Die letzte Sichtung

Erstellt von MMeXX, 19 November 2012, 13:01:27

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PierrotLeFou

The House That Jack Built (2018)

Gehaltarm, selbstverliebt, spannungsarm. Möchtegern-Provokation ohne Biss, nicht besonders lustig, nicht besonders exzessiv, nicht besonders spannend, aber voller Selbstzitate und ausgereizter Manierismen... Bin ziemlich enttäuscht, aber ein paar positive Elemente gibt es natürlich schon. 6/10 :icon_neutral:


The Girl in the Spider's Web (2018)

Lagercrantz ist vermutlich kein Larsson (was ich aber nicht wirklich beurteilen kann, sondern bloß anhand der Filme mutmaße), aber Alvarez ist definitiv kein Fincher (wobei der ja schon immer mit den Drehbüchern steht oder fällt). Dieses modisch blaue, kalte, entsättigte Bild sagt mir nicht so wirkllich zu, die Hervorhebung des Motivs der Spinne war insgesamt doch etwas zu penetrant und sinnfrei... Ziemlich arge Kolportage mit einigen doofen Klischees, angereichert mit den schlechtesten Elementen der letzten zwei Bond-Filme; aber recht unterhaltsam... Sverrir Gudnason ist ein blasser Blomkvist und Sylvia Hoeks hat hier eine Rolle, aus der vermutlich niemand was vernünftiges machen könnte. Vicky Krieps hat mir hingegen in ihrer unscheinbaren kleinen Rolle gut gefallen und Claire Foy hat sich mMn ziemlich gut geschlagen (wobei ich Rooney Mara rein äußerlich passender finde). Und
Reiht sich qualitativ zumindest gut in die vorherigen Alvarez-Langfilme ein: Besser als manch andere 08/15-Mainstream-Filme, aber weit davon entfernt, rundum gut zu sein... 6,5/10
"Eines Tages werde ich ein wahrhaft großes Drama schreiben. Niemand wird verstehen, worauf es hinaus will, aber alle werden nach Hause gehen mit einem vagen Gefühl der Unzufriedenheit mit ihrem Leben und ihrer Umgebung. Dann werden sie neue Tapeten aufhängen und die Sache vergessen." (Saki)

PierrotLeFou

Widows (2018)

Wie "12 Years a Slave" vielleicht etwas konventioneller als seine ersten Filme, aber doch noch angenehm eigenwillig. Ein sehr ambitioniertes Drehbuch verbindet die reine Genrehandlung geschickt mit einigen gesellschaftspolitischen Kommentaren und hat aus dem Film wohl einen Zeitgeist-Film gemacht, der aktuelle Klischees & Schablonen allerdings recht gut umschifft... Ein inszenatorisch und dramaturgisch sehr konzentrierter, wie immer bei McQueen leicht unterkühlter Film, der durchweg interessant bleibt. 8/10


Under the Silver Lake (2018)

Als hätte Richard Kelly eine "Inherent Vice"-Variation mit Bernard Herrmann-Soundtrack gedreht. Zahlreiche gewitzte Anspielungen für (nicht nur) Film-Fans, die sich von Frank Borzage über film noir und neo noir bis Spiderman ziehen... Dazu eine im Endeffekt nicht wirklich befriedigende Auflösung, die echte und falsche Fährten teils verbindet, teils fallenlässt; wobei der Film zwischendurch eben ein paar kleine Bravourstücke liefert, durchweg wundervoll verschroben ist und sehr stimmig mit Hitchcock und undurchsichtigen noir-/und Paranoia-Thriller-Vorbildern liebäugelt... noch dazu eine Bereitschaft zum Genital- & Fäkalhumor, der hier aber nie einfach bloß infantil wirkt... Durchaus spaßig. 6-7/10
"Eines Tages werde ich ein wahrhaft großes Drama schreiben. Niemand wird verstehen, worauf es hinaus will, aber alle werden nach Hause gehen mit einem vagen Gefühl der Unzufriedenheit mit ihrem Leben und ihrer Umgebung. Dann werden sie neue Tapeten aufhängen und die Sache vergessen." (Saki)

Wolfhard-Eitelwolf

23 Dezember 2018, 12:02:43 #1742 Letzte Bearbeitung: 23 Dezember 2018, 12:09:42 von Wolfhard-Eitelwolf
Hereditary

Ganz starker, stimmig gefilmter Streifen mit erfrischend innovativem Ansatz, herrlich skurrilen Charakteren, tollen Darstellern und einer ganzen Palette an atmoshpärischen Unwohlfühl-Momenten. Sicherlich die Horrorinnovation des letzten Jahres, die man sich in jedem Fall in aller Ruhe ansehen sollte, damit die zimelich unangenehmen Dramaelemente gut funktionieren. Ob es des Endes mit seinem etwas banalen Erklärungsansatz bedurft hätte, sei mal dahingestellt. 8 v. 10 an der Grenze zu 9 / 10

He's out there

Sehr routinierter (Home Invasion)-Slasher in malerischer Naturkulisse. Gut gespielt,sehr atmosphärisch, düster und passagenweise auch durchaus spannend. Etwas nervig besonders die größere Göre und zu guter Letzt wird für mein Empfinden auch zu viel über den Killer verraten. Auch dessen Maske ist nun wirklich alles andere als kreativ und dazu noch wenig unheimlich geraten. Dennoch für Freunde des Genres ein sehr gut goutierbarer Happen. 7 v. 10.

Strangers - Opfernacht

Einige verhaltene Kritiken schreckten mich doch etwas ab. Entsprechend war ich vorsichtig mit der Erwartungshaltung - und wurde absolut positiv überrascht! Klar, Innovationen sucht man hier ebenso wie den Promibonus vollkommen vergeblich und die dichte Atmosphäre des Erstlings wird allein schon aufgrund der Location logischerweise nicht erreicht. Abgesehen davon bietet Opfernacht jedoch eine nahezug perfekte, herrlich vernebelte und mager ausgeleuchtete Location für das Gemetzel. Das Killertrio ist ohnehin gelungen und hat nur wenig von seiner Faszination eingebüßt (ob es teilweiser Demaskierung bedurft hätte, sei mal dahingestellt). Die Goreeffekte sind wie im ersten Teil nicht wirklich penetrant, aber dennoch nett anzusehen bis zum explosiven Showdown. Dass dieser eine etwas andere Richtung einschlägt als damals, ist durchaus eine gute Entscheidung....   stabile 8 / 10

Winchester

Konventioneller Geisterhausstreifen, der seine tolle Location und Ausstattung leider ziemlich verschenkt. Sicherlich in allen Bereichen routiniert runtergekurbelt, so mangelt es letztlich schlicht an Spannung bzw. echtem Horror. Auch Gore sucht man eher vergebens. Schade um die vertane Chance. knappe 5 / 10 und nur für ein wirklich unbedarftes Publikum vielleicht einen Blick wert. Ansonsten besser zur aktuellen Netflix-Serie "Spuk" greifen... (auch kein Terrorkino, aber wesentlich spannender)


Max Blank

Snow Beast - Überleben ist alles (USA 2011)
Yeti-Thriller mit sympathischen Hauptdarstellern der kein, aber wirklich kein Klischee auslässt was man
aus solchen Filmen kennt. So schlecht daß er gut ist.

Der Mann aus dem Süden / Episode (GB 1980)
Nostalgische TV-Phantastik mit wirklich überraschendem Ende. Fein!

Private Joker

13 Januar 2019, 12:14:57 #1744 Letzte Bearbeitung: 13 Januar 2019, 12:27:45 von Private Joker
Was, kein eigener Thread für dieses epochemachende Filmkunstwerk ? Dann eben hier:

Operation Red Sea (China 2018)

Chinesische Spezialeinheit zerlegt einen (fiktiven ?) Nahoststaat in Kleinst-Kleinholz. Kein Scheiß, damit ist die Handlung des 2h+-Streifens schon fast abschließend umschrieben. Wie schon der 2. "Wolf-Warrior" ist das nicht viel mehr als eine Leistungsschau des chinesischen Militärs, und wenn mich nicht alles täuscht, wird sogar das gleiche tatsächliche Ereignis (Geiselrettung 2015 in Aden) referenziert.

Aber, steinigt mich, während ich den Wolfskrieger eher als Kuriosität wahrgenommen habe, hatte ich hier enorm Spaß. Das ist eine zwar propagandistische, aber durchweg gradlinige, bombastische Actionorgie, die mit Hollywoods jüngeren Kriegsstreifen nicht nur mithalten kann, sondern sie phasenweise klar übertrifft. Und das, ohne die Bodenhaftung völlig zu verlieren (bis auf die anscheinend obligatorisch überdrehte, aber hier wenigstens fast CGI-freie  Panzerszene). Und weil zwischen den Ballereien wenig Zeit bleibt, schenkt man sich hier auch größtenteils die sonst üblichen doof-pathetischen Dialoge und den leidigen Asien-Humor.

Wertung ? Das kleine Teufelchen sagt "mehr Action geht nicht, gib 9 Punkte", die kleine grüne Grille "das ist doch kein Film, maximal 5". Sagen wir einfach 7/10, aber das gibt den Unterhaltungswert nicht vollständig wieder.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

Retro

Zitat von: Wolfhard-Eitelwolf nach 23 Dezember 2018, 12:02:43
Winchester

Auch Gore sucht man eher vergebens.

