B-Action-Highlights und Geheimtipps

Erstellt von elrec, 7 Januar 2007, 22:31:45

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JasonXtreme

Den werde ich wohl wegen Shalavi noch anschauen, mehr wird von ihm ja leider nicht mehr kommen :( RIP Darren.
"Hör mal, du kannst mein Ding nicht Prinzessin Sofia nennen. Wenn du meinem Ding schon einen Namen geben willst, dann muss es schon was supermaskulines sein. Sowas wie Spike oder Butch oder Krull, The Warrior King, aber NICHT Prinzessin Sofia."

McClane

18 Juni 2015, 11:42:46 #481 Letzte Bearbeitung: 18 Juni 2015, 14:45:54 von McClane
Skin Trade ist ein hübscher Reißer geworden, auch wenn die beste Actionsequenz schon vor dem (etwas antiklimaktischen) Finale kommt und Regie/Schnitt nicht das Optimum aus den Kampfszenen herauskitzeln. Dafür ist die Kameraarbeit knorke, das Budget sieht man dem Film positiv an und auch die Besetzung (Lundgren, Weller, White, Perlman) zu überzeugen weiß, mit Ausnahme von Tony Jaa, der mal wieder ordentlich kickt, aber darstellerisch selbst bei einfachen Aufgaben wie Oneliner-Klopfen und Coolwirken heillos überfordert ist. (Knappe 7/10)

Ebenfalls zu empfehlen:

The Marine 4: Moving Target

Dafür, dass William Kaufman weder die Knete des Erstlings noch die Location des zweiten Teils zur Verfügung stand, ist "The Marine 4" mehr als achtbar, denn er macht das Beste aus dem Vorhandenen, trotz eines sichtbar knappen Budgets, das man unter anderem an den mäßig aussehenden CGI-Einschüssen erkennt. Warum manchmal dann doch (deutlich besser aussehende) Squibs zum Einsatz kommen verstehe ich nicht. Ansonsten zeigt sich an "The Marine 4" gut der Unterschied zwischen einem guten und einem herausragenden (B-)Actionfilm. Denn Kaufmans Film deckt die Basics gelungen ab: Mit viel Tempo wird die an "Eraser" erinnernde Geschichte abgespult, der Actionanteil ist ziemlich hoch, gerade in der zweiten Hälfte und überzeugt mit vielen sauber inszenierten Shoot-Outs sowie erfrischend rohen Nahkämpfen, die aber alle etwas länger dauern dürften. Leider fehlt es an den Kleinigkeiten, die den Film mehr als gut machen: Trotz des flotten Tempos merkt man, dass die Geschichte sich auf bekannte Versatzstücke wie den (etwas schnell enttarnten) Verräter im eigenen Team und die nutzlosen, weil ungläubigen Cops verlässt und daher wenig Überraschungspotential da ist. Auch der Held ist bloß eine Standardfigur, so wie auch die Fiesling zu wenig Profil gewinnen - gerade die von WWE gepushte Summer Rae ist nur eine Handlangerin unter vielen, da kann auch ein etwas anspruchsvollerer Fight mit dem Helden nix ändern. Die in Grau- und Grüntönen gehaltene Farbpalette des Films spricht nicht unbedingt an, dafür die stylisch gestaltete Creditsequenz. Ich will mich nicht beklagen, als actionreicher, schnörkelloser und geradliniger Reißer von 90 Minuten gefällt mir "The Marine 4" besser als manches (über)ambitioniertes Konkurrenzprodukt aus Hollywood, wie etwa "Run All Night" oder der Bauchklatscher "The Gunman", aber so stark wie Kaufmans "Sinners and Saints" ist der Film leider nicht. (7/10)

Abgeraten wird von:

Dem schon etwas älteren In the Name of the King 2

Zuerst einmal: Nachdem ich dieses Setfoto mit Lochlyn Munro mit schlecht sitzender Perücke gesehen habe, war der Film noch lustiger als zuvor:



