Die letzte Sichtung: Filme

Begonnen von MMeXX, 19 November 2012, 13:01:27

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Eric

ROCK OF AGES.
Hier meine etwas ausführliche Meinung:
http://www.gemeinschaftsforum.com/forum/index.php/topic,158190.msg1040919.html#new

Genial! Hilfe Mucke! Tolle Gags! Rundum perfekter Gute Laune Film!
Liebe Ursula,
wünsch dir frohe Ostern, nen tollen Namenstag und nen guten Rutsch ins Jahr 1978!
Grüsse aus der Alzheimergruppe, deine Tante Günther!

Ich hasse Menschen, Tiere + Pflanzen. Steine sind ok.

ratz


Berlin Chamissoplatz

Mein erster Film von Rudolf Thome, einem der Protagonisten der westdeutschen Filmerneuerungsbewegung, Neuer Deutscher Film und so. Für mich ohnehin wenig interessant, und daran hat "Berlin Chamissoplatz" auch nichts ändern können. Thome verweigert sich jeder Spielfilmkonvention: Keine dollen Bilder, kein Plot, kein Schauspiel, keine Emotionen, keine politische Position (bzw. eine politisch neutrale). Aber er bietet über diese Verweigerung hinaus auch nichts an, und so führte die absichtsvolle Abwesenheit von jeglicher Erzähl- und Filmkunst und -technik dann doch zum wiederholten Blick auf die Uhr. Einzig das Inselgefühl des schon damals von Zugezogenen bevölkerten Berlin (West) der 80er kommt ein bißchen rüber, aber mir jedenfalls ist das zuwenig. Fastmachine hat einen schönen, wenn auch passend ratlosen Text dazu gebloggt, ist auf der Filmseite verlinkt.


Love's Labour's Lost

Um den habe ich mich immer gedrückt, läutet er doch den Niedergang der Branagh'schen Shakespeare-Filme ein. Ist zwar ein charmant-beschwingt und gut gelaunt (Cole Porter & Co. auf ganzer Linie), aber durch die Musikeinlagen bleibt halt nicht mehr viel Zeit für den Text, um den es mir persönlich immer zuvörderst geht. Es ist also kein "richtiger" Shakespeare-Film, aber, und das ist der Schwachpunkt, auch kein ausgewachsenes Musical, dafür sind die gesanglichen und vor allem die tänzerischen Nummern einfach zu schwach und können zu keinem Zeitpunkt mit den Glanzstücken aus der Golden Era auch nur annährend mithalten. Der "sexy" Tanz des Maskenballs ist auch ein bißchen peinlich und paßt überhaupt nicht ins Konzept. Naja, nun kenn ich den Film wenigstens und kann ihn abheften  :icon_rolleyes:

Dex

Prometheus

Ein visuell beeindruckender Film, welcher zwar technisch perfekt umgesetzt wurde, mich jedoch auf inhaltlicher Ebene nicht immer überzeugen konnte. Die Bilder/Landschaftsaufnahmen sowie die Special Effects sind imposant, keine Frage, die Geschichte auch prinzipiell äußerst interessant und ich persönlich sympathisiere mit der Alien-Reihe ganz allgemein und insbesondere mit den ersten beiden Teilen. Folglich hätte ich erwartet, dass mir der Streifen auch insgesamt besser gefällt. Mehr als unterhaltsam war das aber in meinen Augen nicht, sehenswert und nicht mehr. Ich hatte bereits beim Lesen zahlreicher Rezensionen den Eindruck, dass der Film stark polarisiert; jetzt weiß ich, welcher Gruppe ich angehöre. Was mir fehlte, war ein Zugang - sowohl zur Geschichte als auch zu den Personen. Ich konnte keinen Bezug zu dieser/diesen herstellen, keinen Draht - folglich auch nicht mitfiebern. Alles wirkte auf mich von Anfang an zu kühl und distanziert, die Handlung plätscherte so vor sich hin - meines Erachtens mit einem großen Mangel an Intensität. Es dauerte knapp eine Stunde, bis wirklich was Aufregendes passierte. Und was danach folgte, hat mich hauptsächlich gelangweilt. Das Gejammer von Noomi Rapace wurde schlicht unerträglich und die widerlichen Kreaturen waren auch kein schöner Anblick. Letztlich kann ich für mich festhalten, dass es mir an Tiefgang mangelte - in vielerlei Hinsicht (Personen, größerer Zusammenhang - was soll das Ganze? etc.). Wie immer: nur meine persönliche Auffassung. Ich kann andere Meinungen gut verstehen.