Gerade diesen Punkt fand ich sehr positiv am Film.
Ein fast schon "klassischer" Grusler in toller Location mit guten Darstellern.
8/10 von mir.

Private Joker

The Unthinkable (Den blomstertid nu kommer) (2018)

Schwedische Kriegs-Dystopie, die aufgrund gelungener Trailer in einigen Foren schon frühzeitig bejubelt wurde. Für den ganzen Film gilt das mit dem "gelungen" leider nur sehr eingeschränkt.

Einerseits: Trotz erkennbar überschaubarem Budget und dank der landestypischen Düsternis gelingen einige spannende Szenen, die Grundidee ist nicht schlecht und die Stimmung schon beklemmend. Andererseits: Der Blick auf die "normalen" Leute wird schon heftig früh dadurch verstellt, dass deren Geschichte, insbesondere die tranige Lovestory der halbautististischen Hauptfigur, so gar nicht interessiert, incl. unmotivierter Eifersuchtsanfälle und unbewältigtem Vaterkomplex (besonders gut gespielt ist die Rolle in beiden Alterstufen übrigens auch nicht, die Jugendszenen wirken geradezu lächerlich). Lächerlich ist dann auch das Stichwort für einige Teile des Katastrophenszenarios: Die ausländischen Krieger treffen mal wieder überhaupt nichts, die Protagonisten rennen da minutenlang durchs MG-Feuer; der Regen ist mal weg und 10 Sekunden später wieder da, mal in Sekunden gefährlich, mal nicht. Warum der die ganzen Autofahrer (außer natürlich die Hauptfiguren) erwischt, die ja in geschlossenen PKW sitzen - unerklärlich.

Leider nicht unerklärlich oder besser unerklärt ist die Auflösung des Ganzen - die pösen Russen waren es, das ist schon die denkbar dürftigste Minimalstlösung, das hätte man wie in vielen Filmen jetzt üblich mal besser im Dunklen gelassen.

Insgesamt eher ganz knapp 5/10, da wäre mehr dringewesen.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

PierrotLeFou

Mary Shelley (2017)

Lange drauf gewartet, das tolle deutsche Kinoplakat (Elle Fanning am Grabstein, schreibend) hängt bereits seit einigen Wochen in meinem Flur und trotz mäßiger Kritiken mochte ich al-Mansours ersten US-Film recht gerne. Ist natürlich nicht das, was das Gros der Kritiker nach dem "Mädchen Wadjda" erwartet haben dürfte und ich selbst bin etwas überrascht, dass der Feminismus ihrer Mutter und die Wirkung auf Mary W. Shelley gar nicht einmal so überdeutlich ins Zentrum gerückt wird...
Aber: Endlich ist Mary Shelley vor und während ihrer Anwesenheit auf Lord Byrons Anwesen nicht 34 oder 23 Jahre, sondern tatsächlich 18 Jahre alt. Auch Percy Shelley hat das richtige Alter, die übrigen Figuren sind mit Figuren besetzt, die ein bisschen zu alt sind, aber doch ein runderes Bild abgeben als die Lord Byrons und Dr. Polidoris in anderen Filmen...
Das mutet einerseits zwar an wie ein Shelley-Biopic à la "Twilight", besitzt aber eben auch einen Anstrich von Wahrheit, der anderen Spielfilm-Versionen abgeht. Hier ist eine - durchaus auch im Film von älteren Figuren thematisierte - Jugendlichkeit (und womöglich Unreife) zu spüren, die den üblichen Geniekult (immerhin verzeihbar bei einer 18-Jährigen, die ein Jahrhundertwerk verfasst, und ihren kaum älteren und identisch bedeutsamen Kollegen) relativiert.
Davon abgesehen ist es ein erfrischend anderer Blick auf die Gewitternacht am Genfer See, da diese hier in eine umfangreiche Vor- und Nachgeschichte eingebettet wird.
Kein rundum guter, erst recht kein perfekter Film, aber doch ein sehenswertes Biopic.
Ne knappe 7/10 ist er mir wert...
"Eines Tages werde ich ein wahrhaft großes Drama schreiben. Niemand wird verstehen, worauf es hinaus will, aber alle werden nach Hause gehen mit einem vagen Gefühl der Unzufriedenheit mit ihrem Leben und ihrer Umgebung. Dann werden sie neue Tapeten aufhängen und die Sache vergessen." (Saki)

Grusler

Bulletproof-Kugelsicher (Damon Wayans, Adam Sandler, Blu-Ray)
https://ssl.ofdb.de/view.php?page=fassung&fid=1334&vid=305462

Immer wieder spaßig und rasant diese recht harte Actionkomödie vom "Ritter der Dämonen"-Regisseur Ernest Dickerson. Die Blu-Ray ist auch recht gut geworden: Super Bild und Ton.

-------

Neighbor (2009, America Olivo, Mediabook)
https://ssl.ofdb.de/view.php?page=fassung&fid=193724&vid=324646

Witzige und rabiate Folter-Farce, welche mit einem Subtext aufwartet, der die Wirkungsweise psychedelischer Pilze aufgreift, was dem ganzen eine erfrischende Note verleiht und Raum für Sichtweisen und Interpretationen lässt, die eher untypisch für das Genre sind. Viel witziger und intelligenter als ich nur ansatzweise erwartet habe. Für mich eine echte Überraschung. Geheim-Tipp für Freunde der blutigen Unterhaltung!


ROCK 'N' ROLL WIRD NIEMALS STERBEN, IHR SCHEISSER!
 -Rollie LeBay


Ko(s)misches Sein.

PierrotLeFou

The Possession of Hannah Grace (2018)

Ganze Elemente aus "The Autopsy of Jane Doe" schlecht nachgemacht. Im Gegensatz zum plagiierten Vorbild wird hier von Anfang an klargestellt, wie der Hase läuft: was folgt ist bloß noch eine Aneinanderreihung von kleinen Höhepunkten, die darin bestehen, dass die Geräuschkulisse exakt dann lärmend tost, wenn man erwartet, dass sie genau dieses tut.
Dass intime kleine Drama der Hauptfigur erreicht bei weitem nicht das intime kleine Drama des Øvredal-Films, dessen Subtext fehlt hier zudem völlig. Hatte die Hexen-Geschichte noch einen Mehrwert mit sich gebracht, gibt es hier schlichtweg keinen.
Nebenfiguren häufen sich dafür hier vergleichsweise, um als Füllsel die Handlung zu strecken.
Ame Ende häufen sich ein paar kleinere handwerkliche Fragwürdigkeiten und Schlampereien, insbesondere die erste Szene am Verbrennungsofen ist schlichtweg ungeschickt inszeniert worden.
Das offene Ende war zu erwarten, wurde aber dennoch arg schlampig eingeleitet und bringt Unklarheiten mit sich.
Das Spiel mit bekannten Motiven (Medikamente+Subjektivität vs. Medien+Objektivität) wird halbherzig und kaum reflektiert runtergeleiert.
Anständige Darsteller in undankbaren Rollen sorgen mit budgetbedingter Solidität dafür, dass es insgesamt noch ganz erträglich ausfällt.

Kurz: ein ganz furchtbar liebloser, berechenbarer Film, der allerdings seinen Zweck beim großen Teil des Publikums (als kurzweilige Zerstreuung mit kleinen Erschreckern) halbwegs erfüllt hat.
4-5/10
"Eines Tages werde ich ein wahrhaft großes Drama schreiben. Niemand wird verstehen, worauf es hinaus will, aber alle werden nach Hause gehen mit einem vagen Gefühl der Unzufriedenheit mit ihrem Leben und ihrer Umgebung. Dann werden sie neue Tapeten aufhängen und die Sache vergessen." (Saki)

Retro

METALUNA 4 ANTWORTET NICHT



Der Wissenschaftler Cal Meacham kriegt eines Tages von einem unbekannten Absender Pakete mit den Teilen einer Maschine gschickt.
Er baut diese zusammen, und erfährt bei inbetriebnahme der Maschine von einem Mann über einen Bildschirm des Geräts den Grund dafür.
Der Fremde stellt sich als Exeter vor, und enthüllt Cal, dass der komplizerte zusammenbau der Maschine ein Test seiner fähigkeiten war.
Cal wird in ein Geheimlabor in Georgia eingeladen, danach zerstört sich die Maschine von selbst.
In Georgia angekommen ist Cal bei weitem nicht alleine, mehrere bekannte Techniker und Wissenschaftler sind schon dort anwesend.
Exeter entpuppt sich als ausserirdischer vom Planeten Metaluna, welcher kurz vor der vernichtung steht-
und die begabtesten Männer der Erde sollen nun eine Lösung für deren fortbestand finden.
Doch ist das wirklich alles? Oder sind die Ausserirdischen in wirklichkeit die Vorboten einer Invasion der Erde?

"Metaluna 4" (Auch bekannt als "This Island Earth" oder "Krieg der Planeten") ist reinrassiger Science Fiction-Trash, wie er in den 50er Jahren üblich war.
Und dabei mit Sicherheit sogar einer der besseren seiner Art, den eher schlechten Ruf hat der Film ungerechtfertigter Weise erhalten,
weil die TV-Blödel Kalkofe und Welke den Film als "Mystery Science Theatre" neu vertonten und lächerlich machten.
Der eher unbekannt gebliebene Regisseur Joseph Newman drehte den Film 1955, das Studio war aber nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis.
Also heuerte man Jack Arnold an um Szenen nachzudrehen und den Film so ein wenig aufzupeppen.
Der Film überzeugt auch heute noch mit liebevollen Kulissen, tollen Dekors, einer faszienierden Optik des Planeten Metaluna,
einigen Explosionen und natürlich dem zum Kult gewordenen Mutanten mit den "Scherenhänden".
Nicht umsonst wurden Szenen aus dem Film auch immer wieder in anderen Filmen gezeigt, von Looney Tunes über Kampfstern Galactica oder Explorers.
Natürlich ist "Metaluna 4" aus heutiger Sicht naiver Trash, aber durchaus spannend inszeniert und für seine Zeit herrlich getrickst.

