Autoren-Thread: McKenzie

Erstellt von McKenzie, 17 Februar 2007, 17:27:29

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psychopaul

 :icon_rolleyes: :icon_rolleyes: :icon_rolleyes:

Da sind auch 6er und 7er dabei.  :LOL:

Ihr könnt mich mal.  :icon_mrgreen: " ;)"
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McKenzie

16 September 2010, 17:17:06 #961 Letzte Bearbeitung: 16 September 2010, 17:21:18 von McKenzie
Zitat von: psychopaul nach 16 September 2010, 17:14:12
Ihr könnt mich mal.  :icon_mrgreen: " ;)"


Ja? Sehr gerne. :icon_twisted:

EDIT: Ich sehe gerade, dass du DIE TODESGÖTTIN DES LIEBESCAMPS mit nur 2/10 bewertet hast. Damit hast du dich automatisch selbst über den Hades geschickt. Wer diesen Film nicht *mindestens* mit 8/10 bewertet, kann eigentlich nicht alle Filmdosen im Schrank haben. Ein Meilenstein, ein wegweisendes, subversives Zentralwerk der deutschen Filmgeschichte und du vergibst 2/10? Soviel zum Arthaussklaven...
ZitatPunctuality is the thief of time

- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.

- Elizabeth Taylor


psychopaul

16 September 2010, 17:18:28 #962 Letzte Bearbeitung: 16 September 2010, 17:20:49 von psychopaul
das ist doch echt unter meinem Niveau hier.  :piss:








:icon_mrgreen:

btw, der Avatar ist doch extra dir gewidmet!
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McKenzie

Schlecht getroffen, ganz schlecht.

ZitatPunctuality is the thief of time

- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.

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Mr. Vincent Vega

 :LOL: :LOL: :LOL: :LOL: :LOL: 

TREFFER!

psychopaul

ZitatIch sehe gerade, dass du DIE TODESGÖTTIN DES LIEBESCAMPS mit nur 2/10 bewertet hast. Damit hast du dich automatisch selbst über den Hades geschickt. Wer diesen Film nicht *mindestens* mit 8/10 bewertet, kann eigentlich nicht alle Filmdosen im Schrank haben. Ein Meilenstein, ein wegweisendes, subversives Zentralwerk der deutschen Filmgeschichte und du vergibst 2/10? Soviel zum Arthaussklaven...


:rofl: :rofl: :rofl:

Ich fasse es nicht, dass du sowas tatsächlich ernst zu meinen scheinst.  :dodo:

Lieber Arthaussklave als sein Leben solchen Schwachsinnigkeiten en masse zu widmen.
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McKenzie

16 September 2010, 18:10:45 #966 Letzte Bearbeitung: 16 September 2010, 18:14:12 von McKenzie
Zitat von: psychopaul nach 16 September 2010, 17:38:35
Ich fasse es nicht, dass du sowas tatsächlich ernst zu meinen scheinst.  :dodo:

Lieber Arthaussklave als sein Leben solchen Schwachsinnigkeiten en masse zu widmen.


Nur der Intellektuelle kann den Schwachsinn als solchen würdigen. :king:
Natürlich habe ich das da oben nicht ernst gemeint, aber die Todesgöttin ist auf jeden Fall ein völlig einzigartiger Artefakt und eine der Hysterie auslösendsten Trash- und Sleazebomben, die ich je genießen durfte. Wie einem halbwegs geistig gesunden und humorvollen Cinemenschen von Welt, der über Begriffen wie "wertvoll" und "wertlos" steht, so etwas nicht Tränen des Glücks in die Augen treiben kann, will mir einfach nicht einleuchten. Ein Freund von mir hat einmal weise angemerkt, dass "Trashen" im Kern ein sehr intellektueller Rezeptionsansatz ist. Ich bin mehr als geneigt, dem beizupflichten.
ZitatPunctuality is the thief of time

- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.

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psychopaul

16 September 2010, 18:22:53 #967 Letzte Bearbeitung: 16 September 2010, 18:25:43 von psychopaul
Bei anderen Filmen würd ich dir da auch sicher beipflichten, aber der war bis auf wenige Szenen und das geile Titellied einfach nur öde.  :scar: Und für sowas dann auch noch unglaubliche 9/10 zu vergeben, das will mir wiederum nicht einleuchten.  ;)

Außerdem, weißhemdige, notgeile Schlagerfuzzis im Sektenwahn sind doch nichts Außergewöhnliches.  :icon_mrgreen:
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McKenzie

Zitat von: psychopaul nach 16 September 2010, 18:22:53
Bei anderen Filmen würd ich dir da auch sicher beipflichten, aber der war bis auf wenige Szenen und das geile Titellied einfach nur öde.  :scar: Und für sowas dann auch noch unglaubliche 9/10 zu vergeben, das will mir wiederum nicht einleuchten.  ;)


Du hast den Film alleine gesehen und bist eben kein Deutscher. So bringt das natürlich nichts.  :icon_mrgreen:

Zitat von: psychopaul nach 16 September 2010, 18:22:53
Außerdem, weißhemdige, notgeile Schlagerfuzzis im Sektenwahn sind doch nichts Außergewöhnliches.  :icon_mrgreen:


Das ist wiederum wahr. Hier laufen sie einem auch schon ständig über den Weg, einfach schrecklich. Da muss irgendwo ein Nest sein! :LOL:
ZitatPunctuality is the thief of time

- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.

