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Autoren-Thread: filmimperator

Begonnen von filmimperator, 5 März 2007, 13:11:29

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kruchtenkaiser

Zitat von: filmimperator am  5 Januar 2008, 13:13:52
Ist schon irgendwie richtig  :icon_rolleyes:, aber gerade in journalistischen Berufen ist es wichtig, innerhalb bestimmter Vorgaben zu agieren.

Das mag schon sein, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass Du Dich selbst durch das strikte Einhalten dieser formalen Vorgaben eines guten Stücks an Kreativität beraubst. So sehr ich Deinen Traum nachvollziehen kann und ich es Dir wünsche, dass er wahr wird, aber ich kann es irgendwie nicht ganz nachvollziehen, wie man sich bereits vorab in die Fänge dieser Formzwänge begibt, die einem dann spätestens nach Erfüllung dieses Traumes seitens eines Verlages oder Redaktion auferlegt werden. Mit der OFDb haben wir alle eine Plattform, wo wir uns fast gänzlich nach Herzenslust austoben und unserer Kreativität freien Lauf lassen können. Diese Möglichkeit solltest Du auch - zumindest hin und wieder (ich will Dir das Recht auf "Training" für Deinen Traumjob ja nicht absprechen und die sicherlich vorhandenen Qualitäten Deiner bisherigen Reviews hiermit keineswegs in Frage stellen) - nutzen, denn sich ab und an von selbst oder fremd angelegten Fesseln loszureissen, kann, nein Quatsch, ist eine "selbstreinigende" Erfahrung, die Du Dir nicht entgehen lassen solltest. Ansonsten konditioniert man sich anhand der auferlegten Vorgaben recht schnell und aus zunächst gewollter Routine entwächst dann Langeweile und wo Langeweile entsteht, lässt Unzufriedenheit (mit sich selbst, dem selbst Geschaffenen und dem Job) meist nicht lange auf sich warten. Also: so lange Du die Möglichkeit dazu hast - und die hast Du noch, so lange Du nicht anhand redaktioneller Vorgaben arbeiten musst: nutze sie und lass Deine Kreativität auch mal über die Grenzen des Formalen hinaus fliessen... (das kann auch wunderbar innerhalb eines kurzen, knackigen Textes erfolgen  :icon_mrgreen:)

Wie Sarge treffend formuliert hat:
Zitat von: Sarge am  5 Januar 2008, 18:58:47
Eine Filmkritik muss natürlich dem Leser irgendetwas über einen Film erzählen, aber "wie" sie das macht, sollte nicht vordefiniert sein. Flexibilität sollte ein Autor also aufbringen, Kreativität, Scharfsinn, Spaß, Herz, Seele. Aber, sorry, das sehe ich bei dir nicht. Allerdings kann man sich auch beim Lesen vieler Printkritiken förmlich vorstellen, wie den Autoren der Stock schon so tief drin sitzt, dass sie nicht mehr imstande sind, ihr Rückgrat selbst gerade zu halten.
Steck Dir den Stock doch nicht schon von vornherein dahin, wo er Dir von Deinem potentiellen zukünftigen Arbeitgeber ohnehin irgendwann hingesteckt wird...

filmimperator

6 Januar 2008, 11:51:47 #211 Letzte Bearbeitung: 6 Januar 2008, 12:22:21 von filmimperator
Zitat von: Chili Palmer am  5 Januar 2008, 15:42:56
Hier herrscht doch reger Betrieb, ich weiß gar nicht, wo das Problem ist.

Das ist richtig, nur ist dies hier nur die pure Meta-Kommunikation ÜBER das Reviewschreiben und die Frequentierungsdebatte  :nono:. Wir sollten das Thema bald einmal abschließen und wieder zum Eigentlichen, der Kritik der Rezensionen, zurückkehren.


Zitat von: Chili Palmer am  5 Januar 2008, 15:42:56
KEINER wird hier bezahlt wie die Herrschaften der "Schnitt", deren verdammter Job das ist und von denen man auch hochwertige Kritiken erwarten darf, ALLE machen das hier in ihrer Freizeit aus Spaß an der Freude.

Das ist richtig, nur sollte man sich nun einmal an den besten seiner Zunft messen lassen dürfen, oder nicht?  :00000109:. Du hast Recht, OFDb-Reviews entstehen aus Spaß an der Freude, aber wenn ich sehe, was da teilweise für Mist verzapft wird mit Rechschreib- und Grammatikfehlern, dann geht mir der Hut hoch. Das betrifft nicht die Leute im Forum hier, die meist darum bemüht sind, inhaltlich und sprachlich ansprechende Reviews zu schreiben. Nur ist mir darüber hinaus auch noch kein Autor in der OFDb aufgefallen, der wirklich einen so ausgefeilten und/oder brillanten Stil hätte, dass dieser nicht noch irgendwo verbesserungswürdig wäre. Ich selbst nehme mich davon nicht aus.


Zitat von: Chili Palmer am  5 Januar 2008, 15:42:56
Besser, wir schläfern die Diskussion ein, seht ihr denn nicht, wie sie sich quält?  :icon_sad:

Ich bin auch der Meinung, dass wir langsam aber sicher wieder zum eigentlichen Thema zurückkehren sollten. (Siehe oben)


Zitat von: Vince am  5 Januar 2008, 18:15:10
Und in der Tat ist es so, dass du - das abschwächende "Meiner Meinung nach" davor hin oder her - andere Formen der Review-Gestaltung als deine eigene extrem abwertest und dich dabei als erhaben gegenüber den Einflüssen anderer Autoren darstellst (ob gewollt oder ungewollt)...

:icon_eek: Wenn, dann ungewollt. Ich werte nicht andere Stile als meinen eigenen enorm ab, nur halte ich ihn ggf. für den besseren, einen Film zu rezensieren, weswegen ich ihn so wählte. Sollte das so rübergekommen sein, bitte ich um Entschuldigung. Dass du oder Bretzelburger andere Ansichten dazu haben und eine längere Kritik für optimal halten, ist mir bekannt. Nur sage ich ja deswegen auch nicht, ihr würdet die kurzen Reviews verachten.


Zitat von: Vince am  5 Januar 2008, 18:15:10
So dass der Verdacht naheliegt, dass du diese Aufmerksamkeit nicht suchst, um dich anhand der Meinungen Anderer zu verbessern, sondern tatsächlich um narzisstische Bedürfnisse zu stillen. Und da wandelt sich das kleine Ärgernis von zu Beginn doch langsam in einen recht unsympathischen Zug.

Mag schon sein, dass gelegentlich mein Gebettel um Aufmerksamkeit dazu dient, überhaupt beachtet zu werden. Mag aber auch sein, dass ich nicht zuletzt auf Bretzelburgers oder bluebottles Kritik hin meine Rezension zu "Canterbury Tales" bzw. "Gosford Park" veränderte. Gut, ich bin stilistisch mittlerweile etwas festgefahren, was es auch gilt, zu überdenken. Aber nimms mir nicht übel: Ob du mich nun unsympathisch findest oder nicht ist mir vollkommen scheißegal  :icon_rolleyes:.


Zitat von: Vince am  5 Januar 2008, 18:15:10
Aber im Grunde hat Chili recht, das alles scheint mir irgendwo zu nichts zu führen. Und die Beobachtung, dass in Anbetracht des Lebens in deinem Thread hier offenbar keiner so recht weiß, was das alles soll, kann ich auch bestätigen. Die Autoren, deren Threads tatsächlich recht wenig Resonanz bekommen, müssen sich durch dein ständiges Buhlen um Aufmerksamkeit ja irgendwo ein bisschen verarscht vorkommen...

