Die letzte Sichtung: Filme

Begonnen von MMeXX, 19 November 2012, 13:01:27

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Mr Orange

Es könnte eventuell sein, dass er doch die Wahrheit spricht.
Spoiler: zeige
Man sieht, wie Shelly mit Harpune und Maske in die Hütte geht - Schnitt -Jason erschießt Maske tragend das Mädchen mit der Harpune. Des weiteren hat Jason zuvor KEINEN Jutebeutel getragen, der Kopf ist (fast) nie im Bild zu sehen.
Da habe ich wohl immer das Intro noch im Kopf gehabt und mir von meiner Phantasie einen Streich spielen lassen. Da die Sache mit der Maske nun doch stimmig ist, lässt es den Film in einem völlig neuen Licht erscheinen und ich revidiere zu 10/10.

PS: Trotzdem haben Sie das Benehmen eines Yale-Absolventen.  :andy:
"Du, du, du...du bist ein Huhn!!!"

manisimmati

Crouching Tiger, Hidden Dragon

Hat mir verdammt viel Spass gemacht, der Streifen. Die Choreografien der Actionszenen sind schlicht der Hammer, und ... ja, muss ich eigentlich mehr sagen? Nun, die Geschichte driftet teils arg in den Kitsch ab, aber in einen Kitsch, den ich zu geniessen in der Lage war. Vielleicht liegt das daran, dass der Film auch seine gemächliche Seite hat. Soll heissen, trotz erlesener Optik hat Ang Lee den ganz grossen Bombast gemieden. Gerade der Einstieg in die Geschichte ist angenehm zurückhaltend. Kritikpunkt: Der Ausflug in der Wüste hätte kürzer ausfallen können (müssen). Bonuspunkt: Michelle Yeoh rockt! Aber das Wichtigste ist, dass der Film zum Anbeissen aussieht und ich mich in ihm verloren habe. 9/10.

mr. pink

Kulturlücke geschlossen und endlich Hitchcocks PSYCHO komplett gesehen.
Da brauchts auch gar nicht viele Worte, das Ding ist ein wegweisendes Meisterwerk. Da führt nichts dran vorbei.
Auch aus heutiger Sicht kann der sehr kostengünstig abgedrehte Film durchweg fesseln - selbst wenn die Twists bekannt sind.
Bis auf den Erklärbär-Schluss, der etwas ungelenk und angeklebt wirkt, ein grandios mutiger Psychothriller.
9/10
I expect that you think that I should be haunted
But it never really bothers me

manisimmati

Full Metal Jacket

Ich kann mir nicht helfen, aber ein Meisterwerk habe ich hier beileibe nicht gesehen. Es gibt einige Glanzlichter: Der Drill von Hartman im ersten Teil des Films ist ordentlich zermürbend, und wie Lawrence langsam austickt, das ist schon krass. ABER: Ich fand gerade im ersten Teil vieles over-acted und kein Stück subtil. Klar, man könnte sagen, wie eben Hartmans Methode selbst. Und klar, es ist satirisch. Aber einen solchen Holzhammer hätt's nun auch wieder nicht gebraucht. Ansonsten fand ich den Film ... okay. Allerdings hat mich Kubrick nicht davon überzeugen können, mich tiefer mit Full Metal Jacket zu beschäftigen. Vielleicht muss ich den Film nochmal sehen. Momentan jedoch: nicht mehr als 7/10.

MMeXX

Die Diskussion zu Full Metal Jacket habe ich in den Filmthread geschoben, wo sie selbstverständlich weitergeführt werden kann (und soll).

Wolfhard-Eitelwolf

Salem 2 - Die Rückkehr

immer wieder herrlich altmodischer, bis(s)weilen blutiger Vampir-Horror mit herrlich atmosphärischem 80er-Soundtrack, stimmig designten Blutsaugern (besonders die ältern Damen) und einer knackigen Portion Pfählungen und Verbrennungen. Zwar sind die Charaktere nur mäßig sympathisch und auch das Wörtchen Logik wird nicht all zu groß geschrieben, aber angesichts des absolut stimmigen Gesamtpakets fällt dies kaum negativ ins Gewicht. Ein Evergreen aus der Stephen King B-Ecke... (7. v 10)

Moonshade

Kurzkommentare aus dem Urlaub....

