Autoren-Thread: McKenzie

Begonnen von McKenzie, 17 Februar 2007, 17:27:29

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psychopaul

Ich wüsste keinen Thread, wo es besser passt, also stell ich das einfach mal hier rein.  :icon_mrgreen:  :icon_razz:

"Kino heißt streiten"

wie immer bei ihm manches interessant und klug, manches eher balla-balla.  :dodo:
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Three little devils jumped over the wall...

McKenzie

Du hinterhältiger Verräter!  :icon_mrgreen:

Ich lese das später, gerade versuche ich noch, zwei angefangene Reviews zu "Eastern Promises" und "Daughters of Darkness" fertigzustellen. Mal sehen was dabei entsteht... Wenn ich doch zum Review schreiben nur wieder einen Zugang finden würde... Es funktioniert irgendwie einfach nicht mehr.  :icon_sad:

Zitat von: Bettwurst am 30 Dezember 2007, 14:21:51
Ich wüsste keinen Thread, wo es besser passt, also stell ich das einfach mal hier rein.  :icon_mrgreen:  :icon_razz:

Doch! Mr. Vincent Vega's Thread wäre auch geeignet.  :icon_twisted: Andererseits sind die Diskussionen dort meist nicht DERART aufufernd.  :icon_lol:

Zitat von: Bettwurst am 30 Dezember 2007, 14:21:51
wie immer bei ihm manches interessant und klug, manches eher balla-balla.  :dodo:

Was erwartest du denn auch? Allerdings schätze ich, dass das meiste eher balla-balla sein wird als interessant oder gar klug. Wenn der Mann nur nicht ein so widerwärtiges A*******h wäre.  :icon_mad:

Übrigens hat meine mangelnde Forumspräsenz wieder einmal private, triftige Gründe. Vermutlich habe ich in einigen Tagen allerdings wieder einen eigenen Internet-Zugang und dann können die Kanonen wieder feuern.  :icon_twisted:
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


Vince

Tss, du spekulierst schon mit einer Schreibpause, weil du mit dir selbst nicht mehr zufrieden bist, und dann kommt sowas wie die "Eastern Promises"-Kritik raus? Mein lieber Otto, Selbsthinterfragung ist ja gut, aber bei dir kann ich's in dem Ausmaß oft nicht nachvollziehen. Astreine Kritik, besonders dafür, dass du damit so rumgedruckst hast und dich eigenen Worten nach durchgequält hast (ich meine, das hättest du irgendwo geschrieben). Wobei ich jetzt gerne inhaltlich drauf eingehen würde, aber dafür sollte ich wohl zuerst mal den Film sehen. Aber zumindest durch die Kenntnis von "A History of Violence" konnte ich oft zustimmend nicken, weil du die neu entdeckte "narrative Richtung" Cronenbergs in meinen Augen sehr treffend analysierst und aufzeigst, warum auch die neuen Cronenberg-Filme immer noch die DNA des "alten" Cronenberg in sich haben, nur eben latenter als früher. Apollon hat mal diese Synonymfunktion des Namens "Cronenberg" treffend beschrieben:
Zitat[...]Tatsächlich, ja, ich schließe mich an, steht Cronenberg als nackter Begriff für eine latente Angst, ein Unbehagen. Jederzeit könnte eine Borste aus der Haut sprießen, ein mutierter Furunkel am Hals platzen. Diese Unsicherheit speist sich grundsätzlich aus der Furcht vor dem Herausbrechen des Unbekannten aus seiner Hülle. [...]
Und ich lese jetzt bei dir heraus, dass diese Angst noch nicht ganz verschwunden ist, auch wenn das Gefüge stabiler geworden zu sein scheint.

Jedenfalls haben wir ja jetzt zum neuen Cronenberg schon eine ganze Armada an guten Kritiken, die sich auch schön ergänzen, feine Sache. Ich bin gespannt, werde aber erst auf DVD zur Sichtung kommen.

Chili Palmer


...und diesem spannenden Mosaik hoffentlich noch ein weiteres schillerndes Steinchen hinzufügen.  :icon_razz:

Das ist es ja, was ich immer meinte: Allein schon Bretzels, Vegas und Kenzies Reviews zusammengenommen - welche Zeitschrift kann schon so ein Spektrum zu "Eastern Promises" abdecken? Und auch noch für lau.  :icon_cool: 
"I'm an actor, love, not a bloody rocket surgeon".

"Der Terminader is ja im Grunde so'n Kaiborch."

Vince

Zitat von: Chili Palmer am  3 Januar 2008, 23:35:15
Das ist es ja, was ich immer meinte: Allein schon Bretzels, Vegas und Kenzies Reviews zusammengenommen - welche Zeitschrift kann schon so ein Spektrum zu "Eastern Promises" abdecken? Und auch noch für lau.  :icon_cool: 
Na, na, was wär denn eine veganische Kenzie-Bretzel ohne nen ordentlichen Schuss Chili? ;)

Chili Palmer

4 Januar 2008, 01:28:04 #455 Letzte Bearbeitung: 4 Januar 2008, 01:38:40 von Chili Palmer
Eine ziemlich lasche Mahlzeit?  :LOL:

Ja, auf die Würze kommt es an. Wobei mir bei dem würzigen Geruch des "Death-Proof"-Duftbaums gerade eben schlecht wurde, das nur mal als Warnung an alle Collector's Edition-Käufer. Und die DVDs riechen nach Diesel, wenn man an ihnen rubbelt. Film nur bei geöffnetem Fenster gucken! Warum muss der auch im Januar erscheinen. ;)
"I'm an actor, love, not a bloody rocket surgeon".

"Der Terminader is ja im Grunde so'n Kaiborch."

Sarge

Weil sich unsere Wege bisher so selten kreuzten, habe ich zwar noch nicht so viel von dir gelesen, als dass dieses Urteil irgendwie repräsentativ wäre, aber sicherlich eine deiner besten Kritiken. Nicht, weil ich auch an sie die Hoffnung knüpfen kann, dass der Film doch gut ist :icon_mrgreen: . Sondern weil sie Figuren und Stil nicht nur sehr gut analysiert, sondern das Ganze auch von ausgesprochener Cronenberg-Kenntnis zeugt und dementsprechend in den Kontext seines Schaffens eingeordnet wird (mit für mich durchaus neuen Erkenntnissen), was ich bei Cronenberg imho für recht bedeutend halte, gerade weil sich Veränderungen bei ihm vollzogen zu haben scheinen, auch wenn ich das in Unkenntnis von "History of Violence" und "Eastern Promises" und Gedanken an auch schon frühere subtilere Werke wie "M. Butterfly" oder "Die Unzertrennlichen" noch nicht selbst bestätigen kann.

Traurigerweise leider nicht in meinen hiesigen Kinos zu sehen :bawling: :bawling: :bawling:

Vince

Sarge, du hast "A History of Violence" noch nicht gesehen?  :icon_eek: Wie kommt's? Du bist doch sonst ein ziemlicher Cronenberg-Anhänger.

Sarge

Die Gelegenheit hat sich irgendwie noch nicht ergeben... aber in Wirklichkeit ist es wohl die Angst. Angst vor diesem neuartigen Cronenberg. :icon_mrgreen:

McKenzie

Ui! Aus Gram und Scham habe ich nicht, wie sonst, hier auf den Text hingewiesen (auch wenn es mir bei Vince dann doch herausgeplatzt ist) und dann lesen ihn einige  :icon_redface: und finden ihn auch noch gut?!

Der Himmel sei gepriesen und möge meine Selbsteinschätzung wieder in irdische Dimensionen zurückdrängen. (Dazu nachher noch mehr).  :icon_mrgreen:



Zitat von: Vince am  3 Januar 2008, 22:37:41
Tss, du spekulierst schon mit einer Schreibpause

Ja, die nächsten drei Reviews entscheiden darüber, ob ich für einen längeren Zeitraum (sagen wir: ein Jahr) pausiere um zu alter Frische zurückzufinden oder ob ich auf einer neuen Basis, losgelöst von allen "Review-Regeln" und selbstauferlegtem Streben nach "Publikumsbefriedigung", weitermache. Der Text zu "Eastern Promises" ist übrigens hier ein Versuch gewesen, genau das zu erreichen: Die Darstellung der Essenz ohne die sonst bei mir übliche Herleitung selbiger. Das "argumentative" Review-Schreiben langweilt mich inzwischen tödlich und erscheint als populistischer Kompromiss, der mich beim Schreiben und meiner Rezeption einengt. Das klingt natürlich alles sehr nerdig, doch da ich sehr am Schreiben hänge, im Endeffekt vielleicht ein kleines bischen mehr als an meinen (unbekannten) Lesern, möchte ich mich nicht von äußeren, namenlosen Anforderungen formen lassen, die ich nicht als ideal betrachte.

Zitat von: Vince am  3 Januar 2008, 22:37:41
Tss, du spekulierst schon mit einer Schreibpause, weil du mit dir selbst nicht mehr zufrieden bist, und dann kommt sowas wie die "Eastern Promises"-Kritik raus? Mein lieber Otto, Selbsthinterfragung ist ja gut, aber bei dir kann ich's in dem Ausmaß oft nicht nachvollziehen.

