Was sollte man in einem Review vermeiden?

Erstellt von Intergalactic Ape-Man, 19 Januar 2010, 15:36:31

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Intergalactic Ape-Man

Was ich anstrebte steht eigentlich schon im Ausgangspost. Was man aus dieser Sammlung dann macht wäre der nächste Schritt.  ;)

(Ich finde es allerdings, wie schon zwischendurch angemerkt, auch nicht falsch, Beispiele im Positiv zu formulieren. Wichtig schien mir, konkret festzuhalten, was nicht einer alleine, sondern verschiedene Leser in einem Review für verbesserbar ansehen, damit man daraus ggf. eine Hilfestellung für die Autoren formen kann.)

mali

Zitat von: Reiben nach 22 Januar 2010, 00:48:28
Dieses "Problem" sehe ich auch. Andererseits ist ein FAQ ja auch dazu da, dass man sich danach richtet.


Nee, das wären dann ja Regeln ;-)

Eine FAQ beantwortet idealerweise präventiv Fragen die sich stellen könnten oder schon häufig gestellt haben.

Reiben

Aso, verstehe.

Das ich für mehr Struktur in Reviews plädiere dürfte ja mittlerweile jeder verstanden haben...
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Reiben

Zitat von: mali nach 22 Januar 2010, 02:24:33

Eine FAQ beantwortet idealerweise präventiv Fragen die sich stellen könnten oder schon häufig gestellt haben.



Das sagt ja schon der Name, aber es wäre vielleicht auch zu diskutieren, ob man das ganze wirklich als FAQ gestaltet, oder ob man nicht eine etwas andere Hilfestellung bietet.

@Ape: Ich wollte mich gestern nicht so in Rage schreiben. Hoffentlich hast du dich nicht angegriffen gefühlt.
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Sarge

Um meine "Befürchtung" noch mal zu konkretisieren: Nicht jeder wird es so machen, aber mit Sicherheit wird es dann auch vermehrt wieder diese Reviews geben, die mit Überschrift: "Story", Doppelpunkt, das und das gibt es zu sagen, "Schauspieler", Doppelpunkt, das und das gibt es zu sagen usw., kommen werden. Ich bin mir dessen relativ sicher, weil dies in der Vergangenheit auch ohne FAQ schon von einigen so praktiziert wurde.

mali

Zitat von: Reiben nach 22 Januar 2010, 13:24:03
Zitat von: mali nach 22 Januar 2010, 02:24:33

Eine FAQ beantwortet idealerweise präventiv Fragen die sich stellen könnten oder schon häufig gestellt haben.



Das sagt ja schon der Name, aber es wäre vielleicht auch zu diskutieren, ob man das ganze wirklich als FAQ gestaltet, oder ob man nicht eine etwas andere Hilfestellung bietet.


Ihr könnt ja auch ein "Howto" oder ein "Making of" schreiben  ;)

Reiben

Zitat von: Sarge nach 22 Januar 2010, 13:30:50
Um meine "Befürchtung" noch mal zu konkretisieren: Nicht jeder wird es so machen, aber mit Sicherheit wird es dann auch vermehrt wieder diese Reviews geben, die mit Überschrift: "Story", Doppelpunkt, das und das gibt es zu sagen, "Schauspieler", Doppelpunkt, das und das gibt es zu sagen usw., kommen werden. Ich bin mir dessen relativ sicher, weil dies in der Vergangenheit auch ohne FAQ schon von einigen so praktiziert wurde.


Und warum wäre das so schlecht?
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pm.diebelshausen

Ich denke auch, dass trotz aller Formelhaftigkeit eine überdeutlich strukturierte Review besser wäre als die womöglich sonst geschaffene Chaosbrabelei. Meist wird man die Abschnittsüberschriften dann auch einfach eliminieren können, ohne dass die Lesbarkeit zu leiden hätte. Übrigens weit verbeitet ist die Überschrift "Fazit:" am Review-Ende. Halte ich für überflüssig, da in den meisten Reviews am Schluss knackig steht, was ich wissen will, wenn ich nur einen kurzen Blick auf den Text werfe. Das muss man gar nicht in der Schule gelernt haben, das mach man/machen Viele (nicht Alle) beim Schreiben automatisch.
Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.