Tod oder Torte (6/10) : Profikiller sucht den Sinn des Lebens und flieht in walisisches Dorf und wird zum Bäcker, obwohl alle ihn berechtigterweise als Killer wollen. Extrem lustige Schnellschußvariante einer typischen Brit-out-of-Water-Comedy. Britische Charaktere mit frz. Mimik (aus der de Funes-Ära), leider nicht ganz ausgearbeitet oder zuende gedacht, reicht aber für eine amüsante Pizza.

Society  (6,5/10) : einmal gegen den Strom: fängt ganz gut an und hängt dann im Mittelteil durch, so daß das groteske Finale auch nicht alles retten kann.
Als Satire zu banal und grell und wieder mit hängenden Enden allerorten - ein Debütfilm eben.

The Last Stand (6/10): ganz nett retro: Arnie macht auf Reynolds/Bronson mit einer Spur Humor, der Rest ist Crash-Schrott auf solidem Niveau, aber ohne lange Haltbarkeit. Ganz furchtbar: Knoxville in einer Rolle als Klassendepp zwischen Figuren, die eh überzeichnet sind. Aber manchmal recht direkt.

Twixt (3/10) : ohmygod - soll man ja als beunruhigender Traum nehmen, doch was eine halbe Stunde ganz nett ist, verirrt sich dann als Fraktal zwischen zu vielen Zeit- und Handlungsebenen, ignoriert den Plot und macht dann irgendwas, damit nicht alles einfriert. Etwas Trauerarbeit ist auch drin - wirklich beeindruckend nur der aufgequollene Val Kilmer, der im Vollfettmodus fast ständig wie Brando in der letzten Lebensphase ausschaut. Coppola hat offenbar irgendwann das Skript oder die Lust verlore.

The Bay (6,5/10) : nettes FoundFootage-Crossover, das aber den wirklichen dokumentarischen Horror zugunsten halbgarer Semi-Protagonisten aufgibt und zur augenstrapazierenden Flickencollage wird. Ist ganz gut konzipiert, manchmal auch gut umgesetzt, nimmt einem aber durch das Voiceover meist jede Spannung und zerfasert schließlich daran, eben nicht auf einen Höhepunkt, sondern auf den Nadir aufzubauen - ebenfalls nach hinten offen wie ein Kuharsch....
Das große OFDB- Aufräumen: noch 18.263 Filme ohne IMDB-Link (Stand: 09.01.2018 -  2212 Neulinks)!

"Guten Tag, führen Sie Bücher über Paranoia?" - "Ja, die stehen alle hinter Ihnen!"

"3.Anything invented after you're thirty-five is against the natural order of things.!" (Douglas Adams)

KrawallBruder

Hangover 3
Schade, sehr Schade. Irgendwie fehlt dem Film an Würze, dadurch dass man
Spoiler: zeige
diese ganze Filmriss-Sache weggelassen hat.
So bleibt nur ein flacher Film, dessen beste Gags auch nur funktionieren, wenn man Teil 1 und 2 kennt. Bin wirklich enttäuscht. Würde mal 5/10 geben (und das nur weil ich Teil 1 und 2 lustig fan).

lastboyscout

Skew (2011)
In den Ansaetzen ziemlich interessanter Horrorfilm der mich jedoch ziemlich unbefriedigt zuruecklies.
Er scheint nie wirklich in die Puschen zu kommen, hat zwar ein paar schoen unheimliche Momente, die verblassen im langweiligen Rest.
Ist zwar besser als der uebliche Found Footage-Duennpfiff, trotzdem kein Reisser.
Gnaedige 6/10 Punkten

