Die letzte Sichtung

Erstellt von MMeXX, 19 November 2012, 13:01:27

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Retro

DIE LETZTEN TAGE VON FRANK UND JESSE JAMES



Tennessee. 1877: Die Brüder Frank und Jesse James sind untergetaucht, und versuchen ein Leben als Farmer und Pferdezüchter aufzubauen.
Doch besonders Jesse fehlt das aufregende Leben- er überredet Frank, wieder ein paar Überfälle zu begehen.
Schon bald ist ein Rekordverdächtiges Kopfgeld von 20.000 Dollar auf die beiden ausgesetzt- und sie setzen sich ab nach Missouri.
Hier lernen sie die Ford-Brüder kennen, kleine Gauner, die groß aufsteigen- und sich den beiden anschließen wollen.
Diese haben allerdings nur das hohe Kopfgeld im Sinn...

Hier geht es um das Leben der beiden Brüder nach der gewaltsamen Auflösung der berüchtigten James-Younger Bande.
Angeblich hält man sich hierbei weitgehend an bekannte historische Fakten, und für eine TV-Produktion sieht der gesamte Film sehr ordentlich aus.
Die Besetzung ist zumindest musikalisch hochkarätig, neben Johnny Cash und Kris Kristofferson als die James-Brüder
sind auch Willie Nelson, David Allan Coe und June Carter Cash in kleineren Rollen zu sehen. Der Titelsong stammt von Johnny Cash.
Erfreulicherweise ist die DVD qualitativ durchaus gelungen, so dass man die auf wahren Begebenheiten basierende Geschichte empfehlen kann.

7/10

Retro

STAGECOACH - HÖLLENFAHRT NACH ARIZONA



Verschiedene Leute sind aus jeweils eigenen Gründen mit einer Kutsche unterwegs nach Lordsburg.
Marshal Wilcox begleitet den Kutscher, da er in Lordsburg eine gesuchte Person vermutet.
Die Kutsche wird zunächst von Soldaten eskortiert, denn der große Häuptling Geronimo befindet sich auf dem Kriegspfad.
Allerdings sind die Soldaten nur für einen bestimmten Bereich zuständig, und drehen auf halbem Weg um.
Unterwegs trifft man auf den gesuchten Ringo Kid, welcher sich allerdings als sympathischer Mann herausstellt,
der alle Vorwürfe gegen ihn abstreitet- aber natürlich trotzdem entwaffnet wird.
Als nach ewig langen sinnlosen Dialogen endlich Indianer angreifen, muss sich Wilcox überlegen ob er Ringo Kid trauen kann-
denn jeder gute Schütze wird jetzt gebraucht...

Das durchgehend unscharfe, nachziehendes Bild dieser DVD ist besonders auf großen Fernsehern unerträglich.
Auch die Synchro ist äusserst mittelmäßig, irgendwie wirkt der gesamt Film trotz großer Namen einfach nur billig.
Die Besetzung ist natürlich sehr interessant,
neben Johnny Cash tummeln sich hier mit Willie Nelson, Kris Kristofferson und Waylon Jennings gleich vier bekannte Countrysänger in den Hauptrollen.
Auch ein paar Nebenrollen sind mit bekannten Namen aus dem Country-Bereich besetzt, hier finden sich noch David Allan Coe und June Carter Cash.
Das hilft aber nur wenig, wenn alles andere nicht passt.
Es passiert einfach viel zu wenig, die Dialoge sind größtenteils einfach nur langweilig und uninteressant,
und die immer gleich aussehenden Reiseszenen mit der Kutsche bieten nur wenig für's Auge.
Erst gegen Ende, als endlich doch mal Indianer angreifen, wird es kurz ein wenig Actionlastiger, allerdings auf einem jugendfreien Level.
Kein Wunder, hierbei handelt es sich schließlich um eine TV-Produktion...
Von der im Titel versprochenen "Höllenfahrt" ist jedenfalls nicht zu sehen... höchstens höllische Langeweile.
Alternativtitel: "Höllenfahrt nach Lordsburg", "Doc Holliday und der Häuptling Geronimo"

3/10

Private Joker

Hotel Mumbai

Nach Marwen noch ein Film, der jedenfalls mal einen eigenen Thread und einen "echten" Kinostart verdient hätte. Die blutigen Terroranschläge von 2008 in der titelgebenden indischen Metropole sind ein schwieriges Thema, das kann schnell in eine falsche Richtung gehen - zu viel "Stirb Langsam" im Terrorhotel oder bleischweres Bewältigungskino. Die Gratwanderung ist jedenfalls gelungen, zumindest als Spannungskino macht der Film wenig falsch. Die Gewalt ist harsch, zum Teil schockierend, aber nie selbstzweckhaft, die Grundsituation beklemmend, Optik und Atmosphäre sind durchweg beeindruckend.