Fastmachine

22 Januar 2010, 14:14:51 #38 Letzte Bearbeitung: 22 Januar 2010, 14:28:35 von Fastmachine
Eine wirkliche Hilfe zum Schreiben von Reviews lässt sich kaum in Regeln oder auch nur FAQs fassen.  
Die wenigen Regeln sind ja in den allgemeinen OFDb FAQs aufgeführt. Aus guten Gründen steht da hauptsächlich, was zu vermeiden ist, bzw. was unerwünscht ist.

Schreiben lernen ist dagegen ein Vorgang, der in der Praxis stattfindet. Etwa wie ein Instrument erlernen, eine Sportart usw. Mann kann in der Theorie viel über Fußball wissen, aber trotzdem ein lausiger Spieler sein.

Um sein Schreiben zu verbessern, muss man zunächst mal anfangen zu schreiben und sich dann der Kritik stellen. An einem konkreten Review kann man viel besser jemandem helfen, bzw. Hinweise geben, als an einer Art Review-Schreib-Theorie-Liste. Jeder schreibt völlig individuell, der Stil hängt an der Persönlichkeit. Hinweise, die für einen Schreiber sehr wertvoll sein mögen, helfen einem anderen vielleicht gar nicht.

Ob man zunehmend bessere Reviews schreibt, hängt doch zunächst von jedem selbst ab. Ob jemand sich öffnet für Kritik. Das fängt bei der Selbstkritik an, indem man sich ältere Reviews von sich anschaut und sieht, was daran falsch war. Dass man bereit ist, von anderen zu lernen, d.h. andere Schreibarten offen zu lesen. Vor allem, dass man schreibt, übt und experimentiert, um seinen Weg zu finden. Dies ist sicher das Wichtigste. Die meisten Autoren begnügen sich damit.

Als Kann-Option besteht dann die Möglichkeit, dass man sich der Kritik von anderen stellt, weil einem dort Dinge mitgeteilt werden, die einem möglicherweise selbst gar nicht aufgefallen wären. Oder das man von den Diskussionen, die über die Reviews von anderen geführt werden, für das eigene Schreiben lernt. Dafür gibt es nun ja dieses Review-Hilfe Forum. Nützen tun es die wenigsten. Manche wollen aus Prinzip nicht, andere interessieren sich nicht dafür, aber viele sind sich vielleicht einfach unsicher, ob sie sich dieser Art von Diskussion stellen wollen. Diese Gruppe gilt es zu ermuntern.

Vielleicht wäre es hilfreich, wenn man den Zweck dieses Forums oben in einem angepinnten FAQ Thread zur Review-Hilfe deutlicher erläutert. Dort könnte man ja auch Hinweise geben, die zum Erlernen des Schreibens nützlich sein könnten. Nicht in Form von Regeln, sondern in der Art, dass man einen Weg aufzeigt und Anregungen gibt und schließlich hier zur Teilnahme an der Diskussion einlädt.
So eine Art ,,Wegweiser zum Schreiben" könnte man ja formulieren, ohne dass man gleich Punkte auflistet, die man im Review berücksichtigen soll. Hier sehe ich, ähnlich wie Sarge, dass eine Schematisierung droht, die mit dem doch sehr individuellen Akt des Schreibenlernens wenig zu tun hat.
Ich mag keine Filme; die verblöden nur. (Alfons d. Ä.)

funeralthirst

ZitatDatum/Zeit: Heute um 12:45:14Autor: Reiben  
Zitat einfügen
Zitat von: Sarge am Heute um 12:30:50
Um meine "Befürchtung" noch mal zu konkretisieren: Nicht jeder wird es so machen, aber mit Sicherheit wird es dann auch vermehrt wieder diese Reviews geben, die mit Überschrift: "Story", Doppelpunkt, das und das gibt es zu sagen, "Schauspieler", Doppelpunkt, das und das gibt es zu sagen usw., kommen werden. Ich bin mir dessen relativ sicher, weil dies in der Vergangenheit auch ohne FAQ schon von einigen so praktiziert wurde.