Gerade dann, wenn die Darsteller "ernsthafte" Fantasydialoge vortragen sollen, dann wird es schnell unfreiwillig komisch. Lundgren hat Glück, darf als Gestrandeter mit Onelinern um sich werfen, die manchmal sogar echt ganz witzig sind ("Your prophecy is refreshingly vague"). Gleichzeitig scheint der Dolph den Film gedreht zu haben, während er gerade einen Hüftschaden auskuriert hat, so oft wie man ihn sitzend oder liegend sieht, in den drei relativ kurzen Actionphasen (Anfang, Waldüberfall, Finale) tritt er dann kurzzeitig in Aktion, was gar nicht so schlecht choreographiert ist, doch durch Bolls Inszenierung mit Kameragewackel und unsauberem Schnitt zunichte gemacht wird. Gerade beim Überfall in Grangers Haus weiß man nicht so recht wie viele gleich aussehende Angreifer überhaupt vor Ort sind und wer gerade von wo attackiert. Abgesehen davon gibt es ein Kraut-und-Rüben-Script, das fast den halben Film auf die Vorbereitung von Grangers Quest verplempert, danach alle Entwicklungen holter-die-polter übers Knie bricht und unter diversen Glaubwürdigkeitsproblemen leidet. Der im Schlussakt auftauchende Drache ist für das Budget ganz okay animiert, die Darsteller abseits von Lundgren im Naja-Bereich und am edelsten sehen noch die Landschaftsinserts zwischendrin aus, wenn man die Wildnis filmt um zu zeigen, dass wieder Zeit seit der letzten Szene vergangen ist. Nur was Boll- oder Lundgren-Komplettisten, selbst wenn die beiden jeweils noch Schlechteres auf dem Kerbholz haben. (2,5/10)

sowie dem B-Thriller VANish

Keine Frage: Das Konzept der begrenzten Raumes mit einer Kamera, die immer am und im Van bleibt, zieht "VANish" konsequent durch und ist anfangs durchaus spannend, wenn man ahnt, dass mehrere Personen eine eigene Agenda haben. Da sieht man gerne auch über die kostengünstige Optik hinwegt und wird erst langsam von den Pseudo-Tarantino-Dialogen genervt, in denen kein Satz ohne ein "fuck", "bitch" oder "cock" auskommt, was irgendwann nur noch gewollt wirkt. Doch mit der Geständnisszene zur Halbzeitmarke, wenn jede Figur noch etwas zu beichten hat (was teilweise auch extrem bescheuert ist und nichts zur Geschichte beiträgt, vor allem Max' Beichte) ist die Luft raus. Den einen oder anderen gekünstelten Spannungsmoment kann Bockbrader noch rauskitzeln (Cop, Belauern von Max und Shane), doch die überzogenen, unnötigen Billigsplatterszenen irgendwo zwischen Troma und deutschem Amateurfilm sind ebenso unpassend wie der dümmliche Ballershowdown, in dem eine Figur kaum getroffen wird, obwohl fünf Schützen den Van sichtbar mit MGs perforieren. Interessantes Konzept, halbwegs spannende erste Hälfte, aber danach ein weiterer Beweis, dass Tony Todd und Danny Trejo (die jeweils eine Szene und vermutlich genauso viele Drehtage hatten) für ein paar Kröten und ne warme Mahlzeit anscheinend in jedem Film mitspielen. (Knappe 4/10)
"Was würde Joe tun? Joe würde alle umlegen und ein paar Zigaretten rauchen." [Last Boy Scout]

"testosteronservile Actionfans mit einfachen Plotbedürfnissen, aber benzingeschwängerten Riesenklöten"
(Moonshade über yours truly)

Cyman

Ich habe drei der vier von McClane genannten Filme ebenfalls gesichtet (plus noch ein paar weitere Filme aus der zweiten Reihe). Hier mein Senf dazu:

Skin Trade
SKIN TRADE war eine Herzensangelegenheit von Dolph Lundgren, schrieb er doch am Script mit, koproduzierte den Streifen und übernahm neben Tony ONG-BAK Jaa die Hauptrolle. Dazu gesellen sich gestandene B-Recken wie Ron Perlman, Michael Jai White, Peter Weller oder Cary-Hiroyuki Tagawa. Die Optik des Streifens kommt überraschend edel daher und die Story hat zwar einige Löcher und in der ersten Hälfte ein paar Längen, allerdings ist das Thema durchaus interessant. Die Action ist angenehm bodenständig inszeniert und passt zum ernsten Ton des Filmes. SKIN TRADE kommt zwar nicht an B-Knaller wie UNDISPUTED III oder UNIVERSAL SOLDIER: DAY OF RECKONING heran, ist nichtsdestotrotz sehenswertes Männerkino. 7/10

