kein Thema.

Ja, es ist schlimm und weißt du wieso? Weil du zwischenzeitlich bewiesen hast, daß du durchaus in der Lage bist, aus dem damals angeprangerten immer gleich formulierten Schema auszubrechen. Dies soll also tatsächlich ein gut gemeinter Anstoß sein, weiter an deinen Texten zu feilen. Gerade bei alten Filmen, wo noch nicht so viele Reviews geschrieben wurden, würde ich sehr gern gut geschriebene Kritiken lesen, die vielleicht sogar über deine bisherigen Maßstäbe hinaus gehen. Insofern stach es mir natürlich gerade hier besonders ins Auge.

Zitat von: horror1966 am 17 Oktober 2008, 17:45:44
Und bei "Sex oder stirb" wird der von Dir angesprochene Aspekt etwas überbewertet. Natürlich hebt der Film sich dadurch etwas von anderen Teenie - Slashern ab, aber im Endeffekt läuft der Film doch auch auf der gleichen Schiene ab, wie alle anderen seiner Art.

Nur scheint der Aspekt in deinem Review gar nicht so klar durch, was ich bei dir als Genreprofi natürlich schmerzlich vermisse. Daß der Film selbst nachher kein indiskutables Meisterwerk darstellt steht auf einem anderen Blatt, da sind wir einer Meinung.

filmimperator

4 April 2009, 11:31:02 #94 Letzte Bearbeitung: 4 April 2009, 11:33:29 von filmimperator
Da du momentan der einzige der Rezensenten in der OFDb bist, der meine Meinung zu "Speed Racer", den ich unter der Woche sah, einigermaßen teilt (ich würde 4 Punkte geben), habe ich mir mal deine Review durchgelesen.
Gehört diese noch zu deiner "alten Schreibweise"? Ich finde "keine Atmosphäre" in Bezug auf einen Rennfilm schlicht deplatziert und bei der Aussage danach würde ich schlicht das Gegenteil behaupten... Hier der Satz:

ZitatKeine Atmosphäre, keinerlei Spannung, lediglich ein paar Autorennen, mehr nicht.

Es gab nicht nur Autorennen, auch Intrigen etc. Zudem hättest du zum Beispiel noch auf den visuellen Overkill eingehen können, was sich gerade bei diesem Film sehr angeboten hätte. Ein paar mehr Zeilen hättest du also ruhig opfern können...
Unterschiedliche Meinungen? Chuck Norris interessieren nicht mal die Fakten!

horror1966

Stimmt schon, ich hätte ruhig noch einige Worte verlieren können, ist aber auch schon eine ganze Weile her, das ich den Film gesehen habe. Und zum Thema Atmosphäre, ich vertrete schon den Standpunkt, das eigentlich in jedem Film etwas davon aufkommen sollte, man kann es auch Stimmung nennen, doch bei dem Film kam bei mir persönlich gar nichts rüber.

Ente Dr Maria Nichts

5 April 2009, 20:42:06 #96 Letzte Bearbeitung: 5 April 2009, 20:43:59 von Ente Dr Maria Nichts
Guten Tag, horror1966,

da ich sehr gerne kurz und knapp gehaltene Filmkritiken lese, konnte ich eigentlich mit deinen hier heftig kritisierten früheren Einträgen meist etwas anfangen und fand es insofern auch ganz schön hart, wie dich die eingefleischten Filmaufdröseler hier in ihre Richtung zu dreschen versuchten.

Ich persönlich lese diese langen Reviews generell nur nachdem ich den betreffenden Film gesehen habe komplett durch, und das tue ich auch nur bei kontroversen Filmen, die ich persönlich sehr interessant fand, sodass mich deshalb auch die Meinung anderer dazu interessiert.
Bevor ich mir nämlich einen Film anschaue, möchte ich lieber nur ein paar kurze Meinungen dazu hören und freue mich deshalb über Texte, die nicht zu sehr ins Detail gehen - und somit auch nicht zuviel über den Film verraten. Es tut mir Leid, dass ich dir jetzt erst viel zu spät mit meiner Meinung zur Hilfe komme, aber ich hatte dieses Forum bis vor ein paar Tagen weitestgehend ignoriert.

Aber da ja auch einige User geschrieben hatten, deine Reviews würden eher als Kurzkommentare etwas taugen, bin ich letztendlich der Ansicht, dass das Problem eher im System der OFDb liegt (und das spreche ich jetzt einfach mal an dieser Stelle an, in der Hoffnung, dass noch andere User mitlesen) - ich kann meine Texte ja nicht gezielt als Kurzkommentare eintragen, sodass die kürzeren Texte meist auch automatisch als "Review" eingetragen werden. Und obwohl ich meine Kritiken immer möglichst kurz und knapp zu formulieren versuche, ist es soweit ich das im Blick habe, erst ein einziges Mal vorgekommen, dass eine meiner Kritiken als "Kurkommentar" gelistet wurde - ein deutlicher Beleg dafür, dass die Grenze zwischen Kurzkommentar und Review bei der OFDb viel zu niedrig angesetzt ist.
Und auch als Leser klicke ich nur ungern auf den "Kurzkommentare"-Button, weil sich dahinter wirklich meist unbrauchbare, aus zwei Sätzen bestehende Kommentare von geistig Minderbemittelten befinden.

horror1966

Es ist schön zu wissen, das es doch Leute gibt, die auch die kürzeren Reviews bevorzugen. Trotzdem hatten die ganzen negativen Kritiken auch etwas Gutes, ich versuche jetzt schon, nicht immer so viele Wiederholungen zu gebrauchen, obwohl ich weiss, das es mir doch noch sehr oft passiert. Dennoch bin ich der Meinung, das sich mein Schreibstil schon etwas weiterentwickelt hat, auch wenn er immer noch verbesserungswürdig ist.