Und warum wäre das so schlecht?


Schlecht nicht unbedingt, aber ich glaube, dass das viele, mir eingeschlossen, als zu "abgearbeitet" und "unpersönlich" betrachten. Ich lese solche Besprechungen in diesem Format jedenfalls sehr ungern.
1. Herr der Ringe, Der (1978) / 6
2. Night Terror (1989) / 2
3. Dance of the Dead (2008) / 5
4. Butterfly Effect (2004) / 5
5. Evil Aliens (2005) / 4
6. Anatomie (2000) / 7
7. Dämon mit den blutigen Händen, Der (1958) / 7
8. Hexe des Grafen Dracula, Die (1968) / 5
9. Plaga Zombie - The Beginning (1997) / 3
10. Aliens - Die Rückkehr (1986)

Intergalactic Ape-Man

22 Januar 2010, 17:44:29 #40 Letzte Bearbeitung: 22 Januar 2010, 17:46:35 von Intergalactic Ape-Man
@ Fastmachine: Dein Text spricht eigentlich voll und ganz für meine Herangehensweise. Vielleicht wird der Begriff FAQ dabei zu engstirnig empfunden, da es ja eigentlich eine Art "Frequently Done Wrong" (und "Frequently Given Answers") Liste werden wollte. Zwischen den Zeilen lese ich dadurchaus einen großen allgemeinen Konsens darüber, daß man als Schreibgrundlage darauf hinweist, was typische (Anfänger-)Fehler sind und wie man diese umgehen kann. Es kann doch kein Zufall sein, daß in den Autorenthreads oftmals eine so ähnliche Begrüßungsbelehrung steht. Warum dann nicht eine Hilfe zur Selbstanalyse schaffen, die diesen Bereich automatisch abdeckt?

Darüber hinaus halte ich den gesammelten Stoff aber noch nicht für vollständig. Da wird aus dem regulären Betrieb heraus noch die Zahl der Beispiele wachsen, hoffe ich.

Reiben

@Fastmachine: Auch wenn Schreiben wie alles andere auch vor allem auf Learning by Doing basiert, gibt es doch gewisse Grundregeln, wie du ja auch selber zugibst. Die zusammenzufassen in der Art wie sie Ape vorschlägt, wäre wohl auch nciht schlecht, aber da müssten dann jetzt auch mal konkrete Vorschläge gebracht werden.

Die von mir genannten Aspekten lassen sich ja grundsätzlich in einen größeren Rahmen eingliedern, z.B. unter dem Stichwort "Was KANN (wie oft muss ich dieses "kann" noch betonen) in einer Filmbesprechung vorkommen?". Denn auch wenn das abarbeiten der einzelnen Punkte für viele Langweilig sein mag, so finde ich es deutlich zu wenig, wenn in Reviews immer nur auf Story, Effekte und vielleicht noch Schauspieler (manch einer spricht dann noch gelegentlich von "tollen Bildern" eingegangen wird. Ich verlange ja nicht, dass man das alles in einer Reihe nach abarbeitet, sondern sich mal bewusst wird, was es alles zu beachten gilt, wenn man einen Film bespricht. Denn ich finde, dass viele Reviews sich immer nur auf die genannten Aspekte beschränken.
Dass es zu viel des Guten ist, wenn man eine feste Struktur vorgibt (was ich auch nicht unbedingt wollte), sehe ich ein. Aber aufzuzeigen, was es für Möglichkeiten gibt, wäre doch durchaus sinnvoll.
Vielen ist vielleicht gar nicht bewusst, dass man auch mal Musik oder Bildkomposition in einem Review abhandeln kann. Das würde vielleicht auch dabei helfen innere Zusammenhänge eines Films besser zu verstehen (Reviews-Schreiben ist ja auch ein Verstehensprozess des Autors) und die schon kritisierten Platiüden könnte man so besser vermeiden.

