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Die letzte Sichtung: Filme

Begonnen von MMeXX, 19 November 2012, 13:01:27

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StS

Zitat von: Private Joker am 27 Juli 2026, 23:18:0740 Acres Auch hier muss ich mich ein wenig zurückhalten - mit seinem Szenario des "neuen Bürgerkriegs" und dem (fast) All-Black-Cast, der überwiegend weiße Eindringlinge im Weg des "Stand your Ground" umnietet,  ahne ich mal wieder Ermächtigungs- oder vielleicht auch Anti-Trump-Kino.

Das würde ich persönlich nicht unbedingt konkret in die Ecke einordnen. Ich hatte dazu in meiner Review geschrieben:

ZitatUnaufdringlich wartet der Film mit historischen und Rassen-bezogenen Inhalten auf, die einige gewiss gar nicht richtig registrieren dürften. Das fängt bereits bei dem an das 1865er 40-Acres-and-a-Mule-Versprechen General William T. Shermans angelehnten Titel an: Jener hatte den ehemaligen Sklaven nach dem Bürgerkrieg Land und ein Maultier als ,,Wiedergutmachung" zugesagt – allerdings wurde dies nach der Ermordung Abraham Lincolns sowie des Amtsbeginns Präsident Andrew Johnsons wieder zurückgenommen. Seither steht das Geschehene als Symbol für den Unwillen der Regierung, angemessene Reparationen zu leisten sowie der afroamerikanischen Bevölkerung bessere ökonomische Chancen einzuräumen. Und was wiederum den Ureinwohnern des Kontinents ab zirka 1620 so alles angetan wurde, sollte ja hinlänglich bekannt sein...

Hailey und Galen verteidigen das ihnen gehörende Land gegen eine maßgeblich aus Weißen bestehende Miliz. An sich ist das natürlich nicht unbedingt subtil – genauso wenig wie der in diesem Kontext gewählte Nachname Freeman – doch kommt einem das nie vordergründig herausgestellt vor; stattdessen harmonisch in die Story eingebettet, welche einen intimeren Fokus mit Thematiken verbindet, die weit über die Grenzen der Farm und zentralen Figuren hinausreichen.
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Private Joker

Zitat von: StS am 28 Juli 2026, 09:07:58
Zitat von: Private Joker am 27 Juli 2026, 23:18:0740 Acres Auch hier muss ich mich ein wenig zurückhalten - mit seinem Szenario des "neuen Bürgerkriegs" und dem (fast) All-Black-Cast, der überwiegend weiße Eindringlinge im Weg des "Stand your Ground" umnietet,  ahne ich mal wieder Ermächtigungs- oder vielleicht auch Anti-Trump-Kino.

Das würde ich persönlich nicht unbedingt konkret in die Ecke einordnen. Ich hatte dazu in meiner Review geschrieben:


Ja, die "Anti-Trump" Aussage muss ich auch angesichts der Drehzeit 2023 und der da vielleicht noch nicht zwingend absehbaren erneuten Wahl von The Don wohl überwiegend zurücknehmen. Bei der Einordnung "Ermächtigungs-" oder Empowerment-Kino bleibe ich; viele Details sprechen da einfach für. Z.B. der "Grenzzaun", das vorwarnungslose Erschießen der Eindringlinge nach dem Vorbild südlicher US-Staaten, die paramilitärische Struktur der Familie oder die supergut gefüllte hochmoderne Waffenkammer (gerade letztere ist ja fast schon eine Parodie auf den Waffenfetisch bestimmter Amis, zumal die Menge der Waffen in der Situation ziemlich sinnlos ist, da kommt es wohl eher darauf an, hinreichend Munition aufzutreiben).

Interessant auch der Produktionsstandort "Kanada" - so was hat ja ein leichtes Geschmäckle, wenn man die problematische Vergangenheit anderer Staaten fremdbewältigt. Oder haben die den Film in den USA schlicht nicht finanziert bekommen?
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

StS

Zitat von: Private Joker am 28 Juli 2026, 13:51:36Interessant auch der Produktionsstandort "Kanada" - so was hat ja ein leichtes Geschmäckle, wenn man die problematische Vergangenheit anderer Staaten fremdbewältigt. Oder haben die den Film in den USA schlicht nicht finanziert bekommen?