Nun, inhaltlich bin ich mit dem Ding eigenntlich halbwegs zufrieden (der Film böte natürlich noch viel, viel mehr Stoff - aber welcher wirklich herausragende Film [jenseits niederer Unterhaltungs-Gelüste, deren formvollendete und auf eine gewisse weise ausgesprochen anspruchsvolle Befriedigung an sich auch großartig ist - ich sehe demnächst vermutlich ENDLICH "Phantom Kommando"  :icon_mrgreen:] tut das nicht?), es ist eher die Form - ich bin mir für meinen Geschmack in letzter Zeit einfach zu prätentiös  :icon_redface: und dabei noch nicht prätentiös genug, um gut zu sein. Und da ich das natürlich nicht gut finde, strebe ich nicht nach einem höheren Level von Prätentiösität sondern nach einer Rückkehr zur Bodenständigkeit ("Planet Terror" war so ein Versuch) was aber auch nicht so recht gelingen mag. Es ist also die Form, die Sprache die mir Kopfschmerzen bereitet. Denn um eine gute Form kann man sich nicht bemühen, die muss von selbst kommen - alles andere wäre @#%$ fragwürdig.

Stört's dich, wenn ich soweit aushole?  :icon_mrgreen:

Zitat von: Vince am  3 Januar 2008, 22:37:41
Astreine Kritik, besonders dafür, dass du damit so rumgedruckst hast und dich eigenen Worten nach durchgequält hast (ich meine, das hättest du irgendwo geschrieben).

Falls ich die besagte Pause nicht einlege, wird das u. a. auch der Verdienst deiner und Mr. Vincent Vegas jüngster lobender Worte sein, die mich in Selbstzweifel hinsichtlich meiner Selbsteinschätzung gestürzt haben. Manchmal wäre es schön, mehr Wettbewerbs-Geist zu besitzen - dann hätte mich deine "Blow up"-Kritik vielleicht aus Ehrgeiz zu meinem ersten Antonioni-Text hingerissen.  ;) Ich danke!

Zitat von: Vince am  3 Januar 2008, 22:37:41
Wobei ich jetzt gerne inhaltlich drauf eingehen würde, aber dafür sollte ich wohl zuerst mal den Film sehen.

Ich bin gespannt, werde aber erst auf DVD zur Sichtung kommen.

Du kannst darauf gerne noch einmal zurückkommen in, schätzen wir mal, 5 Monaten.  ;)

Zitat von: Vince am  3 Januar 2008, 22:37:41
Aber zumindest durch die Kenntnis von "A History of Violence" konnte ich oft zustimmend nicken, weil du die neu entdeckte "narrative Richtung" Cronenbergs in meinen Augen sehr treffend analysierst und aufzeigst, warum auch die neuen Cronenberg-Filme immer noch die DNA des "alten" Cronenberg in sich haben, nur eben latenter als früher. Apollon hat mal diese Synonymfunktion des Namens "Cronenberg" treffend beschrieben:
Zitat[...]Tatsächlich, ja, ich schließe mich an, steht Cronenberg als nackter Begriff für eine latente Angst, ein Unbehagen. Jederzeit könnte eine Borste aus der Haut sprießen, ein mutierter Furunkel am Hals platzen. Diese Unsicherheit speist sich grundsätzlich aus der Furcht vor dem Herausbrechen des Unbekannten aus seiner Hülle. [...]
Und ich lese jetzt bei dir heraus, dass diese Angst noch nicht ganz verschwunden ist, auch wenn das Gefüge stabiler geworden zu sein scheint.

Das trifft es ziemlich genau, ja. Wobei allerdings gerade dieses Paradoxon so interessant ist bei Cronenberg: Äußerlich sind zumindest seine Referenz-Werke physisches Kino pur, eigentlich aber metaphysisch durch un durch, permanent in der "Schwebe" (lässt sich auch  schwer ins Wort übersetzen  :icon_lol:). Es ist schade, das "A History of Violence" im Kino mein erster Cronenberg war, daher konnte ich all das noch nicht miteinbeziehen und zumindest diese Kino-Sichtung nicht wirklich genießen.

Zitat von: Chili Palmer am  3 Januar 2008, 23:35:15
...und diesem spannenden Mosaik hoffentlich noch ein weiteres schillerndes Steinchen hinzufügen.  :icon_razz:

*UnterschreibundVincenochmalanstrahl*  :icon_mrgreen:

Zitat von: Chili Palmer am  3 Januar 2008, 23:35:15
Das ist es ja, was ich immer meinte: Allein schon Bretzels, Vegas und Kenzies Reviews zusammengenommen - welche Zeitschrift kann schon so ein Spektrum zu "Eastern Promises" abdecken? Und auch noch für lau. 

Eben das macht die OFDb inzwischen noch zusätzlich reizvoll. Denn dadurch, das hier überwiegend echte "Filmfans" und Hobby-Kritiker am Werk sind, werden prätentiöse Tendenzen und eine Elite-Haltung des Geschmacks weiter abgeschirmt als in zahlreichen Print- und Onlinemagazinen. Alles ist natürlich und ungezwungen, das bringt zwar auch tonnenweise miese Texte ein, ist aber eben (in dieser Hinsicht wenigstens!) auch das ultimative Cineasten-Biotop mit einer beinahe unbeschnittenen Flora und Fauna.

Zitat von: Vince am  4 Januar 2008, 01:12:58
Na, na, was wär denn eine veganische Kenzie-Bretzel ohne nen ordentlichen Schuss Chili? ;)

Ist die Reihenfolge der ersten drei Usernamen bewusst dramaturgisch?

Zitat von: Chili Palmer am  4 Januar 2008, 01:28:04
Ja, auf die Würze kommt es an. Wobei mir bei dem würzigen Geruch des "Death-Proof"-Duftbaums gerade eben schlecht wurde, das nur mal als Warnung an alle Collector's Edition-Käufer. Und die DVDs riechen nach Diesel, wenn man an ihnen rubbelt.

Sei froh, das du das gute Stück schon hast... McKenzie, arm wie eine Kirchenmaus, wird mit der geruchlosen, schmalen Variante vorlieb  nehmen müssen, vermutlich.

Zitat von: Chili Palmer am  4 Januar 2008, 01:28:04
Film nur bei geöffnetem Fenster gucken! Warum muss der auch im Januar erscheinen. ;)

Weichei!

Zitat von: Sarge am  4 Januar 2008, 16:48:47
Weil sich unsere Wege bisher so selten kreuzten, habe ich zwar noch nicht so viel von dir gelesen, als dass dieses Urteil irgendwie repräsentativ wäre, aber sicherlich eine deiner besten Kritiken.

Danke!  :icon_razz: Und das kann ich auch zurückgeben - wenn ich öfter auf Texte von dir stoßen würde (die wenigen bisher haben mir allerdings vorzüglich gemundet, zuletzt u. a. "Crazy"), hätte ich mich vielleicht auch schon in deinem Thread zu Wort gemeldet - aber man liest schließlich keine Reviews allein des Kommentars willen.  ;)

Zitat von: Sarge am  4 Januar 2008, 16:48:47
Nicht, weil ich auch an sie die Hoffnung knüpfen kann, dass der Film doch gut ist :icon_mrgreen: .

Wer behauptet denn das Gegenteil?! Die internationale Kritik scheint sich vor Lob doch zu überschlagen und die Festival-Jurys großzügig wie bei Filmen dieses Subgenres heutzutage nur noch selten.

Übrigens hat er mir direkt nach dem Verlassen des Kinosaals noch mehr Ehrfurcht eingeflößt, beim Einstellen des Reviews fiel dann aber doch ein Punkt einer nüchterneren Rückbetrachtung zum Opfer. Trotzdem: Er ist nicht nur gut sondern sehr gut.

Zitat von: Sarge am  4 Januar 2008, 16:48:47
Sondern weil sie Figuren und Stil nicht nur sehr gut analysiert, sondern das Ganze auch von ausgesprochener Cronenberg-Kenntnis zeugt und dementsprechend in den Kontext seines Schaffens eingeordnet wird (mit für mich durchaus neuen Erkenntnissen), was ich bei Cronenberg imho für recht bedeutend halte, gerade weil sich Veränderungen bei ihm vollzogen zu haben scheinen, auch wenn ich das in Unkenntnis von "History of Violence" und "Eastern Promises" und Gedanken an auch schon frühere subtilere Werke wie "M. Butterfly" oder "Die Unzertrennlichen" noch nicht selbst bestätigen kann.

Cronenberg-Kenntnis? Nun ja... außer seinen beiden letzten Filmen kenne ich eigentlich nur noch vier weitere.  :icon_mrgreen: Hat aber anscheinend gereicht. Es gibt ja kein spezifisches "Thema", das Cronenberg als Grundlage seines Schaffens immer wieder verarbeitet, trotzdem ist die Konstante in seinem Werk ziemlich stark (soweit ich das beurteilen kann), auch wenn ich ihr neues Gesicht in den beiden letzten Filmen für etwas kompromisslich halte.

Aber warum ich die Figuren sehr gut analysiert haben soll - das könntest du mir doch noch kurz erklären. Eigentlich habe ich sie - entgegen meiner persönlichen Auffassung von einer derartigen Herangehensweise an Filme - doch ziemlich kurz abgefertigt?

