Die letzte Sichtung

Erstellt von MMeXX, 19 November 2012, 13:01:27

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Hedning

21 November 2012, 01:15:45 #30 Letzte Bearbeitung: 21 November 2012, 01:42:51 von Hedning
Zitat von: Akayuki nach 19 November 2012, 21:08:24Die Karate Tiger
Die Karate Tiger bietet zugegeben keine sonderlich ausgefallene Story, dafür aber Action satt. Die etwas oberflächliche Rachegeschichte dient somit lediglich als Aufhänger für ausgefallene und blutige Kämpfe.
In diesen darf Etsuko Shihomi zusammen mit Sonny Chiba (hier in einer etwas kleineren Rolle) gründlich auf den Putz hauen. Jede menge skurille Gegner und ein überraschend hoher Gore-Faktor machen den Film dabei zu einer besonders unterhaltsamen Angelegenheit. Allen Eastern Fans sei dieses Werk also ans Herz gelegt.
7/10 Punkte


Hervorragender Film wie auch die anderen der Reihe. Hier kann man auch noch den großartigen Masashi Ishibashi erwähnen, der als Stammgegner von Sonny Chiba und Etsuko Shihomi den Filmen erst die richtige Würze gibt. Mir wäre der Film noch ein oder zwei Punkte mehr wert.

Madball

21 November 2012, 09:55:07 #31 Letzte Bearbeitung: 21 November 2012, 10:19:04 von Madball
Eden Lake
http://www.ofdb.de/film/150853,Eden-Lake
Eden Lake ist einfach ein böser Film. Ich hab ihn jetzt das zweite mal gesichtet und musste mich fast überwinden die Scheibe erneut in den Player zu schieben. Die Erstsichtung ist bestimmt 2 Jahre her, insofern waren mir nicht mehr alle Details in Erinnerung geblieben.

Ansich ist der Film sehr einfach gestrickt. Aus einem gemütlich geplantem Wochenende am See wird dann doch leider eher die Hölle auf Erden. Grausam für mich ist, das es um Kinder geht und das es sich hier nicht um einen weiteren Gewaltporno im Sinne von Saw handelt, das hat für mich meist eine intensivere Wirkung. Es wird nicht jedes Detail gezeigt, was durchaus möglich gewesen wäre.

8/10
Als nächstes nehm ich mir Martyrs vor, den ich ähnlich grausam in Erinnerung habe  ;)

JasonXtreme

@ Madball
Martyrs fand ich noch ne Ecke heftiger!

WUNDERBARE JAHRE weitergeschaut - Wertung bleibt.

MAXIMUM CONVICTION jaaa was soll man sagen. Seagal is mittlerweile breiter als Steve Austin, aber ich sehe ihn halt immer noch ganz gern. Hier taucht er die erste Hälfte nur sporadisch auf, für mich gibts im Grunde auch zu wenig Action - aber unterhaltsam ist das Ganze trotz der billigen Lagerhallen als Drehort. Michael Pare schafft es einfach nicht wirklich böse zu wirken, außerdem sieht sein Gesicht merkwürdig aufgedunsen aus. Eine 6/10 lass ich aber noch springen, immerhin hat er mich gut unterhalten.

HEADHUNTERS kriegt dann mal ne 6,5/10 wobei hier mehr drin gewesen wäre. Ich kenne die Vorlage nicht, aber die Einführung dauerte mir hier für nen 90 Minuten Film schlichtweg zu lange. Die Figuren waren interessant, und wenns dann mal losgeht, gibts schon coole Szenen! (Hund, und Scheiße) Das Finale war durchschaubar, aber gut gemacht - kann man sich ansehen!
"Hör mal, du kannst mein Ding nicht Prinzessin Sofia nennen. Wenn du meinem Ding schon einen Namen geben willst, dann muss es schon was supermaskulines sein. Sowas wie Spike oder Butch oder Krull, The Warrior King, aber NICHT Prinzessin Sofia."

Mr. Blonde

21 November 2012, 16:56:27 #33 Letzte Bearbeitung: 21 November 2012, 20:20:45 von Mr. Blonde
Zitat von: Madball nach 21 November 2012, 09:55:07
Ansich ist der Film sehr einfach gestrickt.


Das war für mich das Problem. Beileibe kein schlechter Film, aber für mich gab es einfach zu oft haarsräubende Szenen. Das Grundkonzept ist wirklich ziemlich gut, aber der Drehbuchautor hatte es sich imo manchmal sehr leicht gemacht und gehofft, dass der Zuschauer einfach über gewisse Sachen hinwegsieht. Da werden mal eben Waffen weggeworfen, Chancen zur Flucht nicht genutzt oder Möglichkeiten, dem ganzen ein Ende zu setzen, werden völlig ignoriert. Klar, sowas sind grundlegende Sachen, die für einen derartigen "Horror"-Thriller essentiell und Teil der Dramaturgie sind, aber meine Güte, die Bratzen hätte man wirklich mehrfach packen können. Dann hätte es Haue gegeben.

Aber am Ende hatte ich immerhin ein unwohles Gefühl in der Magengrube. Glaube der würde 6,5 bekommen.