Ist billiger, dort zu drehen... und der Regisseur ist Kanadier.  :happy3:
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(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

StS

29 Juli 2026, 09:51:57 #3273 Letzte Bearbeitung: 29 Juli 2026, 09:54:10 von StS
Bei ,,the Most Perfect Perfect Person" (2024) – in welchem die Sängerin und ,,Internet-Persönlichkeit" Poppy eine fiktionalisierte Version von sich selbst spielt – handelt es sich um einen ,,Black Mirror"-esken, indirekt auf wahren Begebenheiten beruhenden rund 17-minütigen Kurzfilm von Paul Trillo u.a. über den Druck der Branche auf einen Pop-Star, die Gefahren von künstlicher Intelligenz sowie den Verlust der eigenen Identität und menschlichen Essenz...

Obgleich der Short über eine KI-kritische Botschaft verfügt, wurde in bestimmten Bereichen seiner Entstehung dennoch AI verwendet – bspw. um Dialog-Zeilen anzupassen, Übergänge zu generieren sowie einzelne Frames zu bearbeiten; primär aus Budget-Gründen (da Trillo etwa keine Möglichkeiten für Reshoots besaß) sowie weil er bei seinen Projekten generell entsprechende Anwendungen/Tools hybrid mit anderen (traditionellen) Mitteln und Verfahren verbindet...

So drehte er zirka 98% der Einstellungen ,,with real Actors, physical Sets and a live Crew", nutzte klassische VFX/CGI-Kompositionen, wählte für den Look einen bewusst sphärenhaft-stylish-farbintensiven, der bestens mit dem überspitzt-satirischen Ton harmoniert, und wob in die von ihren Near-Future-Sci-Fi- und Cautionary-Tale-Ansätzen sowie Real-Life-Bezügen geprägte Entfaltung einen unaufdringlichen augenzwinkernden Humor mit ein. Herausgekommen ist dabei ein durchaus reizvoller Kurzfilm.

6/10

Wer an meiner ausführlichen Meinung/Besprechung interessiert ist:
https://www.actionfreunde.de/the-most-perfect-perfect-person/

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In ,,the Locksmith" (2023) strebt der begabte Schloss-/Tresor-Knacker Miller Graham (Ryan Phillippe) nach seiner Entlassung aus dem Knast ein ehrliches Leben an – will u.a. ein gutes Verhältnis zu seiner jungen Tochter Lindsay (Madeleine Guilbot) aufbauen und im Zuge dessen gern auch seine Ex (Kate Bosworth) zurückgewinnen – doch wird er schon bald ,,von seiner Vergangenheit eingeholt" – in erster Linie in Gestalt eines ,,dreckigen" Cops (Jeffrey Nordling), der ihn damals hintergangen und inhaftiert hatte... 

Der Streifen von Regie-Debütant Nicolas Harvard ist ein gleichermaßen gradlinig-oberflächlich-belangloser wie solide gespielter und in Szene gesetzter Krimi/Thriller, der ,,nicht weh tut" sowie mit seiner routinierten Art geradezu prima ins Programm der ,,Öffentlich-Rechtlichen" passt (ich selbst habe ihn in der ZDF/3Sat-Mediathek geschaut). Zudem ist Ving Rhames ebenfalls noch mit von der Partie... und wer sich mit US-Politik auskennt – ein kleiner Schmunzler: Miller´s Töchterchen heißt ,,mit ganzem Namen" tatsächlich Lindsay Graham...

knappe 5/10
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

PostalDude

30 Juli 2026, 00:57:52 #3274 Letzte Bearbeitung: 30 Juli 2026, 01:16:51 von PostalDude
Mad Max 4: Fury Road



Der Hammer! Hier stimmt (fast) alles!

Sehr viel ist handgemacht, Tom Hardy überzeugt als "Mel Gibson-Ersatz", das CGI ist oft gut eingesetzt & stört (meistens) nicht!
Die Autos & Waffen sind der Knaller! Schön verrückt :-D

Der Soundtrack ist auch ganz cool, hier ist dieses nervige "Hans Zimmer-Theme", was mittlerweile in JEDEM Trailer & Film vorkommt, wenigstens gut in den "richtigen" Soundtrack eingefügt!

4,5/5

Newendyke

30 Juli 2026, 14:26:26 #3275 Letzte Bearbeitung: 30 Juli 2026, 14:28:55 von Newendyke
Michael

Das aktuell erfolgreichste biopic nachgeholt. Sein Neffe, Jaafar, macht seinen Job wirklich sehr gut; die Stimme, die Art seiner Bewegungen und vorallem dieser "nicht von dieser Welt"-Faktor, also diese Aura, die MJ inne hatte, strahlen ab und zu durch.
Leider ist dieser hier aber sehr Schema F und man merkt dem Film in jeder Szene an, dass der Jackson Estate ein ordentliches Mitspracherecht gehabt haben muss, da einfach alles sehr, sehr oberflächlich bleibt und kaum die dunklen Seiten seines Lebens zeigt (mit der größten, aber eben auch erwartbaren Ausnahme, Domingos Joseph Jackson).
Vielleicht ist es das größte Problem des Films bzw. dessen Kritiker... man kennt einfach so viele Geschichten, Gerüchte und Sagen, die sich um MJs Leben rankten, dass wohl kein Film so richtig zufriedenstellend sein wird.

