Die letzte Sichtung: Filme

Begonnen von MMeXX, 19 November 2012, 13:01:27

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PostalDude

Bei Sky on Demand gestern Abend/Nacht gesehen:

Der Vorname



Wie kann man sein Kind Adolf nennen !?

Eine absolut berechtige Frage !

Top geschauspielert, Christoph Maria Herbst als Professor, der aber von allen nicht richtig ernst genommen wird, seine Frau, eine Lehrerin, Elisabeth, gespielt von Caroline Peters + ihrem besten Freund Rene (Justus von Dohnányi) .
Florian David Fitz als der Vater Thomas, der herrlich schmierig ist, seinen Erfolg ohne Ausbildung geschafft hat & deshalb beneidet wird. Dazu seine logischerweise schwangere Frau Anna (Janina Uhse) , die etwas später auftaucht & direkt raucht und trinkt !

Sehr, sehr gut, wie hier diskutiert wird! 😂👌🏻
Es fängt mit der Diskussion um den Vornamen an & steigert sich im Finale + einer kleinen Pointe, herrlich.. 😁🤣

Unter Einfluss von Wein, gutem Essen + dieser anfänglichen Frage entsteht eine lustige Runde, die mehr & mehr eskaliert & es tun sich Abgründe auf...

4,5/5

StS

23 September 2022, 20:31:57 #2281 Letzte Bearbeitung: 24 September 2022, 10:19:32 von StS


,,Do Revenge" (2022) ist eine Komödie von Regisseurin und Co-Autorin Jennifer Kaytin Robinson aus dem Hause ,,Netflix", welche die klassische Hitchcock-,,Strangers on a Train"-Prämisse in ein High-School-Setting überträgt – mit der besagten Titel-gebenden Rache u.a. für ein geleaktes Nude-Vid – sowie eben jene genüsslich mit Elementen aus Genre-Hits á la ,,Jawbreaker", ,,Clueless", ,,Mean Girls" und ,,Cruel Intentions" vermengt (in einer Nebenrolle ist sogar Sarah Michelle Gellar mit von der Partie)...

Die komplette Angelegenheit kommt sonnig, bunt, ein evidentes Stück weit übertrieben sowie bewusst ,,mit Klischees spielend" daher – wobei am Rande aber auch ernste, mitunter satirisch angegangene Themen klar zu registrieren sind. Die Darsteller mögen zum Teil (mal wieder) zu alt für ihre Parts sein – doch waren alle mit unverkennbarem Elan bei der Sache und war auf Camila Mendes und Maya Hawke (jeweils erwartungsgemäß) voll und ganz Verlass. Letztere sieht ihrer Mutter übrigens immer ähnlicher...

Darüber hinaus ist Talia Ryder in einer kleineren Rolle super sympathisch – während Sophie Turner nach ihrem (unvergessenen) ,,Dark Phoenix"-Debakel hier ebenfalls etwas Screen-Time vorweisen kann – und sind auf dem Soundtrack neben aktuellen Songs einige echt nette ,,Retro-Tracks" (bspw. von Hole und Kim Wilde) zu hören. Handwerklich geht der Film vollumfänglich in Ordnung – bloß hätte ich ihn mir ,,bissiger" gewünscht... und nicht unbedingt 120 Minuten lang (obgleich er sich nie ,,zieht").

Insgesamt reicht ,,Do Revenge" nicht an seine ,,großen Vorbilder" heran. Man kennt diese Art von Storys halt – was unweigerlich eine gewisse Vorhersehbarkeit mit sich bringt. Schade, dass er so ,,formelhaft" daherkommt – und die ,,Balance" zwischen ,,campy Fun" und Ernst nicht ganz optimal meistert. Wirklich herausragende Gags und Szenen habe ich ebenfalls vermisst – wurde alles in allem aber solide unterhalten (dienlich dabei: dass einem die beiden Leads die ,,Rache-Girls" auch nicht zu unsympathisch werden lassen).

5/10
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

PostalDude

Gestern Abend/Nacht gesehen:

Departed - Unter Feinden: Premium Collection



Ein Film über Ratten.

Nur überragende Schauspieler dabei, bis in die kleinste Rolle. Tolle Musik, von Electro über Punk bis Rap, alles dabei...