Ich rede ja nicht von der momentanen Beachtung meines Threads, sondern generell. Der mag zwar immer noch recht passabel (für die Verhältnisse hier) frequentiert sein, aber wenn ich teilweise sehe, dass er über Wochen und Monate gemieden wird, frage ich mich schon, was das nun bedeuten soll  :00000109:.



Zitat von: Sarge am  5 Januar 2008, 18:58:47
Du scheinst mir der Theorie-Mensch zu sein. Theorie-Menschen begegnen mir viele auf der Uni. Und irgendwann hast du dir mal deine Theorie der Filmkritik zurechtgelegt, wie das geschehen ist, mag ich nicht zu beurteilen, ob du beim Lesen von "Schnitt"-Kritiken oder anderen die Definition für dich gefunden hast oder sie dir irgendeine Seminartante hat eingetrichtert, egal.

Schon möglich. Wobei ich meine 4-Absätze-Form selbst gewählt habe, da mir die Einteilung in Einleitung, Story, Kritik und Fazit am geeignetsten schien.


Zitat von: Sarge am  5 Januar 2008, 18:58:47
Du bist austauschbar, beliebig, ein glanzloser Partikel in der Masse. Ein guter Autor ist für mich jemand, der die Form seines Textes einem Film anpassen kann (...)

Das ist schon hart. Ich geh erstmal heulen  :bawling:

So, wieder da  :icon_mrgreen:. Natürlich muss man seine Kritik dem Film anpassen und wenn mir zu einem Film sehr viele Gedanken im Kopf rumschwirren, kommt eine längere Review dabei heraus. Du tust ja gerade so, als hätte ich bisher nur 4-Äbsätzler-Kritiken (so möchte ich sie mal nennen) geschrieben. Dem ist aber nicht so, obwohl sie zweifelsohne mein "Werk" hier dominieren. Ich will nicht versprechen, dass ich Besserung gelobe, aber sagen wir mal, das Jahr ist noch jung  :icon_cool:. Nur manchmal ist es eben so, dass mir partout keine Idee einfallen will, welche Gedanken ich noch weiter ausformulieren könnte, ohne redundant zu wirken.


Zitat von: Sarge am  5 Januar 2008, 18:58:47
Flexibilität sollte ein Autor also aufbringen, Kreativität, Scharfsinn, Spaß, Herz, Seele.

So ist es  :respekt:.


Zitat von: Sarge am  5 Januar 2008, 18:58:47
Aber, sorry, das sehe ich bei dir nicht. Allerdings kann man sich auch beim Lesen vieler Printkritiken förmlich vorstellen, wie den Autoren der Stock schon so tief drin sitzt, dass sie nicht mehr imstande sind, ihr Rückgrat selbst gerade zu halten.

:icon_eek: Ok - das ist ja noch härter. Na vielleicht ist bei mir zuweilen etwas Routine eingekehrt, sieht man sich meine Frequenz von bisher knapp 2 Reviews pro Woche an. Ich hab ja jetzt erst einmal - abgesehen von meiner "Sensation"-Kritik - eine längere Pause eingelegt (für meine Verhältnisse), mal schauen, was dabei rumkommt. Allerdings finde ich deinen Kommentar schon etwas frech. Wenn ich nämlich kein Herz hätte, würde ich eben nur für Geld schreiben, wenn ich keinen Scharfsinn hätte, würden nur "Boah ey..."-Kritiken bei mir heraus kommen. Und wenn ich keine Flexibilität hätte, gäbe es nicht die Ausnahmen von der Kritik-Regel (bspw. "1 Mord für 2", "Battle in Heaven" etc.). Findest du nicht?
Unterschiedliche Meinungen? Chuck Norris interessieren nicht mal die Fakten!

filmimperator

6 Januar 2008, 12:37:18 #212 Letzte Bearbeitung: 6 Januar 2008, 12:56:57 von filmimperator
Sarge, Vince und Chili waren schon dran und nun möchte ich der Übersicht halber hier weitermachen:


Zitat von: Bretzelburger am  5 Januar 2008, 19:35:34
Gleich dein schon angesprochenes Beispiel "Ich weiß, wer mich getötet hat"

Die letzte Kritik hat die meisten Klicks, die erste die wenigsten. Und das ist deine.
Doch wie begründet sich daraus die höhere Beliebtheit des knapp 4 Wochen später geschriebenen Reviews von STS, dessen superlangen Texte schon legendär sind ? Auch seine Bewertung mit 7 Punkten ist kein typisches Extrem.

Zweifelsohne spielt der schon bekannte Stil eines Autoren eine Rolle, nur würde ich die Hauptursachen für die recht geringen Klickzahlen meiner Kritik (speziell bei diesem Beispiel) woanders suchen  :nono:. Ich persönlich halte die 7 Punkte von StS für ein Extrem, weswegen seine Kritik relativ oft gelesen wurde. Nur glaube ich auch, dass die Bekanntheit eines Films sich auch darauf auswirkt. Je näher der Kinostart rückt, desto höher die Klickzahlen. Das habe ich z.B. bei meiner "Postal"-Kritik so wahrgenommen, wo erst 2 oder 3 Wochen vor Kinostart die Zahlen richtig anstiegen. (BTW: Der Film lief glücklicherweise bei uns schon relativ lange vor Kinostart in der Sneak, warum weiß ich nicht. Nix mit illegal und so  :icon_cool:) Meine relativ geringen Abrufzahlen bei "Postal" haben dann wiederum mit der Bewertung von 5 von 10 zu tun. Carlopedersoli vergab schließlich satte 10 von 10 Punkten, was natürlich neugieriger macht.


Zitat von: Bretzelburger am  5 Januar 2008, 19:35:34
Ein anderes Beispiel "Operation Kingdom" bestätigt ähnliches :

Auffällig ist auch hier wieder, dass zwei Autoren, die im Alphabet hinter dir stehen und die Reviews wesentlich später schrieben, mehr Klicks haben. Man erkennt auch hier wieder gut, dass die Alphabet-These am ehesten bei einer sehr grossen Anzahl an Autoren greift, wenn die Übersichtlichkeit verloren geht. Aber selbst ein eher unbekannter Autor wie Atin hat dafür, dass er den Text 9 Tage später einbrachte, nur eine unwesentlich geringere Resonanz.

Dafür habe ich keine wirkliche erklärung mehr parat  :icon_rolleyes:. Ich denke mal, dass deine Kritik eben eher da war und da unsere Bewertungen ähnlich ausfielen, dir der Vorzug gegeben wurde, weil du eben im Alphabeth vor mir stehst und wsl. auch den besseren Ruf genießt.


Zitat von: Bretzelburger am  5 Januar 2008, 19:35:34
Ich sagte ja schon einmal, das Internet ist auf eine gewisse Weise sehr ehrlich. Damit meine ich nicht die Popularitätslisten, die tatsächlich davon abhängig sind, wieviel und wie lange Jemand schreibt und ob er sich mehr dem Mainstream zuwendet. Und es ist natürlich müssig, einen Film wie "Transporters" mit einem Stummfilm aus den 20ern zu vergleichen. Deshalb haben auch alle meinen Respekt, die sich mit Liebe kleinen Nischen widmen.