Aber ich werde sicherlich nie die extrem langen Reviews schreiben, allein schon aufgrund der Tatsache, das ich der Meinung bin, das man einen Film auch kaputt schreiben kann. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

vegetarian_cannibal

Dein Schreibstil ist gut-man kann sagen, verbesserungswürdig sind wir alle. (nobody's perfect) Dafür gibt es ja diesen Thread. Ich les dich gerne.

Ob kurz oder lang, man muß nun mal auch sagen, daß es Filme gibt, zu denen man nicht so viel sagen kann. Es ist einfach so. Zu einem C-Movie ein ellenlanges Review zu schreiben, halte ich auch für vergeudete Zeit. Da steckt in dem Review dann wahrscheinlich mehr Arbeit als in dem Film. Ansonsten versuchen einige Leser sicher, aus einem Review so viel wie möglich zu ziehen. Eventuell kann eine andere Sichtweise auch zum Verständnis eines komplexen Films beitragen, manchmal reicht halt kein Kurzkommentar. Manchmal schon. Von deinen 740 Reviews habe ich nicht alle gelesen, das ist klar-aber die, die ich las, wußten zu gefallen. Auch wenn ich manchmal anderer Meinung bin, darauf kommt es letztendlich nicht an. Noch ein Kompliment, daß du es schaffst, so viel zu reviewen, das kriege ich bei weitem nicht hin.


horror1966

Freut mich sehr, das auch Du meine Texte gern liest, ich kann das auch nur so zurückgeben, denn ich freue mich immer sehr, wenn ein neues Review von Dir erscheint. Denn Du hast eine sehr erfrischende Art zu schreiben, es macht einfach Spaß, Deine Texte zu lesen. Und das man immer mal anderer meinung über einen Film ist, das ist doch ganz normal, denn es wäre sehr traurig, wenn wir alle jeden Film gleich empfinden würden.

filmimperator

7 April 2009, 00:40:45 #100 Letzte Bearbeitung: 7 April 2009, 00:43:24 von filmimperator
Zitat von: horror1966 am  4 April 2009, 20:28:19
Und zum Thema Atmosphäre, ich vertrete schon den Standpunkt, das eigentlich in jedem Film etwas davon aufkommen sollte, man kann es auch Stimmung nennen, doch bei dem Film kam bei mir persönlich gar nichts rüber.

Stimmung schon, nur solltest du dich eben auch mal darum bemühen, nicht dauernd dieses in dem Falle unpassende und irgendwie auch nichtssagende Wort "Atmosphäre" zu verwenden, sondern es eben anders umschreiben. Und umschreiben heißt eben auch, das ein oder andere Wort mehr zu verlieren - womöglich auch an Filmbeispielen. Deswegen musst du noch lange keine Romane schreiben.

Zitat von: Ente Dr Maria Nichts am  5 April 2009, 20:42:06
Aber da ja auch einige User geschrieben hatten, deine Reviews würden eher als Kurzkommentare etwas taugen, bin ich letztendlich der Ansicht, dass das Problem eher im System der OFDb liegt (und das spreche ich jetzt einfach mal an dieser Stelle an, in der Hoffnung, dass noch andere User mitlesen) - ich kann meine Texte ja nicht gezielt als Kurzkommentare eintragen, sodass die kürzeren Texte meist auch automatisch als "Review" eingetragen werden. Und obwohl ich meine Kritiken immer möglichst kurz und knapp zu formulieren versuche, ist es soweit ich das im Blick habe, erst ein einziges Mal vorgekommen, dass eine meiner Kritiken als "Kurkommentar" gelistet wurde - ein deutlicher Beleg dafür, dass die Grenze zwischen Kurzkommentar und Review bei der OFDb viel zu niedrig angesetzt ist.
Und auch als Leser klicke ich nur ungern auf den "Kurzkommentare"-Button, weil sich dahinter wirklich meist unbrauchbare, aus zwei Sätzen bestehende Kommentare von geistig Minderbemittelten befinden.

Tatsächlich ist die Kategorisierung der Texte als Kurzkommentare bis 1000 Zeichen (denke ich jetzt zumindest) verbesserungswürdig. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Reviews besser geschrieben sind. Nichts gegen horror1966, aber ich finde das Argument von vegetarian cannibal eher bedenklich, dass er es so schnell auf 740 Reviews gebracht hat. Denn Quantität ist nicht gleich Qualität. Mit kurzen Reviews ist vielleicht einigen Leuten geholfen, die sich nur schnell vor Sichtung eines Films informieren wollen, allerdings beschwerst du dich, dass Kurzkommentare (der Unterschied zwischen kurzer Review und Kurzkommentar ist seeehr gering zeichentechnisch gesehen) hingegen meist nichts taugen. Auch diese Argumentation finde ich eher fadenscheinig. Wozu gibts schließlich ein Fazit bei einer längeren Review? Das ist meist der letzte Absatz und du musst auch nur wenig lesen und bist informiert. Und würde man die Zeichenbegrenzungen hochsetzen, hätte man wsl. wieder ein ähnliches Problem: Die Leute, die ihre wenigen Gedanken als Review verkaufen wollen, schaffen das dann auch wieder.