Zitat von: Sarge am  4 Januar 2008, 16:48:47
Traurigerweise leider nicht in meinen hiesigen Kinos zu sehen :bawling: :bawling: :bawling:

Die deutsche Kinolandschaft ist ohnehin ein totales Desaster, durch und durch, technisch wie selektiv.

ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


Vince

5 Januar 2008, 01:24:22 #460 Letzte Bearbeitung: 5 Januar 2008, 01:28:49 von Vince
Zitat von: McKenzie am  4 Januar 2008, 21:44:30
Ja, die nächsten drei Reviews entscheiden darüber, ob ich für einen längeren Zeitraum (sagen wir: ein Jahr) pausiere um zu alter Frische zurückzufinden oder ob ich auf einer neuen Basis, losgelöst von allen "Review-Regeln" und selbstauferlegtem Streben nach "Publikumsbefriedigung", weitermache. Der Text zu "Eastern Promises" ist übrigens hier ein Versuch gewesen, genau das zu erreichen: Die Darstellung der Essenz ohne die sonst bei mir übliche Herleitung selbiger. Das "argumentative" Review-Schreiben langweilt mich inzwischen tödlich und erscheint als populistischer Kompromiss, der mich beim Schreiben und meiner Rezeption einengt. Das klingt natürlich alles sehr nerdig, doch da ich sehr am Schreiben hänge, im Endeffekt vielleicht ein kleines bischen mehr als an meinen (unbekannten) Lesern, möchte ich mich nicht von äußeren, namenlosen Anforderungen formen lassen, die ich nicht als ideal betrachte.
[...] es ist eher die Form - ich bin mir für meinen Geschmack in letzter Zeit einfach zu prätentiös  :icon_redface: und dabei noch nicht prätentiös genug, um gut zu sein. Und da ich das natürlich nicht gut finde, strebe ich nicht nach einem höheren Level von Prätentiösität sondern nach einer Rückkehr zur Bodenständigkeit ("Planet Terror" war so ein Versuch) was aber auch nicht so recht gelingen mag. Es ist also die Form, die Sprache die mir Kopfschmerzen bereitet. Denn um eine gute Form kann man sich nicht bemühen, die muss von selbst kommen - alles andere wäre @#%$ fragwürdig.

Das mag für manche Klientel wirklich ziemlich abgehoben klingen, ich kann's aber definitiv nachvollziehen, weil ich in den letzten Wochen an einen ähnlichen Punkt gekommen bin, das Ganze aber auch vielleicht ein bisschen weniger ernst betrachte als du. Ob jetzt gleich ein ganzes Jahr Pause notwendig ist, stelle ich mal in Zweifel; man kann seinen Output ja ein wenig minimieren, halt nur noch alle zwei Wochen eine Kritik, wann immer einen die Muse küsst.

Aber wie gesagt, dem Grundgedanken kann ich folgen - ich bin auch immer um Abwechslung bemüht, denn Routine ist mir zumindest bei meinen eigenen Texten ein Gräuel. Oft meine ich dann auch zu erkennen, dass ich ein bisschen zu hoch hinaus bin und dann orientiere ich mich gerne an extrem nüchtern geschriebenen Texten wie zB. denen von Moonshade, die immer eine angenehme Distanz ausstrahlen. Zumindest um wieder "runterzukommen". Aber auch da mag ich dann nicht lange verweilen und suche wieder andere Höhen. Ich sehe meine Position als Rezensent so ein bisschen wie die eines Hais (oh, ich glaub, jetzt wird's wieder prätentiös ;) )- immer in Bewegung bleiben, sonst gehst du unter.
Ich nehme mal an, bei dir ist das relativ ähnlich.

ZitatStört's dich, wenn ich soweit aushole?  :icon_mrgreen:
Nö, herrliche Nachtlektüre. ;)

ZitatFalls ich die besagte Pause nicht einlege, wird das u. a. auch der Verdienst deiner und Mr. Vincent Vegas jüngster lobender Worte sein, die mich in Selbstzweifel hinsichtlich meiner Selbsteinschätzung gestürzt haben. Manchmal wäre es schön, mehr Wettbewerbs-Geist zu besitzen - dann hätte mich deine "Blow up"-Kritik vielleicht aus Ehrgeiz zu meinem ersten Antonioni-Text hingerissen.  ;) Ich danke!
Also wie gesagt, eine Pause wie von dir angedacht finde ich zuviel des Guten. Die "A History of Violence"-Kritik zeigt's doch, man liest da durchaus die Bemühung um Alternation heraus und ein Jahr Pause hast du dafür nicht gebraucht. Du kannst ja deine Gedanken als Autor etwas längere Zeit um einen Film kreisen lassen und dafür den ein oder anderen eben mal in punkto Reviewschreiben sausen lassen

Zitat*UnterschreibundVincenochmalanstrahl*  :icon_mrgreen:
Da gehe ich eher nicht von aus, der ist jetzt schon mit massig Top-Kritiken eingedeckt, es werden wohl auch noch einige gute Kritiken folgen, so dass ich mich bei DVD-Start vermutlich nicht mehr gezwungen sehe, selbst noch einzugreifen. ;) Dann vielleicht mal wieder einen anderen Cronenberg - "Spider" hat mich schon bei der Erstsichtung extrem gereizt.

ZitatIst die Reihenfolge der ersten drei Usernamen bewusst dramaturgisch?
Wenn du das glaubst, dann versuch mal, die Reihenfolge zu ändern und dabei das Bild des Nahrungsmittels beizubehalten.  :icon_mrgreen:

Zitat
Zitat von: Chili Palmer am  4 Januar 2008, 01:28:04
Ja, auf die Würze kommt es an. Wobei mir bei dem würzigen Geruch des "Death-Proof"-Duftbaums gerade eben schlecht wurde, das nur mal als Warnung an alle Collector's Edition-Käufer. Und die DVDs riechen nach Diesel, wenn man an ihnen rubbelt.

Sei froh, das du das gute Stück schon hast... McKenzie, arm wie eine Kirchenmaus, wird mit der geruchlosen, schmalen Variante vorlieb  nehmen müssen, vermutlich.
Oh, den gibts schon? Sollte ja eigentlich erst am 7. Januar rauskommen... verdammt, jetzt weiß ich auch wieder, warum ich am Montag in die Stadt wollte...
Und das Ding stinkt wirklich so?

Chili Palmer

Zitat von: Vince am  5 Januar 2008, 01:24:22
Und das Ding stinkt wirklich so?

Glaube mir, das ist die Hölle. Habe die Blechbox gerade am Freundeskreis ausprobiert, und da war "Toter Iltis" noch das netteste der Urteile. Die DVDs sondern ja wenigstens nur bei Rubbelei ihren Diesel ab, aber dieser beigefügte Duftbaum... Alle Versuche meinerseits, ihn irgendwem anzudrehen, wurden mit Gewalt unterbunden, so dass wir letztlich zu einem Kumpel fuhren, der das Bäumchen morgen im Briefkasten vorfinden wird.

Jaja, anlässlich dieses Dufterlebnisses eine Smileypremiere für mich: Der noch nie benutzte, hier aber mehr als angebrachte  :kotz:

Ansonsten bin ich aber mehr als gespannt, wie this fragrance so bei euch ankommt, mein Thread steht jederzeit für Erfahrungsberichte offen. Vielleicht hat McKenzie Recht,

Zitat von: McKenzie am  4 Januar 2008, 21:44:30
Weichei!

und ihr findet den alle ganz und gar betörend. Sollte mich aber wundern.  ;)
"I'm an actor, love, not a bloody rocket surgeon".

"Der Terminader is ja im Grunde so'n Kaiborch."

McKenzie

Zitat von: Vince am  5 Januar 2008, 01:24:22
Das mag für manche Klientel wirklich ziemlich abgehoben klingen, ich kann's aber definitiv nachvollziehen, weil ich in den letzten Wochen an einen ähnlichen Punkt gekommen bin, das Ganze aber auch vielleicht ein bisschen weniger ernst betrachte als du.

Aber wie gesagt, dem Grundgedanken kann ich folgen - ich bin auch immer um Abwechslung bemüht, denn Routine ist mir zumindest bei meinen eigenen Texten ein Gräuel. 

An den Punkt muss wohl jeder früher oder später kommen; manche hören dann auch endgültig auf (wie ein gute Freund von mir). Allerdings ist das bei mir in diesem Fall ein quälend langer Prozess, der im August begann und jetzt kulminiert. Das Schlimme ist: Das Schreiben ist mir als fester Bestandteil des Cineasten-Daseins so ans Herz gewachsen, das ich davon nicht mehr lassen kann - und eine Aufgabe somit eine Folter wäre.  :icon_confused:
Aber bei dir sehe ich z. B. keine Gefahr: Dadurch, das du stets zwischen verschiedenen Filmrichtungen schwankst (die auch verschiedene Ansätze erfordern) und stets mit deinen prätentiösen Metaphern spielst  :icon_mrgreen: dürfte es wohl noch dauern, bis du "festfährst". Bei 500 Reviews hast du dich noch ganz gut gehalten.

Zitat von: Vince am  5 Januar 2008, 01:24:22
man kann seinen Output ja ein wenig minimieren, halt nur noch alle zwei Wochen eine Kritik, wann immer einen die Muse küsst.