Reverb (2008)
Extrem unheimlicher, mit wirklich einfachen Mitteln gedrehter Film dessen unheimliche Stimmung mich fast ins Bett verfolgte.
Ne Weile her das mich ein Horrorfilm so reingezogen hat, sollte man sich im Dunkeln und Alleine ansehen.
Sehr nett gemacht.
8/10 Punkten

Beyond Dream's Door (1988)
Sehr interessanter, fast schon als Mindfuck zu bezeichnender Horrorfilm den man unbedingt gesehen haben sollte.
Kleinod das einem lange im Gedaechtnis bleibt.
8/10 Punkten


I`m a tragic hero in this game called life,
my chances go to zero, but I always will survive.
( Funker Vogt - Tragic Hero )

What is your pleasure, sir? This is mine:
http://www.dvdprofiler.com/mycollection.asp?alias=lastboyscout

RoboLuster

Reality XL    http://www.ofdb.de/film/221044,Reality-XL


Ein knaller Film aus deutschen Landen! Die Theorie war mir nicht neu, aber der Film ist so fesselnd, wie Sookie Stackhouse Feenlichtenergie.

Dazu würde ich zu gerne einen Thread aufmachen.
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
"Shoot first, think never!" - Ash

Mr. Blonde

31 Juli 2013, 06:41:17 #850 Letzte Bearbeitung: 31 Juli 2013, 16:43:47 von Mr. Blonde
"Wenn der Wind weht"

Mit den Elementen der Satire arbeitender, todtrauriger Animationsfilm, der ein altes (eher einfältiges) Ehepaar den Irrsin eines Atomkriegs in den vertrauten Wänden ihres abgelegenen Landhauses durchleben lässt. Was anfangs recht naiv und eher heiter beginnt, wird in der zweiten Hälfte zunehmend unbequem, dunkel und nachdenklich stimmend. Ich denke, ich werde nicht der einzige sein, der seine Großeltern teilweise wiedererkannt hat. Zu viel möchte ich gar nicht verraten.

Vielleicht am ehesten vergleichbar mit "Die letzten Glühwürmchen", zieht einen also ordentlich runter.

Ich vergebe:  :respekt:

Kleiner Aufruf @ wusselpompf:

Gib dem ruhig nochmal eine Chance unter dem Gesichtspunkt, dass es eben genau diese Art Menschen gibt, die in allem noch das Positive sehen (wollen) und sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen. Hier wird es eben absolut überspitzt und karrikiert dargestellt. Das ist einfältig, ja, aber das macht eben das Besondere an diesem Film aus. Die beiden sind nämlich nur so "simpel" und blind-folgend, wie es die damaligen realitätsfremden Broschüren ("Protect and Survive") gebraucht haben. Das ist zutiefst kritisch und nicht so zu verstehen, dass einen der Film mit dem dusseligen Paar ärgern will.

Kann ja sein, dass du das nach vier Jahren anders siehst. Keine Kritik, nur ein kleiner Vorschlag. ;)


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pm.diebelshausen

Dem möchte ich noch drei Gedanken anfügen. Diese Naivität ist ungefähr dieselbe, mit der man 1914 in den Krieg gegangen ist: aufgrund der Welt, wie sie bisher war, und der eigenen Erfahrungen liegen Vorstellung und Realität meilenweit auseinander und neue Dimensionen der Technik werden weit unterschätzt. Dazu kommt, dass mir schleierhaft ist, wie man mit Intelligenz statt Einfältigkeit gegen eine Atombombe ankommt. Irgendwie mit der eigenen Würde da durch gehen, die unabhängig von Einfalt ist, das scheint mir das Anliegen des alten Paars zu sein. Und: bei ihm gibt es einige Hinweise, dass er sehr wohl weiß, wie aussichtslos aller Firlefanz ist, aber er bemüht sich gerade seiner Frau die Würde zu bewahren, soweit es geht.
Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.