Zitat von: vegetarian_cannibal am  5 April 2009, 21:54:09
Dein Schreibstil ist gut-man kann sagen, verbesserungswürdig sind wir alle. (nobody's perfect) Dafür gibt es ja diesen Thread. Ich les dich gerne.

Ob kurz oder lang, man muß nun mal auch sagen, daß es Filme gibt, zu denen man nicht so viel sagen kann. Es ist einfach so. Zu einem C-Movie ein ellenlanges Review zu schreiben, halte ich auch für vergeudete Zeit. Da steckt in dem Review dann wahrscheinlich mehr Arbeit als in dem Film.

Ersteres trifft bedingt zu: horror1966 ist auf einem guten Weg und verbessert sich weiter als Review-Autor. Auf meiner Liste der Lieblingsautoren steht er jedoch nicht.
Letzteres stimmt jedoch auch: Wenn ein Film scheiße ist, kann man ihn entweder ziemlich lang und rhetorisch anspruchsvoll verreißen oder ihm nicht mehr Aufmerksamkeit schenken als nötig.
Unterschiedliche Meinungen? Chuck Norris interessieren nicht mal die Fakten!

horror1966

Ich denke ganz einfach, das jeder seinen eigenen Stil hat, es gibt Leute, die gern und teilweise auch zu ausführlich schreiben und manche halten es halt kürzer. So ist auf jeden Fall für jeden Lese-Typen etwas dabei. Es gibt sicherlich auch genügend Leute, auf die diese teilweise ellenlangen Reviews eher einschläfernd wirken, so das die Lust am lesen schnell vergeht.

Und auch über die Qualität von Reviews zu urteilen, ist wohl eher Ansichtssache, weshalb ich der Meinung bin, das Reviews im Allgemeinen eine gewisse Würdigung verdient haben, egal, ob sie lang oder kurz sind. Man braucht nicht immer "Romane" schreiben, um eine Meinung zum Ausdruck zu bringen und die Art, dieses zu tun, sollte einem selbst überlassen werden.

Das meine Texte nicht allen gefallen, ist mir vollkommen klar und das ist auch in Ordnung. Aber ich glaube schon, das ich mich im Vergleich zur Anfangszeit schon gesteigert habe und ich werde versuchen, das auch weiterhin zu tun, auch wenn ich noch oft in alte Zeiten zurückfalle. :icon_mrgreen:

vegetarian_cannibal

@filmimperator: Nein, ich meinte nicht, daß er es so schnell auf 740 Reviews gebracht hat, weil er kurz schreibt, sondern, ich finde es beeindruckend, daß er offensichtlich zu jedem Film, den er sieht, etwas schreibt, etwas, das ich garnicht kann, mir fällt schlichtweg nicht zu jedem Film genug für ein Review ein, somit reviewe ich auch nicht alles, was ich sehe. Wenn Horror das schafft, ist das schon was, in jedem Review steckt ja auch Mühe. So kurz finde ich Horror's Reviews übrigens nicht. Kurz ist Ente Dr. Maria Nichts, das ist wirklich der Inbegriff von kurz (gell, Herr Doktor.)

horror1966

Nun ja, am Anfang waren meine Texte schon sehr kurz, das gebe ich ja auch zu. Ich werde auch sicher nie so lange Reviews schreiben, wie einige andere hier. Ich finde es nur immer etwas komisch, das kürzere Reviews meist mit mangelnder Qualität gleichgesetzt werden. Man sollte seine eigenen Qualitätsansprüche nicht immer als Maßstab für alles nehmen, denn so geht meiner Meinung nach die Vielfältigkeit verloren.

Es ist doch gerade interessant, das es so viele verschiedene Schreibstile gibt, so kann sich jeder den für ihn angenehmsten heraussuchen.

filmimperator

Zitat von: horror1966 am  7 April 2009, 01:19:50
Und auch über die Qualität von Reviews zu urteilen, ist wohl eher Ansichtssache, weshalb ich der Meinung bin, das Reviews im Allgemeinen eine gewisse Würdigung verdient haben, egal, ob sie lang oder kurz sind.

Kommt darauf an. Wenn kein auch nur halbwegs differenzierter Grundwortschatz in der Review an den Tag gelegt wird, kann man schon sagen, dass sie schon rein vom Grammatischen her mäßig geschrieben ist. Das ist dann objektiv. Ich greife dich jetzt nicht an, sondern meine das nur ganz allgemein.

Zitat von: vegetarian_cannibal am  7 April 2009, 11:44:17
@filmimperator: Nein, ich meinte nicht, daß er es so schnell auf 740 Reviews gebracht hat, weil er kurz schreibt, sondern, ich finde es beeindruckend, daß er offensichtlich zu jedem Film, den er sieht, etwas schreibt, etwas, das ich garnicht kann, mir fällt schlichtweg nicht zu jedem Film genug für ein Review ein, somit reviewe ich auch nicht alles, was ich sehe. Wenn Horror das schafft, ist das schon was, in jedem Review steckt ja auch Mühe. So kurz finde ich Horror's Reviews übrigens nicht.