Marine 4: Moving Target
WWE Wrestler The Miz darf im vierten Teil der MARINE-Reihe erneut die Stiefel schnüren und einem Haufen übler Söldner (u.a. dabei: WWE Diva Summer Rae) in den Arsch treten. Ich habe selten einen Film gesehen, in dem die angeblich top ausgebildeten Söldner so oft an unserem Helden vorbeiballern wie in THE MARINE 4. Die Actionszenen sind eintönig und wiederholen sich mit den immer selben Ballereien, was sicherlich auch am überschaubaren Budget liegt. Kann man sich wie schon den 3. Teil sparen. 4/10

VANish
Trotz des geringen Budgets und der sehr kurzen Drehzeit gelang Bryan Bockbrader ein ambitioniertes, kurzweiliges Regiedebüt. Die Handlung spielt zu 95% in einem Van und bietet die eine oder andere Wendung, welche bisweilen etwas zu erzwungen daherkommt. Handwerklich ist das Werk durchdacht, was die Independent-Produktion niemals billig erscheinen lässt, obschon die Splattereffekte ab und an etwas unbeholfen inszeniert wurden, löblicherweise allerdings alle handgemacht. Unter dem Strich bleibt ein dreckig brutaler und sehenswerter Road-Trip. 6/10

Calibre 9
Beknackter C-Murks mit übler Digital-Optik, nervöser Wackelkamera und mies getricksten CGIs. Geld stand den Machern offensichtlich keines zur Verfügung; immerhin ist die Choreographie der Ballerszenen nicht schlecht und hält den Zuschauer zumindest bei den Actionszenen bei Laune. Allerdings ist mir das Filmchen einfach zu billig und die Sozialkritik zu aufgesetzt, um nettere Worte zu finden. Trotz der grotesken Grundidee und einiger netten Ideen ist CALIBRE 9 nicht mehr als Zeitverschwendung. 3/10

Everly
Comicartiges Baller-Kammerspiel mit Salma Hayek in der Hauptrolle, die für ihr Alter noch immer ziemlich heiss aussieht. Ziemlich strange und skurril das Teil, jedoch nicht die grosse Actionsause, die man aufgrund der Prämisse und des Trailers erwarten konnte. Leider wird die Idee inhaltlich und visuell nicht vollends ausgereizt, da die Geschichte allzu vorhersehbar ist und die Effekte zu oft vom Rechner unterstützt werden. Schade. 5/10

A Good Man
Hach Stevie: nachdem die früheren Kooperationen mit Keoni Waxman (THE KEEPER, A DANGEROUS MAN) durchaus brauchbar waren, ist A GOOD MAN ein grosser Haufen Mist. Immerhin präsentiert uns Stevie hier sein neckisches Toilettendeckel-Bärtchen; dieses muss wohl auch der Grund gewesen sein, warum sich die geschätzt 30 Jahre jüngere und leckere Nachbarin kurz vor dem Abspann vor ihm entblösst. Dies nimmt Stevie mit seinem üblichen Wachkoma-Blick zur Kenntnis. Zum Glück stellte man ihm Victor Webster als Sidekick zur Seite, der den Film mit ein paar annehmbaren Prügeleinen vor dem kompletten Absturz rettet. 3/10

Cat Run 2
Komplett beknacktes Sequel zum überraschend feinen Erstling aus dem Jahre 2011. Paz Vega ist leider nicht mehr dabei, dafür gibt es ein Wiedersehen mit Scott Mechlowicz und Alphonso McAuley als Ermittler-Duo wider Willen. Ich weiss nicht was der Drehbuchautor alles geraucht hat, aber wer Ninjas, Roboter, Blut, reichlich Titten, die chinesische Mafia und debile Sprüche und Situationen in ein Script packt, hatte sicherlich einiges intus. Komplett over the top, billig und grenzdebil, jedoch auch ziemlich unterhaltsam. 5/10

Cheers, Cyman

cyborg_2029

Auch paar davon erst kürzlich gesehen.