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Akayuki

Zitat von: Hedning nach 21 November 2012, 01:15:45
Hervorragender Film wie auch die anderen der Reihe. Hier kann man auch noch den großartigen Masashi Ishibashi erwähnen, der als Stammgegner von Sonny Chiba und Etsuko Shihomi den Filmen erst die richtige Würze gibt. Mir wäre der Film noch ein oder zwei Punkte mehr wert.


Das mit den 7/10 Punkten war auch eine wirklich knappe Angelegenheit. Der Film schwankt für mich zwischen einer 7 und 8. Vielleicht schafft er es ja bei der Zweitsichtung.  :D
Original Zitat: "Ey Leute, Hard Boiled ist besser als Sex! Da hast du zwei Stunden pure Äckschen!"


RoboLuster

Zitat von: Mr. Blonde nach 21 November 2012, 16:56:27
die Bratzen hätte man wirklich mehrfach packen können. Dann hätte es Haue gegeben.


Fragt sich nur für wen, die Gruppe von Bratzen mit Messern und einem Rottweiler, denen es auch nichts ausmacht Menschen zu verbrennen?^^
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
"Shoot first, think never!" - Ash

Madball

Zitat von: Mr. Blonde nach 21 November 2012, 16:56:27
aber für mich gab es einfach zu oft haarsräubende Szenen. Das Grundkonzept ist wirklich ziemlich gut, aber der Drehbuchautor hatte es sich imo manchmal sehr leicht gemacht und gehofft, dass der Zuschauer einfach über gewisse Sachen hinwegsieht. Da werden mal eben Waffen weggeworfen, Chancen zur Flucht nicht genutzt oder Möglichkeiten, dem ganzen ein Ende zu setzen, werden völlig ignoriert. Klar, sowas sind grundlegende Sachen, die für einen derartigen "Horror"-Thriller essentiell und Teil der Dramaturgie sind, aber meine Güte, die Bratzen hätte man wirklich mehrfach packen können. Dann hätte es Haue gegeben.


Genau das fand ich eben irgendwie nicht so schlimm. Man geht, zumindest bis zu einer gewissen Stelle, doch immer davon aus das von diesen Kindern nicht SO eine Gefahr ausgeht, wie es es dann letztendlich tut. "Sind doch nur Kinder" die sich ein bisschen Stark fühlen wollen usw...als die Situation dann eskaliert, ist es doch eigentlich schon zu spät.
Es gab aber wirklich auch eine Szene in der ich gedacht hab: Jaaaaaaa  ;), als die beiden Ihr Auto wieder hatten und dann ohne Licht mit Vollgas durch den Wald rauschen  :king:

Zitat von: RoboLuster nach 22 November 2012, 08:12:48
Zitat von: Mr. Blonde nach 21 November 2012, 16:56:27
die Bratzen hätte man wirklich mehrfach packen können. Dann hätte es Haue gegeben.


Fragt sich nur für wen, die Gruppe von Bratzen mit Messern und einem Rottweiler, denen es auch nichts ausmacht Menschen zu verbrennen?^^


Das kommt noch erschwerend hinzu  ;)

RoboLuster

Eden Lake war auch der 1. Film mit Michael Fassbender, den ich gesehen habe, kannte den gar nicht und hab auch 2 Jahre gebraucht um zu merken, dass er da mitspielt. Damals sind mir aber schon die guten Darsteller Leistungen und Charakter Zeichnungen aufgefallen, vor allem Kelly Reilly, die ich auch nicht kannte, hat beeindruckend gut gespielt. Hatte 9 Punkte gegeben, die Protagonisten sind so sympathisch das man richtig mitfiebern und mitleiden kann, weil man nich will, dass ihnen was zustößt. Rundum gelungener Horrorfilm aus der Neuzeit, eine dieser Perlen, von denen zuletzt im Evil Dead Thread die Rede war.
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
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mr. pink

Poughkeepsie Tapes

Sehr, sehr seltsame Mischung aus Parodie, Mockumentary und astreinen Horrorszenen, die sich leider nicht zu einem homogenen Ganzen zusammenfügen wollen - einzelne Szenen sind aber derart gut gelungen, dass ich sie nicht so schnell vergessen werde.
Allen voran das Interview am Ende hat mich bös erwischt. Schade, dass man diese schmerzhafte Authentizität im kompletten Film zu oft vermissen lässt.
Der immer wieder aufblitzende Humor ist schön ätzend und rabenschwarz (z.B. die Pfadfindermädchen-Szene, 9/11 Bullshit).
Am gelungensten fand ich jedoch die Ausflüge hin zum Horror. Sei es die surreale Szene mit den Spritzen oder der Killer im Wandschrank - hier sorgt die Kameraperspektive und die Vorstellungskraft für großartige Gruselmomente.
Für Horrorfans, die sich mit Handkamera und (teilweise schwach) schauspielernden Talking Heads anfreunden können, sind die Poughkeepsie Tapes auf jeden Fall einen Blick wert.

Vorsicht: Wirkt nach :)
I expect that you think that I should be haunted
But it never really bothers me

Mr. Blonde

22 November 2012, 11:14:20 #39 Letzte Bearbeitung: 22 November 2012, 11:22:08 von Mr. Blonde
Zitat von: Madball nach 22 November 2012, 08:19:54
Das kommt noch erschwerend hinzu  ;)


Okay, der Hund war ein Hindernis, aber paar Rotzlöffel mit nem Klappmesser kriegt man doch klein. Das ist MAGNETO, verdammt noch eins!