Der Bonus ist und bleibt seine Musik. (ein 2. Teil wird im Abspann angekündigt, da die Geschichte mit seiner Bad-Tour endet, und ist auch logische Konsequenz angesichts des Erfolges)

Ich glaube, und das ist schon ne halbe Ewigkeit her seit der letzten Sichtung, der TV-Zweiteiler hat mir mehr zugesagt.

Ach... und wie viele Musik-Größen will Mike Myers noch spielen?

6/10


"Ich will jetzt nichts mehr hören, von wegen keinen Job, kein Auto, keine Freundin, keine Zukunft und keinen Schwanz." (der Meister - Gran Torino)

PostalDude

Bei Amazon Video ausgeliehen:

Cold Storage



Der Anfang ist wunderbar stimmig... Das Intro mit den Beach Boys macht auch Bock!

Die Idee mit den Lagerboxen gefällt mir!

Liam Neeson ist in seinem Element, die 2 aus der Nachtschicht sind für den Spaß zuständig und der außerirdische Organismus nimmt mehr und mehr Form an..
Es splattert ein wenig, ab und an wird's aufgelockert, dennoch ist es spannend!

Ach ja, die Animationen sind eher schlecht, aber dafür gibt's en guten Soundtrack!

Guter Film, der Spaß macht!

3,5/5


PostalDude

Bei Magenta TV geguckt:

How to make a Killing



Typisch französische Komödie! Herrlich...!
Sie ist aber leider nicht so schwarz, wie sie sein könnte..

So viele skurrile Situationen.. :lol:
Dazu die Ideen, um die Leichen los zu werden!

Nebenbei macht das Rätseln der Polizei Spaß und es bleibt spannend..
Der Cop erinnert mich an "Gibert" aus den Taxifilmen, aber nur äußerlich.
Und der Hauptdarsteller ein bisschen an Bruce Dickinson mit kurzen Haaren :lol:

In der 2. Hälfte wird's dann was ernsthafter. Nimmt dem Film ein bisschen was.

Das Ende ist noch mal herrlich!

3,5/5


Private Joker

5 August 2026, 20:15:34 #3278 Letzte Bearbeitung: 5 August 2026, 20:23:34 von Private Joker
Do Not Enter (Paramount+)

Pseudo-Found-Footage Horror (90% des Materials sind "normal" gefilmt) basierend auf einem Roman des "Rambo-"Erfinders - gar kein so schlechter Ausgangspunkt.

Und ja, ich mochte den, zumindest mal bis kurz vor Schluss - "Lost Places" gehen bei mir immer. Kulisse (irgendein Riesengebäude in Sofia, afaik) und sogar das vermutlich per CGI gebastelte Hotel von außen erfüllen auch die Mindeststandards, da kann/konnte/könnte man was draus machen.

Erste Abzüge in der B-Note gibt es für das Personal; wenn ich das richtig verstanden habe, sind das in Morells Vorlage Profis ("Infiltratoren"), die das hauptberuflich machen. Hier entern die üblichen Influencer-Nasen auf Follower- und Klickzahlenjagd den Schirm, zumindest nicht komplett unsympathisch - die wahren Vollhonks folgen aber auf dem Fuß. Trotzdem: Ein bisschen Schleicherei durch das Riesenhotel, nicht von Anfang an erkennbare übernatürliche "Böse", auch der Mittelteil geht "noch". Dann aber bricht Ungemach über den Film herein: Weder die schnell hingebastelte Okkult-Lösung noch die "Endgegner" erfüllen ansatzweise die Erwartungen; gerade mit dem Ausgangspunkt (alter Gangstertreff) hätte man so viel mehr machen können.

Dass der Film bzw. die Bösewichtparade (menschlich/monsterisch) sich seine Opfer
Spoiler: zeige
passgenau unter menschlichen Vollpfosten + dem mysteriösen Fremden sucht und unsere Kerntruppe komplett und sogar finanziell upgegradet in den Sonnenuntergang reiten ist, ist für mich ein echtes NoGo,
, wenn auch vielleicht von der Vorlage erklärbar - Morell hat schlechte Erfahrungen damit gemacht, seine Helden (v.a. den Rambo) zu früh sterben zu lassen. Könnte ja eine Serie draus werden - was ich aber hier eher nicht glaube, der hat bei RT so gut wie kein Feedback. Trotzdem halbwegs (durchaus wörtlich zu verstehen) ansehbar - 5/10.