Mir liegt es fern, diech verbessern zu wollen, aber du meinst wsl. "Transformers", oder?  :icon_mrgreen: Was ich davon halte, ist Folgendes: Wenn ich einen Film schaue und der bisher meiner Meinung nach nur unzureichend in der ofdb besprochen wurde, verfasse ich ein Review. Da kann Sergej M. Eisenstein auf Michael Bay oder Jean Renoir auf Shekhar Kapur ("Das Mädchen mit den Schwefelhölzern" von 1928 und zuvor "Elizabeth 2" wie neulich) folgen, was aber für mich keinen Widerspruch darstellt, da ich stets darum bemüht bin, dem Film gerecht zu werden. Meine Signatur kann natürlich missverstanden werden, doch würde ich diese nur unter dem Gesichtspunkt "Cineast" verstanden wissen.


Zitat von: Bretzelburger am  5 Januar 2008, 19:35:34
Die Gründe für deine geringere Popularität liegen meiner Meinung nach tatsächlich in deinem zu standardisierten Schreibstil. Du erwähnst, dass du gerne mal professionell Filmkritiken schreiben willst. Dafür bist du gar nicht auf dem falschen Weg, denn die meisten Kritikveröffentlichungen pflegen ja vor allen Dingen die Oberflächlichkeit.

Mich würde mal interessieren, woran du Oberflächlichkeit fest machst. Wenn etwas nicht erschöpfend besprochen wird? Ein Review kann kurz und knackig sein, gewisse Diskussionspunkte anreißen, eine prägnante Analyse hinlegen etc. - und das ist dann zweifelsohne keine Oberflächlichkeit mehr. Wiederum würde ich hier auf meine "Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern"-Kritik verweisen, wo ich genau dies versuche. Ob es geglückt ist, ist eine andere Geschichte.


Zitat von: kruchtenkaiser am  5 Januar 2008, 23:39:11
Das mag schon sein, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass Du Dich selbst durch das strikte Einhalten dieser formalen Vorgaben eines guten Stücks an Kreativität beraubst. So sehr ich Deinen Traum nachvollziehen kann und ich es Dir wünsche, dass er wahr wird, aber ich kann es irgendwie nicht ganz nachvollziehen, wie man sich bereits vorab in die Fänge dieser Formzwänge begibt, die einem dann spätestens nach Erfüllung dieses Traumes seitens eines Verlages oder Redaktion auferlegt werden.

Herzlichen Dank für den Zuspruch. Natürlich bin ich mittlerweile etwas festgefahren und du hast Recht: Einige Male kommt es vor, dass ich mir denke "Die Kritik ist schlecht", wenn eben nur das ewig gleiche Vokabular dasteht in ähnlicher Form. Ich will - wie ich oben schon sagte - nicht Besserung geloben, aber ich will mal schauen, was ich euch hier in nächster Zeit so präsentieren kann  :icon_cool:.


Zitat von: kruchtenkaiser am  5 Januar 2008, 23:39:11
Ansonsten konditioniert man sich anhand der auferlegten Vorgaben recht schnell und aus zunächst gewollter Routine entwächst dann Langeweile und wo Langeweile entsteht, lässt Unzufriedenheit (mit sich selbst, dem selbst Geschaffenen und dem Job) meist nicht lange auf sich warten. Also: so lange Du die Möglichkeit dazu hast - und die hast Du noch, so lange Du nicht anhand redaktioneller Vorgaben arbeiten musst: nutze sie und lass Deine Kreativität auch mal über die Grenzen des Formalen hinaus fliessen... (das kann auch wunderbar innerhalb eines kurzen, knackigen Textes erfolgen  :icon_mrgreen:)

Ok, ich versuchs ja schon hin und wieder aber weiß nicht so recht, ob es mir eben mit meinen Kritiken zu "1 Mord für 2" oder auch "Elizabeth - Das goldene Zeitalter" so wirklich gelungen ist. BTW: Noch ist das mit dem "zukünftigen Arbeitgeber" wahrlich nur ein Traum, bisher nicht mehr.
Unterschiedliche Meinungen? Chuck Norris interessieren nicht mal die Fakten!

Bretzelburger

Zitat von: filmimperator am  6 Januar 2008, 12:37:18
Zweifelsohne spielt der schon bekannte Stil eines Autoren eine Rolle, nur würde ich die Hauptursachen für die recht geringen Klickzahlen meiner Kritik (speziell bei diesem Beispiel) woanders suchen  :nono:. Ich persönlich halte die 7 Punkte von StS für ein Extrem, weswegen seine Kritik relativ oft gelesen wurde. Nur glaube ich auch, dass die Bekanntheit eines Films sich auch darauf auswirkt. Je näher der Kinostart rückt, desto höher die Klickzahlen. Das habe ich z.B. bei meiner "Postal"-Kritik so wahrgenommen, wo erst 2 oder 3 Wochen vor Kinostart die Zahlen richtig anstiegen. (BTW: Der Film lief glücklicherweise bei uns schon relativ lange vor Kinostart in der Sneak, warum weiß ich nicht. Nix mit illegal und so  :icon_cool:) Meine relativ geringen Abrufzahlen bei "Postal" haben dann wiederum mit der Bewertung von 5 von 10 zu tun. Carlopedersoli vergab schließlich satte 10 von 10 Punkten, was natürlich neugieriger macht.



Dafür habe ich keine wirkliche erklärung mehr parat  :icon_rolleyes:. Ich denke mal, dass deine Kritik eben eher da war und da unsere Bewertungen ähnlich ausfielen, dir der Vorzug gegeben wurde, weil du eben im Alphabeth vor mir stehst und wsl. auch den besseren Ruf genießt.

Ich bin nicht überrascht, dass dir noch irgendeine Entschuldigung einfällt. Du kannst nicht von mir verlangen, dass ich hier 100 Beispiele bringe, aber du kannst mir in so fern vertrauen, dass dabei eine klare Tendenz zu erkennen ist, die mit jeweiligen Ausnahmefaktoren nicht zu erklären sind. So ist "Operation Kingdom" nicht meinetwegen interessant, sonden wegen Vodkamartini und McLane, die im Alphabet hinter dir stehen, später dran waren und trotzdem mehr Klicks haben. Aber darauf gehst du nicht ein. Auch bei "Postal" spielt bei 2 Autoren das Alphabet keine Rolle und auch mit einer 10er Kritik könnte ein solch unbekannter Autor einen hier bekannten und beliebten Autoren kaum einholen und schon gar nicht so weit überholen.

Sarge

Zitat von: Sarge am  5 Januar 2008, 18:58:47
Schon möglich. Wobei ich meine 4-Absätze-Form selbst gewählt habe, da mir die Einteilung in Einleitung, Story, Kritik und Fazit am geeignetsten schien.

Im Deutschunterricht, mehr bezogen auf Erörterungen und dergleichen, haben wir solche Schemata sicherlich alle kennengelernt. Aber mir persönlich ist das wie gesagt zu statisch und ermüdend. Das "Fazit" so herauszustellen, ist schon so ein Ding, wovon ich gar kein Freund bin. Kann man mal so machen, aber auf die Dauer? Hm. Erstens fühle ich mich als Leser irgendwie unterfordert und "verarscht", wenn mir das groß angekündigt wird. Wirkt wie: So, Leser, jetzt kommt das Fazit, du bist offenbar nicht imstande, das selbst zu erkennen, deshalb hier kursiv, fett, dreimal unterstrichen extra herausgehoben für dich Fazit. Zweitens muss ich auch den Sinn eines Fazits anzweifeln, wenn ein Text nur aus vier Absätzen besteht, wobei einer Inhaltsangabe ist und einer eben das Fazit einnimmt. Wenn dann das Fazit auch wirklich nur noch mal die zwei übriggebliebenen Absätze eigenständiger Gedanken zusammenfassend wiederholt, ja was bringt mir das denn überhaupt?
Eine echte Leistung ist doch, wenn die Kriterien geschickt verküpft werden, sodass einem nicht sofort das Skelett eines Textes ins Auge sticht.