Was mir nicht so gefiel: Die Charakterzeichnung der Figuren. Gerade die "westlichen" Geiseln geraten da relativ unsympathisch - der amerikanische Kulturbanause, die britische Rassistin, der russische Oberarsch (Jason Isaacs, den ich eigentlich sehr gerne sehe, hier mal komplett fehlbesetzt). Mit dieser Tendenz und einigen Bildern von Luxus und Dekadenz in dem Hotel gerät der Film in die gefährliche Nähe der These, dass "wir" im Westen an Terror und Mord zumindest teilweise selbst schuld sind. Was man am Soziologenstammtisch heutiger Unis sicher mal gerne andiskutiert, ist für mich im Kino fehl am Platz und auch gegenüber den realen Opfern unangemessen. Das Loblied auf die einheimischen Kräfte im Hotel geriet im Gegenzug ein bisschen arg plakativ.

In der Summe 7/10. Wer den politischen Aspekt weniger eng sieht, könnte auch höher werten.

Hell Fest

Und noch etwas Kontrastprogramm zu Halloween. Die Grundidee ist jetzt nicht ganz neu, aber zumindest frisch genug, dass es auch dieses Jahr zum Kürbistag eine Version ins Kino geschafft hat ("Halloween Haunt"). Das mag jetzt alles sehr subjektiv sein, aber das war für mich genau der richtige Film zu diesem Datum - eine schöne Geisterbahnfahrt, die die Möglichkeiten des Schauplatzes voll ausnutzt. Dass die Charaktere die üblichen jungendlichen Teil- und Vollspacken sind, ist da fast geschenkt, allzuviele überleben das eh nicht.

Termingenaue 8/10, zu jeder anderen Jahreszeit "natürlich" weniger.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

Wolfhard-Eitelwolf

Mandy

Schön, dass Nicolas Cage auch noch in guten Rollen zu sehen ist! Trotz abturnendem Filmtitel + Cover ist Mandy ein wunderbar schräger Sektentripp mit brutaler Gewalt und teils rauschartiger Optik. Leider ist der Film locker 20, eher 30 Minuten zu lang geraten in der ersten Hälfte. Absehen davon cooles Teil, dass mit einigen Bier intus sicher nochmal ne Schippe drauflegt. knapp 8 / 10!

Lancaster Skies

"Kriegsfilm" über britische Bomberpiloten in der Heima... äh auf Nachteinsatz über Nazi-Deutschland. Zu Beginn und zum Ende gibt es tatsächlich nächtliche Einsatzszenen, die aus offenbar äußerst beschränkten Mittel immerhin noch recht atmosphärische Momente im kleinen Stil hinbekommt. Panoramen, echte Effektszenen etc. darf man freilich nicht erwarten, eher die webserientypischen Closeups (aus dem Rechner).
Aber hier sprechen wir über vielleicht 10 bis 15 Minuten der Laufzeit. Der Rest vom Film auf britischem Boden ist so unfassbar langweilig, dass man es in Worten kaum beschreiben kann. Offenbar wusste das Drehbuch - so es existent war - selbst nicht, wie es die Zeit vollbekommt, also schaut man tatsächlich jedem Besatzungsmitglied einzeln zu, wie es gemächlich das Flugzeug besteigt - oder eifach nichtstuend und auch in Gegenwart anderer nichtssagend (!!!) rumsitzt. Bisweilen unfassbar, aber wohl erst gemeint... ich meine es auch ernst mit gutwilligen 3 / 10



Retro

Amando de Ossorio Trash-Wochenende...
Eingedeckt mit guter Laune, einer Menge Knabberkram und Pizza haben wir die Nacht von Samstag auf Sonntag qualitativ hochwertige Filme angesehen:

DIE LEGENDE DER REITENDEN LEICHEN



Die vierteilige Reihe von Amando de Ossorio um die skelettierten Templer auf ihren Pferden
(und einmal, warum auch immer, auf einem Schiff) genießt einen gewissen Kultstaus.
Warum das so ist, ist schwer zu sagen- denn in meinen Augen haben höchstens die ersten beiden noch einen gewissen Unterhaltungswert.
Und selbst diese haben mit gehörigen Längen und vielen Füllszenen zu kämpfen-
dazu noch die eigentlich sehr passende, aber übertrieben oft eingesetzte Zeitlupe wenn die Templer unterwegs sind.
So schön es ist, dass die "Klassiker" hier ungekürzt zu sehen sind, so öde ist es auch- denn es handelt sich fast nur um Dialogszenen die vorher fehlten.
Davon haben aber alle vier Filme selbst in den Handlungsgekürzten ursprünglichen Versionen schon zu viele.
Was ausserdem noch negativ auffällt ist, dass die Auferstehungs-Szenen aus dem ersten Film nicht nur dort mehrfach zu sehen sind,
sondern auch in den Nachfolgern an Land immer wieder 1:1 übernommen wurden. So kann man Geld sparen, bzw einen Film künstlich strecken...

