Hellboy: Rise of the Blood Queen (Reboot)

Erstellt von StS, 9 Mai 2017, 13:07:52

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McClane

Find den Trailer ganz vergnüglich. Ist natürlich budgetmäßig ein Abstieg, Perlman gefiel mir in der Rolle besser und einen dritten del-Toro-Film hätte ich lieber als den hier gesehen, aber launig scheint das Teil schon zu sein. Und wenn Sony keinen dritten del-Toro-Teil finanzieren wollte, dann ist es halt so. Mit Marshall ist ja ein fähiger Mann am Ruder und der Trailer gibt mir da jetzt auch keinen Grund zum Zweifeln.
"Was würde Joe tun? Joe würde alle umlegen und ein paar Zigaretten rauchen." [Last Boy Scout]

"testosteronservile Actionfans mit einfachen Plotbedürfnissen, aber benzingeschwängerten Riesenklöten"
(Moonshade über yours truly)


Papillon


EvilErnie

Die dt. Stimme von Red geht gar nicht  :icon_rolleyes:
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Snake Plissken

Die Stimme ist echt etwas gewöhnungsbedürftig, aber kann einigermaßen passen.
Ansonsten sehe ich das so wie McClane weiter oben. Natürlich wäre es mit Perlman und Del Toro schöner gewesen, aber gut aussehen tut der Trailer schonmal.
Da muss man zumindest nicht ganz enttäuscht sein.

Snake

Mr Creazil

Zitat von: Papillon nach  7 Januar 2019, 16:54:14
German Title = Hellboy - Call of Darkness.


Weil... "Rise of the Blood Queen" nicht generisch genug war und sogar eine Verbindung zum Inhalt hatte?  :unknown:
Die beiden Del Toro-"Hellboys" gehören zu meinen Lieblingingen. Das hier überzeugt mich in bewegten Bildern noch überhaupt nicht.
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Roughale

Der Film könnte eine echte Obergurke werden, hoffentlich nur in der deutschen Version :king:

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StS

"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Grusler

Die Gewalt scheint ja recht ordentlich zu sein, CGI an jeder Ecke, naja, generell ist der neue Trailer doch schon überraschend einheitsbreiig gestaltet, finde ich, da war der erste noch stimmiger. Mal sehen in welche Kerbe der Film dann schlussendlich schlägt.

Die "Nazi-Brille" hat jedenfalls was von einer Yps-Heft-Beilage. :icon_mrgreen:
ROCK 'N' ROLL WIRD NIEMALS STERBEN, IHR SCHEISSER!
 -Rollie LeBay


Ko(s)misches Sein.

vodkamartini

Der Trailer sieht total dämlich aus. Wollte man wohl ein wenig auf Deadpool machen. Und dann wieder diese kunterbunten CGI-Orgien. Brauch ich definitiv nicht.
www.vodkasreviews.de

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StS

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El_Hadschi

Ich hab so ein bisschen meine Bedenken, wenn das Hauptargument für einen Film nur das R-Rating ist.
Auch wenn ich es natürlich begrüßendswert finde, dass man wieder R-Rated Comicverfilmung auf den Markt bringt.
"You follow drugs, you get drug addicts and drug dealers. But you start to follow the money, and you don't know where the fuck it's gonna take you."

Lester Freamon

Grusler

Für FSK16 geht es dann aber ganz schön rund, finde ich. Die Hellboy ist R RATED-Nummer ist nebenbei ganz witzig und spielt auf diese "Die Comicverfilmung ist R !!!"-Fan-Sache an. Netter Einfall. Der CGI-Gore sieht auch recht gut aus, da hatte ich Schlechters erwartet. Wenn's passt, bereuen wird man den Kinobesuch sicher nicht, es sei denn man ist feinfühliger Cineast. Spätestens aber auf Video muss der Streifen sein! :)
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StS

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Mr. Blonde

Ist mit katastrophalen Kritiken gestartet. 10% auf dem Tomatometer, 35 auf Metacritic.

https://www.rottentomatoes.com/m/hellboy_2019


cinemediatech.wordpress.com - Artikel & News zu Filmen, Games, Musik & Technik

Chili Palmer

Zitat von: Roughale nach  8 Januar 2019, 10:32:48Der Film könnte eine echte Obergurke werden, hoffentlich nur in der deutschen Version :king:

Das zumindest kann ich bestätigen. Er war grauenvoll. Habe zum ersten Mal seit ca. 15 Jahren (wann genau lief Alone in the Dark noch mal, hehe) mit dem Gedanken geliebäugelt, den Saal vorzeitig zu verlassen. Katastrophal.
"I'm an actor, love, not a bloody rocket surgeon".