Und noch mal zum Thema Textstruktur: Jeder gute Text eine feste Struktur, bzw. einen roten Faden (soweit ist das ja kein Gehemnis). Dass man in der Gestaltung der Struktur unendliche Möglichkeiten hat, macht das ganze dann wieder schwierig. Mein Gliederungsvorschlag ist da nur einer von vielen.
Weitere Möglichkeiten einer Reviewstruktur wären z.b. folgende: Chronologie (sich am Filmverlauf orientieren und Besonderheiten hervorheben), Kausalität (innere Zusammenhänge und ihre Abhängigkeiten beleuchten, ähnelt häufig der Chronologie), Filmtechnische Einzelaspekte abarbeiten (siehe meine Liste),
Analyse des Films weglassen und direkt die eigene Meinung formulieren (oft nur für Leute brauchbar und verständlich, die den Film schon kennen), usw. usw.

Irgendwie so einen Text, wie grade genannt, sollte man in einen Reviewleitfaden aufnehmen, denn man vermeidet, dass die Leute eine Liste abarbeiten, zeigt aber auch gleichzeitig, die Wichtigkeit und die Möglichkeiten einer Textgliederung auf. So hätte man beide hier vertretenen Meinungen unter einen Hut gebracht (oder täusche ich mich da?).

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Fastmachine



Gut, ich habe nochmals über alles nachgedacht und versuche mal zu bündeln. Vielleicht haben wir einfach zwei verschiedene Aspekte des Schreibens im Blick gehabt. Ich glaube, wir sollten zwei Sachen auseinander halten:
a)   Wie kann man schreiben. Hier geht es ums Handwerk des Schreibens, um die Sprache.
b)   Die möglichen Inhalte. Worüber kann ich schreiben? Wie ordne ich die Themen sinnvoll an?

Hier mal einige Punkte - unsystematisch - unvollständig - als Formulierungsvorschläge. Ich habe mit eher allgemeinen Themen angefangen.

Über das Schreiben von Reviews

A.   Allgemeines

(1)   Ein Review ist ein begründetes Geschmacksurteil über einen Film. Es ist kein Lexikoneintrag, der alle möglichen technischen Daten zum Film möglichst vollständig enthalten muss. Es ist auch keine objektive Inhaltangabe der Story. Ein Review ist die Äußerung der eigenen Meinung, die man so formuliert, dass sie von andren nachvollzogen werden kann, aber nicht geteilt werden muss.
(2)   Ein Review kann natürlich in eigenen Worten Teile des Inhalts wiedergeben und auch Hintergründe zur Produktion, sowie filmgeschichtliche Vergleiche. Solche Informationen sollten aber nicht reiner Selbstzweck sein, sondern  Hilfsmittel, die nur in dem Umfang eingebracht werden, wie sie für die Begründung der eigenen Meinung notwendig sind.
(3)    Ein Review sollte immer auf eigenen Beobachtungen und Einsichten gründen, die dann in eigene Formulierungen gefasst werden. Texte, die man auf DVD-Covern findet, Vorabankündigungen der Produzenten oder des Verleihs gehören dagegen zur Werbung und haben mit Filmkritik nichts zu tun. Von den dort geäußerten Ansichten, Wertungen und Formulierungen sollte man Abstand halten. Andersrum sollte man, nur weil einem die Werbekampagne zu einem Film oder Schauspieler auf die Nerven geht, nicht den Film vorab verdammen. Ein gutes Review sollte von beidem unabhängig sein.
(4)   Ein Review wirkt dann überzeugend, wenn es auf eigenen Kenntnissen und Beobachtungen gründet und nicht auf Hochstapeleien. Man sollte nicht mit Namen von Regisseuren protzen, deren Werke man nicht kennt,  Daten von Filmen reinschreiben, die man nie gesehen hat und auch nicht die Titel (oder gar Inhalte) von (filmwissenschaftlichen) Büchern aufzählen, die man in Wahrheit nie gelesen hat. Denn: Es könnten unter den Lesern immer Leute sein, die sich da tatsächlich auskennen.   