Zitat:icon_eek: Ok - das ist ja noch härter. Na vielleicht ist bei mir zuweilen etwas Routine eingekehrt, sieht man sich meine Frequenz von bisher knapp 2 Reviews pro Woche an. Ich hab ja jetzt erst einmal - abgesehen von meiner "Sensation"-Kritik - eine längere Pause eingelegt (für meine Verhältnisse), mal schauen, was dabei rumkommt. Allerdings finde ich deinen Kommentar schon etwas frech. Wenn ich nämlich kein Herz hätte, würde ich eben nur für Geld schreiben, wenn ich keinen Scharfsinn hätte, würden nur "Boah ey..."-Kritiken bei mir heraus kommen. Und wenn ich keine Flexibilität hätte, gäbe es nicht die Ausnahmen von der Kritik-Regel (bspw. "1 Mord für 2", "Battle in Heaven" etc.). Findest du nicht?

Ich kann mich Mr. Vincent Vega nur anschließen. Deine Kritiken sind nicht schlecht, aber auch keinesfalls herausragend. Warum ich das so empfinde, habe ich dir mit dieser "Härte" sagen wollen.

Herz: Vor allem diese nüchtern geschriebenen Fazite haben für mich schon so einen Fließbandcharakter, den man in vielen Printmedien findet. Die wirken auf mich wie eine maschinelle Prozedur.

Scharfsinn: Deine Texte geben einen groben Überlick, aber weiter reichen sie kaum hinaus. Manchmal reicht das, manchmal möchte man aber einfach mehr. Im Gegensatz zu anderen hier Vertretenen kann ich mich nicht erinnern, dass du mir schon mal ein aha-Erlebnis verschafft hast, mir völlig neue Perspektiven oder Zugänge eröffnet, neue Erkenntnisse oder Thesen ans Tageslicht gebracht hast. Darauf spielt gewiss auch Bretzelburgers Oberflächlichkeitsvorwurf an.

Flexibilität: bezieht sich auf die oben angesprochene Reviewstruktur, nicht auf die Filmauswahl, die ich erfrischend finde, der ich aber generell kaum Bedeutung zukommen lasse, was andere hier freilich anders sehen.

Was ich im übrigen für nichtig halte, ist die Klickzahlargumentation. Abgesehen von vielen schon angesprochenen Faktoren halte ich es als Autor für nicht sehr erstrebenswert, sich auf massenkompatibel umbiegen zu lassen, damit der "Erfolg" stimmt.

Mr. Vincent Vega

Zitat von: filmimperator am  6 Januar 2008, 12:37:18
Meine Signatur kann natürlich missverstanden werden, doch würde ich diese nur unter dem Gesichtspunkt "Cineast" verstanden wissen.

Und im Leben geht's oft her wie in einem Film von Rhomer
Und um das alles zu begreifen
wird man was man furchtbar hasst, nämlich Cineast,
zum Kenner dieser fürchterlichen Streifen.

filmimperator

6 Januar 2008, 15:30:01 #216 Letzte Bearbeitung: 6 Januar 2008, 15:35:29 von filmimperator
Zitat von: Bretzelburger am  6 Januar 2008, 14:17:05
Ich bin nicht überrascht, dass dir noch irgendeine Entschuldigung einfällt. Du kannst nicht von mir verlangen, dass ich hier 100 Beispiele bringe, aber du kannst mir in so fern vertrauen, dass dabei eine klare Tendenz zu erkennen ist, die mit jeweiligen Ausnahmefaktoren nicht zu erklären sind. So ist "Operation Kingdom" nicht meinetwegen interessant, sonden wegen Vodkamartini und McLane, die im Alphabet hinter dir stehen, später dran waren und trotzdem mehr Klicks haben. Aber darauf gehst du nicht ein.

Aha, jetzt soll ich mich also entschuldigen für meine Reviews  :doof:. Also ich sag dir mal was: Ich bin nicht der Uwe Boll unter den Filmkritikern, der so sehr von sich oder seinem Können und Werk überzeugt ist und nicht versteht, warum er kritisiert wird und in welche Richtung. Ich bin der Meinung, dass es bessere Autoren in der ofdb gibt als mich, die besser Rezensionen schreiben können als ich und deren Ruf oder "Name" vllt. mehr Prestige genießt. Dennoch schreibe ich meine Kritiken nach bestem Wissen und Gewissen, weswegen ich mir schlicht und ergreifend nicht den Vorwurf gefallen lassen will, dass man mich für einen guten Kritiker zwangsläufig in meinem Stil umkrempeln müsse. Sicherlich ist es sinnvoll für mich, meinen Stil etwas zu variieren o.Ä. aber generell ab sofort ganz anders zu schreiben, kann ich mir nicht vorstellen. Und noch etwas: Ich "verlange" von dir schon mal gar nichts, auch nicht, dass du mir 100 Reviewbeispiele angibst  :nono:. Ich fand es nett, dass du es tatest und danke dir dafür, dass du damit deine Argumentation verdeutlichst hast - mehr nicht.


Zitat von: Bretzelburger am  6 Januar 2008, 14:17:05
Auch bei "Postal" spielt bei 2 Autoren das Alphabet keine Rolle und auch mit einer 10er Kritik könnte ein solch unbekannter Autor einen hier bekannten und beliebten Autoren kaum einholen und schon gar nicht so weit überholen.

Bezweifle ich weiterhin, weil ich es in meinem eigen Verhalten sehe: Besuche ich die Seite eines Films mit wenigen Reviews, schaue ich mir die mit der schlechtesten und besten Bewertung - also die "Abweicher" an. Aber ich denke, wir sollte die Diskussion, woran es liegt, dass du eben höhere Klickzahlen hast und die prominentere Persönlichkeit der ofdb bist, langsam ad acta legen. Meinst du nicht?


Zitat von: Sarge am  6 Januar 2008, 14:56:23
Im Deutschunterricht, mehr bezogen auf Erörterungen und dergleichen, haben wir solche Schemata sicherlich alle kennengelernt. Aber mir persönlich ist das wie gesagt zu statisch und ermüdend. Das "Fazit" so herauszustellen, ist schon so ein Ding, wovon ich gar kein Freund bin. Kann man mal so machen, aber auf die Dauer? Hm. Erstens fühle ich mich als Leser irgendwie unterfordert und "verarscht", wenn mir das groß angekündigt wird.

Ich gehe wiederum von mir aus, der sich nicht gerne durch elendig lange Reviews quält, um irgendwo an irgendeinem Punkt auf die Quintessenz des Ganzen zu stossen. Sicherlich ist ein Fazit bei relativ kurzen Filmbesprechungen zuweilen etwas unnötig oder fragwürdig, doch kämen insbesondere meine längeren Reviews nur schwer ohne selbige aus, weil sich viele wichtige Informationen über den gesamten Text erstrecken. Da finde ich eine Zusammenfassung sinnvoll, auch wenn der Hinweis "Fazit" vllt. etwas plakativ anmuten sollte  :icon_rolleyes:.


Zitat von: Sarge am  6 Januar 2008, 14:56:23
Ich kann mich Mr. Vincent Vega nur anschließen. Deine Kritiken sind nicht schlecht, aber auch keinesfalls herausragend. Warum ich das so empfinde, habe ich dir mit dieser "Härte" sagen wollen.
Herz: Vor allem diese nüchtern geschriebenen Fazite haben für mich schon so einen Fließbandcharakter, den man in vielen Printmedien findet. Die wirken auf mich wie eine maschinelle Prozedur.
Scharfsinn: Deine Texte geben einen groben Überlick, aber weiter reichen sie kaum hinaus. Manchmal reicht das, manchmal möchte man aber einfach mehr.