"Der Terminader is ja im Grunde so'n Kaiborch."

Mr. Blonde

Das ist natürlich hart. Gab es überhaupt irgendeinen Lichtblick? Die Kritikpunkte sind ja größtenteils bekannt.


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Chili Palmer

Mmm, die Masken und Ausstattung waren gerade angesichts des reduzierten Budgets völlig in Ordnung. Es gibt in der Mitte eine relativ isolierte Szene mit Hellboy und einer anderen mystischen Figur, die ganz gut zeigt, wie der Film auf voller Länge hätte funktionieren können; mit etwas mehr Horror, weniger Hysterie. Dass Hellboy so ein bisschen weltenbummelt und mal eine Szene in Mexiko hat, um dann durch England zu ziehen und auch deutlich mehr in realistischeren Settings eingesetzt wird, war auch erfrischend. Del Toros Szenerien waren ja immer sehr künstlich/künstlerisch angelegt.

Ich glaub, das war's.

Der Rest fällt dem Drehbuch zum Opfer, das mit "uninspiriert" noch schmeichelhaft umschrieben ist. Fast alle Dialoge führen ins Nichts, sämtliche Witze krepieren (die lustigste Szene ist dann auch konsequenterweise im Abspann, die dümmste versucht sich an einem Bruch der vierten Wand, bleibt aber mit diesem Versuch im gesamten Film allein), und über allem läuft diese dröge Handlungssuppe aus, die Geheimgesellschaften, Nazis und Artussage bis zur Geschmacklosigkeit verkocht. Die Art, wie die Figuren über die extrem uninvolvierenden Geschehnisse reden, ist peinlich, passt aber gut zum infantilen Inszenierungsstil, denn natürlich ist auch die Regie ein Totalausfall.

Gleich in der Eröffnungsszene doppelt sich eine Einstellung, als wäre sie im Schnitt vergessen worden, und danach wird's nicht besser. Manche Szenen wirken wie vorgespult, ohne Sinn und Verstand springt das Geschehen hin und her, lässt die Figuren völlig ratlos durch die Gegend stolpern, nicht mal zwischen der Action hält der Film inne. Ich sehe ja ein, dass man sich ein wenig vom Del-Toro-Stil entfernen musste, aber deswegen komplett auf stimmige Charakterszenen zu verzichten... ich weiß ja nicht. Wer so etwas wie die Szene mit Hellboy und dem Jungen auf dem Dach mochte, oder das Besäufnis mit Ape... davon gibt's hier nichts. Stattdessen schaltet die Action im Vergleich zu den ohnehin schon sehr unruhig gefilmten Dialogszenen noch mal einen Gang hoch - im Ergebnis hat man ein hyperaktiv zuckendes Geflimmer vor sich, das einem das Gefühl beschert, man hätte selbst zuviel von dem Monster-Drink intus, der am Set offensichtlich in rauen Mengen verköstigt wurde (die letzten beiden Dosen haben's auch in den Film geschafft).

Harbour legt Hellboy als winselndes Teenie-Bürschchen an, das permanent brüllt, sich beklagt oder kreischt. Keine Spur vom abgeklärten Charakter, den ich bislang als Grundvoraussetzung und Alleinstellungsmerkmal der Serie verinnerlicht hatte. McShane schlafwandelt durch seinen Anteil und wird gegen Ende in einer eigentlich emotional angelegten Szene zu CGI-Wurst verarbeitet, aber da hat man als Zuschauer ohnehin längst aufgegeben. Hellboys Kollegen wird nicht mal ein Mindestmaß an Charakterbau zugestanden. Jovovich hat ein wenig Spaß an ihrer Hexenrolle, wird aber wie ihr Schweinehandlanger einfach in ihre Szenen geworfen und wirkt so, als könnte sie jeden ihrer Dialoge aus einem Loseimer ziehen und einfach an Ort und Stelle aufsagen; jegliches Wie und Warum und Wann und Wo wird hier erfolgreich aufgelöst.

