21 Februar 2020, 17:29:04

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Allgemeines Filmforum / Re: No Time to Die (James Bond...
Letzter Beitrag von DisposableMiffy - Heute um 17:28:17
Zitat von: vodkamartini nach Gestern um 17:08:09Selbstläufer? Also Bond würde ich schon als einen solchen sehen, es muss deswegen ja nicht gleich wieder der erfolgreichste Film aller Zeiten werden.

Ich meinte, dass das Einspielergebnis bei Endgame auch nicht merklich geringer gewesen wäre, selbst wenn er dreieinhalb oder vier Stunden lang gewesen wäre, weil die Ausgangslage eine ganz andere war als bei Bond. Das MCU ist das Franchise des letzten Jahrzehnts, Infinity War endete mit einem Mega-Cliffhanger und trug massgeblich dazu bei dass Endgame wohl zum größten popkulturellen Event der jüngeren Vergangenheit wurde. Davon ist Bond weit entfernt. Der letzte Film ist fünf Jahre her, der letzte richtig gute sogar acht Jahre. Dass unter den Fans viele mit Craigs Bond nach wie vor nichts anfangen können, sollte man auch nicht unterschätzen. Unter diesen Voraussetzungen halte ich eine Laufzeit von drei Stunden tatsächlich für riskant.

Zitat von: vodkamartini nach Gestern um 17:08:09Ich denke mit einem Einspiel zwischen 850 Millionen und 1,4 Mrd wäre man sehr, sehr zufrieden im Hause Broccoli. Und das ist absolut möglich, Laufzeit hin oder her.

1.4 Mrd halte ich für sehr optimistisch. Selbst wenn der Film richtig gut ankommt beim Publikum sehe ich ihn eher irgendwo zwischen Spectre und Skyfall landen.

Mich würde es freuen, wenn sich Craig mit einem richtigen Knaller, sowohl auf kreativer wie auf finanzieller verabschiedet, weil er von allen Inkarnationen der Figur mein Favorit ist.
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Der phantastische Film / Re: Birds of Prey: The Emancip...
Letzter Beitrag von PierrotLeFou - Heute um 17:24:32
Ich bin zwar nicht DisposableMiffy, möchte aber dennoch auf einige der Punkte eingehen... [edit: @DisposableMiffy: Sorry, hatte vor deiner Antwort angefangen, da ich nicht wusste, ob du noch (zeotnah) antworten würdest. In vielen Punkten sprichst du mir voll aus der Seele... :happy3: ]

Zitat von: Dr. Schnabel nach Gestern um 16:17:11
Zitat von: DisposableMiffy nach 17 Februar 2020, 14:28:42Das Gleiche kann man auch denen unterstellen, die den Film mit Tiefstwertungen abkanzeln, einzig und allein weil ihnen die Botschaft nicht schmeckt.

Was ist denn die Botschaft? Alle Männer sind schlecht? Also was Sexistisches? Öhm, ja. Damit kann ich in der Tat nicht viel anfangen. Nicht, weil ich ein Mann bin, sondern, weil ich sowas immer ein bisschen doof finde.
Dass alle Männer schlecht wären, ist sicher nicht die Botschaft. Batman ist immerhin im Dialog zugegen und der alte Restaurant-Besitzer, der die Titelfigur verrät, wird trotz Eingeständnis des Verrats nicht wirklich negativ gezeichnet und begeht zudem einen weniger kruden Verrat als die Titelfigur selbst...


Zitat
Zitat von: DisposableMiffy nach 17 Februar 2020, 14:28:42Für Dich mag der Humor nicht funktionieren, aber deswegen ist er noch lange nicht abwesend.
Ich hatte dich gebeten, auch nur "einen einzigen witzigen Spruch" zu nennen. Und, wie ich das erwartet hatte, konntest du mir keinen nennen. Und das ist gar nicht deine Schuld. Denn im Film ist keiner. Kein einziger. Immerhin ganz schön wenig für einen Film, der witzig sein möchte.

Zwei Dinge: Einmal benötigt ein witziger Film keine witzigen Sprüche. Zum anderen könnte manch eine(r) dennoch den einen oder anderen Spruch anführen, der als witzig empfunden wurde. Mir fällt da der Frida-Kahlo-Moment ein; oder der Hinweis von BlackMask, dass HQ unglaublich nerve; oder das gänzlich unangemessene "Du bist so cool" nach der Tötung eines Angreifers in der Röhrenrutsche; oder der Post-Credit-Monolog.
Musst du nicht witzig finden; erfüllt durchaus die einen oder anderen Bedingungen, um als Humor eingestuft werden zu können. (Die größere humoristische Qualität liegt hier aber meines Erachtens außerhalb der Dia-Monologe.)