Könnte fortgesetzt werden...(Reiben? Ape?)

Ich mag keine Filme; die verblöden nur. (Alfons d. Ä.)

Intergalactic Ape-Man

Find ich als Vorschlag nicht schlecht. Allerdings sehe ich da schon wieder (und vermutlich hier genau die angesprochenen) Leute mit den Augen rollen, weil sie einen längeren Text nicht verarbeiten können/wollen. Das müßte man vielleicht noch in der Gliederung berücksichtigen.

Nichtsdestotrotz müßte erstmal eine Inhaltssammlung abgeschlossen sein, bevor man sich so konkreten Formen widmet. Ich hoffe ja noch auf die ein oder andere Stimme aus dem Volk.  :icon_lol:

pm.diebelshausen

23 Januar 2010, 01:06:34 #44 Letzte Bearbeitung: 23 Januar 2010, 01:08:05 von pm.diebelshausen
Jetzt habe ich das Gefühl, ich muss meine Reviews löschen. Denn ich benutze gerne die von Fastmachine unter 2) angesprochenen Infos, bloß um den Text lesbarer zu formen, nicht unbedingt, um die Info rüberzubringen und mein Urteil zu untermauern.

Übrigens sind Reviews weiblich, was aber allenthalben falsch gemacht wird: es heißt weder "das" noch "der" Review, sondern "die". Gerade den Reviewfrischlingen sollten wir das von Anfang an richtig beibringen.  ;o)

Punkt 4) ist tatsächlich wichtig und richtig: überzeugen kann man nur, wenn man weiß, wovon man spricht. Was man nicht weiß, sollte man gar nicht erst erwähnen, das interessiert nämlich auch keinen (zumindest keinen, der sich primär für Filme interessiert, statt die Loser dieser Welt ausfindig zu machen).
Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.

RoboLuster

Dann sollte es im Threadtitel noch - Was sollte man in einer Review vermeiden? - heißen. :icon_lol:
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8
"Shoot first, think never!" - Ash

Intergalactic Ape-Man

Können wir jetzt bitte endlich den angestrebten Faden verfolgen, ohne daß ständig jemand ausbricht? Rein aufs Stören ausgerichtete Postings helfen daran erst recht nichts. Danke!

pm.diebelshausen

Das waren doch ernst gemeinte und zum Thema gehörende Beiträge. Relax mal - Dein Faden entwickelt sich schon, Ape. Noch ist das hier ist ein Thread, keine Arbeitsgruppe.
Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.

Reiben

Also Ape, ich bin mir im Moment einfach nicht wirklich sicher, was du erwartest. Könntest du einfach mal ein Beispiel geben, dessen was du hier erarbeiten willst. Ich stelle nämlich fest dass ich offenkundig wirklich gedanklich irgendwo ganz woanders bin. Das was Fastmachine geschrieben hat, ist ja durchaus richtig (wenn natürlich immer einzelne Sachen auch noch zu überdenken sind), aber es ist halt eher ein wirklich allgemeiner Einstieg, der so jetzt nicht direkt eine Hilfe ist, beim konkreten Schreiben. Aber er sagt ja auch, dass er nur Allgemeinheiten aufzählt, somit ist das ja auch völlig OK.