MMeXX

Live and Let Die

Parallel zu den Romanveröffentlichungen werden auch die Bond-Filme endlich mal geschaut. Nach dem Buch hatte ich hier recht hohe Erwartungen, da mir vor allem die Geschichte sehr gefallen hatte. Typisch für die Verfilmung wurde natürlich einiges an Personal und Handlung verändert, wobei die fast ausschließlich doppeldeutigen Dialoge spitzenmäßig einschlagen. Persönlicher Negativ-Höhepunkt war die amerikanische Polizei bei der Bootsverfolgung. Da ist der feine britische Humor doch um Welten besser. Lieblingsfigur war stahlkralle Tee-Hee mit seinem Dauergrinsen. :D Moore überzeugt in seiner Rolle, da freue ich mich schon auf die nächsten Teile! 7/10

Dionysos

Zitat von: MMeXX am 31 Juli 2013, 13:27:24
Persönlicher Negativ-Höhepunkt war die amerikanische Polizei bei der Bootsverfolgung

Die Bootsjagd ist ein Knaller und mach mir nicht den Sgt. Pepper schlecht :icon_razz: Über diese Figur konnte ich mich schon als Kind amüsieren, allein schon, weil sie eine herausragende Ähnlichkeit mit einem gewissen Sheriff Buford T. Justice aufweist :icon_lol: Der Film ist aber auch sonst bis heute mein absoluter Lieblings-Bond geblieben, in erster Linie aufgrund der angenehm bodenständigen Thematik um Rauschgifthandel (den Oberschergen Tee-Hee finde ich im übrigen auch sehr cool), aber auch der leichte Okkult-Mystery-Einschlag gefällt mir immer noch sehr.
God doesn't make the world this way. We do. - Watchmen

Sometimes, I guess there just aren't enough rocks. - Forrest Gump

It doesn't take much to see that the problems of three little people don't amount to a hill of beans in this crazy world. Someday you'll understand that. - Casablanca

MMeXX

In der ersten Szene war er ja noch in Ordnung, da auch der Dialekt Spaß brachte. aber insgesamt war mir das dann zu viel von ihm und den anderen Polizisten. Der direkte, eher platte Humor passte für mich nicht so gut zum Rest.
Wenn dir der Okkult-Einschlag so gefällt, würde ich dir den Roman empfehlen, der noch mehr die Voodoo-Komponente betont. Und bei der Mr. Big in meinen Augen auch deutlich bedrohlicher wirkt.

RoboLuster

Zitat von: MMeXX am 31 Juli 2013, 13:27:24
Moore überzeugt in seiner Rolle, da freue ich mich schon auf die nächsten Teile! 7/10


Roger Moore ist auch der einzige Bond, den ich mir immer wieder ansehe, mein Lieblings-Bond also. ;)
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
"Shoot first, think never!" - Ash

Dionysos

Zitat von: MMeXX am 31 Juli 2013, 13:48:55
Wenn dir der Okkult-Einschlag so gefällt, würde ich dir den Roman empfehlen, der noch mehr die Voodoo-Komponente betont. Und bei der Mr. Big in meinen Augen auch deutlich bedrohlicher wirkt.
Das Buch staubt seit einer gefühlten Ewigkeit im Regal vor sich hin. Ist doch vielleicht mal ein Motivationsschub :king:
God doesn't make the world this way. We do. - Watchmen

Sometimes, I guess there just aren't enough rocks. - Forrest Gump

It doesn't take much to see that the problems of three little people don't amount to a hill of beans in this crazy world. Someday you'll understand that. - Casablanca

MMeXX

Zitat von: Dionysos am 31 Juli 2013, 17:38:49
Zitat von: MMeXX am 31 Juli 2013, 13:48:55
Wenn dir der Okkult-Einschlag so gefällt, würde ich dir den Roman empfehlen, der noch mehr die Voodoo-Komponente betont. Und bei der Mr. Big in meinen Augen auch deutlich bedrohlicher wirkt.
Das Buch staubt seit einer gefühlten Ewigkeit im Regal vor sich hin. Ist doch vielleicht mal ein Motivationsschub :king:
Lass es verstauben, ist ja dann sicher gekürzt. Hol dir die Neuauflage.