Na gut, da hast du schon irgendwo Recht: das wirkt alles etwas zu standardisiert mit der festen Form  :icon_redface:. Ich denke aber über eine Veränderung nach - Ausnahmen gibt es ja bereits. Allerdings wüsste ich jetzt, bei welchem Film, den ich zuletzt rezensiert hätte, etwas gefehlt hätte. Mir sind einfach keine weiteren Aufhänger aufgefallen. Mal abgesehen von "Gosford Park", wo ich wahrlich eher schnell meine wenigen Gedanken zu Papier bringen wollte, ohne auf die Charaktere weiter einzugehen.


Zitat von: Sarge am  6 Januar 2008, 14:56:23
Im Gegensatz zu anderen hier Vertretenen kann ich mich nicht erinnern, dass du mir schon mal ein aha-Erlebnis verschafft hast, mir völlig neue Perspektiven oder Zugänge eröffnet, neue Erkenntnisse oder Thesen ans Tageslicht gebracht hast. Darauf spielt gewiss auch Bretzelburgers Oberflächlichkeitsvorwurf an.

Wenn mir zu den meisten Filmen diverse Sichtweisen schlicht nicht einfallen, kann ich da auch nichts darlegen oder ausbreiten. Kannst du mir bitte mal eine Kritik nennen (egal, von wem), wo dies extrem ausgeprägt ist? Würde ich mir gern mal anschauen...
Unterschiedliche Meinungen? Chuck Norris interessieren nicht mal die Fakten!

filmimperator

6 Januar 2008, 15:35:57 #217 Letzte Bearbeitung: 6 Januar 2008, 15:37:38 von filmimperator
Zitat von: Mr. Vincent Vega am  6 Januar 2008, 15:08:15
Und im Leben geht's oft her wie in einem Film von Rhomer
Und um das alles zu begreifen
wird man was man furchtbar hasst, nämlich Cineast,
zum Kenner dieser fürchterlichen Streifen.

:00000109: Ah... ja. Um mal sinngemäß "Stirb langsam 3" zu zitieren: "Sehr schön, es reimt sich." (wenn auch mehr schlecht als Recht  :icon_mrgreen:)
Unterschiedliche Meinungen? Chuck Norris interessieren nicht mal die Fakten!

psychopaul

Zitat von: filmimperator am  6 Januar 2008, 15:30:01

Ich gehe wiederum von mir aus, der sich nicht gerne durch elendig lange Reviews quält, um irgendwo an irgendeinem Punkt auf die Quintessenz des Ganzen zu stossen.

Da möchte ich kurz einwerfen, dass es eben, gerade in den ganz großen Filmen, vielleicht gar keine "Quintessenz" gibt, sondern dass so ein bedeutender Film viel zu viel zu bieten hat, um auf etwas derartiges reduziert zu werden. (Das ist es auch, was gerade in der "McKenzie-Diskussion" hinsichtlich der Antonionis besprochen wurde.)
Natürlich, für die meisten Filme im Mainstream, ist dein Ansatz dann vielleicht sinnvoller, vor allem wenn es in der Kritik in erster Linie darum geht, ob der Film gut oder schlecht ist und sich tiefgründige Interpretationen und Gedanken gar nicht so anbieten können.


@ Vega: gefällt dem Herr nun der Rohmer oder meint er gar mit fürchterlich den geistreich Dialogwüterich?
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Zitat von: Mr. Vincent Vega am  6 Januar 2008, 15:08:15
Und im Leben geht's oft her wie in einem Film von Rhomer
Und um das alles zu begreifen
wird man was man furchtbar hasst, nämlich Cineast,
zum Kenner dieser fürchterlichen Streifen.

Das ist Tocotronic oder?

Happy Harry mit dem Harten

Zitat von: Bettwurst am  6 Januar 2008, 15:50:54
Da möchte ich kurz einwerfen, dass es eben, gerade in den ganz großen Filmen, vielleicht gar keine "Quintessenz" gibt, sondern dass so ein bedeutender Film viel zu viel zu bieten hat, um auf etwas derartiges reduziert zu werden. (Das ist es auch, was gerade in der "McKenzie-Diskussion" hinsichtlich der Antonionis besprochen wurde.)

Sehe ich auch so. DIE Quintessenz gibt es oft bei bedeutenden Filmen einfach nicht, da kann man höchstens einen eigenen Ansatz vertiefen aber man kann doch selbst in längeren Reviews nicht die ganze Brillanz eines großen Filmes erfassen. Dafür sind viele Werke einfach zu reich in ihrem inhaltlichen und auch metaphysischen Facettenreichtum. Deswegen sollte man sich aber nicht entmutigen lassen. Imo ist die Kritik von filmimperator zum schon oft erwähnten Pasolini-Film durchaus in Ordnung wenn auch nicht tiefgehend. Dennoch eine gute Ergänzung und somit ein echter Gewinn für die OFDb. Nicht jeder Leser will eine umfassende Analyse eines Kenners des jeweiligen Regisseurs.

Mr. Vincent Vega

Zitat von: COPFKILLER am  6 Januar 2008, 15:51:20
Zitat von: Mr. Vincent Vega am  6 Januar 2008, 15:08:15
Und im Leben geht's oft her wie in einem Film von Rhomer
Und um das alles zu begreifen
wird man was man furchtbar hasst, nämlich Cineast,
zum Kenner dieser fürchterlichen Streifen.

Das ist Tocotronic oder?

Musikkenner. :icon_cool:

Aus irgendeinem Grund fühlte ich mich an die rebellisch-naive Frühphase der Jungs erinnert und musste das zitieren.

Das Unwort Cineast könnte etwas damit zu tun haben.

Bretzelburger

Zitat von: filmimperator am  6 Januar 2008, 15:30:01
Aha, jetzt soll ich mich also entschuldigen für meine Reviews  :doof:. Also ich sag dir mal was: Ich bin nicht der Uwe Boll unter den Filmkritikern, der so sehr von sich oder seinem Können und Werk überzeugt ist und nicht versteht, warum er kritisiert wird und in welche Richtung. Ich bin der Meinung, dass es bessere Autoren in der ofdb gibt als mich, die besser Rezensionen schreiben können als ich und deren Ruf oder "Name" vllt. mehr Prestige genießt. Dennoch schreibe ich meine Kritiken nach bestem Wissen und Gewissen, weswegen ich mir schlicht und ergreifend nicht den Vorwurf gefallen lassen will, dass man mich für einen guten Kritiker zwangsläufig in meinem Stil umkrempeln müsse. Sicherlich ist es sinnvoll für mich, meinen Stil etwas zu variieren o.Ä. aber generell ab sofort ganz anders zu schreiben, kann ich mir nicht vorstellen. Und noch etwas: Ich "verlange" von dir schon mal gar nichts, auch nicht, dass du mir 100 Reviewbeispiele angibst  :nono:. Ich fand es nett, dass du es tatest und danke dir dafür, dass du damit deine Argumentation verdeutlichst hast - mehr nicht.
Du solltest dich nicht für deine Reviews entschuldigen, sondern ich meinte, dass du gleich wieder Entschuldigungen dafür suchst, warum du eben weniger Klicks hast.