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Stefan M

Zitat von: McKenzie nach 16 September 2010, 19:19:53
Zitat von: psychopaul nach 16 September 2010, 18:22:53
Bei anderen Filmen würd ich dir da auch sicher beipflichten, aber der war bis auf wenige Szenen und das geile Titellied einfach nur öde.  :scar: Und für sowas dann auch noch unglaubliche 9/10 zu vergeben, das will mir wiederum nicht einleuchten.  ;)


Du hast den Film alleine gesehen und bist eben kein Deutscher. So bringt das natürlich nichts.  :icon_mrgreen:


Ich habe ihn auch allein gesehen, bin aber Deutscher. Dabei komme ich auch nicht auf mehr als 2/10. Ich sehe ihn dabei aber ebenso wie du als Trash-Neutronenbombe, wie es sie das deutsche Kino wohl nicht allzu häufig hervorgebracht hat. Man muß sich das ja auch mal auf der Zunge zergehen lassen: produziert von Christian Anders, geschrieben von Christian Anders, Regisseur: Christian Anders, Hauptdarsteller und Held: Christian Anders, Musik: Christian Anders.  :LOL:

Vielleicht habe ich über den Schmarrn nicht grad Tränen gelacht, aber höchst unterhaltsame 75 Minuten waren das auf alle Fälle - nur kann ich Trash nicht auf eine Stufe mit qualitativ hochklassigen Filmen stellen, das paßt nicht zu meinem Bewertungsschema.  ;)
"Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos." (Loriot)

Synchronisation ist nicht grundsätzlich schlecht und manchmal sogar richtig gut!

McKenzie

17 September 2010, 00:38:45 #970 Letzte Bearbeitung: 17 September 2010, 00:43:54 von McKenzie
Zitat von: Stefan M nach 16 September 2010, 20:03:10
Ich sehe ihn dabei aber ebenso wie du als Trash-Neutronenbombe, wie es sie das deutsche Kino wohl nicht allzu häufig hervorgebracht hat.


Wenn du wüsstest... :icon_cool: Deutschland ist eines der größten Trash-Paradiese weltweit, nur noch übertroffen von der Türkei, Hongkong und Italien. Die Todesgöttin ist trotzdem ein absoluter Einzelfall, bettet sich aber wohlig ein in eine bundesrepublikanische Filmlandschaft, die zumindest zu dieser Zeit (und, wie es mir scheint, auch heute noch) vor gar nichts zurückschreckte.

Zitat von: Stefan M nach 16 September 2010, 20:03:10
nur kann ich Trash nicht auf eine Stufe mit qualitativ hochklassigen Filmen stellen, das paßt nicht zu meinem Bewertungsschema.  ;)


Dann sollte man ihn lieber gar nicht bewerten. :nono: Ich halte es jedem vor, der das tut. Moonshade macht das ja auch so, sehr fragwürdig, da man beim Lesen seiner Trash-Texte meist umknickt und sich fragt wie zum Teufel man so etwas schreiben und dann 1/10 vergeben kann - Trash muss nach seinem Spaßfaktor, seiner Unfassbarkeit, seiner Deliranz, seinem Wahnsinn bewertet werden - deshalb sieht man ihn sich schließlich so gerne an und deshalb verdient er es auch. Alles andere ist m. E. nicht ehrlich. Mit intentionalistischen Argumenten nach dem Motto "Aber das war ja nicht gewollt" zu argumentieren, ist angesichts von Lachkrämpfen bis zu Tränen ganz und gar unangemessen. Und dann gibt es auch noch das Phänomen von Filmen, die zu gleichen Teilen Trash und Kunst sind, dass sich mir persönlich inzwischen immer öfter erschließt (vor allem bei Jess Franco, nach dem ich nach inzwischen 43 Filmen absolut süchtig bin und dessen DER TEUFEL KAM AUS AKASAVA ich z. B. einerseits als totale Granate, andererseits als avantgardistische Narrations-Satire eines hoffnungslosen Narrationsgegners sehe  :icon_mrgreen:).

Ich finde das immer etwas scheinheilig und bin für eine reue- und schamlose Bewertung und Bejubelung von Sleaze und Trash. Raus aus dem Schatten und ans Licht. Der Trash muss raus aus dem Klosett, da gibt es nichts.

PS: Statt einfach dankbar zu sein, dass man am Freitag Abend um Mitternacht so etwas Ausgefallenes im deutschen Fernsehen zu  sehen bekommt!  :icon_eek:

PPS:

Zitat von: Stefan M nach 16 September 2010, 20:03:10
Ich habe ihn auch allein gesehen, bin aber Deutscher.


Eben. Du hast ihn alleine gesehen.  :icon_mrgreen:
ZitatPunctuality is the thief of time

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ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.

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Chili Palmer

Zitat von: McKenzie nach 16 September 2010, 18:10:45
Ein Freund von mir hat einmal weise angemerkt, dass "Trashen" im Kern ein sehr intellektueller Rezeptionsansatz ist. Ich bin mehr als geneigt, dem beizupflichten.


Und auch wenn ich das gut nachvollziehen kann, liegt es dabei doch gefährlich nahe an dieser allgemein unter anstrengenden Zeitgenossen beliebten "so-schlecht-dass-es-schon-wieder-gut-ist-das-druck-ich-mir-auf-mein-superironisches-Witzshirt"-Haltung, die uns diesen ganzen postmodern-"kultigen" Umgang mit Filmen beschert hat.
"I'm an actor, love, not a bloody rocket surgeon".

"Der Terminader is ja im Grunde so'n Kaiborch."

McKenzie

Zitat von: Chili Palmer nach 17 September 2010, 01:15:14
Und auch wenn ich das gut nachvollziehen kann, liegt es dabei doch gefährlich nahe an dieser allgemein unter anstrengenden Zeitgenossen beliebten "so-schlecht-dass-es-schon-wieder-gut-ist-das-druck-ich-mir-auf-mein-superironisches-Witzshirt"-Haltung, die uns diesen ganzen postmodern-"kultigen" Umgang mit Filmen beschert hat.