Zitat
Zitat von: DisposableMiffy nach 17 Februar 2020, 14:28:42Ich finde an der Gewalt nichts aufgesetzt. Die passt zum Ton des Films, in einem bierernsten Knochenbrecherstreifen wäre das was anderes.

Ansichtssache. Ist okay.
An der Stelle möchte ich noch kurz anmerken, dass die Annahme, dass man "das erhoffte weibliche Publikum nicht zu sehr verschrecken wollte", problematisch ist. Vielleicht bloß von Seiten der Filmschaffenden, sofern sie bewusst von diesem Gedanken ausgegangen sind; es ist aber schon bezeichnend, dass man auf den Gedanken kommt, die Filmschaffenden hätten diesen Gedanken verfolgt. Denn Filme wie "Final Destination 4" haben sich beispielsweise bei den Jugendlichen ein wesentlich größeres weibliches als männliches Publikum erschlossen. Auch die "Saw"-Reihe hat zu 50% Frauen angezogen. Da gelten die Gewaltakte dann teilweise auch als vergnügliche Mordsgaudi...
Hier spielt vielleicht eher eine Rücksichtnahme auf das Alter eine Rolle.
Davon abgesehen: Die Gewaltdarstellung von psychischer bis physischer Gewalt trifft meines Erachtens den Tonfall ganz gut, ist teils überzogen cartoonartig, und teilweise wohl auch popkulturellen Vorbildern verhaftet. (Ich sehe da teilweise eine Nähe zu Lynch und Waters; wie intendiert die nun war, weiß ich nicht, die Nähe selbst würde ich aber durchaus verteidigen. Insofern passt das Überzogene ganz ausgezeichnet; und wenn man sich daran stößt, hat man eventuell bloß eine zu feste Erwartungshaltung und kann sich nicht auf das Angebotene einlassen.)


Zitat
Zitat von: DisposableMiffy nach 17 Februar 2020, 14:28:42Frauen im Film sind also nur genehm, so lange sie männliche Sichtweisen nicht heraus fordern?

Verstehe ich nicht. Welche "Sichtweisen"? Dass Frauen nicht tough sein oder kämpfen dürfen? Diese "Sichtweisen" würden in den von mir genannten Filmen ebenfalls nicht bedient. Welche "Sichtweisen" meinst du? Ich erzähl hier keinen Schmu und stell dir keine Falle, ich weiß es wirklich nicht.

Es gibt so gute emanzipatorische Filme. Richtig tolle. "Fried Green Tomatoes" (Grüne Tomaten), "Steel Magnolias" (Magnolien aus Stahl). Filme, die durchaus den Männern die Leviten lesen. Clever, berechtigt, nicht garstig oder pubertär.
Unberechtigt waren die Aktionen hier nun aber auch nicht. Und was spräche denn dagegen, garstige und pubertäre Züge einzubauen?

ZitatApropos Geschmack. Mir wird bei den Mädels von den Birds vor allem eine Szene in Erinnerung bleiben. Die, in der sich Margot Robbie ihr Billig-Sandwich zusammenstellen lässt und dabei über die profansten Zutaten in einer Weise deklamiert, die überhaupt nicht zur Situation bzw. zum Gegenstand passt. Dass man, wie einst bei Tarantino, meint, jetzt kommt was. Jetzt muss was kommen. Was Ausgefeiltes. Was Gewitztes... ... kommt aber hier nicht. Sie isst halt einfach nur gern Weißbrot mit Käse, Schinken, Ei und Ketchup drauf. Das war's. Die Show ist vorbei. Fast. Dann bekommt sie keinen Bissen, denn das Sandwich fliegt ihr auf die Straße. Und sie heult. Das war's dann jetzt aber wirklich.
Bei Tarantino kam aber auch nicht irgendwas. Da war es bloß die Kluft zwischen Banalität und anstehenden Gewalttaten, die amüsierte. Hier dient die Szene auch bloß dazu, die Hauptfigur als Figur auszuweisen, die einen ver-rückten Blick auf die Dinge hat und fragwürdige Prioritäten setzt. Das ist zwar nicht übermäßig originell, aber das würde ich Tarantinos PF auch absprechen.