The Marine 4
Fand ich auch eher öde, weil immer nur Ballereien statt paar ordentlicher Handkämpfe sind für einen Film mit Wrestlern eher arm. Außerdem sah das CGI-Blut beschissen aus. Trotzdem noch unterhaltsamer als der dritte.
5/10

Everly
Habe ich entsprechendem Thread was zu geschrieben. Hat mich gut unterhalten und die Hayek sieht wirklich immernoch heiß aus.

Skin Trade
Schließe ich mich ebenfalls der Meinungen hier an. Gute Action, tolle Kameraarbeit auch die Geschichte ist nicht ganz dumm. Nur der stellenweise schlechte Schnitt und Jaa's Schauspiel mindert das Sehvergnügen etwas.
Trotzdem gute 7/10

Auf Cat Run 2 freue ich mich, der Este war echt geil. Für Deutschland gibt es aber noch keinen Termin, oder?

Lebensweisheiten 101: "Wenn Du einmal damit anfängst, dann kniest Du nur noch."

Jerry Garcia

Cat Run 2 hab ich auch auf meiner Orderliste, weil mir der Erste gut gefiel.

http://www.bluray-disc.de/blu-ray-filme/cat-run-2-blu-ray-disc

Ist jetzt aber mit Vorsicht zu genießen die Angabe.

McClane

Zitat von: Cyman nach 19 Juni 2015, 13:54:03
Immerhin präsentiert uns Stevie hier sein neckisches Toilettendeckel-Bärtchen; dieses muss wohl auch der Grund gewesen sein, warum sich die geschätzt 30 Jahre jüngere und leckere Nachbarin kurz vor dem Abspann vor ihm entblösst.


Der Steven wieder in seinem Element. Bei Alter seines Love Interests in "A Dangerous Man" musste man sich fragen, ob bereits der Tatbestand der Verführung Minderjähriger besteht.  :icon_mrgreen: Die letzten Sachen von ihm hab ich bisher noch nicht gesehen, aber er scheint ja konsequenz weiterzumachen.

In Sachen "In the Name of the King 2" hab ich dann noch folgendes in der imdb gelesen: "Dolph Lundgren injured himself on the first day of filming, making it harder for him to run and do the fight scenes." - Merkt man dem Film an.
"Was würde Joe tun? Joe würde alle umlegen und ein paar Zigaretten rauchen." [Last Boy Scout]

"testosteronservile Actionfans mit einfachen Plotbedürfnissen, aber benzingeschwängerten Riesenklöten"
(Moonshade über yours truly)

Hitfield

21 Juni 2015, 01:00:01 #486 Letzte Bearbeitung: 21 Juni 2015, 01:05:57 von Hitfield
Zitat von: McClane nach 19 Juni 2015, 15:36:51
In Sachen "In the Name of the King 2" hab ich dann noch folgendes in der imdb gelesen: "Dolph Lundgren injured himself on the first day of filming, making it harder for him to run and do the fight scenes." - Merkt man dem Film an.


Das wusste ich nicht, als ich vor drei Jahren schrieb:

ZitatLundgren bewegt sich noch weniger und träger als man es von Plattfuß Seagal inzwischen gewohnt ist. Ich mag Lundgren ja gerne und sehe mir sowieso alle seine Filme an, aber sein Auftritt hier ist erbärmlich. Es nervt, Lundgren minutenlang zuzusehen, wie er in der Ecke herumsteht, sich durch ungeöffnete Briefe wühlt, Badewasser einläßt, sich lethargisch im Bett herumwälzt, auf Fotos toter Kameraden starrt etc.

http://www.gemeinschaftsforum.com/forum/index.php/topic,48363.msg990364.html#msg990364


Ansonsten fand ich den Film sogar noch einen Tick schlechter.





Zweitsichtung nach 19 Jahren:

Fair Game (USA 1995)

Vermutlich der kurioseste Actionfilm aller Zeiten: produziert von Joel Silver für 50 Mio. US$, gedreht von einem Regisseur, der weder davor noch danach wieder etwas inszeniert hat. Sein IMDb-Profil ist auffallend leer; die vier Drehbuch-Credits für TV-Serienfolgen scheinen fast zu einer anderen Person zu gehören - vielleicht ein Pseudonym?