Auf den ersten Blick ist diese Veröffentlichung natürlich billigst gemacht: Eine Blu-ray im Pappschuber.
Trotzdem bin ich absolut begeistert. Warum?
Zum einen ist die Qualität der BD, vor allem wenn man bedenkt wie alt der Film ist hervorragend, zum anderen ist das Covermotiv ein Traum.
Die "alten Säcke" und/ oder die Leser meines Schmalfilm-Threads hier im Forum werden eine gewisse Ähnlichkeit erkennen.
Der Pappschuber ist tatsächlich der damaligen deutschen 120m Super 8-Fassung von Piccolo Film nachgebildet- und nicht nur das:
Natürlich ist diese Fassung auch im (sehr opulenten) Bonusmaterial enthalten. Ausserdem die 45m S/W-Stummfilm-Fassung und der US-Super 8-Trailer.
Vollbedienung sozusagen, und das in perfekt passsender Optik. Klar, muss man mögen- und steht eher schlecht im Regal. Trotzdem toll!

8/10

Retro

KILLERPARASIT



Im Auftrag der Regierung hat der Forscher Paul Dean in naher Zukunft einen parasitären Killervirus gezüchtet, welcher als Waffe eingesetzt werden kann.
Das Problem daran: Einer dieser Parasiten hat sich im Körper von Paul eingenistet.
Daraufhin gelang es ihm, einen weiteren Parasiten in einem Spezialbehälter zu stehlen, und mit diesem aus dem Labor der Regierung zu flüchten.
Nun versucht er verzweifelt den Parasiten unter Kontrolle zu halten- und ein Mittel zu finden welches ihn vernichten kann.
Um in Ruhe an einem Gegenmittel zu forschen hat er sich in einem kleinen Wüstenort versteckt,
dummerweise ist die örtliche Jugendgang sehr an dem Behälter mit dem Killerparasit darin interessiert, da sie etwas wertvolles dahinter vermuten.
Doch auch ein Regierungsagent ist hinter Paul her, und schon bald wird die Situation immer kritischer-
denn wenn der Parasit entkommen kann würde er sich unkontrolliert vermehren, wodurch alles Leben auf der erde ausgelöscht werden könnte...

Ein sehr frühes Werk vom Trash-König Charles Band (Full Moon Pictures), und erstaunlicherweise sogar einer seiner besseren Filme.
Klar, so ziemlich alles am Film ist billig: Optik, Darsteller und Tricks- aber seine heutigen Filme sind da nicht viel besser.
Der "Killerparasit" versprüht aber wenigstens noch den Trash-Charme der 80er und kann mit einer für seine Zeit und einen Billigfilm guten Synchro,
und vor allem einer jungen Demi Moore auftrumpfen. Im Kino lief er übrigens damals in 3D.
Leider ist der namensgebende Killerparasit selbst ein ziemlich unbewegliches Stück Gummi, und wirkt somit wenig bedrohlich.

4/10

Den "Killerparasit" gibt es in verschiedenen Varianten auf DVD:
Ungekürzt in verschiedenen limitierten, teuren Hartboxen- oder geschnitten in normaler Amaray-Hülle.
Da behalte ich doch lieber die Uncut-VHS, auch wenn diese leider im Vollbild daherkommt. Original Bildformat wäre 2,00:1.

Retro

OPEN WATER



Daniel und Susan wollten ihren Urlaub auf den Bahamas mit tauchen verbringen.
Doch die Eheleute finden sich plötzlich, nach einem Tauchgang mit einem kleinen Charterboot und 20 Leuten, alleine im Meer wieder-
nachdem die Crew des Bootes beim durchzählen der Taucher geschlampt hat.
Nach stundenlangem warten dass man ihr fehlen bemerkt, wird die Situation immer heikler,
denn die Gewässer sind von zahlreichen Haien bevölkert, welche in der Dämmerung langsam mehr als nur neugierig werden...

"Blair Witch auf dem Wasser" steht auf dem Cover- und das ist durchaus nicht mal unpassend.
Doch während ich Blair Witch einfach nur lächerlich und langweilig fand,
gefiel mir Open Water, wenn man sich durch die erste halbe Stunde gequält hat, sogar recht gut.
Anfangs war ich versucht abzuschalten, denn die dauernd extrem wackelnde und viel zu nah aufzoomende Kamera ist dermaßen hektisch,
dass ich mir vorstellen kann dass viele schon hier vom Film genervt waren.
Sobald dann aber alle im Wasser sind, passt auch die Kameraführung gut zum geschehen-
und als die eigentliche Handlung, also der Überlebenskampf beginnt, ist man auch schon mittendrin, und schaltet sicher nicht mehr ab.
Der anfängliche Optimismus der beiden Taucher (Es fällt doch auf dass wir fehlen, die suchen uns bald...) zerfällt mit der Zeit zusehends,
Angst und Wahnsinn sind nahe-  die Stimmung des Films wird durchaus bedrückend, und auch gut an den Zuschauer weitergegeben.

7/10

OPEN WATER 2



Ein paar alte Freunde die sich schon länger nicht mehr gesehen haben treffen sich zu einer Segeltour auf einer großen Yacht.
Nur Amy leidet seit ihrer Kindheit an Angst vor Wasser, vermutete aber eine Art "therapeutische Chance" in diesem Ausflug,
zumal sie ihren Mann und das gemeinsame Baby mit dabei hat, welches sie von ihrer Angst ablenken kann.
Die Stimmung ist locker, der Alkohol fließt- und schließlich wollen alle ins Wasser. Ausser Amy, welche an Bord bleiben will.
Natürlich wird sie deshalb aufgezogen und angestachelt- bis sie sich einer der Männer schnappt, und mit ihr ins Wasser springt.
Die therapeutische Wirkung ist dann zwar gezwungenermaßen vorhanden,
allerdings hat keiner daran gedacht, vorher eine Leiter ins Wasser zu lassen- da ja Amy an Bord bleiben wollte...

Mit dem ersten "Open Water" hat dieser Film zwar nichts zu tun, zumal er aus Deutschland kommt- aber die Grundidee ist natürlich ähnlich.
Auch hier handelt es sich um eine wahre Begebenheit, allerdings sind keine Haie im Spiel- "nur" die Angst vor dem ertrinken.
Und natürlich Lügen, Intrigen und Streit zwischen allen beteiligten.
Die Darsteller machen ihre Sache gut, die Hintergrundmusik untermalt den Film jederzeit passend.
Für manche ein deutlicher Vorteil gegenüber dem ersten Film ist die Tatsache,
dass man hier nicht auf den "Found Footage" Stil gesetzt hat, also nie von einer wackeligen Handkamera genervt wird.
Wer den ersten mochte, macht auch mit diesem Pseudo-Nachfolger nichts verkehrt.

7/10

OPEN WATER - CAGE DIVE



Drei junge Leute wollen an einer Reality-TV-Show für Adrenalinjunkies teilnehmen.
Um zu beweisen dass sie dafür geeignet wären sollen sie ein Bewerbungsvideo für die Show drehen-
und die drei entscheiden sich für Cage Diving unter Haien.
Also wird ein Boot gechartert, die Handkamera eingepackt- und los geht's!
Zunächst läuft auch alles nach Plan, doch als während des Käfig-Tauchganges eine große Welle auf das Boot zurast,
dieses umkippt und somit samt Besatzung versenkt, wird es dramatisch.
Zwar können sich die Insassen aus dem Käfig befreien bevor das sinkende Boot dieses auf den Grund des Meeres zieht,
doch die drei Freunde sind alleine mitten im Meer- in einem Gebiet voller Haie...

Auch der dritte "Open Water"-Film hat nichts mit dem ersten zu tun, kommt aus Australien, und trägt den Originaltitel "Cage Dive".
Inhaltlich ist man aber sehr nahe am ersten Film, daher kam man wohl mal wieder auf die Idee ihm diesen Titel anzuhängen.
Nicht nur die Geschichte erinnert an den ersten Film, auch wird hier mal wieder die (un)beliebte wackelige Handkamera eingesetzt,
was mal mehr und mal weniger gut funktioniert. Meistens leider weniger.
Vor allem wenn man bedenkt dass es, wie im ersten Film, ganze 30 Minuten dauert bis die Freunde in die nähe von Wasser kommen,
und die Titelgebenden Haikäfige nur Beiwerk sind und nach kürzester zeit versinken,
kann man sich schon denken dass hier nichts aufregendes neues passiert, was diesen Film von den Vorgängern abheben könnte.
Kann man sich definitiv sparen.