Die Frage ist, wie man "genug einfallen" definiert. Mir fällt nach jedem Film ein, wie ich ihn bspw. fand, wie die Darsteller waren etc. Nur schreibe ich auch nicht zu jedem Film etwas, nur weil ich im Prinzip immer ein paar Sätze loswerden könnte. Das ist etwas, wo horror1966 sicher auf einem guten Weg ist, aber auch noch Einiges lernen kann. Eben, dass er nicht zu jedem Film, den er sieht etwas schreiben muss. Nur weil ich einen eigenen Gedanken zu einem Film niederschreiben (oder auch mehrere) muss das nicht heißen, dass das eine gute Review ergibt, die nicht nur Standardphrasen varriiert (siehe oben).

Zitat von: horror1966 am  7 April 2009, 12:20:03
Ich finde es nur immer etwas komisch, das kürzere Reviews meist mit mangelnder Qualität gleichgesetzt werden. Man sollte seine eigenen Qualitätsansprüche nicht immer als Maßstab für alles nehmen, denn so geht meiner Meinung nach die Vielfältigkeit verloren.

Es ist doch gerade interessant, das es so viele verschiedene Schreibstile gibt, so kann sich jeder den für ihn angenehmsten heraussuchen.

Der Vielfältigkeitsgedanke ist sicherlich richtig. Dennoch sind ziemlich kurze Reviews meistens auch die weniger guten. Das wurde ja schon mit den Aussagen über Kurzkommentare treffend gesagt. Nehmen wir hingegen Adam Kesher: Ein guter Autor, der sprachlich anspruchsvoll in wenigen Sätzen seine Meinung zum Film auf den Punkt bringen kann. Andererseits ist es natürlich auch möglich, ewig lange und sinnfrei vor sich hinzuschwafeln - allerdings kommt das seltener vor als im Kurz-Bereich.
Unterschiedliche Meinungen? Chuck Norris interessieren nicht mal die Fakten!

funeralthirst

Ich muss es dann doch jetzt mal loswerden, auch wenn der Thread schon seit Langem tot ist und auch eigentlich alles schon zu dem, was auch ich denke, gesagt wurde, aber, ja, es muss einfach raus.
Ich mag deine Filmauswahl, ja... aber wenn ich täglich die 5 letzten Reviews durchkämme, ist eines mindestens von dir. Was generell nicht schlimm ist, weil ich auch desöfteren mal täglich eins schreibe, aber mein erster Gedanke ist, wenn ich deinen Namen lese? "Oh, nicht der schon wieder..." Meine Reaktion darauf? Hm, soll ichs lesen oder nicht? Meistens tue ich dies nicht, da dein Schreibstil arg hervorsehbar ist, auch wenn er sich im Bezug zu deinen Reviews vor des Eröffnens deines Autorenthreads, wesentlich verbessert hat. Aber auch nur minimal, denn selten ziehst du Schlüsse, analysierst nicht und begründest nichts. Was bringt mir deine Meinung "gute Atmosphäre, unheilvoll bla bla", wenn du nicht begründest, was für dich eine gute Atmosphäre ausmacht, oder durch was sie vermittelt wurde? Ich kenn bisher kein Review von dir, was mich überzeugt hätte, den Film unbedingt sehen zu müssen / wollen. Es mag Leute geben, denen reichen solch oberflächliche "Informationen", aber alles in allem find ich dich eher arg nervig...

ZitatZitat von: horror1966 am  7 April 2009, 11:20:03
Ich finde es nur immer etwas komisch, das kürzere Reviews meist mit mangelnder Qualität gleichgesetzt werden. Man sollte seine eigenen Qualitätsansprüche nicht immer als Maßstab für alles nehmen, denn so geht meiner Meinung nach die Vielfältigkeit verloren.

Es ist doch gerade interessant, das es so viele verschiedene Schreibstile gibt, so kann sich jeder den für ihn angenehmsten heraussuchen.

Das kurze Reviews nicht immer mangelhaft sein müssen, beweist durchaus Asbestos, der teilweise in 4-5 Zeilen vermittelt, was den Film ausmacht und ich ansatzweise ein Gefühl bekomme auf was ich mich da einlasse.

Soweit zu dem Käse...und nichts persönlich gegen dich, deine Filmauswahl ist exzellent und interessant, bist als Mensch sicher dufte aber eben brauch ich nur eins von deinen mittlerweile 900 nochwas (wie machst du das???) zu lesen und weiß den Inhalt der anderen. Wäre auf ein paar Antworten erfreut, Hassaustösse und Kritik an mir bitte aber in meinem Autorenthread hinterlassen ;)
1. Herr der Ringe, Der (1978) / 6
2. Night Terror (1989) / 2
3. Dance of the Dead (2008) / 5
4. Butterfly Effect (2004) / 5
5. Evil Aliens (2005) / 4
6. Anatomie (2000) / 7
7. Dämon mit den blutigen Händen, Der (1958) / 7
8. Hexe des Grafen Dracula, Die (1968) / 5
9. Plaga Zombie - The Beginning (1997) / 3
10. Aliens - Die Rückkehr (1986)

horror1966

Warum denn Hassausstöße, das ist Deine Meinung und die respektiere ich sehr wohl. In letzter Zeit ist es wirklich nicht mehr der Fall, das ich jeden Tag Reviews einstelle, manchmal ist es auch nur einmal in der Woche. Ich gebe ja auch zu, das sich gewisse Dinge des Öfteren in meinen Texten wiederholen, wobei ich aber trotzdem der Meinung bin, das ich schon mehr variiere, wie zu meinen Anfangszeiten. Das viele hier meine Texte nicht mögen, ist mir schon klar, ich kenne aber auch genügend Leute, die meine Reviews sehr gern lesen und sie gut finden.

