Autoren-Thread: McKenzie

Begonnen von McKenzie, 17 Februar 2007, 17:27:29

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McKenzie

So, auf ausdrücklichen Wunsch von Fastmachine unterziehe ich mich auch der gesammelten Kritik! ;)

Da ich bisher kaum Feedback zu meinen Reviews erhalten habe- meine Freunde / Verwandten sind nicht interessiert und meinen Kinokollegen sind sie meist zu lang- bin ich nun doch neugierig geworden, wie denn meine bisherigen Ergüsse hier beurteilt werden. Um gleich vorzuwarnen: Bissige Kritik wird mich dennoch in meinem Enthusiasmus kaum bremsen, allerdings lasse ich sie auch nicht unter den Tisch fallen.

Also, nur zu!

PS: Meine Reviews... http://www.ofdb.de/view.php?page=poster&Kat=Review&Name=24510

Viele Grüße,

Christoph
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


Happy Harry mit dem Harten

Also, hab mir mal deine Reviews angesehen und ein paar gelesen. Mir gefällt vor allem schon mal deine Film-Auswahl, die zeigt nämlich das du auch Sinn für Underground, Trash oder experimentelles hast.

Besonders gut gefiel mir auf den ersten Blick dein Kommentar zu The Wind that shakes the Barkley, hab den Film zwar selbst noch nicht gesehen, deine Beschreibung klingt aber sehr adäquat. Nicht zu lang, nicht zu kurz, sind deine Texte immer gut zu lesen und zeigen dein Sachverständnis.

Bei Gelegenheit werde ich mich mal etwas ausführlicher in deine Texte reinlesen und melde mich dann wieder zu Wort ...

Fastmachine

18 Februar 2007, 12:21:25 #2 Letzte Bearbeitung: 20 Februar 2007, 14:23:03 von Fastmachine
Gut, dass COPFKILLER als erster geantwortet hat, denn er ist weitaus kompetenter für die Masse deiner Reviews, die sich mit dem Reich der Trash– bzw. B-Movies beschäftigen. Da kenne ich nur einige von deiner Liste. 
Aufgefallen bist du mir durch deinen guten Schreibstil und deinen Willen, auch B-Movies einer interessanten und argumentativ nachvollziehbaren Besprechung für würdig zu halten. Da schließe ich gerne meine Bildungslücken, ebenso wie bei den Reviews von COPFKILLER.

Der eigentliche Anlass aber, weshalb du in mein Blickfeld gekommen bist, waren deine Edgar-Wallace-Reviews, ein Gebiet, auf dem ich mich früher auch mal versucht habe. Dies gehört für mich zu den ungelösten OFDb-Rätseln. Einerseits wächst die Datenbank und wächst, auch die Anzahl der Review-Autoren nimmt zu, aber manche Winkel der Filmgeschichte erhalten über Jahre keine oder nur wenige Reviews, wie etwa die Wallace-Filme. Ich weiß, dass diese Filme eine beachtliche Fan-Gemeinde haben, sonst wäre ja die schöne DVD-Gesamtausgabe nicht erschienen. Trotzdem haben einige der Filme immer noch kein Review oder nur kurze Kommentare.

Bei ,,Die seltsame Gräfin" scheinen wir in der Bewertung einer Meinung zu sein, dein Review klingt etwas freundlicher als meins. Schön auch, dass du solche Wallace-Filme, die heute etwas abseits stehen, wie ,,Das Rätsel der Roten Orchidee" und ,,Das Geheimnis der gelben Narzissen" besprochen hast. Bei der ,,Roten Orchidee" begnügst du dich mit einer Skizze, hier hätte ich mir etwas mehr analytischen Text gewünscht. Die ,,Gelben Narzissen" sind dagegen umfassend und angemessen gewürdigt, wobei es mich etwas erstaunt, wie hoch du diesen Film wertest. 9/10 – das ist starker Tobak.

Interessant, dass du gerade die ungewöhnlichen Wallace-Filme, die die Fan-Gemeinde etwas spalten, hoch einschätzt, etwa ,,Zimmer 13". Bei den späten Wallace-Filmen kommt dir natürlich zu Gute, dass du als Europloitation-Fachmann einen anderen Zugang zum Trash hast, als die konservativen Fans, die den ,,ernsthaften Stil" von 1960 schätzen.
Aus dieser Perspektive sind 7/10 für ,,Der Mann mit dem Glasauge" und 9/10 für ,,Das Geheimnis der grünen Stecknadel" verständlich, aber wohl nur für aufgeschlossene Fans nachvollziehbar.

Damit fürs erste genug. Weitere Bemerkungen zu deinen Reviews bei Gelegenheit. Und bitte: Hin- und wieder den guten alten Edgar Wallace nicht vergessen.   :icon_cool:
Ich mag keine Filme; die verblöden nur. (Alfons d. Ä.)

McKenzie

18 Februar 2007, 20:58:46 #3 Letzte Bearbeitung: 18 Februar 2007, 21:01:38 von McKenzie
Vielen Dank für eure Antworten!

@ Copfkiller:

Ebenso wie du (mein Interesse an deinen Reviews ist übrigens erwacht als ich zufällig auf dein erstes Hardcore-Review gestoßen bin :icon_mrgreen:) versuche ich auch, so gut wie möglich jeder Filmgattung mit der gleichen Aufgeschlossenheit und Aufmerksamkeit zu begegnen, also zu einem trashigen "Aufklärungsfilm" aus den wilden (und von mir, wie man sicherlich merkt, aufrichtig geliebten) 70zigern ebenso wie zu einem preisgekrönten jungen deutschen Film wie z. B. "Verfolgt" qualitativ ebenbürtige Reviews zu schreiben. Und das sich vermeintlicher Schund unter dem richtigen Standpunkt schnell in etwas interessantes und tiefgründiges verwandeln kann, wenn man ein wenig bohrt scheint ja auch ganz in deinem Sinne zu sein. Dafür schätze ich auch deine Filmauswahl sehr und wenn es gelegentlich tatsächlich einmal soweit kommt das ich mir über die "Filmdienst"-Kritiken hinaus ein Review zu einem aktuellen Hollywood-Film durchlese, klicke ich in der Regel zuerst deine (wenn vorhanden;-) oder Blade Runner's an da ihr euch beide auch kleinen Filmen nicht verschließt und damit die Lücke zwischen Mainstream und Independent sicherlich besser relativieren könnt als der typische Multiplex-Besucher der noch nie von Radley Metzger gehört hat! ;)