6/10
OFDb: DexterMorgan

Mr. Blonde

24 Februar 2013, 00:17:22 #423 Letzte Bearbeitung: 24 Februar 2013, 00:20:43 von Mr. Blonde
Zitat von: Dex am 24 Februar 2013, 00:10:47
Das Gejammer von Noomi Rapace wurde schlicht unerträglich und die widerlichen Kreaturen waren auch kein schöner Anblick.

Ist das für Dich ein Kritikpunkt?

Ich mag es, wenn sich Sci-Fi-Filme etwas Zeit nehmen, bevor es richtig losgeht. Hier war ich mittendrin, aber wie auch Du hatte ich keine Bezugsperson, sondern ICH war die Bezugsperson - Teilnehmer einer Entdeckungsreise. Das ist ja auch eine Geschichte, die für die gesamte Menschheit von Belang ist. Von daher hat mich das gar nicht gestört. Im richtigen Leben (okay, hier etwas komischer Maßstab), hat man ja auch nicht immer eine Bezugsperson oder jemanden, mit dem man sympathisiert. Im Prinzip war nur David eine tolle Figur.


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Dex

Zitat von: Mr. Blonde am 24 Februar 2013, 00:17:22
Zitat von: Dex am 24 Februar 2013, 00:10:47
Das Gejammer von Noomi Rapace wurde schlicht unerträglich und die widerlichen Kreaturen waren auch kein schöner Anblick.

Ist das für Dich ein Kritikpunkt?

Ich mag es, wenn sich Sci-Fi-Filme etwas Zeit nehmen, bevor es richtig losgeht. Hier war ich mittendrin, aber wie auch Du hatte ich keine Bezugsperson, sondern ICH war die Bezugsperson - Teilnehmer einer Entdeckungsreise. Das ist ja auch eine Geschichte, die für die gesamte Menschheit von Belang ist. Von daher hat mich das gar nicht gestört. Im richtigen Leben (okay, hier etwas komischer Maßstab), hat man ja auch nicht immer eine Bezugsperson oder jemanden, mit dem man sympathisiert. Im Prinzip war nur David eine tolle Figur.

Klingt alles plausibel, was Du sagst. Kann ich nachvollziehen. Bei mir hat es aber nicht so gut funktioniert.  :icon_lol: Ein Kritikpunkt nicht, auf keinen Fall. Eher ein weiteres Zeichen dafür, wie gelungen und handwerklich hervorragend der Film ist. Aber auf einer subjektiven Ebene hat es bei mir für eine verstärkte Entfremdung gesorgt.
OFDb: DexterMorgan

Mr Orange

25 Februar 2013, 11:25:26 #425 Letzte Bearbeitung: 25 Februar 2013, 11:27:27 von Mr Orange
Vier Erstsichtungen am Wochenende:

- Faktor 8 (2009)
In einem Flugzeug bricht während des Flugs ein tödlicher Virus aus, mit dem sich eine der Passagiere in Thailand infiziert hat. Das Flugzeug muss in München notlanden und wird unter Quarantäne gestellt.
Toller Studie über das menschliche Verhalten in Außnahmesituationen und mögliche Handlungen seitens der Regierung. Die beklemmende Isolation und Enge des Flugzeugs wird wunderbar dargestellt und die Schauspieler laufen zu Höchstform auf (besonders hervorzuheben sind Oli Mommsen und Muriel Baumeister). Auch der Spannungsbogen wird konsequent hochgehalten, näher möchte ich darauf jedoch nicht eingehen, um nichts zu verraten  ;)
Fazit; gekonnte 5/10

- Mirrors (2008)
Ich kenne das asiatische Original nicht und kann daher keinen Vergleich ziehen, aber für mich hat das US-Remake gut funktioniert. Worum es in dem Horrorfilm geht, kann man sich anhand des Titels sicher denken. Das Finale ist mir ein bißchen zu actionlastig und passt nicht zum Rest des Films, daher 7/10
PS: Da ich kein Thema zum Film gefunden habe eine kurze Frage zur Schlusssequenz: Sutherland ist ja auf der anderen Seite des Spiegels gefangen, seine Frau und die Kinder aber gerettet. Was ist mit dem Dämon und bedeutet der Handabdruck, dass jeder der durch den Dämon starb auf die andere Seite gezogen wird?