Klar, jetzt werden wieder einige kommen und behaupten, das es sich dabei um Leute handelt, die eventuell keine hohen Ansprüche haben, aber das stimmt so nicht. Es gibt halt sehr viele, die keine großartigen Analysen oder tiefgehende Begründungen brauchen, viele wollen sie sogar gar nicht. Ihnen reichen halt die Informationen, die ich ihnen gebe. Geschmäcker sind halt durchaus verschieden und das ist auch gut so.

funeralthirst

ZitatDatum/Zeit: Gestern um 22:57:27Autor: horror1966 
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Warum denn Hassausstöße, das ist Deine Meinung und die respektiere ich sehr wohl. In letzter Zeit ist es wirklich nicht mehr der Fall, das ich jeden Tag Reviews einstelle, manchmal ist es auch nur einmal in der Woche. Ich gebe ja auch zu, das sich gewisse Dinge des Öfteren in meinen Texten wiederholen, wobei ich aber trotzdem der Meinung bin, das ich schon mehr variiere, wie zu meinen Anfangszeiten. Das viele hier meine Texte nicht mögen, ist mir schon klar, ich kenne aber auch genügend Leute, die meine Reviews sehr gern lesen und sie gut finden.

Klar, jetzt werden wieder einige kommen und behaupten, das es sich dabei um Leute handelt, die eventuell keine hohen Ansprüche haben, aber das stimmt so nicht. Es gibt halt sehr viele, die keine großartigen Analysen oder tiefgehende Begründungen brauchen, viele wollen sie sogar gar nicht. Ihnen reichen halt die Informationen, die ich ihnen gebe. Geschmäcker sind halt durchaus verschieden und das ist auch gut so.

Natürlich ist das gut so, wäre ja auch langweilig, wenn jeder den gleichen Anspruch an Informationen hätte oder jeder eine einheitliche Meinung über "das perfekte Review" hätte. Ich bin auch eher der Typ, der gerne Besprechungen liesst, die den Film nicht in alle Details zerkleinert und analysiert. Kompakte Informationen, um genau zu wissen, was mich erwartet...(auch wenn ich teilweise recht lange schreibe). Aber das Problem ist: du gibst zwar Informationen, aber der ganze Aufbau deiner Reviews ist vorhersehbar, seelenlos, sehr unpersönlich (auch wenn du sehr oft schreibst: ich denke, meiner Meinung...). Ich vermisse in deinen Reviews das gewisse Herzblut...die wirken teilweise lustlos heruntergerattert, des Zwanges wegen den Film so minimalistisch wie möglich besprechen zu müssen...
But who cares, solang du deine Leserschaft hast, werd auch ich dich nicht ändern können...was ich auch gewiss nicht möchte.  :icon_evil:
1. Herr der Ringe, Der (1978) / 6
2. Night Terror (1989) / 2
3. Dance of the Dead (2008) / 5
4. Butterfly Effect (2004) / 5
5. Evil Aliens (2005) / 4
6. Anatomie (2000) / 7
7. Dämon mit den blutigen Händen, Der (1958) / 7
8. Hexe des Grafen Dracula, Die (1968) / 5
9. Plaga Zombie - The Beginning (1997) / 3
10. Aliens - Die Rückkehr (1986)

funeralthirst

Hey 66, ich muss doch sagen, nachdem ich dein Review zu Drag mo to hell las, dass du mittlerweile echt dazugelernt hast. In jeder Hinsicht....zumindest sind deine Reviews informativer geworden, was noch nicht heisst, den Film danach unbedingt sehen zu wollen. Aber immerhin ne eindeutige Besserung nach oben..Scheinst mein Mann für Direct to Video Horrorproduktionen zu sein. Ich frag mich nur, wie du das schaffst? Gibst du deinen ganzen Lohn für DVD Neuerscheinungen aus? :D
1. Herr der Ringe, Der (1978) / 6
2. Night Terror (1989) / 2
3. Dance of the Dead (2008) / 5
4. Butterfly Effect (2004) / 5
5. Evil Aliens (2005) / 4
6. Anatomie (2000) / 7
7. Dämon mit den blutigen Händen, Der (1958) / 7
8. Hexe des Grafen Dracula, Die (1968) / 5
9. Plaga Zombie - The Beginning (1997) / 3
10. Aliens - Die Rückkehr (1986)

horror1966

Zitat von: funeralthirst am 25 Oktober 2009, 00:06:44
Hey 66, ich muss doch sagen, nachdem ich dein Review zu Drag mo to hell las, dass du mittlerweile echt dazugelernt hast. In jeder Hinsicht....zumindest sind deine Reviews informativer geworden, was noch nicht heisst, den Film danach unbedingt sehen zu wollen. Aber immerhin ne eindeutige Besserung nach oben..Scheinst mein Mann für Direct to Video Horrorproduktionen zu sein. Ich frag mich nur, wie du das schaffst? Gibst du deinen ganzen Lohn für DVD Neuerscheinungen aus? :D