@ Fastmachine:

Interessant und schön, das du ausgerechnet durch meine Wallace-Reviews auf mich aufmerksam geworden bist- ebenso wie du hat es auch mich immer gewundert, das sich bislang nur so wenige Autoren den Filmen gewidmet haben (ist immerhin schon fast deutsches Kulturgut...). Ich habe auf jeden Fall vor, noch mehr davon zu liefern, in Kürze kannst du mit einem Review zu "Der Bucklige von Soho" rechnen das (wie so viele andere mit denen ich nicht zufrieden war) auf meiner Festplatte vor sich hin schnarcht.

Bisher war meine Motivation, für die Filme zu schreiben allerdings eher gering da ich immer im Hinterkopf hatte: "Die liest eh niemand"- wie schön das dem doch nicht so ist! Die paar Reviews haben ihren Grund darin, das die Wallace-Filme für mich eben die wahre filmische Einstiegsdroge waren. Mit 8 Jahren habe ich den ersten gesehen und seitdem bin ich vom Kinofilm nicht mehr loszueisen. Daher genießen sie natürlich einen Sonderstatus bei mir. Vor langer Zeit hatte ich für die meisten Farbfilme übrigens auch wenig übrig, bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich über Umwegen an Dario Argento und von ihm zum Giallo kam. Deswegen wandelte sich "Das Geheimnis der grünen Stecknadel" auch vom "Totalverhau" zum kleinen Schmuckstück.

Übrigens wollte ich noch anmerken, das mir dein Review zu "Blow up", der zu meinen Lieblingsfilmen gehört, sehr gut gefallen hat. Bisher habe ich noch keinen Kommentar abgegeben da ich immer befürchtet habe, dem Film nicht gerecht zu werden. Das ist dir meiner Meinung nach auf jeden Fall gelungen! :respekt: Ehrlich gesagt habe ich bisher noch nicht viele Reviews von dir gelesen, aber deine Analysen zu "Das Ding aus einer anderen Welt", "Das siebente Siegel", "Der Name der Rose" und "Was?" sind sehr ausschöpfend (aber nicht erschöpfend, als Schreiber überdurchschnittlich langer Reviews lese ich solche natürlich auch gerne), nur so nebenbei (weil das ja eigentlich in deinen Autoren-Thread gehört ;))
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


Vince

Ich glaube, ich habe dich damals in der "junge Rezensenten"-Diskussion eingebracht, weil ich so überwältigt war, wie man in diesem Alter solche Rezensionen veröffentlichen kann. Kurz gesprochen erinnerst du mich ein wenig an Fastmachine; du bist dir für kein Genre zu schade, beackerst jede Lücke und bist auch ein wenig darauf bedacht, unbehandelte Bereiche mit tiefenscharfen Analysen zu entschädigen, wo andere sie mit Ignoranz bestrafen. Und trotz dieser Allroundertätigkeit bleibst du nicht generell oder oberflächlich, sondern schreibst stets so, als wärst du ein Experte auf dem Gebiet. Für meinesgleichen ist das fast schon beängstigend, weil ich mich für fast alles interessiere, dabei aber nur wenige Genres habe, in denen ich mich wirklich heimisch fühle. Dafür braucht es bei mir wohl noch ein paar Jahrzehnte Erfahrung. Wie man das aber in dem Alter hinbekommen kann... meine Hochachtung.

McKenzie

21 Februar 2007, 20:10:49 #5 Letzte Bearbeitung: 21 Februar 2007, 20:12:52 von McKenzie
Nun ja, im Grunde kann man das nicht Allrounder-Tätigkeit nennen denn an und für sich habe ich ebenso wie du meine liebsten Genres und Bereiche, in denen ich mich bewege- und das sind im gröbsten Horror/Thriller/Exploitation und Drama/Arthaus, sehr viel mehr eigentlich auch nicht. Doch in diesen Bereichen ist soviel möglich und es fallen soviele Filme hinein... So besuche ich z. B. die beiden unabhängigen Programmkinos hier in Nürnberg so oft wie andere vermutlich das Multiplex- und damit bewege ich schon in etwa auf dem Terrain "Internationaler Independent-Film" und meist in dem Genre Drama.
Vor kurzem konnte ich "The Prestige- Die Meister der Magie" im (Multiplex-)Kino sehen und es war meine erste positive Hollywood-Erfahrung seit Monaten. Wenn ich nun ein Review zu dem Film geschrieben hätte wäre es sicherlich wesentlich unsicherer ausgefallen da ich dem unübersichtlichen, utopischen Enstehungsprozess eines solch aufwändigen, teuren Films misstraue: Inwiefern hat der Regisseur freie Hand gehabt? Will er mit seiner Geschichte auf hohem Niveau unterhalten und- noch besser- etwas vermitteln oder hofft er nur auf Preise und volle Kassen? Hätte er vielleicht lieber einen anderen Hauptdarsteller gecastet? Wenn der Film ohne Rücksicht auf den DVD-Markt gedreht worden wäre, hätte man dann vielleicht schönere Scope-Bilder ohne den Gedanken an Pan & Scan kreiert? Haben die Produzenten dem Regisseur vielleicht ins Handwerk gepfuscht und den Schluss geändert?
Solche Gedanken spuken mir nach den meisten Mainstream-Filmen die mich einigermaßen angesprochen haben (den Rest verbanne ich ziemlich schnell wieder) im Kopf herum. Und deswegen hätte ich beispielsweise "The Prestige" ganz anders besprochen, auch wenn Christopher Nolan dort sein eigener Produzent war.
Generell fühle ich mich in der Ecke der kleinen, unkonventionellen, seltsamen Filme sehr viel wohler als im Multiplex, lege aber dennoch viel Wert darauf, auf dem neuesten Stand zu bleiben und die Entwicklung in Hollywood (wenn es überhaupt eine gibt) zu verfolgen. Reviews zu diesen Filmen schreibe ich aber dennoch nicht, darum kümmern sich zahlreiche andere (und stilistisch bessere).