- Fall 39 (2009)
MA des Jugenschutz holt Kind aus kaputter Familie und muss feststellen, dass hinter dem Ganzen mehr zu stecken scheint, als ihr lieb ist.
Netter Horrorfilm mit B. Cooper in einer Nebenrolle, aber das Grundschema ist zu vorhersehbar. Das Ende ist jedoch mal was anderes und daher ist der Film für mich leicht über Durchschnitt 6/10

- Trouble with the curve (2012)
Zum Abschluss gestern den neusten Eastwood-Film gesehen (allerdings nur Schauspieler und nicht Regisseur wie ich erst dachte).
Baseballscout wird langsam alt und die Tochter versucht wieder Kontakt zu ihrem Vater aufzubauen.
0815-Streifen, den ich in zwei Tagen wohl wieder vergessen habe. Die Sicht auf das klassische Scouting ist ganz nett, besonders wenn man vorher Moneyball gesehen hat. Für eine Zweitsichtung würde ich Letzteren aber auf jeden Fall vorziehen, auch wenn beide bis auf das Grundgerüst "Baseball" natürlich andere Themen behandeln. 5/10

"Du, du, du...du bist ein Huhn!!!"


Mr Orange

Zitat von: MMeXX am 25 Februar 2013, 12:07:57
Zitat von: Mr Orange am 25 Februar 2013, 11:25:26PS: Da ich kein Thema zum Film gefunden habe
Schau mal hier: http://www.gemeinschaftsforum.com/forum/index.php/topic,59911.0.html

Oh, danke!

Ich versteh allerdings nicht, warum ich das nicht über die Suchfunktion gefunden habe? Die Ergebnisse siehe Anhang.
"Du, du, du...du bist ein Huhn!!!"

RoboLuster

Immer die Erweiterte Suche nutzen, schreibe ich immer wieder. ;)
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
"Shoot first, think never!" - Ash

MMeXX

Zitat von: Mr Orange am 25 Februar 2013, 12:26:46
Ich versteh allerdings nicht, warum ich das nicht über die Suchfunktion gefunden habe? Die Ergebnisse siehe Anhang.
Wie Robo schon schrieb: Erweiterte Suche hilft meist besser. Und die Suche """funktioniert""" auch halbwegs, wenn man direkt in einem Unterforum (in diesem Fall "Phantastischer Film") sucht.

ratz

25 Februar 2013, 23:55:53 #430 Letzte Bearbeitung: 26 Februar 2013, 20:54:41 von ratz
Juno

Nachdem der Film damals so mit Lob überschüttet wurde, hab ich ihn nun endlich mal nachgeholt. Ich kann nicht behaupten, daß ich mich nicht amüsiert hätte, und Ellen Page legt sicherlich ein schönes Solo hin, aber meine Güte, daß die Autorin Diablo Cody sich letztendlich als One-Hit-Wonder herausstellen würde, zu dem sie rückblickend geworden ist, ist eigentlich schon abzusehen. Nicht nur daß das putzige Suburbia bevölkert ist von total okayen, grenzenlos verständnisvollen Typen, die jeder Problemsituation mit einem lebensklugen Schmunzeln begegnen, es wurde auch aufdringlich sorgfältig in jede Dialogzeile eine Coolness hineingeschliffen, die irgendeinen Vergleich mit der Wirklichkeit da draußen sofort ausschließt. Mit letzterer hat ja noch die wenigstens bekennend satirische Gregs Tagebuch-Reihe hundertmal mehr zu tun. Wo liegt eigentlich das Problem in dieser Teenie-Schwangerschaft im Märchenland? (Vielleicht ist mein Urteil beeinflußt von ca. 5 Min. "Durch die Nacht" (Arte) mit der Cody, in denen sie sich als ziemliche Unperson herausstellte)


The Mission

Hab ich nun zum ersten Mal bewußt gesehen, der Film schneidet in der Kritik nicht gerade gut ab. Zumeist wird ihm Strukturlosigkeit vorgeworfen, was sicherlich stimmt, aber: Ich mußte nach 15 Minuten an die von mir verehrten The Thin Red Line und The New World von Malick denken, mit denen The Mission durchaus ein paar inhaltliche Aspekte und Techniken teilt. Nur sieht man halt den schmalen Grat (hehe), oder vielleicht ist es eben doch ein tiefer Graben, der The Mission von diesen beiden Filmen Malicks trennt: Hier konsensfähige, gutwillige Dritte-Welt-Laden-artige Ethno-Postkartenidylle, unterlegt mit kitschigem Morricone-Gedudel, dort rätselhaft-meditativer Formwille, der dem Zuschauer noch jede Menge Interpretationsarbeit und daraus zu ziehenden Genuß übrigläßt – die Möglichkeit der Polarisierung und Ablehnung eingeschlossen. Sicher ist The Mission kein totaler Reinfall, aber die bloße Existenz der beiden Malick-Filme tut ihm gar nicht gut. Mein Mitleid hält sich allerdings in Grenzen  :icon_mrgreen:

Edit: Mein gestriges Urteil zu The Mission ist zum Zwecke der Kontrastierung ungerechterweise etwas zu hart ausgefallen, so schlimm ist der Film wirklich nicht. M'kay?

lastboyscout

Pump Up The Volume (1990)
Highschool-Drama/Komoedie mit Tiefgang und einem absolut genialen Christian Slater.
Unbedingte Empfehlung, gebe 8/10 Punkten

Smiley (2012)
Ziemlich langweiliger Slasher mit schon etliche Male dagewesenem Schlusstwist.
Nichtmal die Mordszenen sind interessant.
Schnarcher, 3/10 Punkten.

Flight (2012)
Faengt absolut gigantisch an, bleibt im Mittelteil zumindest schauspielerisch hervorragend, um dann mit dem versoehnlichen Ende punktemaessig dann doch abzusacken.
Definitiv gelungener Film, jedoch mit Makeln.
Gebe so 6/10 Punkten

A Thousand Cuts (2012, Unrated Director's Cut)
Uah, was fuer ein steriler Muell. Die Ausgangssituation ist altbekannt, die Schauspieler sind zwar halbwegs ordentlich, vor allem Frank macht seine Sache ziemlich gut. Leider ist die Inszenierung so oberflaechlich und steril wie ein Operationssaal, wirklich schlimm.
Gebe so um die 2/10 Punkten, wirklich nicht der Rede wert.
I`m a tragic hero in this game called life,
my chances go to zero, but I always will survive.
( Funker Vogt - Tragic Hero )

What is your pleasure, sir? This is mine:
http://www.dvdprofiler.com/mycollection.asp?alias=lastboyscout

Wolfhard-Eitelwolf

Over There Season 1

Nach einigen Jahren noch einmal geschaut und dieses Mal auch komplett geschafft (damals nur bis E7). Nunja, beim zweiten Durchgang fällt doch auf, wie billig die Serie im Grunde gemacht ist. Irgendwo in Texas (?) ein Mini-Pappdorf + Soldatenzeltlager hingestellt, dazu 2 LKW, 3 Hummer und 30 stets maskierte Terroristen-Statisten, das war's im Grunde. Schade, dass die Landschaft oft so ganz und gar nicht nach Irak aussieht, da helfen auch die wenigen Stock Footage Shots Bagdads gegen Ende nicht.

Auch die Inszenierungswucht lässt mit zunehmender Episodenzahl nach, vielleicht ging das Budget für die Actionszenen auch spätestens nach der Reporter-Doppelfolge zur Neige, wer weiß. Immerhin bleiben dafür die Charaktere nicht nur sympathisch sondern gewinnen durchaus an Tiefe. Zahlreiche Facetten der Heimatfront kommen als Kontrast ausgiebig zur Darstellung - und das überraschend kritisch intoniert. Dies macht die Serie dann auch im Einklang mit den guten Darstellerleistungen bis zum Ende sehenwert. Leider fehlt ein echter Abschluss der Season und auch die Inkonsistenz der Qualität der einzelnen Episoden stört rückblickend ein wenig.

MMeXX

Bong of the Dead (Blu-ray)

Uff... Der Film fällt für mich eher in die Amateur-Schiene. Ein paar Matsch-Effekte gehen zwar noch knapp in Ordnung, aber den gesamten Rest kann man komplett knicken. Mieses Timing, lahme "Witze". Die Story (Zombiehirn mit Wasser = Superdünger) ist da fast schon ungeheuer originell. Nicht empfehlenswert. 2/10

Teppi

1 Mord für 2

Ich wusste von dem Film so gut wie gar nichts vorher, außer dass es ein Kammerspiel sein soll. Gut so, da die Geschichte somit durchaus ein paar schöne Wendungen zu bieten hatte. Dummerweise strapazieren die Geschehnisse arg die Grenzen der Glaubwürdigkeit, und auch das fade Finale bleibt eher negativ in Erinnerung. Positiv sticht das starke Setdesign und die gut aufgelegten Darsteller hervor - Michael Caine seh' ich eh immer gern, und auch Jude Law finde ich besser als seinen allgemeinen Ruf. Ein auf den ersten Blick schick konstruiertes, später in Sachen Nachvollziehbarkeit jedoch in die Knie gehenden Kammerspiel. 5/10