Erst einmal vielen Dank für das Lob, ich versuche ja auch, mich ständig zu verbessern. Die DVD's beziehe ich von den Firmen direkt, es handelt sich bei vielen Filmen um Rezensionsexemplare. Ohne die sähe es trostlos aus, da ich leider Hartz IV Empfänger bin. :icon_mrgreen:

funeralthirst

ZitatDatum/Zeit: Heute um 00:39:21Autor: horror1966 
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Zitat von: funeralthirst am Gestern um 23:06:44
Hey 66, ich muss doch sagen, nachdem ich dein Review zu Drag mo to hell las, dass du mittlerweile echt dazugelernt hast. In jeder Hinsicht....zumindest sind deine Reviews informativer geworden, was noch nicht heisst, den Film danach unbedingt sehen zu wollen. Aber immerhin ne eindeutige Besserung nach oben..Scheinst mein Mann für Direct to Video Horrorproduktionen zu sein. Ich frag mich nur, wie du das schaffst? Gibst du deinen ganzen Lohn für DVD Neuerscheinungen aus?



Erst einmal vielen Dank für das Lob, ich versuche ja auch, mich ständig zu verbessern. Die DVD's beziehe ich von den Firmen direkt, es handelt sich bei vielen Filmen um Rezensionsexemplare. Ohne die sähe es trostlos aus, da ich leider Hartz IV Empfänger bin.

Und wie hat man die Ehre direkt von Firmen sogenannte Rezensionsexemplare zu erlangen? Heisst das, du musst als anerkannter Kritiker bei denen gemeldet sein und bezahlst keine Kohle dafür, wenn du die Dinger von denen forderst? Oder wie läuft das ab? Würde mich mal interessieren? Könnte ja dann jeder x-beliebige hinlaufen und danach fragen...?  :icon_rolleyes:
1. Herr der Ringe, Der (1978) / 6
2. Night Terror (1989) / 2
3. Dance of the Dead (2008) / 5
4. Butterfly Effect (2004) / 5
5. Evil Aliens (2005) / 4
6. Anatomie (2000) / 7
7. Dämon mit den blutigen Händen, Der (1958) / 7
8. Hexe des Grafen Dracula, Die (1968) / 5
9. Plaga Zombie - The Beginning (1997) / 3
10. Aliens - Die Rückkehr (1986)

horror1966

Nein, so einfach ist das nicht. Ich schreibe ja für den Zauberspiegel und habe dann die Kontakte zu einigen Firmen geknüpft.

funeralthirst

Deswegen frag ich ja. Aber was ist der Zauberspiegel? Kriegt man denn Geld für die Reviews?  :king:
1. Herr der Ringe, Der (1978) / 6
2. Night Terror (1989) / 2
3. Dance of the Dead (2008) / 5
4. Butterfly Effect (2004) / 5
5. Evil Aliens (2005) / 4
6. Anatomie (2000) / 7
7. Dämon mit den blutigen Händen, Der (1958) / 7
8. Hexe des Grafen Dracula, Die (1968) / 5
9. Plaga Zombie - The Beginning (1997) / 3
10. Aliens - Die Rückkehr (1986)

horror1966

Zitat von: funeralthirst am 25 Oktober 2009, 15:16:40
Deswegen frag ich ja. Aber was ist der Zauberspiegel? Kriegt man denn Geld für die Reviews?  :king:


Der Zauberspiegel ist ein Fanzine im Netz und Geld bekommt man nicht dafür.

Schlombie

Ist ja kaum zu glauben, dass ein Horrorhaudegen wie Du "Invasion der Zombies" noch nicht kanntest. Freut mich, dass Du ihn für Dich entdeckt hast, ich finde auch, dass er einer der besten europäischen Zombiefilme ist den es gibt. Wahrscheinlich war es einfach sein Glück, dass er vor "Zombie" herauskam, sonst wäre sicherlich auch dieser sehr anders erzählte Film von Romero beeinflusst worden.

Du reitest mir in Deinem Text ein bischen zu viel auf den reduzierten Gore herum. Schön auf der anderen Seite Deine Bemerkung, dass die ungewöhnliche Wirkung der Zombies daher kommt, dass es frisch verstorbene sind. So sehe ich das auch.

horror1966

Ich weiss auch nicht, wie mir diese Perle bis jetzt entgehen konnte, aber ich bin sehr froh, das ich den Film jetzt mein Eigen nennen darf. Das mit dem reduzierten Gore ist reine Absicht, um gerade den jüngeren Gore-Kiddies zu zeigen, das ein Zombiefilm der alten Schule auch vollkommen überzeugen kann, ohne das es härtemäßig übertrieben wird.

Ich finde, das man eine solche Tatsache ganz besonders hervorheben sollte, denn heutzutage wird ja leider die Qualität eines Horrorfilms von vielen Leuten nur nach dem Härtegehalt beurteilt. "Invasion der Zombies" ist da eine herrlich erfrischende Ausnahme und zeigt doch auf sehr eindrucksvolle Art und Weise, das gute Vertreter dieser Art weitaus mehr zu bieten haben.

Zu den Zombies kann ich wirklich nur sagen, das ich sie regelrecht genial finde, insbesondere diejenigen, die im Gesicht keine großartigen Verletzungen haben, erinnern doch teilweise an die frühesten Zombiefilme wie "White Zombie", da sie viel eher wie ferngesteuerte Menschen wirken und nicht wie auferstandene Tote.

pm.diebelshausen

6 April 2010, 00:00:54 #116 Letzte Bearbeitung: 6 April 2010, 00:07:30 von pm.diebelshausen
Habe gerade Deine Review zu "Marquis" gelesen. http://www.ofdb.de/review/46681,406867,Marquis-de-Sade
Warum? Weil ich immernoch nicht weiß, was ich von dem Film halten soll. Oder besser: weil ich zwar weiß, dass er mir gut gefällt, aber ich nicht weiß, wie ich das erklären und anderen mitteilen kann abgesehen von: "musst Du selber sehen".