Aber die Szene mit der Flucht in dem Auto, das tat schon weh. Eigentlich bin ich ja gar keiner, der in Horrorfilmen nach der Logik fragt, aber der Film war ja im Grunde kein wirklicher Horrorfilm. Jedenfalls fehlen mir da die phantastischen Elemente.


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RoboLuster

22 November 2012, 12:15:30 #40 Letzte Bearbeitung: 22 November 2012, 12:17:02 von RoboLuster
Also wenn das kein Horror war, dann weiß ich auch nicht. (Und aus welcher Weltvorstellung kommen denn die harmlosen kleinen Bälger mit ihrem stumpfen Taschenmesser, die nach einem Klapps auf den Hintern weinend das Weite suchen, oder gleich zusammenbrechen?)^^

Realer Horror, wer hat heute noch Angst vor Kobolden und Gespenstern?
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
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Hedning

Veronika beschließt zu sterben (Emily Young; nach Paulo Coelho)
Ein Gespür für warm und melancholisch wirkende Bilder, die mit der Zeit jedoch auch ein bisschen generisch-stereotyp wirken, macht noch keinen überzeugenden Film, obwohl ich eine Schwäche dafür habe. Die mir nicht bekannte Vorlage von Coelho scheint hier in eine recht gefällige Romanze umgestrickt worden zu sein. So ist beim ersten Blickkontakt von Veronika (Sarah Michelle Gellar), die aufgrund der Folgen eines Selbstmordversuchs nicht mehr lange zu leben hat, und einem gutaussehenden, aber verschlossenen Mitpatienten klar, dass hier eine Liebesgeschichte das Leben beider Betroffenen verändern und ihnen die Augen für die Schönheit des Lebens öffnen wird. Genauso kommt es dann auch.
Das verlogene Wunderheilung-Happy-End setzt dem ganzen dann die Krone auf. 4/10

Die Zürcher Verlobung (Helmut Käutner)
Eine leichtfüßige Komödie, die von dem zeitlosen Charme ihrer Hauptdarstellerin Liselotte Pulver lebt. Komödie heißt hier nicht, dass laufend Gags und haarsträubende Situationen konstruiert werden, sondern dass Hauptfigur Juliane, die aus ihrem Leben ein Filmdrehbuch anfertigt, über das Verhältnis von Dichtung und Wahrheit herausfindet, was sie wirklich will - woraus natürlich komische Situationen entstehen, bei denen jedoch auch die ernsten Aspekte einer Selbstfindung nie aus dem Blick verloren werden. Beachtlich, dass einem vermeintlich vorhersehbaren Ausgang hier eine Abfuhr erteilt und auf diese Weise auch Kritik an durchschaubaren Handlungsentwürfen geübt wird. Natürlich gibt es ein Happy End und für meinen Geschmack kommt Juliane auch manchmal etwas zu unsicher und hilfsbedürftig rüber - sie muss einfach in feste Hände kommen, soll einem das wohl signalisieren -, aber der Film vermeidet Kitsch und Klamauk und strahlt durchgehend eine gewisse Reife und Abgeklärtheit aus, wie sie beispielsweise auch schon in Käutners "Unter den Brücken" zum Ausdruck kommt. 7/10

Madball

Zitat von: RoboLuster nach 22 November 2012, 12:15:30
Also wenn das kein Horror war, dann weiß ich auch nicht. (Und aus welcher Weltvorstellung kommen denn die harmlosen kleinen Bälger mit ihrem stumpfen Taschenmesser, die nach einem Klapps auf den Hintern weinend das Weite suchen, oder gleich zusammenbrechen?)^^

Realer Horror, wer hat heute noch Angst vor Kobolden und Gespenstern?


Naja der Regisseur spricht eigentlich auch eher von Thriller. Aber du hast irgendwie auch recht.


Mr. Blonde

In meinen Augen wäre die Situation im realen Leben der Horror, aber in filmischen Maßstäben ist sowas imo eindeutig dem Thriller zuzuordnen. Aber ist halt eine Streitfrage und der Streit lohnt nicht.


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RoboLuster

Warum lohnt das nicht?^^

Dann ist TCM auch nur ein Thriller, und Martyrs, und Frontiers, Inside, Hostel, Saw und fast alle Slasher dieser Welt.

Horrorthriller kann man sagen, man kann auch noch Drama dazu nehmen, wenn man will. Aber Horror ist es allemal.
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
"Shoot first, think never!" - Ash

JasonXtreme

CITY COBRA Blu-ray 8/10 okay ne Blu kann besser aussehen, aber ok. Der Film ist und bleibt bei MIR über jeden Zweifel erhaben! Sly in seiner wohl coolsten Rolle als Cobretti, Nielsen war da noch heiß - geilste 80er Mucke am Start und dazu noch Geballer und dicke Sprüche - so muss das verf... nochmal aussehen, dann klappts auch mit der goldenen Himbeere! Nur wo Cannon draufsteht, is auch Cannon drin!
"Hör mal, du kannst mein Ding nicht Prinzessin Sofia nennen. Wenn du meinem Ding schon einen Namen geben willst, dann muss es schon was supermaskulines sein. Sowas wie Spike oder Butch oder Krull, The Warrior King, aber NICHT Prinzessin Sofia."