Was schwebt dir denn als Ergebnis dieses Threads vor? Kannst du vielleicht einfach mal inahltlich oder auch als Zitat sammeln, was in diesem Thread deiner Meinung nach sinnvolles produziert wurde, was nicht "am Thema" vorbei war. Den von dir genannten störenden Beitrag kann ich nämlich nirgends entdecken. Ein wirklich konkreter inhaltlicher Beitrag (nur als Beispiel) deiner Seite steht nämlich noch aus, oder ich verstehe einfach noch nicht, was du genau willst.
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Intergalactic Ape-Man

Lieber Reiben, sowohl der Threadtitel, als auch das erläuternde Eingangsposting sind deutlich verfasst worden. So deutlich, daß es einige User tatsächlich geschafft haben, eine klare Antwort darauf zu geben. Ich würde mich freuen, wenn man dies Prozedere beibehalten könnte. Alles andere sind tolle Anregungen, können aber nur dann eine Form annehmen, wenn erst einmal eine Analyse des Problems beendet wurde. Darum hatte ich mehrfach gebeten, da der Verlauf abzuschweifen drohte. Auf eine tiefere Diskussion deines Problems damit werde ich hier nicht eingehen.

Lieber PM, auch du solltest bitte nicht zurückgestellte Anregungen dazu nutzen, ungefragte Dinge in den Mittelpunkt zu stellen.

Und jetzt an dieser Stelle bitte einfach nur noch Beispiele, welche Fehler einem in einem Review unterlaufen können, oder meinetwegen, was man in einem Review richtig machen kann. Alles andere hat später seine Zeit.

Reiben

Ups... ja sorry hast recht, das wir hier natürlich vollkommen an der Thread-Fragestellung vorbeidiskutieren. Sorry!

Nach der Fragestellung würde ich mal folgendes aufzählen, was mich immer wieder stört:

1.Unübersichtliche Textformatierung: Warum müssen manche immer irgendwelche ominösen Striche, Großschreibungen und Unterstriche machen? Mit sowas sollte man sparsam, sinnvoll und einheitlich umgehen.
2. Die schon häufig kritisierten pauschalen unbegründeten Aussagen, wie zum Beispiel: "tolle schauspielerische Leistung"
3. Viele können nicht vermitteln, wie ihr subjektives Erleben des Films war und warum sie einen Film genauso erlebt haben. Das ist meiner Meinung nach aber enorm wichtig, um zu verstehen, warum jemand bestimmte Aspekte eines Films doof findet oder eben gut. Wer Transformers als Psychodrama wahrgenommen hat, das sich mit den Probleme lebender Technik auseinandersetzt, der kritisiert natürlich zurecht die mangelnde Charakterzeichnung der Roboter (ist natürlich ein überspitztes Beispiel).
4. Viele Reviews sind für Nicht-Kenner des Films total unbruachbar, da sie etweder Spoiler enthalten, oder so vollkommen wir sind, das man überhaupt nicht ersehen kann, ob der Film einem selber gefallen könnte oder nicht. Man sollte sich also darüber bewusst sein, dass ein Review von vielen auch als Empfehlung angesehen wird und muss daher auch darauf hinarbeiten.


Soweit also mein Beitrag im hoffentlich Ape'schen Sinne.
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Intergalactic Ape-Man

Ja, geht doch.  :icon_mrgreen:

Zitat von: Reiben nach 23 Januar 2010, 03:49:46
Viele Reviews sind für Nicht-Kenner des Films total unbruachbar, da sie [...] so vollkommen wir sind, das man überhaupt nicht ersehen kann, ob der Film einem selber gefallen könnte oder nicht.


Meinst du damit, daß im Review die Handlung schon so wesentlich wiedergegeben wird, daß man sich die Ansicht sparen kann?

Bretzelburger

Da bin ich mal 2 Tage nicht im Forum und hier geht eine interessante Diskussion an mir vorbei. Angesichts der hier schon genannten Thesen, von denen ich viele für gerechtfertigt halte, entsteht für mich der gleiche Gedanke, den ich schon nach der "Niveauverlust?"-Diskussion hatte - letztlich kommt es auf die innere Einstellung des Autoren an. Völlig egal um welches Genre er sich wie lange bemüht, wenn er kein Interesse daran hat, ernst genommen zu werden, sondern sich nur auslebt, wird daran auch kein FAQ etwas ändern.