Übrigens danke für dein Lob- ist mir schon fast peinlich...
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


McKenzie

In Antwort auf:
"Bei der ,,Roten Orchidee" begnügst du dich mit einer Skizze, hier hätte ich mir etwas mehr analytischen Text gewünscht."


Ich hatte eigentlich einen wesentlich längeren Review geschrieben (wie auch bei "Big bang love" doch er hat mir nicht gefallen und so habe ich ihn ordentlich gekürzt. Weil mir aber gerade danach war habe ich ihn noch einmal überarbeitet (Eine "Skizze" ist er aber wohl immer noch;-) und er ist nun in voller Länge online:

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=11588&rid=212990

und auch mein Kommentar zu "Frauengefängnis 3", für alle Jess Franco-Hasser eine perfekte Vorurteilsbestätigung:

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=48258&rid=231004
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


Vince

Verwunderlich, dass dich noch niemand wegen deiner "THHE2"-Kritik gemeuchelt hat. Kommt aber vielleicht noch.  ;)

Ich will dazu nur kurz und knapp sagen, dass ich zwar im Grunde von solchen Totalverrissen bei dieser Art von Film, also technisch tendenziell hochwertig(er)em Mainstream, wenig halte, obwohl ich diese Vorgehensweise durchaus respektiere. Allerdings argumentierst du (soweit ich das bisher beurteilen kann, der Film will noch gesehen werden) durch und durch plausibel in meinen Ohren, das muss ich eingestehen. Mit anderen Worten, betrachte diesen Kommentar als ein "Ja" auf die Frage:

War diese Rezension hilfreich? Ja / Nein

Mr. Hankey

18 März 2007, 19:44:14 #8 Letzte Bearbeitung: 18 März 2007, 19:46:47 von Mr. Hankey
Seit deiner Hotel-Besprechung hast du ja, trotz deiner maßlos übertriebenden Antipathien zu Hollywood, schon irgendwie ein Stein bei mir im Brett und das weisst du ja auch, wenn du dir den Lieblings-Autoren-Thread damals durchgelesen hattest. ;)

Auch wenn ich mich stetig frage, wie man einen Scheiss-Streifen wie Die "Grotte der vergessenen Leichen" 7 Punkte geben kann (deine Review war zwar in Ordnung, konnte mich aber dennoch nicht vom Gegenteil überzeugen ;)) habe ich mir aber, beim Stöbern in Deinen Bewertungen, mal ein paar Filme rausgepickt, zu denen ich mir eine Review wünschen würde:

10 Punkte für Die 120 Tage von Sodom muss z. Bsp. definitiv erklärt werden. Zwar bin ich dem kontroversen Werk auch nicht ganz so abgeneigt, wie manch anderer, aber Meisterwerk-Status hat das Teil eigentlich dennoch nicht verdient!

9 Punkte für Düstere Legenden sind zwar aus meinen Slasherverliebten Augen O.k., aber für einen Kunstfilmfreak doch etwas merkwürdig.

9 Punkte für Maniac wären auch eine Review deinerseits wert. Für mich ist das ein 10er, aber das dürfte wohl, im Gegensatz bei Dir, niemand überraschen! ;)

9 Punkte für Lucio Fulcis Säge des Todes. Zugeben ich gucke den italienischen Schmuddel-Guru zwar auch ganz gerne mal, aber dafür gibt es von mir dennoch nur ein:  :icon_eek:

Und dein 1 Punkt für Borat würde eine schöne Kontrast-Review zu Mr. VVs überschwenglicher 8/10-Review geben. :D

Ach und wie man 9 Punkte für Liebesgrüße aus der Lederhose geben kann, würde mich auch noch blendend interessieren. ;)

Falls du also mal wieder nicht weisst, was du besprechen sollst. Das wären einige Tipps von mir! :icon_mrgreen:
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McKenzie

18 März 2007, 21:13:25 #9 Letzte Bearbeitung: 18 März 2007, 21:16:08 von McKenzie
@ Vince:

Der Review ist wirklich nicht aus einer Protesthaltung heraus so aggressiv sondern spiegelt nur meine Fassungslosigkeit nach Sichtung des Films wieder. Selten hat mir das Geld für einen Kinobesuch (außer bei "7 Zwerge" und "Scary Movie 3" so leid getan.
Das du meine Argumentation schlüssig findest erleichtert mich ungemein. Es fällt mir nämlich immer besonders schwer, einen Rundum-Verriss zu schreiben (das macht keine Freude...) und die Gefahr, sich dem eigenen Ärger hinzugeben ist dabei ja immer gefährlich hoch. Mildernder Umstand ist vielleicht, das ich den Review vollkommen übermüdet nach der durchzechten "Fantasy Filmfest Night" morgens um 6 verfasst habe...

Und ja, ich wundere mich auch schon wo die hasserfüllten Postings und aufgebrachten PMs bleiben! :icon_lol:


@ Mr. Hankey:

Schön das du dich hier auch einmal zu Wort meldest!

Es hat mich zwar überrascht das du damals ausgerechnet meinen "Hotel"-Review hervorgehoben hast aber umso besser! Nachdem ich den Film gesehen hatte, war ich schon sehr überrascht das bereits jemand (positiv!) darüber geschrieben hatte. Sicherlich ein sehr interessanter und ambitionierter Film, der aber zuviel will und sich selbst nicht treu bleibt.