Mr. Blonde

Timecrimes

Spanischer Zeitreise-Film, dem es etwas an Pepp mangelt. Die Geschichte von dem versehentlich durch die Zeit geschickten Ehemann, der versucht, seine eigene Existenz zu sichern und Fehler zu beseitigen, dabei allerdings nur neue begeht, ist ziemlich schneidig. Leider krankt das ganze an den etwas farblosen Figuren, die wenig Akzente setzen. Der seichte grau-in-grau-Look unterstreicht das leider. Die Idee an sich ist damit eigentlich der einzige Grund, weiterzuschauen.

Trotzdem bleibt es bis zur letzten Minute interessant und es gibt allerlei Aha-Momente. Nur bleibt "Timecrimes" hinter seinen Möglichkeiten zurück, weil man auch schnell merkt, wie der Hase läuft.

5-6/10


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Hitfield

3 August 2013, 06:11:26 #859 Letzte Bearbeitung: 3 August 2013, 06:15:53 von Hitfield
@Mr. Blonde: Ich habe den Film vor ein paar Wochen via Watchever angesehen und das entspricht exakt meinem Eindruck und Kritikpunkten - bis hin zu meiner Bewertung (5,5 / 10).


Cyborg Cop III

Teil 1 und 2 von Sam Firstenberg zählten (neben den beiden "Cyber Tracker"-Filmen, "American Cyborg" und der "Shadowchaser"-Reihe) in den Neunzigern zu den recht spaßigen und eher seltenen "Terminator"-Rip-offs - echtes B-Movie-Futter für die Videothek eben. Aber in dieser 1995 nur ein Jahr nach Teil 2 gedrehten Fortsetzung geht es um zwei grenzdebile Kopfgeldjäger, die normalerweise Steuerhinterzieher etc. jagen und zufällig zwischen die Fronten einer Journalistin und den Killer-Cyborgs eines Rüstungskonzerns geraten. Aufmachung und Inszenierung erreichen kaum das Niveau vergangener Detektiv-/Action-Fernsehserien wie "Nash Bridges" o. ä. Die Besetzung spielt schwach, die Actionszenen und 'Effekte' sind erbärmlich. 1,5 / 10



Der Boss von San Francisco

Mit dem Film schließe ich eine Bildungslücke, denn es handelt sich nach "Die Todeskralle schlägt wieder zu" immerhin um Chuck Norris' erst zweiten Film, in dem er eine Hauptrolle bzw. größere Rolle hatte und um seinen ersten, der in Amerika spielt. Ich hatte das Werk noch nie gesehen.

Der Anfang macht noch einiges her: tolle Großstadtatmosphäre der frühen 70er Jahre, skurrile Klamotten und eine extrem groovige Musik, die so dick aufträgt, dass es fast schon einer Karikatur gleicht. Leider erweist sich die Inszenierung schon nach 5-10 Minuten als sehr holprig und anstrengend mit hakeligen Einstellungen, durchschaubaren Kloppereien, dem Zoomen usw. Die hauchdünne, unterentwickelte Krimi-Geschichte orientiert sich krampfhaft an "Die Straßen von San Francisco". Chuck Norris darf hier noch böse sein, und am Ende ist wenigstens ein recht ordentlicher Zweikampf zu sehen. Kein mißlungener Film, über dessen Schwächen ich mich aufregen kann, sondern einfach nur schade, dass er nicht etwas ausgereifter ist. 2,5 - 3 / 10
"All those moments will be lost in time, like tears in the rain."

RoboLuster

Mir gefiel Timecrimes etwas besser. Figuren waren, wie bei vielen spanischen Filmen, nur so lala, das stimmt, aber Story und Inszenierung waren gut. Auch wenn man recht schnell darauf kam, wie es läuft, bleibt es trotzdem noch interessant, und ein paar gute Ideen gibt es auchnoch. Außerdem kommt man bei den meisten Filmen auch recht schnell dahinter.  7/10, Knapp.
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
"Shoot first, think never!" - Ash

Mr. Blonde

Zitat von: RoboLuster am  3 August 2013, 06:38:06
Außerdem kommt man bei den meisten Filmen auch recht schnell dahinter.

