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Die letzte Sichtung: Filme

Begonnen von MMeXX, 19 November 2012, 13:01:27

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PostalDude

Gestern Abend mit meiner Frau bei Amazon Video gesehen:

The little Things



Guter, spannender Serienkillerthriller! (was für ein Wort! :D )

Denzel wie immer stark, er ist, wie auch ein Mel Gibson, ein Schauspieler, der in einen Raum kommt und direkt den ganzen Raum einnimmt!
Rami Malek auch gut, aber er kennt wohl leider nur einen Gesichtsausdruck.. :-I

Der Anfang ist atmosphärisch stark, aber - so geht´s nicht weiter. Es gibt viel Polizeiarbeit und Observierungen, ab und an sieht man den Killer noch ein paar Mädels verfolgen unso, das ist aber nicht die Hauptsache, es geht um die Cops und die ihre kleinen Dämonen, Arbeit usw. .

Es sind die kleinen Dinge, auf die es ankommt, die kleinen Dinge ;)

4/5

Private Joker

27 Oktober 2026, 21:53:29 #3331 Letzte Bearbeitung: Gestern um 22:28:11 von Private Joker
Match (BD)

Manchmal macht ein Buchstabe beim Filmtitel irgendwie den Unterschied (musste ich neulich bei "Thrash"/Trash lernen) -  hier drängt sich irgendwie "Matsch" auf, wenn auch nur für "uns" Deutsche. Das ziemlich internationale Team hinter dem Flick (Südafrika/USA mit spanischen Schauspielern) eint immerhin der Anspruch, einen in zumindest bezogen auf die "Basics" (aka die Bluteffekte) altmodischen Film zu produzieren. Soll heißen: Makeup, Kills, "Gematsche", alles soweit erkenbar und irgendwie möglich handgemacht.

Ja, sieht solide aus und gibt einen Gummi- oder von mir aus Sympathiepunkt. Und wenn ich mir das umfängliche Makeup des "Sohnes" mal so ansehe, verzeiht man auch fix, dass das nicht in jeder Einstellung perfekt rüberkommt - dürfte kein Vergnügen gewesen sein, das jeden Drehtag anzuziehen und damit zu agieren. Der Rest ist sagen wir mal gradlinig bis zweckmäßig - so richtig entscheiden kann sich der Film nicht, ob er das Uralt-Klischee "Mörder-Mum mit Monster-Sohn" aufwärmen oder neuzeitgeistig was zum Social-Dating sagen will. Letzerenfalls müsste man sämltlichen Beteiligten allerdings den Vorwurf machen, techno-naiv bis komplett blauäugig durch den Film zu stolpern, oder anders ausgedrückt: Wer zum Zuckerberg geht denn wegen des Internet-Fotos von so einer Sahneschnitte (m/w/d) gleich zu dem/der nach Hause?  Dazu passt dann (bzw. hilft so gar nicht) Uralt-Twist Nummer 16 klein c aus der gruftigsten Mottenkiste des Shlasher-Kinos (Stichwort "Süßer Typ in Ketten"), soweit mal ohne Spoiler  - wer den nicht erahnt, sollte dringend den VHS-Grundkurs für B-Movie-Writing nachholen. Und noch ein zumindest subjektiver Minuspunkt fürs Finale, und jetzt müssen doch die Tags her:
Spoiler: zeige
da wird nicht nur relativ sinnfrei eine echte Sympathiefigur entsorgt (die Schwester), sondern auch der Eindruck erweckt, deren Tod wäre durch die Heldin zu verhindern gewesen wäre, wenn die sich zum entscheidenden Zeitpunkt mal um das Hauptproblem "Mama" statt um den schnuckligen "Bruder" kümmern würde).

Man mag mir verzeihen, dass ich für diese altmodisch gradlinig bis mittelekligen Slasher nicht mehr (streng genommen: eigentlich nie) den ganz großen Enthusiasmus aufbringen kann. Verbunden mit den leichten Storyschwächen, aber mit viel Respekt für die Effekte und die generelle Machart komme ich mal wieder zu einer Kompromissnote: 6/10. Und dem, der jetzt folgt, würde ich den allemal vorziehen...

Ready or not 2 (Disney+)

Hier mache ich es mal etwas kürzer - fand schon den ersten nicht so pralle, aber hier - wtf? Irgendwie bastelt sich der Film aus Motiven des Vorgängers + einer weltumspannenden Teufels-Verschwörung eine Art John Wick für Gore-Comedy Fans zusammen. Wäre ja alles nicht so schlimm, aber so erschreckend sinnfrei muss es wirklich nicht sein. Statt einer gibt es nun zwei unbewaffnete Leading Ladies, denen man ständig schwerstbewaffnete Superkiller mit dicksten Knarren auf den Hals schickt, was die aber jedesmal unerklärlich überleben. Und dann explodiert die gesamte Familie des Failed-Killers. Ganz toll. Spätestens bei diesem 1980iger Supergag mit der verkehrt herum abgefeuerten Panzerfaust war ich geistig und sonst weithin raus.

O.K. irgendwie durchgehalten habe ich trotzdem  - allein um eine (halbwegs) faire Endnote zu basteln: 3,5/10.

Resurrection (BD)

And now for something completely different... Ist das jetzt inkosequent oder nur meinungsflexibel, wenn ich öfters über abgehobenes Kunstkino lästere und hier versöhnliche Töne finde ?