Was meine Hollywood-Apathie betrifft so ist sie erstens m. E. gar nicht so maßlos (dafür sehe ich mir immer noch zuviel Mainstream an ("Elektra" liegt gerade neben mir)- über den ich aber meist nichts schreibe, ihm jedoch gelegentlich schon auch einmal 8 Punke verleihe) und vielleicht hast du dir ja auch meine obigen Postings und die in Mr. VV's Thread durchgelesen. Damit komme ich jetzt nämlich gleich zu den

9 Punkten für "Düstere Legenden". Sicher, der Film ist ein 08/15-Teenie-Slasher und das auch noch im großen, kommerziellen Stil. Doch ohne das ich es dir vernünfig erklären könnte sehe ich diese Mainstream-Schlitzerfilmchen, die nach "Scream" inflationär auf den Markt geworfen worden sind, als Trash recht gerne. Amüsante Unterhaltung mit meist grottigen Darstellern (bei diesem Film aber z. B. nicht so sehr) und hysterischer Musik. Natürlich nur mit der jeweiligen dt. Synchro zu genießen, die dem ganzen noch die lächerliche Krone aufsetzt. Bei "Düstere Legenden" gefällt mir vor allem die Location des Internats, auch wenn er damit nicht der erste ist. Ich habe selbst vier Jahre meines Lebens in einem Internat verbracht und dadurch belustigt mich ein überzogener Genre-Film aus diesem Millieu natürlich noch deutlich mehr.  :king: Amüsant das du das ansprichst. Gestern habe ich mir aus einer Laune heraus nämlich wieder einmal "Halloween H20" angesehen...

Genauso verhält es sich übrigens auch mit "Die Grotte der vergessenen Leichen", der eigentlich genauso grottig ist wie sein Titel aber als sleaziges Schmuddelfilmchen doch einfach Spaß macht und das immerhin auf handwerklich hohem Niveau (egal wie unterirdisch ein Film auch immer ist- bei den Italienern ist das immer noch ein Augenschmaus). Deswegen bin ich sicherlich auch kein "Kunstfilm-Freak", dafür sympathisiere ich doch zu sehr mit dem Schundkino ;) Das ich die "Grotte" besprochen habe war auch eher eine Ausnahme, da ich ja eigentlich nur zu Filmen schreiben möchte, die noch unbeschrieben sind (bis gestern morgen zählte "The hills have eyes II" ja auch noch dazu;-). Deswegen werde ich die von dir genannten Titel nur evtl. in die "zweite Wahl" der noch "abzuarbeitenden Filme" stellen.

Zu "Die 120 Tage von Sodom" hat beispielsweise Björn Last eigentlich schon eine Kritik auf seiner Seite Mitternachtskino.de verfasst, der ich weitgehend zustimmen würde. Ich schätze Filme, die konsequent sind und sich gleichzeitig keine Grenzen stecken. Hier sticht "Salò" sicherlich heraus. Ebenso wie "Girolimoni, Das Ungeheuer von Rom", den ich kürzlich rezensiert habe, einer der direktesten und ehrlichsten Filme gegen faschistische Herrschaftsformen und Denkweisen sowie desolates Gruppenverhalten in Extremsituationen. Außerdem habe ich bei einem solchen Mammutwerk ebenso wie Mr. VV stets Angst, den Review in den Sand zu setzen. :icon_sad:

Zu "Maniac" hatte ich ja in meinen frühen OFDb-Tagen bereits einige Zeilen geschrieben, die aber dringend einer Überarbeitung bedürfen und nicht mehr der Messlatte genügen, die ich für mich selbst inzwischen anlege. Lieber nicht lesen... Der Film hat übrigens zweifellos die von dir vergebenen 10 Punkte verdient aber mich stört bis heute das übertriebene Finale das dem rundum gelungenen Film dann doch eine Schönheitsdelle verpasst.

Welche "Säge des Todes" meinst du denn? Es gibt eine von Jess Franco (der ich 9 Punkte verliehen habe als dem trashigsten und lustigsten Slasher aller Zeiten) und eine von Sergio Martino (also known as "Torso"), der ich 8 gegeben habe. Prinzipiell ist aber fast alles von Fulci & Co Hochglanz-Trash, bzw. "Trash-Kunst" und von daher nie so ganz ernstzunehmen. Ich bewerte ohnehin immer aus dem Bauch heraus (du auch nehme ich an, 9/10 für den Otto-Film?), ohne den jeweiligen Streifen vorher geistig in seine Einzelteile zu zerlegen und sachlich zu bewerten. Dadurch komme ich auch zu der hohen Bewertung der Lederhosn die ich mit ziemlicher Sicherheit noch besprechen werde! :icon_mrgreen:

Prinzipiell mangelt es mir aber nie an zu besprechenden Filmen, vielmehr bin ich hemmungslos überfordert und würde gerne viel, viel mehr schreiben. Was das Hollywood-Kino betrifft so darfst du in Zukunft auf jeden Fall noch mit einem Review zu "The Fountain" rechnen, der bislang noch nicht ausreichend zergrätet worden ist und vielleicht schiebe ich auch noch eines zu "The Prestige" und "Elektra" hinterher, mal sehen! ;)
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


Mr. Hankey

ZitatEs gibt eine von Jess Franco (der ich 9 Punkte verliehen habe als dem trashigsten und lustigsten Slasher aller Zeiten)
Genau den meinte ich! Also 9 Punkte wäre mir der, Trash-Ambition hin oder her, nicht wirklich wert, aber nun gut! ;) Das ist mir noch nicht einmal "Troll 2" wert und der ist ohne Frage das heftigste (und gleichzeitig mit das Unterhaltsamste) Trash-Werk, was es nach wie vor auf der Leinwand je zu sehen gab. ;)

Zitatdu auch nehme ich an, 9/10 für den Otto-Film?
Das kommt immer ein bisschen darauf an. Bei Ottos ersten Film ist die Note sicher auch von Kindheitserinnerungen und der Liebe zu dieser Art von Humor durchtränkt, aber selbst objektiv ist ja zumindest dieser erste Otto nicht wirklich schlecht gemacht. :D

ZitatAußerdem habe ich bei einem solchen Mammutwerk ebenso wie Mr. VV stets Angst, den Review in den Sand zu setzen.
Nicht nur du. Wenn ich nur daran denke, wie oft ich schon eine Review zu "Uhrwerk Orange" angefangen und wieder verworfen habe... :icon_sad:

Ach ja, deine 1er-Liste läßt darauf schliessen, dass du anscheinend mit Jim Carrey nicht viel anfangen kannst und dazu muss ich als riesiger Carrey-Fan mal eine Träne verdrücken: :bawling: ;)
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McKenzie

Zitat von: Mr. Hankey am 18 März 2007, 22:13:49
Nicht nur du. Wenn ich nur daran denke, wie oft ich schon eine Review zu "Uhrwerk Orange" angefangen und wieder verworfen habe... :icon_sad:

Du auch? Nun ja... vielleicht eines schönen Tages... 2017... :icon_mrgreen: Damit haben wir sogar einen gemeinsamen Lieblingsfilm!