Die meisten Zeitreisefilme, die ich gesehen habe, hatten dafür aber ganz andere Stärken. Es kommt halt auch immer daraf an, ob ein Film für sich alleine stehend stark genug ist, sodass man über dieses Problem hinwegsehen kann. Hier lief das für mich eben anders und der Film lebt eben in erster Linie von der genialen Idee. Wenn die dann halt relativ schnell "verpufft", weil der Clou keiner mehr ist, dann kann ich da nicht beide Augen zukneifen. Einen Plottwist gibt es ja eigentlich auch nicht, wenn man schonmal derartige Filme gesehen hat, ist einfach nichts neuartiges mehr dabei.

Komischerweise habe ich ebenfalls, wie Hitfield, ein Problem mit spanischen Filmen, wenn es um die Charaktere geht. Außer "Amores Perros" fällt mir da nicht viel zugängliches ein. Aber das ist ja auch ein anderes Thema.


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RoboLuster

Das mit den spanischen Filmcharakteren hab ich doch geschrieben.-^  :icon_lol:
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
"Shoot first, think never!" - Ash

Mr. Blonde

3 August 2013, 09:00:34 #863 Letzte Bearbeitung: 3 August 2013, 09:02:57 von Mr. Blonde
Zitat von: RoboLuster am  3 August 2013, 08:59:46
Das mit den spanischen Filmcharakteren hab ich doch geschrieben.-^  :icon_lol:

Aber Hitfield war zuerst da. :D Außerdem müssen wir ja deckungsgleich bleiben, schließlich habe ich den auch auf "Watchever" geschaut.

Edit:

Wenn auch Hitfield bei meiner Bewertung zustimmt, so hast du natürlich Bezug auf spanische Charaktere genommen. Stimmt. Ist noch früh.  :andy:


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RoboLuster

Zitat von: Mr. Blonde am  3 August 2013, 08:56:40
Komischerweise habe ich ebenfalls, wie Hitfield, ein Problem mit spanischen Filmen, wenn es um die Charaktere geht. Außer "Amores Perros" fällt mir da nicht viel zugängliches ein.

Jetzt ist er gar nicht mehr so komisch, ist nur wieder mal so, dass wir die gleiche Macke haben. :icon_lol:
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
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Discostu

Zitat von: Mr. Blonde am  3 August 2013, 08:56:40
Komischerweise habe ich ebenfalls, wie Hitfield, ein Problem mit spanischen Filmen, wenn es um die Charaktere geht. Außer "Amores Perros" fällt mir da nicht viel zugängliches ein. Aber das ist ja auch ein anderes Thema.

Amores Perros ist mexikanisch.  :pfeif:

Mr. Blonde

3 August 2013, 15:48:44 #866 Letzte Bearbeitung: 4 August 2013, 04:10:00 von Mr. Blonde
Nein, ich bin mir fast sicher, dass der Dialog so ging:

1: "Was gibt es in Mexiko?"
2: "Spanier."

Genau.

Edit:

"This is England"

Anfang der 80er angesiedeltes Skinheadportrait, das angenehmerweise auf eine einfache schwarz/weiß-Darstellung verzichtet. Die Figuren sind facettenreich und greifbar. Teilweise episodenhaft erzählt, überzeugend gespielt und authentisch ausgestattet. Am interessantesten ist der Bruch der Szene, der ja bis Heute die Vorurteile provoziert und die Perspektive eines 12jährigen Jungen, der eine Richtung sucht. Thomas Turgoose, den ich in "Eden Lake" einfach nur furchtbar fand, passt hier wie die Faust aufs Auge. Seine Darstellung könnte allerdings manchen Leuten zu hölzern sein, ich würde es eher als sensibel und traurig beschreiben. Stephen Graham, der ja mittlerweile dank Boardwalk Empire (Al Capone) auch dem amerikanischen Publikum geläufiger sein dürfte, bietet eine lebhafte und überraschende Performance. Die dt. Synchro ist allerdings eher fade, den Oton muss ich in jedem Fall nachholen.