Der Film war das große Debüt vom Mega-Super-Übermodell der 90er Jahre Cindy Crawford, die den gefühlt halben Film im Sport-BH herumlaufen darf, aber nach ihrem Einstand nie wieder in einer größeren Produktion mitgespielt hat (ca. 6 TV-Serienfolgen und 3 Indie-Filme). Wobei sie zugeknöpft als Anwältin, die von russischen Killern gejagt wird, sogar recht erträglich ist. Ganz im Gegensatz zu ihrem schmierigen Co-Star und Love Interest William Baldwin. Das ganze gipfelt dann kurz vor dem Showdown und Ende in eine der lächerlichsten, künstlichsten Erotikszenen, die ich je in einer großen Hollywood-Produktion gesehen habe. Crawfords Brüste wiegen Baldwins blankes Hinterteil, das dekorativ vor der Kamera hängt, leider nicht auf. Zudem in einer Ästhetik gedreht wie die Penthouse-Erotikvideos der späten 80er/frühen 90er. Man merkt, dass auf Teufel komm raus dem Trend der frühen 90er mit den diversen Erotik-Krimis nachgeeifert wurde ("Sliver", "Basic Instinct", "Jade", "Body of Evidence", "Die letzte Verführung" usw.).

Kurze Anmerkung: wirklich heiß und herausragend als Energiebündel - trotz ihrer Klischerolle als mexikanische Geliebte - ist Salma Hayek in ihrem ersten englischsprachigen Spielfilm neben Rodriguez' "Desperado". Davor war sie nur in spanischen Produktionen, TV-Serien und einem Episodenfilm zu sehen.

Die Darstellung der Gegenspieler ist ein Witz, auch was die Inszenierung angeht. Ein simples Hin- und Hergespringe/-geschneide zwischen Crawford/Baldwin und Steven Berkoff als fieser Killer-Russe in stets rot-schwarz ausgeleuchteten Räumen. Und alle Russen laufen in schwarzen Anzügen herum. Das ist so platt und gleichzeitig leider humorfrei, dass man es selbst (nicht) gesehen haben muss. Könnte fast als Satire durchgehen, aber eben nur fast.

Der Bodycount ist enorm hoch und blutig, ließ mich aber trotzdem kalt. Joel Silver-typische Actionszenen gibt es einige wie die Explosion von Crawfords Art déco-Apartment, die Schießerei im Safe House, die Schießerei im Hotelzimmer, die Schießerei in der Tiefgarage, die Verfolgungsjagden via Auto und Zug, die Sprengung des Schiffs usw. Alles im typischen Joel Silver-Stil ("Action Jackson", "Stirb langsam", "Lethal Weapon", "Last Boy Scout"), ohne jedoch die genannten Vorbilder auch nur annähernd zu erreichen. Vom Aufwand der Actionszenen können andere Produktionen nur träumen, aber aus heutiger Sicht ließen sie mich - wohl auf Grund der Inszenierung - einfach nur kalt.

Aus heutiger Sicht wohlgemerkt. Mann, hat der Film im Laufe der Zeit gelitten! 1996 gab ich ihm noch eine satte 7/10, heute reicht es gerade mal für eine 3 / 10.
"All those moments will be lost in time, like tears in the rain."

cyborg_2029

21 Juni 2015, 02:22:28 #487 Letzte Bearbeitung: 21 Juni 2015, 02:24:45 von cyborg_2029
Fand den damals schon schlecht. Steht aber auch auf meiner Zweitsichtungsliste. Merkwürdigerweise finde ich einige miese Filme der 90er heute ganz gut. Ist wohl etwas Nostalgie. Oder weil heutige Filme teilweise noch blöder sind.

Lebensweisheiten 101: "Wenn Du einmal damit anfängst, dann kniest Du nur noch."