Zitat von: Mr. Hankey am 18 März 2007, 22:13:49

Ach ja, deine 1er-Liste läßt darauf schliessen, dass du anscheinend mit Jim Carrey nicht viel anfangen kannst und dazu muss ich als riesiger Carrey-Fan mal eine Träne verdrücken: :bawling: ;)

Er hat unglaublich viel Schrott aus seine Schultern geladen, aber einer seiner Filme ist wirklich bemerkenswert: "The Truman Show". Die Grundidee ist zwar nicht neu aber bislang auch nicht wirklich so ausformuliert worden (in entfernter Verwandtschaft findet sich Fritz Lang's "Metropolis"). Rein vom Thema her wäre der Film also mindestens ein 9er, aber die Umsetzung ist einfach zu brav, nicht bissig und ernsthaft genug, sprich: Für meinen Geschmack zu Mainstream-kompatibel und vertiefungsbedürftig. So bleibt "nur" ein sehr guter Film zurück, dem leider der nötige Biss zur Satire fehlt.
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
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Mr. Hankey

18 März 2007, 23:18:33 #12 Letzte Bearbeitung: 18 März 2007, 23:24:35 von Mr. Hankey
ZitatDamit haben wir sogar einen gemeinsamen Lieblingsfilm!
Soll vorkommen! Sogar Mr. VV und ich haben so einige gemeinsame Lieblinge, man mag es kaum glauben! :icon_mrgreen: ;)  Den z. Bsp.:

http://psycho-rajko.blogspot.com/2006/12/retro-home-alone-1990.html :D

Aber "Uhrwerk Orange" ist auch ein zeitloses und eben nahezu kaum in Worte zu fassendes Meisterwerk. Das steht absolut außer Frage! :D

ZitatEr hat unglaublich viel Schrott aus seine Schultern geladen
Nein, hat er nicht! Punkt! :king:

Jim ist und bleibt der begnadendste Komiker, den Hollywood zur Zeit hat, der dazu auch noch ein unglaublich wandlungsfähiger Schauspieler ist. Aber nun gut, dass besprechen wir irgendwann ein anderes Mal. ;)

Aber über was kann denn unser McKenzie so richtig aus vollem Halse lachen? Deutsche Humor scheint es ja nicht zu sein und US-Quatsch mag er auch nicht. Was ist es denn dann? :icon_mrgreen:
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McKenzie

19 März 2007, 00:12:51 #13 Letzte Bearbeitung: 19 März 2007, 00:14:57 von McKenzie
Zitat von: Mr. Hankey am 18 März 2007, 23:18:33

Aber über was kann denn unser McKenzie so richtig aus vollem Halse lachen? Deutsche Humor scheint es ja nicht zu sein und US-Quatsch mag er auch nicht. Was ist es denn dann? :icon_mrgreen:

http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=1277
http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=62288
http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=6194
http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=3397
http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=32470
http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=2740
http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=50528
http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=5091
http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=63865
http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=56404

und- tata-

http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=3508 (ich hatte ihn noch nicht bewertet)

Nur einige Beispiele! :icon_mrgreen:

Das Talent will ich Jim Carrey auf keinen Fall absprechen aber ich kann mit diesem infantilen Fäkal-Humor (meistens) so verdammt wenig anfangen. Es sind schon andere Schauspiel-Götter wie Klaus Kinski in die falschen Filme geraten. Sehr unlustig finde ich z. B. auch solche Gurken wie Bully's "Schuh des Manitu" oder "Traumschiff surprise" :icon_rolleyes:

Das Genre der Komödie steht aber bei mir generell weit hinten an, da Humor eine der subjektivsten Empfindungen überhaupt ist. Wie du vielleicht schon bemerkt hast schätze ich deshalb unfreiwillig komische Filme, sprich Trash, viel mehr da ich dort nicht das Gefühl habe, der Regisseur und die Drehbuchautoren wollen mich mit aller Gewalt bespaßen.
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
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Mr. Vincent Vega

Zitat von: McKenzie am 18 März 2007, 23:10:13
Er hat unglaublich viel Schrott aus seine Schultern geladen, aber einer seiner Filme ist wirklich bemerkenswert: "The Truman Show".

Ich nehme an, du hast das neben "Ed Wood", "Gods and Monsters" und "Shadow of the Vampire" größte Meisterwerk über das Künstler-Biz - "Man on the Moon" - nicht gesehen?! DAS nämlich ist imo die eine wirklich ganz besonders herausragende Leistung des Jim Carrey. Und nebenbei der beste Milos Forman-Film, im Gegensatz zu dem überbewerteten Kuckucksnest.

McKenzie

Zitat von: Mr. Vincent Vega am 19 März 2007, 00:15:34
Ich nehme an, du hast das neben "Ed Wood", "Gods and Monsters" und "Shadow of the Vampire" größte Meisterwerk über das Künstler-Biz - "Man on the Moon" - nicht gesehen?! DAS nämlich ist imo die eine wirklich ganz besonders herausragende Leistung des Jim Carrey. Und nebenbei der beste Milos Forman-Film, im Gegensatz zu dem überbewerteten Kuckucksnest.