The Roommate

Ich hatte Lust auf einen unkomplizierten Thriller - dass die Wahl auf diesen Film fiel, liegt eigentlich nur an der meiner Meinung nach unheimlich hübschen Leighton Meester. Einen unkomplizierten Streifen bekam ich, Thrill eher weniger: Die vom Drehbuch im Stich gelassene Geschichte dümpelt recht lustlos vor sich hin und kann lediglich vorm Standard-Finale so etwas wie Spannung aufbauen. Aufgrund der mimisch mit begrenzten Befähigungen ausgestatteten Darsteller muss man sich gar nicht allzu sehr über die flachen Figuren ärgern, klug gecastet ;-> Da ich neben diesen für solche 08/15-Produktionen "normalen" Kritikpunkten keinen richtig großen Fehler feststellen konnte, reicht es noch für 3/10.

cyborg_2029

Alyce - Außer Kontrolle
Sehr eigenartige Mischung aus Psycho-Thriller, Drogen-Drama, kurzen Gruseleinlagen und etwas Splatter. Während der Anfang noch recht gut gemacht ist, die Mädels einführt und auch den "Unfall" doch dramatisch schildert, geht dem Film danach die Puste aus. Stellenweise etwas langweilig, auch weil man die Beweggründe von Alyce nicht wirklich nachvollziehen kann. Gegen Ende wird dann ein Fun-Splatter draus, was nichts macht, da man das Gehirn eh schon abgeschalten hat. Keine Ahnung ob ich den Streifen jetzt gut oder schlecht finden soll, vielleicht hätte man sich besser für ein Genre entscheiden sollen.
4/10

Lebensweisheiten 101: "Wenn Du einmal damit anfängst, dann kniest Du nur noch."

ratz

4 März 2013, 00:53:49 #436 Letzte Bearbeitung: 4 März 2013, 09:03:20 von ratz
Whatever Works

Woody Allen hat den Film zwar schon mindestens vier Mal gedreht, aber wenigstens wiederholen sich die Dialoge nicht. Leidlich amüsant.


Hannah Arendt

Ein weiterer Film über tolle Frauenzimmer von Margarethe von Trotta, aber diesmal ein recht guter (der letzte über Hildegard von Bingen soll ja nicht prall gewesen sein). Das ruhig erzählte Charakterporträt einer klugen, dabei immer menschlichen Frau, die sich mit ihrer Arbeit über den NS-Kriegsverbrecher Eichmann gegen ihr gesamtes berufliches und privates Umfeld stellt und auch nicht einknickt, als herbe Konsequenzen daraus erwachsen. Dabei wird sie nicht zur Ikone verklärt, sondern bleibt greifbar mit all ihren Stärken und Schwächen (quarzt wie ein Fabrikschlot, spricht Englisch mit einem Akzent zum Davonlaufen  :icon_mrgreen:). Der Film ist natürlich sehr dialoglastig und spielt meistens im Arbeitszimmer oder in der Uni, wobei sich die Ausstattung der frühen 60er nicht angeberisch in den Vordergrund drängt. Enthalten ist ergreifendes dokumentarisches (?) Material aus dem Gerichtssaal in Israel, Heidegger ist leider blaß, und insgesamt ist der Film, dem Kinopublikum nach zu urteilen, für Leute über 50 mit akademischen Hintergrund  :icon_neutral:

cyborg_2029

The Watch - Nachbarn der 3. Art
Warum schaue ich mir überhaupt noch Komödien an? Egal welches Thema, am Ende gehts nur ums Ficken oder Fäkalien. Erstgenanntes ist hier das Hauptthema, obwohl es ja ein Alien-Invasions-Streifen sein soll. Ja, manchmal kommt das auch durch, aber im Großen und Ganzen freuen sich die Amis, wenn sie mal ohne Angst vor Zensur ganz viele böse Wörter sagen dürfen. Wenn doch mal ein paar Außerirdische zu sehen sind, sind diese zwar nicht besonders kreativ designt, aber da es sich um einen Mensch im Latexkostüm handelt, kommt etwas Nostalgie auf. Die CGI-Effekte sehen ebenfalls ganz ordentlich aus. Auf Darstellerseite gibts nichts überraschendes, jeder spielt seine typische Rolle, wobei mir Vince Vaughn immer noch am Besten gefallen hat, aber auch Jonah Hill kommt sympathisch rüber und Stiller nervt mal nicht ganz so. Ich möchte nicht sagen, dass ich nicht ab und an mal gelacht habe, ein paar Gags saßen doch.
Angemerkt sein noch, dass dies die zweite Komödie nach "21 Jump Street" ist, bei der im Prüfgremium der FSK wohl keiner geistig anwesend war, einer Freigabe ab 12 ist schon etwas sehr niedrig.
5/10

Lebensweisheiten 101: "Wenn Du einmal damit anfängst, dann kniest Du nur noch."