Naked Bodyguard (Amazon 99 Cent)

Nix Naked, es bleiben jede und jeder jederzeit angezogen; im Original heißt der schlicht "The Bodyguard" resp. das chinesische Äquivalent. Konnte man aber mit oder ohne Trailersichtung vorher ahnen, das geht im aktuellen HK/China-Kino einfach nicht (da scheitert aktuell schon eine Nacktkatze an der Zensur, vermute ich mal).

Ist aber auch relativ egal - der kommt als willkommen altmodisches Prügelkino her, wie sie es da auch nicht mehr so oft machen. Relativ kurze Laufzeit, mehr oder weniger knackige Fights in kurzer Abfolge, eher unterkomplexe Handlung, und zum Glück wenig bis keine Staatspropaganda nach dem Motto "böse Kapitalisten werden von braver Hong-Kong-Polizei gerechter Strafe zugeführt". Was den Kern des Pudels angeht, die Qualität der Fights unserer Profi-Beschützerin gegen Dutzende Baddies (aber immer schön der Reihe nach), hinterlässt der allerdings gemischte Gefühle. Ja, das ist soweit kompetent gedreht, aber auch keinerlei Fortschritt gegenüber den Zeiten, als Michelle & Co die Männerwelt auf die Bretter geschickt hatten. Die entsprechenden Szenen leiden auch etwas darunter, dass der Leading Lady einfach zu viele Gegner auf den Hals geschickt werden - ihr Schützling müsste in der Zeit eigentlich schon zehnmal gestorben sein, wenn der nicht auch (als Erfinder eher selten) ein paar Kxx-Moves drauf hätte. Highlights sind die - sag ich jetzt mal so - Gun-Kata Szenen mit den Sturmgewehren, auch wenn das so nie funktionieren würde (die Läufe, aus denen gerade Dauerfeuer geschossen wurde, einfach so anpacken und wegdrehen).

Insgesamt trotzdem ganz unterhaltsam - knapp 6/10.

Weil mir der Stil des Regisseurs eigentlich gefiel, habe ich dann auch noch via Youtube den Vorgänger gesichtet - Black Storm. Leider waren da massive Unschärfen alle paar Minuten im Spiel, überdies ist das schnelle  Lesen der nur kurz eingeblendeten kombinierten (englischen) Subs eine echte Strapaze. Und noch leiderer ist der auch handlungsseitig eher verschlungen und nicht so simpel-gradlinig wie der "Bodyguard", demzufolge habe ich nicht so viel von der Story verstanden (irgendwas mit Cop vs. Baulöwen). Im Kernbereich "Fights" liefert der aber auch ganz gut ab - in einer anständigen Version sicher auch ein Kandidat für um die 6 Punkte.

Und dann, um die volle Dröhnung Asien-Kino vollzumachen: Escape From the 21. Century (ZDF!/Mediathek). Da gleich vorab die Ansage: Bewertbar ist der (für mich) nicht. Das ist ein gewolltes, restloses und eigentlich unfassbares Chaos. Allein schon die handlungszeitabhängig differierenden Bildformate (von Briefmarke in Bildmitte bis irgendwas im Bereich knapp 3:1) sprengen alle Rahmen und werden Kinovorführern (der lief u.a. auf dem FFF letztes Jahr) die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Irgendwie mutig ist der ja, mit Musikuntermalung von Sacco & Vanzetti über Dudelsack bis Bonny Tyler (RIP), politisch eher nicht linientreu und überhaupt - wer gibt einem Debütregisseur das sicher nicht ganz wenige Geld für so einen exorbitanten Quatsch?