Das kann so sein, muss es aber nicht. Ich würde nicht von "schlechten Filmen" sprechen sondern erst einmal nur von unfreiwilliger Komik. Dafür muss ein Film nicht schlecht sein. Es kann sogar ein exzellent umgesetzter Film in unfreiwilliger Komik baden. Letztlich ist Trash für mich auch ein Darsteller, der sich seltsam bewegt und damit eine Szene unbeabsichtigt zum Einsturz bringt, Dialoge vielmehr als schlechte Spezialeffekte, etc. - Nein, meinen Trash-Ansatz würde ich definitiv nicht als postmodern oder ironisch bezeichnen und meine Attitüde dem gegenüber auch nicht als Arrogant. Der Spott schließt für mich den Respekt nicht aus, zumindest bei Filmen. Bestes Beispiel abermals Jess Franco, der einerseits aus ganz aufrichtigen Gründen wegen Filmen, die ich für großartig halte, ein Lieblingsregisseur von mir ist, andererseits aber auch wegen bodenlosen Schrott- und Schmuddelstreifen, bei denen ich johlend und mit gesenkter Kinnlade starre. Bei Menschen schließt der Spott den Respekt vielleicht schon eher aus, aber um die geht es hier ja nicht.  :icon_lol:
ZitatPunctuality is the thief of time

- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.

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Chili Palmer

Zitat von: McKenzie nach 17 September 2010, 01:30:02
Nein, meinen Trash-Ansatz würde ich definitiv nicht als postmodern oder ironisch bezeichnen und meine Attitüde dem gegenüber auch nicht als Arrogant. Der Spott schließt für mich den Respekt nicht aus, zumindest bei Filmen.


Okay.

Zitat von: McKenzie nach 17 September 2010, 01:30:02
Es kann sogar ein exzellent umgesetzter Film in unfreiwilliger Komik baden. Letztlich ist Trash für mich auch ein Darsteller, der sich seltsam bewegt und damit eine Szene unbeabsichtigt zum Einsturz bringt, Dialoge vielmehr als schlechte Spezialeffekte, etc.


Dann darf ich darin auch die Wurzel deines Problems mit Komödien vermuten (erinnere mich vage an "Life of Brian"): Deinem Humorverständnis entspricht es eher, dir selbst Entsprechendes in eigentlich nicht so Gedachtem zu erschließen, statt wie von den Machern erwünscht an gezielten Stellen zu lachen? Und musst von diesem Standpunkt aus moderne Komödien geradezu als Zumutung empfinden?

Zitat von: McKenzie nach 17 September 2010, 01:30:02
Bei Menschen schließt der Spott den Respekt vielleicht schon eher aus, aber um die geht es hier ja nicht.  :icon_lol:


Na, ein Glück.

*Notiz mach* "Kenzie ist bei Filmen nachsichtiger als bei seinen Mitmenschen"  :icon_mrgreen:
"I'm an actor, love, not a bloody rocket surgeon".

"Der Terminader is ja im Grunde so'n Kaiborch."

Stefan M

Zitat von: McKenzie nach 17 September 2010, 00:38:45
Zitat von: Stefan M nach 16 September 2010, 20:03:10
Ich sehe ihn dabei aber ebenso wie du als Trash-Neutronenbombe, wie es sie das deutsche Kino wohl nicht allzu häufig hervorgebracht hat.


Wenn du wüsstest... :icon_cool: Deutschland ist eines der größten Trash-Paradiese weltweit, nur noch übertroffen von der Türkei, Hongkong und Italien. Die Todesgöttin ist trotzdem ein absoluter Einzelfall, bettet sich aber wohlig ein in eine bundesrepublikanische Filmlandschaft, die zumindest zu dieser Zeit (und, wie es mir scheint, auch heute noch) vor gar nichts zurückschreckte.


Das war auch ungeschickt ausgedrückt von mir. Nicht zuletzt durch die samsnächtlichen SAT.1-Sexklamotten aus den 90ern weiß ich, wozu der deutsche Film in der Lage ist ("Die goldene Banane von Bad Porno"  :icon_mrgreen:). Aber so ein Erotik-Thriller-Mischmasch mit Christian Anders, dem wir einen ekligen Titelsong zu verdanken haben, wie "Die Todesgöttin des Liebescamps" steht wohl wirklich ziemlich allein da.

ZitatDann sollte man ihn lieber gar nicht bewerten. :nono: Ich halte es jedem vor, der das tut. Moonshade macht das ja auch so, sehr fragwürdig, da man beim Lesen seiner Trash-Texte meist umknickt und sich fragt wie zum Teufel man so etwas schreiben und dann 1/10 vergeben kann - Trash muss nach seinem Spaßfaktor, seiner Unfassbarkeit, seiner Deliranz, seinem Wahnsinn bewertet werden - deshalb sieht man ihn sich schließlich so gerne an und deshalb verdient er es auch. Alles andere ist m. E. nicht ehrlich. Mit intentionalistischen Argumenten nach dem Motto "Aber das war ja nicht gewollt" zu argumentieren, ist angesichts von Lachkrämpfen bis zu Tränen ganz und gar unangemessen.


Bewertungen sind doch eh Schall und Rauch. Müll bleibt Müll - und ich bin ja immerhin schon so weit, daß ich unterhaltsamen Müll mit mehr als 1/10 bewerte. Das ist dann als Adelung zu verstehen. Es ist für mich zugegebenermaßen schwer, da einen Bewertungsmaßstab festzusetzen, aber wie ich schon sagte: Großartige Hitchcock-Werke wie "Berüchtigt" mit "Sindbad - Herr der sieben Meere" (der mit Ferrigno) gleichzusetzen kann ich einfach nicht. Ich find's in Ordnung, wenn du so bewertest - ich gehe halt anders vor.  ;)

ZitatUnd dann gibt es auch noch das Phänomen von Filmen, die zu gleichen Teilen Trash und Kunst sind, dass sich mir persönlich inzwischen immer öfter erschließt (vor allem bei Jess Franco, nach dem ich nach inzwischen 43 Filmen absolut süchtig bin und dessen DER TEUFEL KAM AUS AKASAVA ich z. B. einerseits als totale Granate, andererseits als avantgardistische Narrations-Satire eines hoffnungslosen Narrationsgegners sehe  :icon_mrgreen:).