Stefan M

Zitat von: mr. pink nach 22 November 2012, 11:06:42
Poughkeepsie Tapes
Deine Anmerkungen treffen so ziemlich genau meine Meinung zum Film. So ganz passen Parodie und der Found-Footage-Horror in der Tat nicht zusammen, aber was den Horror-Gehalt angeht, ist der nicht von schlechten Eltern und extrem wirkungsvoll. Gerade die von dir beschriebenen Szenen (Spritze, Pfadfinder oder auch die Entführung auf offener Straße zu Beginn) sind extrem wirkungsvoll. Ich gehe davon aus, daß du mit dem Interview das des wiedergefundenen Opfers meinst, oder? Das jagt mir allein bei der Erinnerung daran kalte Schauer über den Rücken - verstärkt noch durch die eingeblendete Texttafel, was danach geschah.  :icon_eek:
"Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos." (Loriot)

Synchronisation ist nicht grundsätzlich schlecht und manchmal sogar richtig gut!

Hedning

23 November 2012, 08:20:25 #47 Letzte Bearbeitung: 23 November 2012, 11:53:02 von Hedning
El habitante incierto - Uncertain Guest (Guillem Morales)
Überzeugende spanische Thrillerproduktionen gab es so einige im letzten Jahrzehnt, und Morales' Film, der auf einer recht alltäglichen Angst beruht (jemand verbirgt sich in meinem Haus) reiht sich ein zu den sehr sehenswerten Beiträgen zum Genre. Andoni Gracia als Félix und Mónica López in der Doppelrolle als Claudia/Vera überzeugen in einem Szenario, das gegen Mitte eine recht unerwartete Wendung nimmt, die mich zunächst nicht hundertprozentig überzeugt hat, aber dennoch eine ansprechende Idee darstellt. In der Nebenrolle als Martín ist der Regie-Visionär Agustí Villaronga zu sehen. Aufgrund der Versteckspiel-Situationen während des ganzen Films sind die Aktionen der Schauspieler und die Kameraarbeit präzise aufeinander abgestimmt, und auch wenn Morales es manchmal in der einen oder anderen Hinsicht etwas übertreibt, erweist sich der Film doch als anregend und dezent provozierend, gerade was auch die voyeuristische Seite der Thematik angeht. 7/10 Passend zum Thema empfehle ich die Geschichte "Der Sesselmann" von Edogawa Rampo.

Battles without Honor and Humanity 1-5 (Kinji Fukasaku)
Fukasakus Yakuza-Saga in fünf bruchlos aneinander anschließenden Filmen begeistert durch ihre stilistische Radikalität und Eigenwilligkeit. Ein unaufmerksamer Zuschauer wird bald hoffungslos untergehen in der Vielzahl von zwielichtigen Akteuren, die mal devot, intrigant, mal aufrührerisch ihren Weg durch die Unterwelt von Hiroshima und anderen japanischen Städten im Chaos der Nachkriegszeit suchen. Aufstieg und Fall vollzieht sich hier nicht am Beispiel eines einsamen Helden - obwohl das Schicksal von Shôzo Hirono (Bunta Sugawara) den roten Faden der Erzählung bildet -, sondern wird kaleidoskopartig in Gestalt zahlreicher Figuren gezeigt, die in einem Strom des gewalttätigen Überlebenskampfes am Betrachter vorbeiziehen. Die rohen, unüberschaubar hektischen Gewaltszenen bilden rückblickend gesehen den frühen Gegenpol zu der Ästhetik, die später John Woo im HK-Gangsterkino perfektionieren sollte. Gesamtnote: 8/10 (könnte bei erneuter Sichtung noch mehr werden)

StS

Zitat von: Stefan M nach 22 November 2012, 15:31:48
Zitat von: mr. pink nach 22 November 2012, 11:06:42
Poughkeepsie Tapes
Deine Anmerkungen treffen so ziemlich genau meine Meinung zum Film. So ganz passen Parodie und der Found-Footage-Horror in der Tat nicht zusammen, aber was den Horror-Gehalt angeht, ist der nicht von schlechten Eltern und extrem wirkungsvoll. Gerade die von dir beschriebenen Szenen (Spritze, Pfadfinder oder auch die Entführung auf offener Straße zu Beginn) sind extrem wirkungsvoll. Ich gehe davon aus, daß du mit dem Interview das des wiedergefundenen Opfers meinst, oder? Das jagt mir allein bei der Erinnerung daran kalte Schauer über den Rücken - verstärkt noch durch die eingeblendete Texttafel, was danach geschah.  :icon_eek:


Wo gibt es den denn schon auf Scheibe? Warte schon lange auf den Streifen - hab aber noch keine Infos hinsichtlich einer VÖ finden können..   :00000109:
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Stefan M