Wenn ich mich dann doch einer Bewertung nähern müsste, würde ich sagen: Einzelne Szenen mögen ganz lustig, zT sogar aufregend sein, als Gesamtkunstwerk aber wirr, way over the top und letztlich echt anstrengend. Aber wer die Chance hat -gerne mal reinschauen und auch Feedback geben.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

Schnapskartoffel

Zitat von: Private Joker am  5 August 2026, 20:15:34Do Not Enter (Paramount+)

Jetzt dachte ich zuerst es wäre der Pseudo-Found-Footage-Horror aus Paraguay von 2024, aber offensichtlich gibt es schon einen neuen Pseudo-Found-Footage-Horror gleichen Titels von 2026... :essen:

Newendyke

72 Hours

Was hab ich eigentlich erwartet? Vielleicht seichte, launige Spaßerei in "Hangover"-Tradition, aber der Film wechselt zwischen überdrehter Junggesellensause und Generationenkonflikt hin und her und verliert sich dabei in Hart-typischen Albernheiten. Einfach krasse Zeitverschwendung und das erste Mal seit langem, dass ich einen Film vorzeitig ausgemacht habe (bei 1h10 mal einen Blick auf den Zeitstrahl geworfen... nein... nochmal gut 30 Minuten hätte ich mir den Schmarrn nicht geben können).

2/10


Masters of the Universe

Als strammes 80er-Jahre-Kind natürlich mit He-Man & der restlichen Mattel-Crew aufgewachsen, auch wenn der hier nie wirklich zu meinen Topfavoriten zählte (das waren eher TMNT, MASK, GI JOE inkl. reichlichst Spielzeuge... nochmal Erinnerung an mich, wenn Zeitreisen möglich werden, dann zurück zu meinem 11-jährigen Ich und ihm gscheid die Liviten lesen, dass man so geiles Spielzeug behält und nicht aufm Flohmarkt verscherbelt... du DEPP!), hab ich vor vielen, vielen, vielen Monden alles mitgenommen, was ging (Spielzeug, Hörspiele, Comics).
Der Film nimmt sich zu keiner Sekunde zu ernst, ist dumb fun bis zum Schluss, aber reitet bisserl arg auf der Ironiewelle daher.

5-6/10


Minions & Monsters

Der reiht sich erwartungsgemäß in die Serie ein und lebt wie gehabt von den gelben Chaoten. Dieses Mal geht's in den 1920ern Hollywoods rund inkl. ein paar schönen Verweisen auf die damaligen Stars. Netter Familienspaß halt.

5/10





"Ich will jetzt nichts mehr hören, von wegen keinen Job, kein Auto, keine Freundin, keine Zukunft und keinen Schwanz." (der Meister - Gran Torino)

PostalDude

6 August 2026, 19:07:58 #3281 Letzte Bearbeitung: 6 August 2026, 20:48:34 von PostalDude
The Man with the Iron Fists (Extended Edition)



Viel blutige Action & Kämpfe, die top choreographiert sind.

Ansonsten irgendwie viel Leerlauf, weil die Story & RZA als Schauspieler nicht viel hergeben..
Russell Crowe macht viel Spaß, Lucy Liu sexy (& tödlich) wie so oft.
Dave Bautista macht das, was er am Besten kann - kämpfen!

Leider tauchen die titelgebenden Fäuste erst spät auf - da wäre mehr gegangen!

Mit RZA kann man natürlich bei der Musik nix falsch machen ;) Wenn man Rap mag, natürlich ^^

3,5/5

PostalDude

Filmabend bei meinem besten Kumpel im Heimkinokeller:

Fast X



Ohje - der mittlerweile 10. Teil...
Es wird hier zwar "ein bisschen" bodenständiger, also nix mehr im Weltall unso, aber dennoch ist es ein schlechter Film!

Die Szene in Rom... Man wollte wohl Brasilien übertreffen - ist aber nicht gelungen. Das war teilweise cool, aber als dann diese Bombe durch die Stadt rollt... -_-

Ein paar coole Szenen sind dabei, es gibt auch wieder ein Rennen, aber das ist hier absolute Nebensache, es geht um den Verrat der Agency.

Ansonsten? (Fast) alle von früher bekommen irgendwie ihre Szene, egal, wie sinnlos sie ist.
Einziger Lichtblick - Jason Momoa ! Er spielt herrlich verrückt!

Leider endet der Film auch sehr abrupt - es kommen ja noch mindestens 2 Teile... -_-

2,5/5

Dark, äh, Fear Street Teil 1: 1994



Sehr dunker Horror/Slasherfilm, der aber leider nix hergibt..

Die Songs, die im Hintergrund angespielt werden, sind Lichtblicke, auch wenn einige davon 1994 noch nicht existiert haben.. XD
Das der (schwarze) Jung Iron Maiden hört und ein Shirt trägt, macht ihn zumindest sympatisch.

Ansonsten geht´s grob nach Schema F, die Story um diese Hexe, die verschiedene Killer losschickt, ist nicht allzu dumm, aber der ganze Film ist einfach viel zu dunkel ! Die Kills sind manchmal gut, manchmal schwach, die Schauspieler alle keine Rede wert, ne, das ist nix!