Deshalb alle Achtung - zu diesem Film eine Review überhaupt anzugehen, ist schon was. Aber leider habe ich auch durch Deine Review wenig Selbsterkenntnis in Bezug auf meine Meinung zum Film gewonnen. Ich weiß z.B. nicht, was der Film überhaupt erzählt oder warum es ihn gibt. Eine große Frivolität? Ein Pseudo-Porno? Ein moralisches Stück über Triebe und Politik, Chaos und Ordnung? Keine Ahnung. Ich kenne auch de Sade wenig, nur scheint er mir tatsächlich eher ein Moralist als ein Pornograph zu sein.

Der Film ist, sofern man für sowas offen ist und das Ungewohnte spannend findet, absolut sehenswert und zweifellos unvergleichlich, insofern aber auch außer Konkurrenz und schwer einzuschätzen. Vielleicht wiederholst Du deshalb ein paar Aspekte in Deiner Review (z.B. das Frivole, das Schmunzeln...), wo ich mir doch noch mehr gewünscht hätte, weil ich ja selber nicht so recht weiß. Punktemäßig habe ich ihn übrigens damals nach dem Sehen genauso bewertet: 9/10.
Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.

Schlombie

Happy Birthday zu Deiner gruseligen 45, alter Mann! Hoffe Du feierst schön und hast spätestens bis zur 50 jegliche Lücke von Horrorklassikern gefüllt, damit solch späte Entdeckung wie "Leichenhaus der lebenden Toten" der Vergangenheit angehören!  :icon_mrgreen:

Alles Gute!

horror1966

Vielen Dank für die Glückwünsche und ich werde mich bemühen, sämtliche Lücken zu schließen. :icon_mrgreen:

Hedning

Hallo horror, ich lese dich in letzter Zeit öfters, da du ja das italienische Giallo- usw. -kino für dich zu entdecken scheinst. Allerdings fällt mir das oft ziemlich schwer, da sich deine Texte so lesen, als ob du mit Gewalt versuchst, auf eine bestimmte Textlänge zu kommen. Versuch doch mal, die Texte so zu reduzieren, dass sie wirklich nur die zentralen Aussagen enthalten und belege sie besser am Film anhand von Beispielen, statt sie immer neu formuliert zu wiederholen. Z. B. solltest du dir mal angucken, wie oft sich in deinen Rezensionen Sätze mit dem Wort "spannend" bzw. "Spannung" und seinen Varianten befinden: "Hochspannung", "extrem angespannt", "Spannungsbogen", "Spannungsschraube" usw. - das würde ich an deiner Stelle so reduzieren, dass höchstens einmal pro Text irgendwas mit "spann..." vorkommt, den in der jetzigen Form liest sich das ziemlich anstrengend.

Ich zitiere mal deine "Das Geheimnis des silbernen Halbmonds"-Kritik:

ZitatDieser Film gehört wie auch "Das Geheimnis der grünen Stecknadel" zu den Filmen der letzten Edgar Wallace Box und stellt eine deutsch-italienische Co-Produktion dar. Gleichzeitig handelt es sich auch um die einzige Wallace-Verfilmung, deren Handlung sich komplett in Italien abspielt, was schon einmal einen ganz grundlegender Unterschied zu den üblichen Krimis des britischen Autors darstellt. Doch auch im Bezug auf den Handlungsstrang handelt es sich wieder um einen echten Giallo, der sämtliche markanten Merkmale dieser Filmgattung aufweist. So entfaltet sich von der ersten Minute an eine äusserst mysteriöse Geschichte, in deren Mittelpunkt fast schon selbstverständlich eine geheimnisvolle Mordserie steht, auf die man sich lange Zeit keinen wirklichen Reim machen kann. Scheinbar wahllos tötet ein Mörder mehrere junge Frauen, die eigentlich keinerlei Bezug zueinander haben. Erst mit zunehmender Laufzeit lässt sich eine Gemeinsamkeit erkennen die alle Opfer miteinander verbindet, so das gleichzeitig auch ein Verdächtiger benannt werden kann. Als sich allerdings herausstellt, das diese Person schon mehrere Jahre tot ist, steht der Zuschauer mit seinen eigenen Vermutungen wieder am Anfang und hat im Prinzip keinerlei Anhaltspunkte, um sich der wahren Identität des Killers zu nähern.

Allein schon durch diesen Aspekt verspricht das Geschehen doch eine ganze Menge Spannung, die mit zunehmender Laufzeit förmlich greifbar wird und sich in mehreren Passagen sogar zur absoluten Hochspannung entwickelt, was beim Betrachter für ein extrem angespanntes Sehverhalten sorgt.

