Autoren-Thread : Bretzelburger

Erstellt von Bretzelburger, 26 Januar 2007, 03:22:54

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Bretzelburger

So, hier mal wieder ein ganz neuer Film "Contract" mit Morgan Freeman und Cusack" - wobei "Neu" relativ ist, da der Film schon aus dem Jahr 2005 stammt, aber aus verständlichen Gründen sehr lange brauchte bis er einen Verleiher fand.

Angesichts der Tatsache ,daß ein Film wie "Lucky # Slevin" gar nicht ins Kino fand und Ritchies "Revolver" hierzulande bis heute nicht aufgetaucht ist, ist es schon merkwürdig, daß es dieser Film doch noch geschafft hat.

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=108860&rid=232927

Mr. Hankey

16 März 2007, 15:07:46 #91 Letzte Bearbeitung: 16 März 2007, 15:15:44 von Mr. Hankey
ZitatSo, hier mal wieder ein ganz neuer Film "Contract" mit Morgan Freeman und Cusack" - wobei "Neu" relativ ist, da der Film schon aus dem Jahr 2005 stammt, aber aus verständlichen Gründen sehr lange brauchte bis er einen Verleiher fand.
Mein Gott! Die Nacht ist doch zum schlafen da. Wann findest du denn immer die Zeit, die Reviews schon in aller Frühe zu schreiben? ;)
Und warst du gestern nicht auch bei 5 Punkten? Jetzt hat er ja sogar genauso wenig Punkte bei dir, wie der Wixxer! :icon_confused: ;)

Zitatist es schon merkwürdig, daß es dieser Film doch noch geschafft hat...
Vor allem wenn man bedenkt, dass der Film bis heute nur bei uns und in Israel einen Verleih gefunden hat. Nich einmal die Amis haben den bis jetzt in ihre Lichtspielhäuser gebracht!  :icon_confused:


Na ja, meine Review folgt im Laufe des Nachmittags. :D
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Bretzelburger

Ausnahmsweise habe ich eine Review geschrieben zu einem Film, der schon eine riesige Menge davon hat. Bei Durchsicht dieser, mußte ich aber feststellen ,daß trotz einiger geschätzter Autoren keinerlei kritische Distanz zu diesem Werk vorhanden war und ich fühlte mich bemüßigt, meine Meinung niederzuschreiben

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=48232&rid=233031

Bretzelburger

Hier jetzt die Nachwirkungen des gestrigen "Sachsen"-Treffens. Tatsächlich gab es in Dresden eine Aufführung des Films "Fast Food Nation" , der ja in Deutschland kaum Verleiher fand. Allerdings mußten wir dafür in einem kleinen Hinterhof bei knapp unter 10 Grad und regelmäßigen Regengüssen aushalten, was eigentlich einen erwärmenderen Film notwendig gemacht hätte.

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=101336&rid=233829

Bretzelburger

Hier ein "vergessener" neuer Film, der gerne als Frauenfilm oder - noch schlimmer "für die über 35" abqualifiziert wird. Dabei hat der Film eindeutig Generations übergreifende Qualitäten, die ich versucht habe, in Worte zu fassen

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=94509&rid=233964

Bretzelburger

Nachdem Copfkiller mich ja aufgefordert hatte, es besser zu machen - hier meine Kritik zu einem Film mit einem ähnlich heiklen Thema

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=41176&rid=234077

filmimperator

Ich hab gestern in der Sneak den Film "The Contract" gesehen und habe mal meine Eindrücke mit deiner Kritik verglichen und diese dann auch mal inhaltlich unter die Lupe genommen. Eines vorweg: du hältst von dem Film weniger als ich - aber davon möchte ich mal absehen.

Mir fällt wiederum an deiner Kritik auf, dass sie doch arg lang geworden ist (knapp 2 Seiten) und du nahezu minutiös den Plot der ersten halben Stunden rekonstruierst. Dass du daran dann die absurden Konstruktionen des Plots fest machst, habe ich verstanden - nur warum in diesem Ausmaß? Gut, da können wir drüber streiten, ich schreibe eben anders.
Des Weiteren kritisierst du jedoch, dass den Figuren kaum Tiefe verliehen wird. Das ist zwar richtig, nur kann ich es nicht nachvollziehen. "The Contract" ist ein Thriller - da wäre ein tiefgründiges Vater-Sohn-wir-analysieren-unsere-Differenzen-Drama-Thema schlicht fehl am Platze und würde das Tempo drücken. Bei "Die Hard" erwarte ich ja auch nicht, dass ich in epischer Länge zu sehen bekomme, warum denn Bruce Willis von seiner Frau verlasen wurde...
Sonst hab ich noch eine Frage: was war an dem Film Slapstick? Gut, der Hubschrauber-Absturz war etwas albern, aber sonst?