Zitat von: StS nach 23 November 2012, 13:21:45
Zitat von: Stefan M nach 22 November 2012, 15:31:48
Zitat von: mr. pink nach 22 November 2012, 11:06:42
Poughkeepsie Tapes
Deine Anmerkungen treffen so ziemlich genau meine Meinung zum Film. So ganz passen Parodie und der Found-Footage-Horror in der Tat nicht zusammen, aber was den Horror-Gehalt angeht, ist der nicht von schlechten Eltern und extrem wirkungsvoll. Gerade die von dir beschriebenen Szenen (Spritze, Pfadfinder oder auch die Entführung auf offener Straße zu Beginn) sind extrem wirkungsvoll. Ich gehe davon aus, daß du mit dem Interview das des wiedergefundenen Opfers meinst, oder? Das jagt mir allein bei der Erinnerung daran kalte Schauer über den Rücken - verstärkt noch durch die eingeblendete Texttafel, was danach geschah.  :icon_eek:


Wo gibt es den denn schon auf Scheibe? Warte schon lange auf den Streifen - hab aber noch keine Infos hinsichtlich einer VÖ finden können..   :00000109:
Weiter oben haben wir das schon kurz thematisiert. Eine Veröffentlichung ist wohl in der Tat nicht geplant (laut englischsprachiger Wiki), deshalb habe ich auf Youtube zurückgegriffen.
"Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos." (Loriot)

Synchronisation ist nicht grundsätzlich schlecht und manchmal sogar richtig gut!

StS

Zitat von: Stefan M nach 23 November 2012, 13:29:24
Zitat von: StS nach 23 November 2012, 13:21:45
Zitat von: Stefan M nach 22 November 2012, 15:31:48
Zitat von: mr. pink nach 22 November 2012, 11:06:42
Poughkeepsie Tapes
Deine Anmerkungen treffen so ziemlich genau meine Meinung zum Film. So ganz passen Parodie und der Found-Footage-Horror in der Tat nicht zusammen, aber was den Horror-Gehalt angeht, ist der nicht von schlechten Eltern und extrem wirkungsvoll. Gerade die von dir beschriebenen Szenen (Spritze, Pfadfinder oder auch die Entführung auf offener Straße zu Beginn) sind extrem wirkungsvoll. Ich gehe davon aus, daß du mit dem Interview das des wiedergefundenen Opfers meinst, oder? Das jagt mir allein bei der Erinnerung daran kalte Schauer über den Rücken - verstärkt noch durch die eingeblendete Texttafel, was danach geschah.  :icon_eek:

Wo gibt es den denn schon auf Scheibe? Warte schon lange auf den Streifen - hab aber noch keine Infos hinsichtlich einer VÖ finden können..   :00000109:
Weiter oben haben wir das schon kurz thematisiert. Eine Veröffentlichung ist wohl in der Tat nicht geplant (laut englischsprachiger Wiki), deshalb habe ich auf Youtube zurückgegriffen.


Ah, okay - danke. Hab ich wohl überlesen. Der Film interessiert mich nämlich doch ein gutes Stück weit. Hat ja so einige positive Kritiken bekommen - und die Nachfolgewerke des Regisseurs ("Quarentine" und "Devil") waren zumindest nette Genre-Kost, wenn auch nicht gerade originell.  ;)
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
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(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

MäcFly

23 November 2012, 14:37:26 #51 Letzte Bearbeitung: 23 November 2012, 14:42:04 von MäcFly
Breaking Bad - Season 4

Fängt fast behäbig an und steigert sich dann beständig bis zur grandiosen Abschlussfolge "Face Off", die manch einem vll zu konstruiert erscheint - aber mal ehrlich: Mein Puls war während der letzten 4 Episoden dermaßen am Anschlag, dass ich darüber nicht mehr groß nachgedacht habe. Walter White wandelt sich endgültig zum zynischen, kalkulierenden und eiskalten Antihelden, während Gustavo Fring einfach ein durch und durch charismatischer Gegenspieler ist. Ich schließe mit der gängigen Meinung an: Beste Staffel bisher und theoretisch ein perfekter Abschluss für die Serie. Glaube kaum, dass die 5.Staffel das noch toppen kann, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

9/10

"Man muss immer darauf achten, dass man ein gewisses Niveau nicht unterschreitet - sonst ist es schnell aus."

"Wenn man Mubarak heißt oder Kosslick, dann kann man alles machen." (Uwe Boll)

StS

Basierend auf einer wahren Begebenheit aus den '80ern, handelt es sich bei ,,Friday Night Lights" (2004) um ein anständiges Football-Drama von Peter Berg (,,Battleship") - u.a. mit Billy Bob Thornton in der Haupt- sowie Amber Heard in einer kleinen Nebenrolle. Durchweg gut gespielt und in Szene gesetzt, beleuchtet der Film die ,,Umstände" einer besonderen High-School-Football-State-Meisterschaft in Texas, einschließlich der damit verbundenen emotionalen Belastungen auf die Player, Verantwortlichen und Angehörigen. Während die Spiele an sich prima arrangiert und eingefangen wurden, hätte ich mir (indes) jedoch etwas mehr Tiefgang ,,auf persönlicher Ebene" gewünscht. Was bleibt, ist ein solider, unterhaltsamer Genre-Beitrag, dessen Grundlage bzw. Materie Regisseur Berg und Produzent Brian Grazer im Folgenden ja auch in Gestalt der gleichnamigen Erfolgsserie weiter ausgebaut haben...