Zitat"Atomic Blonde", der neue "Mad Max", "Peppermint", "Die Fremde in Dir" - es gibt so viele toughe weibliche Charaktere, die funktionieren. Bei denen kein Mann meckert.
Das sind aber auch eher so Fälle, in denen Frauenfiguren an männliche Heldenfiguren angepasst werden. Das ist so eine Entwicklung seit Weaver in der Alien-Reihe (wobei Weaver noch traditionell feminine und traditionell maskuline Züge zusammenbringt, um damit zur fähigsten Figur der Filme zu geraten). Bei "Mad Max 4" wurde diese modische toughe Actionheldin, die ihren Mann steht, noch dazu mit anderen Frauen als erotisches Moment des Films angelegt. Den finde ich persönlich ganz grässlich und kann es voll verstehen, dass sich manche Frauen darin nicht wiederfinden können/möchten.
Hier in HQ wird genau diese Entwicklung (Frau muss im Actionkino maskulin agieren, um ernstgenommen zu werden) durchaus gestreift. In der Szene, in der dieses bedrohliche Macho-Verhalten vor dem Spiegel einstudiert wird, ohne dass es klappen würde (was ja für die Figur auch gar nicht nötig ist, um ihre Pläne zu verfolgen), geschieht das sehr deutlich. In einigen Momenten und vor allem bei der Hauptfigur bleibt es dabei, dass übliche Action-Stereotype nicht gänzlich nachgeahmt werden: das schon angesprochene, uncoole "Du bist so cool", das die vorherige Szene ironisch neu kontextualisiert und selbst als Äußerung freilich in vielerlei Hinsicht der Situation nicht angemessen und auch nicht sonderlich cool ist.
Das gegenseitige Treten zwischen die Beine und Schlagen auf die Brust betont immerhin noch einmal die Weiblichkeit der Figuren, ohne dafür einen gefühlsbetonten Handlungsstrang bemühen zu müssen. Da haben Autorin und Regisseurin mMn durchaus ein gutes Händchen gehabt, um weibliche Actionfilm-Figuren zu entwickeln, die sich nicht darauf beschränken, Frauen traditionell maskuline Typen spielen zu lassen (die sich in besseren Vertreten bloß noch mit größerer Empathiefähigkeit oder Emotionalität in weniger actionlastigen Momenten auszeichnen). Da kommt jedenfalls seit einigen Jahren etwas ins Rutschen und wird sicher auch noch eine ganze Weile weiterrutschen.
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Zitat von: Dr. Schnabel nach Gestern um 16:17:11Was ist denn die Botschaft? Alle Männer sind schlecht? Also was Sexistisches? Öhm, ja. Damit kann ich in der Tat nicht viel anfangen. Nicht, weil ich ein Mann bin, sondern, weil ich sowas immer ein bisschen doof finde.

Die Botschaft steht doch schon im Titel. In Suicide Squad wurde Harley darüber definiert, dass sie Jokers Freundin ist. Sie hat zwar mehr Screentime als er, aber alles was sie tut, tut sie unter seinem Schutz, weil jeder weiß, dass sie (zu) ihm gehört. Sie ist das Anhängsel einer männlichen Figur. In Birds of Prey geht es nun darum, dass sie sich davon frei macht. Es geht um female empowerment, nicht um Männerhass. Dass außer McGregors Figur alle männlichen Charaktere eher bedeutungslos sind und keiner positiv dargestellt wird, hat mich als Mann überhaupt nicht gestört.

Zitat von: Dr. Schnabel nach Gestern um 16:17:11Ich hatte dich gebeten, auch nur "einen einzigen witzigen Spruch" zu nennen. Und, wie ich das erwartet hatte, konntest du mir keinen nennen. Und das ist gar nicht deine Schuld. Denn im Film ist keiner. Kein einziger. Immerhin ganz schön wenig für einen Film, der witzig sein möchte.


Was hätte es gebracht, wenn ich mir die Mühe gemacht und Beispiele aufgezählt hätte? Du hast mehrfach betont, dass du nichts im Film witzig findest. Klar könnten wir noch weitere Runden auf dem Karussell drehen, aber am Ende ist es halt so, dass Humor, unabhängig davon ob platt oder intelligent, Geschmackssache bleibt.

Aber weil es mir grad einfällt, hier doch ein Beispiel für einen gelungenen Spruch. Nachdem sie die Fabrik hochgejagt hat und ihr bewusst wird, dass ihr nun quasi ganz Gotham an den Kragen gehen wird, kommentiert sie das Ganze mit einem bissigen "Yeah, no shit, I didn't think this through!" (den exakten Wortlaut habe ich nicht parat).