3/10

Retro

SNAKE OUTTA COMPTON



Compton: Eine Gruppe angehender Rapper, welche auf einen Plattenvertrag hoffen und einen Auftritt vor Talentsuchern geben sollen,
müssen sich zuvor mit einem korrupten Cop, seinem neuen Partner- und einer mutierten Schlange auseinandersetzen.
Der Hobby-Wissenschaftler Vurkel hilft den Rappern dabei, immerhin ist er auch Schuld an dem ganzen Schlamassel.
Denn weil ihn keiner ernst nahm, hat er seine kleine Hausschlange mit einer selbst entwickelten Strahlenkanone beschossen.
Natürlich ist das Vieh danach aus seinem Terrarium ausgebrochen, und wächst rasend schnell zu gigantischer Größe heran...

Was die CGI-Effekte angeht sind wir hier am untersten Ende des möglichen unterwegs,
das muss einem klar sein um überhaupt auch nur ein wenig gefallen an diesem Spoof zu finden.
Die große Welle solcher Filme wie "Scary Movie" und anderer, ebenso gelagerter "Irgendwas Movies" ist schon ein paar Jahre vorbei,
da kommt Snake outta Compton um die Ecke und vermischt mal wieder ein paar Genres und Filme.
Hier werden hauptsächlich typischer Schlangenhorror auf dem Niveau der Filme von Asylum oder SyFy,
zu großem Teil der moderne Klassiker "Training Day" und natürlich der Titelgebende Film um eine Horde Rapper miteinander verwurstet,
garniert mit Anspielungen auf viele andere Filme von Snakes on a Plane über Speed bis Phantom Kommando.
So manche Anspielung ist durchaus gelungen, aber leider nervt das konsequente overacting wirklich aller Hauptfiguren,
und wenn man wie ich mit Rap-Musik wenig anfangen kann, hat man auch eher schlechte Karten hier gut unterhalten zu werden.

3/10

PierrotLeFou

Der goldene Handschuh (2019)

Eine aufgrund von Zeit- & Lokalkolorit unterhaltsame, wenngleich allerdings auch hochgradig despektierliche Freak- & Kuriositätenshow erwartet - und beinahe auch bekommen.
So richtig unterhalten hat mich der Film nicht: Hier und da ein paar Witzchen, ein paar skurrile Gesichter, ein paar Morde mit ranzigen Menschen in schäbiger Umgebung... wobei die grausigsten Details ins Off verlagert und mit so einer schmatzend-gurgelnden Fulci-Splatter-Tonspur ausgestattet werden, die neben einem ironischem Schnitt auf einen malträtierten Ziegenkopf aus der Küche der griechischen Nachbarn schon für eine launig übersteigerte, Lacher anpeilende Ästhetik sorgt... Mit realistisch anmutender Gewaltdarstellung hat das wenig zu tun, das ist berechnende, Schulust, Ekel, Fäkalhumor und ironische Distanz bietende, letztlich konventionelle Spielfilmgewalt... nur Schwänze, Arschbacken und Brüste ragen häufiger ins Bild als im Mainstream üblich...
Ne despektierliche Freakshow war das dann schon eher. Ich will aber nicht unterschlagen, dass es durchaus Momente gibt, in denen das Scheitern und die Trauer über verpfuschte Leben unangenehm durchdringen. Das waren dann auch die besten Momente des Films. Ansonsten schlurft da ein monströs maskierter Hauptdarsteller, der mit dem realen Honka äußerlich nicht sooo viel gemeinsam hat, durch ein zumeist genüsslich auf seine Ranzigkeit reduziertes Setting... (Immerhin: die Schlager, die ich ja aus Camp-Perspektive allesamt mag, bekommen hierbei ihr Fett weg; das war im Gegensatz zur "Alkohol ist schlecht"-Botschaft noch halbwegs interessant.) Und das Kino - überwiegend Leute, denen es recht gut zu gehen scheint - darf mitleidig oder erleichtert lachen, wenn auf der Leinwand wieder eine versoffene alte Oma aufs Pflaster klatscht oder in der Kneipe deliriert... (Fraglich, ob das Mitleid nach dem Kinobesuch auf der Straße ausreicht, um nem versoffenen Obdachlosen auf die Beine helfen zu wollen...)

Das Wiedersehen mit Hark Bohm war nett, aber mit Fatih Akin werde ich wohl einfach nicht warm... Zuvor hat er ja meistens nur die emotionalisierten, aber kaum reflektierten Mainstream-Dramen gedreht; jetzt schraubt er auch die Emotionen zugunsten räudigen Kiez-Charmes runter... 6/10
"Eines Tages werde ich ein wahrhaft großes Drama schreiben. Niemand wird verstehen, worauf es hinaus will, aber alle werden nach Hause gehen mit einem vagen Gefühl der Unzufriedenheit mit ihrem Leben und ihrer Umgebung. Dann werden sie neue Tapeten aufhängen und die Sache vergessen." (Saki)

Retro

DAKOTA HARRIS



Indiana... ähhh... Dakota Harris, seines Zeichens Pilot und generell Abenteuerer, gerät in eine Art "Zeit und Raumstrudel".
Er erblickt unter anderem die Osterinseln und die USS Eldridge, kriegt einen Funkspruch der gerade untergehenden Titanic,
und stürzt mit seiner Frachtmaschine unter seltsamen Umständen im Bermuda-Dreieck ab.
Schuld daran scheint die Fracht seines Flugzeuges gewesen sein, ein mystisches Artefakt mit geheimnisvollen Kräften-
hinter dem jetzt einige Leute her sind...

Hat da irgendjemand "Indiana Jones" gesagt?
Das Cover ist schon eindeutig vom großen Vorbild inspiriert, auch der Schriftzug- und erst recht der Name.
Ebenso allerdings die Handlung, und die Musik sowieso.
Beim Soundtrack hat's wohl nur für ein einziges, immer wiederkehrendes, extrem am Indy-Soundtrack angelehntes Stück gereicht...
Die Darsteller sind in Ordnung, Actionszenen gibt es ausreichend (einige kennt man aber schon fast 1:1 von einem gewissen Archäologen),
die Tricks schwanken zwischen ordentlich und liebevoll Dilettantisch-
der Film nimmt sich nicht ernst, bietet ein paar nette Sprüche, und langweilt zu keiner Minute.
Anders gesagt: Das Ding macht Spaß! Doch, ehrlich!
Und das trotz dem mehr als offensichtlich übernommenen Vorbild. Irgendwas haben die Macher also richtig gemacht.
Was man allerdings bemängeln muss, sind einige auffällige Sprünge in der Handlung-
ich vermute, dass der Film radikal in der Handlung gekürzt wurde, denn einige Szenen erscheinen leider reichlich unzusammenhängend.

7/10

Retro

HATCHET



Der entstellte, scheinbar unsterbliche Killer Victor Crowley hetzt eine Gruppe jugendlicher durch ein Sumpfgebiet.

Viel mehr Handlung gibt es nicht- und mehr kann man auch nicht erwarten
Purer Splatter-Horror amerikanischer Machart, wie es ihn in den 80'er Jahren massenhaft gab, eben "Old School".
Wenn man genau das erwartet was auf dem Cover steht, wird man auch nicht enttäuscht.
Regisseur Adam Green bedient jedes alte Horrorfilm-Klischee:
Genau wie damals gibt's kaum Handlung, Logiklöcher, brutale Morde in Großaufnahme, welche allesamt drastisch, aber etwas billig rüberkommen,
die typischen Oben-ohne-Mädels, kaum überlebende und das obligatorisch böse, offene Ende.
So ganz nebenbei tauchen auch ein paar kultige Gaststars im Film auf:
Robert Englund, Tony Todd, John Carl Buechler und Kane Hodder, der wieder mal den deformierten, unkaputtbaren Killer spielen darf.
Der überzeugende Score und als Titelsong Marilyn Manson's "The new shit" passen ebenfalls perfekt.
Wer bei der Beschreibung auf dem Cover ernsthaften Horror erwartet ist selbst schuld- purer Splatterspaß!

8/10

HATCHET II



Marybeth, die einzige Überlebende des ersten Films versammelt einige Leute um sich, um Victor Crowley zu jagen. Die Jagd im Sumpf geht weiter...

Tony Todd, John Carl Buechler und Kane Hodder sind wieder mit dabei,
ausserdem Mike Mendez, Llloyd Kaufman, Tom Holland und der wohl nur wenigen bekannte R.A. Mihailoff (Leatherface in TCM III) in Gastrollen.
Wenn das mal kein Horrorfilm-Fanservice ist! Als Titelsong darf diesmal "Just one fix" von Ministry herhalten.
Der zweite Film um Victor Crowley beginnt etwas schleppend und Dialoglastig, wird nur gelegentlich von kurzen, aber deftigen Splatterszenen unterbrochen.
Erst im letzten drittel gibt der Film ordentlich Gas, der Bodycount mit saftigem Splatter steigt deutlich an.
Hier hat Regisseur Adam Green wohl versucht, ein wenig mehr Handlung in den Splatterspaß zu integrieren, was zwar nicht komplett misslungen ist,
aber den Film eben ein wenig ausbremst. Zumindest fällt einem das auf, wenn man direkt zuvor den ersten Hatchet angesehen hat.
Finger weg von der deutschen DVD oder Blu-ray, hier wurden knapp 4 Minuten geschnitten.

7/10

HATCHET III



Marybeth versucht immer noch, Victor Crowley zu töten- und wird verdächtigt selbst für die Leichen im Sumpf gesorgt zu haben...