Ansonsten - sprachlich gesehen - allerdings wieder ein Lob! Gut gelungen - nur eben für meinen Geschmack etwas zu ausufernd.
Unterschiedliche Meinungen? Chuck Norris interessieren nicht mal die Fakten!

Bretzelburger

Wie du richtig vermutest nehme ich die ersten 20 Minuten deshalb so detailliert auseinander, um eben nicht nur irgendwelche Behauptungen aufzustellen, sondern um sie auch bespielhaft nachzuweisen. Ich bleibe damit genau im Rahmen der Inhaltsangabe (die ja auch ziemlich lang geraten ist)und verrate damit keine weiteren Handlungsabläufe.

Warum ich dabei so ausführlich bin ? - Um auch für Bisher-Nichtseher meine Argumentation schlüssig zu machen. Je detaillierter die Argumentation, um so mehr kann sich auch ein Anderer schon ein eigenes Bild machen - Beispiel : ich schildere die Szene mit dem Handy im Krankenhaus als lächerlich - wer sich sagt, daß ihn das nicht stört, kann z.B. schon mal einen Minuspunkt streichen.

Ich baue übrigens die Argumentation so genau auf, weil der Film mehrfach behauptet etwas zu sein, was er nicht ist. In einem Punkt hast du meine Kritik aber nicht richtig gelesen, denn ich sage genau wie du aus, daß ein differenzierter Charakter oder ein schlüssiger Konflikt für einen Actionfilm nicht notwendig ist. Nur fangen diese üblicherweise mit solchen Pseudo-Problemgesprächen gar nicht erst an, während "Contract" zu Beginn einen solchen Eindruck erwecken will und dann doch nichts daraus macht.

Aber - und da gehe ich mit dir konform und schreibe es auch so - bei einem ordentlichen Actionreißer ist das alles wurscht. Nur, und das bemängel ich am meisten, ist es kein guter Actionreißer, denn die Verfolgungsjagd im Wald gerät dafür allzu pomadig und vorhersehbar. Und in diesem Punkt sind wir eben verschiedener Meinung - du fandest es halt spannend.

Übrigens passe ich meine Reviews in der Länge immer an die Notwendigkeiten an. Manchmal sind sie kurz, manchmal noch länger wie bei "Mussolini" , da hier einfach eine Menge an Grundlagen notwendig ist. Deine fast immer gleiche Länge finde ich zu wenig flexibel - manchmal liegt genau in der Kürze die Würze, manchmal bleibst du sehr oberflächlich.

Bretzelburger

Hier einer der ersten Filme eines meiner Lieblingsregisseure Douglas Sirk, hier noch als Detlev Sierck. "La Habanera" verdeutlicht noch etwa anderes, nämlich das es möglich war, sehr gute Filme im Deutschland von 1937 zu drehen, die sich nicht den Nazis anbiederten.

Ich sehe den Film auch als Gegenstück zu Copfkillers "Jud Süß"-Review - beide Filme haben übrigens den selben Hauptdarsteller. Hier im OFDb ist "La Habanera" schwächer kritisiert, was eben doch meine These verdeutlicht, daß Propagandafilme trotz ihrer eindeutig negativen unmoralischen Aussage cooler und interessanter sind, als Werke, die ein zwischenmenschliches Drama schildern.