:LOL:

Richtig, richtig. Aber wenn ich mir hier den Output der anderen, auch dir, ansehe, steigt mir der gelbe Neid ins Gesicht. Momentan bin ich bei einem Review im Monat und das nur unter größten Anstrengungen und dann meist zu einem Film, den ich normalerweise hinten angestellt hätte, angelangt.  :bawling:
Aber derzeit bekämpfe ich den Teufel mit Beelzebub und zwinge mich zum schreiben. Offenbar nicht die schlechteste Taktik. Aber einst, als ich noch fast wöchentlich ein Review rauskloppte, flossen die Worte nur so aus den Fingern, bzw. der Tastatur.

Zitat von: Vince am  5 Januar 2008, 01:24:22
Oft meine ich dann auch zu erkennen, dass ich ein bisschen zu hoch hinaus bin und dann orientiere ich mich gerne an extrem nüchtern geschriebenen Texten wie zB. denen von Moonshade, die immer eine angenehme Distanz ausstrahlen. Zumindest um wieder "runterzukommen".

Ebenfalls sehr vertraut. Das bewusste Lesen weniger verkrampfter / verkopfter, schlichterer Kritiken hat  auch mich in letzter Zeit inspiriert, allerdings nicht zu einem Review.

Zitat von: Vince am  5 Januar 2008, 01:24:22
Ich sehe meine Position als Rezensent so ein bisschen wie die eines Hais (oh, ich glaub, jetzt wird's wieder prätentiös ;) )- immer in Bewegung bleiben, sonst gehst du unter.
Ich nehme mal an, bei dir ist das relativ ähnlich.

Absolut. Aber blinder Aktionismus bringt ja auch nichts und bevor ich in Bewegung bleibe und dabei auf der Stelle trete  :icon_lol: steige ich lieber vom Review-Karussell. Man ist ja nicht umsonst Perfektionist aus Überzeugung.  :kotz:

Zitat von: Vince am  5 Januar 2008, 01:24:22
Also wie gesagt, eine Pause wie von dir angedacht finde ich zuviel des Guten. Die "Eastern Promises"-Kritik zeigt's doch, man liest da durchaus die Bemühung um Alternation heraus und ein Jahr Pause hast du dafür nicht gebraucht. Du kannst ja deine Gedanken als Autor etwas längere Zeit um einen Film kreisen lassen und dafür den ein oder anderen eben mal in punkto Reviewschreiben sausen lassen

Es ärgert mich aber, das dieser Text das Produkt einer bewusst ausgelebten Rücksichtslosigkeit gegenüber der breiten OFDb-Masse zugunsten meines egozentrischen Fortschrittbestrebens ist.  :icon_mrgreen: Diese Rücksichtslosigkeit müsste noch unbewusster, beiläufiger werden, dann wäre sie akzeptabel.  :icon_twisted:

Irgendwie hast du mein Dilemma mit psychoanalytischer Sicherheit erfasst - es ist nämlich ebenfalls ein neuer, im Zuge dieser Schreibkrise aufgekommener Tick von mir geworden, einen Film zur Rezension zweimal anzusehen (Herr, jetzt kommt die Neurose ans Licht). So geschehen bei zwei meiner 5 letzten Reviews.

Abgesehen davon lässt man ja sowieso fast immer die besten Filme sausen bei der Review-Auswahl. Denn die besten sind meist die sperrigsten (bei der Besprechung).

Zitat von: Vince am  5 Januar 2008, 01:24:22
Da gehe ich eher nicht von aus, der ist jetzt schon mit massig Top-Kritiken eingedeckt, es werden wohl auch noch einige gute Kritiken folgen, so dass ich mich bei DVD-Start vermutlich nicht mehr gezwungen sehe, selbst noch einzugreifen. ;)

Nun, gesetzt dem Fall das dir ein neuartiges, in der OFDb bisher nicht entzündetes Licht aufgeht, wäre das doch wohl noch überdenkenswert, oder?

Zitat von: Vince am  5 Januar 2008, 01:24:22
Dann vielleicht mal wieder einen anderen Cronenberg - "Spider" hat mich schon bei der Erstsichtung extrem gereizt.

Ist auch schwer unterschätzt und braucht Unterstützung, daher: go ahead! Mich reizt er auch schon länger...  :andy:

Zitat von: Vince am  5 Januar 2008, 01:24:22
Wenn du das glaubst, dann versuch mal, die Reihenfolge zu ändern und dabei das Bild des Nahrungsmittels beizubehalten.  :icon_mrgreen:

Vielleicht kommt dann statt eines Nahrungsmittels ein Werkzeug oder etwas noch obskureres heraus? Lieber nicht...  :icon_lol:


@ Chili:

Danke für dieses Posting, das erleichtert mich ungemein (ich mag weder Duftbäume, noch Benzingeruch) und lässt mich entspannter der einfachen Steelbook-Version entgegenfiebern.  :icon_mrgreen:
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


McKenzie

5 Januar 2008, 19:51:40 #463 Letzte Bearbeitung: 5 Januar 2008, 19:53:37 von McKenzie
PS:

Da ich den "Filmjahr 2007"-Thread nicht noch weiter zuspammen möchte, hier noch einmal eine finale Aufstellung (Gebrauchsanleitung im oben genannten Thread, Paul!  :icon_twisted:), wenn's interessiert. Leider alles mit englischen Titeln, da für ein internationales Cineasten-Forum erstellt:

(Die Creme der Creme:)

A 1:

THE PRESTIGE (Christopher Nolan / USA/UK) – 9/10 *
INVISIBLE WAVES (Pen-Ek Ratanaruang / Thailand/Hongkong/Netherlands) – 9/10
LAST DAYS (Gus Van Sant / USA) – 10/10
GWOEMUL / THE HOST (Joon-ho Bong / South Korea) – 9/10 *
H 2 ODIO / HATE 2 O (Alex Infascelli / Italy) – 9/10 (22)
ZODIAC (David Fincher / USA) – 9/10 *
TWENTYNINE PALMS (Bruno Dumont / France/USA/Germany) – 10/10
DEATH PROOF (Quentin Tarantino / USA) – 9/10 *
SAKEBI / RETRIBUTION (Kiyoshi Kurosawa / Japan) – 7 – 8/10
BUG (William Friedkin / USA) – 9/10
THE ASSASSINATION OF JESSE JAMES BY THE COWARD ROBERT FORD (Andrew Dominik / USA) – 10/10 *
IMPORT/EXPORT (Ulrich Seidl / Austria) – 9/10 (22)
FÜR DEN UNBEKANNTEN HUND (Benjamin Reding, Dominik Reding / Germany) – 9/10 (23)
THE VISIBLE AND THE INVISIBLE (Rudolf Thome / Germany) – 9/10 (22)

A 2:

CHINJEOLHAN GEUMJASSI / SYMPATHY FOR LADY VENGEANCE (Chan-wook Park / South Korea) – 9/10 *
EL LABERINTO DEL FAUNO / PAN'S LABYRINTH (Guillermo del Toro / Spain/Mexico/USA) – 9/10 *
INLAND EMPIRE (David Lynch / USA/France/Poland) – 9/10 *
ZWARTBOEK/ BLACK BOOK (Paul Verhoeven / Netherlands/Belgium/Germany/UK) – 8/10 *
BLOOD TEA AND RED STRING (Christiane Cegavske / Canada/USA) – 8/10
EDMOND (Stuart Gordon / USA) – 8/10
YELLA (Christian Petzold / Germany) – 8/10 (21)
HALLOWEEN (Rob Zombie / USA) – 9/10 (22) *
IKLIMLER / CLIMATES (Nuri Bilge Ceylan / Turkey/France) – 8/10 (21)
ROMANZO CRIMINALE / CRIME NOVEL (Michele Placido / Italy/France/UK) – 8/10 (21)
4 LUNI, 3 SAPTAMANI SI 2 ZILE / 4 MONTHS, 3 WEEKS AND 2 DAYS (Cristian Mungiu / Romania) – 8/10 (21) *
EX DRUMMER (Koen Mortier / Belgium/Netherlands/Italy) – 8/10 (21) *
EASTERN PROMISES (David Cronenberg, UK/Canada) – 9/10 (22) *
BUONGIORNO, NOTTE / GOOD MORNING, NIGHT (Marco Bellocchio / Italy) – 9/10 (22)
3:10 TO YUMA (James Mangold / USA) – 8/10 (22) *

* (erstmals) gesehen mit deutscher Synchronisation


Bemerkenswerte / Sehenswerte Filme (hier fehlt vermutlich einiges - man verliert mit der Zeit den  Überblick)