6/10

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Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Maddox

23 November 2012, 20:25:23 #53 Letzte Bearbeitung: 23 November 2012, 20:27:53 von Maddox
Zitat von: StS nach 23 November 2012, 19:01:42
,,Friday Night Lights" (2004)


Ist ne Weile her, als ich den sah, als Football-Fan ist der schon Pflicht denk ich, auch der Coach (Thornton) spielt gut auf. Die Darstellerleistungen der jungen Player, gut, sind halt allenfalls Durchschnitt, haben mich zuweilen auch gestört, aber es war durchaus atmosphärisch und wenn man sich für den Sport beigeistern kann, also ich hab schon mitgefiebert auf dem Weg zum  "Endspiel".
Bin mir nicht sicher, ob ich wegen der guten Ansprache vom Coach ("Be perfect"), auf die ich bei Youtube stieß auf den Film aufmerksam wurde, oder durch die Tatsache, dass die Postrock-Gruppe Explosions in the Sky den Score machten (welcher echt stark ist und unbedingt erwähnenswert ist). Ohne letzteren wäre der Film für mich doch schwächer gewesen (ganz stark der Track (Sonho dourado) , als im Dome der letzte Spielzug nicht zum Erfolg führte, das hat einfach so gut gepasst.)
They offered me a psych pension. Jackpot, right?
And I said no. (True Detective)

You can never escape me. Bullets don't harm me. Nothing harms me. But I know pain. I know pain. Sometimes I share it. With someone like you. (Batman - Year One)

What? I'm a collector. I tell you fuckin' much! (Captain Baseball Bat Boy)

Time wounds all heels.

Hedning

24 November 2012, 20:32:12 #54 Letzte Bearbeitung: 24 November 2012, 20:42:55 von Hedning
An einem Freitag in Las Vegas (Antonio Isasi-Isasmendi)
Aufwendiger Heist- bzw. Caper-Film (ist das eigentlich dasselbe?), der in stolzen zwei Stunden das Schicksal eines entführten Geldtransports schildert. Regisseur Isasi-Isasmendi machte wenige Jahre später noch mit dem etwas m. E. nicht allzu überzeugenden "Summertime Killer" auf sich aufmerksam, der vor allem am drögen Spiel seines Hauptdarstellers Christopher Mitchum krankt. Für die Hauptrolle "... Las Vegas" stand Gary Lockwood zur Verfügung, der im selben Jahr 1968 immerhin auch die Besetzung von "2001 - A Space Odyssey" anführte. Gutaussehend, aber oft auch etwas austauschbar, geht er neben Charakterköpfen wie Jack Palance und Lee J. Cobb im Gesamtbild ein wenig unter. Seine Mission kommt recht schwach rüber: Er will Rache für seinen Bruder nehmen, der durch eigenes Verschulden bei einem misslungenen Raubzug draufging. Auch sonst ist seine Figur eher zwielichtig, er verhält sich weitgehend skrupellos-kaltblütig, soll aber offensichtlich mit flotten Sprüchen und Posen dem Zuschauer immer wieder als Sympathieträger angedient werden. Elke Sommer wurde mit der weiblichen Hauptrolle betraut, ihr sich kaum verändernder koketter Blick nervt aber auf Dauer ein bisschen. Ansonsten gibt es die für das Genre übliche Technikverliebtheit. Es werden zahllose Knöpfe gedrückt, es wird geschweißt, geschraubt und was weiß ich nicht alles. Emotional wirkt das Ganze reichlich unterkühlt, ich für meinen Teil fand die meisten Figuren ungefähr gleich unsympathisch. Für Fans der Raubzug-Filmwelle wohl Pflicht, ich habe mich trotz der beeindruckend gefilmten Schauplätze (zu deren Wirkung auch die hervorragende DVD von Media Target beiträgt) öfters etwas gelangweilt. Auch die etwas aufdringlichen Big-Band-Klänge haben mitunter eher gestört als für Atmosphäre gesorgt. 6/10

Harukanaru Toki no Naka de - Priesterin des weißen Drachen (Nagisa Miyazaki/Aki Tsunaki)
Lyrisch-empfindsame Anime-OVA-Reihe über die Schülerin Karin, die auf magische Weise in die Stadt Kyô entrückt wird, die dem mittelalterlichen Kyôto nachempfunden ist. Dort muss sie die Rolle einer Ryûjin no Miko (Schreinmädchen des Drachengottes) übernehmen und Kontakt mit den Hachiyô aufnehmen, magiefähigen Beschützern, die ziemlich androgyn rüberkommen. Was bildliche Gestaltung und musikalische Untermalung angeht, sehr schön umgesetzt. Auch die überwiegend melancholisch-nostalgische Stimmung fand ich sehr ansprechend. 8/10

cyborg_2029

Mindhunters
Vor langer Zeit schonmal gesehen und war damals schon wenig begeistert. Schöne Location und gute Kameraführung, das wars aber auch schon. Zu konstruiert das Ganze und die Figuren für FBI-Profiler die totalen Amateure. Das ganze Hin- und Herverdächtigen wird irgendwann langweilig, zumal man für keine der Figuren irgendwelche Sympathien aufbringen kann. Vielleicht kann der blanke Hintern von Dauergrinser Christian Slater für einige noch etwas retten. Für mich wars zu öde.
5/10

Lebensweisheiten 101: "Wenn Du einmal damit anfängst, dann kniest Du nur noch."