Strafverschärfend ist der Film durchsetzt mit großteils überflüssigen Rückblick-Sequenzen (weil Ghosts of Mars damit ja schon sehr viele Herzen gewann), dazwischen wird teilweise dramatisch, aber ähnlich überflüssig an der Gewaltschraube gedreht (hey, kennt ihr Deadpool, Leute?) und die paar Lücken, die vom Film dazwischen noch gelassen werden, sind fachmännisch mit Atmosphäresabotage betreibenden Classic-Rock-Sprengseln verkleistert, just because Suicide Squad.

Der Todesstoß ist dann die unterirdische Synchro; Hellboy hat mich regelrecht aggressiv gemacht, McShane - ach, egal... und alles ist selbstverständlich krass im schlimmsten Sinne. Die böse Hexe ist natürlich eine Bitch, es gibt "voll in die rote Fresse", ein historischer Ausstattungsgegenstand wird mit "wow, geil" kommentiert - es ist ein Schmerz von Anfang bis Ende.

Flair, Charakter, Sentiment, Zauber, Gespür, Humor - alles, was Hellboy bislang auf der Leinwand auszeichnete, ist erfolgreich aus "Call of Darkness" gestrichen worden.
Hätte ich die Wiederseh-Wahl zwischen dem hier und dem erwähnten Alone in the Dark... haha, wow.
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McClane

Gerüchteweise hat es wohl zwischen Neil Marshall und den Produzenten gekracht, inklusive weiterer Rebereien mit Harbour und McShane (alles bisher unbestätigt): https://www.cbr.com/hellboy-drama-director-producers/
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Shane Schofield

Ich fand den gar nicht so übel wie er überall gemacht wird. Ist hallt die prollige Hellboy Variante. Ich habe mich nicht einmal gelangweilt. Einige Ideen waren ganz gut, andere nicht. Klar war Del Toro charmanter, aber insgesamt kann ich auch mit diesem Hellboy leben. Letzlich erfolgreich waren alle Teile nicht. Vielleicht sollte man eher eine Serie starten? Ist eh das allheilmittel heutzutage.
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Chili Palmer


Dank moderner Medizin kann man ja mit so ziemlich allem leben. ^^

Tatsächlich musste ich angesichts des Looks auch daran denken, dass mir das als Netflix-Serie vielleicht etwas mehr zugesagt hätte. Alles über die Pilotfolge Hinausgehende hätte ich dann aber auch nicht geschaut.
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Shane Schofield

Zitat von: Chili Palmer nach 18 April 2019, 18:20:28Dank moderner Medizin kann man ja mit so ziemlich allem leben. ^^

Da kann ich dir nur recht geben. Hilft vor allem in Foren und generell im Internet😉😁.
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Grusler

Wobei mir bei DelToro diese Fan-Boy-Scheisse mit (z.B.) den "androgynen Liebeswehen", etc. so richtig auf den Sack ging...man meint, man ist bei The Big G....bang Theorie gelandet. Muss auch mal gesagt werden. ;)
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Chili Palmer


Del Toros Filme sind auch alles andere als fehlerfrei, aber um das mal einzuordnen: Ich habe das Reboot zusammen mit einem Freund geschaut, der die ersten beiden Filme überhaupt nicht mochte und sich nun endlich "seinen" Hellboy erhoffte. Er meinte hinterher nur "wat'n Scheiß, hatte seine Momente, aber wat'n Scheiß" und das fasst es einfach sehr schön zusammen. Die schwierige Produktionsgeschichte mag zwar ein Argument sein, aber ob man's gelten lassen sollte, weiß ich nicht - Krieg der Sterne und Apocalypse Now z.B. waren Alptraumdrehs. Hier hing einfach von niemandem Herzblut dran, um das Ergebnis im Schnitt noch irgendwie zu retten. Denn gerade der war furchtbar.

Nun gut; dafür, dass ich den Film gerne verdrängen würde, verliere ich gerade tragisch viele Worte.
Fanboy: Call of Nichtloslassenkönnen  :winken:
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