Von ihrer humansistischen Aussage her sind die Filme das Gegenteil

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=14448&rid=234892

Bretzelburger

Mir ist es mit "Children of Men" ähnlich gegangen wie manchen "Kritikerkollegen" bei "Lucky # Slevin". Ein wirklich guter Film, aber die absolute Begeisterung kann ich doch nicht recht nachvollziehen, auch wenn ich es versucht habe :-)

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=104092&rid=235482

Bretzelburger

Hier jetzt der dritte (und damit leider letzte auf DVD erhältliche) Film von Detlef Sierck (später Douglas Sirk). Dazu noch der erste UFA-Film mit Zarah Leander. Mit Sicherheit kein Propagandafilm (wie auch nicht anders bei Sierck zu erwarten), aber doch ein im historischen Zusammenhang interessantes Werk, da es bei den Nazis überaus beliebt war.

Auch heute noch ein absolut unterhaltender Film, der keineswegs altmodisch wirkt (sieht man mal von der Filmtechnik ab).

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=13036&rid=235671

Bretzelburger

Nach dem ich zuletzt immer versuchte, die Qualitäten des "Deutschen Films" zu demonstrieren, habe ich hier einmal beispielhaft einen Film besprochen, den ich letztens des Nachts zufällig im Fernsehen sah und nur zu Ende anschaute, weil ich ihn besprechen wollte - daran erkennt man, zu welchen Opfern ein Review-Autor bereit sein muß (schluchz!).

Doch trotz der minderwertigen Qualität dieses "deutschen Lustspiels" bin ich mir sicher, daß den Film viel mehr Zuschauer sahen als die meisten schon zuvor von mir besprochenen deutschen Filme.

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=37872&rid=236269

Bretzelburger

3 April 2007, 08:48:30 #102 Letzte Bearbeitung: 3 April 2007, 08:50:15 von Bretzelburger
Ich habe gestern Abend einen völlig neuen Film gesehen - "Alpha Dog". Das muß ein anderer Film sein, als der der letztens schon mal rauskam - merkwürdigerweise mit dem selben Titel.

Anders kann ich mir einfach nicht erklären, wie dieser Film zu seinen f*** Kritiken gekommen ist ?? - Weil er das No,No-Wort zu oft benutzt ? - Selbst dieses ja im Grunde objektive Kriterium habe ich anders empfunden - ich habe das schon deutlich häufiger gehört. Weil der Film die Jugend verführt, indem er kritiklos "coole" Jungs mit Tattoos zeigt und deren Drogengeschäfte ? - Auch die habe ich einfach nicht zu Gesicht bekommen. Ich habe nur einen Haufen arme Würstchen gesehen, die einen auf dicke Backe gemacht haben und denen bei der ersten wichtigen Entscheidung der Arsch auf Grundeis ging.

Ach ja, Klischees ! - Stimmt ,die habe ich gesehen, massenweise. Aber nicht von Cassavetes,sondern von den Kids, die gar nichts anderes kannten. Wer das für künstlich, übertrieben und einseitig hält, darf gerne die nächste Folge von DSDS betrachten, die sich zuletzt nicht mal genierte, ein paar Clowns zur Belustigung des Volkes auf die Bühne zu schicken...

"Alpha Dog" hält drauf und seziert, aber ohne moralischen Zeigefinger oder explizite Botschaft.

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=87446&rid=236293

Mr. Hankey

3 April 2007, 17:24:23 #103 Letzte Bearbeitung: 3 April 2007, 17:34:46 von Mr. Hankey
ZitatDoch trotz der minderwertigen Qualität dieses "deutschen Lustspiels" bin ich mir sicher, daß den Film viel mehr Zuschauer sahen als die meisten schon zuvor von mir besprochenen deutschen Filme.
Tja, leichte Kost ist für die meisten Zuschauer halt nun mal besser und mit mehr wohlwollen zu verdauen, als die anderen von dir besprochenen Filme. Und das wissen die Fernsehsender auch und deshalb kommt man nun mal leider nur relativ schwierig an Meisterwerke wie eben die beiden Leander-Filme heran, die ich persönlich ja auch ganz große Klasse finde! :respekt:

Traurig aber wahr! :icon_sad:


Nun gut, für deutsche "Lustspiele" habe ich ja mitunter auch ab und zu etwas offen, aber wenn Peter Alexander draufsteht, dann ist sowieso immer Vorsicht geboten. Der hat schließlich schon Teil 2 & 4 der sonst so herrlichen Lümmel-Reihe versaut. :icon_mrgreen: Stimmts, Kruchti? ;)