Seltsam sind auch die teils komplett verschiedenen Angaben in den Filmen was den Zeitraum betrifft.
Mal sind die Templer vor 700 Jahren getötet worden, mal vor 500- und letztendlich ist von 400 Jahren die Rede.
Das mag eventuell an einer falschen Übersetzung liegen, kann ich aber mangels Fremdsprachenkenntinissen und teils auch fehlendem O-Ton nicht sagen.
Vielleicht ist das aber auch wirklich ein grundsätzlicher Fehler in den Drehbüchern der Filme-
denn auch die Art und Weise was die Templer mit den Menschen anstellen variiert von Film zu Film.
Mal wird Vampirmäßig Blut gesaugt, mal Zombiemäßig gefressen- oder einfach abgestochen ohne die Opfer irgendwie anzuknabbern.

DIE NACHT DER REITENDEN LEICHEN

Virginia verbringt mit ihrem freund Roger den Urlaub in Portugal, wo sie zufällig auf Bella treffen, eine alte Bekannte von Virginia.
Gemeinsam reist man mit dem Zug weiter, wo sich Roger und Bella nach Meinung von Virginia ein wenig zu gut verstehen.
Beleidigt verlässt sie während langsamer Fahrt den Zug, ganz in der Nähe der Ruinen von Berzano.
Was keiner ahnt: Dort war im Mittelalter der Orden der Templer aktiv- eine Sekte welche Satan anbetete und das Blut von Frauen trank.
Diese wurden zwar damals von aufgebrachten Menschen geblendet und dann getötet, doch sie schworen eines Tages wiederzukommen.
Als Virginia am nächsten Tag nirgends aufzufinden ist, machen sich Roger und Bella auf die Suche und reiten in Richtung Berzano...

Die hier enthaltene DVD ist ein Repack der ungekürzten DVD von Laser Paradise, und glänzt mit wirklich guter Bildqualität.
Hier hat man sogar ehemals fehlende (oder akustisch schlecht erhaltene) Szenen neu synchronisiert.
Das klingt ja erstmal ganz nett, bei der VÖ hat man sich also sichtlich Mühe gegeben.
Leider sind die neu eingesprochenen Stellen deutlich zu bemerken, die Sprecher haben keine stimmliche Ähnlichkeit mit den alten,
und generell ist der Klang ein komplett anderer. Mancher mag sich darüber freuen, ich empfand diese Szenen eher als störend.
Nicht nur weil es eben auffällt dass andere Sprecher am Werk sind- sondern auch, weil der eh schon viel zu lange Film
somit noch um einiges länger wird- denn große Teile des Films sind mit überflüssigen Dialogen oder Lesbenszenen gestreckt.
Hier wäre mir eine (Handlungs)gekürzte Fassung sogar lieber- mit vielleicht 70 Minuten statt der hier zu sehenden 97 Minuten
wäre der Film jedenfalls deutlich erträglicher und weniger langweilig.
Logiklöcher gibt es natürlich ebenfalls- woher kommen denn z.B. die Pferde der Templer? Diese sind ja offensichtlich lebendig und nicht skelettiert...
Auch der Soundtrack ist teils eher unpassend und nervig- in allen Szenen, in welchen die Templer nicht unterwegs sind.
Das klingt jetzt alles eher negativ, und ja, der Film hat auch wirklich nicht viele positive Aspekte zu bieten.
Was er aber eindeutig hat, ist eine sehr schöne düstere Atmosphäre sobald die Templer unterwegs sind.
Trotz ihrer langsamen Bewegungen wirken diese unheimlicher und auch bedrohlicher als so mancher Zombie aus den südlichen Ländern.
Auch der Soundtrack mit seinen düsteren Chorälen und der schleppenden Musik ist in diesen Szenen sehr passend-
die leicht verzerrten, hallenden Geräusche der Pferdehufe usw tun ihr übriges dazu.
Alles in allem bietet der Film netten, größtenteils unblutigen Trash-Horror mit einfachen, aber akzeptablen Tricks und düsterer Atmosphäre.
Nicht mehr, aber auch nicht weniger, lediglich einmal gibt es eine kleine Splatterszene zu sehen.
Mit viel Wohlwollen und einem kleinen Kult-Bonus reicht das für immerhin noch

5/10

DIE RÜCKKEHR DER REITENDEN LEICHEN

In einem Bergdorf nahe der Gräber der Templer wird der Jahrestag der Hinrichtung eben dieser gefeiert.
Das gefällt den untoten Tempelrittern natürlich gar nicht- also erheben sie sich wieder aus ihren Gräbern und reiten in das Dorf...