Nein, um ehrlich zu sein noch nicht. Eine Kritik die ich gerade gelesen habe hat mich allerdings schon neugierig gemacht, auch wenn ich biographischen Filmen eher kritisch gegenüber stehe. Aber "Man on the moon" scheint ja auch kein Musterbeispiel dieser Gattung zu sein ("Larry Flynt" hat mir z. B. gar nichts gegeben, trotz seiner satirischen Ansätze).
Allerdings kann ich mir kaum vorstellen das Milos Forman damit seinen "Feuerwehrball" übertrifft (weil du "Man" ja als BESTEN Forman bezeichnet hast). Den hätte ich vielleicht noch in obige Liste einfügen sollen, ein sehr schöner, tragikkomischer Film der aber auch einen süß-sauren Nachgeschmack hinterlässt.
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


Mr. Vincent Vega

Zitat von: McKenzie am 19 März 2007, 00:30:28
Allerdings kann ich mir kaum vorstellen das Milos Forman damit seinen "Feuerwehrball" übertrifft (weil du "Man" ja als BESTEN Forman bezeichnet hast). Den hätte ich vielleicht noch in obige Liste einfügen sollen, ein sehr schöner, tragikkomischer Film der aber auch einen süß-sauren Nachgeschmack hinterlässt.

Ich finde schon, der "Feuerwehrball" nämlich hat mir so gar nichts gegeben. Skurriler Beginn, dann verläuft sich das ganze in eine zähe Groteske. Wäre sogar fast eingeschlafen. :icon_redface:

Deshalb betrachte ich "Man on the Moon" als sein einziges wirkliches Meisterwerk.

Mr. Hankey

19 März 2007, 01:14:03 #17 Letzte Bearbeitung: 19 März 2007, 01:34:40 von Mr. Hankey
ZitatFäkal-Humor
Na ja, also die einzigen Jim Carrey-Filme, die so etwas wie Fäkal-Humor zu bieten haben sind vielleicht "Dumm und Dümmer" und die beiden Ace Venturas, wobei bei den Filmen dieser Fäkalhumor noch nen geringen Teil einnimmt. Denn ich persönlich bin eigentlich auch ein absoluter Gegner von Fäkalhumor.
Infantiler Blödelhumor ist es aber mit Sicherheit. Aber eben welcher von der richtig komischen Sorte. Zumindest IMO ;)

Ansonsten hat Mr. VV aber definitiv noch einen der ganz großen Charakterfilme des Jim Carreys genannt, der für mich persönlich übrigens ebenfalls ein 10er ist. Der Film ist wirklich brillant, vor allem halt weil er deutlich aus der üblichen Masche der Biopics herausragt.
(Auch wenn ich "A Beautiful Mind" in diesem Genre ebenfalls über alles liebe, aber das lassen wir jetzt, aus bekannten Gründen, lieber ausen vor :icon_mrgreen: )

ZitatSehr unlustig finde ich z. B. auch solche Gurken wie Bully's "Schuh des Manitu" oder "Traumschiff surprise"
Blödel-Humor polarisiert halt. Der eine kann darüber lachen, der andere nicht. Hab ich ja erst vor kurzem nur allzu deutlich beim neuen Wixxer-Film zu spüren gekriegt. ;) (Da dir der erste aber anscheinend gefallen hat, könnte dir der neue allerdings auch gefallen. :D)

Zitatim Gegensatz zu dem überbewerteten Kuckucksnest.
Uhh! Wenn das McMurphy liest, dann wird bei eurem ersten Aufeinandertreffen irgendwann aber garantiert Blut fliessen! ;)
(Ich hab ihn bis heute ja leider immer noch nicht gesehen! :icon_confused: )


@ Vega
Ist zwar Offtopic aber hast du etwa deine TV-Tipps-Sparte im Blog eingestellt? :icon_sad:
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McKenzie

19 März 2007, 03:17:35 #18 Letzte Bearbeitung: 19 März 2007, 03:19:50 von McKenzie
Zitat von: Mr. Vincent Vega am 19 März 2007, 00:36:40
Ich finde schon, der "Feuerwehrball" nämlich hat mir so gar nichts gegeben. Skurriler Beginn, dann verläuft sich das ganze in eine zähe Groteske. Wäre sogar fast eingeschlafen. :icon_redface:

Wenn es nicht schon so unendlich lange her wäre das ich den Film gesehen habe würde mich das jetzt zu einem huldigenden Review antreiben. Aber der Film ist sicherlich nicht jedermanns Sache, da gebe ich dir Recht. Als wir ihn vor langer Zeit bei uns im Kino zeigten war die Stimmung jedenfalls hervorragend und das steckt dann natürlich auch an!

Zitat von: Mr. Hankey am 19 März 2007, 01:14:03
Na ja, also die einzigen Jim Carrey-Filme, die so etwas wie Fäkal-Humor zu bieten haben sind vielleicht "Dumm und Dümmer" und die beiden Ace Venturas, wobei bei den Filmen dieser Fäkalhumor noch nen geringen Teil einnimmt. Denn ich persönlich bin eigentlich auch ein absoluter Gegner von Fäkalhumor.
Infantiler Blödelhumor ist es aber mit Sicherheit. Aber eben welcher von der richtig komischen Sorte. Zumindest IMO ;)

Natürlich bin ich kein großer Jim Carrey-Kenner. Ich habe neben "Ace Ventura", "Dumm und dümmer" und "The Truman Show" gerade noch "Bruce Allmächtig" und "Gable Guy" gesehen. Blödelhumor und Fäkalhumor nehmen sich m. E. nicht viel wobei ich auf ersteren allerdings noch eher ausschlage wie man an meinen 8/10 zu "Zwei wie Pech und Schwefel" erkennen kann. "Der Wixxer" hat mir z. B. vor allem aufgrund der vielen kleinen, versteckten Gags gefallen, die man nur als Wallace-Fan erkennen und witzig finden kann. Teilweise habe ich damals dann in Momenten gelacht in denen im gesamten Saal Totenstille herrschte. ;)

Mit Trash kannst du wohl nur wenig anfangen?