Zitat von: Sarge am  6 Januar 2008, 14:56:23
Was ich im übrigen für nichtig halte, ist die Klickzahlargumentation. Abgesehen von vielen schon angesprochenen Faktoren halte ich es als Autor für nicht sehr erstrebenswert, sich auf massenkompatibel umbiegen zu lassen, damit der "Erfolg" stimmt.
Das Thema kam nur im Zusammenhang damit auf, dass Filmimperator immer wieder betonte, wie gerne doch kurze, "knackige" Kritiken wie die seinen gelesen werden - ich bin anderer Meinung und die Internet-User wohl auch. Das wolte ich damit nachweisen. Das hat nichts damit zu tun, dass man Richtung Erfolg schreiben soll - im Gegenteil sollte man sich davon lösen. das hat auch mit der eigenen Interpretation von Erfolg zu tun - wenn Jemand überragende Resonanz hat, weil er immer als erster aus zwielichtigen Gründen einen Blockbuster bespricht, dann ist seine Interpretation sehr einfach.

vodkamartini

Die Bedeutung der Klick-Zahlen wird zu hoch gehängt. Wer viele Klicks will, schreibt sich eine 0 vor seinen Nickname und bespricht möglichst jeden Blockbuster zudem als erster. Über die Qualität seiner Reviews sagt dies allerdings gar nichts aus.
Bretzelburger hat sicherlich recht, wenn er schreibt, dass "Erfolg" immer im Auge des Betrachters liegt, auch im eigenen. Manche wollen Lücken schließen, andere wollen einen "schwierigen" Film meistern, wieder andere wollen provozieren oder einfach nur unterhalten und wieder andere wollen die Klickliste anführen. Jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden.  ;)
www.vodkasreviews.de

There's a saying in England: Where there's smoke, there's fire. (James Bond, From Russia with love)

Vince

Zitat von: filmimperator am  6 Januar 2008, 11:51:47
:icon_eek: Wenn, dann ungewollt. Ich werte nicht andere Stile als meinen eigenen enorm ab, nur halte ich ihn ggf. für den besseren, einen Film zu rezensieren, weswegen ich ihn so wählte. Sollte das so rübergekommen sein, bitte ich um Entschuldigung. Dass du oder Bretzelburger andere Ansichten dazu haben und eine längere Kritik für optimal halten, ist mir bekannt.
Stimmt so auch nicht ganz. Ich tendiere zu längeren Kritiken (wenngleich diese Tendenz inzwischen rückläufig ist), ich würde sie generell aber niemals als "besser" deklarieren. Ich mag auch die ausgesprochen kurzen, aber stets geistreichen Abrisse vom User "Adam Kesher" ganz gerne, auch wenn die nur selten über die Thesenformulierung hinauskommen und man eben die argumentative Hinführung zu den Thesen vermissen könnte - für die entsprechenden Zwecke sind sie aber gewinnbringend.
Das ist eben der Punkt, den ich bei dir kritisieren würde, wie es die Kollegen schon gemacht haben, das Festfahren auf eine angebliche "Idealform", die aber tatsächlich eher zu Printmedien passt, hier aber eher hinderlich ist.

ZitatAber nimms mir nicht übel: Ob du mich nun unsympathisch findest oder nicht ist mir vollkommen scheißegal  :icon_rolleyes:.
Ja nu lass mal nicht den Trotzkopf raushängen, das habe ich nie behauptet. ;)

ZitatIch rede ja nicht von der momentanen Beachtung meines Threads, sondern generell. Der mag zwar immer noch recht passabel (für die Verhältnisse hier) frequentiert sein, aber wenn ich teilweise sehe, dass er über Wochen und Monate gemieden wird, frage ich mich schon, was das nun bedeuten soll  :00000109:.
Dann steckst du in einem Dilemma, denn einerseits ist es für deinen Berufswunsch ratsam, bei deiner straighten Form zu bleiben, andererseits wird dir diese straighte Form nie mehr Feedback hier einbringen, denn dazu bleibt zu oft der Aha-Effekt aus. Bei einem Chili oder Apollon, Kenzie etc. hab ich während des Lesens einer ihrer Kritiken immer mal wieder das dringende Bedürfnis, mich im Autorenthread zu Wort zu melden, weil mich irgendwas angesprochen hat. Bei dir lese ich durchaus auch recht oft rein (den Nick "filmimperator" bevorzuge ich durchaus allen mir weniger bekannten und auch so manchem bekannten Nick in der ofdb, so dass ich im Grunde jede deiner Kritiken lese, sofern ich mich für den entsprechenden Film interessiere), aber eher mit dem Resultat, dass ich in der Form von "aha, mkay, dann weiß ich Bescheid" reagiere - selten bis nie erkenne ich in den Kritiken die Substanz, um Teile von ihnen im Autorenthread auszudiskutieren.

Der Autorenbereich hat meines Erachtens in erster Linie zwei Funktionen:
1. Mit etablierten, starken Schreiberlingen kann man interessante Thesen ausdiskutieren und Arbeitsvorgänge vergleichen.
2. Autoren, die noch am Anfang ihrer Tätigkeit stehen, kann man Tipps geben und ihnen dabei helfen, den Stil zu verbessern.

Dein Problem ist: du bist zu gut für Funktion 2, aber nicht interessant genug für Funktion 1. Was soll man dir noch großartig Tipps geben, den Schreibstil zu verbessern, du schreibst ja nicht schlecht, du bist ja kein Anfänger. Aber andererseits bietest du nicht genug Zündstoff.

Wenn du das tatsächlich ändern willst, solltest du dir die Worte von Sarge, kruchtenkaiser und so weiter zu Herzen nehmen und deinen Stil überdenken.

filmimperator

Zitat von: Bettwurst am  6 Januar 2008, 15:50:54
Natürlich, für die meisten Filme im Mainstream, ist dein Ansatz dann vielleicht sinnvoller, vor allem wenn es in der Kritik in erster Linie darum geht, ob der Film gut oder schlecht ist und sich tiefgründige Interpretationen und Gedanken gar nicht so anbieten können.

Sehr gut  :respekt:. Genau so sehe ich das auch.


Zitat von: COPFKILLER am  6 Januar 2008, 16:12:45
Dennoch eine gute Ergänzung und somit ein echter Gewinn für die OFDb. Nicht jeder Leser will eine umfassende Analyse eines Kenners des jeweiligen Regisseurs.

Nochmals:  :respekt:. Ich finde es eben sinnvoller, mit einer Kritik (sei sie nun lang oder knapp, voll mit Interpretationsversuchen oder nicht) zu einen bisher eher spärlich besprochenen Film einen "Mehrwert" für die ofdb zu schaffen, als die 100. - ausser wenn sie sehr innovativ ist - zu einem populären Film zu schreiben. Aber was zum Geier ist "metaphysisches Facettenreichtum"?  :doof:
Unterschiedliche Meinungen? Chuck Norris interessieren nicht mal die Fakten!

Happy Harry mit dem Harten

7 Januar 2008, 19:11:20 #226 Letzte Bearbeitung: 7 Januar 2008, 19:13:26 von COPFKILLER
Zitat von: filmimperator am  7 Januar 2008, 19:00:10
Aber was zum Geier ist "metaphysisches Facettenreichtum"?  :doof:

MetaphysischeR Facettenreichtum ist vielleicht nicht klar genug ausgedrückt. Man kann einen Film doch oberflächlich bewerten oder eben tief analysieren. Und viele Analysen stützen sich auf bestimmte metaphysische Aspekte eines Films oder eben auf soziologische, kommunikationswissenschaftliche etc...