- The Three Burials of Melquiades Estrada (Tommy Lee Jones / USA/France) – 9/10 (22)
- Hanage / Steel (Episode from "Unholy Women" / Takuji Suzuki / Japan) – 9/10
- The Bothersome Man (Jens Lien / Iceland/Norway) – 8/10 (21) *
- Verfolgt / Hounded (Angelina Maccarone / Germany) - 8/10 (21)
- The Fountain (Darren Aronofsky / USA) – 8/10 *
- Lady Chatterley (Pascale Ferran / France/UK) – 8/10 (20)
- Takva - A Man's Fear of God (Özer Kiziltan, Turkey/Germany) – 8/10
- Ekusute / Exte: Hair Extensions (Sion Sono / Japan) 8/10 (20)
- Valerie (Birgit Möller / Germany) – 8/10
- Hotel Paradijs (Jan Krüger / Short / Germany) – 8/10
- A Scanner Darkly (Richard Linklater / USA) - 7/10 (20)
- Loggerheads (Tim Kirkman / USA) – 7/10
- Deutschland privat – Im Land der bunten Träume (Robert van Ackeren / Germany) – 7/10
- The Living and the Dead (Simon Rumley / UK) – 7/10
- Dnevnoy dozor / Day Watch (Timur Bekmambetov / Russia) – 7/10 (19) *
- Apnea (Roberto Dordit / Italy) – 7/10 (19)
- Ghost Son (Lamberto Bava / South Africa/Italy/UK/Spain) - 7/10
- Un couple perfait / A perfect couple (Nobuhiro Suwa / France/Japan) – 7/10
- Invasion (Oliver Hirschbiegel, James McTeigue / USA) - 7/10 *
- Seung sing / Confession of Pain (Wai-keung Lau, Siu Fai Mak / Hongkong) – 7/10
- Nachmittag / Afternoon (Angela Schanelec / Germany) – 7/10 (18)
- Ha-Buah / The Bubble (Eytan Fox / Israel) – 7/10
- Oublier Cheyenne / Looking for Cheyenne (Valérie Minetto / France) – 7/10
- Crash Test Dummies (Jörg Kalt / Austria) – 6/10
- Nuovomondo / Golden Door (Emanuele Crialese / Italy/France/UK) – 6/10
- Evilenko (David Grieco / Italy) – 6/10
- Solange du hier bist / While you are here (Stefan Westerwelle / Germany) – 6/10 (17)


A little, marginal addition (in order of personal preference, eh, contempt...):


Worst / Most annoying Film of 2007:


1. 300 (Zack Snyder / USA) - 1/10 *
2. The Hills have eyes II (Martin Weisz / USA) - 1/10
3. The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning (Jonathan Liebesman / USA) - 3/10
4. In the Name of the King: Dungeon Siege (Uwe Boll / Germany/Canada/USA) – 3/10 – 8/25*
5. Seed (Uwe Boll / Canada/Germany) - 5/10
6. I'm a cyborg but that's OK (Chan-wook Park / South Korea) - 13/25 – 5/10
7. Nightmare Detective (Shinya Tsukamoto / Japan) – 5/10
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


Chili Palmer


Aah, wusste der verrottende Estrada doch zu gefallen.

Du wolltest da ja immer noch mal etwas zu meinem oberflächenentlangkratzenden Review schreiben. Verstehst du inzwischen, wie schwer es für mich war, mir wenigstens dies abzuringen? Oder hättest du da spontan einen Zugang im Kopf, der viel über den Film aussagt, ohne zu sehr auf die Details einzugehen? Wäre wirklich nochmal interessant für mich, wie du das siehst.

Ansonsten: Details? Bilder? Schauspieler? Diese Szene mit dem Telefonat in der mexikanischen Bar?
"I'm an actor, love, not a bloody rocket surgeon".

"Der Terminader is ja im Grunde so'n Kaiborch."

Sarge

Zitat von: McKenzie am  4 Januar 2008, 21:44:30Ja, die nächsten drei Reviews entscheiden darüber, ob ich für einen längeren Zeitraum (sagen wir: ein Jahr) pausiere um zu alter Frische zurückzufinden oder ob ich auf einer neuen Basis, losgelöst von allen "Review-Regeln" und selbstauferlegtem Streben nach "Publikumsbefriedigung", weitermache. Der Text zu "Eastern Promises" ist übrigens hier ein Versuch gewesen, genau das zu erreichen: Die Darstellung der Essenz ohne die sonst bei mir übliche Herleitung selbiger. Das "argumentative" Review-Schreiben langweilt mich inzwischen tödlich und erscheint als populistischer Kompromiss, der mich beim Schreiben und meiner Rezeption einengt. Das klingt natürlich alles sehr nerdig, doch da ich sehr am Schreiben hänge, im Endeffekt vielleicht ein kleines bischen mehr als an meinen (unbekannten) Lesern, möchte ich mich nicht von äußeren, namenlosen Anforderungen formen lassen, die ich nicht als ideal betrachte.

Ich bin mir für meinen Geschmack in letzter Zeit einfach zu prätentiös  :icon_redface: und dabei noch nicht prätentiös genug, um gut zu sein. Und da ich das natürlich nicht gut finde, strebe ich nicht nach einem höheren Level von Prätentiösität sondern nach einer Rückkehr zur Bodenständigkeit ("Planet Terror" war so ein Versuch) was aber auch nicht so recht gelingen mag. Es ist also die Form, die Sprache die mir Kopfschmerzen bereitet. Denn um eine gute Form kann man sich nicht bemühen, die muss von selbst kommen - alles andere wäre @#%$ fragwürdig.

Okay, du neigst sicherlich manchmal dazu, viele Gedanken wahrlich auf einmal in einen Satz zu packen, einem Satz zu formulieren und während du ihn schreibst, ihn wahrscheinlich weiterzuentwickeln. Aber wer sagt, dass der Leser auch nicht mal gefordert werden darf? Doch bei aller Selbstkritik ist es der Selbstkritik wahrlich etwas zu viel. Erst war ich mir zugegeben ja nicht sicher, ob dieses öffentliche Selbstzweifeln einer erhofften konträren, positiven Resonanz zum Zwecke des Egopushings geschuldet war. Aber dann würde man sicherlich nicht ein Drittel seiner Reviews löschen :icon_eek: Sei dir dessen gewiss, dass so gut wie alle der hier vertretenen Autoren Altlasten mit sich schleppen und heute die ein oder andere eigene Kritik peinlich berührt lesen, geht mir jedenfalls so. Aber mein Gott, was soll's. Kann man irgendwann überarbeiten oder neu schreiben und wenn nicht, erfüllt's halt eine museale Funktion. In seinem Leben schreibt man vielleicht eh nur einmal eine wirklich perfekte Kritik.
Oft schon haben die Autorenthreads aber auch bewiesen, dass die pessimistische eigene Perspektive mit der gemeinen der Leserschaft nicht überstimmen muss. Du bist jedenfalls spannend. Sei dir dessen auch gewiss.


ZitatWer behauptet denn das Gegenteil?! Die internationale Kritik scheint sich vor Lob doch zu überschlagen und die Festival-Jurys großzügig wie bei Filmen dieses Subgenres heutzutage nur noch selten.

Mr. VV :icon_mrgreen: Für einen Cronenberg zumindest nicht gut. Und da er mindestens ein so großer Cronenberg-Anhänger ist wie ich, heißt es bei mir noch: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

Zitat
Cronenberg-Kenntnis? Nun ja... außer seinen beiden letzten Filmen kenne ich eigentlich nur noch vier weitere.

Da hätte ich wirklich mehr vermutet.  ;) Welche drei ("Spider" hast du ja schon erwähnt) sind das denn? "Crash" vielleicht noch?

ZitatAber warum ich die Figuren sehr gut analysiert haben soll - das könntest du mir doch noch kurz erklären. Eigentlich habe ich sie - entgegen meiner persönlichen Auffassung von einer derartigen Herangehensweise an Filme - doch ziemlich kurz abgefertigt?

Ziemlich kurz, ja das könnte man sagen. Aber Umfang ist ja nicht das einzige Indiz. Sowohl indirekt:

ZitatDiesem menschlich vollkommen ausgekühlten Fegefeuer gegenüber steht jedoch Optimismus - oder zumindest eine Sicherheit, die eine Hoffnung auf Ausstieg zulässt und sie nie gänzlich ausgrenzt

ZitatIn Momenten aufkeimender Unsicherheit scheinen Innenräume keiner Begrenzung nach oben und unten mehr zu unterliegen und lassen die Protagonisten selbst in Großaufnahmen verloren erscheinen

ZitatSchließt die bewusste Erfahrung neuer ethischer Horizonte einen moralischen Verlust mit ein, kurz: kann man sich davor nur schützen, indem man die eigene Umwelt und vielleicht sogar sich selbst teilweise ignoriert, verleugnet, sich gegen ein Fortschreiten der persönlichen Entwicklung sträubt, dieses ,,Risiko" vermeidet?

ZitatEr versteht das Bestreben der übrigen, menschlich deformierten Figuren, diesen Wesenszustand als Ideal zu erreichen

"Menschlich deformiert" ist wirklich ganz groß...

als auch direkt:

Zitatdas Annas in dieser Szene besonders, aber auch später noch extreme, mädchenhaft-aufgesetzte Naivität bei weitem zu dick aufgetragen und inszeniert ist, um kein Kunstgriff des Regisseurs zu sein. Engelsgleich steht Anna als Lamm an der Pforte zu Sodom. Denn Müller-Stahl, mit seinem gewohnt starken, unheimlichen Charisma, dreht langsam den Kopf, sein onkelhaftes Lächeln nicht verlierend sondern mit einem Hauch von subtilen Argwohns würzend

ZitatEgal ob Watts gleichmütig auf ihrem Motorrad durch London fährt, ob Mortensen auf Befehl von Kyrill hin vor dessen Augen sichtlich gequält und gedrungen eine ukrainische Prostituierte ,,von hinten nimmt" oder Charaktere mit unterschiedlichen weltlichen (und auch gesellschaftlichen) Positionen im Gespräch durch eine geradeaus blickende Kamera in sterilen Gegenschnitt-Sequenzen hart voneinander getrennt werden

ZitatAuch wenn er für sich eine moralisch nachvollzieh- und achtbare Entscheidung getroffen hat, wird er vielleicht die Unbeflecktheit und - im Sinne von Zufriedenheit mit der eigenen Person - Freiheit von Anna oder auch Kirill nie erreichen.