Adam Green fungiert hier nur noch als Produzent und Drehbuchschreiber,
die Regie übergab man dem vorher und nachher vollkommen unbekannten BJ McDonnell.
Und weil zu einem Splatterfilm die Musik von GWAR so schön passt, dürfen eben diese hier "Hail, Genocide" als Titelsong zur Verfügung stellen.
Kane Hodder ist immer noch als Victor Crowley unterwegs, in Gastrollen sind Zach Galligan und Sid Haig zu sehen.
Klingt ja erstmal beängstigend, da bei den Darstellern ja eher zurückgerudert wurde. Ganz so schlimm kommt es aber doch nicht.
Der Splattergehalt ist hier etwas besser verteilt als im Vorgänger, und immer noch sehr deftig ausgefallen.
Inhaltlich wird es aber inzwischen doch ein wenig langweilig, da es keine richtige Story gibt-
und man nur damit beschäftigt ist, auf die nächste Gore-Szenen zu warten.
Das hat zwei mal sehr gut funktioniert, beim dritten Film hat sich das aber doch schon arg abgenutzt.
Immer noch ein feiner Splatter-Spaß, aber schon mit ersten Abnutzungserscheinungen.
Finger weg von der deutschen DVD oder Blu-ray, hier wurden knapp 2 Minuten geschnitten.

6/10

HATCHET IV - VICTOR CROWLEY



Eine Doku über die Crowley-Axtmorde soll gedreht werden- also ab in dem Sumpf. Überraschung: Crowley lebt!

Adam Green führt wieder Regie- und Kane Hodder ist wieder Victor Crowley. Und sonst?
Keine bekannten Namen in Nebenrollen, und ein deutlich schmaleres Budget als bisher,
was sich nicht nur in den Splatterszenen, sondern vor allem beim lächerlichen Flugzeugabsturz bemerkbar macht.
Auch bisher haben sich die Hatchet-Filme nicht ernst genommen, aber mit dem vierten Film wird es lächerlich.
Statt auf Gastrollen und sonstige Filmreferenzen oder einfach nur Terror, Spannung und Splatter zu setzen,
gibt es nun peinliche Charaktere und blöde Dialoge die wohl witzig sein sollen- es aber nicht sind.
Die Splatterszenen selbst sind wieder absolut derb und erstaunlicherweise in Deutschland ungekürzt,
Tricktechnisch ist das ganze allerdings arg schwankend, von (selten) richtig gut bis (meistens) richtig billig ist alles dabei.
Rein musikalisch dürfen diesmal die eher unbekannten "Ignitor" ihre "Ballad of Victor Crowley" im Abspann unterbringen.
Die Luft ist raus, hier haben höchstens noch Splatterfans ein paar "nette" Szenen zu erwarten, der Rest ist "Scary Movie"-Niveau.

2/10

Retro

Ein Arbeitskollege hat mir gestern ein Geschenk mitgebracht.
Nix für die Sammlung, aber durchaus interessant zum ansehen- da ich den noch gar nicht kannte:



Das Tape ist zwar "vergewaltigt" worden, auf die ursprünglich enthaltene Originalfassung hat man eine TV-Aufnahme des Films drübergespielt,
aber somit konnte ich ihn zumindest verstehen.   :icon_mrgreen:

Okay, natürlich hat man am Rande einiges vom Klassiker "Casablanca" einfließen lassen, aber weniger als ich gedacht hatte.
Die Marx Brothers entdecken einen versteckten Nazi-Schatz im Hotel Casablanca, was zu seltsamen Situationen führt.
War nett, doch. Jetzt will ich die deutsche DVD. leider ist die rar und Sauteuer.  :icon_sad:

Auch genial ist ein Satz auf der Rückseite des Pappschubers (welcher übrigens auch das Drehbuch im Original und einer deutschen Version enthält):



:LOL:

Retro

AMOK-JAGD



David ist aus Gewissensgründen von der Armee abgehauen, und lebt jetzt mit seiner Freundin Linda in Kanada.
Dort ist er eine Art Hausmeister für eine zu vermietende Jagdhütte tief in der Wildnis, wo die beiden sicher niemand findet.
Problematisch wird es, als vier amerikanische Jäger auftauchen, welche allesamt stolze Kriegsveteranen sind.
Besonders deren Anführer Charlie (Rod Steiger) hat von Anfang an eine Abneigung gegen den etwas langhaarigeren und bärtigen David.
Als Charlie erfährt dass David ein Deserteur ist steigt in ihm Hass auf,
denn sein Sohn, welcher in Davids alter war, ist bei einem Einsatz in Vietnam gestorben.
Er beginnt seine Freunde gegen die "Verräter" David und Linda aufzuhetzen, Alkohol tut sein übriges dazu-
und schon bald stürzen sich die Männer auf Linda, welche vergewaltigt wird.
David bleibt jetzt nichts anderes übrig, als den Spieß umzudrehen, so werden aus den Jägern bald die gejagten...

Regisseur Burt Kennedy hat in seinem Lebenslauf hauptsächlich Western, Komödien, oder beides zusammen,
oft für das amerikanische Fernsehen im Serienformat gedreht.
Um so erstaunlicher, dass dieser für ihn eher untypische Menschenjagd-Thriller so unglaublich spannend und bedrückend gelungen ist.
Zum großen Teil liegt das sicher auch an Rod Steiger, der seine Rolle absolut glaubwürdig Hasserfüllt rüberbringt.
Die Bedrohung durch die vier Jäger ist in jeder Minute des Films spürbar, und genau das zeichnet den Film aus.
Es gibt nur wenige brutale Szenen zu sehen, die Dialoge und das Spiel aller beteiligten reichen vollkommen aus, um Spannung zu erzeugen.
Hier geht es auch um eher psychologische Kämpfe zwischen den Vertretern verschiedener Ideologien, weniger um Action und Gewalt.
Im Dezember 2018 erschien in Deutschland still und heimlich eine DVD dieses Menschenjagd-Klassikers- und lässt keine Wünsche offen.
Neben der erstmals bei uns erhältlichen Langfassung in guter Qualität ist auch die alte deutsche VHS-Fassung (in VHS-Qualität) enthalten,
zusätzlich in den Extras gibt es noch ein böseres, alternatives Ende zu bestaunen.
Somit hat meine alte VHS ausgedient, auch wenn das Cover der VHS meiner Meinung nach sehr viel schöner war.

9/10

Retro

ALIENATOR II - DER KILLER AUS DER GALAXIS



Als auf der Erde ein Meteor niedergeht, übernimmt eine ausserirdische Macht den Körper des Rentners Max Page.
Unter dem Einfluss der fremden Lebensform entwickelt Max ein starkes Verlangen nach menschlichem Blut, so dass er mehrere Morde begeht.
Das FBI wird auf den Fall angesetzt, und nimmt die Spur des mordenden Rentners auf-
doch je näher sie ihm kommen, desto weniger passt die Beschreibung des Mannes auf den Täter.
Je mehr Blut er zu sich nimmt, desto stärker verjüngt sich sein Körper, was ihn natürlich auch kräftiger und gefährlicher macht...

Mit "Alienator - Der Vollstrecker aus dem All" hat dieser Film (zum Glück) nichts zu tun, trotzdem wird er als Fortsetzung vermarktet.
David Schmoeller's wie bei ihm üblich billiger, aber unterhaltsamer Film kann immerhin mit John Saxon in der Hauptrolle punkten,
Michael J. Pollard sowie Stuart Gordon haben einen Gastauftritt, auch Schmoeller selbst hat eine kleine Rolle übernommen.
Der Science-Fiction-Anteil ist hier äusserst gering, der Film ist im Grunde eher ein Thriller mit übernatürlichem Einschlag.
Sicher kein Highlight, und nichts was man gesehen haben muss- aber auch nichts, worüber man sich am Ende ärgert.
Der Film ist still und heimlich im Februar 2019 erstmals in Deutschland auf DVD erschienen.

4/10

Retro

DEF-CON 4



Eine mit Atomraketen bestückte Raumstation mit drei Mann Besatzung schwebt um die Erde.
Eigentlich eine friedliche Mission, denn die Raketen sollen eventuell von der Erde abgeschossene Atomraketen abfangen und zerstören.
Als sie mitkriegen dass auf der Erde Atomraketen gestartet werden sind sie in höchster Alarmbereitschaft- doch es kommt kein Einsatzbefehl.
Der dritte Weltkrieg hat begonnen- und in nur wenigen Minuten hat jede Nation der Erde ihre Raketen abgeschossen und alles verwüstet.
Wochen vergehen, in der Raumstation herrscht ratlosigkeit wie es weitergehen soll.
Doch noch bevor man sich einigen kann, wird die Software der Station gehackt,
der Bereich in dem die Besatzung ist wird abgekoppelt- und zurück zur Atomverseuchten Erde geschickt.
Dort legt die Rettungskapsel zwar eine Bruchlandung hin- doch die Besatzung überlebt.
Allerdings müssen die drei schon bald feststellen, dass sich auf der Erde alles verändert hat.
Die stärksten der den Atomkrieg überlebenden haben sich zusammengeschlossen und sind zu Kannibalen geworden-
denn Nahrung ist knapp, und deren Anführer Gideon ist verantwortlich für den Absturz der Kapsel...