Manche Filme haben derartig vielschichtige Subtexte, die teilweise auch unfreiwillig oder im filmhistorischen Rückblick entstehen, das habe ich eben mit 'metaphysischem Facettenreichtum' zu umschreiben versucht. Vielleicht das Gegenteil von rein technischen Gesichtspunkten obwohl sich Form und Inhalt oftmals entscheidend ergänzen. Ungefähr klar was ich meine?

filmimperator

7 Januar 2008, 20:24:27 #227 Letzte Bearbeitung: 7 Januar 2008, 20:26:20 von filmimperator
Zitat von: COPFKILLER am  7 Januar 2008, 19:11:20
Man kann einen Film doch oberflächlich bewerten oder eben tief analysieren. Und viele Analysen stützen sich auf bestimmte metaphysische Aspekte eines Films oder eben auf soziologische, kommunikationswissenschaftliche etc...

Aha. Aber inwiefwern soziologisch oder kommunikationswissenschaftlich  :icon_eek:? Meinst du, man kann den Film auch als Nachricht oder Statement zu einem Thema betrachten?


Zitat von: COPFKILLER am  7 Januar 2008, 19:11:20
Manche Filme haben derartig vielschichtige Subtexte, die teilweise auch unfreiwillig oder im filmhistorischen Rückblick entstehen, das habe ich eben mit 'metaphysischem Facettenreichtum' zu umschreiben versucht. Vielleicht das Gegenteil von rein technischen Gesichtspunkten obwohl sich Form und Inhalt oftmals entscheidend ergänzen. Ungefähr klar was ich meine?

In etwa  :icon_rolleyes:. Also der fiilmhistorische und filmtheoretische Unterbau eines Film (z.B. die Einordnung in Genres oder Epochen wie Poetischer Realismus, Surrealismus etc.) nehme ich an. Da verstehe ich aber dann die Oberflächlichkeits-Kritik von anderen Usern hier nicht, weil ich dies z.B. in meiner Rezension zu "Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern" und anderen Klassikern gemacht habe  :00000109:.
Unterschiedliche Meinungen? Chuck Norris interessieren nicht mal die Fakten!

Vince

Zitat von: filmimperator am  7 Januar 2008, 20:24:27
Zitat von: COPFKILLER am  7 Januar 2008, 19:11:20
Man kann einen Film doch oberflächlich bewerten oder eben tief analysieren. Und viele Analysen stützen sich auf bestimmte metaphysische Aspekte eines Films oder eben auf soziologische, kommunikationswissenschaftliche etc...

Aha  :icon_rolleyes:. Aber inwiefwern soziologisch oder kommunikationswissenschaftlich? Meinst du, man kann den Film auch als Nachricht oder Statement zu einem Thema betrachten?

Nein, er meint sicherlich, dass man einen Film gut auf kommunikationswissenschaftliche und soziologische Aspekte abklopfen und die herausstellen kann. Habe ich zum Beispiel schon oft gemacht, da ich sowohl KoWi als auch Soziologie studiere / studiert habe. Siehe zum Beispiel meine Kritiken zu "Hitcher - der Highwaykiller", den ich soziologisch beleuchte, oder Kubricks "Lolita", bei dem ich zum Teil eine kommunikationswissenschaftliche Sicht auf den Film einfließen lasse. Das sind unterschiedliche Lesarten eines Films, die man aufgreifen kann. Filme, auch gerade simple Unterhaltungsfilme, sind nicht immer unbedingt nur das, was sie zu sein scheinen, sondern oft noch viel mehr.

Mr. Vincent Vega

Irgendwie fühle ich mich gerade etwas metyphysisch.

filmimperator

7 Januar 2008, 20:43:53 #230 Letzte Bearbeitung: 7 Januar 2008, 20:46:52 von filmimperator
Zitat von: Bretzelburger am  6 Januar 2008, 16:51:17
Du solltest dich nicht für deine Reviews entschuldigen, sondern ich meinte, dass du gleich wieder Entschuldigungen dafür suchst, warum du eben weniger Klicks hast.

Das Thema kam nur im Zusammenhang damit auf, dass Filmimperator immer wieder betonte, wie gerne doch kurze, "knackige" Kritiken wie die seinen gelesen werden

Letzteres habe ich so nie behauptet. Ich sprach nur für mich. Aber Schwamm drüber  :icon_cool:.

Ich denke nach wie vor nicht, dass meine - im Vergleich zu deinen - geringeren Klickzahlen etwas mit der Kürze meiner Reviews zu tun haben  :nono:. Manche Leser wollen eben eine kurze und sachliche Information über einen Film und wissen dann, dass sie die von mir bekommen, andere wolle eben eine tiefergehende Analyse eines Films und wissen, dass du diese mit deinen Besprechungen lieferst. Allerdings bezweifle ich, dass sich die meisten Leser schon so intensiv mit den einzelnen Autoren auseinander gesetzt haben, als dass die Klickzahlen auch etwas mit "ungünstiger Zeitpunkt" zu tun haben könnten. Und sei es wirklich deswegen, dass mein Stil abschreckend ist: Es würde sehr lange dauern, diesen Eindruck wieder zu ändern und von der Vorstellung "Ja, filmimperator, kurz und knapp, aber mir zu oberflächlich" wegzukommen  :icon_rolleyes:.


Zitat von: vodkamartini am  6 Januar 2008, 17:01:27
Manche wollen Lücken schließen, andere wollen einen "schwierigen" Film meistern, wieder andere wollen provozieren oder einfach nur unterhalten und wieder andere wollen die Klickliste anführen. Jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden.  ;)

Sehe ich ähnlich. Allerdings denke ich eher, dass ich versuche, Lücken zu schließen (wenn denn bisher wenige Kritiken zu einem Film existieren) oder einfach etwas zu einem Film "sagen muss" (häufig nach dem Kinobesuch  :icon_cool:).


Zitat von: Vince am  6 Januar 2008, 17:08:08
Das ist eben der Punkt, den ich bei dir kritisieren würde, wie es die Kollegen schon gemacht haben, das Festfahren auf eine angebliche "Idealform", die aber tatsächlich eher zu Printmedien passt, hier aber eher hinderlich ist.

Ich weiche auch hin und wieder von dieser ab, weiß aber, was ihr meint. Als hnderlich würde ich dies hier nicht sehen, vllt. aber als , sagen wir, wenig überraschend und berechenbar und somit auch irgendwie langweilig (die Form - nicht der Inhalt  :icon_mrgreen:).


Zitat von: Vince am  6 Januar 2008, 17:08:08
Ja nu lass mal nicht den Trotzkopf raushängen, das habe ich nie behauptet. ;)

Klang aber so. Naja, jedenfalls bin ich nicht nachtragend, also Schwamm drüber  :icon_cool:


Zitat von: Vince am  6 Januar 2008, 17:08:08
(den Nick "filmimperator" bevorzuge ich durchaus allen mir weniger bekannten und auch so manchem bekannten Nick in der ofdb, so dass ich im Grunde jede deiner Kritiken lese, sofern ich mich für den entsprechenden Film interessiere), aber eher mit dem Resultat, dass ich in der Form von "aha, mkay, dann weiß ich Bescheid" reagiere. Wenn du das tatsächlich ändern willst, solltest du dir die Worte von Sarge, kruchtenkaiser und so weiter zu Herzen nehmen und deinen Stil überdenken.

Ok, ich weiß nun, dank deiner konstruktiven Kritik  :respekt:, worauf du hinaus willst. Danke dafür. Das finde ich auch einleuchtend: Wenn etwas nicht streitbar ist, kann man darüber auch nicht streiten. Ich denke, dass ich bei Filmen, wo es sich nicht anbietet, weiterhin bei meiner angestammten Form bleibe. Bei besonderen Filmen jedoch, werde ich nach Möglichkeit suchen (wenn die Zeit es zulässt) öfters als bisher tiefer zu schürfen. Danke auf jeden Fall für deine Argumenation!