Na gut, da hinke ich mit mittlerweile rund fünf Filmen natürlich hoffnungslos hinterher. "Der Teufel kam aus Akasawa" als Narrations-Satire zu sehen, empfinde ich so spontan als weit hergeholt, möchte diese Aussage aber beim besten Willen nicht anzweifeln. Daß das mein bisher unterhaltsamster Franco war, mit einer musikalischen Untermalung, die ich noch jetzt im Kopf habe (sie paßt vielleicht nicht zum Handlungsverlauf, aber sie geht ins Ohr  :icon_mrgreen:), ist aber klar. Vielleicht schiebe ich ihn noch auf 3/10 hoch. Bin momentan eh am Durchsehen meiner Bewertungen und damit am Auf- und Abstufen.  :icon_mrgreen:
"Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos." (Loriot)

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psychopaul

Ich glaube, das passt perfekt in diesen Thread:  :icon_mrgreen: :icon_mrgreen:

http://www.youtube.com/watch?v=7GCL0bOGUzk&feature=player_embedded
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Intergalactic Ape-Man

30 September 2010, 06:29:51 #976 Letzte Bearbeitung: 30 September 2010, 06:42:50 von Intergalactic Ape-Man
Ich wärme nun auch noch einmal Inception auf und zwar gerade hier, weil mich eigentlich die Diskussion letztlich dazu bewogen hat, doch noch einer späten Vorstellung des Films beizuwohnen. Auch ich hatte ein unbefriedigtes Gefühl beim Verlassen des Saals. Viele der hier vorgebrachten Argumente decken sich mit den Nebelschwaden meines Unmutes, die sich auf der Heimfahrt noch kaum zu einer Gestalt manifestiert hatten. Technisch fand ich es gar nicht so übel muß ich sagen, so daß mir zunächst der wogende Zorn auf den Film noch befremdlich erschien.
Zitat
Selbstredend leidet all das unter Bedeutungsschwangerschaft im Endstadium - ohne dabei seinem Publikum auch nur das Geringste zuzutrauen. Alle Unwägbarkeiten, alle Geheimnisse, kurz: alles Unterbewusste - das Wort "Unterbewusstsein" fällt hier blasphemisch oft; es soll nämlich der Schauplatz des Showdowns sein - wird erstickt und gebändigt von einem dickflüssigen Guss aus psychologischem Baukasten-Palaver, der stellenweise die Grenzen des Erträglichen weit überschreitet...

An diesem Reibungspunkt sehe ich nun ein ganz klares Problem, nämlich bei den mentalen Schnellspritzern, die schon bei einer zweiten Ebene geistig ab- und das Mobiltelefon anschalteten.
ZitatWenn man es durchschaut hat, bleibt nichts mehr, außer einem erzkonventionellen Heist-Thriller.

Ja, wenn man es durchschauen kann, dann fühlt man sich so schändlich ungefickt, daß es schmerzt. Die Emotionskälte zum Teil noch vereinbar mit der Figur Cobb, mangelt es eben an den Willkürlichkeiten (Warum, wenn man schon aus dem Vollen schöpfen könnte, nicht wenigstens mehr Verformungen wie in Paris oder der plötzlich auftauchende Zug? Selbst analytischer Witz wie das Pinkelwetter kamen zu kurz.) und einer Komplexität, deren Vorhandensein noch unter dem Anspruch von Matrix, wobei ich selbst diesen Film nicht sonderlich hoch schätze.

Wie man es an obigem Beispiel aber auch sieht, gibt es in den Megaplexen ein Stammpublikum, welches bereits mit dem uns vorgesetzten Inception überfordert war, was letztlich der finanzgesteuerten Traumfabrik die Fesseln anlegt. Dies bringt mich zu zwei weiteren Punkten:

1. Darf man Nolans "Figurenzeichnung" dabei eigentlich zum Vorwurf machen, handelt es sich dabei tatsächlich um ein gängiges Muster oder ist sein unverschämtes Desinteresse vielmehr schon wieder ein Wagnis?

2. Dürfen wir nun höhere Anspruch an einen Geistesfick stellen, wenn wir ein gängiges Eros-Center betreten, eigentlich jedoch Bedürfnisse zu Praktiken hegen, die uns nur verruchte Hinterzimmer-Bordelle bieten zu können scheinen?

In diesem Zusammenhang möchte ich auf jüngere Aussprachen bezüglich der Trash-Rezeption (Trash in seiner Unfassbarkeit) zurückgreifen und vielleicht eine Übelswurzel an dieser Stelle ausmachen. Ist Film als solches nicht Trug- und Traumbild genug, daß man wider der Inspiration diese Momentaufnahmen und Phantastereien in eine Ordnung bringend unbedingt dem Aufbau des Traumes entgegen wirken und mit dem Versuch einen Traum zu dokumentieren eben ein Paradoxon hervorrufen muß?
Zitat
Sie sind nämlich, beinahe ausnahmslos, gänzlich fantasielos und laufen nie Gefahr, die Imagination des Zuschauers ernsthaft zu kneifen. Die steuerlose, vom Träumer unerfragte Transzendenz des Traumes, seine Ziellosigkeit, seine krude Mystik, seine Sinnlichkeit - sinnlich ist an diesem textilen Film rein gar nichts - all das hat keinen Platz in INCEPTION, einem Film der vermuten läßt, dass Christopher Nolan selbst noch nie geträumt hat und einen Putsch seines eigenen Unterbewußtseins dringend nötig hat - jedenfalls, wenn er das Unterbewusstsein Anderer weiterhin zum Leben erwecken will.