BTW: Ach so, zu deiner "Alpha Dog"-Review sprechen wir uns morgen! :icon_eek: ;) ;)
Wobei, dass muss wohl ein anderer Bretzi sein als der, den ich bis jetzt kennengelernt habe. :icon_mrgreen: ;)
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Vinyard Vaughn

Zitat von: Mr. Hankey nach  3 April 2007, 17:24:23
BTW: Ach so, zu deiner "Alpha Dog"-Review sprechen wir uns morgen! :icon_eek: ;) ;)
Wobei, dass muss wohl ein anderer Bretzi sein als der, den ich bis jetzt kennengelernt habe. :icon_mrgreen: ;)


Bzw. Donnerstag für die anderen ;). Das möcht ich nicht hier breittreten, da wähle ich lieber eine persönliche Besprechung bei der du versuchen kannst uns "umzustimmen"  :icon_mrgreen:.
Zitat von: ForenregelnMaximalgröße für Bildsignaturen: 400x133 Pixel, 50 kb - nicht animiert!


When I see her on the street
You know she makes my life complete

Mr. Hankey

3 April 2007, 17:47:15 #105 Letzte Bearbeitung: 3 April 2007, 17:51:26 von Mr. Hankey
Ist vielleicht auch allgemein besser am Donnerstag, denn ich glaube im Beisein von Bretzis Tochter wäre das dann doch etwas unpassend. ;)
Aber am Donnerstag ist er dran. Dann heisst es einer gegen alle und alle gegen einen! :icon_mrgreen:
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Bretzelburger

Zitat von: Mr. Hankey nach  3 April 2007, 17:47:15
Ist vielleicht auch allgemein besser am Donnerstag, denn ich glaube im Beisein von Bretzis Tochter wäre das dann doch etwas unpassend. ;)



Das ist vor allem besser für dich, denn ich bin schwach und knetbar, aber meine Tochter kennt da kein Erbarmen :-)

Fastmachine

Zitat von: Bretzelburger nach  2 April 2007, 23:22:19
Nach dem ich zuletzt immer versuchte, die Qualitäten des "Deutschen Films" zu demonstrieren, habe ich hier einmal beispielhaft einen Film besprochen, den ich letztens des Nachts zufällig im Fernsehen sah und nur zu Ende anschaute, weil ich ihn besprechen wollte - daran erkennt man, zu welchen Opfern ein Review-Autor bereit sein muß (schluchz!).


Na, das nenne ich mal Heldenmut und Pflichtbewußtsein!  :icon_lol: Davon brauchten selbst die 300 Spartaner nicht annähernd soviel, als sie sich den Heerscharen der Perser entgegenstellten.
Und dann noch die Aufgabe mit mehr Fortune gelöst, als König Leonidas. Mit einem gezielten Stich diesem Filmzombie das untote Herz gepfählt und den Leichnam im Review schön zerpflückt. 

ZitatDoch trotz der minderwertigen Qualität dieses "deutschen Lustspiels" bin ich mir sicher, daß den Film viel mehr Zuschauer sahen als die meisten schon zuvor von mir besprochenen deutschen Filme.

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=37872&rid=236269


In der Tat ist diese Art von Film leider sehr viel repräsentativer für die deutsche Filmindustrie jener Jahre und hat zu ihrem schlechten Ruf maßgeblich beigetragen. Überzeugend an deinem Review finde ich, dass du es dir nicht zu einfach machst und einfach draufhaust, sondern an der Figur Peter Alexanders auch Überlegungen anstellst, warum dieser beim Publikum über Jahre (Jahrzehnte...) so gut ankam. Noch besser gefällt mir, dass du von der Figur Peter Alexanders aus die allgemeine Publikumshaltung im Deutschland von 1964 analysierst.

Wenn man sich vergegenwärtigt, wie zur Zeit die Nachkriegszeit bzw. Adenauerära wieder verklärt wird und andererseits auf ein Klischeebild von "1968" eingedroschen wird, dann lohnt es sich, mal wieder das Elend der deutschen Nachkriegsunterhaltung zu durchleiden. Danach dürfte das Bewußtsein dafür gestärkt sein, wie verottet und verklemmt die Unterhaltungsindustrie damals war und wie überfällig der Umbruch.