Letztens las ich wieder von den sogenannten "Pseudointellektuellen" (zum gefühlten 1000.Mal), die in einen Sch....film betimmt wieder etwa hineininterpretieren werden, wie auch gerne der Vergleich gewählt wird, dass man lieber hätte spazieren gehen sollen (was auch als eindeutig negative Beschäftigung angesehen wird). Wenn Jemand so argumentiert, ist es klar, dass er damit eine bestimmte Zielgruppe ansprechen will. Man kann es sicherlich nicht allen recht machen, aber die Diffamierung bestimmter Gruppen, zur Solidarisierung mit angeblich Gleichgesinnten, hat für mich in einer Review nichts zu suchen.

Zu den Hintergrundinformationen (rudimentär, ausführlich oder nur zielgesetzt) habe ich selbst unterschiedliche Ansätze. Da ich häufig über unbekannte Regisseure schreibe, halte ich gewisse Verbindungen zu bekannteren Personen für wichtig, gerade um Interesse zu wecken. Nur was mache ich bei der dritten Review über einen Film eines solchen Regisseurs ? - Immer wieder die Hintergrundinfos zu wiederholen fällt mir schwer, aber ich kann nicht beurteilen, welche Review zuerst gelesen wird.

Reiben

Was auch wirklich furchtbar ist, sind Filmvergleiche mit völlig willkürlich gewählten Filmen, die in keiner Form zu dem besprochenen passen. Das ergibt dann meistens nur in der kleinen Filmbewertungswelt des Autors überhaupt sowas ähnliches wie einen Sinn.

Backgroundinfos finde ich persönlich immer sehr nett. Selbst wenn sie nur aus der IMDB oder Wikipedia abgeschrieben sind, so geben sie vielen Reviews einen gewissen "Pepp" und lockern das ganze auf. Und wenn bspw. jemand mit einem bestimmten Film den Durchbruch geschafft hat, dann ist das durchaus eine nützliche Info, die man auch gut in eine Review integrieren kann. Ein imo positives Beispiel für den Umgang mit Backgroundinfos geben die Texte von vodkamartini. Die Infos gehen nämlich zum einen über Wiki und Imdb hinaus und sind nie stupides Faktenrunterbeten, sondern immer unterhaltsam und informativ sind.
Eine Fausformel oder eine pauschale Wertung des Themas ist daher von von Bretzel angedeutet sehr schwer. Das ist halt wirklich abhängig vom Film und Review.
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Graf Zahl

Soll dann hier irgendwann mal auf der ersten Seite des Threads eine Liste mit allen No-Gos erstellt werden, oder soll sich jeder Schreiber in Zukunft hier durch diverse Seiten wursteln um zu schauen was er darf und was nicht?

Reiben

Zitat von: Der Graf nach 23 Januar 2010, 13:27:28
Soll dann hier irgendwann mal auf der ersten Seite des Threads eine Liste mit allen No-Gos erstellt werden


Das wäre zu wünschen...

Noch ein negativ Beispiel: http://www.ofdb.de/review/86269,396177,BloodRayne
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funeralthirst

ZitatNoch ein negativ Beispiel: http://www.ofdb.de/review/86269,396177,BloodRayne