2/5

Striking Rescue aka Fist of the Warrior



Eine Story, die eigentlich eine klassische Rachestory ist, wird aber manchmal durch die Entführung und des Mädchens ausgebremst...

Ansonsten darf Tony Jaa wieder kräftig austeilen ! Und seien wir ehrlich - nur darum geht´s! :D Auch wenn hier und da ein bisschen mehr Gore auch gut gewesen wäre, aber das ist Jammern auf hohen Niveau!

3,5/5

Private Joker

10 August 2026, 14:09:54 #3283 Letzte Bearbeitung: 10 August 2026, 14:12:26 von Private Joker
Witchboard (2025 - Amazon 99 Cent)

Erst mal vorweg: Bye, bye Chuck - warst kein "ganz Großer", hast mich aber in jedem deiner Filme, den ich gesehen habe - eigentlich alle bis auf die zwei vorletzten - ordentlich unterhalten.

Und soweit hält die Reihe, auch wenn das schon sehr routinierter Routinehorror ist. Von dem letzten unter dem gleichen Titel aus den 1980igern (und dessen Sequels) hat man sich (zum Glück) nicht gar so viel ausgeborgt, letztlich nur die Grundidee mit dem Hexenbord. Die darum auf zwei Zeitebenen gestrickte Story ist nun weder originell noch irre spannend, aber mit genau der Kompetenz gemacht, die so ein B+ Grusler braucht. Blutiger Opener, Kennenlernen der Hauptfiguren, weitere (blutige, da - erstaunlicherweise - nicht PG 13) Opfer, Finale gegen das Böse, Schlussgag. Alles hundertfach gesehen, aber mit Tempo, brauchbaren Effekten und ein ganz klein bisschen Witz vorgetragen, in der richtigen Stimmung passt das.

"Eigentlich" ein relativ klarer Fall von solide-mittlerem Mittelmaß, aber für den Russel und weil der und seine Machart  irgendwo ein der letzten Bastionen gegen den Influencer- und Youtubehorror war, sage ich mal (sehr knapp) 6/10.

Bury the Dead (Amazon 99 Cent)

Auch hier ist durchaus Kompetenz am Werk, zumindest im Bereich "Schauspiel" sogar mehr als in dem davor. Dafür fehlt es zumindest für mich an den Sympathiepunkten, das ist ein kalkulierter Versuch, einen Zombiefilm ohne nennenswerte Bluteffekte an ein weiblich-gefühlsorientiertes Publikum zu bringen. Oder, oft genug gesagt in letzter Zeit "meiner war der nicht". Auch objektiv sehe ich reichlich Brüche - diese (wenigen) "Blitzzombies" fand ich eher zum Abgewöhnen (und sagt der Soldat am Anfang nicht irgendwann "die sind echt langsam"?). Ebenso die versammelten Begleiter der Hauptfigur*In, die auch eher willkürlich kommen und gehen; und bei keinem von denen ist - ebenso wie letztlich bei Ridley/"Ava" - eine glaubhafte Motivation erkennbar, da in dieses Zombiegebiet zu gehen.
Spoiler: zeige
Jetzt mal ehrlich: die hat ihren Männe betrogen, der sie sogar ganz aktuell, beide wissen das, und dann rennt die dem hinterher und begibt sich x-fach in Lebensgefahr? Echt jetzt??

Bleiben auf der schmalen Habenseite ein paar schicke Bilder und Hintergründe, absolute Billigware ist das nicht. 4,5/10.

Wardriver (Apple TV Kauffilm, hatte da noch Guthaben übrig)

Wieder was gelernt: "Wardriver" sind keine Autofahrer auf dem Kriegspfad, sondern Hacker, die mit der Karre durch Städte fahren und nach offenen oder schwach geschützten WLANs suchen. Um dann ggf. auch einzudringen, wobei ich persönlich glaube, dass der Schritt von "WLAN gehackt" zu "Konto geplündert" wie es die Hauptfigur macht (gehört aber nicht zwingend zum Wardrivertum dazu) doch noch ein bisschen schwieriger ist als hier dargestellt.
Ist aber nicht mein einziges Problem mit dem Film, denn der ist leider echt zäh. Keinerlei Action, das Auto bewegt sich zwar ständig irgendwie, aber wenn ich schon den legendären Mitsubishi Evo "caste", hätte ich gerne auch etwas Car-Action gesehen. Spannung? Kommt letztlich allein aus der Frage, wer da wen betrügt, also komplett in die letzten grob 10 Minuten verlagert. Mag mein persönliches Problem sein, aber 90 Minuten Aufgalopp und 10 Minuten Entertainment, das ist einfach nicht mehr meine Welt.