Teppi

Meine letzten Sichtungen im TV und auf BD:

Antichrist (TV)

Nachdem ich vom umjubelten "Melancholia" (mein erster Film, den ich von Lars von Trier sah) nicht sehr viel hielt, da er mir zu unfokussiert und daher nichtssagend erschien, war ich recht gespannt, was mich hier erwartet. Vorweg: Ich finde "Antichrist" deutlich besser als Triers aktuelles Werk.
Der als ruhiges Drama beginnende, sich langsam in Horrorgefilde hineinsteigernde und letztlich hammerharte Streifen um ein Paar, das seinen Sohn verlor, besticht einerseits durch die sogartige Stimmung, andererseits durch die schöne, aber auch etwas selbstgefällige Inszenierung. Die Spannungschraube zieht relativ langsam, aber unaufhörlich an. Im Finale geht Trier dann in die Vollen: Subtilität darf man hier keine suchen, mit Sex und Gewalt wird nicht gegeizt. Das weiß in seiner Deutlichkeit durchaus zu schocken. Gekleidet wird diese Tour-de-Force in ziemlich hübsche, hin und wieder aber auch selbstzweckhafte Bilder. Inwieweit die langen Schwarz-Weiß-Zeitlupen die Geschichte bereichern, sei mal dahingestellt - toll anzusehen sind sie auf jeden Fall.
Ein zugleich abstoßender wie auch faszinierender Film, der lange im Gedächtnis bleiben dürfte. 7/10

Hesher (Blu Ray)

Ohne große Kenntnis über den Steifen habe ich mir die Scheibe einfach mal geholt, da ich Gordon-Levitt in letzter Zeit sehr stark fand und der Titel in der Metallica-Schriftart daherkommt (was glücklicherweise auch keine bloße Zierde ist, der Soundtrack wartet mit einigen Songs der Thrash-Titanen auf ;->).
Der Film um eine Familie, die vor kurzem einen starken Verlust erlitt und nun von einem prolligen Rebellen belagert wird, schwankt ein bisschen unentschlossen zwischen Drama und Komödie. Sehenswert ist das Ganze dennoch, da das unkonventionelle Verhalten des Titel-"Helden" den Verlauf angenehm unvorhersehbar gestaltet - diesen Charakter und seine Beweggründe zu durchschauen und zu deuten, fällt selbst nach Ende des Films noch schwer.
Abgerundet durch den starken Soundtrack ergibt das einen guten Streifen. 7/10

Die kleine Randnotiz, dass in der Filmlandschaft scheinbar nur Asoziale am Abgrund der Gesellschaft Metal gut finden bzw. gar über die Musik charakterisiert werden (mir fällt zumindest spontan kein Gegenbeispiel ein), lassen wir mal unbemerkt stehen... ;->

lastboyscout

25 November 2012, 15:07:07 #57 Letzte Bearbeitung: 26 November 2012, 14:34:42 von lastboyscout
Policewomen (1974)
70er Drive-In-Actioner mit ner ziemlich ueberzeugenden Sondra Currie.
Trotz des Titels geht hier nur ein weiblicher Cop zu Werke.
Erstaunlich wenig Sleaze, aber schwer unterhaltsam wer solche Filme mag.
6/10 Punkten

The Package (1989)
Gene Hackman und Tommy Lee Jones in nem Actionthriller von Andrew Davis.
Kann ja eigentlich garnicht schiefgehen.
Nur seltsam das ich den Film heute wirklich das erste Mal sah, lief irgendwie immer an mir vorbei.
Definitiv zu empfehlen, sehr bodenstaendig und spannend gehalten.
7/10 Punkten

Latin Dragon (2004)
Faengt extrem billig an, Story is altbekannt, Schauspieler Mittelmass, aber das hier reisst es raus:
Die Martial Arts-Szenen sind extrem knackig und gut inszeniert, hat mir wirklich gut gefallen.
Zweites Plus sind die ganzen (zumindest fuer B-Verhaeltnisse) sehr bekannten und beliebten Darsteller:
Ein erblondeter Lorenzo Lamas, Gary Busey, James Hong, Robert LaSardo, Deron McBee (aka American Gladiator "Malibu") und
dazu der ziemlich talentierte Hauptdarsteller Fabian Carrillo.
Mir hat er Spass gemacht, gibt durchaus 6/10 Punkten.

Most Wanted (1997)
Ne Weile her das ich den sah, ziemlich unterhaltsamer Actioner.
Nix Weltbewegendes, aber fuer zwischen durch ganz nett, ich fand Keenen Ivory Wayans immer sehr ueberzeugend in Actionrollen.
Dazu noch Jon Voight als Boesewicht und Eric Roberts und Paul Sorvino in Nebenrollen.
Gibt ebenfalls so 6/10 Punkten.

Edit 1:
Camouflage (2001)
Leslie Nielsen, William Forsythe und Scary Movie-Dumpfbacke Lochlyn Munro in einer komplett unwitzigen Detektiv-Komoedie.
Kurzzeitig dachte ich bei einer Szene der Film koennte eine nette Blow Out-Verarsche werden, aber das loeste sich schnell in Wohlgefallen auf.
Ich hatte wirklich Muehe, den Film durchzustehen, schnarchlangweilig und niemals komisch, lasst bloss die Finger weg.
2/10 Punkten.