Über 2 Stunden, aber niemals langweilig. Die Schauspieler & die Jagd nach der Ratte fesselt einen bis zum Ende.

Scorsese is the Man. 😎

5/5

Private Joker

24 September 2022, 13:44:48 #2283 Letzte Bearbeitung: 24 September 2022, 15:23:22 von Private Joker
Ein paar Teile für Leute, die die Welt immer noch für zu einfach halten...

Parallels (BD)

O.K., das ist jetzt mal eine echte Schmalspurvariante des Parallelweltthemas. Ein paar Jungspacken (sorry), die mit dem Fenster in eine andere Welt nix besseres zu tun haben, als erst ein kriselndes Startup auf die Beine zu bringen, sich dann heftig an den besagten Welten zu bereichern und zum Schluss kriminell zu werden.

Selbst wer das immer schon mal sehen wollte, Achtung: In DER Inszenierung ist das weitgehend öde, und verstolpert sich nach passablen ersten 30 Minuten völlig an seiner Prämisse. Während zunächst scheinbar immer die gleiche Welt aufgesucht wird, eröffnet das Tor später offenbar beliebig viele Parallelwelten, aus denen sich einer der beiden weißen Typen (die sich übrigens verflixt ähnlich sehen) dann erst mal alle möglichen Goodies zusamensucht. Der ganze Zeitaspekt ist hirnrissig - wenn die Zeit woanders viel schneller vergeht, müssten die bei ihren ganzen Trips spürbar altern. Und überhaupt: Wenn die Zeitverläufe unterschiedlich sind, wieso gelangt man dann bei einem Zeitpunk X="Jetzt" in die andere Welt zum de facto gleichen Zeitpunkt, mit der - fast - gleichen Technik und dem gleichen Personal im gleichen Lebensalter.

Anders als bei "Flashback", zu dem ich als nächstes was sage, ist das auch kein Fall von "ich bin zu doof für diesen Film", eher "und was macht der Drehbuchautor so beruflich?" Auf der reinen Unterhaltsschiene gibt es auch wenig Erbauliches, weder Effekte und echten Horror noch Action oder Spannung, einzig ein singulärer massiver Splattereffekt mag entsprechende Genrefans minimal "erfreuen". Auch die nicht besonders geistreiche, aber zumindest konsequente Schlusspointe (so wie ich sie verstanden habe: In anderen Welten gibt es solche Fenster auch) gibt einen Mini-Pluspunkt. Trotzdem in der Summe nur 4/10.

Flashback (BD)

Willst Du vermeiden, dass der geneigte Seher zu viele dumme Fragen stellt wie ich gerade zu "Parallels", dann verwirre ihn so gründlich, dass er erst mal ziemlich K.O. im TV-Sessel liegt und über das Gesehene nicht vernünftig nachdenken kann. So oder ähnlich mag der offenbar nur alle 10 Jahre auftauchende Regisseur Macbride sich das jedenfalls vorgestellt haben.

Konkret sehen wir eine ziemlich wilde Mischung aus einem persönlichen Drama über einen Mann, der gerade Vater wird, seine Mutter verliert und generell nicht so recht erwachsen werden mag. Überdies kann man da eine Drogengeschichte mit sich ständig wiederholenden zT gruseligen Visionen erkennen, die mit einer Prise SF angereichert ist oder sein könnte (leben wir alieninduziert in einem Zeitgefängnis, dass uns zwingt, die Zeit linear zu empfinden, und können wir da ggf. sogar ausbrechen, mit ein paar weißen Pillen ??). Und natürlich geht es in einer Art "verspätetem" Coming-of-Age um wichtige persönliche Entscheidungen, vor allem an den Wegkreuzungen des Lebens und was, wenn wir da unsere Abbiegerichtung noch mal ändern könnten ?

Das ist schon ein sehr intenisver Grübler (oder neudeutsch "Mindfuck"), irgendwo ganz interessant oder je nach Stimmung sogar mitreißend, gut gespielt, vor allem von O'Brian, manchmal auch emotional packend. Es ist durch viele Wiederholungen und die ganzen Lichtspielchen (die Ep-Warnung sollte man ernst nehmen) aber auch durchaus anstrengend und in seiner Halb-/Fast-/Nichtauflösung dann am Ende relativ verstörend. Ich bin da - wie die RT-Kritiker - mit einer Endnote etwas unschlüssig, zumal die späte Stunde nach dem Fußball gestern nicht ganz ideal für diese Art von Film ist. Abhängig von der persönlichen Empfänglichkeit für derartige gehobene Eso-Kost sind aber durchaus 6-7 Punkte drin.