Welche Seite eines Films ist denn der Traum? Ist der Rezipient, der die ihm vorgeworfenen Brocken zusammensetzt, ein Träumer? Müssen die ihm vorgesetzten Bilder einmal von ihm geträumt worden sein, um als Traum wahrgenommen zu werden? Gibt sich der Rezipient als Träumer der Regie des Künstlers hin? Ist der Filmemacher ein Träumer, bevor er sein Werk zusammensetzt?

Könnte es nicht sein, daß Nolan durchaus ein Visionär gewesen ist, in der Absicht, dem Traum eine Gestalt geben zu wollen aber scheitern mußte? Könnte es an mangelnden Codes (der Traum wird ja nicht einmal durch Nebel auf dem Boden dargestellt...) liegen, oder eben daran, daß sich der Zuschauer seinen Traum nach Gusto als Film auswählt und dann zu seinem Traum werden läßt, Nolans Realität also nicht sein kann, weil sie sich bereits in einem Traum befindet? Dieses Scheitern fasziniert mich ungemein.

Darüberhinaus, liebe Tante Droll*, interessiert mich, da du Inception nahezu verabscheust (und einem Film wie Eyes Wide Shut jedoch sehr aufgeschlossen gegenüber stehst), wie du denn De Palmas Femme Fatale empfindest, der zwar gänzlich anders ist, jedoch mit Inception eben gemein hat, daß ein Coup der Motor ist und die Realität nur eine Ebene darstellt (und in mancher Kritik als verkopft gescholten wird).

PS: Ich habe Macho Man gesehen. :icon_eek:

*
Zitat von: Adam Kesher nach 16 September 2010, 02:29:02Und dich wie immer sehr bereichernd (und ein bisschen drollig).


PPS: Ich gehe jetzt die Realität aufessen.

Chili Palmer

Zitat von: psychopaul nach 29 September 2010, 09:40:33
Ich glaube, das passt perfekt in diesen Thread:  :icon_mrgreen: :icon_mrgreen:


Die trinken doch nicht etwa Portwein?  :respekt:
"I'm an actor, love, not a bloody rocket surgeon".

"Der Terminader is ja im Grunde so'n Kaiborch."

McKenzie

6 Oktober 2010, 02:51:43 #978 Letzte Bearbeitung: 6 Oktober 2010, 02:53:20 von McKenzie
Oh je, ich gucken einfach zu selten hier rein und übersehe doch glatt, dass sich hier jemand kolossale Mühe mit einem Monster-Post gegeben hat, der meiner Epik die Show zu stehlen droht. Ich fürchte, dass ich zunächst für ein paar Tage lang überhaupt keinen Nerv und keine Zeit haben werde, mich hier weiter zu äußern und finde es irgendwie auch ungemein schade, dass du diesen fruchtbaren Post nicht gleich unter meinen Text auf den Blog gesetzt hast (wo ich ihn auch sofort bemerkt hätte  :icon_mrgreen:) aber ich komme eben aus der OFDb und man kann sich nie ganz vom Tatort lösen. :icon_lol:

Ich nehme mir jetzt mal fest vor, darauf zurückzukommen und dieses Versprechen auch einzulösen, in Ordnung? (und dabei war da auch noch eine Debatte mit Adam in dem Thread von der Gaysha... Oh dear...) :icon_redface:

PS:

Zitat von: Intergalactic Ape-Man nach 30 September 2010, 06:29:51
PS: Ich habe Macho Man gesehen. :icon_eek:


Und?  :algo:

Sag nichts falsches, sonst holt dich der große, böse Bär und spielt mit dir die bärige Vergeltung aus HOTEL NEW HAMPSHIRE nach.  :icon_twisted:
ZitatPunctuality is the thief of time

- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.

- Elizabeth Taylor


Intergalactic Ape-Man

In Erwartung deiner noch bebrüteten, epochalen Resonanz muß meine Antwort leider sehr knapp ausfallen, da ich Macho Man kaum fassen kann. Ja, er ist ur-geil. Ja, er ist unglaublich einfältig. Ja, er ist unglaublich ludenschnäuzerich. Ja, er ist wie TKKG für Erwachsene. Ja, er hat mir beigebracht, daß Boxen und Karate zusammen erst recht den Putz zerbersten. Ja, ich kann ihn nur weiterempfehlen. Ich muß Macho Man wohl mindestens noch einmal sehen, um die Brillanz dieses Werkes vollständig zu erhaschen. Er ist übrigens von HDMV auf DVD angekündigt. Außerdem kann ich mir, abgesehen davon, daß Hotel New Hampshire da vielleicht borowczyketische Züge einfach gefehlt haben, schlimmeres vorstellen, als von Nastassja Kinski und Jodie Foster vergenußwurzelt zu werden. Jedenfalls 1983.  :icon_mrgreen:

psychopaul

Sag mal, bist du zu einem Fake-Bewert-Monster mutiert oder meinst du diese Fluten an 9er und 10er Bewertungen, die du so raushaust, noch ernst?
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McKenzie

5 Dezember 2010, 18:14:21 #981 Letzte Bearbeitung: 5 Dezember 2010, 19:59:57 von McKenzie
???

Okay, sehen wir uns die letzten 20 Bewertungen doch mal genauer an:


1. Symptoms (1974) / 9
Angela Pleasence kämpft in einer vermodernden Villa im tiefen, englischen Herbstwald gegen sich und viktorianische Dämonen. Mystisch-somnambules Gothic-Horrordrama mit Argento- und Polanski-Anklängen, virtuos gespielt, geschrieben, inszeniert und fotographiert. Für alle, die sich gerne fürchten und dabei gleichzeitig die Ultra-Melancholie spüren wollen. José Ramón Larraz ist ohnehin ein dringend wiederzuentdeckender Filmemacher, dessen bemerkenswerter Coming-of-age-Okkulthorror ESTIGMA mich bereits Anfang des Jahres begeisterte.