Edit 2:
Sacrifice
Christian Slater und Cuba Goodin Jr. in einem eher langweiligen B-Actioner, zudem will man uns noch Devon Bostick als hartgesottenen Gauner verkaufen.
Autsch, bis auf ein paar Ballereien gibt es wirklich nix Interessantes ueber den Film zu berichten.
Naja, Cuba ist zwar koerperlich in Topform, aber schauspielerisch hat er sich offensichtlich tierisch gelangweilt bei diesem Gehaltsscheck.
Gibt ganz knappe 4/10

I`m a tragic hero in this game called life,
my chances go to zero, but I always will survive.
( Funker Vogt - Tragic Hero )

What is your pleasure, sir? This is mine:
http://www.dvdprofiler.com/mycollection.asp?alias=lastboyscout

Angelus Mortis

Wire in the Blood: Still She Cries
Wieder mal Dr. Tony Hill, der die Ermittlungen der Bradforder Polizei unterstützt, mal wieder geht's um einen Serienmörder ... alles beim Alten also. Und trotzdem kriegt diese Serie durch ihre (überwiegend) interessanten Charaktere und dadurch, dass sie gegen Ende immer nochmal an Tempo zulegen, immer wieder die Kurve aus dem Mittelmaß heraus.
7/10

Wire in the Blood: Darkness in the Light
Eigentlich siehe oben - hier mit weniger Tempo am Ende, dafür aber durchgehend etwas mehr Speck auf den Rippen. Hier geht's ausnahmsweise mal nicht "nur" um einen Serienkiller, sondern um Ritualmorde, was dem britischen TV-Krimi auch mal 'nen etwas anderen Anstrich gibt. Interessant, aber auch hier wieder nur mit Schönheitsfehler.
7/10

Mulan - Legende einer Kriegerin (2009)
Die jüngste Realfilm-Variante des klassischen Stoffes, vorher kannte ich nur die Disney-Version, an die dieser Film imho auch nicht wirklich herankommt: Obwohl der Film tendenziell eher langsam geschnitten ist, kommt dadurch, dass man hier versucht hat, möglichst die komplette Story (die eigentlich genug Stoff für zwei oder gar drei Filme hergegeben hätte, denke ich) auf knapp zwei Stunden zu erzählen, ein permanentes Gefühl von Hektik, von viel zu viel Auslassung auf. Trotzdem bietet Mulan schicke Bilder und gute Leistungen der meisten Darsteller, insofern sind 6/10 noch drin.

Wenn es Nacht wird auf der Reeperbahn
Hach ... Hamburger Exploitation-Kino, was gibt es herrlicheres? :icon_smile: Eine mehr oder weniger dünne Kriminalstory trifft auf Originalschauplätze, alte deutsche Schauspieloriginale sowie Kameraführung, Schnitt und Musik, die so auch aus Italien kommen könnten - schicke Genrekost. Letztlich fand ich den hier nicht ganz so gut wie die Zinksärge (denen gab ich 9/10), aber ein tolles filmisches Kleinod allemal.
8/10

Fluchtweg St. Pauli - Großalarm für die Davidswache
Der dritte Hamburg-Film, der gerade in der Edition Deutsche Vita veröffentlicht wurde, wie schon die letzten beiden kann auch dieser einiges. Für mich als Mittzwanziger sind vor allem die Schauspieler, denen ich sonst höchstens mal beim Zappen auf dem Traumschiff oder bei der Küstenwache über den Weg gelaufen bin, in jungen Jahren zu sehen. :D Im Grunde gilt hier dasselbe wie oben. Der Plot hat mir zwar bei der Reeperbahn-Nacht etwas besser gefallen (einfach persönlicher Geschmack, kann das gar nicht so wirklich begründen), dafür fühlte sich dieser aber etwas handfester inszeniert an ... das sind aber Kleinigkeiten, unter'm Strich machen beide Filme Spaß auf hohem Niveau.
8/10

DisposableMiffy

Take Shelter (2012)

Curtis ist das Abziehbild eines hart arbeitenden Mittelklasseamerikaner in Ohio. Frau, Kind, Haus, Hund, Pickup. Als er immer wieder von Träumen und Visionen über apokalyptische Stürme geplagt wird, gerät sein Leben aus den Fugen. Aufgrund seiner schizophrenen Mutter befürchtet er, ebenfalls dieses Schicksal zu erleiden und sucht sich ärztliche Hilfe. Dennoch beginnt er, den alten Tornadoschutzbunker hinter seinem Haus auszubauen und wird regelrecht besessen von der Angst, dass das Ende der Welt bevor steht und dem Drang, seine Familie beschützen zu müssen. In knapp zwei Stunden nimmt der Film den Mythos des stets handlungsfähigen, die Familie beschützenden Mannes des US-Kinos auseinander. Er trampelt nicht darauf herum und zieht ihn ins Lächerliche, sondern seziert ihn fein säuberlich mit dem Skalpell.

Sehr sehenswertes Psychodrama mit einem großartigen Michael Shannon in der Hauptrolle.

9/10

letterboxd.com

Dumm geboren, nichts dazu gelernt und die Hälfte davon vergessen.

Hearing only what you wanna hear and knowing only what you've heard.