"Def-Con 4" startet vielversprechend: Astronauten im All müssen hilflos mit ansehen, wie auf der Erde ein Atomkrieg ausbricht.
Was jetzt ein Psycho-Kammerspiel werden könnte, und auch ein paar Minuten in diese Richtung tendiert,
wird mit der erzwungenen Landung auf der Erde zum teils unfreiwillig komischen Trash-Spektakel mit den typischen Endzeit-Punks.
Logik sucht man zwar vergebens, und das Anführer-Bubi Gideon ist zu keiner Sekunde eine ernstzunehmende Bedrohung-
aber der Film bleibt recht unterhaltsam, und im Vergleich mit diversen Italo-Endzeit-Gurken hat er klar die Nase vorne.
Von den erhältlichen Blu-rays (Marketing & AMS) sollte man die Finger lassen, eine gut erhaltene VHS ist denen qualitativ vorzuziehen.
Erstaunlicherweise bietet die DVD von Laser Paradise das bis heute beste Bild bei diesem Film.

5/10

Retro

BEASTMASTER - DER BEFREIER



Der junge Dar entdeckt schon als Kind seine Fähigkeit mit wilden Tieren zu kommunizieren, kann sich aber nicht erklären warum.
Als der komplette Stamm bei dem er aufwuchs von einer Horde Krieger getötet wird, überlebt er als einziger.
Jahre später durchstreift er mit einem Tiger, einem Adler und zwei Frettchen das Land,
und trifft auf ein Volk welches von Hohepriester Maax unterjocht wird, und diesem immer wieder Menschenopfer zu bringen hat.
Da ihm Kiri, eine der Sklavinnen von Maax gefällt, greift er in eine Opferzeremonie ein, und verhindert dank seines Adlers den Opfertod eines Kindes.
Als Dar erfährt, dass Maax damals für die Vernichtung seines Dorfes verantwortlich war, nimmt er mit Kiri, ein paar Verbündeten aus dem Volk,
und seinen Tieren den Kampf gegen den Tyrannen auf...

Nach seinem Überraschungserfolg im Horror-Bereich mit "Phantasm" (Das Böse),
drehte Don Coscarelli mit "Beastmaster" einen Fantasy-Film, welchen ich persönlich als den besten der damals vielen Conan-Konkurrenten ansehe.
Klar, die Geschichte ist bis auf die Tiere quasi identisch: Junge überlebt als einziger das Massaker an seinem Stamm- und rächt sich später an den Bösen.
Trotzdem macht der Film Spaß, kommt nicht zu billig daher-
und bietet neben gut dressierten Tieren eine nicht zu ernste Mischung aus Fantasy und ein wenig Horror.
Mit Marc Singer in der Rolle als "Beastmaster" Dar, und Tanya Roberts in der weiblichen Hauptrolle der Kiri,
gab es für männliche wie weibliche Zuschauer zumindest schon mal optische Gründe, sich den Film anzusehen.
Ansonsten tummeln sich hier noch Rip Torn und John Amos, der Rest der Darsteller ist eher unauffällig.
Die Ausstattung und die Tricks sind durchaus ansehnlich, der Soundtrack passend- und auch mit der Synchro kann man gut leben.
Die BD enthält den Director's Cut und die kürzere damalige Kinofassung.
Mit persönlich gefällt die kürzere Kinofassung allerdings besser als der Director's Cut, der doch ein paar Längen aufweist.

8/10

BEASTMASTER II - DER ZEITSPRINGER



Die Heimat des Beastmasters (Marc Singer) ist wieder in Gefahr.
Der Magier Arklon (Wings Hauser) verbündet sich mit der Hexe Lyranna, welche einen Zugang in ein magisches Zeitportal entdeckt hat.
Durch dieses kann man in unsere Gegenwart reisen, und dort mächtige Waffen stehlen, um das Land zu unterdrücken.
Als Arklon von der mächtigsten Waffe überhaupt, der Neutronenbombe erfährt, macht er sich mit Lyranna auf den Weg durch das Portal,
um eben diese Waffe in seinen Besitz zu bringen.
Doch auch der Beastmaster hat das Portal durchschritten- natürlich zusammen mit seinen tierischen Freunden.
Dummerweise fällt ein Mann mit Tiger, Adler und zwei Frettchen im Gepäck deutlich mehr auf, als ein böser Magier,
was die Suche und den Kampf gegen Arklon im Los Angeles der Gegenwart deutlich erschwert...

Ein Film, von dessen Regisseur Sylvio Tabet wohl noch nie jemand gehört hat.
Wie schlägt sich sein erster und einziger Film im Vergleich zu Kultregisseur Don Coscarelli's erstem Teil?
Die Voraussetzungen sind nicht übel, immerhin ist Marc Singer wieder als Beastmaster dabei.
Diesmal zwar mit anderer deutscher Synchro, an die man sich erst mal gewöhnen muss- aber da kann der Film ja nichts dafür.
Auch die restliche Besetzung kann sich sehen lassen, neben Wings Hauser und Kari Wuhrer
sind in Nebenrollen auch noch Michael Berryman und Robert Z'Dar zu sehen.
War der erste Teil noch ein Actionbetonter Fantasy-Film mit leichtem Horror-Einschlag, der sich aber trotzdem nicht ernst nahm,
setzt man im zweiten Teil beinahe ausschließlich auf Humor.
Anders wäre die Geschichte aber auch noch schwerer zu ertragen, als sie es eh schon ist-
Neutronenbomben und Barbaren passen einfach nicht besonders zusammen.
Zudem frage ich mich immer wofür ein Magier, welcher sogar Laserstrahlen verschießen kann, eine Neutronenbombe braucht...
Da wundert es auch nicht, dass nach der durchaus netten ersten halben Stunde der Film mit dem Sprung in die Gegenwart
extrem stark nachlässt, und dank dem überhand nehmenden Blödelhumor sogar zu nerven beginnt.
Dass Lyranna ständig betont, wie unwiderstehlich sie doch aussieht, und des öfteren ihre tollen Brüste lobt, macht das ganze nicht besser.
Der einzige wirklich gut sitzende Gag des Films hat mit dem Kino zu tun, an dem unsere Helden vorbeifahren.
Spannend inszeniert ist das ganze auch nicht, lediglich die gewohnt gut dressierten Tiere fallen positiv auf.

3/10

BEASTMASTER III - DAS AUGE DES BRAXUS



König Tal wird vom bösen Zauberer Agon entführt, denn Tal ist im Besitz eines magischen Amuletts- dem "Auge des Braxus". 
Mit diesem kann man den Dämon Braxus freisetzen und beherrschen.
Allerdings hat Tal nur einen Teil des Amuletts- die andere Hälfte hat Dar, der Beastmaster (Marc Singer)- denn Tal ist sein Bruder.

Na klar, jetzt hat der Beastmaster auf einmal einen Bruder. Und sein Tiger ist plötzlich zu einem Löwen mutiert. 
TV-Regisseurin Gabrielle Beaumont hat die Filmreihe hiermit endgültig getötet- da hilft auch das offene Ende nichts.
Erstaunlich ist hier lediglich die Besetzung: Neben Marc Singer, der wieder den Beastmaster spielt, 
sind noch Tony Todd, Patrick Kilpatrick, Casper Van Dien, David Warner und Lesley-Anne Down zu sehen.
Das hilft aber alles nichts, wenn der komplette Film öde vor sich hinplätschert, keinerlei Spannung aufkommt, 
die Kämpfe unglaublich langweilig gefilmt wurden- und Dar am Ende gegen ein billiges Gummimonster kämpfen muss.

2/10

Retro

BERSERKER



Eine Legende besagt, dass die Wikinger bei ihren Raubzügen und der Entdeckung Amerikas sogenannte "Berserker" dabei hatten,
welche die Kraft von Bären besaßen, und von Menschenfleich lebten.
Einer davon war als besonders grausam bekannt, und wurde von Odin dazu verdammt, ewig zu leben...
USA, Heute: Eine Gruppe Studenten will im Wald campen, doch ein Bär schleicht in der Gegend herum.
Schon bald gibt es ein erstes Opfer. Doch war das wirklich ein Bärenangriff? Blöde Frage, bei dem Filmtitel...

Positiv kann man herausstellen, dass hier nicht einfach nur wieder irgendein Backwoods-Massenmörder herumläuft,
sondern man das ganze auf eine alte Sage aufbaut- und immerhin kommt hier auch ein echter Bär vor,
der offensichtlich wirklich für den Film zur Verfügung stand. Erstaunlich für so eine No-Budget Produktion.
Leider ist das dann auch schon alles, was positiv heraussticht.
Die Inszenierung ist unglaublich billig, auch wenn man wohl wirklich versucht hat,
aus dem wenigen bis gar keinem Budget das zur Verfügung stand alles herauszuholen.
Schauspielerisch herrscht unterstes Mittelmaß, das für solche Filme aus den 80'ern typisch nervige Kanonenfutter eben.
Atmosphärisch kann man hier auch absolut nicht punkten.
Weder mit dem offensichtlich frisch gezimmerten, blankgeschliffenen Drachenboot am Anfang,
noch mit der katastrophalen (weil meist zu hellen) Ausleuchtung des nächtlichen Waldes-
und erst recht nicht mit den Nebelwerfern die da offensichtlich im Wald versteckt im Einsatz waren.
Spannung? Naja, es kommt im Film nur eine Person vor, welche der Berserker sein kann... Sehr spannend.
Die Angriffe passieren meist im Off, die paar wenigen blutigen Szenen bestehen aus Kratzern mit Kunstblut.
Genau einmal wird ein Angriff auch gezeigt:
In Form eines unbeweglichen Bärenkopfes, der auf einen Arm seines Opfers gehalten wird- und jemand spritzt Kunstblut dazu.
Wie gesagt: Auf dem Arm. Die Bärenzähne berühren den Arm nicht einmal...
Schade um die eigentlich nette Idee- aber der Berserker ist 'ne ziemliche Gurke.
Qualitativ ist die DVD ebenso eine Frechheit wie der Film selbst, offensichtlich war eine VHS die Vorlage.