Ein bisschen traurig auch DeHaan in der Titelrolle zu sehen, der sollte irgendwann mal der neue diCaprio werden, was jetzt wirklich in keiner Hinsicht geklappt hat - mittlerweile sieht mit mit rund 40 sogar deutlich älter aus als das "Original". Kleiner Lichtblick dagegen Calle, die durchaus Charisma hat und mit etwas glücklicherem Händchen bei Rollenauswahl (o.k, der Supergirl-Kiste wird sie nicht nachtrauern) eine ganz solide Zukunft in Hollywood haben könnte. Für den Film hier aber trotzdem nur 3,5/10.

Und der (quasi-)Abbruch der Woche: Paris Murder Mystery (BD). Eigentlich ein komplett vergurkter deutscher Titel (Original so was wie "ein persönliches Leben"), der die Nähe zum aktuell angesagten Cosy Crime Genre suggeriert. Aber nix "cosy" und streng genommen nicht mal "crime" - wir sehen im Kern nur die von Frau Foster gespielte Figur bei Selbstbespiegelung, Selbsterkenntnis, irgendwann Läuterung. Mag sein, dass die Foster-Fanbase den Szenen mit ihrem Ex, ihrem Sohn, ihrem Enkel, ein paar Randfiguren irgendwas abgewinnen kann, ich bin dann buchstäblich eingedöst; vor allem für diese sinnfrei-irritierende Hypnosekiste mit den Nazis gibt es aus meiner/unserer Sicht auch noch mal Extraabzüge in der B-Note. Als ich dann am Ende aufgewacht bin, war Jodie geläutert, das "Verbrechen" war streng genommen keines, obwohl eine nie gezeigte Randfigur wohl doch ermordet wurde - keine Ahnung. Aber auch egal - ohne abschließende Wertung, aber allein für den Titelbetrug und die grundzähe Machart bekäme der von mir nie mehr als 4/10.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

Schnapskartoffel

"Masters of the Universe", wenn er schon zwei Tage nach Kinostart auf Prime rumgammelt... und wünschte, ich hätte es bleiben lassen... :essen:

PostalDude

Ein Ticket für Zwei



Steve Martin und John Candy! Ein unschlagbares Duo ! :lol: 👌🏻

Es geht mit dem Flugzeug, Auto, Zug & dem Bus quer durch die USA auf dem Weg zu ihren Familien an Thanksgiving..

Der Film könnte auch "Murphy's Gesetz" heißen.
Es geht alles schief, was schief gehen kann...

Vor allem, als sich ihre Wege trennen... aber keine Angst, sie sehen sich wieder  :happy2:

Typische John Hughes Komödie - herrlich! :lol:👌🏻

3,5/5



PostalDude

The Marksman



Ein spannender Roadtrip.. Liam rockt als Beschützer des kleinen mexikanischen Jungens!
Das Kartell ist ihnen aber immer auf den Fersen..

Man darf jetzt keine Daueraction erwarten, es ist ein "Roaddrama" oder so ähnlich! Auf jeden Fall ist es spannend, die 2 (+ Hund) auf der Flucht zu beobachten..

Am Ende geht's schon ganz geil ab..

Alles in allem ist es ein guter Film, der zwar vorhersehbar ist, aber das ist dafür gut gemacht!

Ich mag einfach Filme an der mexikanischen Grenze bzw. in Mexiko!

3,5/5

PostalDude

Auf Shit, äh, Netflix gesehen:

Havoc



Der Anfang geht schon mal ab..!

Die Schießereien & die Kämpfe sind hart & schön blutig, erinnern ein bisschen an John Woo! :D

Tom Hardy & Forest Whitaker sind stark, die Atmosphäre ist stark, richtig kalt und dreckig...

Gute Action, leider auch ein paar Mal CGI, aber grundsätzlich ist die Action gut gemacht!
Stichwort: Disco. Geil!

Aber immer wieder diese drecks Wackelkamera... -_-
Hätte man seltener einsetzen müssen.

Zitat: "Hm." :D

Leider Netflix, heißt: Keine Blu-ray.. :-/

4,5/5

StS

Wie viele Clowns passen in einen Kleinwagen? Egal wie hoch die Zahl – sie vermag nicht so sehr zu beeindrucken wie jene der Terroristen, die in dem 2021er Action-Thriller ,,One Shot" über den Film hinweg aus einem nicht gerade großen Lkw herauskommen: Geradezu amüsant, das – unabhängig weiterer Realismus- und Logikschwächen, die es hier zu verzeichnen gibt...