RoboLuster



Wenn er in die Hölle will, lass ihn gehen am 28. August 2015 auf Blu-ray, im limitierten Digipak von Explosive Media.

http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=9109


Hat lange gedauert. :respekt:
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8
"Shoot first, think never!" - Ash

lastboyscout

Oha, manchmal kommt ja doch noch was raus was ich WIRKLICH brauche.
Wird die Region-Locked sein?
I`m a tragic hero in this game called life,
my chances go to zero, but I always will survive.
( Funker Vogt - Tragic Hero )

What is your pleasure, sir? This is mine:
http://www.dvdprofiler.com/mycollection.asp?alias=lastboyscout

Jerry Garcia



https://www.youtube.com/watch?v=b8FWcvOCj3k

Als Spätfilm nach dem Fußball gestern mal noch mit nicht allzu hoher Erwartung eingeworfen. Der günstige Look hat mich zu anfang dann auch bestätigt, aber dann entwickelt sich das zu einem dreckigen, derben und knüppelharten kleinen Knastfilm, in dem ohne lange rumzuquatschen unter den Gefangenen keine Gefangenen gemacht werden. Und Dean Cain ist von seinem Serien-Superman-Image soweit entfernt wie ich von nem Funken Intelligenz. Wer sich also für Knackifilme begeistern kann, sollte den hier nicht missen. Billigen Look hin oder her.  :8: Die Abzüge gibt es auch nur wegen dem Look und weil es jetzt kein darstellerisches Wunderding ist.

StS

...auf den bin ich auch mal gespannt - hauptsächlich wegen der Soskas.
Und Michael Eklund seh ich eh immer gern.
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Jerry Garcia

Ich würde auch nicht viel drauf setzen, dass der ungeschoren durch die FSK kommt. Nicht nur wegen der Thematik selbst, sondern auch der einen oder anderen Szene.
Für seine sonstigen Werke war Dean Cain doch schon irgendwie beeindruckend, denn hin und wieder blitzt da ein Wahnsinn durch, der schon fast glaubhaft rüberkommt. 

Jerry Garcia



https://www.youtube.com/watch?v=4YvmT_cMXDg

Die Location ist (budget-)günstig gewählt, aber Matthew Resse sorgt für ordentlich Action - nicht immer logisch, aber okay - und was sich bei Lundgren erst wie ein läppisches Cameo der überflüssigen Art andeutet, lässt ihm genug Raum, um später dann doch wieder den "echten" zu präsentieren.   

Jerry Garcia



https://www.youtube.com/watch?v=XfpRiJzinqw

Clip: spoilert aber etwas

https://www.youtube.com/watch?v=a27w7broIPQ

Cody Hackman auf den Spuren von Michael J. Fox. Nur dass "Gridlocked" die raue Actionvariante bevorzugt. Eine kleine Schar bekannter Mimen wie Danny Glover (Lethal Weapon-Reihe, Predator 2 und danach auch viel Mist), Vinnie Jones (The condemned, The magnificent seven, Mean Machine und auch ziemlich viele Gurken), Stephen Lang (Die gnadenlose Clique, Avatar, Don't breathe und die Serie Terra Nova) und Dominic Purcell (Serien wie John Doe, Prison break, Legends of tomorrow oder der Film Killer Elite) sowie Cody Hackman (Tapped out, Fortress und Hidden in the woods) wirkt in dem Film mit, der doch recht schnell an "Auf die harte Tour" (The hard way) erinnert und mit diesem Handlungsstrang den Humor einbringt, der auch den restlichen Film über immer mal wieder aufblitzt und die grimmige Action etwas auflockert. Sieht man darüber hinweg, dass von den 110 Minuten vielleicht 10 hätten wegbleiben können und damit eine mittig einsetzende Ruhephase vermieden. Purcell als der knallharte Cop ist hier genau richtig besetzt, räumt er doch gnadenlos auf. Und die eine oder andere Szene bewirbt sich um die Aufnahme bei Schnittberichte.com - da sag ich nur Beinwunde + Verhör. Für Dominic Purcell würde ich mir mehr solcher Rollen in derartigen Filmen wünschen. Der Mix aus "Auf die harte Tour" und "Das Ende" kann gefallen, an Actionszenen ist kein Mangel. Wirklich neu ist in dem Film nicht viel, aber dafür ist es ein sehr gelungener Kracher mit einer feinen Portion Witz, von dem man liebend gerne weitere Filme sehen möchte. 8/10