2. Holocaust 2 (1980) / 10
Eines der größten Trash'n'Sleaze-Meisterwerke ever. Ein Film, der mich und Andreas (Travis) in die Hysterie und Lach-Schmerzen geschwurbelt hat. Szenen, die man 5, 10 Mal zurückspult, um sie überhaupt erfassen zu können, ohne dabei zu ersticken. Ein Film, bei dem gar nichts stimmt und doch alles richtig ist. Menschen, die sich wie in Trance durch die gefühlten 50 Subplots bewegen und dabei aussehen, als hätten sie Bananen im Arsch. Der ist 10 Punkte wert, als outstanding achievement, so wie z. B. MACHO MAN. Einer meiner nun wirklich ganz, GANZ seltenen Trash-10/10er.

3. Mädchen wie das Meer, Ein (1967) / 9
Ein wunderbarer Liebesfilm. Mireille Darc als reisende Überlebenskünstlerin und Hardy Krüger als rastloser Gauner auf der Suche nach einem Coup finden sich am Strand von Beirut. Mit unfassbar brillanten Dialogen von Dialog-Schangel-Altmeister Michel Audiard und einer ungemein leidenschaftlichen, verspielten Regie des anscheinend großartigen Georges Lautner.

4. Verbotene Liebe (1989) / 9

Helmut Dziuba, Kinder- und Jugendfilmer aus der DDR (und tragisch unbeachteter Auteur), der in einem Publikumsgespräch kürzlich meinte dass er auf keinen Fall seine Zuschauer "emotional erziehen" wolle, stellt mit diesem Film das definitive cineastische Werk zum Thema jugendliche Sexualität vor dem Gesetz. Ein ebenso herzzerreissender wie komplexer, stiller Film, der die Bilder zum sprechen bringt statt das Sprechen zur Pinselei werden zu lassen - und der sich keine Erkenntnisse anmaßt, außer darüber, wie prüde auch die DDR war.

5. Powertool [HC] (1986) / 2
Mechanisches 08/15-Video-Gerammel mit leidenschaftslosen "Gay for pay"-Darstellern, die nicht einmal mit ihren Riesen-Schwänzen noch etwas ausrichten können. Mag zwar Kult sein (Rosa von Praunheim holte sich auch Hauptdarsteller Jeff Stryker und seinen Mega-Lolli für "Can I Be Your Bratwurst, Please?"), ist aber total öde und nicht mal wirklich funktionstauglich.

6. Ples v dezju (1961) / 9

Ein traumwandlerisch-düsteres Melodram über die unmögliche Liebe zwischen einem nihilistischen jungen Künstler und einer alternden Schauspielerin im winterlichen Ljubljana. Wurde von slowenischen Filmkritikern vor ein paar Jahren zum besten slowenischen Film gekürt. Zurecht, meine ich - natürlich ohne andere slowenische Filme zu kennen. Muss jetzt aber mehr von diesem Bostjan Hladnik sehen.

7. Angela, the Fireworks Woman [HC] (1975) / 10

Vermutlich der schönste Film, den Wes Craven je gedreht hat und tragischer- / fragwürdigerweise der einzige, zu dem er heute nicht mehr stehen mag, wegen Porno. Ein absolutes Meisterwerk. Siehe hierzu auch meinen dreiteiligen Twitter-Post.

8. Oswalt Kolle: Was ist eigentlich Pornographie? (1971) / 8

Zwischen Kolles anerkennens- und (aus der Distanz) liebenswertem liberalen Idealismus, seiner miefig-biederen Didaktik, den eingeschnittenen Dokumentaraufnahmen aus dänischen Pornoshops und -filmen, in die er immer wieder hineinwettert das in der BRD "Mord verboten ist, seine Darstellung nicht. Sex ist erlaubt, aber seine Darstellung verboten!" ist, kann man sich richtig wohlfühlen. Mehr als nur ein Zeitdokument (ohnehin ein fürchterlicher, überheblich geringschätziger Begriff).

9. Greenberg (2010) / 8
Rajko hat schon alles geschrieben. Siehe From Beyond-Filmblog oder wie das heißt.

10. Champagner-Mörder, Der (1966) / 8

Eine 8/10 für einen Chabrol muss ich dir als Arthouse-Monster doch nicht erklären, oder?

11. Sabine Kleist, 7 Jahre (1982) / 10

Ich meinte nach dem Film zum anwesenden Helmut Dziuba, dass ich es im Grunde eigentlich als unsäglich empfinde, wie zwischen Erwachsenen- und Kinderfilmen unterschieden und wie in Kinderfilmen den Kindern über den Mund gefahren, nicht auf Augenhöhe begegnet wird. Das sieht er (der sein Publikum nie "emotional erziehe wollte", wie er es selbst ausdrückte) genauso. Und dieser unfassbar großartige Film, dieses erstaunliche Wunder zum niederknien, ist tatsächlich ein "Kinderfilm" (pah!), der seine Protagonistin nicht süß sondern interessant findet, der ihr keine aufregenden Abenteuer zumuten muss, sondern sie einfach auf der Suche nach aufrichtiger (statt gespielter) Zuneigung alleine durch (Ost-)Berlin wandern lässt. Das ist auch größtenteils wirklich düster, melancholisch und kaum skurril sondern von beeindruckender Ernsthaftigkeit. Könnte heute so nicht mehr gedreht werden.