Zitat von: Mr. Vincent Vega am  7 Januar 2008, 20:30:13
Irgendwie fühle ich mich gerade etwas metyphysisch.

Ahja  :icon_mrgreen:? Inwiefern?
Unterschiedliche Meinungen? Chuck Norris interessieren nicht mal die Fakten!

Vince

ZitatIch denke, dass ich bei Filmen, wo es sich nicht anbietet, weiterhin bei meiner angestammten Form bleibe. Bei besonderen Filmen jedoch, werde ich nach Möglichkeit suchen (wenn die Zeit es zulässt) öfters als bisher tiefer zu schürfen.

Klingt ja schon mal nach nem guten Plan.

filmimperator

Zitat von: Vince am  7 Januar 2008, 20:47:47
Klingt ja schon mal nach nem guten Plan.

... der jetzt mit meiner Rezension zu der mittelmäßigen Stephen King-Adaption "Der Nebel" verwirklicht wurde. Entscheidet selbst, ob mir damit eine Abkehr von meinem bisherigen Stil gelungen ist, ich hab mir diesmal knapp 1,5 Stunden Zeit dafür genommen: http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=137698&rid=275359
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Crumby Crumb & the Cunty Bunch

Tust Du jetzt so, als hättest Du die Novelle gelesen?
'Are you talkin' to me? You talkin' to me?' - Raging Bull, Pacino. Love that movie!

Vince

Zitat von: filmimperator am  8 Januar 2008, 17:33:18
Zitat von: Vince am  7 Januar 2008, 20:47:47
Klingt ja schon mal nach nem guten Plan.

... der jetzt mit meiner Rezension zu der mittelmäßigen Stephen King-Adaption "Der Nebel" verwirklicht wurde. Entscheidet selbst, ob mir damit eine Abkehr von meinem bisherigen Stil gelungen ist, ich hab mir diesmal knapp 1,5 Stunden Zeit dafür genommen: http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=137698&rid=275359
Eine direkte Abkehr von deinem Stil ist es sicher nicht und soll es ja auch gar nicht sein, aber tatsächlich fällt bei dem Text jetzt eine Dynamik auf, die ich vorher bei dir vermisst habe. Du scheinst hier ein wenig beteiligter am Geschehen zu sein, die Argumentation wird richtiggehend angetrieben. Ist für meinen Geschmack schon mal gar nicht so schlecht.

filmimperator

Zitat von: Rügenwalder Sesselmett am  8 Januar 2008, 17:58:49
Tust Du jetzt so, als hättest Du die Novelle gelesen?

Nein, habe ich ja auch nicht behauptet. Bei Amazon gabs da aber eine recht ausführliche Kritik der Kurzgeschichtensammlung "Im Morgengrauen" und speziell zu "Der Nebel", wo der Handlungsverlauf bis zum Ende rekapituliert wurde. Darauf habe ich mich bezogen. Wozu Bücher lesen, wenns Filme gibt? Also wirklich  ;)...


Zitat von: Vince am  8 Januar 2008, 23:47:20
Eine direkte Abkehr von deinem Stil ist es sicher nicht und soll es ja auch gar nicht sein, aber tatsächlich fällt bei dem Text jetzt eine Dynamik auf, die ich vorher bei dir vermisst habe. Du scheinst hier ein wenig beteiligter am Geschehen zu sein, die Argumentation wird richtiggehend angetrieben. Ist für meinen Geschmack schon mal gar nicht so schlecht.

Eine 180-Grad-Wendung und die Variation eines altbewährten Stils sind 2 verschiedene Dinge. Wie du richtig sagst, hab ich mich um letzteres bemüht. Danke für das Lob. Aber findest du, dass ich bei der Kritik zu sehr auf die Handlung und ihren Fortgang eingehe, sprich: spoilere?
Unterschiedliche Meinungen? Chuck Norris interessieren nicht mal die Fakten!

Crumby Crumb & the Cunty Bunch

Spoiler:

Dann sage ich Dir jetzt, daß man sich darauf nicht verlassen sollte, oder zumindest mehrere Quellen zu Rate ziehen sollte (das imdb Forum dürfte da Abhilfe schaffen) - die Tatsache, daß das Ende komplett anders ist als in der Vorlage, ist ein Thema, über das seit Monaten von Fans diskutiert wird, wenn ich bei Dir dann das genaue Gegenteil lese, und Du Dich diesbezüglich über Kings Einfallslosigkeit mockierst, geht mir selbstverständlich der Hut hoch.
'Are you talkin' to me? You talkin' to me?' - Raging Bull, Pacino. Love that movie!

filmimperator

10 Januar 2008, 10:40:33 #237 Letzte Bearbeitung: 10 Januar 2008, 10:44:07 von filmimperator
Zitat von: Rügenwalder Sesselmett am  9 Januar 2008, 20:28:57
Spoiler:

Dann sage ich Dir jetzt, daß man sich darauf nicht verlassen sollte, oder zumindest mehrere Quellen zu Rate ziehen sollte (das imdb Forum dürfte da Abhilfe schaffen) - die Tatsache, daß das Ende komplett anders ist als in der Vorlage, ist ein Thema, über das seit Monaten von Fans diskutiert wird, wenn ich bei Dir dann das genaue Gegenteil lese, und Du Dich diesbezüglich über Kings Einfallslosigkeit mockierst, geht mir selbstverständlich der Hut hoch.

Hast du denn selbst die Novelle gelesen? Natürlich habe ich mehrere Quellen zu Rate gezogen (http://de.wikipedia.org/wiki/Im_Morgengrauen, http://www.amazon.de/Morgengrauen-Unheimliche-Geschichten-Stephen-King/dp/3548263763 sowoie http://forum.cinefacts.de/showthread.php?t=143252 [Beitrag vom 10.08.05 18.02 Uhr]), allerdings keine Unterstützung deiner hier vertretenen Meinung gefunden. Aber da ich kein eindeutiges Indiz dafür gefunden habe, dass eben Film und Buch gleich enden, könnte ich die etwas unglückliche Formulierung im "Spoiler"-Absatz auch weglassen. Wo kann ich denn die entsprechende Diskussion zu "Der Nebel" in der imdb finden?
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Crumby Crumb & the Cunty Bunch

Wieder Spoiler:

Im Gegensatz zu anderen Leuten, diskutiere ich nur über Sachen, von denen ich Ahnung habe, also habe ich sie natürlich gelesen - und das nicht nur einmal vor 20 Jahren. Mehr als den ersten Link in der Wikipedia habe ich dann auch nicht mehr angeklickt, denn selbst da steht schon eindeutig

"Als sie sich entschließen, draußen nach Hilfe zu suchen, endet die Geschichte offen."

Wo ist das Problem? Das heißt, das Ding ist danach aus, Nebel noch da, Monster noch da, keine Gnadenschüsse, kein Militär.

Und weil Du zu faul bist, das Imdb Forum nach "ending" zu durchsuchen, bin ich mal so frei, einen der 50 Threads zu diesem Thema hier zu verlinken:

http://german.imdb.com/title/tt0884328/board/thread/92810761
'Are you talkin' to me? You talkin' to me?' - Raging Bull, Pacino. Love that movie!

Mr. Vincent Vega

Selbiger Vorwurf tauchte afaik schon bei HITMAN auf, ich würde empfehlen die Unkenntnis in einer bestimmten Sachlage nicht mit vermeintlichem Wissen zu kaschieren. Man kann und muss THE MIST auch wunderbar niedermachen, ohne die Vorlage zu kennen.

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