... kann ich mir zumindest ein ziemlich gutes Bild der Figuren machen. Gefällt mir auch, wie du sie nicht isoliert betrachtest, sondern bsp. mit dem Handwerk und seinen Funktionen hinsichtlich der Figurendarstellung verknüpfst.


Bretzelburger

ZitatIch war nie ein Fan von dir, lese deine Reviews aber immer wieder gerne. Die Überarbeitungen deiner Reviews sind mir auch nicht sooo gravierend aufgefallen, als das ich es hätte kommentieren wollen.

Dann scheint deine penible Aufmersamkeit und dein von dir oft erwähnter Perfektionismus nur dir selbst zu gelten. Nicht das du gezwungen gewesen wärst, meine Kritiken zu beurteilen und schon gar nicht erwarte ich, dass du ein Fan von mir wirst, aber das du die Veränderungen nicht wesentlich (damit meine ich nicht besser) findest, empfinde ich als Enttäuschung. Ich habe die drei Filme zum ersten mal komplex als Gesamtheit betrachtet, was ich noch nicht konnte, als ich "La Notte" beschrieb. Der Aufwand des Umschreibens war deutlich höher, als das zuvorige Verfassen der Ersttexte und ich habe nur etwa 20 % des Urtextes übernommen. Das du diese Veränderungen als nicht "sooo" gravierend empfindest, kann für mich nur bedeuten, dass du sie inhaltlich nicht erweitert findest.

Ich betrachte dein Wirken ja insgesamt mit Sympathie, da ich deinen Filmgeschmack schätze, so dass es fast schade ist, dass ich ausgerechnet mit deinen Texten nicht so recht warm werde. Das hat weniger mit deinen Aussagen oder gar Analysen zu tun, denn diese kann ich fast immer nachvollziehen, sondern mit deinem Schreibstil. Dazu passt auch deine, in meinen Augen überzogene Selbstkritik, die ich nur sehr schwer ernst nehmen kann - was nicht heisst, dass ich dich als Person nicht ernst nehme.

Ich versuche das an einem anderen Beispiel festzumachen. Als ich mit meinem Studium begann, war ich ein bemühter zeichnender Dilettant, bevor ich während des Studium dann jahrelangen Unterricht im Malen, Skizzieren und Zeichnen erhielt. Im Nachhinein wirken diese Anfangsversuche natürlich amateurhaft und vielleicht sogar lächerlich, aber sie sind ein Teil von mir und zeigen meine damalige Haltung. Deshalb möchte ich sie nie missen.
Jetzt könntest du dem entgegnen, dass ich meine frühen "Werke" ja auch nicht veröffentliche. Das stimmt, weshalb ich sogar verstehe, wenn Jemand hier bestimmte Kritiken wieder entfernt, aber deshalb würde ich mich dieser "Entwicklung" doch nicht schämen. Selbstzweifel wie die deinen, sind einerseits sicherlich zur Entwicklung notwendig, aber ich habe viele "Künstler" erlebt, die genau daran gescheitert sind, dass sie nicht "Perfekt" wären. Abgesehen davon, dass Perfektion nicht messbar ist - wie soll man denn perfekt werden, wenn man nichts tut ? - Hätte ich schon bei meinen ersten "Gehversuchen" (egal in was) nur das perfekte Bild vor Augen gehabt - ich hätte wahrscheinlich gar nicht erst begonnen. Das Schöne an der Eigenkrativität ist doch, dass man sich über sein Ergebnis freuen kann - und wenn auch nur für einen Momnt, bevor man begreift, wie man sich verbessern kann.

Wenn ich dann bei dir lese, dass die perfekte Antonioni-Kritik noch gar nicht möglich ist, dann ist das - gelinde gesagt - prätentiöser Blödsinn. Du hebst diese Filme (zu recht) so hoch, dass ein Text quasi immer hinterher hinken muss. Aber Kritiken können doch eine Vielzahl von Intentionen verfolgen. Das kurze Statement, die Aufmerksammachung auf einen für viele unbekannten Fim, eine Einordnung in das Gesamtwerk und natürlich die ausschweifende Analyse.

Aber wo fängt die an und wo hört sie auf ? In der "Filmzentrale" beginnt der "La Notte" Text mit der Architektur, auf die ich auch kurz eingegangen bin. Als Architekt könnte ich allein über dieses Thema problemlos 20 Seiten füllen, vielleicht wäre "Antonioni und die Architekturstile" ein angemessenes Doktorthema. Aber ist das notwendig, um den Filmen und Antonionis Gedanken in einer Filmkritik gerecht zu werden ? Ich meine nicht und damit komme ich zu deinen Texten zurück. Diese wirken immer so, als könntest du keinen Satz ertragen, der nicht vor Inhalt und analytischer Weisheit strotzt. Dadurch wirken sie fast künstlich und sind schwer zu lesen, aber "schwer" oder wie du es gern formulierst "sperrig" ist nicht automatisch gleich gut und anspruchsvoll, und es entspricht schon gar nicht dem Stil des von dir geliebten Meisters Antonioni.

Die grösste Meisterschaft liegt nämlich in einer inhaltlich tiefen Leichtigkeit, der die harte Arbeit bei der Entstehung nicht anzumerken ist. Gerade Antonioni beweist das, denn seine Bilder und Geschichten sind meist von einer absoluten Klarheit, fast bis zur Transparenz. Die Tiefe der Gedanken erschliessen sich nicht sofort, da sie nicht vordergründig demonstriert werden (nichts gegen vordergründig, alles zu seiner Zeit). Deine Kritiken versuchen auch so eine "versteckte Verklausulierung", scheitern aber an ihrer Offensichtlichkeit, dieses Ziel zu erreichen. Hier solltest du dich einfach mal entschlacken, anstatt aufzuhören - und dazu gehört Übung...

psychopaul

Weise Worte...vor allem Absatz 3.

Mc, wenn du eine Kreativpause nimmst, ist das deine Sache, aber ich denke, es gibt einige, die auch nicht ganz so perfekte Outputs von dir gerne immer mal wieder lesen, von daher: sei nicht ganz so streng mit dir selbst und dem Perfektionismus..  ;)

Wenn man aber gerade keinen Bock, Biß oder nicht die nötige Leidenschaft hat, was zu schreiben, dann sollte man sich aber auch nicht dazu zwingen...das weiß ich selbst am besten.  :king:

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kruchtenkaiser

nach dem Lesen der "Eastern Promises"-Review kann ich Deine Selbstzweifel voll und ganz verstehen: schludriger, runter gerotzter Stil, Qualität gegen Null strebend... ach, verdammt nochmal... ich weiss nicht was Du hast!!! Wieder einmal ein hervorragender Text, der mir beweist, dass Du Selbstkritik auf allerhöchstem Niveau betreibst! Daher schließe ich mich Bettwursts Worten sehr gerne an:

Zitat von: Bettwurst am  5 Januar 2008, 21:25:49Mc, wenn du eine Kreativpause nimmst, ist das deine Sache, aber ich denke, es gibt einige, die auch nicht ganz so perfekte Outputs von dir gerne immer mal wieder lesen, von daher: sei nicht ganz so streng mit dir selbst und dem Perfektionismus..  ;)
:respekt:

und auch diesen Satz unterschreibe ich - auch aufgrund eigener Erfahrungen - gerne:
Zitat von: Bettwurst am  5 Januar 2008, 21:25:49
Wenn man aber gerade keinen Bock, Biß oder nicht die nötige Leidenschaft hat, was zu schreiben, dann sollte man sich aber auch nicht dazu zwingen...das weiß ich selbst am besten.  :king:

Snake_Plissken

Na bevor sich ein wirklich talentierter Autor von seinen Selbstzweifeln unterkriegen lässt, möchte ich mich an dieser Stelle zu Wort melden. Ich habe mir mal Dein "Vanishing Point" Review zur Brust genommen... und es ist beinahe makellos.

Es ist vorbildlich, wie Du dich mit dem Film auseinandergesetzt hast. Du sezierst ihn und füllst die Häppchen mit Deiner Sicht der Dinge. Das ganze passiert auf eine argumetative Art und Weise, was ich absolut befürworte. Schön, ist wie Du die Handlung in den vorherrschenden Zeitgeist einordnest und die sich durchziehenden Motor/Getriebe-Vergleiche sind zwar naheliegend, aber in ihrer Stringenz mehr als passend!

Top Review, ABER:
1. Warum ist vor dem Fazit soviel unbeschriebener Platz?
2. Warum beginnst Du Dein Fazit so plump mit FAZIT? Die 2 Zeilen, die der groß geschriebenen Ankündigung folgen, hätten auch aus der TV-Spielfilm sein können. Damit unterläufst Du die Messlatte, die Du vorher so schön hoch aufgelegt hast...