Ohje,...das ist natürlich die Sorte "belangloses Geschwätz", bei dem jeder x-beliebiger Film gemeint sein kann. Äusserst besch..., aber ich denke, er wird sich über die Klickzahlen freuen...durch deine Werbung.  :anime:
Ich finde sowas gehört nicht in die Ofbd, zumindest nicht solche Bemerkungen wie Motherf***er oder dass er das Teil besoffen geschrieben hat. Ich denke, er weiss selbst, dass ihm das jede Ernsthaftigkeit nimmt. Nunja, ich denke das ist bald eh komplett weg.
1. Herr der Ringe, Der (1978) / 6
2. Night Terror (1989) / 2
3. Dance of the Dead (2008) / 5
4. Butterfly Effect (2004) / 5
5. Evil Aliens (2005) / 4
6. Anatomie (2000) / 7
7. Dämon mit den blutigen Händen, Der (1958) / 7
8. Hexe des Grafen Dracula, Die (1968) / 5
9. Plaga Zombie - The Beginning (1997) / 3
10. Aliens - Die Rückkehr (1986)

Intergalactic Ape-Man

@ Reiben: Ich hege wirklich nicht die Absicht, auf dir herumzuhacken, aber ich hatte in meinem Eingangsposting auch darum gebeten, der Fairness halber niemanden konkret an den Pranger zu stellen. Wenn du bitte an Stelle des Links ein allgemeines Beispiel verwenden würdest, wäre ich dir sehr verbunden.

Zitat von: Bretzelburger nach 23 Januar 2010, 11:22:29
Zu den Hintergrundinformationen (rudimentär, ausführlich oder nur zielgesetzt) habe ich selbst unterschiedliche Ansätze. Da ich häufig über unbekannte Regisseure schreibe, halte ich gewisse Verbindungen zu bekannteren Personen für wichtig, gerade um Interesse zu wecken. Nur was mache ich bei der dritten Review über einen Film eines solchen Regisseurs ? - Immer wieder die Hintergrundinfos zu wiederholen fällt mir schwer, aber ich kann nicht beurteilen, welche Review zuerst gelesen wird.


Oh ja, das wird als Autor schnell langweilig und für den Leser, der sich alle Kritiken auf einmal durchliest auch. Ich hab es bei einem B-Movie Double Feature, welches auch als solches lief, so gemacht, daß ich beim zweiten Film per Link darauf hingewiesen habe, daß es noch einen ersten Teil dazu gibt und umgekehrt. Ähnlich könnte man die Hintergrundinformationen vielleicht chronologisch aufteilen und dann nur die direkt relevanten Infos verarbeiten. Wie Regisseur X zum Film gekommen ist, ist ja z.B. eher in seinem Debüt von Belang, als in seinem 23. Werk, es sei denn, es schlägt sich tatsächlich ein konkreter Zusammenhang nieder.

Zitat von: Der Graf nach 23 Januar 2010, 13:27:28
Soll dann hier irgendwann mal auf der ersten Seite des Threads eine Liste mit allen No-Gos erstellt werden, oder soll sich jeder Schreiber in Zukunft hier durch diverse Seiten wursteln um zu schauen was er darf und was nicht?


Ich mach bei Gelegenheit erstmal eine Zusammenfassung und soweit niemand mehr etwas hinzuzufügen hat könnte man dann an die Ausarbeitung gehen. Das Ergebnis könnte man bei Einklang dann als Thread im FAQ Forum parken.

Reiben

@ Ape: Keine Angst, ich nehm das nicht persönlich.

Ich dachte halt nur "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte". Außerdem ist das Review in der Tat leider schon gelöscht worden, da hätte man viel dran aufzeigen können. Wenn mir wieder ein Beispiel über den Weg läuft, werde ich es anonymisieren.
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Reiben

Zitat von: pm.diebelshausen nach 22 Januar 2010, 14:13:25
Übrigens weit verbeitet ist die Überschrift "Fazit:" am Review-Ende. Halte ich für überflüssig, da in den meisten Reviews am Schluss knackig steht, was ich wissen will, wenn ich nur einen kurzen Blick auf den Text werfe.


Also ich empfinde das als kleine Erleichterung, wenn ich mir bei mehreren Reviews nur mal schnell die Essenz rausholen will, aber es wirkt in der Tat ein wenig aufgesetzt (ich mache es aber trotzdem weiter :icon_cool:).
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