Der Titel ist doppeldeutig: Zum einen geht es um die ,,einzige Chance", einen möglichen gravierenden Anschlag zu vereiteln – zum anderen wurde der Streifen von B-Filmer James Nunn so gedreht bzw. zusammengeschnitten, dass er sich wie aus einer einzigen kontinuierlichen Einstellung bestehend entfaltet. Dieses Gimmick geht in Ordnung – ebenso wie die gebotene Action, von der einem reichlich serviert wird...

Auf Hauptdarsteller Scott Adkins ist in gewohnter Weise Verlass, Ryan Phillippe ist ebenfalls mit an Bord, es war erfreulich, Ashley Greene auch mal wieder in diesem Genre zu erblicken – während der Ex-UFC-Kämpfer Jess Liaudin als Haupt-Baddie zumindest prima in Sachen Grapplings überzeugt und die Charakter-Zeichnungen generell (erwartungsgemäß) alle so schlicht sind wie die vorgetragenen Dialoge...

In handwerklicher Hinsicht (Kamera-Arbeit und Regie) passt das Ganze und das als Drehort dienende echte ehemalige Militär-Gelände Bentwaters Parks (in Suffolk, UK) liefert genügend Freiflächen und Räumlichkeiten, in denen sich die Auseinandersetzungen halbwegs abwechslungsreich entfalten – hat mich aber unweigerlich irgendwie an ein (durchaus ansprechendes) Paintball-Gelände erinnert...

Alles in allem kann man ,,One Shot" durchaus Genre-Vielsehern empfehlen, die Lust auf Kost dieser Art haben: Kopf ausschalten, sich zurücklehnen und sich etwas über 90 Minuten lang solide von diesem in Echtzeit präsentierten B-Movie unterhalten lassen... 

6/10
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

PostalDude

14 August 2026, 01:21:16 #3289 Letzte Bearbeitung: 14 August 2026, 01:28:46 von PostalDude
Locked



Ein Dieb (Bill Skarsgård) bricht nichtsahnend in ein technisch hochgerüstes Auto ein, wo er Opfer eines Mannes, William, (Anthony Hopkins) wird, der ihn dort einsperrt und via Telefon mit ihm kommuniziert..

Er quält ihn mit Elektroschocks, lässt ihn austrocknen und dazu läuft irgendeine Jodelmusik... Ein Albtraum.

Eddie, so heißt der Dieb, versucht, raus zu kommen, das Auto ist aber so sicher wie Fort Knox...

Es gibt (oberflächliche) Gesellschaftskritik und es geht nicht allzu zimperlich zur Sache, ein paar Gewaltspitzen sind drin!

Spannendes Kammerspiel!

3,5/5

PostalDude

Gestern Abend Filmabend mit Kumpels bei nem Kumpel:

Alles auf Zucker!



Jakob Zuckermann (immer in Bewegung: Henry Hübchen), genannt Jaeckie Zucker, ist ein ehemaliger Sportreporter aus der DDR, der jetzt, 2004, sich mit Billard spielen über Wasser hält, aber das Wasser steht ihm bis zum Hals... Er hat Spielschulden und seine Frau (Hannelore Elsner) will ihn rauswerfen.

Dazu kommt die Nachricht vom Tod seiner jüdischen Mutter und im Testament steht, das er und orthodoxer Bruder 7 Tage Totenwache halten müssen und sich vertragen müssen, ansonsten gibt´s kein Erbe. Dazu kommt ein Billardturnier, wo er 100.000 € gewinnen kann und seine Spielschulden wären auf einen Schlag erledigt.

Und so ist er eine Woche lang zwischen einen heimlichen Turnier und der Schiv'a am Tanzen, inszeniert Herzinfarkte usw. - das macht echt Spaß, zu beobachten!

Der "Ostalgiefaktor" ist hoch, auch wenn ich damit nix anfangen kann, aber es ist halt wirklich so gelaufen für so viele :/

Lustige, gut inszenierte, deutsche Komödie !

3,5/5

PostalDude

Gestern um 19:55:40 #3291 Letzte Bearbeitung: Gestern um 19:57:18 von PostalDude
Mars Attacks!



Ack! Ack!

Verdammt viele Gueststars, die Story ist bewusst simpel gehalten, sie dient als Aufhänger für Gags & witzige Ideen, wird aber trotzdem halbwegs nachvollziehbar dargestellt...

Die Marsianer sehen witzig aus & das CGI ist gut integriert. (Und das 1996 !)

4,5/5

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