Ach ja,
Mein neuester Review zu einem großartigen Polit-Kriminaldrama. Leider wie so oft überlang und nicht besonders gut gelungen aber der Film musste einfach mit "einigen" Zeilen geehrt werden:

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=63368&rid=233871

Blade Runner sollte hier übrigens auch einmal einen Thread öffnen damit ich ihm für seine ergiebigen Italo-Reviews danken kann!  :D
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


Mr. Hankey

19 März 2007, 19:46:31 #19 Letzte Bearbeitung: 19 März 2007, 19:53:26 von Mr. Hankey
ZitatMit Trash kannst du wohl nur wenig anfangen?
Ich glaube, wenn du dir diese fünf Reviews hier mal durchliest, dann wirst du Deine Aussage noch einmal überdenken: (sind leider allesamt nicht die besten Reviews)
http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=323&rid=68199
http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=2854&rid=98772
http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=6183&rid=49754
http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=21991&rid=210443
http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=103&rid=47087
:icon_mrgreen:


Ich kann mich halt nur selten dazu durchringen, Trash in die wirklich hohen Bewertungszonen zu bringen, aber ansonsten bin ich für Trash eigentlich immer zu haben. Und hey, ich bin vielleicht der toleranteste Slasher-Freak, den das GF hat! :icon_mrgreen:

ZitatTeilweise habe ich damals dann in Momenten gelacht in denen im gesamten Saal Totenstille herrschte.
Wieso kommt mir das nur so bekannt vor? ;)

ZitatBlödelhumor und Fäkalhumor nehmen sich m. E. nicht viel
Hmmm. Na ja, also ich kann auch ohne Fäkalhumor rumblödeln. :king:
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brachialromanti

Zitat von: Mr. Hankey am 19 März 2007, 19:46:31
Ich kann mich halt nur selten dazu durchringen, Trash in die wirklich hohen Bewertungszonen zu bringen, aber ansonsten bin ich für Trash eigentlich immer zu haben.

Dann kann ich Anwesenden nur empfehlen, sich "Underground Comedy Movie" zu Gemüte zu führen. Das Geld hat sich gelohnt, Hankey. This is trash - I like trash!  :icon_twisted:

Fäkalhumor an sich ist nicht wirklich witzig ob der offensichtlichen Plattheit. Man denke nur an die berüchtigten "Familienessen-Szenen" der beiden Nutty Professors  :doof:

Grüße

Oifox
Zitat von: Mr. Vincent Vega
Natürlich liebe ich GTA - immerhin kann ich dort Frauen erschiessen!!

Mr. Hankey

27 März 2007, 21:11:44 #21 Letzte Bearbeitung: 27 März 2007, 21:16:39 von Mr. Hankey
Hab mir vor kurzem Mal deine Review zu "Branded to Kill" durchgelesen und muss sagen, dass du den Nagel ziemlich genau getroffen hast, allein schon mit deinem Eingangssatz "- Operation Inhaltsangabe fehlgeschlagen -". Denn besser kann man diesen herrlichen Film wirklich kaum einleiten. Genauso wie ich deine schweren Versuche, dem Film auf inhaltlicher Ebene auf die Schliche zu kommen, sehr gut nachvollziehen kann! :respekt:

Bin heute abend jedenfalls schon mal sehr auf den Vorgänger "Tokio Drifter" gespannt, zudem ich mir von dir auch noch ne Review wünschen würde. :D

BTW: In Sachen Jim Carrey haben wir übrigens noch einen weiteren, in meinen Augen, ungemein wichtigen Film vergessen und zwar "Eternal Sunshine of the Spotless Mind" (Drehbuch von Charlie Kaufman). Ist für mich, wie für einige hier, ein 10er. Was sagst Du (und Mr. VV), denn zu diesem Meisterwerk? :D
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Mr. Vincent Vega

Zitat von: Mr. Hankey am 27 März 2007, 21:11:44
Was sagst Du (und Mr. VV), denn zu diesem Meisterwerk? :D

Der ist heute witzigerweise in der Müller-4-für-3-Aktion in meine Tasche gewandert :icon_mrgreen:, aber auch nur, weil ich mal den Audiokommentar hören wollte. Der Film selbst ist natürlich toll (mit "Meisterwerk" bin ich ja immer vorsichtig), auch wenn mir "Being John Malkovich" vielleicht noch einen Tick besser gefallen hat.

Mr. Hankey

27 März 2007, 21:34:55 #23 Letzte Bearbeitung: 27 März 2007, 21:39:24 von Mr. Hankey
ZitatDer Film selbst ist natürlich toll (mit "Meisterwerk" bin ich ja immer vorsichtig)
Na, da bin ich aber froh *DenSchweissVonDerStirnWisch* ;)

Was einen guten Film für jemanden persönlich zur Vollendung eines Meisterwerks macht, ist sowieso meist nur subjektiv zu begründen, von daher ist "toll" schon mehr als ausreichend! :D

"Being John Malkovich" habe ich leider bis heute noch nicht gesehen! :icon_sad: :icon_confused:
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Vince

Zitat von: Mr. Hankey am 27 März 2007, 21:34:55
"Being John Malkovich" habe ich leider bis heute noch nicht gesehen! :icon_sad: :icon_confused:

Filme über menschenfressende Rücksäcke gucken, aber Being John Malkovich nicht kennen, na das haben wir gerne! ;)

McKenzie

Zitat von: Mr. Hankey am 27 März 2007, 21:11:44
Hab mir vor kurzem Mal deine Review zu "Branded to Kill" durchgelesen und muss sagen, dass du den Nagel ziemlich genau getroffen hast, allein schon mit deinem Eingangssatz "- Operation Inhaltsangabe fehlgeschlagen -". Denn besser kann man diesen herrlichen Film wirklich kaum einleiten. Genauso wie ich deine schweren Versuche, dem Film auf inhaltlicher Ebene auf die Schliche zu kommen, sehr gut nachvollziehen kann! :respekt:

Bin heute abend jedenfalls schon mal sehr auf den Vorgänger "Tokio Drifter" gespannt, zudem ich mir von dir auch noch ne Review wünschen würde. :D

WAS?! Der Film gefällt dir? Du musst schon entschuldigen aber das du ihn überhaupt kennst erstaunt mich schon (nicht beleidigt sein! ;))
Aber nun, wie schön das wir uns ausgerechnet bei einem solch komplizierten Werk treffen. "Branded to kill" hat mir wirklich sehr gut gefallen (zumal wir ihn bei uns im Kino von 35mm gezeigt haben- ein Erlebnis!), auch wenn man meinem Review die Verzweiflung nach zweimaligem Filmgenuss sicherlich anmerkt. Letztendlich hatte meine Verwirrung noch einen zusätzlichen Grund: Da der Verleih die Akte der Kopie falsch beschriftet hatte (eine Kopie besteht ja in der Regel aus 5 Akten) wurde er von einem meiner Kollegen auch unwissentlich falsch zusammengesetzt. Folglich habe ich den Film also zweimal in der Reihenfolge gesehen: Rolle 1 - Rolle 2 - Rolle 4 - Rolle 3 - Rolle 5.
Da raucht der Schädel natürlich erst recht! :icon_mrgreen:

"Tokyo Drifter" habe ich leider noch nicht gesehen, er steht aber schon (gerade nach "Branded to kill") auf meiner kilometerlangen Wunschliste der "must see"-Filme, bzw. "must buy"-DVDs ziemlich weit oben.
Übrigens freut mich natürlich dass dir der Review zugesagt hat, ich finde ihn nämlich ziemlich missglückt. Ich glaube nicht, das jemand der den Film noch nicht kennt, sich dadurch ein Bild von ihm machen kann. :icon_sad:

Zitat von: Mr. Hankey am 27 März 2007, 21:11:44
Ist für mich, wie für einige hier, ein 10er. Was sagst Du (und Mr. VV), denn zu diesem Meisterwerk? :D

Auch noch nicht gesehen aber nachdem ich vor einigen Wochen das Beinahe-Meisterwerk "The Science of sleep" (auch von Gondry) geniessen durfte ebenfalls auf meiner Wunschliste (also leider nicht wegen Jim Carrey- aber zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen ist ja schließlich legitim, oder? :icon_twisted:)

Zitat von: Vince am 27 März 2007, 22:05:44
Filme über menschenfressende Rücksäcke gucken, aber Being John Malkovich nicht kennen, na das haben wir gerne! ;)

Das ist doch hoffentlich ein Witz, oder? Mörderrucksäcke sind sicherlich relevanter als die Gehirnwindungen des John Malkovich von innen zu sehen! :icon_mrgreen:
Nicht mit scharfkantigen Gegenständen werfen, der steht auch noch aus!

Und weil ich gerade in Feststimmung bin gibt's jetzt "Venus in furs" vom allerorts beliebten und gefeierten Meisterregisseur Jess Franco! :icon_lol:
Vielleicht auch mit anschließendem Review, mal sehen...
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


Mr. Hankey

28 März 2007, 17:48:53 #26 Letzte Bearbeitung: 28 März 2007, 17:52:51 von Mr. Hankey
ZitatWAS?! Der Film gefällt dir? Du musst schon entschuldigen aber das du ihn überhaupt kennst erstaunt mich schon
Zugegeben, würde der Film nicht derzeit beim hissigen Asia-Filmfestival laufen, wäre ich bestimmt auch nie auf diesen Film gestossen. So kam ich aber glücklicherweise doch in den Genuss und gebe dir, wie schon gesagt, in Deiner Meinung vollkommen recht! :D

Zitat"Tokyo Drifter" habe ich leider noch nicht gesehen
Da habe ich dir seit gestern abend nun schon etwas vorraus. Lass dir gesagt sein (nur um dich nun wirklich entgültig zu verwirren ;)):

Im Grunde könnten die beiden Filme kaum unterschiedlicher sein, wenn sie sich nicht so ähneln würden. :icon_mrgreen: Klingt komisch, aber spätestens wenn du den Film gesehen hast, wirst du mir recht geben. ;)

Insgesamt komme ich bei TD aber trotzdem nur auf gute 6/10 Punkte.


Ansonsten würde ich aber auch mal rotzfrech behaupten wollen, dass meine Filmauswahl weit breiter gefächert ist, als deiner je sein würde! In wie weit das nun besser oder schlechter ist, sei mal dahingestellt! :king:


ZitatFilme über menschenfressende Rücksäcke gucken, aber Being John Malkovich nicht kennen, na das haben wir gerne!

McKenzie hat es einfach nur zu treffend erkannt:
ZitatMörderrucksäcke sind sicherlich relevanter als die Gehirnwindungen des John Malkovich von innen zu sehen!
:king:
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McKenzie

@ Mr. Hankey (und auch an alle anderen :icon_mrgreen:)

Hier mein (ziemlich chaotischer) Review zu einem durch die Bank unterschätzten und missverstandenen Film der für mich schon jetzt ein Multiplex-Highlight des Jahres darstellt und mich wirklich begeistert hat:

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=102749&rid=236416

Was ihr nur alle gegen den Film habt? :icon_sad:
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


Mr. Vincent Vega

Zitat von: McKenzie am  4 April 2007, 03:26:08
Was ihr nur alle gegen den Film habt? :icon_sad:

Ich bin mir eigentlich auch relativ sicher, dass der Film extrem gut sein dürfte. Lese dein Review sicherheitshalber noch nicht, werde "The Host" aber in Kürze selbst noch anschauen gehen. Die hohe Bewertung stimmt aber schon einmal positiv. Insbesondere wenn Bretzel-10/10-für-"M:I 3"-aber-nur-7/10-für-"Children of Men"-Burger (:icon_mrgreen:) und Mr.-ich-honoriere-selbst-Videomüll-mit-durchschnittlich-6/10-Hankey da anderer Meinung sind. ;)

McKenzie

Na dann bin ich schon sehr gespannt auf deinen Review, vorrausgesetzt du hast die Muse einen zu schreiben. Hätte ich das nicht getan hätte ich ein schlechtes Gewissen denn der Film ist ja hier bislang noch nicht zu wohlverdienten Ehren gekommen.
Hauptsache du lässt dich von der anfangs seltsam anmutenden Mischung mehrerer vermeintlich zueinander kontroverser Genres nicht abschrecken- denn wenn man sich darauf einlässt und auch nichts dagegen hat wenn die Amis auf die Schippe genommen werden bereitet der Film diebisches Vergnügen! ;)

Das wäre dann auch die perfekte Gelegenheit für dich, mir ein wenig Feedback zu geben- ich halte meinen Review zu diesem Film für nicht sonderlich gelungen (in letzter Zeit leide ich unter kreativem Durst) aber aus gegebenem Anlass... ;)
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


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