Deliver us from Evil (Tele 5)

Etwas leichtere Kost aus der Actionwundertüte Korea. An sich eine relativ typische und eher simple Killerkiste, bei der wir einmal mehr Sympathie für einen Berufsverbrecher haben sollen, der auf der Zielgerade seines beruflichen oder vielleicht auch ganzen Lebens ein paar gute Seiten an sich entdeckt. Konkret geht es um eine Verflossene, seine vielleicht-Tochter und jede Menge Baddies, die den "Guten" im Wortsinne an die Nieren gehen (wollen).

Trotz der generell einfachen Handlung: So ganz habe ich die Motivation vor allem von Überbösewicht Ray nicht verstanden, ein beeindruckend fieses Kerlchen ist der aber schon. Generell fällt mir mal wieder auf, dass das SK-Kino immer noch gerne Bösewichtrollen und Horte des Bösen an andere Nationen verteilt, gerade Bangkok ist hier ein finsteres Shithole, in dem Organräuberbanden kleine Mädchen entführen und ausweiden, natürlich unter dem Schutz der korrupten Polizei. Und noch etwas fällt negativ auf, dafür können die Macher aber nichts: die sprachliche Vielfalt des Schauplatzes, an dem Thailändisch, Koreanisch und Englisch gesprochen wird, überbügelt die deutsche Synchro mal wieder gnadenlos und lässt manche Szenen zu absurdem Theater werden, wenn da im Original Koreanisch-Thai übersetzt wird und hierzulande von Deutsch nach Deutsch.

Das alles mal beiseite, ist das aber ein durchaus ansehnlicher Actionfilm der alten Schule, mit wenig CGI und Gefangenen, die nicht gemacht werden, durchaus knackigen Fights und viel Blut. Und die Überlebensdauer von Leuten, die massive Verwundungen abbekommen, erinnert schon fast ein bisschen an den die seligen Zeiten, als John Woo auf dem Höhepunkt seines Schaffens war.

Diese Klasse wird aber natürich nicht erreicht. Daher meine "Korea-Standardnote" 6/10 mit leicher Aufwärtstendenz, vor allem wenn man sich den im O-Ton besorgt.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

PostalDude

Vorgestern Abend/Nacht mit meiner Freundin gesehen:

Die Simpsons - der Film



Homer ist einfach Homer und kleine Details im Hintergrund machen Spaß!

Homer veursacht mal wieder Chaos in Springfield und dieses Mal müssen die Simpsons Springfield verlassen !

Im Prinzip tauchen ALLE Charaktere aus der Serie auf, kurz, aber das reicht oft, viele Gags zünden, Homer bekommt mit Spiderschwein einen neuen Freund, die Anspielungen, Gags sind spitze und IMO witzig, z.b. Arnie als Päsident der USA! (Trump konnten selbst die Simpsons sich damals nicht vorstellen...)

Ich find den Film einfach nur genial! :D

5/5

Gerade gesehen:

The Crow - Die Krähe



Natürlich kann man den Film nicht schauen, ohne an die tragische, wahre Geschichte von Brandon Lee zu denken...

Aber auch so funktioniert der Film ganz gut...

Es ist eine düstere Liebesgeschichte, die eigentlich schon zu Ende ist... Aber dann erwacht Eric Draven (Brandon Lee) wieder zum Leben, erweckt durch eine Krähe, die ihn auf Schritt und Tritt verfolgt und durch die er sehen kann bzw. unsterblich ist!

Er rächt nach und nach vor/an Halloween den Tod von ihm und den seiner Freundin, alles wunderbar düster umgesetzt, vielleicht manchmal was kitschig, aber immer ernst!

Brandon Lee spielt wie aus der Hölle gut, aber ich finde Michael Wincott als Bösewicht noch einen Tick böser bzw. besser, i don´t know why... ;)

Leider das Vermächtnis von Brandon Lee, aber ein sehr gutes....