Dank also für deine nächtliche spartanische Heldentat, dich der Übermacht deutschen Filmschreckens auszusetzen.
Im Geiste bin ich bei dir. :respekt:
Ansonsten aber schlafe ich um diese Zeit lieber. Das ist erholsamer. :king:
Ich mag keine Filme; die verblöden nur. (Alfons d. Ä.)

Bretzelburger

Um den Ball gleich aufzunehmen, habe ich jetzt das hundertprozentige Kontrastprogramm dazu besprochen. Aber nicht nur zu Peter Alexander-Komödien, sondern auch zu dem verlogenen und verfälschenden 68er Rückblick "Das wilde Leben" aus dem Jahr 2007.

Ein Film, der mir am Herzen liegt, und den ich vorbehaltlos empfehle

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=14134&rid=236389

Mr. Hankey

4 April 2007, 10:30:00 #109 Letzte Bearbeitung: 4 April 2007, 10:37:55 von Mr. Hankey
Uha! Und bei dem hatttest du beim Kaufen ja schon mit dem Schlimmsten gerechnet. Das er nun anscheinend so brillant zu seinen scheint, macht mich natürlich auch neugierig. :D

Na mal sehen. Kartsadt wird ja sicher noch einige in seiner FSK 18-Abteilung haben! ;) (Achtung: Insider-Gag ;) )
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Bretzelburger

Zitat von: Mr. Hankey nach  4 April 2007, 10:30:00
Uha! Und bei dem hatttest du beim Kaufen ja schon mit dem Schlimmsten gerechnet. Das er nun anscheinend so brillant zu seinen scheint, macht mich natürlich auch neugierig. :D

Na mal sehen. Kartsadt wird ja sicher noch einige in seiner FSK 18-Abteilung haben! ;) (Achtung: Insider-Gag;) )


Aber genau diese "ab 18" Einordnung ist so idiotisch, da der Film völlig zurecht ab 12 ist. Hier wird auch durch die Verkäufer immer etwas a la Sex und Gewalt vermittelt, was absolut nicht zutrifft und damit die falsche Zielgruppe erreicht.

brachialromanti

Wirkten die Verkäufer etwa sexsüchtig oder brutal auf dich? Erinnere mich da an ein Erlebnis, auch in Dresden, allerdings im MediaMarkt...

Zielgruppe für Sex+Gewalt=Ich (dies mal nur am Rande ;) )
Zitat von: Mr. Vincent Vega
Natürlich liebe ich GTA - immerhin kann ich dort Frauen erschiessen!!

Bretzelburger

Zitat von: brachialromanti nach  4 April 2007, 17:59:06
Wirkten die Verkäufer etwa sexsüchtig oder brutal auf dich? Erinnere mich da an ein Erlebnis, auch in Dresden, allerdings im MediaMarkt...

Zielgruppe für Sex+Gewalt=Ich (dies mal nur am Rande ;) )


Die Verkäufer nicht - aber die Einordnung des Films an dieser Stelle.

Doch zurück zum eigentlichen Thema - endlich ist es mir gelungen, das französische Meisterwerk "Le Cercle rouge" des Regisseurs Jean-Pierre Melville aufzutreiben. Zwar in französischer Originalfassung, aber glücklicherweise (dank meines schwachen französisch) mit englischen Untertiteln. Warum dieser Film noch nicht in Deutschland auf DVD erschienen ist, kann ich nicht verstehen.

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=17922&rid=236708

brachialromanti

6 April 2007, 05:02:00 #113 Letzte Bearbeitung: 6 April 2007, 05:08:00 von brachialromanti
http://www.ofdb.de/view.php?page=fassung_vorab&fid=1879&vid=6611 Schaust du. Hatte mich doch etwas geirrt, nur einer der 4 Filme ist Cut. Allerdings ist dies auch nicht der beste meines Erachtens nach.  :king: Die Kritiken für die anderen Frühwerke klingen sehr interessant. Nun werd ich im Keller mal schauen, ob der entlaufene Goldkack-Esel zurückgekehrt ist, um mir dann postwendend diese Box anzuschaffen. Denn es sind die ersten Releases auf DVD bei uns. Und da nehme ich es gern in Kauf, "Der 4. Mann" eben NOCH cut zu haben.
Zitat von: Mr. Vincent Vega
Natürlich liebe ich GTA - immerhin kann ich dort Frauen erschiessen!!