12. Enter the Void (2009) / 5

Noé ist nach Nolan schon der zweite fantasielose Regisseur, der dieses/letztes Jahr versucht hat, einen ganz fantasievollen GGFÜA (= Ganz großer Film über Alles, copyright dafür by Ekkehard Knörer) zu drehen und damit komplett baden geht. Statt zumindest den Ultra-Trip zu kreieren (was an sich schon toll gewesen wäre), begnügt sich Noé ganz einfach damit, sich ohne irgendeine Evolution innerhalb von 160 Minuten im bunten Neon-Allerlei und Eso-Trash zu ergehen, nicht ohne dabei die anfängliche Psychedelik auch noch mit einem doofen kindheitstraumatischen Subplot in den Rücken zu stechen und wieder einmal auf die entweder widerlichen oder erbärmlichen Schwulen zu zeigen. Bäh. Der Vorspann ist aber toll, Sex mit Leuchtnebel bestimmt besser und ich weiß jetzt auch, wie man in Gasherdplatten eintauchen kann.

13. Sklaven ihrer Triebe (1969) / 9

Alternde, lesbische Millionärin sucht die Mittelmeerküste nach Frauen ab, die ihren geisteskranken Sohn entjungfern und zu einem "richtigen Mann" machen könnten. Dabei kommen ihr ihre geld- und notgeilen Angestellten kriminell in die Quere. Der Über-Ober-Mega-Sleaze, total asozial. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen, das muss reichen. Der Film lässt einem die Hose platzen, ständig, pausenlos, unersättlich.

14. Schulmädchen-Report, 2. Teil - Was Eltern den Schlaf raubt (1971) / 8
Von Ernst Hofbauer. Näheres über das Genie dieses Sleazionärs erfahren sie auf eskalierende-traeume.de in den lesenswerten Artikeln zu "Erotik im Beruf" und "Der Hofbauer-Report".

15. Piranha 3D (2010) / 8

Der Über-Ober-Mega-Sleaze, die zweite. Das heutzutage noch so reinrassiger Exploitation-Horror mit allem, was dazu gehört, gedreht wird - hat mich rundum glücklich gemacht und meine niedersten Instinkte sehr gestreichelt.

16. Nackte Gräfin, Die (1971) / 9
Ein infernalisch-surreales deutsches Erotikmelodram, dass sich im Geiste vereint mit Meisterregisseuren des Metiers wie Radley Metzger oder Jess Franco - und einem Touch von Antonio Pietrangelis (anerkanntem) Meisterwerk ICH HABE SIE GUT GEKANNT. Ein wirklich fantastischer Film, meilenweit entfernt vom üblichen bundesrepublikanischen Sexfilm-Griesbrei. Siehe auch diese wunderbare Szene: youtube.com/watch?v=wS1F_BigVu4#

17. Oberst mit dem Dachschaden schlägt wieder zu, Der (1974) / 8
Eine italienische Klamauk- und Blödelkomödie, die in allen Belangen so scheiße ist, dass man sie einfach lieben muss. Ausschließlich nach Unterhaltungswert und dem Kinoerlebnis (jaja!) bewertet.

18. Antwort kennt nur der Wind, Die (1974) / 6
Eher biedere, stellenweise aber atmosphärisch reizvolle und exzellent besetzte Simmel-Verfilmung, deren dünnblütiger Charme allerdings eher in ihrer Antiquiertheit liegt. Einer von Alfred Vohrers schwächeren Post-Wallace-Filmen.

19. Totenschmecker, Die (1979) / 9

Ich zitiere meinen Mitblogger Andreas alias Travis auf Twitter: "DER IRRE VOM ZOMBIEHOF (v. Theumer) - ein berüchtigter Fall von 'false advertising'. Für Gorebauern wahrhaftig unbrauchbar, dafür bekommt man einen Alpen-Western als galliges, krudes, trashiges, melodramatisches, apokalyptisches Bauern-vs.-Zigeuner-Drama. Toller Film!" Man beache die zwei Clips, die ich auf YouTube eingestellt habe: youtube.com/watch?v=vZO_G3ubE_k

20. Transit (2010) / 5
Eher brave, konventionelle Dokumentation, in der die Regisseurin Angela Zumpe den Spuren ihres Bruders in der ehemaligen DDR nachgeht. Ohne Wiedererkennungswert, teilweise aber durchaus interessant und stimulierend.


Reicht das?!?

Ich bin, offen gesagt, beleidigt. Das kann doch nicht wahr sein.

Mensch, Paulchen - entspann dich mal und öffne dich für andere, progressive Rezeptionshaltungen und Perspektiven. Ja, ich meine das TODERNST. Nichts ist mir ernster als das Kino. Ich lebe es, ich fühle es, ich esse es, ich trinke es, ich ficke es, ich lasse mich davon ficken, ich bete es an, ich trage es auf Händen, ich liebe es. Unermesslich stark und mit nicht enden wollender Leidenschaft.
ZitatPunctuality is the thief of time

- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.

- Elizabeth Taylor


psychopaul

Wieso solltest du beleidigt sein? Versteh ich nicht. Ich war einfach nur verwundert, dass du plötzlich soviele herausragende Filme siehst, that's all.

Und das Nachbohren hat sich sogleich ausgezahlt.  :icon_cool: Schön, diese kurzen Kommentare zu lesen, wie da ju weißt, bin ich für alles offen und freue mich, halt! würde mich freuen, wenn es noch soviele großartige Werke gibt, von denen ich noch dazu gerade das erste Mal höre.

Andererseits, wenn du schon einem Piranha 8/10 gibst, tue ich mir wieder schwer, jede deiner Höchstnoten als ernsthafte Empfehlung für mich zu nehmen..  ;)
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Three little devils jumped over the wall...

McKenzie

5 Dezember 2010, 18:46:44 #983 Letzte Bearbeitung: 5 Dezember 2010, 18:51:10 von McKenzie
Dein Kommentar klang schon wieder so... "Das gibt's doch nicht, ist doch alles bollocks, was der da macht". So... Rajkoesk.