R.I.P. ! :(

4,5/5

PostalDude

Gestern Abend/Nacht bei Amazon Video ausgeliehen & mit meiner Freundin gesehen:

Perfect Skin - Ihr Körper ist seine Leinwand



Ich habe hier etwas anderes erwartet.. 🤔
Die Atmosphäre ist wunderbar düster, dreckig & eines Horrorfilms würdig. Aber es ist kein richtiger Horrorfilm, dafür langt es nun wirklich nicht.
Ab 18 würde ich den auch nicht unbedingt freigeben, 16er würde reichen, dennoch bleiben 1,2 eklige Szenen!
Die Beweggründe, warum der Tätoowierer sie entführt sind IMO auch nicht ersichtlich, auch wenn ich sagen muss, sie ist auch nicht unbedingt sympatisch, durch ihre Aktionen!
Der Industrialsoundtrack passt zum Film, die oben erwähnte Atmosphäre ist cool, aber die Charaktere bzw. das Opfer verhält sich unlogisch oder ist es das "Stockholm/London"-Syndrom !? 🙈

Das Kunstwerk zum Schluß ist auch gut, aber nicht so atemberaubend wie erwartet, "Ganzkörper" ist es aber nicht, da fehlt noch einiges... ;)

3/5

PostalDude

Vier für ein Ave Maria (Comedyfassung)



Der 2. Teil der "Ace High"-Trilogie, der Film setzt direkt am Ende vom "Gott vergibt - Django nie!" an.

Es geht mal wieder um's verdammte Geld & um Vertrauen bzw. Beschiss..

Auch in der Comedyfassung ist es guter Western, mit einigen Schießereien, Prügeleien, Action in der Wüste & ein spannendes Finale im Casino!
Einige typische Elemente der späteren Filme tauchen auch schon auf, alles in allem gefällt der Film!

4/5

StS



,,the Dark Stranger" ist ein kleiner kanadischer ,,Indie" aus dem Jahr 2015: Ein sein Potential alles in allem leider nicht voll ausschöpfen könnendes Horror-Drama von Spielfilm-Debütant Chris Trebilcock, in dem es um die traumatisiert-verschlossene Teenagerin Leah (Katie Findlay) geht, die nach dem Selbstmord ihrer Mutter das Haus nicht mehr verlassen hat – eines Tages aber plötzlich (nachdem sie sich eine blutende Verletzung zuzieht) mit dem Zeichnen eines düsteren Comics beginnt, in welchem sie fortan u.a. diverse Belastungen/Dinge in einem Fantasy-Kontext eingebettet verarbeitet. Schon bald aber scheint eine finster-bedrohliche Gestalt aus ihrer Geschichte zum Leben zu erwachen...

Der Streifen entfaltet sich ausschließlich in dem Haus von Leah´s Familie und behandelt das Thema ,,Trauer-Verarbeitung" auf annehmbare Weise. Zudem werden die Auswirkungen der Situation auf ihre Familie thematisiert und gibt es eine konkret übernatürliche Komponente in Form des (menschliche Form aufweisenden) Wesens, das es offenbar auf Leah und einige Personen in ihrem Umfeld (wie z.B. auf ihre Therapeutin) abgesehen hat. Die Family-Drama-Elemente sind dabei relativ ,,simpel" geraten – ebenso wie die Horror-Anteile. Prima gefallen haben mir indes die ,,Dark-Fairy-Tale"-esken 2D-Animations-Sequenzen, im Rahmen derer Leah´s Comic-Story erzählt bzw. aufgezeigt wird...

Darstellerisch schwankt die Qualität der Performance Findlays leider je nach Szene/Situation. Dass Enrico Colantoni einen sympathisch-zugeneigten Vater gut zu spielen vermag, hat er bereits in ,,Veronica Mars" ausgiebig bewiesen – und in einer Doppelrolle ist der durchaus gern gesehene Stephen McHattie mit von der Partie (wobei eine davon ,,natürlich" der ,,creepy Baddie" ist). Der Film ist keineswegs ununterhaltsam – aber weder sonderlich spannend, gruselig noch originell. Obendrein sieht man ihm sein geringes Budget gerade im letzten Drittel unverkennbar an – doch hat Trebilcock bei der Umsetzung in einigen Bereichen zumindest ein positiv registrierbares Maß an Kreativität bewiesen...

4/10
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

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