Liegt vielleicht daran, dass ich hier im Vorfeld einiges gelesen habe, so Richtung: bildstark aber komplett unverständlich, um nicht zu sagen quälend langweilig. Da hilft es wirklich, sich sein eigenes Bild zu machen, und das fällt dann schon irgendwie differenziert aus. Klar, das ist kein klassisches Erzählkino mit Anfang, Klimax, Auflösung und Schluss. Und ohne die paar Extra-Infos, was sich der Regisseur/Autor als grundlegendes Konzept gedacht hat, hätte ich wirklich so gar nichts verstanden, denn aus dem Film heraus erschließt sich der Grundgedanke (also "alle Menschen leben ewig, weil sie das Träumen aufgegeben haben, bis auf einen") so gar nicht. Vor allem weil die anderen Menschen eher sparsam auftauchen - außer dem "Helden" gibt es wenig ausformulierte Figuren, und wenn doch sind es eigentlich auch gar keine Menschen....

Ändert aber nichts daran, dass man die Einzelepisoden, aus denen der Film besteht, mit unterschiedlicher Wertigkeit durchaus genießen kann. Nr. 1 ist eine sperrige, daher auch angemessen kurze Hommage an deutsches Stummfilmkino, die wenig zu erzählen hat, aber optisch durchaus punktet. Die zweite ist ein erstes Highlight, eine tolle Mischung aus Bild und Ton mit dem Hintergrund "Agenten/Kriegskino", wenn auch nicht komplett durchschaubar. Nr. 3 mit dem Kloster fand ich trotz der beeindruckenden Kulisse dann dann doch arg zäh und dialoglastig. Dafür ist dann die für den Regisseur wohl typische One-Shot-Sequenz in Episode 4 mit den Vampiren wieder sehr beeindruckend - solange man nicht fragt, was die mit dem Zentralthema des Films zu tun hat.

Ist wieder ein Film, der nur mühsam in eine Endnote zu fassen ist. Als Experiment, Filmhommage, optisch und in zumindest 3 der 4 Episoden durchaus gelungen (7-8/10), aber als Gesamtprodukt durch den sperrigen und letztlich nie eingelösten Ansatz und zumindest eine zähe Episode mit einer gewissen Abwertung (so Richtung knapp 7/10).
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

StS

In Anthony DiBlasi´s 2014er Horror-Streifen ,,Last Shift" muss die frischgebackene Polizistin Jessica (Juliana Harkavy) ihre erste Schicht als Gesetzeshüterin ausgerechnet allein in der ,,letzten Nacht" einer an sich bereits geschlossenen Polizeiwache (vor deren endgültigen Aufgabe/Stilllegung am nächsten Tag) absolvieren. Während die Stunden vergehen, beginnt sie plötzlich seltsame Dinge zu hören und zu sehen, welche sie eingangs noch als Streiche ihrer Kollegen (dem Rookie gegenüber) wähnt – bevor jene dann aber zunehmend schrecklicher und übernatürlicher werden... oder doch bloß nur in ihrem Kopf existieren?

Mit limitierten Mitten, einem effektiven Sounddesign und einer fähigen Hauptdarstellerin schuf DiBlasi mit dem Streifen quasi eine Kombination aus ,,Assault on Precinct 13", ,,Let us prey" sowie Manson-Family-esken Kult-Verbrechen voller garstiger Erscheinungen und unsubtiler Jump-Scares: Eingangs creepy-zurückhaltend, primär auf eine unheimliche, spannende Psycho-Horror-Atmosphäre bedacht – später zunehmend ,,direkter", reich an Aufnahmen fieser Make-up-Kreationen und Grausamkeiten. Inhaltlich eher mau und klischeebehaftet – unabhängig dessen aber wirkungsvoll umgesetzt – vermochte mich ,,Last Shift" im Ganzen durchaus solide zufrieden zu stellen...

6/10
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Schnapskartoffel

Zitat von: StS am Heute um 09:36:07In Anthony DiBlasi´s 2014er Horror-Streifen ,,Last Shift" muss die frischgebackene Polizistin Jessica (Juliana Harkavy) ihre erste Schicht als Gesetzeshüterin ausgerechnet allein in der ,,letzten Nacht" einer an sich bereits geschlossenen Polizeiwache (vor deren endgültigen Aufgabe/Stilllegung am nächsten Tag) absolvieren. Während die Stunden vergehen, beginnt sie plötzlich seltsame Dinge zu hören und zu sehen, welche sie eingangs noch als Streiche ihrer Kollegen (dem Rookie gegenüber) wähnt – bevor jene dann aber zunehmend schrecklicher und übernatürlicher werden... oder doch bloß nur in ihrem Kopf existieren?

Mit limitierten Mitten, einem effektiven Sounddesign und einer fähigen Hauptdarstellerin schuf DiBlasi mit dem Streifen quasi eine Kombination aus ,,Assault on Precinct 13", ,,Let us prey" sowie Manson-Family-esken Kult-Verbrechen voller garstiger Erscheinungen und unsubtiler Jump-Scares: Eingangs creepy-zurückhaltend, primär auf eine unheimliche, spannende Psycho-Horror-Atmosphäre bedacht – später zunehmend ,,direkter", reich an Aufnahmen fieser Make-up-Kreationen und Grausamkeiten. Inhaltlich eher mau und klischeebehaftet – unabhängig dessen aber wirkungsvoll umgesetzt – vermochte mich ,,Last Shift" im Ganzen durchaus solide zufrieden zu stellen...

6/10

Na ja, dass der nicht so wirklich toll ist, muss sogar der Regisseur selbst so gesehen haben, weil er denselben Film später nochmal gedreht hat... :essen:

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