Bretzelburger

Eigentlich wollte ich ja erst "300" , "Pans Labyrinth" und "Number 23" besprechen, aber irgendwie kamen mir die Schildkröten leichter von der Hand...

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=119169&rid=236971

Bretzelburger

So nach den Schildkrötenpanzern nun die schweren Schilde der Spartaner - es war nicht ganz leicht, da ich versucht habe, ein paar Hintergrundinformationen anzubringen, die in den vielen bisherigen Reviews noch nicht zu lesen waren.

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=105790&rid=237076

P.S. Ich habe meine gestern geäußerte 8 Punkte-Haltung keineswegs geändert, aber beim Schreiben meiner Review wurde mir die politische Diemension doch bewußter.

Fastmachine

So oft ich auch mit deinen Bewertungen nicht übereinstimme, hier liegst du meiner Meinung nach völlig richtig. Dein Review zu "300" ist das bisher mit Abstand beste zu diesem Film. Endlich beschränkt sich die Debatte nicht mehr nur auf die vordergründige Action-Metzel-Unterhaltung vs. Comic-Faschismus Streiterei, die seit Tagen durch alle möglichen Foren tobt.

Mich hatte schon gewundert, das niemand auf die Jahrhunderte alte Deutungsgeschichte des Thermopylen-Komplexes eingegangen war. Niemand kann die Motivgeschichte einfach ausblenden, auch ein Zack Snyder nicht, dazu ist sie zu tief im kulturellen Gedächtnis eingegraben.

Trotz allem lässt du Snyder mit einem blauen Auge davon kommen - das ist großherzig. Vielleicht auch erstmal dem Genrecharakter des Films angemessen. In einiger Zeit wird man den Film noch deutlicher historisch einordnen können.

Achso, besonders gefallen hat mir, dass du auf den Böll-Titel eingegangen bist - Hier läßt sich schön der Wandel in der Bewertung der spartanischen Heldentat darstellen.

Diesmal also tatsächlich: Sehr gute Arbeit.  :respekt:   
Ich mag keine Filme; die verblöden nur. (Alfons d. Ä.)

Mr. Vincent Vega

Kann und möchte ich Fastmachine nur zustimmen, eine sehr überlegt geschriebene Besprechung, deren Niveau weit über den üblichen Reviews liegt. Das angesprochene "blaue Auge" ist meines Erachtens zu milde, aber aufgrund einer relativ differenzierten Herangehensweise deinerseits an den Film nachvollziehbar.

Bretzelburger

Ich möchte in diesem Zusammenhang auch meine Bedenken hinsichtlich der "Watchmen" Verfilmung äußern, deren adäquate Umsetzung ich mir nur sehr schwer vorstellen kann. Alleine die in die Handlung eingefädelte Piratengeschichte, die in ihrer Morbidität und Hoffnungslosigkeit unbedingt für den Charakter der Geschichte notwendig ist, kann ich mir filmisch nicht vorstellen - letztlich besteht die Gefahr an einer simplen Superhelden-Story.

Ach ja - hier als kleiner entspannender Ausgleich, meine erste Besprechung eines Edgar-Wallace-Films. Ich habe daran nochmal erkennen können, warum "Neues vom Wixxer" nicht funktioniert - eine Persiflage von der Persiflage ist einfach müßig. "Der Zinker" ist schlicht witziger.

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=11598&rid=237089

Mr. Hankey

ZitatKann und möchte ich Fastmachine nur zustimmen, eine sehr überlegt geschriebene Besprechung, deren Niveau weit über den üblichen Reviews liegt.
Vor allem weit über Deiner!  :icon_mrgreen:

Nein im Ernst: Ich möchte mich meinen beiden Vorgängern nur anschließen. Wirklich eine äußerst gelungene Review, die mir sehr gefällt. Auch wenn ich Dir schon jetzt vorraussagen kann, dass es da wieder einige Diskussionen geben wird, wenn die nächste Sneak naht! Und damit meine ich nicht mich! ;)

ZitatIch habe daran nochmal erkennen können, warum "Neues vom Wixxer" nicht funktioniert - eine Persiflage von der Persiflage ist einfach müßig.
Na wenn de meinst! :icon_rolleyes: ;) ;)
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