Zitat von: Dr. Schnabel nach Gestern um 16:17:11Leider sieht man davon nichts. Viel Beinfreiheit hat er wohl nicht gehabt. Ich sehe, gerade im Vergleich zum Wick, nichts. Nichts, was der Erwähnung wert wäre.

Das ist schade, aber dann ist das für dich so. Ich finde die Action gut in Szene gesetzt und das ist auch völlig ausreichend, ich hatte nicht den Eindruck der Film sei mit dem Anspruch angetreten, Actionchoreographie neu zu definieren.

Zitat von: Dr. Schnabel nach Gestern um 16:17:11Verstehe ich nicht. Welche "Sichtweisen"? Dass Frauen nicht tough sein oder kämpfen dürfen? Diese "Sichtweisen" würden in den von mir genannten Filmen ebenfalls nicht bedient. Welche "Sichtweisen" meinst du? Ich erzähl hier keinen Schmu und stell dir keine Falle, ich weiß es wirklich nicht.


Tough sein und kämpfen sind für gewöhnlich Dinge, die maskulin konnotiert sind, daher ist es wenig überraschend, dass das bei vielen männlichen Zuschauern gut ankommt. Natürlich nur bis zu einem gewissen Grad, sobald die Toughness die sexuelle Attraktivität der Figur für den Durchschnittshetero beeinträchtigt, ist Schluss mit lustig.

Zitat von: Dr. Schnabel nach Gestern um 16:17:11Es gibt so gute emanzipatorische Filme. Richtig tolle. "Fried Green Tomatoes" (Grüne Tomaten), "Steel Magnolias" (Magnolien aus Stahl). Filme, die durchaus den Männern die Leviten lesen. Clever, berechtigt, nicht garstig oder pubertär. Mit Köpfchen, mit einer gelungenen Inszenierung. Ich liebe diese Filme. Mit Chauvinismus hat die Kritik an diesem Streifen in meinem Falle also rein gar nichts zu tun. Sondern mit der bescheidenen Bitte, qualitativ unterhalten zu werden. Und einem Filmgeschmack, der nicht völlig willkürlich ist.


Ich hätte es klarer formulieren müssen, ich bezog mich auf die Darstellung im Action-Genre und da ist es nun mal so, dass weibliche Charaktere oft nur wandelnde Klischees sind, und dazu gehört auch die toughe Kämpferin.

Und was ist schlecht an garstig und pubertär? Die pubertäre Sex- und Flachwitzparade Deadpool (ich mag den Film, nur damit wir uns nicht missverstehen) hast du vor ein paar Tagen noch als positives Gegenbeispiel zu Birds of Prey angeführt.

Zitat von: Dr. Schnabel nach Gestern um 16:17:11Apropos Geschmack. Mir wird bei den Mädels von den Birds vor allem eine Szene in Erinnerung bleiben. Die, in der sich Margot Robbie ihr Billig-Sandwich zusammenstellen lässt und dabei über die profansten Zutaten in einer Weise deklamiert, die überhaupt nicht zur Situation bzw. zum Gegenstand passt. Dass man, wie einst bei Tarantino, meint, jetzt kommt was. Jetzt muss was kommen. Was Ausgefeiltes. Was Gewitztes... ... kommt aber hier nicht. Sie isst halt einfach nur gern Weißbrot mit Käse, Schinken, Ei und Ketchup drauf. Das war's. Die Show ist vorbei. Fast. Dann bekommt sie keinen Bissen, denn das Sandwich fliegt ihr auf die Straße. Und sie heult. Das war's dann jetzt aber wirklich.

Das ist ungefähr so gewitzt wie eine eingeworfene Fensterscheibe. Und so sehenswert wie RTL-2. Da gibt's keine herbeikonstruierte Metaebene oder ein interpretatives Moment. Das ist einfach nur mehr Schein als Sein. Gernegroß. Möchtegern. Und da möchten manche eben doch gern einfach ein bisschen mehr im Kino.

Die Szene mag ich dagegen tatsächlich, gerade weil sie etwas sehr Profanes überhöht und dann die aufgebaute Erwartung ins Leere laufen lässt. Ist das anspruchsvoll und tiefsinnig? Nö. Finde ich es lustig? Ja.

Dir fehlt hier eine Metaebene und interpretative Momente, sagst du. Ich behaupte mal, beides ist in den allermeisten Mainstream-Actionfilmen, egal ob Komödie oder Thriller, quasi nicht vorhanden. Wieso auch? Wenn ich ins Wirtshaus gehe, erwartete ich ja auch nicht, zwischen Schweinsbraten und Schnitzel, Trüffelpastete auf der Karte zu finden.
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okay
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