Animiert mich, der bisher alles andere als einen tiefen Blick in diese Kultur geworfen hat, sich mal etwas weiter zu belesen.

8/10


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MMeXX

Zitat von: Mr. Blonde am  3 August 2013, 15:48:44Die dt. Synchro ist allerdings eher fade, den Oton muss ich in jedem Fall nachholen.
Jetzt lobe hier mal nicht noch die Synchronisation. Die ist ein kompletter Atmosphärebrecher! Hier ist der O-Ton die einzige Wahl!

Mr. Blonde

Bei so einem Thema ist sowieso jede Synchro von vornherein ein Atmosphärekiller.


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lastboyscout

The Silence aka Das letzte Schweigen (2010)
Extrem trocken und nuechtern inszenierter Thriller der eine sehr intensiv-bedrohliche Atmosphaere aufbaut.
Bis auf den etwas ueberspitzt portraitierten Vorgesetzten des ermittelnden Cops gibt es durch die Bank wirklich hervorragende Schauspieler.
Hat mich wirklich ueberrascht dieser Thriller aus deutschen Landen.
8/10 Punkten

5 Shells (2012)
Extrem packender und interessanter Spin der Wizard Of Oz-Geschichte.
Mit einfachsten Mitteln wird eine sehr bedrohliche, fast schon surreale Atmosphaere aufgebaut die sich mit zunehmender Laufzeit um vielfaches intensiviert.
Unbedingte Empfehlung.
P.S.: Ich hab noch immer nicht rausgefunden, was es mit der Limited Edition der DVD auf sich hat. Selbst die DVD im Blockbuster hatte diesen Aufdruck.
Meinen sie damit das nur eine begrenzte Stueckzahl produziert wurde?

Fires On The Plain (1959)
Was fuer ein absolutes Meisterwerk, das ist wirklich Alles was mir dazu einfaellt.
9/10 Punkten

Lonely Hearts (2006)
Hervorragend gespielter Cop-Thriller in den 40ern.
Wirklich gut gemacht, jedoch ist der Film etwas unausgewogen, teils extrem morbide Szenen (
Spoiler: zeige
Ermordung des Opfers, anschliessender Sex
, dann gibt es lockere Sprueche zwischendurch, John Travolta's
Spoiler: zeige
Liebesgeschichte und Ueberkommen des Todes seiner Frau
.
Kommt nur etwas ueberfrachtet daher.
Trotzdem wirklich unterhaltsam, kann man sich durchaus antun, James Gandolfini, John Travolta, Scott Caan, Jared Leto und natuerlich Salma Hayek.  :love:
Knappe 7/10 Punkten

Revenge For Jolly (2012)
Faengt ziemlich harmlos an, wandelt sich jedoch ziemlich schnell in ein kaltbluetiges Blutbad um.
Die "kultigen" Dialoge wissen nur teilweise zu ueberzeugen, Gags gehen meistens unter.
Dafuer gibt einen kaltbluetigen Rachefeldzug wegen einem umgebrachtem Hund.
Knappe 6/10 Punkten

Tai Chi Hero (2012)
Der Quasi-Vorgaenger Tai Chi Zero war noch ein ziemlich abgefahrenes Brett an Spezialeffekten und Wire-Kung-Fu mit ein paar lustigen Einschueben.
Bei dem hier geht es weniger rasant zu, dafuer hat man das trottelig-lustige Element kraeftig angezogen, was leider komplett in die Hose ging.
Hier stimmte einfach garnix, war einfach nur eine Enttaeuschung von vorn bis hinten.
Keine Ahnung warum der auf der IMDB fast die gleiche Wertung hat wie der erste Teil.
Ich gebe ihm so 3/10 Punkten, und da bin ich  noch gnaedig.
I`m a tragic hero in this game called life,
my chances go to zero, but I always will survive.
( Funker Vogt - Tragic Hero )

What is your pleasure, sir? This is mine:
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