1/10

Retro

20 März 2019, 00:44:58 #1763 Letzte Bearbeitung: 20 März 2019, 00:52:34 von Retro
NIGHT EYES



Am Hafen von New York wird seit einiger Zeit Mais gelagert, welcher mit Steroiden verseucht ist, und deshalb nicht in den Verkauf gelangen darf.
Für die Ratten der Hafengegend ist das natürlich im wahrsten Sinne des Wortes ein gefundenes Fressen, und sie bedienen sich ausgiebig.
Durch die Steroide wachsen die Ratten allerdings recht schnell auf unnatürliche Größe heran.
Als der Mais schließlich vernichtet wird, müssen sich die Tiere andere Nahrung suchen- und schrecken auch nicht vor Angriffen auf Menschen zurück...

Auf die DVD bin ich rein zufällig gestoßen- bisher war mir nur die extrem abgedunkelte und noch dazu geschnittene VHS des Films bekannt.
Die DVD scheint ungeschnitten, ist zumindest länger als die VHS- und hat ein sehr schönes, helles Bild.
Das seltsame ist nur: Sie wirkt zwar in allen Punkten wie eine legale Veröffentlichung (EAN-Code, gepresste DVD, hochwertiges Wendecover ohne FSK...)
aber man findet keinerlei Hinweise von welchem Label die DVD kommt und wann die DVD erschienen ist. Seltsam...
Aber gut, zum Film:
Regisseur Robert Clouse hat neben diversen Action und Martial Arts-Filmen auch schon Erfahrung im Tierhorror-Bereich (Die Meute).
Nett ist auch die Anspielung beim Angriff der Ratten im Kino: Dort läuft gerade "Game of Death" mit Bruce Lee- von Robert Clouse.
Die Regie von "Night Eyes" ist ebenso routiniert wie die größtenteils unbekannten Darsteller, auch die Synchro geht in Ordnung.
Trotzdem wäre durchaus mehr möglich gewesen, alleine schon weil die literarische Vorlage immerhin von James Herbert stammt.
Die Angriffe der Ratten werden meist mit Animatronics und generell handgemachten Tricks dargestellt,
was dem Alter entsprechend auch durchaus ganz gut gelungen ist- selbst (und erst recht) bei dem hellen Bild der DVD.
Dies ist in den Massenszenen mit den Ratten aber auch gleichzeitig wieder ein Nachteil- denn was auf VHS schon ein wenig seltsam aussah,
ist jetzt beim guten Bild der DVD noch genauer zu erkennen: Die Ratten werden nämlich von dressierten und "verkleideten" Dackeln dargestellt...
Die Datten... ähhh... Rackel... ach, ihr wisst schon, ziehen den ansonsten ganz netten Film durchaus ein wenig runter,
ausser man nimmt das ganze mit Humor- was aber bei der ansonsten recht ernsten Story nicht so leicht fällt...

5/10

Retro

DREAM DEMON



Die junge Diana steht kurz vor der Hochzeit mit ihrem Traummann, einem hochdekorierten Soldaten.
Allerdings wird sie von Alpträumen geplagt, welche immer schlimmer werden- im Traum tötet sie sogar ihren zukünftigen Mann.
Als sie scheinbar zufällig auf Jenny trifft, welche ebenfalls ein paar Probleme mit sich herumschleppt, freunden sich die beiden an.
Diana hofft durch Jenny abgelenkt zu werden und Hilfe zu haben, doch ihre Träume werden schlimmer-
und schon bald hat sie auch grausame und bizarre Visionen.
Bald kann niemand mehr sagen, was Real oder Vision ist. Hat Jenny vielleicht etwas damit zu tun?

"Dream Demon" ist der letzte Kinofilm von Harley Cokeliss, bevor er sich (eher billigen) reinen TV-Filmen und Serien widmete.
Was ich sehr schade finde, denn seine Filme fand ich allesamt recht gut.
Zwar hat sich Cokeliss hier offensichtlich von "Nightmare" inspirieren lassen, erzählt aber eine eigenständige Geschichte.
Die Besetzung ist unbekannt, kann aber überzeugen, die Atmosphäre des Films ist durchgehend düster und bedrohlich,
die Tricks sind gelungen und nicht gerade unblutig- und auch der Soundtrack ist stimmig.

8/10

Retro

Manchmal hat es schon was gutes wenn Neuauflagen kommen.
Jahrelang war die alte Columbia-DVD out of print und wurde nur sehr teuer gehandelt,
jetzt wo demnächst eine neue Auflage, sogar auf Blu-ray, von WVG / Nameless herauskommt, kriegt man sie nachgeworfen.

DER LIQUIDATOR



Der Profikiller Holland (Charles Bronson) hat sich zur Ruhe gesetzt.
Als er erfährt, dass George, ein alter Freund von ihm in Lateinamerika zu Tode gefoltert wurde, greift er noch einmal zur Waffe.
Der Täter, von allen nur "Der Doktor" genannt, ist ein Spezialist im Foltern- und "bestraft" im Auftrag der Staatsführung rebellische Personen.
Bei seinen Nachforschungen stößt Holland auf eine extrem hohe Anzahl an absolut unmenschlichen Folterungen-
welche oft sogar als Video aufgezeichnet wurden, und als eine Art "Wissenschaftliche Untersuchung" dargestellt werden.
Durch die Entführung der Schwester vom "Doktor" kann er diesen zu einer abgelegenen Mine locken...

Charles Bronson's thematisch wohl härtester Film, obwohl die Darstellung der Gewalttaten nicht übermäßig gezeigt wird.
Regisseur J.Lee Thompson hat ja schon oft mit Bronson gearbeitet, und generell einige durchaus brauchbare Filme gedreht-
auch wenn er nie zu den "ganz großen" Regisseuren gehörte.
Auch der "Liquidator" ist ein durchaus gelungener Film, lebt aber weniger von seiner Story, sondern mehr von brutaler Action.
Schließlich geht es hier ausschließlich um Folter und Selbstjustiz.

8/10

Retro

ELMER



Elmer ist ein Parasit, welcher seinem Wirt eine Flüssigkeit injiziert die euphorisch macht. Dummerweise aber auch extrem süchtig.
Und was noch schlimmer ist: Elmer will gefüttert werden. Mit menschlichen Gehirnen. Aber am besten ganz frisch...
Sein neuester Wirt ist Brian, welcher ihn, durch Elmer's "Droge" gefügig gemacht, zunächst unwissend zu seinen Opfern transportiert.
Irgendwann bemerkt er zwar, dass Elmer für die vielen toten in seiner näheren Umgebung verantwortlich sein muss,
doch dieser hat ihn vollkommen in der Hand- denn er ohne Elmers Injektionen kann er schon nicht mehr leben...

Trash-Regisseur Frank Henenlotter (Unter anderem Basket Case, auf den hier auch angespielt wird) hat einen sehr schrägen (positiv gemeint) Film abgeliefert.
Während mir seine anderen Filme alle nicht gefallen haben, und ich auch keinen davon mehr besitze, fand ich "Brain Damage" (OT) schon immer amüsant.
Tricktechnisch ist alles natürlich äusserst billig umgesetzt, aber schwarzer Humor und ein paar nette derbere Szenen reissen das wieder raus.
Die Darsteller sind allesamt eher unterer Durchschnitt, aber Elmer ist ja sowieso der eigentliche Star des Films- und der überzeugt.

7/10

Guilala

DER MARSIANER - RETTET MARK WATNEY

Ja, was soll ich sagen...  :denk2:

Mark Watney fliegt ins All, erleidet auf dem Mars Schiffbruch und muss nun einige Jahre(!) dort verweilen, bis die NASA genug Kohle zusammengesammelt hat, um ihn wieder zur Erde zu holen. Mark hat sich mithilfe des Raumschiff-Plumsklos und seines grünen Daumens inzwischen eine stattliche Kartoffelplantage angezüchtet, die glatt die Hungerprobleme auf der Erde lösen könnten. Ende gut alles gut? Von wegen! Denn um nicht völlig durchzudrehen, musste sich Mark eine Sprache aneignen, die im ganzen Universum verständlich ist - um so mit anderen(!!!) Lebewesen, die gerade erreichbar waren zu kommunizieren. Diese Sprache beruht auf dem Morsealphabet und besteht im Grunde nur aus einem Wort: NAK. Nachdem ihm diese anderen Lebewesen (wo die leben und wie die aussehen erfährt man leider nicht) erstmal erklärt haben, wie man auf so einem lebensfeindlichen Planeten überlebt, kommen Mark ernsthafte Zweifel, ob er jemals wieder zurück möchte. Denn irgendwie ist es eigentlich gar nicht so schlecht dort. Keine Leute, die nerven u. Ä. - wie Urlaub. Doch die NASA vergisst ihren besten Mann nicht...