Im (fürchterlich billigen) DVD-Menü hat der Film den Titel "Return of the Evil Dead" abgekriegt- warum auch immer.
Der Film selbst ist aber immerhin in durchaus akzeptabler Qualität vorhanden, lediglich bei den nachträglich wieder eingefügten Szenen,
welche jeweils in der rechten oberen Ecke als "Restored Cut-Scenes" gekennzeichnet sind, fällt die Qualität ab.
Leider ist auch im zweiten Film der Soundtrack aus einer 70'er Jahre Bontempi-Orgel unglaublich penetrant und nervig.
Insgesamt muss man trotzdem sagen dass der zweite Film den Horror & Splatter-Freunden vermutlich noch am ehesten zusagen dürfte,
obwohl (oder weil) die Handlung komplett überraschungsfrei daherkommt und man nur darauf wartete dass die Templer zuschlagen.
Die Atmosphäre ist wie im ersten Film schön düster gehalten, Bild-und Ton-Effekte unterstreichen das ganze,
die "Rückkehr" kommt ohne viele Füllszenen daher, zudem wird hier deutlich brutaler und blutiger gestorben und gefoltert als im Vorgänger.
Leider hat man dafür hier meiner Meinung nach das Ende ziemlich versaut,
zum einen ist am Ende die den Film sonst durchziehende düstere Atmosphäre komplett verschwunden, zum anderen auch die Logik...
Hätte man dem Film ein besseres Ende spendiert wären hier durchaus ein oder zwei Punkte mehr drin-
so bleibt das ganze aber zumindest immer noch anschaubar und im gesamten auf dem Niveau des Vorgängers.

5/10

DAS GEISTERSCHIFF DER SCHWIMMENDEN LEICHEN

Ein Bootskonstrukteur ist davon überzeugt ein Hochseetaugliches, unsinkbares kleines Motorboot entworfen zu haben.
Um das Ding zu bewerben hat er die Idee, zwei Models darin mitten auf dem Meer auf einer viel befahrenen Route auszusetzen-
damit bei deren erwarteter Rettung durch ein Linienschiff alle erstaunt sind, wie weit das kleine Boot auf das Meer kam.
Dummerweise kreuzt als erstes ein scheinbar verlassenes sehr altes Segelschiff das Boot mit den Dumpfbacken und beschädigt dieses,
so dass die beiden Mädels gezwungen sind, auf das Geisterschiff zu steigen um nicht abzusaufen.
Auf dem Geisterschiff sind Särge- und ratet mal, was da drinnen liegt und bald an Deck herumschleicht...

Soso, ein "unsinkbares" Boot, welches bei der kleinsten Kollision schon ein Leck hat- und schon zuvor in Seenot geraten ist.
DAS soll also dann also einen Werbeeffekt bringen? Na sicher doch. Hat da mal jemand an Logik gedacht?
Die Darsteller sind allesamt ziemlich unbegabt, der Soundtrack oft nervig,
bis hier überhaupt mal etwas passiert dauert es ziemlich lange- und nicht mal die Atmosphäre kommt gruselig rüber.
Generell sind die Tricks hier einfach nur schlecht, gerade im Gegensatz zum wenigstens in diesem Punkt interessanteren Vorgängerfilm
wird hier auch stark an blutigen Szenen gespart- und wenn, sehen diese übelst billig aus.
Trotzdem hat die Bundesprüfstelle diesen harmlosen und blutleeren Langweiler damals als einzigen Film der Reihe beschlagnahmt.
Punkten kann der Film generell nur gegen Ende- und das auch nur unfreiwillig.
Denn diese unglaublich schlechten Tricks rund um das Geisterschiff muss man selbst gesehen haben, um es zu glauben.
Qualitativ ist die DVD eher mäßig, aber was soll's- die passt sich eben dem Film an.