Also: weitermachen! Laß weiterhin so präzise Kritiken folgen!  :respekt:
I made a movie in Bulgaria. I'm ready for everything!
-The incomparable Mr. Bruce Campbell-

Jedem Sturm sein Wasserglas
-Nagel-

McKenzie

6 Januar 2008, 02:35:01 #470 Letzte Bearbeitung: 6 Januar 2008, 02:39:15 von McKenzie
Oh Leute...  :icon_mrgreen:

Danke für eure ausführlichen Postings. Als Liebhaber ausgiebiger und beherzter Diskussionen finde ich das alles großartig  :love:, allerdings werde ich wohl etwas Zeit benötigen, um auf alles angemessen einzugehen...  :andy: (Chili, kein Wort!)

@ Snake Plissken:

Die vielen Leerzeilen zwischen Review und dem "Fazit" sind pure Absicht und das Fazit ist eigentlich gar kein Fazit.  :king: Aber dazu später mehr!

@ Bretzelburger:

Danke!
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


Mr. Vincent Vega

Sei keine Sissi, McKenzie. Phasen der Selbstzweifel kommen und gehen. In dem Moment, in dem man sie derart aus- und zur Diskussion stellt, ist ihr Endstadium ohnehin erreicht.

Snake_Plissken

Zitatdas Fazit ist eigentlich gar kein Fazit.  s-koenig Aber dazu später mehr!

Aha? Ich bin gespannt...

Greetings Snake_
I made a movie in Bulgaria. I'm ready for everything!
-The incomparable Mr. Bruce Campbell-

Jedem Sturm sein Wasserglas
-Nagel-

McKenzie

8 Januar 2008, 22:08:43 #473 Letzte Bearbeitung: 8 Januar 2008, 22:11:57 von McKenzie
Gemäß der Reihenfolge...

Zitat von: Chili Palmer am  5 Januar 2008, 20:13:12
Aah, wusste der verrottende Estrada doch zu gefallen.

Durchaus, hat den Sprung in meine Besten-Liste(n) nur knapp verpasst, ich dann bei all der Frustration, Depression, Suizidgefahr und Vereinsamung noch einen richtig fetten Unterhaltungskracher dabei haben wollte und mich dann für "Todeszug nach Yuma" entschieden habe, der mir sowohl Kurzweil in lange nicht mehr erlebter Ausführung als auch psychologische Nahrung lieferte.  :icon_mrgreen:

Zitat von: Chili Palmer am  5 Januar 2008, 20:13:12
Du wolltest da ja immer noch mal etwas zu meinem oberflächenentlangkratzenden Review schreiben. Verstehst du inzwischen, wie schwer es für mich war, mir wenigstens dies abzuringen? Oder hättest du da spontan einen Zugang im Kopf, der viel über den Film aussagt, ohne zu sehr auf die Details einzugehen? Wäre wirklich nochmal interessant für mich, wie du das siehst.

Dein Ansatz ist auf jeden Fall der richtige, hier muss man zu assoziativen Mitteln greifen, sonst würde man wohl stolpern. Vielleicht sollte ich - damit du auch einmal in diesen Genuss  :icon_twisted: kommst - dein Review noch einmal lesen und dann eine "kleine" Diskussion in deinem Thread anzetteln.  ;)
Übrigens wäre bei diesem Film mein Ansatz vermutlich gewesen, bestimmte Szenenfolgen oder auch nur eine einzelne Sequenz exemplarisch herauszugreifen oder irgendetwas metaphorisches zum Text auszubauen, allerdings ging der bei meinem momentan extremen Filmwahnsinn zusammen mit drei anderen Filmen an diesem Tag ziemlich unter.

Abgesehen davon kann ich dich verstehen, ja. Der Film öffnet dem Zuschauer viel Raum und durch eine nüchterne Analyse würde man diesen Raum erheblich verkleinern für diejenigen, die den Text vor dem Film lesen.

Zitat von: Chili Palmer am  5 Januar 2008, 20:13:12
Ansonsten: Details? Bilder? Schauspieler? Diese Szene mit dem Telefonat in der mexikanischen Bar?

Was ist damit?  :icon_mrgreen: Einfach wunderbar, all das. Das Klavierspiel des Mädchens in der Bar ist übrigens das Titelthema des Douglas Sirk Films "Magnificent Obsession" was ich an dieser Stelle und in Verbindung mit der Präsenz, die Sirks Filme bei mir inzwischen haben, ziemlich bemerkenswert fand. Diese Sequenz wäre übrigens natürlich ein gutes "Beispiel", das den Film in einer darauf aufbauenden Kritik vertreten könnte.

Zitat von: Sarge am  5 Januar 2008, 20:16:53
Okay, du neigst sicherlich manchmal dazu, viele Gedanken wahrlich auf einmal in einen Satz zu packen, einem Satz zu formulieren und während du ihn schreibst, ihn wahrscheinlich weiterzuentwickeln. Aber wer sagt, dass der Leser auch nicht mal gefordert werden darf?

Ich war immer der Meinung, mich darum bemühen zu müssen, es den Lesern leicht zu machen und denjenigen, die eine grundsätzlich andere Filmrezeption pflegen, nicht ein Brett ins Gesicht nageln zu dürfen, irgendwann ist mir aber aufgefallen, das dank dieses Bestreben einige für mich persönlich eigentlich essentielle Werte verloren gingen - die Entscheidung ist dann zugunsten letzterer gefallen. Was aber nicht bedeutet, das ich nicht aus eigenem Interesse an einer Vereinfachung meiner Form und Struktur arbeiten würde.

Abgesehen davon schätze ich aber gerade das auch an anderen Kritiken. Unter diesem Gesichtspunkt ist z. B. Adam Kesher - den ich stets mit großem Interesse lese - einer der schwierigsten OFDb-Schreiber, andererseits empfinde ich diese Herausforderung stets als lohnenswert. Du bist ja beispielsweise auch stets darum bemüht, in relativ kurzen Texten das Herz eines Films schlagen zu lassen, allerdings kann ich das noch nicht wirklich beurteilen, da ich von dir leider ebenfalls noch zu wenig kenne.

Zitat von: Sarge am  5 Januar 2008, 20:16:53
Doch bei aller Selbstkritik ist es der Selbstkritik wahrlich etwas zu viel. Erst war ich mir zugegeben ja nicht sicher, ob dieses öffentliche Selbstzweifeln einer erhofften konträren, positiven Resonanz zum Zwecke des Egopushings geschuldet war. Aber dann würde man sicherlich nicht ein Drittel seiner Reviews löschen :icon_eek: Sei dir dessen gewiss, dass so gut wie alle der hier vertretenen Autoren Altlasten mit sich schleppen und heute die ein oder andere eigene Kritik peinlich berührt lesen, geht mir jedenfalls so. Aber mein Gott, was soll's. Kann man irgendwann überarbeiten oder neu schreiben und wenn nicht, erfüllt's halt eine museale Funktion. In seinem Leben schreibt man vielleicht eh nur einmal eine wirklich perfekte Kritik.

Das Paradoxe ist ja, das die perfekte Kritik eigentlich gar nicht mein Ziel ist. Eigentlich möchte ich viel eher persönlicher und herzlicher schreiben denn die deutsche, "professionelle" / "wissenschaftliche" / "seriöse" Filmkritik ist ein emotionaler Eisschrank, der sicherlich schon vielen Menschen den Zugang zum Kino abgefroren hat - da sollte man, wenn man denn kann - OFDb macht's möglich - gegensteuern.
Und was die Löschungen betrifft: Wenn meine aktuelle Meinung zu einem Film vollkommen differiert von der Meinung, die ich einem alten Review vertrete, kann ich selbiges einfach nicht stehen lassen - es wäre eine Lüge, eine Falschaussage. Und da für mich jeder Text harte Arbeit bedeutet (allerdings nicht so, wie Bretzelburger vermutet hat), schreibe ich auch nicht so mir nichts, dir nichts, ein neues Review. Daher gäbe es eigentlich immer noch genug Texte, die ich verschwinden lassen müsste. :icon_mrgreen: Es sind ja immer noch viele vorhanden und das schon auch aufgrund ihres "musealen Wertes". Und aus Erfahrung weiß ich auch, das viele Autoren mir in ihrer Frühphase ebenso gut gefallen wie jetzt, wenn nicht noch mehr - Bretzelburger, Der Mann mit dem Plan, Moonshade, usw.

Egopushing? Ich könnte auch gut ohne diesen Autorenthread leben und mich nur an den Diskussionen und Spam in den euren laben!  :icon_lol:

Zitat von: Sarge am  5 Januar 2008, 20:16:53
Oft schon haben die Autorenthreads aber auch bewiesen, dass die pessimistische eigene Perspektive mit der gemeinen der Leserschaft nicht überstimmen muss.

Das ist auch der Hauptgrund für die Existenz dieses Threads. Wäre ich ein Filmemacher, ich würde die Rezensionen meiner Werke lesen ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, nur aus Interesse, wie mein Werk von anderen gesehen wird, nicht in der Absicht, mich fremden Interessen zu unterwerfen und nach ihnen zu formen. Die perspektivische Vielfalt ist schließlich auch das, was die besten Filme ausmacht.

Zitat von: Sarge am  5 Januar 2008, 20:16:53
Du bist jedenfalls spannend. Sei dir dessen auch gewiss.