Teppi

5 März 2013, 02:00:47 #438 Letzte Bearbeitung: 5 März 2013, 02:02:19 von Teppi
Gestern gab's den grottigen Fighting. Man kann kaum in Worte fassen, wie ausgelutscht und lustlos der Film daherkommt. Die Konflikte zwischen den Charakten pendeln zwischen peinlich vorhersehbar (den finalen Gegner erkennt man zwei Sekunden nach seinem ersten Auftritt) und absolut lachhaft (Tatum verkracht sich mit seiner Freundin, weil sie seinen Coach >kennt< - was?!; sein Coach ist nicht sauer, obwohl Tatum mit seinem Sieg sein vermeintliches Todesurteil unterschreibt - was?!). Tatum ist nun allgemein nicht der allerbeste Schauspieler, meist aber zumindest solide - hier jedoch stolpert er steif wie ich Stock durch den Streifen. Ein recht netter Soundtrack und die relativ rauen Kämpfe sind das einzig Gute an dieser Gurke, deren dümmliches Drehbuch ein regelrechtes Ärgernis ist. 2/10

manisimmati

Zitat von: ratz am  4 März 2013, 00:53:49
Hannah Arendt [...] und insgesamt ist der Film, dem Kinopublikum nach zu urteilen, für Leute über 50 mit akademischen Hintergrund  :icon_neutral:
Was hast du gegen Leute über fünfzig mit akademischen Hintergrund? :icon_mrgreen: Nee, der Film ist vorgemerkt, werd ihn mir demnächst anschauen. (Auf dass sich der Altersdurchschnitt senke!) Zuletzt angeschaut hab ich mir:

Another Earth

Elegante Prämisse, gut gespielt, dramatisch, philosophisch und schön. Der Film hat echt einen Nerv getroffen bei mir. So sollte Sci-Fi meiner Meinung nach aussehen! Der einzige Wermutstropfen: Manchmal hatte ich das Gefühl, Regisseur Cahill geht zu gewollt und effekthascherisch mit der Kamera um. Etwas mehr Zurückhaltung und Ruhe hätte das Erlebnis für mich perfekt gemacht. Momentan würd' ich dem Film 9/10 geben.

Stefan M

"Mondo Cannibale 3. Teil - Die blonde Göttin"

Jess Franco at his very worst. :viney: Der wohl schwächste unter den vielen schwachen Kannibalenfilmen. Ich will irgendwie gar nicht wissen, ob mich der vierte Teil nicht vielleicht noch eines Besseren belehrt.
"Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos." (Loriot)

Synchronisation ist nicht grundsätzlich schlecht und manchmal sogar richtig gut!

Teppi

Nachdem es gestern "Hänsel und Gretel: Hexenjäger" gab, war ich in Märchenlaune und schaute heute Spieglein Spieglein - wirklich gut unterhalten wurde ich erneut nicht.

Das Anspielungen auf "erprobte Erzählweisen" und klassische Märchen-Klischees kommen dann doch kürzer, als es mich die ersten, ziemlich lustigen Szenen hoffen ließen. So zieht der Streifen ohne große Lacher, doch dafür mit optischer Extravaganz an einem vorbei. Nur muss extravagant nicht gleich gut sein: Die unnatürlichen CGI-Motive mäandern zwischen "nur bedingt mitreißend" und "sehr bescheiden" (z.B. die "Bestie"). Immerhin sind die Zwerge nicht aus dem PC - einen wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen sie zwar nicht, aber dennoch bringen sie eine gute Portion Charme ins Spiel. Langweilig wird es dank der lockeren Stimmung nicht, gehaltvoll und sättigend ist's aber auch nicht. 4/10

Im direkten Vergleich gefiel mir "Snowwhite and the Huntsman" klar besser. Und auch wenn beide insgesamt sehr nett anzusehen sind: Die Schönste im ganzen Land ist Lily "Augenbraue" Collins genauso wenig wie Kristen "Schlafzimmerblick" Stewart ;->

lastboyscout

The Master (2012)
Definitiv keine leichte Kost, so weiss der Film dennoch zu unterhalten, dank dem hervorragenden Schauspiel von Hoffman und Phoenix, die sich gegenseitig an die Wand spielen.
Die fast zweieinhalb Stunden vergehen ziemlich schnell, man wird regelrecht hineingesogen in die Geschichte.
Anderson schildert seine Geschichte mit viel Fingerspitzengefuehl, balancierend zwischen Humor, Drama und ner Liebesgeschichte.
Sehr stark, 8/10 Punkten