1/10

DAS BLUTGERICHT DER REITENDEN LEICHEN

Ein Arzt zieht mit seiner Frau in ein abgelegenes spanisches Fischerdorf, um die dortige Praxis eines Kollegen zu übernehmen.
Die Einwohner des Dorfes sind allerdings allesamt ziemlich reserviert bis unfreundlich,
und auch der bisherige Arzt warnt die beiden vor einer nicht näher genannten Gefahr.
Schon in der ersten Nacht ist neben anderen seltsamen Geräuschen ein unheimliches Glockenläuten zu hören,
welches scheinbar von der nahe gelegenen Bucht kommt.
Was die beiden noch nicht ahnen: Die untote Sekte der Tempelritter fordert hier regelmäßig junge Frauen als Opfer,
welche die Dorfbewohner auch bringen, um weiterhin hier leben zu dürfen...

In manchen Punkten scheint das "Blutgericht" fast schon so etwas wie ein Remake des ersten Films zu sein.
Es beginnt im Mittelalter, die Templer und ihr dämonisches Götzenbild werden eingeführt, der Film wirkt generell sehr eigenständig-
und wenn man so will kann man auch das Ende als kompletten Abschluss der Geschichte (oder eben der ganzen Reihe) sehen.
Wenigstens kriegen hier die Splatterfreunde ein bisschen mehr zu sehen als im blutleeren, aber trotzdem beschlagnahmten Vorgängerfilm:
Gleich am Anfang wird einer Frau das Herz herausgeschnitten und einem dämonischen Götzenbild geopfert.
Generell wirkt das "Blutgericht" etwas besser und aufwändiger produziert als alle drei Vorgänger,
was aber nichts hilft wenn wie hier kaum Spannung aufgebaut werden kann und teils die Langeweile vorherrscht.
Dass der ganze Film scheinbar am Tag gedreht, und nachträglich abgedunkelt wurde (zumindest wirkt das ganze so)
ist allerdings nicht gerade gut für die Atmosphäre- und was man absolut nicht erwarten darf, ist auch nur die geringste Logik.
Würden die Bewohner des Dorfes einfach wegziehen, hätten die knochigen Templer ein Problem...
Die Bildqualität ist hier auf dem Tiefpunkt angelangt, der komplette Film ist übelst unscharf.

3/10


HYDRA



Eine durch einen technischen Fehler abgeworfene Atombombe aus einem Flugzeug explodiert im Meer.
Dummerweise mutiert dadurch eine Seeschlange zu einem riesigen Monster, welches Schiffe angreift.

Der letzte Film von Trash-Regisseur Amando De Ossorio kann leider in keinem Punkt überzeugen.
Da ist es wohl kein Wunder, dass diese Gurke nur unter einem Pseudonym veröffentlicht wurde.
Konnten seine "Reitenden Leichen" wenigstens teilweise noch mit einer schön düsteren Grusel-Atmosphäre punkten,
ist das einzig düstere hier generell das Bild- vermutlich um die unglaublich miesen Tricks nicht noch besser zu erkennen.
Die Explosion der Bombe ist das einzig überzeugende im Film- weil diese wohl aus einer alten Doku oder ähnlichem einkopiert wurde.
Dafür ist die "Hydra" in den meisten Szenen eine eindeutig als solche erkennbare Handpuppe mit Glubschaugen,
in den Großaufnahmen, wenn Menschen weggeknuspert werden, ein großer, vollkommen starrer Plastikkopf mit Klappmaul.
Moment... EIN Plastikkopf? Ja, denn die angebliche "Hydra" ist ja nur eine größere Seeschlange.
Der spanische Originaltitel lautet ja auch "Serpiente de Mar", bzw "The Sea Serpent"- also nix mit einer angeblichen "Hydra".
Nun gut, für den (wie so oft damals) dämlichen deutschen Titel kann der Film ja nichts,
man erwartet aber unter einem solchen Titel natürlich trotzdem etwas anderes.
Generell sind auch alle anderen Tricks höcshtens auf dem Niveau alter Godzilla-Filme, Spielzeughubschrauber, Modelleisenbahn usw.
Immerhin sind hier Timothy Bottoms und Ray Milland zu sehen, welche aber nicht gerade motiviert wirken-
alle anderen Darsteller sind dagegen mit "vollkommen unbegabt" schon fast zu wohlwollend beschrieben.
Die meisten Personen tapsen vollkommen gelangweilt durch den Film,
die Synchronsprecher bemühen sich scheinbar noch zusätzlich ebenso gelangweilt zu wirken. Oder noch gelangweilter.
Das ist so ein typischer Film, der in einer Runde mit Trashfreunden durchaus für Heiterkeit sorgen kann,
alleine angesehen oder gar als ernsthafter Film ist "Hydra" aber ein absoluter Totalausfall.

0/10