Da er ja nun einige Jahre auf dem Mars verbringen musste, birgt seine Rückkehr zur Erde eine Menge ungeahnter Probleme. Die Nachbarskinder finden ihn doof, weil er ihre Cannabisplantage mit Kartoffeln vollgepflanzt hat, aber auch die Beziehung zu seinen eigenen Kindern und seiner Frau leidet:

Frau: "Wenn ich nur wüsste, ob Du mich verstehst. Sprich doch mit mir! Wie soll es mit uns weitergehen?"
Mark: "Nak!"
Frau: "Oh Gott, es ist dir egal..."
Mark (nachdrücklich): "Nak-nak!"
Frau: "Das ist zuviel. Ich lass mich scheiden!"
Mark (laut und flehend): "Naaaaak!"

Schließlich findet Mark in einem Flüchtlingswohnheim (irgendwo in District 10) Zuflucht, doch dort muss er feststellen, dass Toleranz keine Selbstverständlichkeit ist. Nirgendwo scheint es einen Platz für Mark zu geben - dabei war er doch einmal der Stolz der Nation. Aber es ist zu spät, zu seinem früheren Leben zurückzukehren. Aus Mark Watney wurde ein anderer - DER MARSIANER! So ist der deutsche Untertitel "Rettet Mark Watney" durchaus doppeldeutig zu verstehen, denn nicht nur die eigentliche Rettung (wird bereits in der ersten Filmhälfte abgehandelt) ist hier Inhalt der Geschichte, sondern vor allem auch die Rettung der Menschlichkeit, die irgendwo noch in Mark schlummert. Danach geht es nur noch um das Beziehungsdrama des Astronauten, der in den Tiefen des Alls zum grünen Männchen mutiert ist - unfähig mit Menschen zu kommunizieren. Vergnomt durch den atmosphärischen Druck und die grüne Farbe kommt daher, weil er über Jahre unreife Kartoffeln gegessen hat. Ein ganz bewegender Moment ist, wenn sein kleiner Sohn zur Mutter kommt und fragt: "Du Mama - ist Papa jetzt der Grinch?" - die Reaktion der Mutter ist wahrlich berührend und zählt zu den emotional bewegensten Momenten der letzten Kinojahre. Sie löst sich förmlich in Tränen auf und sagt: "Nein, mein Sohn. Er braucht nur etwas Zeit, du wirst sehen."

Regierung, Industrie, Verbrechersyndikate und das Militär verfolgen Mark, weil sie unbedingt an sein sensationelles Marskartoffel-Rezept herankommen möchten. Mark fasst derweil einen folgenschweren Entschluss. Angepisst von seiner (ehemaligen) Heimat, bricht er in die Kommunikatinoszentrale der NASA ein, um mit seinen "Freunden" aus der anderen Galaxie zu sprechen. Doch die planen eine Invasion auf die Erde. Schon bald muss Mark feststellen, dass auch seine außerirdischen "Freunde" nur böses im Sinn haben. Eiskalt haben sie ihn benutzt, um an die genauen Koordinaten der Erde zu kommen. JETZT REICHT'S! >:( Mark bricht ins Waffenlager der US-Army ein und macht mobil. Alle sollen sie büßen und mit einem lauten "NA-AAK!" (scharf und aggressiv) macht sich Mark auf den Weg in den Kampf gegen das ganze Universum! 
:brutal:

Eine Fortsetzung ist bereits in Arbeit. Der Titel lautet: "The Martian 2 - Integration Is For Pussys"  :smile:  Da der Titel politisch gerade etwas heikel ist, wird er hierzulande umbenannt in: "Der Marsianer 2 - Die Mark Watney Identität"

Fazit: Fans des Buches dürften enttäuscht sein, ansonsten fand ich den Streifen im letzten Drittel ganz passabel. Leider plätschert der Film bis zum Finale so dahin. Vor allem der Flug zum Mars dauert eine gefühlte Ewigkeit - dagegen wirkt sogar der erste "Alien" wie ein hyperspeedbeschleunigtes Montage-Massaker ala Neveldine & Taylor. Dann kracht es aber richtig! Parallelen zu den "Bourne"-Filmen sind nicht zu übersehen. Von Ridley Scott ist man allerdings besseres gewohnt.  :denk3: 

Auf jeden Fall ein ungewöhnlicher Film, weshalb auch meine Wertung vielleicht etwas ungewöhnlich ausfällt:

👽 / 10
THC statt TTIP!

Retro

BIGGLES - ADVENTURES IN TIME



1985, die Gegenwart. Jim Ferguson will gerade noch etwas Arbeit erledigen,
als er sich auf einmal 1917 mitten in Europa auf dem Schlachtfeld des ersten Weltkrieges wiederfindet.
Direkt vor ihm stürzt ein Kampfflieger ab, den er aus dem Flugzeug ziehen kann bevor dieses explodiert.
Der Pilot stellt sich als James Bigglesworth, genannt "Biggles" vor- kurz darauf sitzt Jim auf einmal in seiner Wohnung.
Er überlegt gerade ob das alles nur ein wilder Traum war, als er überraschenden Besuch kriegt.
Air Commodore William Raymond (Peter Cushing) erklärt Jim, dass er durch die Zeit gereist ist um seinen "Zeit-Zwilling",
eben jenen Biggles zu treffen, und diesem zu helfen den deutschen eine Geheimwaffe abzunehmen,
welche den Kriegsausgang entscheidend verändern könnte...

"Biggles" ist flott inszeniert, mit einer netten Grundidee ausgestattet, die Actionszenen und Sets können sich sehen lassen,
und auch die Darsteller sind allesamt recht passend ausgesucht.
Trotzdem will der Film irgendwie nicht so recht durchstarten, obwohl (oder weil?) auch der Spaß nicht zu kurz kommt.
Natürlich wird Jim immer in den ungünstigsten Momenten durch die Zeit geschleudert,
was zu manch seltsamen Situationen führt, nur leider fand ich das alles nicht wirklich witzig,
sondern eher bestenfalls "bemüht", wenn nicht sogar komplett unpassend.
Etwas mehr ernst hätte dem Film wohl gut getan, ebenso wie ein besser ausgewählter Soundtrack.
Denn der immer wiederkehrende 80'er Synthie-Pop mit dauerndem "wanna be a hero" Gesang ging mir extrem auf die Nerven.
Zusammengefasst bietet "Biggles" mittelmäßig unterhaltsame Zeitreise-Action,
in Deutschland ist der Film allerdings nur auf VHS unter dem Titel "Der Biggels-Effekt" erschienen.

6/10

Private Joker

14 April 2019, 22:52:44 #1769 Letzte Bearbeitung: 14 April 2019, 23:20:05 von Private Joker
Bevor ich aus Protest gegen die Preiserhöhung erst mal Pause mache mit Netflix, noch mal ein paar Filme mitgenommen

Parallelwelten

Paulos dritter Streich, schon erstaunllich, wie man mit so wenigen Filmen schon fast Kultstatus erreichen kann. Mir hat The Body richtig gut, der Geheimnissvolle Gast dagegen nur mit Einschränkungen gefallen. Und nun also Nr 3 mit einmal mehr sehr ähnlichen Stilmitteln (die Gewitter aus The Body, die manchmal schon bemüht vielen Twists). Die Grundidee ist in Hollywood auch schon mal verwurstet worden (Frequency), und sogar bei Netflix kann man wohl noch ein weitere Version aus Spanien abzurufen.

Aber wer auf die Suche nach was komplett Neuem ist, soll bei Elon einen Marsflug ohne Rückfahrkarte buchen. Ich sehe da wieder eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Gast; der diesmal nicht nur angetäuschte, sondern tatsächliche  übernatürliche Touch tut dem Film gut, und die Geschichte überzeugt durchaus auf mehreren Ebenen. Zum Beispiel als nett verzwicktes Crime-Mystery, als kleines Lehrstück über Schicksal und Veränderungen und sogar ein bisschen was für die Romantiker ist drin. Spannend bleibt es trotz der relativ üppigen Lauflänge durchweg, auch wenn in allen Filmen mit Zeitreise- oder Schicksalsänderungsthematik die Goldwaage besser im Schrank bleibt (dass der Ehemann in beiden Linien im selben Hotel betrügt, ist schon ein arger Zufall, zum Beispiel).

Das Ende ist, nun ja, mal wieder sehr glatt. Bin ja nicht so der Freund von solchen "Alles wird Gut"-Finals, für mich ist das immer noch das beste Filmende aller Zeiten, wenn Linda in den Sturm schaut und sagt "Ich weiß". Aber irgendwie passt das schon zu dem Film, das weibliche Publikum wird es wohl mehr zu schätzen wissen.

Knapp 8/10

Alien Warfare

Kaum zu glauben, dass Netflix kurz vor der Preiserhöhung ausgerechnet diesen Mist auf die zahlenden Zuschauer loslässt. Dürftiges 4-Marines-gegen-4-Aliens-in-einer-Industriebrache-Filmchen, das wirklich auf keinem Gebiet irgendwelche Pluspunkte verdient. Außer vielleicht für die überraschend professionelle Synchro, die man da geordert hat.

Trotzdem nur 2/10

Unicorn Store

Netflix, Brie und Samuel - das neue Dreamteam ? Eher nicht. So etwas kommt eben dabei raus, wenn man einer selbstbewussten, selbsternannten Jungfilmemacherin mit ein paar krausen Ideen carte blanche gibt. Weniger Film als Happening, eine vordergründig charmante, aber auch sehr eitle Selbstbespiegelung ohne wirklich sinnvolle Handlung.

Für Leute in der richtigen Stimmung - irgendwo zwischen Peter-Pan-Syndrom und kompletter Realitätsverweigerung - oder generell Larson-Jünger sicher ein paar Punkte mehr wert als meine 5/10
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)