The Frisco Kid (1979)
Ganz nette Komoedie mit Harrison Ford und nem absolut genialen Gene Wilder.
Gehoert nicht zum Besten was Wilder ablieferte, kann man sich aber durchaus mal antun.
6/10 Punkten

All Superheroes Must Die aka Vs. (2011)
Ach du meine Fresse, nix erwartet und eine der groessten Ueberraschungen seit langem erlebt.
IMDB-Bewertung von 3.6, ein Budget von 20.000$, ein Superhelden-Film, die Vorzeichen waren nicht gut.
Und ich wurde wirklich umgehauen. Schon ne Weile her das ich einen so schonungslosen und ruecksichtslosen weil konsequenten Film sah, vor allem wenn man bedenkt mit welch bescheidenen Mitteln der Regisseur das Alles bewerkstelligte.
Definitive Empfehlung, 8.5/10 Punkten
I`m a tragic hero in this game called life,
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( Funker Vogt - Tragic Hero )

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RoboLuster

9 März 2013, 00:06:17 #443 Letzte Bearbeitung: 9 März 2013, 00:43:28 von RoboLuster
Zitat von: cyborg_2029 am  1 März 2013, 22:29:18
Alyce - Außer Kontrolle
Stellenweise etwas langweilig, auch weil man die Beweggründe von Alyce nicht wirklich nachvollziehen kann. Gegen Ende wird dann ein Fun-Splatter draus, was nichts macht, da man das Gehirn eh schon abgeschalten hat. Keine Ahnung ob ich den Streifen jetzt gut oder schlecht finden soll, vielleicht hätte man sich besser für ein Genre entscheiden sollen.
4/10

Wieder ein Fall von nicht verstanden weil Gehirn aus...

Das Cover weckt auch (gänzlich) falsche Erwartungen, wenn man sich auf ihn einlässt, bekommt man einen non-mainstreamigen Film, mit hohem Interpretationsspielraum, der einem die Nüsse leckt und die Birne knackt.

Hammer geiler Film, für mich unter den Top 5 von 2012, und heißer Anwärter als einer der, für mich, unvergesslichsten Filme überhaupt, geht mir seit Erscheinen nicht mehr aus dem Kopf. Ein irrer, gar nicht dummer, Psychotrip, mit guten Darstellern und einer richtig klasse Hauptdarstellerin. Thread steht schon Monate in den Startlöchern, ich muss endlich mal in die Puschen kommen.



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Thx McClane, All Superheroes Must Die hätte ich mir nicht angesehen, aber hast mich doch neugierig gemacht. ;)
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
"Shoot first, think never!" - Ash

Dionysos

9 März 2013, 12:50:42 #444 Letzte Bearbeitung: 9 März 2013, 12:55:52 von Dionysos
Zitat von: RoboLuster am  9 März 2013, 00:06:17
Hammer geiler Film, für mich unter den Top 5 von 2012, und heißer Anwärter als einer der, für mich, unvergesslichsten Filme überhaupt, geht mir seit Erscheinen nicht mehr aus dem Kopf.

So weit würde ich jetzt nicht gehen, aber es war zumindest einer der Filme 2012, die ich nicht nach zwei Tagen wieder vergessen hatte. Ein Psychodrama um eine junge Frau, über die man nicht sonderlich viel erfährt, außer dass sie psychisch äußerst labil ist, in der Vergangenheit offenbar schlimme Erfahrungen mit falschen Freunden gesammelt hat und zu starkem Drogenkonsum neigt. Letzerer führt dann auch zum Unfalltod ihrer einzigen Freundin und was als bitteres Psychogramm einer ohnehin gestörten Persönlichkeit beginnt artet mit jeder falschen Entscheidung immer mehr in den Wahnsinn aus. Insofern finde ich die Bezeichnung "Funsplatter" für das Schlußkapitel auch etwas daneben. Die Szenen sind schon recht derbe und grafisch, aber von "Spaß" kann hier kaum die Rede sein, denn dafür wirkt das ganze ob der Vorgeschichte viel zu verstörend.
Einlassen muss man sich auf den sehr ruhigen, nüchternen Stil der Erzählung, denn im Grunde passiert über weite Strecken nicht sonderlich viel - die meiste Zeit folgt man Alyce lediglich dabei, wie sie nach dem "Vorfall" verzweifelt versucht, wieder in die Spur zu finden und dabei kläglich scheitert. Eine fatalistische Grundstimmung, mit der man wahrscheinlich auch nicht jeden begeistern kann. Ich muss zugeben, dass ich auch etwas völlig anderes erwartet hatte, aber ausnahmsweise mal positiv überrascht wurde. 7/10
By the way: Im Gedächtnis geblieben sind mir vor allem die skurrilen Dialoge mit dem Drogendealer und nicht zuletzt die absurd-komische Sexszene mit dem Typen, der glaubt, jede flachlegen zu können und von Alyce besonders "hart" rangenommen wird. Könnte glatt als feministisches Statement durchgehen, was umso bemerkenswerter ist, wenn man bedenkt, dass der Regisseur zuvor das epochale Meisterwerk "Zombie Strippers" fabriziert hat  :icon_mrgreen:

Zitat von: RoboLuster am  9 März 2013, 00:06:17
wenn man sich auf ihn einlässt, bekommt man einen non-mainstreamigen Film, mit hohem Interpretationsspielraum, der einem die Nüsse leckt und die Birne knackt.
Also bei mir ist noch alles heil und unbefleckt :zwangsjacke:
God doesn't make the world this way. We do. - Watchmen

Sometimes, I guess there just aren't enough rocks. - Forrest Gump

It doesn't take much to see that the problems of three little people don't amount to a hill of beans in this crazy world. Someday you'll understand that. - Casablanca

RoboLuster

 :icon_mrgreen:


Um Zombie Strippers hatte ich ja lange einen Bogen gemacht, zu Unrecht. Nachdem mich Alyce überrascht hatte, hab ich mich dann doch drauf gestürzt, und wurde wieder überrascht. Hab mir danach gleich noch The Slaughter gekauft, der mich auch nicht enttäuscht hat. Slaughter 7, Strippers 8, Alyce 9, meiner Meinung nach, hat sich Regisseur Jay Lee mit jedem Film verbessern können, und hat einen Stil, der mich absolut anspricht. 3 von 3 Filmen die mir gut gefallen haben, und das von einem Regisseur, von dem ich noch nie was gehört hatte, und der aus sichtlich geringen Budgets, ansprechende und kreative Filme zaubern kann, irgendwo zwischen Pyun und Carpenter. ;)
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
"Shoot first, think never!" - Ash

Dionysos

9 März 2013, 14:16:26 #446 Letzte Bearbeitung: 9 März 2013, 14:20:56 von Dionysos
Zitat von: RoboLuster am  9 März 2013, 14:06:14
irgendwo zwischen Pyun und Carpenter. ;)

Bezogen auf "Zombie Strippers" aber eher zu Pyun tendierend  :icon_mrgreen: Der hatte zwar ein paar gute Ansätze, ist aber im Gegensatz zu "Alice" wirklich eine ziemlich hohle Nuss und zudem das dramaturgische Pendant zu einem durchbratenen Rindersteak. Die OFDB sagt, ich habe ihm damals 4/10 gegeben, was darauf hindeutet, dass ich ihn teilweise doch irgendwie mochte :icon_lol:
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Mr. Blonde

Strippers VS. Zombies ist besser.  :dodo:

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manisimmati

Sightseers

Warum gibt's zu diesem Film keinen Thread? Oder hab ich ihn übersehen? Na, jedenfalls geht's hier um ein Paar, das britische Sehenswürdigkeiten abklappert und hinter sich eine Blutspur zurücklässt. Warum? Gute Frage! Sightseers ist eine schwarze Komödie von Ben Wheatley, die mich köstlich amüsiert hat. Einzig eine gründlichere Beleuchtung der beiden Hauptcharaktere habe ich mir gewünscht. Andererseits hätte das wahrscheinlich die groteske Atmosphäre geschmälert ... Weiss nicht so recht, irgendwas hat mir gefehlt. Trotzdem: Saukomischer Film. 7-8/10

Dionysos

9 März 2013, 14:38:31 #449 Letzte Bearbeitung: 9 März 2013, 14:41:28 von Dionysos
Zitat von: manisimmati am  9 März 2013, 14:34:46
Sightseers
Warum gibt's zu diesem Film keinen Thread? Oder hab ich ihn übersehen?
Es gibt tatsächlich keinen. Insofern hast du durchaus das Recht, einen zu eröffnen ;)

Zitat von: Mr. Blonde am  9 März 2013, 14:32:07
Strippers VS. Zombies ist besser.  :dodo:

"Schlag nicht auf meine Rammelkarre, Schlampe."
Gut zu wissen, dass es Leute gibt, die einen noch übleren Filmgeschmack haben als ich  :icon_lol:
God doesn't make the world this way. We do. - Watchmen

Sometimes, I guess there just aren't enough rocks. - Forrest Gump

It doesn't take much to see that the problems of three little people don't amount to a hill of beans in this crazy world. Someday you'll understand that. - Casablanca

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