Danke, das ist ein erstklassiger Ansporn, möchte ich meinen.  ;)

Zitat von: Sarge am  5 Januar 2008, 20:16:53
Mr. VV :icon_mrgreen: Für einen Cronenberg zumindest nicht gut. Und da er mindestens ein so großer Cronenberg-Anhänger ist wie ich, heißt es bei mir noch: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

Mr. Vincent Vega findet aber auch, das der Film relativ simpel und konventionell ist für einen Cronenberg.  :icon_twisted: Darüber ließe sich nämlich hervorragend streiten...

Zitat von: Sarge am  5 Januar 2008, 20:16:53
Da hätte ich wirklich mehr vermutet.  ;) Welche drei ("Spider" hast du ja schon erwähnt) sind das denn? "Crash" vielleicht noch?

Nein, "Crash" leider, leider, leider noch nicht. Irrtum, es waren doch noch fünf (einen vergessen und einen verdrängt): "Naked Lunch" (verdrängt, interessant und reich, aber insgesamt eher missglückt, imo), "The Fly" (vergessen), "Scanners", "Videodrome" (mein Favorit) und "eXistenZ". Sowie vor zwei Jahren, die wie eine Ewigkeit erscheinen, im Kino "A History of Violence" (mit dem ich damals als blutiger Cronenberg-Einsteiger natürlich nichts anzufangen vermochte).

Zitat von: Sarge am  5 Januar 2008, 20:16:53
Ziemlich kurz, ja das könnte man sagen. Aber Umfang ist ja nicht das einzige Indiz. Sowohl indirekt:

(...)

als auch direkt:

... kann ich mir zumindest ein ziemlich gutes Bild der Figuren machen. Gefällt mir auch, wie du sie nicht isoliert betrachtest, sondern bsp. mit dem Handwerk und seinen Funktionen hinsichtlich der Figurendarstellung verknüpfst.

:icon_mrgreen:

War mir selbst gar nicht sonderlich aufgefallen. Aber so, aus dem Kontext des Gesamttextes genommen...

Genau so etwas meinte ich - manchmal fällt einem selbst schlicht nicht auf, wieviel oder wie wenig "Tragweite" das Geschriebene hat...
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


Chili Palmer

Zitat von: McKenzie am  8 Januar 2008, 22:08:43
Vielleicht sollte ich - damit du auch einmal in diesen Genuss  :icon_twisted: kommst - dein Review noch einmal lesen und dann eine "kleine" Diskussion in deinem Thread anzetteln.  ;)

50 Feet! 50 Feet! 50 Feet!  ;)

Zitat von: McKenzie am  8 Januar 2008, 22:08:43
Der Film öffnet dem Zuschauer viel Raum und durch eine nüchterne Analyse würde man diesen Raum erheblich verkleinern für diejenigen, die den Text vor dem Film lesen.

Dankeschön, darum ging's mir.

Zitat von: McKenzie am  8 Januar 2008, 22:08:43
Einfach wunderbar, all das. Das Klavierspiel des Mädchens in der Bar ist übrigens das Titelthema des Douglas Sirk Films "Magnificent Obsession" was ich an dieser Stelle und in Verbindung mit der Präsenz, die Sirks Filme bei mir inzwischen haben, ziemlich bemerkenswert fand.

Deswegen habe ich doch gefragt.  ;)

Ein weiteres Review kann hier auch definitiv nicht schaden, gerade jetzt, wo er so einen 1/10-Tiefschlag einstecken musste.
"I'm an actor, love, not a bloody rocket surgeon".

"Der Terminader is ja im Grunde so'n Kaiborch."

McKenzie

8 Januar 2008, 22:26:48 #475 Letzte Bearbeitung: 8 Januar 2008, 22:32:05 von McKenzie
Mist, eigentlich wollte ich noch schnell die übrigen Postings separat beantworten bevor hier jemand antwortet. Nun ja, ich hätte es erwähnen sollen.  :icon_lol:

Zitat von: Chili Palmer am  8 Januar 2008, 22:19:50
50 Feet! 50 Feet! 50 Feet!  ;)

Muss nicht sein, je öfter ich über das besagte Monsterposting (bzgl. "Herr der Ringe" und Konsorten) nachdenke, desto kränker erscheint es mir.  :eek:

Zitat von: Chili Palmer am  8 Januar 2008, 22:19:50
Dankeschön, darum ging's mir.

War mir schon klar, was mir nicht klar war: Das ich nach der Sichtung des Films nicht noch einmal bei dir vorbeigeschneit bin. Ich war felsenfest davon überzeugt, das ich danach noch einmal bei dir gepostet hätte und wir schon einen Konsens hergestellt hätten...  :icon_redface: Nun ja - Erare Humanum Est.

Zitat von: Chili Palmer am  8 Januar 2008, 22:19:50
Ein weiteres Review kann hier auch definitiv nicht schaden, gerade jetzt, wo er so einen 1/10-Tiefschlag einstecken musste.

Doch, das wäre schon reiz- und sinnvoll. Und zu allem (Un-?)Glück hat ihn ein Freund von mir schon seiner DVD-Sammlung einverleibt... :andy:

Zitat von: Chili Palmer am  8 Januar 2008, 22:19:50
Zitat von: McKenzie am  8 Januar 2008, 22:08:43
Einfach wunderbar, all das. Das Klavierspiel des Mädchens in der Bar ist übrigens das Titelthema des Douglas Sirk Films "Magnificent Obsession" was ich an dieser Stelle und in Verbindung mit der Präsenz, die Sirks Filme bei mir inzwischen haben, ziemlich bemerkenswert fand.

Deswegen habe ich doch gefragt.  ;)

Kennst und liebst du den auch?  :icon_eek:  :pidu:
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


Crumby Crumb & the Cunty Bunch

Sach ma, Freund Blase, ist das 90ziger in Deiner Sig ein Scherz?
'Are you talkin' to me? You talkin' to me?' - Raging Bull, Pacino. Love that movie!

Mr. Vincent Vega

Zitat von: McKenzie am  8 Januar 2008, 22:08:43
Zitat von: Sarge am  5 Januar 2008, 20:16:53
Mr. VV :icon_mrgreen: Für einen Cronenberg zumindest nicht gut. Und da er mindestens ein so großer Cronenberg-Anhänger ist wie ich, heißt es bei mir noch: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

Mr. Vincent Vega findet aber auch, das der Film relativ simpel und konventionell ist für einen Cronenberg.  :icon_twisted: Darüber ließe sich nämlich hervorragend streiten...

Nein, lässt es sich nicht. Je mehr ich über den Film nachdenke, desto problematischer erscheint er mir.

Ein Bekannter formulierte es erst heute im Chat sehr treffend, ich zitiere mal:

SPOILER

Zitatdass am ende der böse schwule am rande des kindsmord steht und gegen das heterosexuelle paar in einer ikonographie der heligen familie ausgespielt wird, kann man ihm [cronenberg] eigentlich nie mehr verzeihen.

Ich bin zwar gnädig mit Croni, aber allein das erschreckend flache Ende muss jedem Fan des Regisseurs übel aufstoßen.

Zitat von: McKenzie am  8 Januar 2008, 22:26:48
Muss nicht sein, je öfter ich über das besagte Monsterposting (bzgl. "Herr der Ringe" und Konsorten)

Wir planen lieber eine Konferenzschaltung per Telefon, das wäre bestimmt einfacher - und witziger. :icon_mrgreen:

Chili Palmer

Monsterposting muss wirklich nicht sein, ich wollte halt nur mal was skandieren.  :icon_mrgreen:

Zitat von: McKenzie am  8 Januar 2008, 22:26:48
Ich war felsenfest davon überzeugt, das ich danach noch einmal bei dir gepostet hätte und wir schon einen Konsens hergestellt hätten...  :icon_redface: Nun ja - Erare Humanum Est.

Kein Ding, sancta simplicitas, oder so.  ;)

Zitat von: McKenzie am  8 Januar 2008, 22:26:48
Kennst und liebst du den auch?  :icon_eek:  :pidu:

Für Liebe kenne ich sein Werk nicht gut genug.  :icon_sad:

Den muss man als Hamburger auch nicht kennen, so wie man alle Attraktionen der Stadt den Touris überlässt.  :LOL:
"I'm an actor, love, not a bloody rocket surgeon".

"Der Terminader is ja im Grunde so'n Kaiborch."

psychopaul

Zitat von: Mr. Vincent Vega am  8 Januar 2008, 22:38:25

SPOILER

Zitatdass am ende der böse schwule am rande des kindsmord steht und gegen das heterosexuelle paar in einer ikonographie der heligen familie ausgespielt wird, kann man ihm [cronenberg] eigentlich nie mehr verzeihen.

Ich bin zwar gnädig mit Croni, aber allein das erschreckend flache Ende muss jedem Fan des Regisseurs übel aufstoßen.


Das hat echt was.  :icon_eek:  :icon_confused:  :icon_mrgreen:
Zu mehr als der Bemerkung: "jetzt wird es aber eigenartig schnulzen-nahe" hat es bei mir zwar nicht gereicht, aber etwas "unpassend" fand ich diese Szene dann auch, allerdings würde ich nicht sagen, dass es deshalb schlecht ist.

Nur: auf eine Satire, wie bei "History" kann sich Cronenberg diesmal kaum rausreden, oder will er uns neuerdings alle subtil verarschen.  :00000109:  ;)
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