Dennoch kommt "Das Rätsel des silbernen Halbmonds" meiner Meinung nach nicht ganz an die Qualität eines Filmes wie "Das Geheimnis der grünen Stecknadel" heran, was allerdings weniger an der immer spannenden Geschichte, sondern vielmehr an den hier agierenden Darstellern liegt. Damit will ich keinesfalls andeuten, das die schauspielerischen leistungen hier schlecht wären, aber es fehlt ein wenig an Überzeugungskraft. So hat mir das deutsche "Schätzchen" Uschi Glas nicht sonderlich in ihrer Rolle gefallen, kann man doch diverse Ansätze von Theatralik in ihrer Darstellung erkennen, so das mehrere Momente entstehen, in denen ihr Schauspiel seltsam gekünstelt und ziemlich überzogen erscheint. Doch ganz generell ist die Besetzung in diesem unter der Regie von Umberto Lenzi entstandenen Film nicht annähernd so stark ausgefallen, wie man es noch bei "Das Geheimnis der grünen Stecknadel" beobachten konnte. Dort erschien das gesamte Ensemble ganz einfach viel überzeugender und vor allem authentischer, was eine ganz große Stärke des Filmes war. In vorliegendem Fall handelt es sich viel eher um eine kleine, aber keinesfalls unwichtige Schwäche, die den ansonsten sehr guten Gesamteindruck ein klein wenig trübt.

Dennoch handelt es sich hier um einen absolut sehenswerten Genre-Beitrag des italienischen Kinos, das ganz eindeutig die Oberhand in dieser Co-Produktion hat. Sämtliche Zutaten eines erstklassigen Giallos sind vorhanden und wurden von Lenzi auch sehr überzeugend in Szene gesetzt, so das Italo-Fans absolut begeistert sein dürften. Da kann man dann auch schon einmal über die kleinen Schwächen beim dargebotenen Schauspiel hinwegsehen, da doch sämtliche anderen Aspekte der Geschichte jederzeit sehr gute-und extrem spannende Unterhaltung garantieren. Die immer straffer angezogene Spannungsschraube des Szenarios wird von einer fast schon herausragenden Grundstimmung brillant unterstützt, es gibt mit zunehmender Laufzeit immer mehr bedrohliche Momente, die an einigen Stellen auch durchaus für eine gepflegte Gänsehaut beim Zuschauer sorgen können. Und auch wenn es sich bei "Das Rätsel des silbernen Halbmonds" nicht um eine absolut typische Edgar Wallace Verfilmung handelt, so dürften doch auch die eingefleischten Fans auf ihre Kosten kommen, handelt es sich doch um eine äusserst atmosphärische Story, in der strekenweise ein herrliches Grusel-Feeling in den Vordergrund rückt, das für schaurig-schöne Unterhaltung sorgt und jederzeit kurzweilige Unterhaltung bietet.

Auch wenn das voliegende Gesamtpaket mich nicht ganz so begeistert hat wie bei "Das Geheimnis der grünen Stecknadel", so sollte man sich diese Wallace Spät-Verfilmung keinesfalls durch die Lappen gehen lassen, denn im Bezug auf Spannung und Atmosphäre handelt es sich um einen ertklassigen Genre-Beitrag. Einzig und allein der Cast stellt hier meiner Meinung nach eine kleine Schwäche dar, ansonsten wird man aber mit sehr guter italienischer Filmkost konfrontiert, die man sich immer wieder gut anschauen kann, denn auch nach mittlerweile vier Jahrzehnten hat "Das Rätsel des silbernen Halbmonds" rein gar nichts von seiner Faszination und Ausstrahlung verloren, so das man bedenkenlos zu diesem Film greifen kann, wenn man ein Freund von spannungsgeladener Genrekost ist, der ganzzeitig ein äusserst mysteriöser und geheimnisvoller Touch beiwohnt.

"Das Rätsel des silbernen Halbmonds" entspricht auf keinen Fall den ansonsten üblichen Wallace Verfilmungen, bietet aber dennoch extrem gute Filmkost, die insbesondere durch einen dramaturgisch erstklassigen Spannungsaufbau und eine äusserst dichte Atmosphäre zu überzeugen weiss. Ein wenig zuviel Theatralik im Schauspiel einiger Darsteller verhindert eine noch bessere Bewertung, doch insgesamt gesehen siedelt sich dieses Werk von Umberto Lenzi auf jeden Fall im oberen Drittel der Qualitäts-Skala an.

Das alles lässt sich reduzieren auf: Es handelt sich um eine mysteriöse, sehr spannende Geschichte, leider agieren die Schauspieler, vor allem Uschi Glas, stellenweise zu theatralisch, die italienischen Merkmale überwiegen in dieser Coproduktion und vielleicht noch das eine oder andere mehr. Viele Sätze sind lediglich Umformulierungen der Aussage, dass dir der Film gut gefallen hat: "so dass Italo-Fans absolut begeistert sein dürften" ... "sollte man sich keinesfalls durch die Lappen gehen lassen" ... "im oberen Drittel der Qualitäts-Skala anzusiedeln" ...
Symptomatisch z. B. auch, dass du schreibst: "nicht annähernd so stark ausgefallen, wie man es noch bei 'Das Geheimnis der grünen Stecknadel' beobachten konnte" und nicht einfach "nicht annähernd so stark wie in 'Das Geheimnis der grünen Stecknadel'". Wenn du das alles mal selbstkritisch liest, werden dir ziemlich viele Formulierungen auffallen, die nur die Funktion haben, das ganze in die Länge zu ziehen.

Ich will dir nicht an den Karren fahren oder dir die Motivation nehmen, es ist ja immer schön, wenn sich jemand mit diesen Filmen auseinandersetzt, aber da du ja hier diesen Thread hast, denke ich, dass Kritik bei dir erwünscht ist.

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