Ich sehe dauernd herausragende Filme, weil ich natürlich auch nach Sachen suche, die mich interessieren und nicht einfach nur nehme, was gerade kommt (entgegen diesbezüglicher Annahmen - natürlich nehme ich AUCH ständig Sachen, die da so kommen). Es gibt tatsächlich soviele herausragende Filme, von denen man nichts hört, jaja. Das ist ja schon fast eine Domäne von mir.

Und meine Bewertungen sind absolut subjektiv, ich erhebe keinerlei Anspruch auf total überflüssige Objektivität, Sachlichkeit oder Homogenität. Von derartigen Monströsitäten kann bei Bewertungen gar nicht die Rede sein. HOLOCAUST 2 bewerte ich also als das, was er ist und als was er bei mir hervorragend funktioniert hat (Totales Delirium - der bessere "Enter the Void", sozusagen), genauso wie ich SABINE KLEIST, 7 JAHRE auch als das, was er für mich persönlich ist, bewertet habe. Aus bürgerlicher Perspektive liegen zwischen diesen Filmen also Welten (Kunst und Schund!), für mich sind es einfach zwei Filme, die mich glücklich gemacht und mir unheimlich viel gegeben haben, aus völlig unterschiedlichen Gründen mit völlig unterschiedlichen Resultaten - aber eben doch mit totaler Erfüllung am Ende der Kette!

Wenn dir das zu abstrakt oder zu abgespaced ist, kann ich dir leider auch nichts konstruktives mehr zu meinem vermeintlichen Bewertungswahnsinn vermitteln. Empfehlen will ich mit meinen Höchstwertungen auch nichts. Man kann eben einsehen, wie ich Film XY bewertet habe, aber ob das jetzt einen besonderen Reiz darstellt oder abschreckt oder was auch immer, da kann ich ja nichts erwarten, höchstens wünschen.
ZitatPunctuality is the thief of time

- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.

- Elizabeth Taylor


psychopaul

Kein Wunder, dass dieser polemische Umgangston auch mal auf mich abfärbt..  :icon_lol:

Keine Ahnung, was ich sonst noch sagen soll...ich wollte dir keine Rechtfertigung aufzwingen, falls du das glaubst, sondern einfach nur mal nachfragen... In deinem Thread wurde ja auch schon ewig nicht mehr gepostet.

Ist doch schön zu hören, dass du noch immer mit so einer Riesenleidenschaft dabei bist.
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Chili Palmer


Ich hatte die geifernden 50ft-Postings auch schon ein wenig vermisst. Schönes Nikolausgeschenk.  :respekt:
"I'm an actor, love, not a bloody rocket surgeon".

"Der Terminader is ja im Grunde so'n Kaiborch."

Mr. Vincent Vega

Zitat von: McKenzie nach  5 Dezember 2010, 18:14:21Nichts ist mir ernster als das Kino. Ich lebe es, ich fühle es, ich esse es, ich trinke es, ich ficke es, ich lasse mich davon ficken, ich bete es an, ich trage es auf Händen, ich liebe es. Unermesslich stark und mit nicht enden wollender Leidenschaft.


Was'n Quark.

Klingt fast schon pathologisch. Empfehle einen ausgiebigen Spaziergang und vielleicht mal eins, zwei Tage Kinoabstinenz.

Spätestens bei Film als Sexsurrogat ist der Ofen komplett aus.

McKenzie

Zitat von: Mr. Vincent Vega nach  5 Dezember 2010, 22:28:54
Zitat von: McKenzie nach  5 Dezember 2010, 18:14:21Nichts ist mir ernster als das Kino. Ich lebe es, ich fühle es, ich esse es, ich trinke es, ich ficke es, ich lasse mich davon ficken, ich bete es an, ich trage es auf Händen, ich liebe es. Unermesslich stark und mit nicht enden wollender Leidenschaft.


Was'n Quark.

Klingt fast schon pathologisch. Empfehle einen ausgiebigen Spaziergang und vielleicht mal eins, zwei Tage Kinoabstinenz.

Spätestens bei Film als Sexsurrogat ist der Ofen komplett aus.


Du hast wie üblich nichts verstanden. Inzwischen solltest du eigentlich meinem Sprach-Schangel gewachsen sein. Und ich gehe natürlich oft spazieren, ohne Hund, nicht nur dann, wenn ich gerade mal einige Tage Kinoabstinenz pflege, ob freiwillig oder unfreiwillig. Mit Quark hat das gar nichts zu tun, eher mit Kuchen, Sahne, Eis, Schokolade, Marmelade, Konfekt etc.

Sexsurrogat - sowas gibt's doch gar nicht. Auf so kranke Ideen kannst auch nur du kommen.

Zitat von: Chili Palmer nach  5 Dezember 2010, 20:52:59
Ich hatte die geifernden 50ft-Postings auch schon ein wenig vermisst. Schönes Nikolausgeschenk.  :respekt:


Und gegeifert habe ich auch nicht. Wollte nur dem Lästerpaul den Mund stopfen (so gut das eben geht^^). Geschenk ist gut - 20 Filme von McK im Schnelldurchlauf kurzkommentiert - das kriegst du nicht alle Tage, versprochen.  :icon_lol:
ZitatPunctuality is the thief of time

- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.

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psychopaul

Jetzt sagst du mir noch, wo ich "gelästert" habe, und dann wünsch ich dir auch nen schönen Nikolo.  :icon_twisted:
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McKenzie

Ach komm, das hier ist doch bloß Ringelpiez mit Anfassen, da wird keinem wehgetan. Ist doch die reinste Farce, oder?

Übrigens gestern natürlich extra für dich bei YouTube eingestellt  :icon_mrgreen::

Symptoms (1974) - A walk in the woods

Holocaust 2 - The Memories, The Delirium and the Vendetta, Part Two (1980) - Highlights
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ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.

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